Sumatra
| Sumatra | |
| Hauptstadt | |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 60.000.000 (2021) |
| Fläche | 473.481 km² |
| Postleitzahl | |
| Vorwahl | |
Sumatra ist die größte Insel Indonesiens und die sechst größte weltweit.
Die touristischen Highlights Sumatras sind vor allem der spektakuläre Toba-See mit der Insel Samosir, die Orang-Utans im Gunung-Leuser-Nationalpark, beeindruckende Vulkane, Regenwälder und die vielfältige Kultur der Batak-Völker.
Hintergrund
[Bearbeiten]1 Sumatra gehört zu den Großen Sundainseln und ist die größte, vollständig zu Indonesien gehörende Insel, 1700 km lang, bis zu 370 km breit und einer Fläche von 473.481 km². Borneo ist zwar größer, aber hierauf befinden sich zwei Provinzen von Malaysia und das Sultanat Brunei. Sumatra ist im Osten von Malaysia und Singapur durch die 2 Straße von Malacca getrennt. Im Süden trennt die 3 Sunda-Straße Sumatra von Java.
Geschichte
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Die erste Besiedlung der Insel Sumatra erfolgte wohl mindestens 66000 vor Christus. Darauf weisen Funde hin, die zwischen 1888 und 1890 durch den niederländischen Anthropologen Eugène Dubois in der Karst-Höhle 4 Lida Ajer gemacht wurden. Er fand zwei menschliche Zähne, die darauf schließen ließen, dass hier 66000 vor Christus bereits Menschen lebten.[1]
Bereits im 7. Jahrhundert errichtete das hinduistische Lamuri-Königreich unter Putra Raja Harsa das an der Nordküste gelegene 1 Indra Patra Fort zum Schutz vor Angriffen auf den Handelsposten.[2] Die ersten Handelsbeziehungen nach Südindien brachten Sumatra in der alten Sanskrit-Sprache den Namen „Goldinsel“ ein („Swarna dwipa“, oder „Goldland“ „Swarna bhumi“).[3] Goldminen wie die 2 Martabe mine haben zu diesem Ruf beigetragen.
Der Weltreisende Marco Polo bezeichnete 1292 die Insel während seiner Rückreise von China als „Königreich Samatra“[4], wo er fünf Monate auf günstige Passat-Winde warten musste. „Samatra“ bedeutet in Sanskrit „das Meer“. Polos reisender Zeitgenosse Odorich von Portenau sprach 1323 von „Sumoltra“. Um 1346 verbrachte Ibn Battuta auf seinem Weg nach China 15 Tage auf „Samudra“, was er auch „Samatrah“ oder „Samutrah“ nannte, das von König Al Malik Al-Dháhir regiert wurde. Polo fand die bereits am 22. April 1205 gegründete Stadt Banda Aceh vor, wo Sultan Ali Mughayat Syah 1496 das 1 Sultanat Aceh aufbaute.
Am 1. September 1509 landete der portugiesische Seefahrer Diogo Lopes de Sequeira mit fünf Schiffen in der Nähe des damaligen Königreichs 1 Samudra Pasai, wo er vermutlich nur die Vorräte auffrischte, denn bereits am 11. September 1511 landete er in Malacca. Kurz nach ihrer Gründung 1602 begann die holländische Vereenigde Oost-Indische Compagnie (VOC) Gold und Pfeffer auf Sumatra auszubeuten. Im Mai 1683 organisierte die VOC eine Expedition entlang des 5 Siak River, um Gold- und Silberlager aufzuspüren.[5] Im Auftrag der VOC war auch 1683 der Deutsche Elias Hesse (1658-1689) unterwegs, der über seine Erlebnisse ein Buch verfasste.[6]
Die Engländer gelangten 1602 nach Banda Aceh, wo sie einen Handelsposten gründeten. Im Juni 1685 kamen sie in Bengkulu an und etablierten sich endgültig, als sie dort zwischen 1714 und 1719 das 3 Fort Marlborough erbauten. Danach folgten die Niederländer, die ihre Herrschaft am 22. Dezember 1784 mit Fort de Kock und 1824 mit 4 Fort van der Capellen zementierten. Die niederländische Kolonialherrschaft dauerte über 300 Jahre.
