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Makassar

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Stadtzentrum nahe Karebosi, Jalan Sudirman
Stadtzentrum nahe Karebosi, Jalan Sudirman
Makassar
Provinz Sulawesi Selatan
Einwohner ca. 1,2 Mio (2015)
anderer Wert für Einwohner auf Wikidata: 1651146 Einwohner in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen
Höhe
15 m
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Sulawesi, Indonesien
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Makassar

Makassar, für einige Zeit aus politischen Gründen Ujung Padang genannt, gilt als Hauptstadt der Insel Sulawesi, Indonesien. Sie ist eine der größten indonesischen Städte (Einw.-Zahl nach Quelle schwankend von 1,2 bis 1,6 Mio. Stadtbezirk) und Tor nach Ost-Indonesien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt entstand im Mittelalter als Hauptort lokaler Kleinkönigreiche, die aus dem Orient islamisiert wurden. Sie wurde im 16. und 17. Jhd. von europäischen Seemächten kolonisiert, zunächst von Portugiesen, die den bis dato gebräuchlichen Namen Macáçar einführten. Von der historischen Stadt ist kaum noch etwas zu sehen, mit etwas Glück findet man allenfalls einige wenige holländische Kolonialbauten aus dem frühen 20. Jhd. in eher tristem Zustand.
Heute ist Makassar eine großzügig angelegte Stadt mit protzigen Neubauten und breiten Hauptstraßen, die fast alle nur motorisiert nutzbar sind. Gleichwohl pedalieren noch anachronistische, gammelige Fahrradrikschas durch die Stadt. Visuell prägend ist auch der typisch indonesische Propagandastil, für den Makassar viel Fläche bietet.
Die Stadt zeichnet sich durch eine sehr gute touristische Infrastruktur aus, besitzt jedoch selbst kaum relevante Sehenswürdigkeiten. Für die meisten ausländischen Besucher ist sie Durchgangsstation zu den Tauchrevieren oder weiteren indonesischen Inseln wie Flores, die Molukken oder Papua (Indonesien).
Die Stadtregierung bemüht sich seit Jahren intensiv, Makassar ein eigenes weltstädtisches Profil zu geben.
Makassar wirkt auf den ersten Blick zwar recht westlich, ist jedoch unzweifelhaft eine islamisch geprägte Stadt. Der Besucher, der länger als 1, 2 Tage verweilt, wird es schnell merken.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der direkteste Weg nach Makassar. Der Sultan-Hasanuddin-Flughafen wird von allen indonesischen Inlandsfluglinien angeflogen und besitzt außerdem Direktverbindungen nach Singapur und Kuala Lumpur. Diese sind teurer, aber bequemer als Inlandsflüge der Billigairlines mit Umstieg in Jakarta. Der Flughafen ist modern und großzügig anlegt und für indonesische Verhältnisse gut organisiert. Er wird überwiegend mit kleinen Mittelstreckenjets wie A320-200 bedient. Das Passagieraufkommen ist hoch.
Taxitransfer in die Stadt sollte 150.000 IDR nicht überschreiten. Preis ist unbedingt vorher zu fixieren. Straßenmaut von etwa 20.000 IDR kommt noch obendrauf. Chaotische Taxi-Werber.
Es gibt auch Busse um 30.000 IDR.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der Fährhafen von Makassar ist wichtiger Knotenpunkt für die nationalen PELNI-Fähren. Mehrere Schiffe laufen Makassar auf ihren Rundkursen an. Verbindungen gibt es nach Java (Surabaya/Tanjung Perak - Jakarta/Tanjung Priok), Kalimantan (Borneo), Flores, Papua u.a. Darüberhinaus zahlreiche inselinterne Verbindungen u.a. Bitung (bei Manado), Luwuk, Palu, östlich vorgelagerte Inseln Bau-Bau, Banggai u.a.
Die Fähren sind das althergebrachte preisgünstige Verkehrsmittel für einfache Leute. Die Mittelschicht ist zu den Billigfliegern übergelaufen. Kabinen sind meist teurer als die Kurzflüge, die Sauberkeit läßt sehr zu wünschen übrig, aber es gibt Livemusik im 1.-Klassespeisesaal (man kommt besser nach der Musik). Die Fähren sind in keiner Weise auf die Nutzung durch ausländische Touristen angelegt, obwohl dies hin und wieder geschieht.
Anreise per Fähre kommt u.a. für Fahrradfahrer in frage, für Fahrräder ist der Lufttransport umständlich und teuer. Motorfahrzeuge aller Art können von den PELNI-Fähren nicht transportiert werden, ausgenommen E-Bikes. Die Lagerung des Fahrrads erfolgt in diebstahlgefährdeter Weise.

