Bali
| Provinz Bali | |
| Hauptstadt | Denpasar, Singaraja |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 4.362.700 (2021) |
| Fläche | 5.780 km² |
| Postleitzahl | 80000–80999, 82000–82999 |
| Vorwahl | |
| Webseite | www.baliprov.go.id |
| Social Media | |
Bali ist eine Insel und eigenständige Provinz in Indonesien und das weltweit beliebteste Reiseziel dieses Landes.
Den Touristen erwarten tropische Strände, sehenswerte Tempel, aktive Vulkane, abenteuerliche Reisterrassen und eine entspannte, freundliche Bevölkerung. Bali ist vom Massentourismus betroffen. Der Reisende sollte darauf vorbereitet sein, dass er während der Hauptreisezeit auf viele andere Touristen trifft, so dass Warteschlangen an Engpass-Stellen keine Seltenheit sind.
Regionen
[Bearbeiten]Orte
[Bearbeiten]

Hauptorte der Insel sind:
- 1 Denpasar – Hauptstadt im Süden der Insel.
- 2 Ubud – Touristischer Ausgangspunkt und Stadt mit höherer Anzahl künstlerischer Highlights im Landesinneren.
- 3 Kintamani – Hochlandareal und eines der Hauptreiseziele der Insel. Highlight des Gebietes ist die große Caldera mit dem Batur-See und dem Vulkan Batur, den allmorgentlich ein paar Hundert Touristen zum Sonnenaufgang besteigen. Aber auch der Ausblick vom Kraterrand auf den See und den Mount Batur gehört zu den Highlights einer Reise nach Bali.
- 4 Klungkung / Semarapura – Mit 27.000 Einwohnern ist es der Ursprungsort für die balinesische Kunst.
- 5 Penglipuran – Mit über einer Million Besuchern pro Jahr zählt Penglipuran zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Balis. Trotz des Tourismus ist es ein bewohntes Dorf geblieben, man zahlt allerdings Eintritt. Es gilt als eines der am besten erhaltenen Dörfer Balis und ist für seine außergewöhnliche Sauberkeit, die einheitliche traditionelle Architektur und die lebendige balinesische Kultur bekannt.
- 6 Munduk – Malerischer Ort im Zentrum der Insel.
- 7 Pemuteran – Beliebter Ort zum Tauchen und Schnorcheln, Tor zum West Bali Nationalpark im Norden der Insel.
- 8 Singaraja – Zweitgrößte Stadt Balis und liegt an der Nordküste der Insel. Sie war die frühere koloniale Verwaltungshauptstadt Balis und der gesamten Kleinen Sundainseln. In der Stadt lohnt sich der Besuch einiger Tempel, dem Museum und der Wasserfälle in der Umgebung. Zum Baden eignet sich der unweit westlich gelegene Ort Lovina. Hier ist das Meer ruhiger als im Süden Balis.
- 9 Tampaksiring – Ist der Ort mit den berühmten Königsgräbern und dem 1 Istana Tampaksiring , der offiziellen Residenz des Präsidenten von Indonesien.
Strandorte:
- 10 Sanur – Sanur ist Balis ältestes gehobenes Feriengebiet mit einem Strand. Trotz der Fülle an Restaurants und Unterkünften herrscht hier eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Sanur ist vor allem bei Familien mittleren Alters und älteren Menschen beliebt, insbesondere bei Europäern. Die meisten Hotels in Sanur sind groß und verfügen über weitläufige Gärten.
- 11 Jimbaran – Ein Fischer- und Badeort südlich von Kuta. Die Jimbaran-Bucht mit langem Strand und ruhigem Wasser ist von Fischrestaurants gesäumt, im Hintergrund befindet sich tropischer Regenwald.
- 12 Kuta – Kuta ist der bekannteste Ferienort auf der Insel Bali und Zentrum des Massentourismus. Mit seinem langen, breiten Strand am Indischen Ozean wurde Kuta von den Touristen als Surfer-Paradies entdeckt. Es ist seit langem ein beliebter Zwischenstopp auf dem klassischen Banana Pancake Trail Rucksacktouristenroute in Südostasien. In den 1980er Jahren sprach man von den drei Ks: Kathmandu in Nepal, Khao San Road in Bangkok und Kuta. Heute zieht Kuta immer noch einige eingefleischte Rucksacktouristen sowie Familien und Touristen aus der ganzen Welt an und ist vor allem ein Tummelplatz für junge Besucher aus Australien.
- 13 Cangguu – trendiger Ort mit einem ausgedehnten Nachleben.
- 14 Seminyak – Der Ort liegt nördlich von Legian und Kuta. Seminyak ist gehobener mit meist luxuriösen Unterkünften und modischen Spitzenrestaurants und Bars. Die Atmosphäre ist viel kultivierter und entspannter als in Kuta, und der Strand ist vor allem tagsüber ruhiger. Seminyak ist auch die Hauptstadt der High-End-Spa- und Boutique-Shops von Bali. Nirgendwo ist die Aufwertung Balis in den letzten Jahren so offensichtlich wie hier.
- 15 Legian
Hintergrund
[Bearbeiten]
Tourismus
[Bearbeiten]Bali ist bei Reisenden sehr beliebt, so dass die Insel auch ein Beispiel für Massentourismus darstellt. Besonders Südbali nordwestlich des Flughafens ist von Reisenden bevölkert. Dem Bali Central Bureau of Statistics einer Mitteilung vom Januar 2024 zufolge besuchten von Dezember 2022 bis November 2023 insgesamt 5,167 Millionen Reisende die Insel. Beliebtester Monat war der Juli mit über einer halben Million Besucherinnen und Besuchern. Die wenigsten verzeichnete der Februar. Oft hört man von Bali als „Mallorca der Australier“. 26,7 % aller Besucher kamen tatsächlich aus Australien, gefolgt von Indien (8,45 %) und China (5,68 %). Es folgten Singapur, Südkorea, die USA, Malaysia, das Vereinigte Königreich und Frankreich sowie auf dem zehnten Platz Deutschland mit 2,92 %.[1]
Geografie
[Bearbeiten]Bali gehört zu den 975 Kleinen Sundainseln, die östlich von Java liegen. Bali ist 80 km breit und 150 km lang und wird durch die 1 Bali Strait von der westlich liegenden Insel Java und im Osten durch die 2 Lombok Strait von der Insel Lombok getrennt. Drei größere Inseln 3 Nusa Penida mit dem berühmten Strand 1 Broken Beach, 4 Nusa Lembongan und 5 Nusa Ceningan sowie mehrere kleinere Inseln gehören zu Bali.
Kastenwesen
[Bearbeiten]Das streng hierarchische Kastenwesen wurde um 1520 aus dem indischen Hinduismus übernommen, wobei es in Bali jedoch keine „Unberührbaren“ („dalit“) gibt. Jeder balinesische Hindu gehört einer der folgenden vier Kasten („varna“) an:
(1) Brahmanen - Priester sind die oberste Kaste
- Die Brahmana-Kaste besteht aus den Priestern und ihren Angehörigen. Sie betrachten sich als die höchste Kaste und leiten ihre Herkunft von einem mythischen Priester Rauh ab. Alle Brahmana führen den Titel Ida Bagus („ehrenwert und großartig“).
(2) Satrias - Adlige, Könige und Krieger
- Diese Kaste besteht aus den Angehörigen der bis in die Neuzeit regierenden Königshäuser und den Familien der fürstlichen Großgrundbesitzer („tjokorde“). Sie bestreiten den Vorrang der Brahmanas und führen Titel wie Anak Agung oder Ratu. Die adeligen Großgrundbesitzer hielten bis in die 1960er Jahre die gesamte wirtschaftliche und politische Macht.
(3) Wesias - Kaufleute und Beamte
- Diese Kaste besteht aus den Nachkommen der javanischen Einwanderer, die in Java den niederen Adel bildeten. Sie führen den Titel Gusti und bilden heute die Mehrheit innerhalb des balinesischen Adels.
(4) Sudras - Bauern, Handwerker und das einfache Volk
- Es handelt sich um den von der eingewanderten Aristokratie unberührt gebliebenen Teil der ursprünglichen Bevölkerung. Diese Kaste umfasst die Mehrheit der Bevölkerung Balis.
Die ersten drei Kasten bilden die Aristokratie, der etwa 10 % der Bevölkerung angehören. Die restlichen 90 % sind Sudras. Die Zuordnung einer Klasse hängt mit dem ausgeübten Beruf eng zusammen.
Kultur
[Bearbeiten]Die balinesische Kultur fußt auf dem dörflichen Zusammenhalt, der für den Reisanbau mit Terrassen notwendig ist (Subak). Die Familie hat im ländlichen Bali weiterhin einen hohen Stellenwert. Die hinduistische Religion ist im täglichen Leben der Balinesen stets präsent.
