Zum Inhalt springen

Sulawesi

Vollständiger Artikel
Aus Wikivoyage
Das Hochland von Tana Toraja in Sulawesi (Indonesien)
Sulawesi
Hauptstadt
Einwohnerzahl18.455.058
Fläche174.600 km²
Postleitzahl
Vorwahl
Lagekarte

Sulawesi ist eine zu Indonesien gehörende Insel.

Hintergrund

[Bearbeiten]

1 Sulawesi ist eine der vier Großen Sundainseln , zu denen noch Borneo (im Nordosten), Java (im Süden) und Sumatra (im Osten) gehören. Von diesen ist Sulawasi die drittgrößte, nur Java ist kleiner. Früher hieß die Insel Celebes.

Geschichte

[Bearbeiten]

Auf Sulawesi lebten und leben im Nordteil der Insel die indigenen Völker der Minahassen und Toraja, im Süden die Buginesen und Makassaren. Die Herkunft des Wortes Celebes ist unklar. Die buginesische Sprache kennt „cele besih“ für „geschärftes Eisen“ (also Messer) oder eine Deutung auf „die Berühmten/die Berüchtigten“ (portugiesisch: os celebres) für die gefährlichen Landspitzen an der Nordost-Küste von 2 Tanjung Pati-Pati wird ebenfalls versucht. Es ist jedoch auch möglich, dass die portugiesischen Entdecker das Wort „Sulawesi“ lediglich missverstanden haben.

Die Felsmalereien in den Höhlen von Leang-Leang sind die ältesten der Welt, denn sie zeigen Menschen, wie sie vor 45.000 Jahren gezeichnet wurden. Ab dem Jahr 1300 organisierten sich die Bewohner Süd-Sulawesis in den Königreichen von 1 Luwu (1300-1954), 2 Gowa (1320-1957) und 3 Bone (1396-1905).

Auf diese indigenen Gruppen traf 1512 der Portugiese Tomé Pires und beschrieb die von ihm als „Makassar“ (portugiesisch: Macaçar) bezeichnete Gegend als größere Inselgruppe mit über 50 Königreichen, deren Bevölkerung heidnisch, robust, kriegerisch und vor allem mit Piraterie befasst sei.[1] Seine Reiseberichte hat er 1515 in der „Suma Orientalis“ zusammengefasst. Zwischen dem 15. und 25. Mai 1607 hielt sich der niederländische Seefahrer Paulus van Solt in der Hafenstadt Makassar auf und betonte die Fruchtbarkeit und den natürlichen Reichtum der Gegend. England errichtete in Makassar 1613 einen Handelsposten, Spanien 1615, Dänemark 1618, Frankreich 1622 und Portugal 1641.[2]

Die Niederländer eroberten Makassar am 19. Dezember 1666 durch Admiral Cornelis Speelman mit einer Flotte von 21 Schiffen und insgesamt mindestens 1.870 Mann (darunter 578 Soldaten) und benannten das von Makassaren nach 1545 erbaute 1 Benteng Ujung Pandang in „Fort Rotterdam“ um. Nachfolgend kam es zum 2 Krieg um Makassar , der bis zum 14. Juni 1669 mit der Zerstörung von 3 Fort Somba Opu dauerte und die Holländer zum Sieger hatte. Nachfolgend unterwarfen die Niederlande die bekannten Inseln (vor allem Java, Sulawesi und Sumatra) ab 1816 ihrem Kolonialregime, das bis 1945 hielt. Kurz nach der Unabhängigkeit Indonesiens am 17. August 1945 beschloss die Regierung, ab 12. Oktober 1949 den Inselnamen in „Sulawesi“ zu ändern. Er setzt sich zusammen aus „sula“ (Insel) und „besih“ (Eisen) für die Vorkommen von Eisenerz in der Nähe des 3 Lake Matano .

Makassar wurde ab dem 14. September 1971 in Ujung Pandang umbenannt und erhielt am 13. Oktober 1999 wieder den ursprünglichen Namen Makassar. Heute erinnert noch der Distrikt Makassar an die alte Geschichte.

Die letzten Vulkan-Ausbrüche fanden am 8. Februar 2023 am 4 Karangetang (auf der Insel 5 Siau ) und am 30. April 2024 am 6 Mount Ruang (7 Sangihe Islands ) statt.

Klima, Flora und Fauna

[Bearbeiten]

Sulawesi liegt in den Inneren Tropen, der Äquator verläuft mitten durch die Insel. Dies hat ganzjährig konstante Temperaturen zur Folge. Deshalb kann die vom Ostmonsun begünstigte Trockenzeit (Mai bis Oktober) und die Regenzeit mit dem West-Passat (November bis März) klar voneinander abgegrenzt werden. Die Tagestemperaturen liegen auf Sulawesi ganzjährig bei 27 bis 29°C, können aber auch auf über 31°C klettern, nachts sinken sie auf um die 22°C. Mit 70% in der Trocken- und 95% in der Regenzeit ist die Luftfeuchtigkeit stets sehr hoch. Im vulkanischen Hochland ist das Temperaturniveau um etwa 10°C niedriger.

Sulawesi hat eine stark endemisch geprägte Tierwelt. Von den 127 bekannten Säugetierarten leben 62% nur auf dieser Insel. Darunter befinden sich der Anoa (der kleinste Wild-Büffel), Bärenkuskus (Beuteltier), Barbirusa (Hirscheber), Makaken-Affen, Sulawesi-Pustelschweine oder Koboldmakis. Von den 430 Vogelarten sind rund 20% endemisch. Zu beobachten sind Hammerhuhn (Maleo), Nashornvögel oder die farbenprächtigen Pittas (Sperlingsart). Unter den 150 Arten von Reptilien befinden sich alleine 50 Schlangenarten.

Von den 5972 beschriebenen Pflanzenarten gibt es 37% nur hier zu findende Arten. Es gibt ungefähr 2100 Baumarten wie das Streifen-Ebenholz oder Rattan. Allein 548 Arten von Orchideen bereichern die Landschaft. Unter den Gräsern kommt Bambus häufig vor und bildet ganze Wälder.