PELNI-Fähre KM Sinabung, die Makassar regelmäßig anfährt.

Das 1 Stadtbüro der PELNI (5° 8′ 27″ S 119° 24′ 51″ O) befindet sich Nähe Karebosi an der Jalan Sudirman, westliche Seite. Geöffnet auch nachmittags bis 15.00 Uhr, eine Seltenheit bei PELNI. Am Hafen keine Karten !

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Eine Anreise mit dem Bus wird wohl kaum in frage kommen, eher eine Weiterreise. Busse gibt es vor allem nach Tana Toraja (Rantepao) im Gebirge der Provinz Sulawesi Selatan. Ebenfalls nach Pare-Pare und Palu im Westen, Palopo in der Inselmitte. Nach Tana Toraja tun Tabletten gegen Reiseübelkeit gute Dienste.
Für weiter entfernte Ziele im Norden werden ebenfalls Verbindungen angeboten, aber aufgrund der teilweise schlechten Straßenverhältnisse, Altersschwäche und Rustikalität der inselweit eingesetzten Busse und nicht zuletzt der tagelangen Reisezeit sind diese Verbindungen nicht empfehlenswert. Besser nach Manado oder Gorontalo ist das Flugzeug. Für Orte, die über keinen größeren Flugplatz verfügen, bieten sich oft die PELNI-Fähren an.
Die Busterminals Litha, Bintang Prima und Daya liegen in dieser Reihenfolge an der alten Hauptstraße von Makassar nach Pare-Pare (nicht an der neuen Mautautobahn). Daya schon weit außerhalb der Stadt einige km südlich des Flughafens. Erreichbar per Taxi. Pete-Pete/Microlet nur für sprach- und milieu-feste, kleine Teilnehmer machbar oder mit örtlichem Helfer.
Desweiteren gibt es das Bustermimal Malengkeri im Süden der Stadt nahe der Hauptstraße in Richtung Süden, Jeneberangfluss. Hier fahren Kleinbusse nach Bira (Strand und Tauchbasis ganz im Süden). Bei Kauf des Tickets im Reisebüro auf den Abfahrtsbusbahnhof achten.

Mobilität[Bearbeiten]

öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Es gibt 3 neue Buslinien mit dem schönen Namen Trans Mamminasata, die für Touristen aber wenig bringen. In der Stadt sind die Busse nicht auszumachen. Das System soll ausgebaut werden.
Den Löwenanteil des öffentlichen Verkehrs bestreiten private Minibusse namens Pete-Pete im Hop-on-hop-off-Verfahren ähnlich wie in vielen Schwellenländern. Sie verstopfen vor allem den Straßenrand und bringen mit ihrem ungeschriebenen Haltestellensystem und Bezahlung nach Nase Touristen nichts. Kein Englisch. Zudem sind die Gefährte eng und schmuddelig. Mit kundiger Begleitung jedoch möglich.

Straßenszene mit Pete-Pete.

zu Fuß[Bearbeiten]