Der deutsche Maler Walter Spies ließ sich 1927 in Bali nieder und gründete gemeinsam mit dem Tjokorden Anak Agung Sukawati, eine Kunstschule in Ubud unter Mitwirkung von hoch begabten bäuerlichen Malern und Holzschnitzern. So kam es zu einer Renaissance der balinesischen Kunst. Maler wie Sobrat und Ida Badus Made und Holzschnitzer wie Gerembuang schufen neue künstlerische Ausdrucksformen, die auf alten balinesischen Motiven beruhten.
Religion
[Bearbeiten]Die allgegenwärtigen Tempel dienen der Religionsausübung. Rituale und Feste bestimmen das tägliche Leben maßgeblich. Im Norden, um Singaraja, leben zumeist moslemische Balinesen, vor allem Fischer. Vielen hinduistischen Balinesen erscheint das Meer weiterhin unheimlich. Die meisten in den letzten Jahrzehnten als Arbeitsmigranten oder Kleinhändler zugezogenen Indonesier sind Moslems. Es gibt auch im Osten der Insel einige Dörfer (z. B. Tenganan und Trunyan) mit bewusst vor-hinduistischer, balinesischer Kultur (Bali Aga).
Der Anteil der Buddhisten auf Bali liegt bei lediglich 0,68 %, die hauptsächlich aus China stammen. Den bekanntesten buddhistischen Tempel findet man im Süden der Insel in Kuta.
Tänze
[Bearbeiten]Die Tänze sind Ausdruck des intensiven Gemeinschaftslebens. Der Bandjar, eine Unterabteilung der Dorfgemeinschaft, unterhält das Gamelan-Orchester und die Tanzgruppen. Einzelne Tänzer und Tanzgruppen sind nur auf einen Tanz spezialisiert, aber die Tänze werden in jedem Dorf und von jeder Tanzgruppe anders interpretiert. Es sind getanzte Dramen mit religiös-rituellen Charakter oder mit Darstellungen historisch-mythischer Ereignisse. Jeder Körper-, Arm- und Handhaltung, jede Fingerbewegung, jeder Augenaufschlag und jede Änderung der Blickrichtung haben symbolische Bedeutung.
- Kecak ist die getanzte Legende vom Raub der schönen Sita durch den Dämonenfürsten Rawana, vom Bemühen des Gott-Königs Rama, seine geraubte Gemahlin zurück zu erlangen und von den heldenhaften Hilfeleistungen des Affenkönigs Hanuman. Die Handlung entstammt dem Epos Ramayana. Die Handlung tritt im Ketjak-Tanz hinter dem „Gamelan aus menschlichen Stimmen“ (gamelan sura) zurück: bis zu 150 halbnackte Männer hocken oder stehen mit wilden Gebärden und unheimlichen Gesang um das Feuer. Innerhalb dieses Kreises treten dann die einzelne Helden und Dämonen auf.
- Legong ist der klassische balinesische Tanz. In der traditionellen Form „Legong des Palastes“ (legong kraton) wird er von drei sehr jungen Tänzerinnen, den beiden legongs und der höfischen Dienerin tjondong, dargestellt. Das Kostüm besteht aus goldenen und silbernen Brokattüchern, mit einem breiten, goldenen Latz (lamak),der vom Hals bis zu den Knien reicht, einem Fächer (kipast) in der rechten Hand. In die goldenen Kronen (petitis) werden die weißen Blüten der Tempelblume eingesteckt. Die leicht gewinkelten Knie symbolisieren die Lebensweise jenseits des Alltäglichen, nur Dorfleute und Tölpel dürfen mit geraden Beinen auftreten. Die beiden legongs erscheinen im Tanz als gleichartige Darstellungen einer einzigen Persönlichkeit, ihre Bewegungen spiegeln einander. Den Höhepunkt bildet die Szene pengipuk, eine Liebesszene mit dem balinesischen Kuss in Form des Nasenreibens (ngaras). Die klassische Legong-Aufführung enthält meist eine mythische Szene aus dem Sagenkreis Malat: der böse javanische König Lasem findet die im Wald verirrte Prinzessin Rangkesari. Er will sie zu seiner Frau machen, wird aber abgewiesen und beschließt daher, gegen ihren Vater zu führen, aber Lasem fällt im Kampf.
- Barong war wahrscheinlich ursprünglich ein magisches Rituale, das auf totemistischen Vorstellungen aufbaut. Als Barong wird ein Tiger, Elefant, Hund oder Löwe verehrt, der als guter Geist und Schutzpatron des Dorfes angesehen wird und dem als Verkörperung des Bösen die Hexe Rangda gegenüber steht. Rangda wird oft als Mutter des großen Königs Erlangga identifiziert. In den Barong-Tanz wird oft die Geschichte des mythischen Helden Sadewa eingeflochten, der gegen das Böse kämpft. Die Mutter des Prinzen und ihr Minister haben beschlossen, den Jüngling der Hexe Rangda zu opfern, aber der Gott Shiva verleiht dem bereits zum Opfer gefesselten Sadewa Unsterblichkeit. So kann der Prinz die Hexe in ihren verschiedenen Formen besiegen. Nur die letzte und machtvollste Manifestation des Bösen stellt sich als unbesiegbar heraus. Der gute Barong wird von Rangda besiegt, seine Niederlage wird als Rückzug in das Tempelinnere dargestellt. Die (menschlichen) Tempeldiener stürzen sich mit ihren Dolchen (kris( auf Rangda, die sich zurückzieht. Durch ihr Eingreifen haben die Menschen das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse verletzt. Die Dolche richten sich nun gegen die Tempeldiener. Dieser Zustand der kampfartigen Besessenheit wird beendet, indem ein Priester geweihtes Wasser über die Besessenen versprengt und ein blutiges Opfer darbringt.
- Baris ist ein uralter Kriegstanz. Es ist die wichtigste Darstellung der Männlichkeit in ganz Bali.
Dorfleben
[Bearbeiten]Das Dorfleben wird durch eine weitgehende Selbstverwaltung der Dorfgemeinschaft bestimmt. Der Dorfgemeinde (desa) steht der Dorfrat (krama desa) vor, in dem die Familien des Dorfes vertreten sind. Der Rat wählt den Dorfvorsteher (klaing desa). Das Gemeinschaftsleben wird von zwei Einrichtungen (bandjar und subak) bestimmt. Bandjar ist eine Art Genossenschaft, zu deren Aufgaben die Fürsorge bei Hochzeitszeremonien, die sehr aufwändigen Begräbniszeremonien und der Unterhalt des Bandjar-Tempels zählen. Subar ist eine Bewässerungs- und Landbaugenossenschaft. Der Reisanbau erfordert große Investitionen in das Bewässerungssystems, die eine einzelne Familie oft nicht aufbringen kann. Desa, bandjar und subak haben eigene, auf Lebenszeit gewählte Oberhäupter (kliang). Jeweils drei Dorfgemeinden schließen sich zu einer Marktgemeinschaft zusammen. Der Markt findet täglich in einer der dazu gehörigen Siedlungen statt. Nur größere Städte, wie Gianjar oder Klungkung, haben feste Marktgebäude. Die Märkte einschließlich der Finanzierung liegt in den Händen der Frauen. Auch auf einem städtischen Markt sieht man daher selten Männer.
Jedes Dorf „desa“ hat mindestens drei Haupttempel: den Ursprungstempel („Pura Puseh“), den dorfweiten Ratstempel für das Leben („Pura Desa“) mit einem heiligen Banyanbaum in der Dorfmitte und den Totentempel („Pura Dalem“). Die Wohnhäuser „umah“ sind um einen zentralen Versammlungsplatz „bale“ gebaut. Das „umah“ ist kein einzelnes Haus, sondern besteht aus einer Ansammlung von acht verschiedenen Zwecken dienenden Häusern, die sich innerhalb einer umschließenden Mauer befinden. Der Inselname leitet sich vom Versammlungsplatz „bale“ ab.
Reisanbau
[Bearbeiten]Das grüne Reisfeld (sawah) bestimmt wesentlich das Landschaftsbild Balis. Der fruchtbare Boden ermöglicht zwei Ernten pro Jahr. Die Felder werden durch ein ausgeklügeltes System von Kanälen künstlich bewässert, so dass man zu jeder Jahreszeit Reisfelder in allen Stadien der Bearbeitung findet. Auf den Reisfeldern sieht man überall winzige Schreine, die dem Kult der Reisgöttin Dewi Sri gewidmet sind. Dewi Sri, die Gemahlin des Gottes Wishnu, ist die Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und des menschlichen Glücks. Sie hat die uralte Fruchtbarkeitsgöttin Dewi Melanti verdrängt, die als Tochter der Dewi Sri und Beschützerin der Gärten und Märkte von den unteren Bevölkerungsschichten verehrt wird.