Von den 10 aktiven Vulkanen befinden sich sechs auf dem Festland. Höchster Vulkan ist der 8 Mount Klabat (1995m), größter mit einem 4,5km breiten Krater der 9 Mount Awu . Der Vulkan 10 Colo (507m) bildete einst die 50km² kleine Insel 11 Una-Una .

Regionen

[Bearbeiten]
Gliederung der Insel

Sulawesi wird in sechs Regionen aufgeteilt:

Region Hauptort
4 Gorontalo 1 Gorontalo City
5 Sulawesi Barat (West-Sulawesi) 2 Mamuju
6 Sulawesi Selatan (Süd-Sulawesi) Makassar
7 Sulawesi Tengah (Zentral-Sulawesi) Palu
8 Sulawesi Tenggara (Südost-Sulawesi) Kendari
9 Sulawesi Utara (Nord-Sulawesi) Manado

Anreise

[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug

[Bearbeiten]

Direktflüge von Deutschland gibt es nicht, daher muss man immer umsteigen, wenn man nach Sulawesi möchte. Es gibt auf Sulawesi zwei internationale Flughäfen:

  • 1 Hasanuddin International Airport (Bandar Udara Internasional Sultan Hasanuddin, ​IATA: UPG) . in Makassar.
  • 2 Sam Ratulangi (Bandar Udara Internasional Sam Ratulangi, ​IATA: MDC) . in Manado.

Von Jakarta: Garuda Indonesia bietet regelmäßige Flugverbindungen zu den Flughäfen Makassar und Manado an. Von Singapur: SilkAir fliegt regelmäßig den Flughafen Makassar an.

Fähre

[Bearbeiten]

Auch mittels Fähre ist die Anreise von den Nachbarinseln nach Sulawesi möglich, auch wenn die Entfernungen nach Kalimantan oder Java recht groß sind. Der größte Fährhafen ist Makassar, jedoch auch in kleineren Städten, wie z.B. Bira gibt es Fähren zu den Nachbarinseln. Eine gut frequentierte Verbindung ist z.B. von Flores nach Bira. Autos, bzw. Roller können ebenfalls mitgenommen werden. Es gibt verschiedene Klassen. In der höchsten Klasse hat man eine eigene (oft klimatisierte) Schlafkabine. In der niedrigsten schläft man an Deck, neben anderen Passagieren.

  • 3 Makassar Hafen (Pelabuhan Makassar) . Verbindungen nach Bajoe, Kalimantan. Fähren bedienen gelegentlich auch weiter entfernte Inseln wie Flores, Sumba oder Timor.
  • 4 Bira Hafen . Verbindungen nach Selayar-Inseln, Flores.

Die Fähren der Pelni verkehren nicht ab/nach 5 Port of Manado , sondern vom 45km entfernten 6 Port of Bitung .

Mobilität

[Bearbeiten]

Überörtlicher Verkehr

[Bearbeiten]

Der 4 Trans-Sulawesi Highway / Jalan Raya Trans-Sulawesi ist eine mindestens 2660km lange, meist küstennah verlaufende Fernstraße zwischen Makassar und Manado. Er verbindet außerdem Städte wie Gorontalo, Palu, Poso, 3 Majene , Mamuju und 4 Parepare . Über 5 Palopo ist auch Rantepao, das touristische Zentrum von Tana Toraja, mit dem Highway verbunden.

Eisenbahn: Die im Ausbau befindliche 1 Trans-Sulawesi Railway fährt seit November 2022 über 132km von der 7 Mandai railway station (nördlich von Makassar) zur 8 Soreang railway station in Parepare. Bei Fertigstellung soll sie bis Manado führen.

Auto: Mietstationen befinden sich in den größeren Städten, aber auch in kleineren Ortschaften. Es empfiehlt sich unbedingt ein Auto mit Fahrer zu mieten. Der Verkehr in Sulawesi, bzw. Indonesien ist für Europäer sehr schwer zu händeln (Linksverkehr, sehr viele Roller, Tiere auf der Straße, keine Beachtung der Verkehrsregeln, usw.). Ein Mietwagen mit Fahrer kostet ca. 600.000 IDR (37 Euro) pro Tag. Das Straßennetz ist nur in den Ballungsräumen (Makassar, Pare-Pare, etc.) sehr gut. Je weiter man sich von den Ballungszentren entfernt, desto schlechter werden die Straßen. In ländlichen Regionen sind große Schlaglöcher keine Seltenheit. Da außerdem noch sehr viele Verkehrsteilnehmer (v.A. Roller und LKWs) auf den Straßen unterwegs sind und Überholen nicht überall möglich ist, beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit oft 20-30 km/h. Nachtfahrten sind wegen Vieh- und Wildwechsels und Straßenschäden zu vermeiden. Da in den Inneren Tropen die Dunkelheit bereits um 19:00Uhr eintritt, muss zuvor bereits eine Unterkunft gesichert sein. Die einzige Autobahnähnliche Strecke (Fahrbahntrennung, zwei Spuren) existiert teilweise zwischen Makassar und Pare-Pare. Für die Verbindung von Makassar nach Manado braucht man vier volle Tage mit dem Auto.

Bus: Busbahnhöfe gibt es in allen Städten und größeren Dörfern. Zu beachten ist, dass die Karten für Busfahrten nur in den Büros der jeweiligen Busgesellschaft gekauft werden können, die sich u.U. nicht am Busbahnhof, sondern irgendwo in der Stadt befinden. Die Busse sind teilweise sehr gut ausgestattet (Wlan, zurückstellbare Sitze, etc.), können aber auch sehr veraltet und schlecht gewartet sein. Daher lohnt es sich auf jedenfall, ein paar Rupien mehr in ein gutes Unternehmen mit hohen Sicherheitsstandards zu investieren. Eine Busfahrt von Makassar nach Rantepao dauert 7-8h. Busfahren ist darüber hinaus recht preiswert. Für die Strecke von Makassar nach Toraja müssen ca. 300.000 Rp (ca. 19 Euro) bezahlt werden. Busfahrgesellschaften sind u.A. Manggala Trans oder Metro Permai.

