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Indonesien

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Indonesien ist ein über 17.508 Inseln verteiltes Land in Südostasien.

Lage
Karte von Südostasien mit eingezeichneter Lage von Indonesien
Flagge
Flagge von Indonesien
Kurzdaten
Hauptstadt Jakarta
Staatsform Republik
Währung Indonesische Rupiah (IDR)
Fläche 1,92 Mio km²
Bevölkerung 238 Mio
Sprachen Bahasa Indonesia (Amtssprache, modifizierte Form des Malaiischen), Englisch, Holländisch
Religionen Muslime 88 %, Protestanten 5 %, Katholiken 3 %, Hinduisten 2 %, Buddhisten 1 %
Telefonvorwahl +62
Internet TLD .id
Zeitzone MEZ+6 bis +8

Regionen[Bearbeiten]

Die Hauptregionen des Landes sind:

  • Java - das Zentrum des Landes, mit der Hauptstadt Jakarta und anderen Millionenstädten der dichtbesiedeltste Teil des Archipels.
  • die Touristen-Hochburg Bali, für die meisten Pauschaltouristen vermutlich die bekannteste Insel.
  • Sumatra - wild und zerklüftet. Die sechstgrößte Insel der Welt besitzt einen großartigen, aber stark bedrohten Naturreichtum.
  • Kalimantan - Der indonesische Teil von Borneo: unkartierte Dschungel, mächtige Flüsse, Siedlungsgebiet des Orang Utans und ein Paradies für Abenteurer.
  • Sulawesi (Celebes) - die Insel, deren Form mit ihren fünf "Armen" an einen Kraken erinnert, ist geographisch sehr langgezogen und beherbergt verschiedene Gesellschaftsformen und eine spektakuläre Landschaft.
  • Kleine Sunda-Inseln (Nusa Tenggara) - die Inselgruppe im Südosten besitzt Scharen von ethnischen Gruppen, Sprachen und Religionen. Weitgehend unentdeckt und der Außenwelt fast unbekannt.
Karte von Indonesien

Eine komplette Liste über die Provinzen Indonesiens finden Sie hier.

Städte[Bearbeiten]

Eine ausführliche Liste über die Orte in Indonesien finden Sie hier.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Bali ist zwar das Hauptziel, aber man sollte sich mal die Mühe machen, z.B. von Bandung nach Cirebon oder an die Südküste zu fahren, dort ist das eigentliche Indonesien. Allein eine Tour von Jakarta nach Bandung über den Puncak Pass ist schon sehr interessant!

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Visa Free Visit[Bearbeiten]

Deutsche, Schweizer und Österreicher Staatsangehörige (sowie Urlauber aus 166 weiteren Ländern) benötigen seit einem Beschluss des indonesischen Parlaments vom 16. Juni 2015 für einen Aufenthalt zu rein touristischen Zwecken bis zu 30 Tagen, in Indonesien kein Visum mehr. Dies gilt wenn die Einreise über einen von derzeit (Juli 2016) 29 Flughäfen, 88 Seehäfen oder acht Landgrenzen erfolgt. Eine Liste der betroffenen Länder (Deutschland="Jerman") und allen entsprechenden Grenzübergängen findet sich auf der Website der Indonesischen Botschaft in Berlin. Das kostenfreie Visum ist nicht verlängerbar.

Visa on Arrival (VOA)[Bearbeiten]

Das Visa on Arrival (VOA) wird bei der Einreise erteilt und kostet 35 US-$ für einen Aufenthalt von bis zu dreißig Tagen, zahlbar in US-$. Ein dreitägiger Aufenthalt kostet 10 US-$. Man kann die Visumsgebühr außer in US-$ auch mit Euro bezahlen, aber nur in Scheinen. Wechselgeld wird in Landeswährung ausgegeben; man muss also nicht unbedingt vorher irgendwo Geld tauschen gehen. Euro können getauscht werden. Die Ausgabe des Rückgeldes erfolgt in indonesischen Rupiah. Die Zahlung mit Visa- und Mastercard ist möglich. Das Auswärtige Amt rät, aus praktischen Gründen den Betrag bei der Einreise passend in US-$ zur Verfügung zu haben. Eine Liste der Grenzübergänge an denen das VOA ausgestellt wird findet sich in der oben bereits verlinkten Website der Indonesischen Botschaft in Berlin. Das VOA ist im Gegensatz zum kostenfreien Visum einmalig um weitere dreißig Tage verlängerbar.

