Makassar
| Makassar | |
| Provinz | Sulawesi Selatan |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 1.338.663 (2010) |
| Höhe | 15 m |
Makassar | |
Makassar ist die größte Stadt der indonesischen Insel Sulawesi und Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi.
Hintergrund
[Bearbeiten]Der Stadtname 1 Makassar ist auf das makkasarische „mang kasara“ zurückzuführen, was die Eigenschaften der indigenen Makassaren als „stark, zuverlässig“ reflektiert. Die Stadt ist die viertgrößte in Indonesien.
Nach der Stadt ist die 140 km bis 290 km breite 1 Straße von Makassar benannt, die Sulawesi von Borneo trennt. Hier verläuft auch die zoografische 2 Wallace-Linie mit der Trennung in eine asiatische und australische Tierwelt, wobei letztere auf Sulawesi anzutreffen ist.
Heute ist das geschichtsträchtige Makassar eine großzügig angelegte Stadt mit markanten Neubauten und breiten Hauptstraßen, die fast alle nur motorisiert nutzbar sind. Gleichwohl fahren noch anachronistische, veraltete Fahrradrikschas durch die Stadt. Visuell prägend ist auch der typisch indonesische Propagandastil, für den Makassar viel Fläche bietet.
Geschichte
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In der Gegend lebten und leben heute die seefahrenden Buginesen und Makassaren. Die Stadt wurde 1365 erstmals urkundlich in dem Majaphait-Epos Negarakretagama (Sanskrit „Lehre vom Königreich“) erwähnt.[1] Im Jahre 1420 entstand der alte Hafen Pelabuhan Paotere, den bereits die Portugiesen vorfanden und sich in Makassar zwischen 1512 und 1665 etablierten. Der Portugiese Tomé Pires war 1512 der erste Europäer und beschrieb die von ihm als „Makassar“ (portugiesisch: Macaçar) bezeichnete Gegend als größere Inselgruppe mit über 50 Königreichen, deren Bevölkerung heidnisch, robust, kriegerisch und vor allem mit Piraterie befasst sei.[2]
Im selben Jahr 1512 verwandelte König Tumapa'risi' Kallonna die Stadt in einen einflussreichen Handelshafen, zu dessen Absicherung nach 1545 das Fort Benteng Ujung Pandang durch den 10. König von Gowa, I Manriwagau Daeng Bonto Karaeng Lakiung (1545-1565), errichtet wurde. Erst unter Admiral Cornelius Speelman konnte es 1686 fertiggestellt werden. Der holländische Seefahrer Wybrand van Warwijk beobachtete im August 1603 ein Schiff aus Makassar in der Nähe von Malakka, beladen mit Nelken, Muskatnüssen und Gewürzen.[3]
Zwischen dem 15. und 25. Mai 1607 hielt sich der niederländische Seefahrer Paulus van Solt in Makasssar auf. Wenige Monate später erfolgte am 9. November 1607 die offizielle Stadtgründung in Tallo, als beim Freitagsgebet die beiden Königreiche Gowa (unter König Tumamenang ri Gaukanna) und Talloq (König Karaeng Matoaya) den Islam als offizielle Religion proklamierten und die Gründung der Stadt ausriefen.[4] England errichtete hier 1613 einen Handelsposten, Spanien 1615, Dänemark 1618, Frankreich 1622 und Portugal 1641.[5] Die Stadt wurde zunächst nach der Festung Ujung Pandang („Ort der Pandanuspalme“) benannt, die Portugiesen bevorzugten weiterhin Makassar (portugiesisch: Macáçar). Die Niederländer eroberten Makassar am 19. Dezember 1666 durch Admiral Cornelis Speelman mit einer Flotte von 21 Schiffen und insgesamt rund 1.870 Mann (darunter 578 Soldaten) und benannten das von ihnen verstärkte Fort nun in Fort Rotterdam um. Nachfolgend kam es zum 1 Krieg um Makassar , der bis zum 14. Juni 1669 mit der Zerstörung von 2 Fort Somba Opu dauerte und die Holländer zum Sieger hatte. Nachfolgend unterwarfen die Niederlande die eroberten Inseln (vor allem Java, Sulawesi und Sumatra) ab 1816 ihrem Kolonialregime, das bis 17. August 1945 hielt. In dieser Zeit fand der Volksaufstand gegen die Holländer während des Java-Krieg 1825-1830 statt. Er wurde von dem charismatischen indonesischen Nationalhelden Pangeran Diponegoro angeführt, der am 28. März 1830 festgenommen und für 28 Jahre in die Verbannung nach Makassar gebracht wurde. Er verstarb am 8. Januar 1855 im Fort Rotterdam und wurde in der Nähe in der Begräbnisstätte 3 Pangeran Diponegoro beigesetzt.