Flugzeug: Um von Nord- nach Südsulawesi (oder umgekehrt) zu gelangen, benötigt man mit "konventionellen" Verkehrsmittel wie Auto oder Bus unter Umständen mehrere Tag. Daher könnte es sich durchaus rentieren, die Strecke mit dem Flugzeug zurückzulegen. Zwischen Makassar und Manado gibt es regelmäßige Flugverbindungen und auch andere Städte, wie Poso, Gorontalo oder Rantepao besitzen kleinere Flughäfen, bzw. -plätze die regelmäßig angeflogen werden. Darüber hinaus ist fliegen, im Vergleich zu Europa recht günstig. Es existieren einige Fluggesellschaften, die Inlandsflüge anbieten, z.B. Lion Air, Citilink oder Wings Air. Zu beachten ist, dass diverse indonesische Fluggesellschaften auf der "schwarzen Liste" der EU stehen. Die Sicherheitsstandards könnten daher unter Umständen wesentlich schlechter sein als in der EU.
Darüber hinaus ist es angeblich nicht möglich, mit Kreditkarten aus der EU Flüge dieser Fluggesellschaften zu buchen. Am besten daher mit seinem Kreditkartenunternehmen telefonieren oder vor Ort in einer Agentur buchen.

Mittelgroße Städte verfügen über Flughäfen für Kleinflugzeuge.

Innerörtlicher Verkehr

[Bearbeiten]

Taxi: Taxen gibt es nur in größeren Städten (Makassar, oder Manado).

Pete-Pete: Pete-Petes sind kleine blaue Minibusse. Diese gibt es in allen Städten, bzw. Kleinstädten. Mit ihnen kann man günstig von A nach B, bzw. bis in den Nachbarort kommen.

Bentor:

Ein Bentor in Gorontalo

Bentors sind umgebaute Motorroller, die entweder seitlich oder an der Front zwei Sitzplätze haben. Diese gibt es in allen Städten oder Kleinstädten. Sie sind sehr günstig und werden von den Einheimischen gern genutzt. Am Besten frägt man vorher nach dem Preis. In Rantepo zahlt man für einen Kilometer ca. 10.000 Rp (0,60 Euro). Wobei dies natürlich mit der Lust und Laune des Fahrers zusammenhängt.

Roller: In abgelegenen Regionen bietet sich an, einen Roller zu mieten. Verleiher gibt es überall. Der Preis pro Tag ist unbedingt im Voraus zu vereinbaren. Ein Roller kostet ca. 8-10 Euro pro Tag. Dies hängt jedoch auch von der Region ab. In touristischen Regionen (Rantepao oder Bira) zahlt man mehr, als in untouristischen Regionen. Man sollte unbedingt mit Helm und defensiv fahren, da das Straßennetz sehr schlecht ist und sich die anderen Verkehrsteilnehmer nicht an die Verkehrsregeln halten. Außerdem sollte man nicht in der Nacht fahren, da oft Tiere oder andere Menschen auf die Straße laufen.

Anhalter: In kleinen Dörfern, bzw. sehr ländlichen Regionen gibt es oft keinen ÖPNV. Nicht selten wird man von netten Einheimischen mitgenommen. Es kann manchmal vorkommen, dass diese Geld dafür verlangen. Wie in allen Regionen weltweit gilt dabei, dass man nicht in der Nacht per Anhalter fahren sollte.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten]
Karte
Karte von Sulawesi
Makassar: Fort Rotterdam
  • 6 Bitung (Kota Bitung) . In der Nähe des Tangkoko-Nationalparks gelegen, bietet diese Stadt die Möglichkeit, Tarsiere und Schwarze Makaken in freier Wildbahn zu beobachten.
  • 7 Enrekang (Enrekeng) . Dort befindet sich der sogenannte "Eros Mountain" (Buntu Kabobong), ein Berg, der an das weibliche Geschlechtsorgan erinnert. Sehr gut ist der Berg auf der Straße von Makassar nach Rantepao zu sehen.
  • Gorontalo (Kotapraja Gorontalo) . Ein Tauchertipp mit intakten Korallenriffen und historischen Kolonialbauten wie dem Otanaha Fort.
  • 8 Kendari (Kota Kendari) . Ausgangspunkt für den herrlichen Wakatobi-Archipel, eines der besten Tauchgebiete der Welt.
  • 9 Makassar (Kota Makassar) . Die größte Stadt Sulawesis ist das Tor zur Insel und bietet Sehenswürdigkeiten wie das Fort Rotterdam aus der Kolonialzeit und die malerische Promenade Losari Beach.
  • 10 Malino . Schöne Kleinstadt in den Bergen, östlich von Makassar. Es gibt dort die Teeplantage "Malino Highlands" sowie viele steile Reisterrassen. Außerdem gibt es dort den "Air Takapala", einen sehr hohen Wasserfall.
  • 11 Manado (Daerah Manado) . Bekannt für das Taucherparadies Bunaken National Park, ist Manado auch ein Zentrum für vulkanische Landschaften und Minahasa-Kultur.
  • 12 Palu (Kota Palu) . An einer malerischen Bucht gelegen, zieht Palu mit seinen Bergen und dem Lindu-Nationalpark Wanderer und Naturliebhaber an.
  • 13 Poso . mit dem "Lake Poso", dem größten See Sulawesis, bzw. dem drittgrößten Indonesiens.
  • 14 Rantepao . Diese Stadt in Tana Toraja ist das Herzstück der faszinierenden Toraja-Kultur mit einzigartigen Begräbnisritualen und traditionellen Tongkonan-Häusern.
  • 15 Sengkang . Größere Stadt, die am 12 Lake Tempe gelegen ist, einem großen See in Süd-Sulawesi. Man kann dort eine Schifffahrt auf dem Lake Tempe mit dem Besuch des "schwimmenden Dorfes" machen.