Haus und Hof
[Bearbeiten]Ein balinesisches Gehöft ist grundsätzlich von einer hohen, mit einer Abdeckung aus Reisstroh als Regenschutz versehenen Lehmmauer versehen. Neben dem Eingang befinden sich kleine Geisterhäuschen. Hinter dem Eingang befindet sich eine hohe Mauer, die das Eindringen böser Geister verhindern soll. Der Hof wird von Pflanzen freigehalten, ausgenommen einige Ziersträucher und Kokospalmen. In der nordöstlichen, dem heiligen Berg Gunung Agung zugewandten Ecke des Gehöfts befindet sich der Familientempel (sangar kemulan) mit den Schreinen für die vergötterten Ahnen der Familie. Daneben befindet sich im Nordteil des Gehöfts das Wohn- und Schlafhaus (uma meten). In den Gehöften von reichen Leuten gibt es im Westen ein Gästehaus (bale tiang saga). Im östlichen und mittleren Teil des Hofes stehen die Hütten für die Kinder und die Arbeitsräume der Frauen mit Webstühlen. Daran schließen im Süden die Vorratshäuser (lumbung) und in der südwestlichen Ecke, der Meerseite der Insel zugewendet, der kleine Küchenbau (paon). Die Wände bestehen aus Lehm, die Dächer aus geflochtenen Palmblättern oder aus dicken Lagen von Ried. Die fürstlichen Anwesen (puri) besitzen im Zentrum einen nach allen Seiten offenen Bau mit einem großen Rieddach (bale gede), in dem der tjokorde seine Mahlzeiten einnimmt und Empfänge gibt.
Geschichte
[Bearbeiten]

Die Besiedlung der Insel Bali erfolgte um 1500 vor Christus, als aus Südindien stammende Einwanderer das heute noch bestehende System der Dorfgemeinschaft „banjar“ einführten. Der indische Einfluss gelangte etwa 100 nach Christus durch buddhistische Mönche nach Bali. Eine hinduistische Königs-Dynastie ist seit dem Jahr 882 geschichtlich belegt, als König Adipati Sri Kesari Warmadewa regierte. 915 folgte ihm Sang Ratu Sri Ugrasena, der sein Amt 955 an Sang Ratu Sri Aji Tabanendra Warmadewa übergab.[2] Während der Amtszeit von Sri Dharma Utayama Warmadewa begann 1007 der Bau des ältesten und wichtigsten „Muttertempels“ Pura Besakih. Zur Regierungszeit des Königs Airlangga (1019-1042) wurde die hinduistische Kultur weiter forciert.
Die Warmadewa-Dynastie hielt sich bis 1343, als Paduka Bhatara Sri Asta Asura Ratna Bhumi Banten sein Amt verlor. Die Thronfolger übernahmen nicht immer nahtlos ihr Amt vom Vorgänger, es gab auch Unterbrechungen mit einer Vakanz von maximal 56 Jahren. Das hing auch damit zusammen, dass König Kertanagara von Java im Jahre 1284 Bali eroberte und den regierenden balinesischen König gefangen nahm. Dies geschah erneut, als das von König Hayam Wuruk regierte javanische Majapahit-Reich angriff und sein Anführer Gajah Mada die Insel Bali 1343 zur Kapitulation zwang.[3]
Als erster Europäer sichtete der unter dem portugiesischen Kapitän António de Abreu segelnde Francisco Rodrigues die Insel Bali im Jahre 1512, kartographierte sie, ohne dort zu landen. Erst der niederländische Seefahrer Cornelis de Houtman landete mit einer Flotte von vier Schiffen am 27. Januar 1597 auf der Suche nach Gewürzen an Balis 6 Padang bay [4] und nahm Kontakt zu den Einheimischen auf, die ihn ihrem König Dalem Segening vorstellten. Inzwischen flohen um 1520 die letzten hinduistischen Repräsentanten des Majapahit-Reichs aus Ost-Java vor dem Islam nach Bali und führten dort das hinduistische Kastenwesen ein.
Die holländische Kolonialverwaltung versuchte 1846 und 1847 zweimal vergeblich, nach Sumatra und Java auch die Insel Bali zu unterwerfen. Erst der dritte Versuch 1849 mit 10.000 Soldaten gelang[5] mit der Okkupation der Regentschaften 1 Buleleng (1854) und 2 Jembrana (1855). Erst im April 1908 konnte ganz Bali der niederländischen Kolonialverwaltung unterworfen werden, nachdem eine Invasion durch holländische Truppen stattgefunden hatte.
Im Mai 1927 ließ sich der deutsche Maler Walter Spies wegen seiner Faszination für die balinesische Kultur in Bali dauerhaft nieder. Sein zweistöckiger Bungalow 2 Walter Spies house in Ubud entwickelte sich zum kulturellen Zentrum Balis. Dort besuchten ihn verschiedenste Künstler, Musiker und Schriftsteller aus aller Welt wie Charlie Chaplin. Mit seinen Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen hat er die balinesische Malerei revolutioniert. Die Kunstmuseen 3 Puri Lukisan und 4 Agung Rai Museum of Art stellen einige Kunstwerke von Spies und seinen Schülern aus. Im Mai 1940 wurde er von der niederländischen Kolonialbehörde zunächst auf Sumatra interniert, weil man die Kollaboration von Spies mit dem Dritten Reich befürchtete. Während seiner Deportation nach Ceylon wurde das Schiff am 19. Januar 1942 mit 500 deutschen Gefangenen von einer japanischen Fliegerbombe getroffen, wodurch Spies und 400 weitere Gefangene ertranken.
Am 12. März 1963 ereignete sich eine gewaltige Eruption des Gunung Agung, die nahezu alle Gebäude der Stadt 16 Amlapura zerstörte und im gesamten Bezirk 3 Karangasem große Schäden anrichtete. Die letzte bedeutende Eruption des Agung fand am 24. Mai 2019 statt.
Zwei menschenverachtende terroristische Anschläge führten am 12. Oktober 2002 in Kuta zu 202 Toten und am 1. Oktober 2005 in Kuta und Jimbaran zu 20 Toten. Hieran gedenkt das 5 Bali Bombings Memorial in Kuta.
Sprache
[Bearbeiten]Auf Bali wird Balinesisch und Indonesisch gesprochen. Insbesondere in den touristisch erschlossenen Gebieten ist Englisch verbreitet. Einige in der Tourismusbranche Tätige sprechen auch Deutsch, Niederländisch, Französisch, Japanisch, Chinesisch usw. Alltagssprache auf Bali ist mittlerweile das Indonesische. Indonesisch ist eine ausgesprochen anfängerfreundliche Sprache. Zum Sprechen sind kaum Grammatikkenntnisse notwendig, und die Aussprache entspricht größtenteils dem Deutschen. Mit ein paar Worten Indonesisch schafft man sich viele Freunde und öffnet Türen.
Die Balinesische Sprache kennt (mindestens) eine Hoch-, eine Mittel- und eine Untersprache mit jeweils eigenem Wortschatz und eigener Grammatik, welche die Zugehörigkeit des Sprechers zu einer Kaste ausdrückt. Die Sprache hat eigene Begriffe für jede einzelne Wachstumsphase von Reis. Weitere Besonderheiten sind ein großer Namensraum für Kalenderereignisse und die Zählnamen als zweiter Namensbestandteil geben häufig Anlass zu der irrigen Annahme, es gäbe nur vier Namen. Ursprünglich wurde Balinesisch in einer eigenen Schrift (Aksara Bali), die mittlerweile auch normiert ist, notiert. Heute finden sich viele Texte in lateinischer Schrift. Aksara findet sich in einigen Gegenden als Zweitbeschriftung auf Straßenschildern oder an öffentlichen Einrichtungen. Balinesisch ist für Touristen eher schwer zu erlernen. Aufgrund der kastenspezifischen Höflichkeitsformen kann man sein gegenüber mit unbeholfenen Versuchen in Balinesisch auch leicht in Verlegenheit bringen.
Klima, Flora und Fauna
[Bearbeiten]
Bali liegt in den Inneren Tropen. Deshalb sind die Temperaturen ganzjährig heiß und liegen zwischen 23 °C und 28 °C, können jedoch auch auf über 31 °C klettern. Die Nachttemperaturen fallen kaum unter 23 °C („Tropennächte“). Die Wassertemperatur schwankt um die 28 °C. In der Trockenzeit zwischen April und Oktober gibt es selten Regen, im August kann es regenfrei bleiben. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt dann um die 80 %. Diese steigt in der Regenzeit zwischen November und März auf über 95 % an, im Januar gibt es 16 Regentage. In den Höhenlagen über 700 Metern ist das Temperatur-Niveau um 10 °C niedriger.