Fußgänger haben kein Geld, also lohnen sich Gehwege nicht. So denkt man in der Weltstadt Makassar, die ausschließlich motorisiert erschließbar ist. Touristen hat man hierbei allerdings vergessen.
An den Hauptstraßen, wo es Relikte öffentlicher Gehwege gibt, sind diese von parkenden Fahrzeugen, Baustellenzubehör und auf der Straße gelagerten Gegenständen oft bis in die Fahrbahn völlig verstellt. Wo noch etwas Platz für fußläufige Teilnehmer wäre, sieht man die zahlreichen offenen Schachtlöcher 1 Stockwerk tiefer und die in völliger Auflösung begriffenen Gebirge von Gehwegplatten zwischen Sand und Dreck der nie gekehrten Straßenränder. Alles liegt auch voll Verpackungsmüll.
Vom rasenden Motorrollerverkehr wird der auf der Fahrbahn sich durchkämpfende Fußgänger von vorne und hinten ständig an den Rand gedrängt.
Man sieht auf den großen Straßen auch kaum einen Fußgänger.
Auslauf haben diese lediglich am Vorhof der großen Geschäfts- oder Behördengebäude und der ist oft nicht mal öffentlich. Etwas mehr tippeln dürfen die Fußgänger in den großen Shopping-Malls, die allesamt nur mit motorisierten Fahrzeugen erreichbar sind, sogar ein Fahrrad zieht eine sofortige Zufahrtssperre auf sich. Kilometer machen kann man in den Einkaufszentren aber viele.
Geregelte Fußgängerüberwege gibt es überhaupt nicht, wer allen Ernstes zu Fuß über die Magistralen der Stadt will, muss sich mutig bei Rot vor den haltenden Autos vorbeischieben, wobei sowohl linksabbiegend nie Rot gilt (Linksverkehr) als auch im Gegenverkehr laufend einbiegende Fahrzeuge einfahren - das Überqueren der Straße ist ein Kunststück wie in Kairo.
Verkehrsregelnde Polizisten lassen Fußgänger ebenfalls auf eigenes Risiko an ihren Phasen vorbeifließen. Zum Glück ist das Tempo in der Stadt meist niedrig.
Man kann zu Fuß gehen in Makassar als nahezu unmöglich bezeichnen.

Taxi[Bearbeiten]

Taxis sind leicht zu bekommen, am besten telefonisch bestellen lassen. Abgerechnet wird nach Taxameter zu günstigen Preisen. Betrogen wird hauptsächlich auf der Flughafenstrecke (max. 150.000 IDR, 2017).

Bentor[Bearbeiten]

Motorrikscha: Bejak Motor

Einfach mal schnell eingestiegen

Wer Ziele in den Stadtteilen erreichen möchte und über kein eigenes Verkehrsmittel verfügt, kann sich eines der nun auch in Makassar verbreiteten Bentors nehmen und so viel von der Stadt sehen. Man sitzt sozusagen auf dem Kühler, der Fahrer hinten. Aber keine Angst, gefahren wird wie allgemein im Stadtverkehr recht langsam. Gut für 2 Personen vorn. In anderen Städten werden oft 4 Passagiere kutschiert.
Leider ist festzustellen, daß die Fahrer Touristen gnadenlose Abzockerpreise ums 2- oder 3-fache des entsprechenden Taxipreises (die haben Taxameter) abnehmen. Jüngere Fahrer sind beim Abziehen weniger agressiv. Den Preis falls möglich vorher aushandeln und in Euro kalkulieren. Eine einstündige Bentor-Tour für 2 sollte keinesfalls über 60.000 IDR kosten (2017). Kurzstrecken 10 Minuten nicht mehr als 10.000. Mit der Zeit bekommt man ein Gespür für den Preis. Unverschämte Fahrer nicht beauftragen. Der Ton ist rauh.

Bejak[Bearbeiten]

Die Fahrradrikscha dagegen ist meist schmuddelig wie ihr Fahrer. Nur etwas für Touristen, die das Ganzunten auslutschen wollen. Nur für 2 sehr schmale Teilnehmer. Bejakfahrer lungern an jeder Straßenecke und machen zu Fuß ihr Glück suchende Fremde lautstark und unverschämt an. Man muß sich das nicht gefallen lassen und kann zur Unterhaltung der Bejaks einfach zurückbrüllen.

Roller[Bearbeiten]

Wer einen für die jeweilige Fahrzeugklasse passenden internationalen Führerschein dabei hat (Leichtkraftrad passt für die meisten Roller, Klasse B jedoch nicht), Erfahrung mit Motorrad im Stadtverkehr hat, Linksverkehr hinbekommt und robust ist, kann sich einen Roller leihen, wenn er für mehrere Tage in der Stadt ist und damit im Verkehr mitschwimmen. Diese Art der Mobilität ist angepasst und vielseitig. Man muss aber zu äußerst zurückhaltender Fahrweise raten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pantai Losari
Makassar Sulawesi Pantai Losari.jpg

Angelegter Uferpark mit Essen und Vergnügung - kein Strand. Ist der Selfie-Point Makassars, also nichts wie hin!