Vorher beantragtes Visum[Bearbeiten]

Ist ein längerer Aufenthalt geplant, muss das Visum vor der Einreise beantragt werden. Das Visum wird erteilt für Touristen- und Geschäftsreisen. Es muss teilweise mit erheblichen Wartezeiten bei der Einreise gerechnet werden. Inzwischen ist ein 60-Tage-Visum für 50 US-$ bei Einreise erhältlich. Das Visum gilt jeweils nur für eine einmalige Einreise, verlässt man Indonesien und möchte wieder zurückkehren, so muss ein erneutes Visum beantragt und bezahlt werden.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Besonders bei Flügen innerhalb Indonesiens sollte man beachten, dass viele Fluglinien nicht den Sicherheitsbestimmungen der Europäischen Union entsprechen. Die betroffenen Gesellschaften können der "schwarzen Liste der EU" entnommen werden. In den letzten Jahren hat sich die Situation aber deutlich gebessert, so dass etliche Airlines wieder von der Liste gestrichen wurden.

Die deutsche Lufthansa fliegt täglich am späten Abend von Frankfurt nach Jakarta, allerdings wird dieser Flug mit einem Zwischenstopp (ca. 1 Stunde) in Singapur durchgeführt, was die Reisezeit auf 15 Stunden ausdehnt. Weitere Verbindungen nach Jakarta werden mit Malaysia Airlines via Kuala Lumpur, Thai Airways via Bangkok und Singapore Airlines via Singapur angeboten.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die staatliche Schifffahrtsgesellschaft Pelni betreibt ein breites Netz aus Fährverbindungen, die viele Inseln Indonesiens miteinander verbinden. Leider ist die nur auf Bahasa Indonesia verfügbare Website https://www.pelni.co.id/ nicht sehr hilfreich.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Bahn ist schneller und komfortabler, aber auch teurer als Busse (für europäische Verhältnisse jedoch günstig). Im klimatisierten Nachtzug Jakarta - Surabaya in der 1. Klasse (Executive) gibt es Liegesitze und es werden Speisen und Getränke angeboten. Der Zug benötigt etwa 10 Stunden für die Strecke von ca. 700 km. Hier gibt es eine Fahrplanübersicht. Tickets können für alle Züge online über die Buchungsplattform von tiket.com gebucht werden, ausländische Kreditkarten werden hier akzeptiert. Bei Problemen mit der Bezahlung empfiehlt sich die Nutzung der gleichnamigen mobilen App. In der Hochsaison sind viele Verbindungen kurzfristig ausgebucht, hier empfiehlt sich das Vorausplanen.

Es ist möglich ein Auto zu mieten. Hierfür sollte man aber einen Internationalen Führerschein vorlegen und die Sprache zumindest rudimentär beherrschen; denn im Fall eines Unfalls ist man als Ausländer prinzipiell im Nachteil. Gleiches gilt für das Anmieten eines Mopeds. Diese werden besonders häufig von der Polizei kontrolliert. Das vergleichsweise günstige Anmieten eines Wagens mit Fahrer ist in jedem Fall empfehlenswert. So gelangt man in der Regel schneller an die geplanten Ziele und die Fahrer agieren auch gerne als Reiseführer und beschreiben die Einzelheiten bzw. beantworten Fragen. Grundsätzlich ist selbst bei mäßigem Verhandlungsgeschick günstiger, solche Angelegenheiten vor Ort zu organisieren, als teure Mietwagen über die großen Anbieter im Voraus über das Internet zu buchen.