Auf Bali gibt es mindestens 50 Säugetierarten. Darunter befinden sich die allgegenwärtigen Kulturfolger der Langschwanz-Makaken (Javaneraffe) und der Javanische Lutung (eine Languren-Art). In abgelegenen Regionen findet man den Mähnenhirsch (menjangan) und die kleine Hirschart Muntjak. Es gibt mindestens 315 Vogelarten wie den Reisfink. Unter den mindestens 60 Arten von Reptilien ist der laute Tokee, mit einer Länge von 40 Zentimetern einer der weltweit größten Geckos. Hochgiftig sind unter den Schlangen die Bambus-Otter und die Javanische Speikobra. Häufigste Art unter den Insekten sind mit 146 Arten die Schmetterlinge, gefolgt von 43 Käfer- und 40 Motten-Arten.
Es gibt mehr als 2.300 Pflanzenarten, darunter 94 Baumarten wie der heilige Banyan-Baum sowie die Nutzbäume Jackfrucht, Kapok, Kokosnuss-Palme und Papaya. An den Küsten wachsen Mangrove-Pflanzen, in den Bergen gedeihen dichte tropische Regenwälder mit 165 Arten von Farnen. Diese Flora kann in konzentrierter Form im größten botanischen Garten Indonesiens, dem knapp 158 Hektar großen 7 Bali Botanic Garden besichtigt werden.
Anreise
[Bearbeiten]
Der Flughafen 1 Ngurah Rai International Airport (IATA: DPS) liegt in der Nähe der Hauptstadt Denpasar. Von Deutschland oder der Schweiz aus erreicht man Denpasar unter anderem mit Lufthansa oder Scoot ab Berlin bzw. mit Swiss, welche den Flug bis Singapur durchführt und den Weiterflug nach Denpasar unter Codesharing mit Singapore Airlines anbietet. Alternativ gibt es auch Flugverbindungen mit KLM via Amsterdam und Singapur, mit Malaysia Airlines via Kuala Lumpur oder mit THAI via Bangkok.
Deutsche, schweizerische und österreichische Staatsangehörige, die über den Flughafen Ngurah Rai einreisen, benötigen seit Mitte 2015 für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen in Indonesien kein Visum mehr. Seit Anfang 2015 ist die Flughafensteuer bereits im Ticketpreis integriert und muss nicht mehr wie früher bei der Ausreise bar bezahlt werden.
Fähren der Pelni von/nach Java befinden sich im 2 Port of Gilimanuk, sie verkehren 24 Stunden. Der 3 Padangbai Harbour fertigt Fähren zur Insel Lombok ab. Kreuzfahrtschiffe ankern im 4 Benoa Harbour. Die Überfahrt mit Auto, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß ist jederzeit ohne Reservierung möglich und sehr preisgünstig.
Von ausländischen Reisenden wird seit Februar 2024 eine Touristensteuer von 150.000 IDR (auch für Kinder) erhoben, die im Voraus über die Webseite Love Bali bezahlt werden kann. Auch bei der Einreise kann sie am Zoll entrichtet werden, wobei es jedoch zu Warteschlangen kommen kann. Für weitergehende Informationen gibt es auch einen FAQ-Bereich.[6]
Mobilität
[Bearbeiten]Zu Fuß
[Bearbeiten]Längere Distanzen zu Fuß zu überwinden ist, außer an Strandbereichen und Einkaufsmeilen im Allgemeinen, nicht leicht. Einerseits laden die tropischen Temperaturen nicht gerade zum Wandern ein. Andererseits sind die Straßen relativ schmal, so dass irgendein Fahrzeug ungehemmt relativ nah vorbeifährt. Fußwege gibt es nur in Stadtzentren, können aber oft auch zugestellt sein, so dass man auch mal mit einem Schritt auf die Straße ausweichen muss.
Mit dem Fahrrad
[Bearbeiten]Fahrrad fahren ist nicht weit verbreitet. Bei der hohen Fahrzeugdichte und häufig sehr dicht vorbeifahrenden Fahrzeugen macht dies nicht unbedingt Spaß. Dennoch sind manchmal Touristen oder auf dem Land Balinesen mit dem Fahrrad zu sehen. Schulkinder sind nicht mit dem Fahrrad unterwegs, sondern mit dem Motorroller.
Mit dem Taxi
[Bearbeiten]Taxi mit Taxameter: Bluebird-Taxis fahren generell mit Taxameter. Die Anfahrt einschließlich die ersten 2 km kosten 7.000 IDR (Stand September 2018). Jeder weitere km ca. 6.700 IDR. Die Dauer der Fahrt ist dabei völlig unwichtig. Jedoch kann man den Fahrer auch bitten zu warten, wenn man zusätzlich einen Rücktransport wünscht. Dies kann vielleicht 50.000 IDR kosten. Relativ leicht lassen sich die Taxis per App ordern. Die App ist zu finden über https://www.bluebirdgroup.com. Anmeldung mit E-Mail und aktueller Mobilphone-Nummer (wegen Rückmeldungen per SMS und WhatsApp) erforderlich. Eine örtliche SIM-Karte ist empfehlenswert, um auch außerhalb von WLan-Hotspots ein Taxi ordern zu können. Einmal ins Taxi gestiegen, sollte man stets auf sofortiges Einschalten des Taxameters achten. Oder bereits vor dem Einsteigen dies klar vermitteln: "Taxameter?!"
Privat-Taxi: Häufiger als die Bluebird-Taxis bieten sich private Fahrer als Taxi an. Hier liegen die Kilometer-Preise bei ca. 10.000 IDR, an Touristen-Zentren und bei kurzen Strecken manchmal auch bei 20.000 IDR. Aber auch noch höhere Preise sind möglich. In der Hochsaison wird man mehr für einen Fahrer bezahlen müssen als in der Nebensaison. Das Verhandeln der Preise ist, womöglich wegen Absprachen der Fahrer untereinander und fehlender unmittelbarer Bluebirdtaxi-Alternative aufwändig. Wichtig ist, dass man vor der Fahrt genau festlegt, was alles enthalten ist. Beispielsweise Benzin, Benutzungsgebühren für Straßen, Eintritte usw. Ein Fahrzeug mit Fahrer, der gleichzeitig als Fremdenführer und Parkwächter dient, ist zuweilen günstiger als die Anmietung eines Fahrzeuges als Selbstfahrer. Am Flughafen kann es sehr schwierig bis unmöglich sein, ein Taxi mit eingeschaltetem oder überhaupt vorhandenem Taxameter zu bekommen. Die dort erhältlichen Voucher für die Fahrt zum Hotel sind in der Regel teurer (ca. das doppelte) als der übliche Taxi-Tarif.
Die beliebteste App, um private Taxis und Motorräder zu chartern ist das in Südostasien beimatete und verbreitete Grab. Bezahlt wird automatisch durch Einzug von der in der App hinterlegten Kreditkarte. Der Preis wird vor der Buchung angezeigt. Allerdings ist die App nicht überall beliebt. Man kann auch Schilder vor Restaurants mit der Bitte finden, lokale Taxiunternehmen zu nutzen. IN ländlicheren Regionen (z. B. Munduk) sind Autos mangels verfügbarer Fahrer auch mal nicht verfügbar.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Busverkehr wird mit kleinen Shuttlebussen abgewickelt. Inselweiter Anbieter und online buchbar ist Perama Tour.
Mit dem Mietwagen
[Bearbeiten]Bei der Anmietung findet man selten bis gar keine Kleinwagen, auf Bali und in fast ganz Indonesien sind die sogenannten Vans (z. B. Toyota Avanza) vorherrschend. Eine Anmietung ist inzwischen auch online bei den bekannten Mietwagenunternehmen (z. B. Avis) möglich. Jedoch zahlt man dort in der Regel deutlich mehr als bei einem lokalen Vermittler, ist dafür aber besser abgesichert bei Schadensfällen. Für Selbstfahrer ist der internationale Führerschein vorgeschrieben. Außerhalb der Touristenzentren Ubud, Nusa Dua, Kuta und Legian führt die (zumeist freundliche) Polizei manchmal Verkehrskontrollen durch. Beim Anmieten eines Fahrzeugs empfiehlt sich darum eine genaue Überprüfung auf Verkehrssicherheit sowie eine kurze Probefahrt, bei der neben Bremsen, Licht, dem Zustand des Fahrwerks und des Motors auch die Hupe geprüft werden sollten.