  • Fort Rotterdam

Das hafennahe Fort aus der niederländischen Kolonialzeit bietet visuell wenig und erhält auch viele enttäuschte Reviews. Kann man auslassen.

  • Monumen Mandala Pembebasan Irian Barat, Karebosi
Monumen Mandala (bei Karebosi Park)

Bei diesem kruden Sieges-('Befreiungs')monument im typisch indonesisch-sozialistischen Propagandastil der Nachkriegsjahre handelt es sich weniger um eine Sehens- als um eine unübersehbare Merkwürdigkeit mitten in der Innenstadt. Eine Betonfackel in Hochhaushöhe. Es wurde anläßlich des 'Sieges' auf der 2000 km östlich gelegenen Insel Papua errichtet, wovon 1969 nach langjähriger militärischer Intervention von Makassar aus die westliche Hälfte endgültig zu Indonesien kam, die östliche Hälfte wurde 1975 ein eigener Staat.
Die Säule ist begehbar, wenn auch in sehr schlechtem Zustand. Wer kein Hochhaushotel bewohnt, kann hier versuchen, einen Blick von oben auf die Stadt zu werfen.
Ein Abriss ist absehbar.

  • Upperhills Convention Hall, Tanjung Bunga
Upperhills Convention Hall (Beton-Neubau)

Auch dieses ins Auge stechende Bauwerk ist mehr Merk- als abhakenswerte Sehenswürdigkeit. Nähe Trans Studio Mall.
Neu errichtetes von außen eklektizistisches Convention Center (überwiegend für pompöse Heiraten) in einem Stil, der bei der Mittel- und Oberklasse Indonesiens, wie generell in fortgeschrittenen islamischen Ländern sehr beliebt ist.
Innen überbordend fantastisch dekoriert. Glücklich, wer hierher einmal eine Einladung ergattert, aber anstrengend dürften die Stunden in diesem Plüsch-, Gold- und Glitzerparadies wohl werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Windowshopping in den großen Malls

In Ermangelung eines eigenen Verkehrsraums für Fußgänger ist das fußläufige urbane Leben in den großen Shopping-Malls konzentriert. Diese bieten konsumorientierte Unterhaltung in vollklimatisiertem Rahmen von Luxus-Marken über Kaufhauskram bis zu Tech-Meilen. Siehe Einkaufen. Die Malls richten sich an mittelständisches Publikum. Wer es an entsprechenden äußeren Attributen mangeln läßt, darf sich auf ziemlichen Ärger mit der Security einstellen. Auftritte mit dem Fahrrad beispielsweise werden der Unterschicht zugerechnet. Ebenfalls das Einschleppen von großen Gepäckstücken. Kleidungsmäßig läßt man westlichen Touristen dagegen vieles durchgehen. Schleier muss nicht übergeworfen werden, um einen ebensolchen zu erwerben.

  • Bentor-Fahrt durch die Stadt

(Bentor = Bejak Motor: Motorradrikscha / alternativ Becak-Fahrt)
siehe unter Mobilität, Bentor / Bejak

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Geld

läßt sich an aberhunderten Automaten in Makassar leicht beschaffen.
An mit großen Leuchttransparenten beworbenen internationalen Geldautomaten, erkennbar an den einschlägigen Logos, lässt sich mit Kreditkarte und fast immer auch mit der Maestro-Bankkarte Geld ziehen. Die Funktionsfähigkeitsrate der Maschinen ist sehr hoch, allerdings gibt es Banken, die grundsätzlich nicht am internationalen Zahlungsverkehr für Privat teilnehmen, wie die Bank Sulsel. Entsprechend haben die Transparente für diese Maschinen keine Logos der internationalen Kreditkartenfirmen.
Ein Problem stellt dar, dass die Geräte oft nur Kleinbeträge anbieten, was bei Kreditkarten zu hohen Abhebegebühren pro Vorgang führt. Man muss dann in ein Menü für manuelle Betragseingabe und sein Glück versuchen. Man sollte nur Automaten beauftragen, wenn sie mindestens 2 Millionen Rupien bieten (Juli 2017 ca. 130 €). Ansonsten abbrechen und beim Nachbarn ein neues Spiel. Maximal sind 3 Mio. pro Vorgang zu holen, etwa bei der Maybank (gelbes Logo), die den Betrag schon im Menü anbietet. Mandiri und BNI bieten meist bis 2,5 Mio. bei manueller Eingabe.