Nicht nur die Herrscher über die Stadt wechselten häufig, sondern auch der Stadtname. Makassar wurde ab dem 14. September 1971 in Ujung Pandang umbenannt und erhielt am 13. Oktober 1999 wieder den ursprünglichen Namen Makassar. Heute erinnert noch der Distrikt Makassar an die alte Geschichte.
Distrikte
[Bearbeiten]Makassar hat 15 Distrikte:
Klima
[Bearbeiten]Makassar liegt in den Inneren Tropen. Das bedeutet ganzjährig konstant hohe Tagestemperaturen deutlich über 30 °C, nachts kühlt es selten unter 25 °C ab („Tropennächte“). Es regnet ganzjährig an 14-18 Tagen im Monat, von September bis November ist intensive Regenzeit. Entsprechend liegt die Trockenzeit zwischen Mai und August. Die Luftfeuchtigkeit in Makassar ist das ganze Jahr über konstant hoch und schwankt meist zwischen 80 und 90 %. Tagsüber sinkt sie, bedingt durch die Sonneneinstrahlung, auf maximal 80 %, nachts steigt sie bis auf 95 % an.
Reisevorbereitung
[Bearbeiten]Beste Reisezeit ist die vom Ostmonsun begünstigte Trockenzeit zwischen Mai und August. Wegen der wenigen Sehenswürdigkeiten ist Makassar kein eigenständiges Reiseziel, sondern die Ausflüge in den Norden der Insel Sulawesi sind von Bedeutung.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Der Flughafen 1 Sultan Hasanuddin International Airport (IATA: UPG) wird von allen indonesischen Inlandsfluglinien angeflogen und besitzt außerdem Direktverbindungen nach Singapur und Kuala Lumpur. Diese sind teurer, aber bequemer als Inlandsflüge der Billigairlines mit Umstieg in Jakarta.
Der Flughafen ist modern und großzügig anlegt und für indonesische Verhältnisse gut organisiert. Er wird überwiegend mit kleinen Mittelstreckenjets wie A320-200 bedient. Das Passagieraufkommen ist hoch. Der Taxitransfer in die Stadt sollte 150.000 IDR nicht überschreiten, der Preis ist unbedingt vor Fahrtantritt zu fixieren. Die Straßenmaut von etwa 20.000 IDR ist zusätzlich fällig. Nicht stören lassen sollte man sich von den chaotischen Taxi-Werbern. Es gibt auch Busse um 30.000 IDR.
Mit dem Schiff
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Der Fährhafen von Makassar 2 Port of Makassar ist wichtiger Knotenpunkt für die nationalen PELNI-Fähren und Kreuzfahrtschiffe. Mehrere Schiffe laufen Makassar auf ihren Rundkursen an. Verbindungen gibt es nach Java (Surabaya/Tanjung Perak - Jakarta/Tanjung Priok), Kalimantan (Borneo), Flores, Papua u.a. Darüber hinaus zahlreiche inselinterne Verbindungen u.a. Bitung (bei Manado), Luwuk, Palu, östlich vorgelagerte Inseln Bau-Bau, Banggai u.a.
Die Fähren sind das althergebrachte preisgünstige Verkehrsmittel für die Unterschicht. Die Mittelschicht ist zu den Billigfliegern gewechselt. Kabinen sind meist teurer als die Kurzflüge, die Sauberkeit lässt sehr zu wünschen übrig, aber es gibt Livemusik im 1.-Klassespeisesaal. Die Fähren sind in keiner Weise auf die Nutzung durch ausländische Touristen angelegt, obwohl dies hin und wieder geschieht. Die Anreise per Fähre kommt u.a. für Fahrradfahrer in Frage, für Fahrräder ist der Lufttransport umständlich und teuer. Motorfahrzeuge aller Art können von den PELNI-Fähren nicht transportiert werden, ausgenommen E-Bikes. Die Lagerung des Fahrrads erfolgt in diebstahlgefährdeter Weise.