Seit der Unabhängigkeit Indonesiens am 17. August 1945 ist Sumatra ein Teil dieses Inselstaats. Am 26. Dezember 2004 ereignete sich im Indischen Ozean ein 5 Seebeben der Stärke 9,1 (auch Sumatra-Andamanen-Beben genannt), dessen Tsunami am stärksten die Nordwestküste der nur 85 km vom Epizentrum entfernten Region Aceh mit bis zu 40 Meter hohen Flutwellen traf und bis zu 170.000 Tote allein in Sumatra verzeichnete.
Landesnatur
[Bearbeiten]Die Natur Sumatras ist geprägt von extremen Gegensätzen: Von den rauen Berggipfeln bis zu den dichten Sumpfwäldern an den Küsten erstreckt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Landschaften. Das Rückgrat der Landschaft der sechstgrößten Insel der Erde bildet das Barisan-Gebirge, das sich entlang der gesamten Westküste zieht. Diese vulkanische Kette beherbergt zahlreiche aktive Vulkane, darunter den Kerinci, und formt eine Hochlandkulisse, die von tiefen Tälern und Kraterseen durchzogen ist. Das spektakulärste Zeugnis dieser vulkanischen Aktivität ist der Tobasee, der größte Kratersee der Welt. In seiner Mitte befindet sich eine bewohnte Insel, die so groß wie Singapur ist.
Nach Osten hin flacht das Land stark ab und geht in eine weitläufige Tiefebene über, die von großen Flusssystemen durchzogen ist. Weitläufige, oft unwegsame Moor- und Mangrovensümpfe prägen hier das Bild und bilden einen natürlichen Übergang zur Straße von Malakka. Aufgrund des feuchtheißen, tropischen Klimas ist die Insel von dichten Regenwäldern bedeckt, die zu den artenreichsten Ökosystemen weltweit gehören.
Klima, Flora und Fauna
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Sumatra liegt in den Inneren Tropen, der Äquator verläuft mitten durch die Insel. Dies hat ganzjährig konstante Temperaturen zur Folge. Deshalb kann die vom Ostmonsun begünstigte Trockenzeit (Mai bis Oktober) und die Regenzeit mit dem West-Passat (November bis März) klar voneinander abgegrenzt werden. Die Tagestemperaturen liegen auf Sumatra ganzjährig bei 27 bis 29 °C, können aber auch auf über 31 °C klettern, nachts sinken sie auf um die 22 °C. Mit 70 % in der Trocken- und 95 % in der Regenzeit ist die Luftfeuchtigkeit stets sehr hoch. Im vulkanischen Hochland ist das Temperaturniveau um etwa 10 °C niedriger.
Sumatra hat eine stark endemisch geprägte Tierwelt. Von den mindestens 200 Säugetierarten sind hervorzuheben die nur hier vorkommenden Sumatra-Elefant, Sumatra-Nashorn, Sumatra-Tiger und Sumatra Orang Utan. Sie leben nicht auf der ganzen Insel, sondern in eng begrenzten Regionen. Weitere Affenarten neben dem Orang Utan sind der Siamang und andere Gibbon-Arten sowie Languren. Beobachtet werden können über 580 Vogelarten, darunter 9 Arten von Nashornvögeln wie der Rhinozeros—Hornvogel, Doppelhornvogel und Schildschnabel. Unter den 218 Reptilien-Arten befinden sich 133 Schlangenarten.
Geschätzt werden über 15.000 Pflanzenarten (darunter 2.500 Baumarten). Bis zur Höhe von 600 Metern gibt es die tropischen Flachland-Regenwälder, darüber die Berg-Nebelwälder. Ab etwa 2.900 Metern befindet sich die Baumgrenze. Höchstens noch 30 % der Inselfläche sind von solchen primären Regenwäldern bedeckt. Unter den Blütenpflanzen berühmt ist die weltweit größte Blüte der Rafflesia.
Sprache
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In den Touristenzentren kommt man mit Englisch durch. Praktisch Jedermann versteht Bahasa Indonesia, die offizielle Amtssprache. Ansonsten gebraucht man Sprachen, die zum Malayo-Sumbawa-Zweig der Malayo-polynesischen gehören. Im Norden, also Aceh, spricht man entlang der Küsten die achinesische Sprache. Gayo ist im Hochland gebräuchlich.
Die sechs Stämme des Volks der Batak, die 200-300 km um den Toba-See leben, kommunizieren über die Dialekte ihrer Sprache. Die Niasser haben ihre eigene Sprache, die auch auf den Batu-Inseln verwendet wird. Auf Simeuluë Island gibt es etwa 20.000 Sprecher des verwandten Sikule.