Mit dem Motorroller
[Bearbeiten]Mopeds sind eine weitere und gute Alternative, um Ziele selbst zu erkunden. Der Internationaler Führerschein ist vorgeschrieben, ist aber nur sehr selten vorzulegen. Die Mietpreise liegen bei geringen 100.000 IDR pro Tag, bei zwei Wochen Mietdauer liegen sie bei ca. 80.000 IDR (Stand: 2026). Ohne Versicherung, diese wird üblicher Weise auch nicht abgeschlossen. Meistens besitzen die Roller bereits Kratzer und Dellen. Probleme infolge nicht vorhandener Versicherung sind nicht bekannt. Mit vollem Tank sind bis zu 50 bis 70 km erreichbar. Tankmöglichkeiten gibt es jeder Art, bis hin zu 1 l Flaschen am Verkaufsstand. Die ersten Fahrversuche sollten nicht auf völlig überfüllten Straßen, wie in Kuta, unternommen werden. Den rückwärtigen Verkehr sollten gerade langsamere Fahrer im Blick haben. Die Spiegel müssen stabil und klar sein. Unvermittelt überholen andere Fahrzeuge, vielleicht gerade dann, wenn man einem Schlagloch oder Betonklotz auf der Straße ausweichen möchte. Die eigene Anwesenheit vor engen Kurven, Bergkuppen, vor dem Überholen durch kurzes Hupen bemerkbar machen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]Tempel
[Bearbeiten]Bali ist eine „Insel der Tempel“, denn es gibt schätzungsweise mehr als 20.000 Tempel (balinesisch: „pura“) auf der Insel. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bereits jedes Dorf drei Tempel besitzt, jedes Wohnhaus über private Schreine verfügt und zu jedem Reisfeld ebenfalls ein Schrein gehört. Von touristischem Interesse sind lediglich maximal 20 Tempel. Einigen davon kommen eine besondere Bedeutung zu. Dazu zählen die Sechs Heiligtümer der Welt (Sad Kahyangan), die heiligsten Tempel, die spirituelle Balance der Insel stabilisieren. Acht von ihnen gehören zu den neun Richtungs-Tempel (Kahyangan Jagat) sind neun heilige Tempel, die strategisch über die gesamte Insel verteilt sind, einer Himmelsrichtung zugeordnet werden und die Insel vor bösen Geistern schützen. Weitere Besonderheiten sind die Meeres-Tempel (Pura Segara) sowie die 34 Dang Kahyangan.
Der 1 Pura Besakih ist einer der bedeutendsten und „Muttertempel“ aller balinesischen Tempel. Er liegt Odstbali am Vulkan Gunung Agung und besteht aus ca. 200 Gebäuden. Weiter östlich liegt der 2 Pura Lempuyang Luhur. Er ist eine Tempelanlage, welche mehrere große und kleine Tempel auf dem Berg Lempuyang im Nordosten Balis umfasst. Diese Tempel befinden sich auf einer Höhe zwischen 590 m und 1.050 m und bieten teilweise einen Blick auf den Mount Agung. An der Küste liegt der Fledermaustempel 3 Pura Goa Lawah an einem Eingang zu einer Höhle. Er zählt zu den sechs heiligsten Kultstätten Balis.
Mit mit 1,6 Millionen Besuchern am häufigsten besucht ist der Meerestempel 4 Pura Tanah Lot ist ein Hindutempel in Beraban, einem Dorf an der Küste im Südwesten der Insel. Wörtlich übersetzt bedeutet Tanah Lot „Land inmitten des Meeres“. Der Tempel ist neben Balis Reisfeldern das beliebteste und bekannteste Fotomotiv auf Bali. Der 5 Pura Uluwatu liegt auf einer Felsklippe im Südwesten der Bukit-Halbinsel. Besonders beliebt sind die Kecak-Aufführungen vor der Kulisse der untergehenden Sonne. Er ist auch bekannt für die dort lebenden diebischen Makaken-Affen.
Der Wassertempel 6 Pura Ulun Danu Bratan aus dem Jahre 1663 am Bratan-Kratersee ist einer der bekanntesten Tempel der Insel und ist sogar auf der Rückseite des 50.000-Rupien-Banknote abgebildet. Entsprechend viel Betrieb ist in der Anlage und auf dem Parkplatz. Neben dem markanten Tempelgebäude auf dem Wasser und den Gebäuden an Land gibt es auch noch eine Parkanlage. Er liegt Zentral-Bali. Etwas weiter südwestlich steht der 7 Pura Kehen. Er ist eine der größten Tempelanlagen der Insel. Das Heiligtum wurde im 11. Jh. gegründet. Terrassenförmig zieht sich der Tempel den Berg hinauf. 8 Pura Taman Ayun , Tempel des schwimmenden Gartens, Reichstempel der Rajas von Mengwi und Teil des UNESCO-Welterbes „Kulturlandschaft Subak auf Bali“. Der 9 Pura Tirta Empul ist ein bei den Einheimischen beliebter Wallfahrtsort. An dieser heiligen Quelle kann man sich von seinen Sorgen und Ängsten reinwaschen lassen.
Die beiden Anlagen 10 Pura Dalem Segara Madhu und 11 Pura Beji Sangsit sind zwei typische Anlagen in Nord-Bali mit den für diese Region markanten Dekoren. Es finden sich dabei sogar westlich inspirierte Dekore wie Flugzeuge und Autos. Die Tempel befinden sich unweit der zweitgrößten Stadt des Landes, Singaraja.
Für die meisten Tempel ist ein Entgelt zu entrichten. Auch auf die Kleiderordnung ist zu achten. Die bekannten Tempel, die von Reisenden besucht werden, bieten Sarongs zum Ausleihen an. Darüber hinaus gibt es in den Anlagen einen Teil, der nur von Gläubigen betreten werden darf. Dort ist man als Besucher ausgeschlossen.
Paläste und weitere Anlagen
[Bearbeiten]- 6 Wasserpalast Tirta Gangga (Tirta Gangga) Taman Tirta Gangga („Heiliges Wasser vom Ganges“) ist der Wasserpalast im Dorf 17 Ababi im Regierungsbezirk Karangasem in Ost-Bali. Er ist ca. 1,2 ha groß und besteht aus vielen Teichen, Wasserbecken und Springbrunnen. Preis: 50.000 Rp (Ausländer*innen), 10.000 Rp (Indonesier*innen).
- 7 Puri Saren Agung (Istana Ubud, Palast von Ubud) Der Palast von Ubud war einst Wohnsitz des Herrschers von Ubud und ist bis heute im Besitz der Nachkommen. Er wurde im wesentlichen nach einem Erbeben 1917 neugebaut. Er kann besucht werden und bietet viele traditionelle Gebäude, die teilweise auch mit Schnitzereien verziert sind. Im Innenhof finden Tanzveranstaltungen statt.
- 8 Palast von Klungkung (Istana Klungkung) Der Palast wurde im Jahr 1686 erbaut und 1908 während der niederländischen Eroberung zum Großteil zerstört. Semarapura war Hauptstadt von Klungkung, einem der neun Königreiche Balis und jenes, welches man vom 17. bis zum 19. Jh. als das größte und wichtigste ansah. 1929 wurde ein neuer Palast errichtet. Besonders sehenswert sind die Deckenmalereien, die auf recht eindrucksvolle Weise zeigen, wie sich die Balinesen Himmel und Hölle vorstellen.
Sehenswert sind die Königsgräber am 12 Gunung Kawi Temple in Tampaksiring.
Natur
[Bearbeiten]Reisterrassen sind auf Bali fast überall präsent. Die wahrscheinlich bekanntesten und touristisch am besten erschlossenen sind die Terrassen von 8 Tegallalang 10 km nördlich von Ubud. Dort gibt es Wanderwege, Restaurants und sogar Clubs mit Pools und Blick auf die Terrassen. Weniger steil aber größer sind die Terrassen von 9 Jatiluwih mit ausgedehnten Wanderwegen und auch der Möglichkeit, sie mit Fahrrädern (Mountainbikes) zu erkunden. Selbst wer im Süden Balis wohnt, kann sie mit einer Tagestour (z. B. nach 18 Bedugul) verbinden. Auch wer die Bergregion rund um Munduk erwandern möchte findet hier einige schöne Reisfelder, ebenso wie die Umgebung von Tirta Gangga.
Schutzgebiete
[Bearbeiten]Das kleine Bali verfügt nur über einen Nationalpark, den lediglich 190 km² großen 10 West Bali National Park. Weitere Schutzgebiete sind der 11 Ubud Monkey Forest, der 12 Lake Tamblingan und der Zoo 13 Taman Safari Bali. Hier leben auf 40 Hektar rund 1000 Tiere in 100 Arten. Das Schutzgebiet darf nicht verwechselt werden mit dem kleineren 14 Bali Zoo mit 600 Tieren in 60 Arten.
Berge, Flüsse, Seen, Wasserfälle
[Bearbeiten]
Höchster Berg ist mit 2151 Metern der aktive Vulkan 15 Gunung Agung, der heilige Berg der Balinesen. Längster Fluss ist der 16 Ayung River (nur 69 km lang) mit Möglichkeiten des River-Rafting. Größter See ist mit 16 km² der Kratersee 17 Lake Batur des 2151 m hohen 18 Mount Abang.
Höchster Wasserfall ist mit 80 Metern der 19 Air Terjun Sekumpul. Erwähnenswert ist noch der 20 Gitgit Waterfall. Nördlich der beiden Kraterseen in Wanagiri gibt es eine ganze Reihe weiterer lohnenswerter wie zum Beispiel der 21 Banyu Mana Amertha. Wer weiterfährt, kann in der Nähe von Munduk im Golden Valley seine Tour fortsetzen wie z. B. zum 22 Golden-Valley-Wasserfall. Oft gibt es in der Nähe einen (meist gebührenpflichtigen) Parkplatz, von dem ein bergiger Fußmarsch dann zum Wasserfall führt.