  • Wechselstuben

Nur ganz wenige Banken wechseln noch Devisen. Am Werbetransparent steht dann 'Money-Changer' (z.B. Mandiri). Es hat keinen Sinn, alle möglichen Filialen abzuklappern. Man handelt sich auch immer viel Tam-Tam mit dem nicht englisch sprechenden Sicherheitsdienst ein.
Getauscht wird hauptsächlich US-Dollar, aber man kann Euro oder Franken mal anfragen.
Eine bessere Tauschmöglichkeit sind Wechselstuben/Money-Changer, die man über Google Maps findet, oder man fragt im Hotel. Die nehmen alle wichtigen Währungen aus dem asiatischen, europäischen und amerikanischen Raum. Die Kurse sind in Ordnung.

  • Shopping

Dieses findet in Makassar gern in den großen Malls statt.
Spezielle Dinge kann man auch in den tausenden kleinen Tokos bekommen, die sich über die ganze Stadt verteilen. Auffinden und Erreichen des passenden Toko wenn es gerade geöffnet ist, ist jedoch eine elende Sysiphosarbeit. Dinge für westlichen Bedarf findet man doch eher in den Malls.

  • Trans Studio Mall

Europäische Luxus-Waren und einheimische gehobene Geschäfte, Buchhandlung, Gastro. Teuer. An der Küste im Süden der Stadt.

  • Mall Ratu Indah

Gehobene Geschäfte, Buchhandlung Gramedia (entspricht etwa Thalia), Supermarkt, Gastro. Teuer. An der zentralen Jalan Sudirman südlich des Zentrums.

  • MTC Karebosi mit Ableger Karebosi Link

Im MTC ausschließlich Tech-Schnickschnack inkl. Service-Etage für Handy, Basement Ramschläden, im durch einen Maulwurfgang verbundenden Karebosi Link auf der anderen Seite der Stadt-Magistrale Klamotten für die Muslima und Carrefour Hypermarché. Direkt im Stadtzentrum bei der Betonfackel (Turmmonument).

  • Panakkukang Mall

Riesiges ramschiges Hallenensemble in einem Stadtteil. Billig, stark frequentiert, sehr unübersichtlich. Hier zu Weihnachten rein (Idul Fitri) und man weiß, wie die Hölle wirklich aussieht. Kaufhaus, Wohnartikel, Supermarkt uvm.

Es gibt noch weitere kleinere Malls und den gerade (2017) im Umbau befindlichen Pasar Sentral nördlich des MTC Karebosi. Dieser ist teilweise unglaublich dreckig und überfüllt, wie in Afrika.

Küche[Bearbeiten]

Die gute Nachricht:
Das Essen in Makassar ist generell gut und meist reichlich.
Es gibt aberhunderte Lokale, die besseren heißen RM Rumah Makan oder Restoran. Aber auch im Warung bekommt man gute Gerichte.
Ein Schwerpunkt in Makassar ist Seafood, das man unbedingt mal ausprobieren sollte. Einfache Seafoodgerichte wie Nasi oder Pasta Seafood enttäuschen allerdings oft, besser ist die Wahl kompletter Tiere wie Ikan Barat (Fisch gebraten), Udang (Garnelen) oder Riesenkrebse.
Ebenfalls sehr gut sind Suppen und Eintöpfe wie Coto Makassar oder Sop Sodara.
Die Lokale unterscheiden sich sehr in Auswahl und vor allem im Service. Es gibt RMs, die so stark auf einheimisches Publikum spezialisiert sind, dass selbst der fortgeschrittene Tourist mit der Bedienung nicht klarkommt, weil die es nicht will. Genauso gibt es einfache Lokale, in denen der Order nice & easy über die Bühne geht.
Mitunter werden komplizierte matrixartige Formulare mit hunderten Kombinationsmöglichkeiten in indonesisch und unübersetzbarer lokaler Gastrosprache vorgelegt. Indonesien hat Freude an der Bürokratie, auch beim Essen.