Reisevorbereitung
[Bearbeiten]Beste Reisezeit ist zwischen Mai und Oktober. Sumatra kann durchaus ein eigenständiges Reiseziel bilden, da sich neben der tropischen Natur und den Vulkanen auch die seltensten Tierarten auf der Insel befinden. Die touristische Infrastruktur ist auf Sumatra gut, Versorgung und Unterkunft ist jederzeit gewährleistet.
Regionen
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Auf Sumatra gibt es folgende zehn Provinzen:
| Region | Hauptort |
|---|---|
| 2 Aceh | 1 Banda Aceh |
| 3 Bangka-Belitung Islands | 2 Pangkal Pinang |
| 4 Bengkulu | Bengkulu |
| 5 Jambi | 3 Jambi |
| 6 Lampung | 4 Bandar Lampung |
| 7 Riau | 5 Pekanbaru |
| 8 Riau Islands | 6 Tanjungpinang |
| 9 Sumatera Barat (West-Sumatra) | 7 Bukittinggi 8 Padang |
| 10 Sumatera Selatan (Süd-Sumatra) | 9 Palembang |
| 11 Sumatera Utara (Nord-Sumatra) | 10 Medan |
Sehenswürdigkeiten
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Orte
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- Bandar Lampung (Kotapraja Tanjungkarang-Telukbetung) Touren zur Vulkaninsel Krakatau werden angeboten. Auch kann man kleine Motorboote zu den vielen kleinen idyllischen Inseln in der Bucht mieten. 70 km nordöstlich befindet sich das sehenswerte Elephant Training Centre im Way Kambas National Park. Ansonsten keine besonderen Sehenswürdigkeiten.
- Bukittinggi (Kotapraja Bukittinggi) Bedingt durch die Höhe über dem Meer (930 m) besitzt die Stadt ein angenehmes Klima. Sie weist verschiedene Sehenswürdigkeiten auf.
- Medan (Kota Medan) Die größte Stadt Sumatras ist ein wirtschaftliches Zentrum und das Tor zum Toba-See und zu Nordsumatra.
- Padang (Kotapraja Padang)
- Palembang (Kotapraja Palembang)
- Pekanbaru (Kotapraja Pakan Baru)
- 12 Ranai Kota die knapp 8.900 Einwohner zählende Stadt ist die weiteste von der Hauptinsel entfernte Stadt auf den Natuna-Inseln.
Nationalparks
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Auf Sumatra gibt es 12 Nationalparks:
- 6 Batang Gadis National Park (Taman Nasional Batang Gadis) Gelegen in der Provinz Nordsumatra, schützt dieser Park die bergigen Regenwälder des Barisangebirges und dient als wichtiges Refugium für den vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tiger sowie als zentrales Wassereinzugsgebiet für die Region.
- 7 Berbak National Park (Taman Nasional Berbak) Dieser Park in der Provinz Jambi ist bekannt für seine riesigen Torfmoorwälder und Süßwassersümpfe. Er ist als Ramsar-Gebiet geschützt und ein Paradies für Wasservögel sowie eine der letzten Zufluchtsstätten für den Sumatra-Tiger.
- 8 Bukit Barisan Selatan National Park (Taman Nasional Bukit Barisan Selatan) Im Nationalpark (3.568 km²) leben u. a. Sumatra-Elefanten, Sumatra-Nashörner (2 Hörner) oder Sumatra-Tiger (mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen). Sie sind an die Lebensweise im Regenwald-Dickicht angepasst: Alle drei sind die kleinsten Vertreter ihrer Art.
- 9 Bukit Duabelas National Park (Taman Nasional Bukit Duabelas) Ebenfalls in Jambi gelegen, repräsentiert dieser Park primären Tieflandregenwald. Er ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch die Heimat der indigenen Gemeinschaft der Orang Rimba (Suku Anak Dalam), die dort traditionell lebt.
- 10 Bukit Tigapuluh National Park (Taman Nasional Bukit Tiga Puluh) Dieser Park erstreckt sich über die Provinzen Riau und Jambi. Er besteht aus hügeligem Tieflandregenwald und ist Schauplatz wichtiger Wiederansiedlungsprojekte für Sumatra-Orang-Utans sowie ein kritischer Lebensraum für Elefanten und Tiger.
