Kepulauan Riau
| Provinz Kepulauan Riau | |
| Hauptstadt | Tanjung Pinang |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 1.679.163 (2020) |
| Fläche | 21.992 km² |
| Postleitzahl | 29000–29999 |
| Vorwahl | |
| Webseite | www.kepriprov.go.id |
| Social Media | |
Die indonesische Provinz Kepulauan Riau - die Riau-Inseln - gehört zu Sumatra. Hier gibt es 1350 Inseln verteilt auf die vier Regierungsbezirke Kepulauan Riau, Natuna, Karimun and Lingga. Sie ist zu unterscheiden von der Provinz Riau von der sie 2004 abgetrennt wurde.
Größere Inseln
[Bearbeiten]Orte
[Bearbeiten]- 1 Tanjungpinang – Die Hauptstadt der Provinz, verstärkt ab 2001 geplant als Verwaltungszentrum ausgebaut. Sie liegt im Westen der Südküste der Insel Bintan, an der Riau-Straße, die Bintan von der Nachbarinsel Rempang trennt.
Weitere Ziele
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Der östliche Teil der Provinz ist das Tudjuh-Archipel – sie gehören zum Regierungsbezirk Bintan – mit der
- Gruppe der 5 Anambasinseln (Kepulauan Anambas)
- den 272 kleinen 6 Natuna-Inseln (Kepulauan Natuna) . Die Hauptinsel im Bunguran-Archipel ist 7 Natuna Besar („Groß-Nantua“, Insel Bunguran) , auch Ranai genannt.
- 8 Badasinseln (Kepulauan Badas, ehemals Saint Esprit Islands)
- 9 Tambelaninseln (Kepulauan Tambelan)
- Subi-, Sejang- und Seresaninseln
Den südlichen Teil bildet der Bezirk Linnga
Hintergrund
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1824–1911 bestand das Sultanat Riau-Lingga, das sich von der Oberhoheit des Herrschers von Johor befreit hatte als der Vertrag von London 1824 geschlossen wurde. Die Sultane residierten auf der kleinen Insel 11 Penyengat (Pulau Penyengat) , die, im Süden von Bintan, Tanjung Pinang vorgelagert ist. 1911 wurde die Verwaltung von Niederländisch-Indien zentralisiert und die Fürstenstaaten entmachtet. Bis auf einige Ortschaften auf Sumatra ist die moderne Provinz deckungsgleich mit dem Sultanat. In den 1930ern wanderten viele Chinesen zu, heute etwa ein Viertel der Bevölkerung. Die japanische Besetzung der Anambas-Inseln begann am 26. Feb. 1942.
In den 1990ern wurde, zuerst in Batam, kräftig investiert. Heute hat die Provinz nach Bali die zweithöchste Besucherzahl, davon sind achtzig Prozent aus den asiatischen Nachbarländern. Die meisten Besucher kommen aus Singapur, um den dortigen extrem hohen Verbrauchs- und Vergnügungssteuern zu entgehen. Trotz mohammedanischer Befindlichkeiten geht auf den großen Inseln, „im Hinterzimmer,“ vieles, das in im Inselstaat nicht möglich ist. Die Preise sind dabei 60–70 % geringer. Kommt man aus Johor lassen sich immer noch knapp 40 % sparen. Selbst verglichen mit Jakarta kommt man 15–20 % billiger weg.
Die äußern Inseln haben vom Boom weniger profitiert. Das Meer bei den Natuna-Inseln gehört schon zu den von China beanspruchten Gebieten, hier geht es ganz konkret um das unterseeishce Gasfeld Nantua-Ost. Vietnam und Indonesien haben sich 2023–5 auf eine Seegrenze und Fischereirechte geeinigt.
Sprache
[Bearbeiten]Der Riau-Dialekt der malaiischen Sprache wurde im frühen 20. Jahrhundert von der holländischen Verwaltung als „Penyengat Riau Malaiisch“ standardisiert und bildete dann die Basis für bahasa Indonesia, das die Sprachreformer der 1940/50er landesweit einführten und dessen Orthographie 1972 zwischen Malaysia, Indonesien und Brunei standardisiert wurde.
Anreise
[Bearbeiten](Stand: Jan 2026)
Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Der Flughafen auf Batam hat die meisten Verbindungen, primär zu Großstädten auf Sumatra und Java, aber auch nach Seoul-Incheon. Wer Ziele in Indonesien anfliegen möchte, kommt hier billiger weg als von Singapur. Vor allem von hier fliegt man zu den Landeplätzen der Anambas- oder Nantuainseln, wobei der 1 Flughafen Ranai-Natuna (Bandar Udara Ranai, IATA: NTX) aus militärischen Gründen ausgebaut wurde. Der Flugplatz auf Jemaja (Anambas), der 2 Flughafen Letung (Bandar Udara Letung, IATA: LMU) , kann nur mit Turbopropmaschinen angeflogen werden (2025: Susi Air, Wings Air).
Aus Tanjungpinang, 3 Flughafen Raja Haji Fisabilillah (Bandar Udara Internasional Raja Haji Fisabilillah, Kijang Airport, IATA: TNJ) , gibt es nur Verbindungen mit Jakarta–Soekarno-Hatta und mit kleineren Maschinen zu den äußeren Inseln.