Inseln

[Bearbeiten]
Blick auf Bunaken Island

Zu Sulawesi gehören unter anderem folgende Inseln:

  • 13 Banggai-Inseln (Banggai Kepulauan) . Bekannt für die endemischen Banggai-Kardinalbarsche, ein ideales Tauch- und Schnorchelgebiet.
  • 14 Bunaken Island (Pulau Bunaken) . berühmt für den Bunaken-Nationalpark mit spektakulären Korallenriffen und einer der besten Tauch- und Schnorchelspots der Welt.
  • 15 Buton Island (Pulau Buton) . ist mit 4408km² die größte zu Sulawesi gehörende Insel.
  • 16 Kabaena (Pulau Kabaena) . Eine vulkanische Insel, die für ihre landschaftliche Schönheit und traditionellen Bergbau-Dörfer bekannt ist.
  • 17 Lembeh - Wasserstraße (Selat Lembeh) . Berühmt als Hotspot für „Muck Diving“, wo Taucher seltene und skurrile Meereslebewesen entdecken können.
  • Sangihe-Inseln (Kepulauan Sangihe) . Eine Kette von Inseln mit aktiven Vulkanen, heißen Quellen und traditionellen Dörfern.
  • 18 Selayar-Insel (Daerah Tingkat II Selayar) . Eine größere Insel südlich von Makassar, bekannt für ihre ruhigen Strände und das angrenzende Takabonerate-Atoll, das drittgrößte Korallenatoll der Welt.
  • 19 Togian Inseln (Pulau Togean) . Eine abgelegene Inselgruppe im Golf von Tomini, ideal für Tauchen, Schnorcheln und den Besuch abgelegener Strände.
  • 20 Wakatobi-Inseln . UNESCO-Meeresreservat mit beeindruckender Unterwasserwelt und weltberühmten Tauchplätzen.

Nationalparks

[Bearbeiten]

Auf Sulawesi gibt es zehn Nationalparks, darunter vier marine:

  • 21 Bantimurung – Bulusaraung National Park (Taman Nasional Bantimurung Bulusaraung) . mit einem spektakulären Wasserfall.
  • 22 Bogani Nani Wartabone National Park (Taman Nasional Bogani Nani Wartabone) . mit 2.871km² der größte Nationalpark in Sulawesi; ein bedeutendes Schutzgebiet, bekannt für seine endemische Flora und Fauna, darunter der Maleo-Vogel.
  • 23 Bunaken-Nationalpark (Taman Nasional Bunaken) . Ein beliebtes Ziel für Taucher und Schnorchler, bekannt für seine Unterwasserwelt mit lebendigen Korallenriffen und einer Vielfalt an Meereslebewesen.
  • 24 Kepulauan Togean-Nationalpark (Taman Nasional Kepulauan Togean) . Umfasst die Togian-Inseln mit Korallenriffen, unberührten Stränden und einer artenreichen Unterwasserwelt.
  • 25 Lore Lindu-Nationalpark (Taman Nasional Lore Lindu) . Ein UNESCO-Biosphärenreservat, bekannt für seine megalithischen Steinfiguren, unberührten Wälder und seltene Tierarten wie den Anoa (Zwergbüffel) und Sulawesi-Hornvögel.
  • 26 Rawa Aopa Watumohai-Nationalpark (Taman Nasional Rawa Aopa Watumohai) . Umfasst Sumpfgebiete, Savannen und Mangroven und bietet Lebensraum für viele Vogelarten und die bedrohten Salzwasserkrokodile.
  • 27 Tangkoko-Reservat (Cagar Alam Gunung Tangkoko Batuangus) . Heimat einzigartiger Tiere wie dem Tarsier (Koboldmaki), Schwarzmakaken und Nashornvögeln, eingebettet in üppige Regenwälder.
  • 28 Wakatobi-Nationalpark (Taman Nasional Wakatobi) . Eine der besten Tauchdestinationen der Welt mit farbenprächtigen Korallen und einer reichen marinen Biodiversität.

Berge, Flüsse, Seen

[Bearbeiten]
Lokon-Empung: Eruption am 10. September 2013

Höchster Berg der Insel ist der 29 Mount Rantemario (3478m), der ausnahmsweise kein Vulkan ist. Es gibt auf der Insel 10 aktive Vulkane, von denen der Doppelvulkan 30 Lokon-Empung der aktivste ist. Alleine auf den Sangihe Islands befinden sich vier aktive Vulkane. Der 1309 Meter hohe „Mount Eros“ (31 Buntu Kabobong ) ist besonders für Indonesier ein gern besuchtes Reiseziel.

Längster Fluss ist der lediglich 180km lange 32 Sadang River , der Tana Toraja und Rantepao durchfließt, größter Binnensee der 33 Lake Towuti mit einer Wasserfläche von 561km². Auf Sulawesi gibt es einige spektakuläre Wasserfälle wie den 15m hohen und 20m breiten 34 Bantimurung Waterfall im gleichnamigen Nationalpark, den 35 Takapala Waterfall (109m) oder den 36 Tunan Talawaan Waterfall (80m).

Sonstiges

[Bearbeiten]
Rammang Rammang in der Nähe von Maros
  • 37 Leang-Leang Cave , sind Höhlen mit erst 1950 entdeckten und 2017 datierten Wandmalereien mit einem Alter von bis zu 40.000 Jahren, 11km von Makassar entfernt.
  • 38 Minahasa Peninsula mit 13.852km² die größte Halbinsel von Sulawesi, auf der auch Manado liegt.
  • 39 Rammang-Rammang , ist die zweit größte Karst-Fläche weltweit, 50 Kilometer nördlich von Makassar in der Nähe der Stadt Maros. Es gibt dort hohe, grasbewachsene Felsen und ein tief eingeschnittenes Tal mit einem kleinen Dorf. Man kann dort sehr schön wandern.
  • 40 Tana Toraja , von Makassar aus sind es 315km über den Trans-Sulawesi Highway. Die indigenen Toraja pflegen eine christlich-animistische Kultur mit überwiegend protestantischem Glauben und sind bekannt für ihre spektakulären Tongkonan-Häuser mit geschwungenen Dächern und ihre einzigartigen Begräbnisrituale. Das Hochland ist sehr fruchtbar, und kultivierte Reisterrassen sind allgegenwärtig. Tana Toraja ist die bekannteste und auch touristisch am besten erschlossene Region Sulawesis.