Strände
[Bearbeiten]
- Südbali
- Südwest-Bali
- Südost-Bali
- 7 Pantai Nusa Dua
- Sanur Beach
Wanderungen
[Bearbeiten]
Sehr lohnenswert sind Wandertouren auf oder an den bekannten Vulkanen der Insel. Am beliebtesten und sehr empfehlenswert ist der morgendliche Aufstieg auf den Batur, der auch mit normaler Kondition gut zu bewältigen ist. Recht anspruchsvoll dagegen ist eine Besteigung des Agung. Ein weiterer Berg, den man erwandern kann, ist der 23 Gunung Lesung an den nördlichen beiden Kraterseen.
Affen sind vielleicht nicht allgegenwärtig auf Bali, dennoch gibt es Orte, in welchem vor allem Makaken beobachtet werden können, und einige davon sind sogar bekannt für ihre, teilweise auch recht aggressive und diebische Population. Bereits nach ihnen benannt ist der Monkey Forest (Affenwald) in Ubud, ein Wald mit einigen Tempeln und den überall präsenten Makaken. Sehr bekannt ist auch der Pura Luhur Uluwatu. Dort sollte man besonders genau auf seine Habseligkeiten achten. Bekannt ist auch der 24 Monkey Place bei Bugbug, vor einem Tempelaufstieg. Wichtig ist beim Kontakt zu den Affen, einen Blickkontakt zu vermeiden und nicht nach ihnen zu schlagen.
In Lovina an der Nordküste Balis ist es möglich, mit dem Boot aufs Meer hinaus zu fahren und Delfine zu beobachten.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Wasseraktivitäten
[Bearbeiten]Als vulkanisch aktive Tropeninsel bietet Bali reichlich Möglichkeiten zum Baden, sowohl im Meer als auch in heißen Quellen. Strände gibt es reichlich. Allerdings sollte man aufpassen und die Warnhinweise befolgen. Auch wenn das Meer harmlos aussieht kann die Strömung recht stark sein.
- Bereits am Flughafen beginnen die ersten Strandabschnitt Pantai Melisan und Pantai Jerman. Es folgen die Strände von Kuta, Legian und Seminyak, welche die touristische Hauptlast Balis tragen. Sie sind recht breit, gehen in einander über und es reiht sich eine einfache Getränkebude mit Tischen und Liegestühlen an die andere. Restaurants und Hotels befinden sich in unerschöpflicher Anzahl dahinter. Die Straßen sind oft schmal und verstopft und am besten zu Fuß oder mit dem Moped zu bewältigen. Danach folgen weitere Strände die Südostküste entlang, wie z. B. Canggu. Dort geht es dann etwas ruhiger zu.
- Lovina ist ein Küstenort an der Nordküste Balis, 5 km westlich der Stadt Singaraja. Er bietet Sandstrände und Korallenriffe und ist ruhiger als der geschäftige und oft überlaufene Süden der Insel. Hier gibt es auch Unterkünfte und Restaurants direkt am Strand, der schmaler ist als im Süden. Das Wasser ist verhältnismäßig ruhig und bietet Möglichkeiten zum Schnorcheln und Delfinbeobachtung.
- Eines der ältesten Feriengebiete Balis ist Sanur mit einem Strand und auch reichlich Wassersprt-Möglichkeiten wie Tauchen, Kitesurfen, Windsurfen und Wakeboarden. Von Sanurs Hafen aus starten auch die Schnellboote auf die Nachbarinseln.
Die auf Bali befindlichen Thermalbäder besitzen Wassertemperaturen von mindestens 30 °C. Der Gehalt an Mineralien und insbesondere von Schwefel ist in den Bädern von Bali äußerst gering oder gar nicht zu spüren.
- Heiße Quellen gibt es in 25 Kintamani. Dort gibt es nicht nur ein Anlage. Besonders bliebt ist ein Aufenthalt nach einem Ausflug auf den Mount Batur.
- 26 Hot Spring Banjar und 27 Angseri Hot Springs zwei Thermalbäder im zentralen und nördlicheren Teil der Insel.
Surfen (genauer: Wellenreiten, Bodyboarden) an der Südwestküste. Beim Ausleihen eines Surfbretts sollte unbedingt auf den Zustand des Boards (möglicherweise vorhandene Risse) geachtet und die Formalitäten betreffend eines möglichen Schadens (Verlust, Bruch, wie bei sehr hohem Wellengang möglich) eingeholt werden. Bei eher höherpreisigen Verleihern ist häufig eine Surfbrett-Versicherung (ggf. mit Selbstbeteiligung) im Preis inbegriffen, bei den günstigeren Verleihern, direkt am Strand selbst, zumeist nicht. Ein Schaden kann dann recht teuer werden.
Aktivurlaub
[Bearbeiten]
Bali ist seismisch recht aktiv und die Vulkane der Inseln lassen sich auch alle besteigen. Am beliebtesten ist der Aufstieg auf den Batur zum Sonnenaufgang. Es ist mit normaler Kondition zu bewältigen und der Ausblick entschädigt für die Kraxelei. Anspruchsvoller ist da schon der Agung, mit 3.142 m auch der höchste Berg der Insel. Leichter, aber nur von wenigen Reisenden begangen ist der Lesung im Zentrum der Insel.
Wandern: Anstrengende Wanderungen und Fahrradtouren sind gesundheitlich nur in größeren Höhenlagen vertretbar. Das ist beim 8 Campuhan Ridge Walk der Fall. Neben den erwähnten Bergen ist besonders die Gegend von Munduk sehr gut zum Wandern geeignet. Selbst kleine Touren wie im Mangrovenwald von Sanur sind möglich.
Neben vielen Wanderrouten gibt es auch Möglichkeiten zum Rafting sowie geführte Mountain-Bike und Motorrad-Touren über die Insel. Die Hotelrezeptionen und unzähligen Reisebüros können entsprechende Kontakte und Touren vermitteln.
Wellness
[Bearbeiten]- ein "Must Do" ist eine Balinesische Massage. Es gibt unzählige Massagestudios auf Bali. Die meisten Hotels bieten Massagen auch im Zimmer an.
Küche
[Bearbeiten]Obst
[Bearbeiten]Die in Deutschland nachgereiften Südfrüchte wie Mangos können auf Bali erntefrisch verzehrt werden. Von den Bananen gedeihen hier mehrere Sorten.
Die Drachenfrucht ist im Gegensatz zu den meisten in Deutschland erhältlichen Früchten auch innen rot ausgereift, schmeckt aber dennoch nicht besonders aromatisch. Man sollte nicht erschrecken, der rote Farbton durchläuft den Körper ohne Veränderung. Einen interessanten Geschmack, etwas süßlich, etwas nach Melone, danach etwas pelzig, Konsistenz wie Birne, besitzt die Schlangenhautfrucht.
Wer es mag, kann hier auch die Durian Frucht erwerben. Ihr schlechter Geruch setzt sich jedoch nicht auch im Geschmack fort.
Getränke
[Bearbeiten]- Aus den frischen Früchten werden hier Smoothies und Säfte besonders aus Mango, Wassermelone und Avocado bereitet.
- Es wachsen hier besonders große Kokosnüsse. Diese werden als Durstlöscher, jedoch im Allgemeinen mit nicht überwältigendem Geschmack, angeboten.
- Es wird eine eigene, balinesische Kaffeesorte angebaut. Ein Sonderprodukt unter anderem aus diesem Kaffee ist der Luwak-Kaffee, welcher erst den Magen der Luwaks durchwandert, dort fermentiert, danach gereinigt wird und dann wie üblich weiter verarbeitet wird. Dieser Kaffee ist weniger bitter und kann für einen deutlichen Aufpreis erworben werden.
- Bintang, Anker und Bali Hai sind indonesische Lager-Biere, Storm Beer ist ein lokales Produkt in verschiedenen Brauarten.
- Arrak, diverse hochprozentige Destillate aus kohlenhydrathaltigen Schlempen, traditionell aus der Lontarpalme gewonnen, aber auch aus Tapioka, Reis oder Kokoszucker. Arrak wurde gelegentlich auch mit Methanol vermischt und sollte nur aus vertrauenswürdiger Quelle getrunken werden.
- Brem, sehr süßer Reiswein.
Speisen
[Bearbeiten]Auf Bali wird nicht nur scharf gewürzt, sondern auch viel gedünsteter Knoblauch verwendet. Serviert werden hier die indonesische Küche mit einigen balinesischen Spezialitäten.