Vom 4 Flughafen Raja Haji Abdullah (Bandar Udara Sei Bati, Sei Bati Airport, IATA: TJB) auf Karimun gibt es wenige Flüge mit Susi Air zum 5 Flughafen Dabo (Bandar Udara Dabo, IATA: SIQ) auf Singkep, von wo es Anschlüsse nach Jambi (Sumatra) und Flugplatz Depati Amir (Pangkalpinang auf Bangka) gibt. All dies mit Turboprop-Maschinen.
Der 6 Flughafen Matak (Bandar Udara Matak, IATA: MWK) dient vor allem dem Energiekonzern MedcoEnergi, um seine Personal von und nach Jakarta-Halim zu bringen. Dazu gibt es einige Flüge der XpressAir aus Tanjungpinang und Batam.
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Wer als Drittstaatler zwischen Indonesien, Malaysia und Singapur unterwegs ist, muß im Vorfeld die jeweilige “Digital Arrival Card” online ausfüllen: für Malaysia bis 72 Std. im voraus oder für Singapur.
Beachte die einstündige Zeitzonendifferenz.
Batam, Bintam und
Tanjung Balai Karimun haben regelmäßige Schnellbootverbindungen mit Johor Bahru und Singapur.
Innerindonesisch fährt Pelni Batam und Bintang auf der Route Medan – Jakarta an.
Eine Verbindung klappert die Strecke Surabaya – Pontianak (Borneo) – östliche Archipele – Bintang – Belinju (Bangka) – Tanjung Priok (Jakarta) ab. Siehe auch: Fährvebindungen in Tanjung Pinang-Kijang
Die südlichen Insel erreicht man trotz geographischer Nähe nicht direkt aus Sumatra. Von dort gibt es eine Fähre Sungai Guntung – 7 Hafen Kijang (sdl. Bintang) – Häfen im Bezirk Linnga.
Mobilität
[Bearbeiten]Die südlich Batam ligeneden Inseln sind durch Brücken verbunden.
Die 7 km in drei Segmenten lange Batam-Bintan Bridge, zwischen den Häfen Kabil (Batam) und Tanjung Uban (Bintan) über die Inseln Tanjung Sauh und Ngenang ist noch in der Planungsphase. (Ausschreibung Ende 2025)
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]Sind in den einzelnen Inselartikeln beschrieben.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Für Gäste aus Singapur und Malaysia primär Entspannung am Strand, Shopping und „Massagen.“
Küche
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Nachtleben
[Bearbeiten]Für westliches Verständnis wenig, am ehesten in Bars besserer Hotels.
Gesundheit
[Bearbeiten]Sandmücken (Phlebotominae) sind vor allem tagaktiv, trotzdem achte am auf ein feinmaschiges, dichtes Moskitonetz. Ihre Bisse jucken stark. Bei schlimmen Befall hilft nue eine Kombination aus Anti-Histaminen und cortisonhaltiger Salbe. Selbst dann tritt Linderung oft erst nach einem Tag ein.
Dia ins Wasser gebauten Häuser auf Stelzen unter denen bei Ebbe der Schlamm freiliegt bieten paradiesische Lebensbedingungen für Ratten.
Klima
[Bearbeiten]In der gesamten Provinz herrscht feuchttropisches Klima (tropisches Regenwaldklima). Man unterscheidet eine trockene Jahreszeit (Juni bis September) und die Regenzeit (August bis November) mit fließenden Übergängen. Bedingt durch die Äquatornähe variiert die Tageslänge nicht.
Literatur
[Bearbeiten]- Ananta, Aris; Arifin, Evi Nurvidya; Chinese Indonesians in Indonesia and the Province of Riau Archipelago: A Demographic Analysis; in: Ethnic Chinese in Contemporary Indonesia; Singapore 2008 (Institute of Southeast Asian Studies); S. 17–47
- Annisa Maulidina Haqi; Puryanti Lina; Riau Islands Sea Tribe Culture on the Brink of Change: Challenges and Hopes; Jurnal ilmu sosial dan humaniora, Vol. 14 (2025), № 2
- Chou, Cynthia; Indonesian Sea Nomads: Money, Magic, and Fear of the Orang Suku Laut; Abingdon 2014 (Routledge); [Malaiische Seenomaden]
- Febrica, Senia; Riau Islands: Preman Organizations in the Cross-Border Region; in: Port Security and Preman Organizations in Indonesia; Singapore 2023 (ISEAS - Yusof Ishak Institute), S. 106–133; [„Preman“ ist die indonesische Mafia]
- Hasyim, Muhammad; The Evidence of Malay Ethnicity in Sedanau and Its Surrounding, Natuna, 18–19 Century; Proceedings of the 3rd International Conference on Linguistics and Cultural (ICLC 2022), Vol. 756 (2023; France: Atlantis Pres)
- Hutchinson, Francis E.: The Riau Islands: Setting Sail; Singapore 2021 (ISEAS-Yusof Ishak Institut); [Wirtschaftliche Entwicklung]
- Kartomi, Margaret J.; Performing the Arts of Indonesia: Malay Identity and Politics in the Music, Dance and Theatre of the Riau Islands; Copenhagen 2019 (NIAS Press); [Aufsatzsammlung]
- Long, Nicholas J.; Being Malay in Indonesia: Histories, Hopes and Citizenship in the Riau Archipelago; Copenhagen 2013 (NIAS Press)
- Amri, Mulya; Rianto, Faizal; State Formation in Riau Islands Province; Singapore 2018 (ISEAS-Yusof Ishak Institute)
Weblinks
[Bearbeiten]- www.kepriprov.go.id – Offizielle Webseite von Kepulauan Riau