Aktivitäten

[Bearbeiten]

Küche

[Bearbeiten]

Indonesische Küche

[Bearbeiten]
  • Nasi Goreng: Gebratener Reis mit Gemüse und Fleisch. Das "Nationalgericht" Indonesiens
  • Mie Goreng: Gebratene Nudeln mit Gemüse und Reis
  • Bihun Goreng: Gebratene Glasnudeln mit Gemüse und Reis
  • Gado-Gado: Gebratenes Gemüse mit Erdnußsoße und Krabbenchips
  • Saté: Fleischspieße in Erdnußsoße mit Reis

Makassarische Küche

[Bearbeiten]
Coto Kuda ist eine Suppe mit Pferdefleisch, die vor allem in der Provinz Jeneponto (Sulawesi / Indonesien) verbreitet ist.
  • Coto Makassar: Kräftige Rindersuppe, mit Gemüse, Innereien und Erdnüssen.
  • Coto Kuda: Kräftige Suppe mit Pferdefleisch, Gemüsen und Erdnüssen (vor allem in der Provinz Jeneponto).

Torajanische Küche

[Bearbeiten]
  • Pantollo' Pangi Duku'Bai: Schweinefleisch mit Gemüse und schwarzer Soße mit Reis
  • Pa'Piong Ayam: Im Bambusrohr mit Spinat, Kräutern und Kokos gebratenes Huhn, bzw. Schwein

Süßspeisen

[Bearbeiten]
  • Pisang Goreng: Gebratene, bzw. frittierte Bananen. Diese sind überall erhältlich, vor allem an den Gorengang-Ständen. Sie werden gezuckert gegessen, v.A. zum Kaffee und Tee.
  • Kue: Kleine Küchlein, die aus Reismehl gemacht werden und stark gezuckert sind.
  • Kleine Plätzchen aus Palmzucker mit Erdnüssen
  • Kuchen: In vielen Ortschaften findet man Bäckereien, die Kuchen oder Torten nach europäischer Machart verkaufen. Am bekanntesten ist die Kette "Holland Bakery", die man schon von weitem an einer großen Mühle auf dem Dach erkennt.

Getränke

[Bearbeiten]
  • Bier: Bintang (helles sehr hopfiges Bier nach Pilsner Brauart. Das Bintang ist sehr verbreitet und in vielen Restaurants auf Sulawesi erhältlich), Anker (helles Pils, dass eher "süffiger" (ähnlich wie "Helles") schmeckt. Anker ist viel seltener als Bintang zu finden) und Prost (helles, süffiges Bier, eher seltener in Sulawesi).
  • Spirituosen: Arrak: Schnaps der aus der Lontarpalme gewonnen wird. Sollte nicht an Straßenständen gekauft werden, sondern nur von vertrauenswürdigen Personen, da er unter Umständen mit Methanol versetzt sein könnte.
  • Palmwein: Milchig, trübes Getränk, wird aus Palmzucker gewonnen. Ebenfalls sehr verbreitet auf Sulawesi. Vor allem im Torajaland und in der Provinz Jeneponto (dort an vielen Straßenständen) erhältlich. Je klarer das Getränk ist, desto höher der Alkoholgehalt. Ist die Konsistenz sehr milchig, handelt es sich eher um (noch) unvergorenen Palmsaft, der keinen, bzw. sehr wenig Alkohol enthält.
  • Kaffee, bzw. indonesisch "Kopi": Ist überall in den Warungs in Sulawesi erhältlich. Meistens handelt es sich dabei um einheimischen Kaffee aus Sulawesi (aus dem Torajahochland). Für europäische Geschmäcker ist er jedoch sehr süß, da er stark gezuckert ist. Daher sollte man "Kopi hitam", bzw. "Kopi tidak gula" (Kaffee ohne Zucker) bestellen.
  • Kokoswasser: Befindet man sich in Strandnähe kann man ggf. Kokosnüsse kaufen. Das Kokoswasser ist ein guter Durstlöscher und das Fruchtfleisch schmeckt hervorragend. Eine Kokosnuss kostet ca. 15.000 - 20.000 Rp (1 bis 1,20 Euro).
  • Cola: Wem nach einer kühlen Cola dürstet, muss ein bisschen suchen. Überraschenderweise für ein islamisches Land (Alkoholverbot!), haben viele Warungs kein Cola. Wenn mal welche auf der Speisekarte draufsteht, kann es sein, dass diese ausgegangen ist.
  • Tehbotol: Anstelle von Cola lieben die Indonesier Tehbotol. Hierbei handelt es sich um schwarzen (oder grünen) Tee, der stark gesüßt ist. Auch das Design der Flasche erinnert stark an Cola. Tehbotol gibt es in so gut wie allen Supermärkten und Warungs.

Unterkunft

[Bearbeiten]

In Sulawesi gibt es alle Arten von Unterkünften. Generell ist das Preisniveau wesentlich niedriger als in touristischeren Regionen wie z.B. Bali. Außerhalb der Hauptsaison braucht man die Unterkünfte nicht im Voraus reservieren. In der Hauptsaison empfiehlt sich eine Buchung im Voraus, wobei jedoch zwei Tage Vorlauf meistens ausreichend sind. Die beste Möglichkeit ist, in der aktuellen Unterkunft die Weiterreise zu planen und die Hotelrezeption, bzw. den Inhaber des Homestays nach einer Empfehlung für die nächste Unterkunft zu fragen. Da Sulawesi nicht allzu touristisch ist, kennen sich oft die Hotelbesitzer gut untereinander und können einem daher Tipps für die Weiterreise, bzw. für die nächste Übernachtung geben.

Hotels

[Bearbeiten]

Die im Westen bekannten Ketten (Best Western, Novotel, Ibis, etc.) findet man nur in Makassar. Hotels mit gehobenem Standard existieren aber in allen touristischeren Regionen (Rantepao, Bunaken, etc.). Am teuersten sind dabei die Taucherresorts an den Küsten (v.A. auf den Bunaken). Oft nehmen diese auch nur Gäste auf, die einen Tauchschein besitzen oder diesen erwerben wollen.

Homestay

[Bearbeiten]

Eine günstige Möglichkeit sind die zahlreichen "Homestays". Diese gibt es in allen Städten und vielen Kleinstädten oder Dörfern. Wie der Name sagt handelt es sich hier um Zimmer, die in Privathäusern sind. Oft sind sie sehr günstig (ab ca. 150.000 Rp (10 Euro) pro Nacht. Die Ausstattung ist sehr einfach (ggf. sogar Mandi-Bäder), aber meistens sind sie sehr sauber. Man bekommt durch Homestays einen tiefen Einblick in das Leben der Bewohner Sulawesis. Meistens bekommt man in den Homestays nur Frühstück (im Grunde BnB), wobei manche auch auf Anfrage Essen anbieten. Der Preis richtet sich nach der Region. In touristischeren Regionen (Torajaland, etc.) ist der Preis oft höher, als in abgelegenen Gegenden. Viele Homestays tauchen nicht auf den einschlägigen Buchungsplattformen (tripavisor, booking.com) auf, sodass man sich vor Ort danach erkundigen muss.