  • Gebäck

Desweiteren existiert in Makassar infolge der niederländischen Kolonialzeit eine stark ausgeprägte Bäckerei-Kultur, die nicht nur die an den ulkigen Werbetürmen mit drehender Windmühle zu erkennende Kette Holland Bakery in der ganzen Innenstadt umfasst. Es gibt zahllose luxuriösere und kleinere Bäckereien, die man erstmal entdecken muss. Spezialität sind niederländisch überkommene Backwerke wie saftiges Hefegebäck sehr süß, aber gern auch sehr scharf mit Wurst, Cheesecake und Marmeladentorten, auch knallbunte Cupcakes, Petit Fours und Schichtkuchenschnitten verschiedener Machart. Volles Programm.
Chinesische Bäckereien, etwa in der Jalan Lasinrang, bringen zusätzlich zu recht gelungenem holländischem und indonesischem Backwerk (z.B. warme Teigtaschen mit Füllung) farbenfrohe Schicht- und Formpuddinghäppchen. Diese verderben schnell.

Mittel[Bearbeiten]

  • New Seafood, Jalan Arief Rate bei Pos Polisi

Das große Lokal hat ab morgens geöffnet und bietet eine riesige Auswahl von Seafood- und anderen Speisen auf bebilderter Karte. Große Portionen, auch ansprechende Nasi- (Reis) und Pastagerichte. Preise 30 - ca. 80.000 IDR pro Hauptgericht. Geringe Englischkenntnisse, aber Wille , auch westliche Touristen zu bedienen. Kann sehr voll sein (Gruppen, auch mittags), nicht klein und gemütlich. Kein Alkohol!

Nachtleben[Bearbeiten]

Es gibt einige Karaokebars sowie geschlossene Veranstaltungen in Hotels, an denen die Angehörigen der Mittelschicht gern und oft teilnehmen (auch hier steht Karaoke im Zentrum der Darbietungen). Ansonsten findet das Nachtleben seinen Niederschlag im Adhān um halb fünf morgens.

  • Alkohol:

Gibt es nicht im Straßenverkauf und die Frage nach einem Bier gilt als unschicklich. Alkoholische Getränke sind in den internationalen Kettenhotels und einigen wenigen größeren lokalen Hotels erhältlich, Man sieht von außen nicht, in welchen. Ebenfalls in einigen Karaoke-Bars mit 'Bintang'-Ausstellschild.
Wer ein tägliches Bier braucht, sollte gleich in einem Haus mit integrierter Bar vor Anker gehen. Wein findet man kaum, gelegentlich Spirituosen.
Makassar ist eine im wesentlichen enthaltsame Stadt, deren Einwohner mit diverser Zuckerplörre glücklich sind. Absolut alkoholfreie süßliche Bierimitate gibt es an jeder Ecke zu kaufen. Richtig gesellschaftsfähig sind sie auch nicht.

Ein großes Beer (0,66 l) kostet je nach Vornehmheit des Restaurants umgerechnet 3,50 -4,50 €, was teurer ist wie ein Hauptgericht. Zu den auf der Karte angegebenen Preisen (meist 50 - 55.000) sind nochmal etwa 20 % Zuschläge zu rechnen, ein verbreiteter Auszeichnungstrick.

Unterkunft[Bearbeiten]