- 11 Gunung Leuser National Park (Taman Nasional Gunung Leuser) Er ist der am häufigsten besuchte Nationalpark auf Sumatra. Der Park versucht den ursprünglichen, dichten Regenwald, der seit Jahren von Rodungen bedroht ist, dauerhaft zu schützen und den Tieren eine Heimat auf Dauer zu bieten. Besonders beliebt sind neben geführten Trekkingtouren auch Kanu- oder Bootsfahrten, die es erlauben, die zahlreichen seltenen Tiere, wie den Sumatra-Orang-Utan, den Sumatra-Tiger, das Sumatra-Nashorn, Leoparden, Nashornvögel oder Leistenkrokodile zu sehen.
- 12 Kerinci Seblat National Park (Taman Nasional Kerinci Seblat) langgestreckte Bergregion mit ebenso zahlreichen geologischen wie biologischen Besonderheiten. Die Heimat von Sumatra-Tiger, Sumatra-Nashorn, Sumatra-Elefant und Malaiischem Tapir und Heimat seltener Pflanzen. Hier trifft man auf wunderbaren Trekkingrouten auch auf heiße Quellen, beeindruckende Höhlensysteme, wunderschöne Wasserfälle und auf den höchsten Kratersee Südostasiens, den Lake Gunung Tujuh.
- 13 Sembilang National Park (Taman Nasional Sembilang) Dieser Park liegt an der Ostküste von Südsumatra und grenzt direkt an den Berbak-Nationalpark. Er ist bekannt für seine ausgedehnten Mangrovenwälder und schlammigen Küstengebiete, die Millionen von Zugvögeln auf ihrer Reise als Rastplatz dienen.
- 14 Siberut National Park (Taman Nasional Siberut) Siberut National Park: Er erstreckt sich über den größten Teil der Insel Siberut (Mentawai-Inseln vor der Westküste Sumatras). Der Park schützt isolierte Regenwälder und ist Heimat von vier endemischen Primatenarten (darunter der Kloss-Gibbon) sowie der indigenen Mentawai-Kultur.
- 15 Tesso Nilo National Park (Taman Nasional Tesso Nilo) In der Provinz Riau gelegen, beherbergt dieser Park eine der höchsten Pflanzendiversitäten der Erde. Trotz starker Bedrohung durch illegale Abholzung ist er ein extrem wichtiges Schutzgebiet für den vom Aussterben bedrohten Sumatra-Elefanten.
- 16 Way Kambas National Park (Taman Nasional Way Kambas) Dieser Park besteht hauptsächlich aus Tieflandwald und Sumpfgebieten. Bekannt ist er für sein Elefanten-Schutzzentrum und das Sumatran Rhino Sanctuary, in dem die letzten Sumatra-Nashörner gezüchtet werden.
- 17 Zamrud National Park (Taman Nasional Zamrud) Er zeichnet sich durch ein einzigartiges Torfmoor-Ökosystem aus, das zwei große, malerische Seen (Tasik Besar und Tasik Metas) umfasst und ein wichtiges Vogelschutzgebiet darstellt.
Größter Nationalpark der Insel ist mit 13.753 km² der Kerinci Seblat-Nationalpark.
Berge, Flüsse, Seen und Inseln
[Bearbeiten]- Der Vulkan Kerinci
- Dorf in der Nähe des Dempo
- Der Toba-See
- Ausbruch auf Krakatau
- Wohnhaus auf Nias
Höchster Berg ist der Vulkan 18 Mount Kerinci (3805 m), der zur 1700 km langen, Sumatra durchziehenden Bergkette der 19 Barisan Mountains gehört. In ihr finden sich 35 aktive Vulkane wie der 20 Dempo (3173 m) oder der 21 Mount Sinabung (2460 m). Einer der am häufigsten eruptierenden Vulkane ist der 2885 m hohe 22 Marapi. In dieser Bergkette liegt auch der weltweit größte Kratersee 23 Lake Toba mit einer Wasserfläche von 1145 km². Er ist 87 km lang, 27 km breit und befindet sich auf einer Höhe von 905 m. Er gehört zu den wichtigsten Touristenzielen auf Sumatra. Eine Fähre bringt Reisende auf die im Kratersee befindliche 24 Samosir Island (1601 m hoch), die allein bereits 630 km² groß ist (Rügen: 926 km²). Der 25 Lake Gunung Tujuh befindet sich auf einer Höhe von 1.950 Metern und ist damit der höchste Kratersee Südostasiens. Er hat eine Wasseroberfläche von 9,6 km² bei einer Breite von 3 km und einer Länge von 4,5 km. Längster Fluss ist der rund 800 km lange 26 Batang Hari.