Hostels

[Bearbeiten]

Eine Hostelstruktur nur für Backpacker wie z.B. in Thailand gibt es in Sulawesi nicht. Auch sieht man dort im allgemeinen nicht viele Backpacker. Traveller nächtigen am Besten in einem Homestay, bzw. in einem günstigen Hotel. Dort sind die Chancen am Größten, auf "Gleichgesinnte" zu treffen.

Strandbungalows

[Bearbeiten]

An den Badeorten in Sulawesi gibt es viele Bungalowanlagen. Dort kann man Einzelbungalows, oft auch mit Meerblick, mieten. Nicht selten haben diese Anlagen auch ein angegliedertes Restaurant, sodass man sich nicht mehr auf Restaurantsuche begeben muss. In den Bungalowanlagen kann man auch ggf. Schnorchelausrüstung ausleihen. Frühstück ist meistens inbegriffen. Für eine Übernachtung (mit Frühstück) muss man ca. 400.000 Rp bis 480.000 Rp. (25 bis 30 Euro) rechnen.

Unterkünfte aller Kategorien sind auf Sulawesi zahlreich vorhanden. In den wichtigsten Städten Makassar und Manado gibt es der Webseite Booking.com zufolge 135 (Makassar) bzw. 77 (Manado) Hotels.

Luxus-Hotels in Makassar
  • 1 Aryaduta Makassar (Jl. Somba Opu No. 297)
  • 2 Harper Perintis Makassar by ASTON (Jl. Perintis Kemerdekaan No. 14A)
  • 3 Melia Hotel Makassar (Jl. Andi Mappanyukki No. 17)
  • 4 The Rinra Makassar (Jl. Metro Tanjung Bunga No. 2)
Luxus-Hotels in Manado
  • 5 Swiss-Belhotel Maleosan Manado (Jl. Jend. Sudirman Kav. 85 - 87)
  • 6 Four Points by Sheraton Manado (Jl. Piere Tendean Boulevard)
  • 7 Aston Manado Hotel (Jl. Sudirman No. 128)

Nachtleben

[Bearbeiten]
Typische "Mini Bar" in Bira (Sulawesi / Indonesien)

Sulawesi ist, wie der größte Teil Indonesiens (mit Ausnahme des Toraja Hochlandes und die Region um Manado), islamisch geprägt. Alkohol ist daher nur schwer bzw. gar nicht erhältlich. Dazu kommt, dass 2015 in Indonesien ein Gesetz erlassen wurde, wonach der Verkauf von Alkohol in den vielen kleinen Eckläden (den sogenannten Tokos) verboten wurde[3]. Alkohol ist seitdem nur noch in großen Supermärkten erhältlich, die es nur in größeren Städten gibt. In Makassar gibt es jedoch einige Restaurants, die Alkohol ausschenken (z.B. das Restaurant Popsa). In den christlichen Gegenden Sulawesis, z.B. im Toraja Hochland führen auch die kleinen Tokos die gängigen Biersorten Indonesiens (Bintang und Anker) und auch in vielen Restaurants ist Alkohol erhältlich. Ein Bierflasche (0,66l) kostet im Restaurant ca. 50.000 Rp (3,14 Euro). Während einige Restaurants Bier vorrätig haben, ist es ganz schwierig, Schnaps, Longdrinks oder Cocktails zu bekommen. Diese gibt es nur in Restaurants, oder Hotels, die eine sogenannte "C" Lizenz haben. Diese ist schwierig zu bekommen und darüber hinaus sehr teuer.

Clubs bzw. Diskotheken oder Cocktailbars gibt es nur in Makassar. In manchen kleineren Ortschaften existieren Kneipen, die als "Karaoke Bars" oder "Mini Bars" bezeichnet sind. Oft handelt es sich jedoch dabei um Bordelle, die nicht sofort als solche erkennbar sind. Vor allem wenn junge Frauen davor rumstehen, bzw. -sitzen ist Vorsicht geboten. Sie wirken oft sehr schäbig, bzw. abschreckend. In Bira gibt es an der Straße zum Bara Beach viele dieser Lokalitäten.

Sprache

[Bearbeiten]

In Sulawesi wird, wie auch im Rest Indonesiens, Bahasa Indonesia gesprochen. Daneben existieren noch einige lokale Sprachen wie Makassarisch oder Torajanisch. Englisch ist kaum verbreitet.

Sicherheit

[Bearbeiten]

Generell ist Sulawesi sehr sicher. Dennoch sollte man, wie überall, seinen gesunden Menschenverstand walten lassen. Kriminalität ist kein großes Thema, daher kann man sich bedenkenlos frei bewegen. Nachts sollte man sich als allein reisende Frau (wie in vielen anderen Gegenden dieser Welt) nur in Begleitung hinaus begeben. Der Islam prägt weite Teile Sulawesis, daher sollte man darauf Rücksicht nehmen, d.h. dass man sich nicht zu aufreizend kleidet.

Nachtfahrten mit dem Roller oder anderen Verkehrsmittel sind tunlichst zu vermeiden, da viele Tiere (Hunde, etc.) auf der Straße herumlaufen, sowie die Straßen generell sehr schlecht sind. Die Unfallgefahr ist sehr groß und medizinische Hilfe nach westlichem Standard ist außer in den Ballungsräumen (Makassar, Manado) nicht zu erwarten. Auch einen Rettungsdienst gibt es nur in den Ballungszentren.

Die Provinz Jeneponto (Sulawesi Selatan) sollte nachts nicht durchfahren werden, da es in der Vergangenheit dort angeblich zu Fällen von Straßenräuberei gekommen ist. Außerdem fahren dort die Einheimischen nachts oft betrunken Roller.