- Balinesische Gerichte
- Babi Guling: Spanferkel
- Babi Kecap, eine Art Gulasch vom Schwein, mit einer dunklen scharf-süßen Soße
- Rujak, Rohkost mit Chilli, Salz und Essig, von z. B. noch nicht gänzlich gereiften Mangos
- Sate Babi, Sate Bekicot, gegrillte Fleischspießchen vom Schwein bzw. von Schnecken
- Pergedel, ähnlich Frikadelle oder Reibekuchen, mit viel oder ausschließlich aus Gemüse und Ei
- Nasi Kuning, mit Safran gefärbter Reis
- Bebek Betutu, speziell gegarte Ente
- Indonesische Gerichte
- Sada Ayam: traditionelle Nudelsuppe
- Gado Gado: eine Art gemischter Salat
- Timun Mesanten: Reis mit Fleisch und geschmorten Gurken
- Nasi Goreng: gebratener Reis mit Hühnerfleisch, Garnelen (als "istimewa" auch mit Spiegelei)
- Sate: gegrillte Fleischspießchen (Huhn, Rind, Ziege)
Restaurants
[Bearbeiten]Die kulinarische Breite bietet etwas für jeden Geschmack. In Touristenorten ist die Auswahl sehr groß.
Überregionalen Rang haben die japanische Küche des 1 Mori (Jl Bisma No. 68, Ubud), vegetarisch-vegane Küche in grüner Umgebung des 2 Botanist by Blue Karma Secrets (Jl Kelabang Moding, Ubud), balinesische Küche des 3 Waroeng Bernadette (Jl. Kayu Aya No.17, Seminyak), das Strandrestaurant 4 Bawang Merah (Jl. Pantai Kelan No. 1, Jimbaran) oder das Steakhaus 5 Boy’N’Cow (Jl. Raya Kerobokan No. 138, Seminyak). Wer gerne fangfrisches Seafood und einen guten Ausblick wünscht, ist im 6 Menega Café oder den vielen benachbarten Fischrestaurants am 9 Jimbaran Beach gut aufgehoben.
Nachtleben
[Bearbeiten]Alle Badeorte verfügen über eine unüberschaubare Anzahl von Bars, Lounges und Cafès, die bis in die frühen Morgenstunden geöffnet sind. Beispielsweise gibt es unter anderen in Sanur das 1 Casablanca (Jl. Danau Tamblingan No. 120; geöffnet mo-sa 17:00-00:30), 2 Linga Longa Bar Sanur (Jl Cemara; tgl. 14:00-03:00), 3 Nu Lazer Sports Bar (Jl Danau Tamblingan No. 82; so-di 17:00-01:00, mi-sa bis 02:00) oder 4 Arena Pub & Restaurant (Jl Bypass Ngurah Rai No.115; 11:30-00:00).
Die Ortschaft Canggu verfügt über eine trendige Szene mit vitalem Nachtleben. Zu erwähnen sind hier 5 Lust & Lost ChillBar (Jl. Mertanadi No. 53; tgl. 16:00-02:00) oder 6 HookahPlace Canggu (Jl. Munduk Catu No. 32; 16:00-02:00).
Unterkunft
[Bearbeiten]Die Auswahl an Hotels aller Kategorien entspricht den Anforderungen an eine Urlaubsinsel mit Massentourismus. Es gibt über 3.500 Hotels und Resorts, zuzüglich Hostels, Homestays und privaten Villen werden rund 20.000 Unterkünfte gezählt. Hier erwähnt werden nur Hotels der Oberklasse.
- Denpasar
- 1 Aston Denpasar (Jl. Gatot Subroto)
- 2 Denpasar Hotel by ASTON (Jl. Gatot Subroto Barat No. 283)
- 3 Quest San Hotel Denpasar (Jl. Mahendradata No. 93)
- 4 Besakih Beach Hotel (Jl. Danau Tamblingan No. 45)
- Sanur Beach
- 5 Andaz Bali (Jl. Danau Tamblingan No. 89A)
- 6 Besakih Beach Resort (Jl. Danau Tamblingan No. 45)
- 7 Inna Grand Bali Beach (Jl Hang Tuah)
- 8 InterContinental Bali Sanur Resort (Jl. Kusuma Sari No. 8)
- 9 Hyatt Regency Bali (Jl. Danau Tamblingan No. 89)
- 10 Prama Sanur Beach Hotel Bali (Jl. Cemara)
- 11 The Oasis Lagoon Sanur (Jl. Danau Tamblingan No. 136A)
- Kuta Beach
- 12 Bali Bobo Hostel (Jl. Panorama Jimbaran)
- 13 Beach Hut Hostel (Jl. Segara Mertha No. 6)
- 14 Kuta Beach Club (Jl. Padma No. 2)
- 15 Kuta Beach Hotel (Jl. Benesari)
- 16 The Kuta Beach Heritage Hotel Bali (Jl. Pantai Kuta)
- 17 SOL by Meliá Kuta Bali (Jl. Bakung Sari No. 81)
- 18 The Seminyak Beach Resort & Spa (Jl. Kayu Aya)
- Nusa Dua Beach
- 19 Awarta Nusa Dua Resort & Villas (Complex BTDC Lot NW 2 & 3)
- 20 Mercure Bali Nusa Dua (Jl. Nusa Dua Selatan, Lot SW 03)
- 21 Novotel Nusa Dua Bali Hotel & Resort (Jl. Pantai Mengia, ITDC Complex)
- 22 Nusa Dua Bay View (Jl. Darmawangsa No. 19A)
- 23 Nusa Dua Beach Hotel & Spa (Kawasan Pariwisata Nusa Dua, Lot North 4)
- Sonstige
- 24 Anumana Ubud Bali (Jl. Wenara Wana, Ubud)
- 25 Bali Mega Hotel (Jl. Batur Raya Nuansa Kori, Jimbaran)
- 26 Hotel Tjampuhan (Jl. Raya Tjampuhan, Ubud)
- 27 Plataran Ubud Hotel & Spa (Jl. Hanoman, Ubud)
Ausflüge
[Bearbeiten]Bali wird von einer 373 km langen, gut ausgebauten Straße umrundet, die meistens küstennah und serpentinenreich verläuft und wichtige Reiseziele ansteuert. Beginnend in Denpasar fährt man entgegen dem Uhrzeigersinn Richtung Osten nach 19 Manggis (45 km) und weiter nach Amlapura (24 km) am Fuße des Gunung Agung. Von dort führt die Straße Richtung Norden ins Landesinnere bis nach 20 Kubu, das wieder an der Küste liegt (30 km). Nächster Ort ist Buleleng mit dem alljährlichen Buleleng Festival (54 km). Die nächste Etappe führt über 85 km zum West Bali National Park, von dort sind es 58 km nach 21 Pulukan mit dem 10 Medewi Beach. Als nächster Ort erscheint nach 55 km 22 Tabanan mit einem Abstecher nach Tanah Lot (13 km). Zurück auf dem Inselrundweg wird nach 22 km wieder Denpasar erreicht.
Gesundheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Tropenkrankheiten
Eine Reise nach Bali erfordert keine Pflichtimpfungen. Standardimpfungen wie Tetanus, Diphtherie, Polio sowie ein Schutz gegen Hepatitis A und B, Typhus und gegebenenfalls Tollwut sollten vor Reiseantritt durchgeführt werden. Ein tropenmedizinisch versierter Arzt sollte konsultiert werden. Erforderlich ist ein effektiver Mückenschutz (siehe Reiseapotheke), da Krankheiten wie das Dengue-Fieber verbreitet sind. Der Mückenschutz beginnt bei heller, langärmeliger und langbeiniger Kleidung und setzt sich fort in Mückensprays und Moskitonetzen in Hotels. Der einfache Reisedurchfall kommt auf Bali häufig vor (englisch: Bali belly) und ist auf eine schlechte Trinkwasserqualität zurückzuführen. Er kann verhindert werden, wenn man sich strikt an den Tropengrundsatz „koche es, brate es, schäle es, oder vergiss es“ hält (englisch: cook it, boil it, peel it, or forget it) und auf Salate, Speiseeis oder Eiswürfel in Getränken verzichtet.
Der Auf- und Abstieg zum/vom Gipfel des Gunung Agung erfordert eine robuste Gesundheit und Trekking-Erfahrung. In Notfällen hilft das 60 km vom Vulkan entfernte 1 Bali International Hospital (Jl Bypass Ngurah Ral No. 121, Sanur)
Sicherheit
[Bearbeiten]Auf Grund der Bombenanschläge in Bali und den Anschlägen in Jakarta im Juli 2009 gibt es in Bali erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. So wurden Gäste in vielen Hotels gebeten, ihr Gepäck durchleuchten zu lassen und durch einen Metalldetektor zu gehen, bevor sie das Hotel betreten dürfen. Aktuell wird dies jedoch kaum noch praktiziert. Auch vor Diskotheken in der Jalan Legian (wo die Anschläge stattfanden) wird man vereinzelt mit einem Metalldetektor abgetastet. Die Kontrollen werden hingegen zuweilen nur oberflächlich vorgenommen.