Fahrten mit dem Bus sind nicht immer zuverlässig. Zuweilen werden die Touristen bei einem Gebrechen gebeten den Bus mit anzuschieben. Überland- und Nachtbusse sind gemeinhin etwas besser und fahrtüchtiger. Die Sitzeinteilung ist je zwei Plätze links und rechts des Mittelganges. Board-Toiletten sollten nicht erwartet werden. Reine Linienbusse für Kurzstrecken unterscheiden sich durch deutliche engere Sitze, zu je fünf oder gar sechs pro Reihe (2-3 oder sogar 3-3). Wenn Gepäck separat zu stauen ist, ist für dieses gesondert zu zahlen. Sogenannte '1. Klasse-Busse' sind in der Regel auch nicht komfortabler, außer dass man die Rückenlehnen der Sitze etwas verstellen kann. Abfahrtszeiten sind 'Richtzeiten' und können um 15 - 30 Minuten vom Fahrplan abweichen. Durch die recht hohen Frequenzen sind lange Wartezeiten jedoch eher selten. Typischerweise kann man mit einer Streckengeschwindigkeit von ca. 20 km/h rechnen. Bei Zwischenhalten sollte man auf das eigene Gepäck achten.

Minibusse (sogenannte Bemos) verkehren vor allem zu weniger bekannten Zielen oder solchen, die nur über enge Straßen zu erreichen sind, wie z.B. Vulkane und kleinere Dörfer. Diese Busse sind jedoch noch enger ausgelegt und betreffend eigenem Freiraum sehr gewöhnungsbedürftig. Das Gepäck wird auf dem Dach befördert und häufig klammern sich Kinder von außen an Fenster oder Dachleitern oder fahren oben auf dem Dach mit.

Motorradtaxis werden Ojek genannt. In den Städten gibt es professionelle Ojek-Fahrer, in der Provinz findet sich an jeder Ecke ein Motorradbesitzer, der bei Gelegenheit Ojek spielt. Sehr zu empfehlen ist das von der Regierung unterstütze GO-JEK. Hier können Motorradtaxis mittels Mobiltelefon-App angefordert werden. In den großen Städten ist das System weit verbreitet. Sicherheit und Komfort wird bestmöglich Rechnung getragen (Sturzhelm, Atemschutzmaske, nur registrierte Fahrer).

Oplet ist ein noch kleinerer Minibus, gemeinhin ein Pkw mit einem Kombianbau aus Holz, der nur im Ortsverkehr oder zwischen den Dörfern eingesetzt wird und ALLES transportiert, inklusive Hühner und Ziegen.

Becak ist eine dreirädriges Fahrradrikscha bei dem die Passagiere (gemeinhin zwei Europäer oder auch drei bis vier Einheimische) auf einer vorderen Bank sitzen und in Fahrtrichtung blicken, und der Fahrer auf dem Sattel dahinter radelt. Der Fahrpreis ist vor der Fahrt auszuhandeln, bzw. kann eine Unterlassung im Nachhinein deutlich teurer werden.

Suburban. Dies ist eine Verbindung zwischen den großen Städten (Bandung-Jakarta und Bandung-Cirebon).

Sprache[Bearbeiten]

In Indonesien wird Bahasa Indonesia gesprochen. Ein guter Sprachführer, mit dem man sich nach ein paar Tagen problemlos verständigen und vieles lesen kann, ist der 'Kauderwelsch - Indonesisch Wort für Wort', ISBN 3894160047

Kaufen[Bearbeiten]

Auf Java ist alles, zumindest für unsere Verhältnisse, extrem billig. Jedoch hat man z.B. Mühe, Kleider in seiner Größe zu finden, da die Asiaten doch kleiner und schmaler als wir Europäer sind. In dem Künstlerstädtchen Ubud (auf Bali) gibt es jede Menge Möglichkeiten zum Shoppen. Da wird der Geldbeutel schnell leichter. Bali ist etwas teurer als Java, aber trotzdem noch billig. Es gibt viele schöne Handwerksarbeit und auch Bilder, bei angeblichen Antiquitäten sollte man aber schon mehr Erfahrung haben!

Besonders auf Java muss man stets auf Rikscha-Fahrer achten, die einem häufig folgen. Diese geben dann in Geschäften oder Hotels an, dass sie den Kunden vermittelt hätten und bekommen Provisionen von den Händlern, die auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden.

In Yogyakarta werden gerne Batikbilder in minderer Qualität (nicht UV-resistent, nicht wasserfest) verkauft, daher sollte man hier immer auf den 'Wassertest' bestehen, bei dem das ausgesuchte Bild mit einem tropfnassen Tuch abgerieben wird. Bei echter Batik passiert hierbei nichts.