Generell sind die Verkehrmittel auf Sulawesi nicht mit denen in Europa zu vergleichen. Die Busse sind oft sehr überaltert und auch die allgegenwärtigen Roller sind oft schlecht gewartet. Der Verkehr in Sulawesi bzw. in Indonesien ist sehr hektisch und chaotisch. Daher empfiehlt es sich, unbedingt bei der Anmietung eines Leihwagens noch einen Fahrer zu engagieren. Diese kennen den Verkehr vor Ort und können dementsprechend agieren.

Auch als Fußgänger ist der Verkehr nicht unbedenklich. In den Städten sind so gut wie keine Bürgersteige vorhanden, daher muss man des Öfteren an den (stark befahrenen) Straßenrand ausweichen. Sollte mal ein Bürgersteig vorhanden sein, ist er entweder mit Garküchen zugestellt oder in schlechtem Zustand. Außerdem tun sich manchmal unmittelbar bis zu zwei Meter tiefe Gruben auf, die vor allem in der Nacht, mangels Straßenbeleuchtung gefährlich sind. Fußgängerüberwege bzw. -Ampeln gibt es ebenfalls nicht. Zum Überqueren der Straße wartet man, bis sich eine Lücke im Verkehr auftut, um dann schnell über die Straße zu laufen.

Vor einigen Jahren gab es in Poso schwere Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen. Mittlerweile hat sich die Lage stark beruhigt, jedoch schadet es nicht, wenn man weiterhin sehr aufmerksam ist.

Der Genuss von selbst hergestelltem Alkohol (Palmwein, etc.) sollte nach Möglichkeit vermieden werden, da dieser manchmal mit giftigem Methanol-Alkohol gepanscht ist.

Die Hunde in Sulawesi dürfen KEINESFALLS gestreichelt werden, da diese von den Einheimischen ebenfalls nicht gestreichelt werden. Deshalb sind sie es nicht gewöhnt und würden sofort zubeißen (Aussage unseres Guides). Auch wenn sie Welpen haben, oder überrascht werden, können sie sehr aggressiv werden. Sollte man von einem Hund attackiert werden, hebt man am besten einen Stein von der Straße auf und macht eine Wurfbewegung. Dies hilft in den meisten Fällen.

Unter gar keinen Umständen sollten Drogen gekauft, bzw. konsumiert werden. Die Strafen hierfür sind sehr hart und man kann selbst nach dem Genuss eines "harmlosen" Joints unter Umständen im Gefängnis landen. Gegebenenfalls könnte man durch Bestechung eines Polizisten noch straffrei aus der Sache rauskommen, dies muss jedoch nicht immer der Fall sein. Das indonesische Gefängnisse schlimme Haftbedingungen haben, braucht an dieser Stelle nicht gesagt werden. Bei Überschreiten einer bestimmten Menge kann sogar die Todesstrafe drohen. Wenn man von einem Drogendealer angesprochen wird, sollte man sofort das Weite suchen.

Gesundheit

[Bearbeiten]
  • Malaria: In Sulawesi herrscht vor allem im Norden mittleres Malariarisiko, im Süden ist es geringer. Zur Vermeidung von Malaria sollte man unter Moskitonetzen schlafen. Darüber hinaus kann man Mückenschutzmittel (z.B. DEET) verwenden. Diese werden auf die Haut, bzw. die Kleidung aufgesprüht.
  • Leitungswasser: Wichtig ist auch (wie überall in ärmeren Ländern), dass kein Leitungswasser getrunken werden sollte. Mineralwasser ist aber sehr günstig und überall in Supermärkten, bzw. Tokos verfügbar.
  • Alkohol: Beim Genuss von Alkohol sollte auf Schnaps verzichtet werden (vgl. Punkt "Sicherheit"), da dieser unter Umständen mit Methanol "gepanscht" ist.
  • Die medizinische Versorgung in Sulawesi ist eher schlecht. So gibt es nur in größeren Orten Krankenhäuser. Im Torajaland beispielsweise gibt es nur in Rantepao ein Krankenhaus, d.h. wenn man einen Unfall in den Bergen hat, muss man unter Umständen oft 5 bis 6 Stunden fahren, bis man dorthin kommt. Auch ein Rettungsdienst ist nur in größeren Städten vorhanden. Des weiteren arbeiten die kleineren Krankenhäuser oft nicht auf einem Niveau, dass man in Europa erwarten kann. Das Krankenhaus von Rantepao ist beispielsweise schlecht ausgestattet und kann nur eine notdürftige Versorgung bieten. Krankenhäuser auf westlichem Standard gibt es vor allem in Makassar. Ärzte findet man nur in größeren Ortschaften.

Respekt und Klarkommen

[Bearbeiten]