Makassar besitzt als Oberzentrum Ostindonesiens eine sehr große Zahl von Unterkünften. Die meisten richten sich an Inlandstouristen bzw. -Geschäftsreisende. Davon sind jedoch viele durchaus qualitätsvoll. Allerdings schwankt die gebotene Zimmer- und Servicequalität unabhängig vom Preis stark.
Es ist daher unbedingt anzuraten, das Zimmer vor Buchung zu besichtigen, bzw. Reviews der einschlägigen Bewertungsportale zu studieren, am besten die von westlichen Reisenden. Die internationalen Kettenhotels bieten eine konstante Qualität.
Aufgrund der hohen Bettenkapazität sind die Zimmerpreise in Makassar bei um Längen besserer Qualität deutlich niedriger als in den Provinzen Sulawesis, insbesondere in wenig erschlossenen Gebieten. Zur Verkaufsförderung werden exzessiv 'Promo-Rates' eingesetzt, die oft auf Schriftbandanzeige beworben werden und in sehr schwachen Zeiten durchaus 50% Nachlass erreichen können.
Auch der Budget-Traveller sollte daher in Makassar keine Schwellenangst haben und einfach mal an der Rezeption fragen. Mit etwas Glück erhält man 4*-Luxus für umgerechnet 30 €, ein ausgezeichnetes 3*-Haus ist manchmal für unter 20 € zu bekommen. Die Hotels sind verpflichtet, eine Preisliste mit dem aktuell gültigen Zimmerpreis auszulegen. Gerade kleinere halten sich manchmal nicht daran.
Falls Interesse an einem nichtrabattierten Zimmer besteht, lohnt es sich mitunter, zu handeln, allerdings sollte das Haus dann unausgelastet sein (sehr häufig der Fall).
Zimmerpreise sind immer auf alle Betten bezogen, in der Regel Doppelzimmer. Der Einzelreisende hat dann Anspruch auf Leistungen für 2 Personen, z.B. Flaschenwasser und Frühstück, d.h. man kann zum Frühstück (meist Büffet) noch jemand einladen. Bzw. Reisen für 2 Personen ist in Makassar wie auch in anderen Landesteilen mit vielen Hotels sehr günstig.
Ein Nachteil des Logis in Makassar:
In der Hotelgegend östlich des Pantai Losari (viele Hotelhochhäuser), wird um 4.30 von diversen Moscheen aus ein äußerst lautstarker bis zu 45 Minuten langer Adhān gesendet, der sich nicht überschlafen lässt (nicht nur freitags). Schallschutzfenster bieten allenfalls Ketten- und ****-Häuser.
Ebenfalls muss betont werden, dass ein großer Teil der lokal ausgerichteten Hotels islamisch geführt wird, d.h. Alkohol ist nicht erhältlich, selbst wenn dort Bier gelegentlich auf der Karte auftaucht (siehe Nachtleben).
In vielen Hotels geht es dennoch lebhaft zu, da diese intensiv als Convention-Center zu abendlichen oder ganztägigen Feiern mit viel Karaoke genutzt werden, womit sich die Häuser finanzieren. Vorsicht vor Zimmern unter oder über Sälen.

Mittel[Bearbeiten]

  • 1 LA'RIZ, Jalan Lagaligo. Tel.: +62 (0)89508736144, E-Mail: . Indonesisches kleineres Kettenhotel in 3-4-Sterne -Qualität in einer Seitenstraße der zentralen Jalan Sudirman. Parkplatz, geöffnetes Resto mit Bierausschank, Bar, schöne Dachterasse mit toller Aussicht. Kleine Zimmer ('Superior') mit Balkon und A/C, gepflegt, modern-internationaler Stil. Preis: ca. 300.000 IDR inkl. Frühstück Walk-In (Rezeptionspreis), schwankend nach Tagespromo, Tagespreis ist fix.
  • 2 Favor Hotel, Jalan Lasinrang. Tel.: +62 411 8111 805. Indonesisches kleines Kettenhotel auf 3-Sternniveau. Enge Straße, jedoch mit Parketage, Swimmingpool. Nähe Jalan Sudirman. Preis: ca. 300.000 IDR Walk-In je nach Tagespromo.

Sicherheit[Bearbeiten]

Makassar ist eine sichere Stadt, auch nachts. Gleichwohl können kleine Diebstähle vorkommen. Westliche Touristen gelten eben weltweit als beklauenswürdig. Man sollte Dieben so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten. Wenn es passiert ist: Handelt es sich um geringwertige Dinge, diese schnellstens abhaken. Bei größeren Verlusten ist eigener Einsatz zur Wiederbeschaffung gefragt. Die örtliche Polizei hat oft wenig Neigung, daraus einen Fall zu machen. Gleichwohl ist man Mensch und tröstet.
Roller fahren in der Stadt sollten nur Teilnehmer, die im Besitz des passenden Führerscheins sind, die das Fahrzeug auch daheim im Verkehr beherrschen und sich Linksverkehr zutrauen. Unfälle Ungeübter sind häufig. Der Rollerverkehr in der Stadt ist gnadenlos.