Preise sind grundsätzlich an den Dollar gekoppelt, so dass die aktuelle Preisgestaltung häufig von den Angaben in Reiseführern abweicht.

Küche[Bearbeiten]

Indonesiens Küche ist von der Chilischote geprägt. Es gibt fast kein Gericht, dass nicht mit Lomboks oder Rawits gewürzt ist und häufig in Mengen, die den westlichen Besucher schier verzweifeln lassen. Kein Wunder, dass Nasi Goreng (Gebratener Reis) oder Bakmi Goreng (dasselbe mit Nudeln) so beliebt sind, früher bei den holländischen Kolonialherren, heute halt bei Travellern. Es ist ein Resteessen, das nur wenig gepfeffert wird. Wer seine kulinarischen Erlebnisse in Indonesien allerdings darauf beschränkt, wird nicht unbedingt zu positiven Wertungen kommen. Ebenfalls tourigerecht ist das Sate (Fleischspieß mit Erdnuss Sauce). Die vielen Angebote sind kaum zu verfehlen.

  • Sate gibt es mit verschiedenen Fleischsorten
    • Sate Ayam - Huhn
    • Sate Daging - Rind
    • Sate Kambing - Lamm oder Ziege
    • Sate Babi - Schwein
    • Sate Udang - Garnele
  • Kerupuk (das e wird verschluckt also krupuk gesprochen, früher auch kroepoek, "oe" ist aus dem Niederländischen und wird als "u" gesprochen)
    • Chips aus Reis- oder Krabbenmehl
  • Süßes
    • Pisang goreng - gebratene Bananen
  • Allgemein
    • Beras - Reis roh
    • Nasi - gekochter Reis
    • Nasi Goreng - gekochter Reis anschließend gebraten
    • Bakmi Goreng - gebratene Nudeln
    • rokok kretek - Zigaretten mit Gewürznelken

Wer sich etwas auf die Suche begibt, findet die sogenannte kolak. Eigentlich ein Getränk mit Kokosmilch, Palmzucker und Bananenstücken. Für den speziellen Geschmack ist das Ganze bereits etwas vergoren (schmeckt zumindest so).

Sehr gut schmecken auch die frisch gepressten Fruchtsäfte aus Mangga (Mango), Nanas (Ananas), Sirsak (eine Anonenart), Nangka (Jackfrucht), Alpukat (Avocado - schmeckt aber süß - wird oft mit Schokosirup gereicht). Wenn Sie Getränke ohne Eis bestellen: tanpa es.

Häufig bekommt man auch Mie bakso. Das sind Nudeln mit Rindfleischbällchen. Die Bällchen gibt's auch aus Fisch (ikan). Wer Tofu (Tahu) mag, kann auch mal Gado-Gado probieren, eine Art Salat mit Tofu und Erdnuss Sauce.

Ziemlich risikofrei lässt es sich in den Einkaufszentren der Großstädte essen. Ansonsten kann man auch einen Warung (kleines indonesisches Restaurant) oder die Stände eines Nachtmarktes (pasar malam) - natürlich abends - besuchen. Wer gerne einen der Straßenstände probieren will, sollte sich an gekochtes, gebratenes oder gegrilltes Essen halten!

Wer direkt am Meer ist, sollte auch unbedingt frischen Fisch (ikan), Shrimps/Garnelen (udang), Tintenfisch (cumi-cumi) probieren. Außerhalb der Touristenzonen kann man dort, wo der frische Fang gelöscht und verkauft wird, sich oft einen Fisch aussuchen und direkt zubereiten lassen. Falls vorhanden, dazu einmal Kangkung (eine Art Wasserspinat) probieren. Ach ja: und Chili heißt cabe und wenig sedikit.

Wer aber eine zünftige Reistafel essen möchte, fährt am besten in die Niederlande zu einem chinees-indisch restaurant. Die Reistafel war eine Entwicklung der Holländer aus vielen verschiedenen indonesischen Gerichten, ein Bankett für Menschen mit viel Zeit und viel Personal. In Indonesien, wo man dafür das niederländische Wort Rijsttafel benutzt, ist es ein Fremdkörper und eine Erinnerung an vergangene Zeiten.