Verhaltensregeln

[Bearbeiten]
  • Religion: Die Mehrheit der Bevölkerung in Sulawesi sind Muslime. Nur im Torajaland, in der Gegend von Manado sowie im Minhasa-Hochland stellen Christen die Mehrheit. Der Islam in Sulawesi ist traditionell sehr liberal und offen gegenüber anderen Religionen. Trotzdem muss man einige Regeln im Umgang mit Muslimen beachten.
So sollte man nicht während des Ramadans tagsüber auf der Straße essen, trinken oder rauchen. Außerdem ist es unangemessen in Anwesenheit von Muslimen Alkohol zu trinken. Auch sollte man mit Muslimen keines der in Sulawesi (zahlreichen) chinesischen Restaurants besuchen, da diese oft Speisen servieren, die nicht "Halal" sind.
  • Generell sind die Indonesier sehr freundlich, aufgeschlossen und sehr interessiert an Touristen. Abzocke oder kleinere Betrügereien wie in Thailand oder anderen südostasiatischen Ländern kommen so gut wie gar nicht vor.
Sie haben großen Spaß am Smalltalk, d.h. man wird oft als Tourist angesprochen (wo man herkommt, etc.). Es gebietet sich, dass man sich (auch wenn es manchmal nervig ist) kurz Zeit nimmt und antwortet.
Lächeln ist sehr wichtig in Indonesien, bzw. in ganz Südostasien. Ein grimmiger Gesichtsausdruck sollte vermieden werden. Auch ein Anheben der Stimme oder gar rumbrüllen darf keinesfalls erfolgen. Man verliert dadurch sein Gesicht vor den Einheimischen. Wenn mal etwas nicht klappt, muss man lächeln (auch wenn es schwierig ist) und hartnäckig nachfragen. So kommt man eher weiter, als mit cholerischem rumbrüllen.
  • Es passiert oft, dass (da sie so selten Ausländer sehen) die Leute Fotos, bzw. Selfies mit einem machen wollen. Nein-sagen ist zwar möglich, wird auch akzeptiert, gilt aber als etwas unhöflich.
  • Niemals (dies gilt auch im Umgang mit Christen) sollte man die linke Hand zum Essen, Begrüßen oder Entgegennehmen (z.B. von Wechselgeld) verwenden. Auch sollte man nicht damit winken.
  • Indonesier sitzen am liebsten im Schneidersitz auf den Boden. Wenn man mit Indonesiern zusammensitzt, dürfen die ausgestreckten Füße nicht auf andere Personen zeigen. Am besten beobachtet man die Sitzhaltung der anderen Personen und ahmt diese nach. Des weiteren soll man, wenn andere Personen auf dem Boden sitzen und man vorbeigeht, auch gebückt vorbeigehen.
  • Wenn man zum Essen, bzw. Kaffee eingeladen ist, wartet man, bis man aufgefordert wird, sich zu bedienen, dann kann man mit dem Essen beginnen. Gastgeschenke nicht vergessen.
  • Besonders höflich ist es, wenn man bei der Begrüßung nach dem Händeschütteln die rechte Hand zum Herz führt. Auch der thailändische Wai ist als besonders höfliche Form der Begrüßung verbreitet.
  • Die Schuhe sind vor dem Betreten eines Hauses IMMER auszuziehen. Dies führt sogar so weit, dass die Indonesier selbst bei Betreten einer Terrasse, bzw. der Treppe vor der Haustür bereits die Schuhe ausziehen.
  • Vorsicht ist beim Baden geboten. In ländlichen Regionen sollte man sich vor Einheimischen nicht im Bikini, bzw. Badehose zeigen. Am besten trägt man über der Badehose ein Tshirt. Frauen ziehen am besten eine Jogginghose und ein Tshirt an. Das "oben ohne", oder gar FKK tabu ist, versteht sich von selbst. In touristischeren Regionen (Bira, Bunaken, etc.) ist Baden mit Badekleidung generell kein Problem.
  • Indonesier legen, auch wenn sie arm sind, Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Als Reisender sammelt man viele Pluspunkte, wenn man gut gekleidet ist. Tanktops, bzw. kurze Hosen, die über das Knie reichen, sollten nur am Strand getragen werden.

Trinkgeld

[Bearbeiten]

Trinkgeld ist in Indonesien zwar nicht verpflichtend, wird aber gern gesehen. Es lässt sich schwer sagen, wieviel angemessen ist. In Restaurants ist man mit der "klassischen" 10%-Regel gut bedient. Mietwagenfahrer erwarten ca. 50.000 Rp (3,20 Euro) pro Tag.

Verständigung

[Bearbeiten]

Die Einwohner Sulawesis sprechen im Alltag oft zwei Sprachen: Bahasa Indonesia bei Verwaltungsangelegenheiten, sowie ihre eigene Volkssprache (Buginesisch, Makassarisch oder Torajanisch) als Umgangssprache. Die Englischkenntnisse der Bevölkerung sind oft sehr schlecht, bzw. gar nicht vorhanden. Selbst in touristischeren Regionen (Sengkang oder Bira) kann es vorkommen, dass nicht mal im Hotel alle Angestellten Englisch beherrschen. In ländlichen Regionen gibt es oft niemanden, der Englisch spricht. Daher sollte man versuchen etwas Bahasa zu lernen. Die Sprache per Se ist sehr einfach und es wird von den Einheimischen sehr honoriert, wenn man versucht mit ihnen in indonesisch zu kommunizieren. Einen guten Sprachführer gibt es z.B. im Reiseknowhow Verlag. Eine gute Hilfe sind oft die Mietwagenfahrer (wenn sie Englisch sprechen), diese helfen bei der Kommunikation weiter.

Sanitäre Anlagen

[Bearbeiten]

Toiletten gibt es in allen Restaurants, Warungs und Tankstellen. Diese darf man auch oft (wenn man z.B. nicht dort isst) gegen eine geringe Gebühr (ca. 5.000 Rp / 0,33 Euro) benutzen. Man sollte sich jedoch nicht zu viel erwarten, die Toiletten sind oft (auch in sauberen Restaurants) sehr dreckig und heruntergekommen. Toilettenpapier ist selten vorhanden, daher sollte man selber welches dabei haben, genauso wie Desinfektionstücher. Selbst in besseren Hotels (mit Sitztoiletten und Toilettenspülung) gibt es Toilettenpapier nur auf Anfrage. Die Einheimischen verwenden dazu den Wasserschlauch neben der Toilette. Außerdem gibt es selten Sitztoiletten, sondern meistens Hocktoiletten. Auch eine Toilettenspülung existiert so gut wie nie, zum Hinunterspülen steht ein großer Eimer mit einer Schöpfkelle bereit. In sehr einfachen Unterkünften gibt es manchmal keine Dusche, sondern ein sogenanntes "Mandi". Hierbei handelt es sich um ein gemauertes Becken, mit einer großen Schöpfkelle in der Ecke, dass mit Wasser gefüllt ist.

Literatur

[Bearbeiten]
  • Moritz Jacobi/Mischa Loose/Christian Wachsmuth, Stefan Loose Reiseführer Indonesien: Von Sumatra Bis Sulawesi, DuMont Reiseverlang, 2012; ISBN 978-3770167036.
[Bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten]
  1. Horst Gründer/Peter Johanek, Kolonialstädte, Europäische Enklaven oder Schmelztiegel der Kulturen?, Lit Verlag, 2001, S. 111
  2. Michael Pearson (Hrsg.), Trade, Circulation, and Flow in the Indian Ocean World, Palgrave Macmillan, 2015, S. 166
  3. Peer, Mathias: Noch gibt es Alkohol – aber nur heimlich. In: Welt, Samstag, 7. Juli 2007.
Vollständiger Artikel
Dies ist ein vollständiger Wikivoyage-Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.