Ansonsten gilt Bali als sicherer Aufenthaltsort für Touristen, auch für allein reisende Frauen. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Bargeld, Kreditkarten, wertvollem Schmuck sollten hingegen, wie überall, beachtet werden. Gewarnt wird vor Geldwechslern mit manipulierten Taschenrechnern, gutes Kopfrechnen oder ein eigener Taschenrechner können somit hilfreich sein. In Kuta, aber auch in Legian, bekommt man zuweilen Medikamente und diverse Drogen angeboten. Drogenhandel und -besitz in Indonesien werden sehr hoch bestraft, bei Besitz größerer Handelsmengen auch mit der Todesstrafe. Zudem sind derartige Drogen häufig Fälschungen mit die Gesundheit bedrohenden Eigenschaften.
Erdbeben
[Bearbeiten]Bali befindet sich auf dem Pazifischen Feuerring, einem durch Erdbeben und Vulkanausbrüchen geprägten Gebiet. Erdbeben der Stärke 5 sind hier immer wieder zu spüren. 2018 ereignete sich ein zerstörerisches Erdbeben auf der Nachbarinsel Lombok. Dieses Erdbeben war ebenfalls auf Bali zu spüren, es gab nur leichte Gebäudeschäden. Z. B. hielt nicht jede Wand der außen aufgebauten Küchen stand. Im Sommer 1976 zerstörte ein Erdbeben der Stärke 6,5 zahlreiche Objekte und tötete über 500 Menschen.[7][8]
Vulkane
[Bearbeiten]Der Gunung Agung war am 27. November 2017 ausgebrochen mit der Folge, dass der Flugbetrieb über ca. 3 Tage eingestellt werden musste. Eruptionen, Erdbeben und kleinere Lava-Asbrüche dauerten bis Ende Juni 2018 an. Zahlreiche Menschen wurden vorsorglich evakuiert. Werden die Balinesen nach dem letzten Ausbruch gefragt, so nennen sie dennoch nicht dieses Datum, sondern das Jahr 1963.
Auch der Gunung Batur ist ein noch aktiver Vulkan. Der letzte Ausbruch ereignete sich am 23. März 2000.[9]
Tsunamis
[Bearbeiten]Auf Bali gibt es ein Tsunami-Warnsystem. Wie gut dieses ausgebaut ist, läßt sich nicht beurteilen. Bei einer Tsunami-Warnung sind höhere und von der Küste entfernte Stellen aufzusuchen. An manchen Strandabschnitten gibt es Hinweistafeln, auf welchen dargestellt ist, in welche Richtung man sich bewegen soll, wenn Tsunamialarm ausgelöst wird.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Umfangreiche Auskunft gibt das 1 Bali Government Tourism Office in der Jalan Letjen S. Parman, geöffnet mo-fr 07:30 bis 15:30 Uhr.
Balinesen sind freundliche Gastgeber. Betrug an Touristen ist selten. Es ist den Balinesen jedoch bewusst, dass Touristen bereit sind, auch mehr als landesübliche Preise zu zahlen. Dies wird versucht, an einigen Stellen mit hoher Energie auszunutzen. Es beginnt in großem Stile bereits bei der Ankunft am Flughafen und dem Individualtransport zum Quartier, setzt sich fort über die vielen Privattaxis in den Innenstädten. An den Ankunftsorten der Schnellboote der Inselverbindungen z. B in Sanur werden Bluebird-Taxis trotz Passagierübereinkunft aufgefordert leer wegzufahren. Es werden "no Problem" Tragedienste aufgedrängt und anschließend hartnäckig Vergütungen eingefordert, private Lebensmittelverkäufer auf den Fähren verlangen doppelte Preise für ihre Produkte oder behalten eine Geldrestbetrag mal eben ein.
Balinesische Taxifahrer werden in der Regel weniger überflüssige Umwege fahren, um den Fahrpreis künstlich zu überhöhen, wie manchmal andernorts in Indonesien.
Trinkgelder werden erst Recht in den weniger touristischen Regionen kaum erwartet. Aber man freut sich sehr über einen Betrag in Höhe von 5.000 bis 10.000 IDR.
Für das Motorradfahren in Bali wird der EU-Führerschein nicht ohne Weiteres anerkannt. Es ist entweder ein Internationaler Führerschein notwendig oder ein spezieller Bali-Führerschein (den man, gebührenpflichtig, in Denpasar erhalten kann). Wird man ohne einen Internationalen oder Bali-Führerschein erwischt, kostet es typischerweise (je nach Laune des Polizisten und den eigenen Verhandlungskünsten) zwischen IDR 50.000 und IDR 100.000 (ca. 4 € bis 8 €). Einen Gebührenzettel sollte man in der Regel nicht erwarten.
Preise
[Bearbeiten]| Leistung | Preis in IDR | Preis in € |
|---|---|---|
| Taxifahrt 10 km vom Flughafen | 100.000…300.000 | ca. 6…18 |
| Einzelfahrt im Kura Kura-Bus in Kuta | 20.000 | ca. 1 |
| Ausleihe 1 Tag Motorroller | 60.000…70.000 | ca. 4 |
| Benzinfüllung für Motorroller (max. 70 km) | 10.000…20.000 | ca. 1 |
| Nasi Goreng im Restaurant | 30.000…80.000 | ca. 2…5 |
| Grosses Bier (0,5 l) im Restaurant | 50.000 | ca. 3 |
| Bier 0,5 l im Supermarkt | 40.000 | ca. 2 |
| Flasche Wein im Supermarkt | 170.000 | ca. 10 |
| Ausleihe Schnorchelbrille + Schnorchel | 20.000 | ca. 1 |
Wenn Preise, zum Beispiel an einem spontanen Straßenverkauf, nicht ausgeschildert sind, sollte man immer vor dem Kauf nachfragen. Sonst kann es sein, dass die Speise mal schnell das Doppelte des üblichen Preises kostet.
Müll
[Bearbeiten]Der Umgang und die Entsorgung auf Bali ist ein Problem. Es gibt eine riesige Mülldeponie in der Nähe der Schildkröteninsel und regelmäßig laden dort Fahrzeuge ihre Fracht ab. Aber Müll wird auch im Gelände entsorgt. Manchmal wird der Müll abgebrannt, was für stechende Gerüche sorgt.
Auslandsvertretungen
[Bearbeiten]- 2 Honorarkonsulat von Deutschland (Konsulat Kehormatan Jerman), Jalan Pantai Karang 17, Batujimbar-Sanur, Bali. Tel.: +62 (0)361 28 85 35, +62 (0)361 28 88 26, E-Mail: sanur@hk-diplo.de Geöffnet: Mo–Fr 8:30–12:30.
- 3 Konsulat der Schweiz (Konsulat Swiss), Jalan Ganetri 9 D, Gatot Subroto Timur, Denpasar 80235, Bali. Tel.: +62 (0)361 264 149, Fax: +62 (0)361 243 747, E-Mail: bali@honrep.ch Geöffnet: Mo–Fr 9:00–13:00.
- Royal Danish Honorary Consulate in Denpasar, Bali, Mimpi Resorts Jimbaran, Kawasan Bukit Permai. Tel.: +62 361 701070.
- Royal Norwegian Honorary Consulate in Denpasar, Bali, Mimpi Resort Jimbaran, Kawasan Bukit Permai. Tel.: +62 361 701070.
Literatur
[Bearbeiten]- Roland Dusik, Reiseführer Bali, DuMont, 2012; ISBN 978-3770195268.
Weblinks
[Bearbeiten]- www.baliprov.go.id – Offizielle Webseite von Bali
- Bali Tourist Board
- Bali Concierge Service
- Tourism Indonesia Website
Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ : Bali’s Tourism Statistics: Insights from November 2023. In: Bali Managment, Donnerstag, 18. Januar 2024, abgerufen am 26. Februar 2024. Der Artikel bezieht sich auf Zahlen des Bali Central Bureau of Statistics vom Januar 2024.
- ↑ Jan Hendrik Peters/Wisnu Wardana, Tri Hita Karana: The Spirit of Bali, Kepustakaan Populer Gramedia, 2013, S. 274 ff.
- ↑ John Middleton, World Monarchies and Dynasties, Taylor & Francis, 2005, S. 564
- ↑ Hommo Tonkes, Volkskunde von Bali, Waisenhauses-Verlag, 1888, S.18
- ↑ Gordon Martel (Hrsg.), The Encyclopedia of War, Volume I, John Wiley & Sons, 2012, S. 493 f.
- ↑ Reiseinfos. In: Auswärtiges Amt in Deutschland, Montag, 10. Juni 2024, abgerufen am 29. Juli 2024.
- ↑ National Center for Environmental Information
- ↑ https://earthquake.usgs.gov/earthquakes
- ↑ Monatsbericht 10/2000 und 09/2001 im Global Volcanism Program (Abgerufen am 14. Oktober 2018).





