Wer jetzt schon neugierig auf die indonesische Küche geworden ist, schlägt einfach mal bei Koch-Wiki: Indonesische Küche nach.

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Nachtleben der Weltklasse gibt es in Jakarta und in Kuta auf Bali. Clubgänger in Jakarta sind Fashionistas, es geht ums Sehen und gesehen werden. Indonesierinnen kämen kaum auf die Idee, sich ohne Highheels in einem Club in Jakarta blicken zu lassen. Kuta ist hingegen das Mallorca der Australier, hier wird der Status eher durch die Größe des Getränkes in der Hand als durch die Bekleidung ausgedrückt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Wie bei Klima erwähnt, ist es für den westorientierten Traveller angenehmer, in kühlerem Klima zu schlafen! Ein guter Ausgangspunkt ist daher entweder Bandung oder der Puncak Pass, wo einige schöne Resorts vorhanden sind, um zu übernachten!

In Indonesien finden sich Unterkünfte in jeder Preis und Komfortkategorie: vom einfachsten Zimmer mit landestypischen Mandi-Bad für 1-5 USD, bis hin zur Luxusherberge mit eigenem Pool für mehrere 1000 USD. Normalerweise muss keine Unterkunft im Vorwege reserviert werden (Ausnahme Hauptreisezeit von Juni bis September und über Weihnachten und Neujahr). Oft sind genannte Preise des Hotels nur ein Anhaltspunkt und können verhandelt werden (Ausnahme Hotelketten).

Lernen und Studieren[Bearbeiten]

  • Deutsche Internationale Schule Jakarta
  • Deutsche Schule Bandung
  • Goethe Institut
  • Universitäten

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Das Nebeneinander der Religionen ist ein Grundpfeiler der indonesischen Staatsphilosophie Pancasila. Deshalb gelten die wichtigsten Feiertage der großen Religionen im ganzen Land. Beispielsweise ist Weihnachten auch in Jakarta oder Idul Fitri (Ende des Ramadan) auch in Bali ein offizieller Feiertag. Die Religiösen Feiertage richten sich nach traditionellen Kalendern, das Datum variiert somit von Jahr zu Jahr (in unserem Kalender).

Dies sind die Feiertage für das Jahr 2007.

Termin Name Bedeutung
01.01. Neujahr Neujahr nach gregorianischem Kalender
20.01. Muharram Islamisches Neujahr
18.02.-20.2. Neujahr Chinesisches Neujahr
19.03. Neujahr Hinduistisches Neujahr
31.03. Geburtstag Mohammeds Geburtstag des Propheten
06.04. Karfreitag
13.05. Waisak Buddhistischer Feiertag zur Geburt, Erleuchtung und Tod Buddhas (Borobodurfest)
17.05 Pentakosta / Kenaikan Isa Almasih Christi Himmelfahrt
11.08. Lailat al Miraj Himmelfahrt des Propheten
17.08. Hari Merdeka Indonesischer Unabhängigkeitstag
13.10. Idul Fitri Ende des Ramadan (Fastenmonat)
20.12. Eid al-Adha Opferfest.
25.12 Natal Weihnachten

Sicherheit[Bearbeiten]

Man sollte überall vorsichtig sein. Vor allen Dingen sollte man nicht provozieren oder angeben. Das fordert meistens eine Aktion heraus. Also nicht die teure Uhr am Arm aus dem Autofenster oder Becak zeigen!

Bei Problemen kann man sich an die Vertretungen wenden:

  • Deutsche Botschaft Jakarta: Jalan M.H. Thamrin 1, 10310 Jakarta; Tel.: +62-21-398 55 000 - Der Bereitschaftsdienst für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten ist unter der Nummer +62-811-152526 zu erreichen.