Von den 90 Vulkanen auf Sumatra sind 15 aktiv. Die in der Sunda-Straße liegende Vulkaninsel 27 Krakatau Island gehört verwaltungstechnisch zu Sumatras Provinz Lampung . Die Insel ist 10,2 km² groß, die Vulkan-Caldera ragt 820 Meter aus dem Meer. Sie entstand durch einen massiven Vulkanausbruch zwischen dem 20. Mai und dem 21. Oktober 1883. Weitere zu Sumatra gehörende wichtige Inseln oder Inselgruppen sind 28 Mentawai Islands, 29 Nias Island, 30 Simeuluë Island, 31 Enggano Island und die abgelegenen östlichen 32 Natuna Islands.
Anreise
[Bearbeiten]Wichtigster Flughafen ist der 1 Kualanamu International Airport (IATA: KNO) von Medan, der von Kuala Lumpur oder Singapur direkt angeflogen wird. Die Garuda Air verbindet Medan unter anderem mit Jakarta (Java) oder Denpasar (Bali). Ebenfalls bei Medan liegt der 2 Port of Belawan mit Schiffs-Verbindungen nach Singapur und Port Klang in Malaysia.
Mobilität
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- Straßen
Die 2828 km lange 6 Trans-Sumatra Toll Road („Jalan Raya Trans-Sumatra“) ist eine noch im Ausbau begriffene mautpflichtige Fernstraße (englisch: toll road) und verbindet Banda Aceh im Norden mit Bandar Lampung im Süden der Insel. Wo sie im Landesinneren verläuft, gibt es Verbindungsstraßen zur West- und Ostküste Sumatras. Bei 13 Dusun Tua überschreitet sie den Äquator am Monument 7 Tugu Equator Pangkalan Lesung. Die Planungen sehen eine Fertigstellung der Fernstraße bis 2029 vor. In Indonesien bildet sie eine Teilstrecke der Indonesian National Route
, die sich auf Java fortsetzt. International ist sie eine Teilstrecke des Asian Highway
.
Als Nationalstraßen numeriert sind
Banda Aceh → Lhokseumawe → Langsa → Pangkalan Brandan → Binjai → Medan → Limapuluh → Kisaran → Rantau Prapat → Pekanbaru → Pangkalan Kerinci → Jambi → Palembang → Indralaya → Bandar Jaya.
Jalinteng (Mitte) → Medan → Pematang Siantar → Parapat → Tarutung → Padang Sidempuan → Bonjol → Bukittinggi → Singkarak → Bandar Jaya → Bandar Lampung.
Jalinbar (West) → Padang Panjang → Padang → Painan → Bengkulu und Teile bei Bandar Lampung.
- Eisenbahn
Das Eisenbahnnetz auf Sumatra ist lediglich 1854 km lang und macht nur 15 % des Schienennetzes in Indonesien aus. 85 % der Gleise befinden sich auf Java. Anders als diese Nachbarinsel verfügt Sumatra nicht über ein überregionales Schienennetz mit Fernzügen, sondern es gibt lediglich regionalen Personenverkehr im Großraum Medan, Padang, Banda Aceh und nördlich von Tarahan. Wichtigste Bahnhöfe dort sind 3 Medan railway station, 4 Padang railway station, 5 Stasiun Banda Aceh und 6 Tarahan railway station.
- Fährverkehr
An der Westküste betreibt Pelni die Schiffe zwischen Belawan (Medan) über die Riau-Inseln bis Tanjung Priok (Jakarta).
Die Ostküste entlang ab Banda Aceh fährt ASDP Indonesia Ferry. Nach Gunungsitoli auf Nias gelangt man ab Sibolga.
Zu internationalen Verbindungen nach Malaysia bzw. Singapur siehe die Abschnitte in den Hafenstädten Belawan, Tanjung Balai und Riau-Inseln.
Ausflüge und weitere Ziele
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Aktivitäten
[Bearbeiten]Surfer begeistern sich für den Süden der Insel Nias. Tauch- und Schnorchel-Tourismus auf 35 Pulau Weh hat sich erst seit 2005 entwickelt.