Gesundheit[Bearbeiten]

Makassar besitzt ein reichhaltig gegliedertes, leistungsfähiges Gesundheitswesen von der Großklinik (Rumah Sakit = Krankenhaus, Spital) bis zur Kleinpraxis (Praktek Dokter), dazu hunderte Apotheken (Apotek).
Zahnarzt: Dokter Gigi.
Wer sich auf einem längeren Inselaufenthalt etwas eingefangen hat, für den ist Makassar der beste Ankerpunkt auf Sulawesi, sofern der Behandlungszeitpunkt noch steuerbar ist.
Empfehlenswert sind kleinere Polikliniken, die mehrere Fachpraxen mit Notfallbehandlung, Krankenstation und Apotheke unter einem Dach vereinen. Dort wird einem schnell und freundlich geholfen. Ärzte sprechen oft gut Englisch, sind aber am Anfang damit wie alle Indonesier etwas schüchtern. So kann man sich über die Anamnese gut verständigen. Auch das Sprechstundenpersonal wird etwas Englisch verstehen.
Die Therapie ist recht bodenständig, es wird mit Medikamenten behandelt, die dieselben Wirkstoffe und Dosierungen enthalten, wie europäische Therapeutika, aber die heimische Lieblingsmarke kann natürlich in Indonesien nicht geliefert werden. Genauso wie es in einer Arztpraxis Makassars noch etwas rustikal aussehen kann, ohne daß das medizinische Personal deswegen weniger qualifiziert wäre.
Medikamentenfälschungen sind in den integrierten Apotheken kaum zu befürchten. Die Kosten für Behandlungen und Medikamente sind gering, allerdings immer zum Ende des jeweiligen Arztbesuchs bar oder mit Kreditkarte zu zahlen. Es wird immer ein Beleg ausgegeben.

Makassar ist Malaria- und Dengue-frei, man sollte dennoch auf Schutz vor Mosquitostichen achten, d.h. geschlossene Fenster nachts bzw. Mosquitogaze. Netze sind in Makassar unüblich. Fallweise Chemoabwehr, die überall in den Supermärkten erhältlich ist, bzw. vom Hotel übernommen wird, genügt. Die Mückenaktivität tags ist gering.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Kantor Pos (Post)

Post oder Paketsendungen von Makassar nach Europa auf den Weg zu bringen, kann ganz schön anstrengend und auch teuer sein. Für Briefe wird man gleich auf den EMS-Dienst verwiesen, mit dem eine Postkarte im Umschlag (Postkarten sind in der Stadt übrigens nicht mehr erhältlich) schon umgerechnet 15 € kosten kann. Große Umschläge durchaus ca. 25 €.
Es gibt deutlich günstigere Seepost, falls die Sendung viel Zeit hat. Nach Europa ist sie dann 2 Monate unterwegs.
Das Hauptpostamt an der Jalan Selamet Riyadi (Nähe Fort Rotterdam) ist nicht empfehlenswert. Es gibt Wartenummern, die nur sehr schleppend abgearbeitet werden. Ohne weiteres kann man selbst bei halbleeren Bänken 1 Stunde sitzen, nur um dann nach Ende der Sprechstunde wegen fehlender Formulare erneut in die Warteschleife geschickt zu werden. Extralange Öffnungszeiten: 8.00 bis 20.00 Uhr, verkürzt auch Sonntags.
Eine flotte Erledigung aller Postangelegenheiten mit oft überraschend guter Beratung in Englisch bieten dagegen die Stadtteilpostämter, die man per Taxi, Bentor oder mit eigenem Verkehrsmittel (so vorhanden) erreicht. Achtung: diese haben nur vormittags bis 14.00 Uhr geöffnet, sonntags nicht. An der Jalan Veteran gibt es 2. Das südlichere 1 Kantor Pos Mamajang, Jalan Onta Baru (westlich der Jalan Veteran Selatan). bietet sehr guten unkomplizierten Service fast ohne Wartezeit, mit reichlich Parkplatz. Viel Erfolg.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Bira

Wer Lust auf Strand hat, sollte sich ins etwa 200 km entfernte Bira aufmachen. Bira ist nichts für ausgesprochene 0-Budget-Touristen und ist auch stellenweise schändlich vermüllt, aber das international geprägte Strand- und Dive-Leben ist cool und man hat die Auswahl zwischen preiswerten bis gehobenen Unterkünften. Mit Kleinbus oder selbstgechartetem Gefährt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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