Außerdem gibt es Konsulate in:

  • Medan (Sumatra): Jalan Samanhudi 16, Medan 20152; Tel.: +62-61-4568006
  • Sanur (Bali): Jalan Pantai Karang 17, Batujimbar-Sanur/ Bali.; Tel.: +62-361-288535
  • Surabaya - (Java): Jalan Dr. Wahidin 27, Surabaya 60264; Tel.: +62-31-5631871

Gesundheit[Bearbeiten]

Für eine Reise nach Java und Bali ist eine Hepatitis A + B Impfung empfohlen. Des weiteren sind auch mögliche Auffrischungen für Polio und Typhus notwendig. Ein hohes Risiko für Malaria gibt es, laut DTG, östlich von Bali, also ab Lombok, inklusive der Gili Islands. Die Städte und Touristenzentren auf Bali und Java gelten als malariafrei. Bester Schutz ist, vor allem in der Dämmerung, lange Kleidung zu tragen. Dengue wird im Gegensatz zu Malaria von tagaktiven Moskitos übertragen. Genaueres sollte man vor der Reise mit einem Tropenmediziner absprechen.

Mit Leitungswasser sollte man sehr vorsichtig sein, es nur abgekocht trinken und auch auf Eiswürfel verzichten. Wer empfindlich ist sollte auch zum Zähneputzen abgepacktes Wasser verwenden. In teureren Hotels und modernen Resorts wird das Wasser meist aufbereitet und kann bedenkenlos zum Duschen und Zähneputzen verwendet werden.

Informationen zu Impfungen und Prophylaxe findet man beim Auswärtigen Amt.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Äquatorial bedingt herrscht in Indonesien tropisch feuchtes Klima. In den Städten beträgt die Temperatur auch nachts meistens noch 25 Grad Celsius. Für Ausländer sind die höheren Lagen günstig und angenehm, was auch die Niederländer in der Kolonialzeit schon bevorzugten. Bandung ist sehr angenehm (ca. 800 m), dort z.B. Lembang und auch der Puncak Pass, der auf dem Weg von Jakarta nach Bandung liegt, hat ein kühles Klima vor allem nachts. In der Regenzeit (ca. von Oktober bis April) hat man teilweise mit tagelangem Niederschlag zu rechnen.

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Da die indonesische Bevölkerung einiges mit den Kolonialmächten mitgemacht hat, sollte man mit überheblichen Phrasen und Handlungen vorsichtig sein. Besonders die älteren Indonesier kennen diese Zeit noch zu gut. Hinsichtlich Religionen waren die Indonesier immer ziemlich tolerant, man weiß aber nicht, wie die Rückkehr zu den alten Gesetzen des Islams seit 1990 hier gewirkt hat.

Bei einer Reise nach Indonesien sollte man sich im Vorwege bewusst machen, dass man ein Land besucht dessen Einwohner im Vergleich zur westlichen Welt nur wenig verdienen - ein Reisbauer 1 USD/Tag ein Hotelangestellter 60-80 USD/Monat. Für die Indonesier sind alle Reisenden reich, da sie sich die Reise leisten können. Man ist gut beraten bescheiden, respekt- und verständnisvoll Land und Leuten zu begegnen. Der eigene Anspruch an Gäste kann da ein guter Leitfaden sein. Die linke Hand gilt als unsauber und sollte weder bei der Begrüßung gereicht werden, noch damit Lebensmittel angenommen werden. Kinder sollten nicht am Kopf berührt werden. Außerdem ist es Frauen auf Bali verboten während ihrer Menstruation Tempel zu besuchen. In vielen Hotels ist mittlerweile eine Regelung bzgl. Topless bei Frauen eingeführt: Am hoteleigenen Strand ist es erlaubt, am Hotelpool nicht.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Man kommt gut mit Englisch weiter, zumindest in den größeren Städten, aber auch auf dem Land! Indonesisch ist zumindest in den Grundzügen eine relativ einfache Sprache. Es lohnt sich, vor der Reise einige Wörter und Sätze zu lernen. Indonesier zeigen sich sehr erfreut, wenn man auch nur ein paar Brocken ihrer Sprache beherrscht. Dass sich daraus die eine oder andere interessante Situation ergibt, ist naheliegend. (siehe Sprache)

Literatur[Bearbeiten]

Rough Guides (Hg.): The Rough Guide to Indonesia. Rough Guides Ltd., 2003 (2 ed.. Auflage), ISBN 1-85828-991-2 (englisch).

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