Küche
[Bearbeiten]Auf Sumatra gibt es indonesische Küche. Sie ist geprägt von Reis als Grundnahrungsmittel, aromatischen Gewürzpasten (Indonesisch: bumbu), Kokosmilch, Erdnusssauce und Chili. Der Reis ist von so großer Bedeutung, dass seine verschiedenen Garzustände mit eigenen Begriffen beschrieben werden: Reis im Feld (Indonesisch: padi), ungeschält und nicht enthülst (Indonesisch: gabah), geschält und enthülst (Indonesisch: beras), gekocht (Indonesisch: nasi putih) oder gebraten (Indonesisch: nasi goreng). Die Speisen sind vielfältig, stark regional geprägt, scharf und werden oft in Straßenküchen (Indonesisch: warungs) oder Garküchen (Indonesisch: kaki lima) serviert, wobei Nasi Goreng (gebratener Reis) mit Gemüse als eines der bekanntesten Nationalgerichte gilt.
Nachtleben
[Bearbeiten]Die islamische Tradition ist das Haupthindernis für eine westliche Unterhaltungskultur. Sehr begrenztes Nachtleben bietet Medan an, im streng islamischen Banda Aceh gibt es kein Nachtleben. Auch in den weniger besiedelten Teilen werden traditionelle Tänze, Wayang Kulit (Schattentheater) oder Wayang Golek (Stabpuppentheater), angeboten.
Unterkunft
[Bearbeiten]Nicht nur in den großen Städten, sondern auch in touristisch frequentierten Gebieten wie dem Toba-See gibt es ausreichende Unterkünfte aller Kategorien.
Gesundheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Tropenkrankheiten
Das Malaria-Risiko wird auf Sumatra als gering eingestuft, auch wenn die nachtaktive Anopheles-Mücke hier heimisch ist. Die Großstädte gelten als Malaria-frei, während die abgelegenen Gebiete der Nationalparks ein höheres Risiko aufweisen. Da das Denguefieber der tagaktiven Gelbfiebermücke eine höhere Ansteckungsgefahr bedeutet, ist ein Mückenschutz notwendig. Außerdem wird eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen (siehe Reiseapotheke). Auch gegen Krankheiten wie Zika-Virus, Legionärskrankheit, Chikungunya-Fieber und Japanische Enzephalitis sollte der Reisende gewappnet sein. Vor Reiseantritt sollte deshalb ein in Tropenkrankheiten versierter Arzt konsultiert werden.
Die Straßen- und Garküchen haben meist niedrige Hygienestandards, so dass man sich leicht eine Darminfektion mit der Folge von Durchfall einholen kann. Besonders hier gilt der Tropen-Grundsatz, dass man nur gekochte oder gebratene Speisen und Schalenobst essen sollte (englisch: cook it, boil it, peel it, or forget it).
Sicherheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Sicher reisen
Die Sicherheit für Touristen vor Kriminalität ist auf Sumatra sehr hoch. In Touristenzentren wie Medan und dem Toba-See ist höhere Vorsicht geboten. Überall gilt, dass der aufmerksame Tourist sich unauffällig kleidet, dabei auf Markenware verzichtet, auf sein Gepäck achtet und seine nähere Umgebung konzentriert beobachtet. In jeder Kleinstadt befindet sich eine Polizeiwache. Die Netzabdeckung ist nur in Großstädten zufriedenstellend.
Literatur
[Bearbeiten]- Nancy R. Lee, Sumatra-Reiseführer 2024, Amazon Digital Services LLC – Kdp, 2024; ISBN 979-8884759862.
Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ Roland Knauer, Die ersten Asiaten: Frühe Urwaldbewohner auf Sumatra, in: Der Tagesspiegel vom 11. August 2017
- ↑ Cathy Wissehr/Rahmah Johar/Rohaida Binti Mohd Saat/Sajid Ali Yousuf Zai/Vibol Sao, Proceedings of the 2nd Annual International Conference on Mathematics, Science and Technology Education, Atlantis Press, 2024, S. 33
- ↑ William C. Younce, Indonesia, Nova Publishers, 2001, S. 100
- ↑ Henry Yule, The Book of Ser Marco Polo, the Venetian, John Murray Publishing, 1871, S. 235 ff.
- ↑ Peter Borschberg (Hrsg.), Iberians in the Singapore-Melaka Area and Adjacent Regions (16th to 18th Century), Harrassowitz Verlag, 2004, S. 156 ff.
- ↑ Elias Hesse, Gold-Bergwerke in Sumatra 1680–1683, Michael Günther-Verlag, 1690, S. 1 ff.
- ↑ Martin E. Lehmann, A Biographical Study of Ingwer Ludwig Nommensen, 1834-1918, E. Mellen Press, 1996, S. 222 ff