Das 3 Stadtbüro der PELNI befindet sich in der Nähe von Karebosi an der Jalan Sudirman No. 14, westliche Seite. Geöffnet mo-fr 09:00 bis 16:00 Uhr, sa bis 13:00 Uhr. Am Hafen werden keine Karten verkauft.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Nicht die Anreise, sondern die Weiterreise ist mit dem Bus möglich. Busse gibt es vor allem nach Tana Toraja (Rantepao) im Gebirge der Provinz Sulawesi Selatan. Ebenfalls nach Pare-Pare und Palu im Westen, Palopo in der Inselmitte. Nach Tana Toraja leisten Tabletten gegen Reiseübelkeit gute Dienste.
Für weiter entfernte Ziele im Norden werden ebenfalls Verbindungen angeboten, aber aufgrund der teilweise schlechten Straßenverhältnisse, Altersschwäche und Rustikalität der inselweit eingesetzten Busse und nicht zuletzt der tagelangen Reisezeit sind diese Verbindungen nicht empfehlenswert. Besser nach Manado oder Gorontalo ist das Flugzeug. Für Orte, die über keinen größeren Flugplatz verfügen, bieten sich oft die PELNI-Fähren an.
Die Busterminals Litha, Bintang Prima und Daya liegen in dieser Reihenfolge an der alten Hauptstraße von Makassar nach Pare-Pare (nicht an der neuen Mautautobahn). Daya schon weit außerhalb der Stadt einige km südlich des Flughafens. Erreichbar per Taxi. Pete-Pete/Microlet nur für sprach- und milieu-feste, kleine Teilnehmer machbar oder mit örtlichem Helfer.
Des Weiteren gibt es das Bustermimal Malengkeri im Süden der Stadt nahe der Hauptstraße in Richtung Süden, Jeneberangfluss. Hier fahren Kleinbusse nach Bira (Strand und Tauchbasis ganz im Süden). Bei Kauf des Tickets im Reisebüro auf den Abfahrtsbusbahnhof achten.
Mobilität
[Bearbeiten]Öffentlicher Verkehr
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Der 1 Trans Mamminasata ist ein Bus Rapid Transit (BRT)-System im Großraum Makassar (Makassar, Maros, Sungguminasa und Takalar), das vor allem noch Koridor 5 bedient, der den Universitätscampus Unhas in Gowa mit dem Unhas-Campus in Tamalanrea verbindet. Für touristische Zwecke ist die Trans Mamminasata derzeit ungeeignet.
Den Hauptanteil des öffentlichen Verkehrs bestreiten private Minibusse namens Pete-Pete im Hop-on-hop-off-Verfahren ähnlich wie in vielen Schwellenländern. Sie verstopfen vor allem den Straßenrand und bringen mit ihrem ungeschriebenen Haltestellensystem und Bezahlung pro Kopf Touristen nichts, Englisch wird kaum gesprochen. Zudem sind die Gefährte eng und schmuddelig. Mit kundiger Begleitung jedoch möglich.
Zu Fuß
[Bearbeiten]Gehwege gibt es in der stark motorisierten Millionenstadt kaum. An den Hauptstraßen, wo es Relikte öffentlicher Gehwege gibt, sind diese von parkenden Fahrzeugen, Baustellenzubehör und auf der Straße gelagerten Gegenständen oft bis in die Fahrbahn völlig verstellt. Wo noch etwas Platz für Fußgänger wäre, sieht man die zahlreichen offenen Schachtlöcher 1 Stockwerk tiefer und die in völliger Auflösung begriffenen Gebirge von Gehwegplatten zwischen Sand und Dreck der nie gekehrten Straßenränder. Alles liegt auch voll Verpackungsmüll. Vom rasenden Motorrollerverkehr wird der auf der Fahrbahn sich durchkämpfende Fußgänger von vorne und hinten ständig an den Rand gedrängt. Man sieht auf den großen Straßen auch kaum einen Fußgänger. Auslauf haben diese lediglich am Vorhof der großen Geschäfts- oder Behördengebäude, und der ist oft nicht öffentlich. Mehr Freiheit haben die Fußgänger in den großen Shopping-Malls, die allesamt nur mit motorisierten Fahrzeugen erreichbar sind, sogar ein Fahrrad zieht eine sofortige Zufahrtssperre auf sich. Geregelte Fußgängerüberwege gibt es überhaupt nicht, wer wirklich zu Fuß über die Magistralen der Stadt will, muss sich mutig bei Rot vor den haltenden Autos vorbeischieben, wobei sowohl linksabbiegend nie Rot gilt (Linksverkehr) als auch im Gegenverkehr laufend einbiegende Fahrzeuge einfahren - das Überqueren der Straße ist ein Kunststück. Verkehrsregelnde Polizisten lassen Fußgänger ebenfalls auf eigenes Risiko an ihren Phasen vorbeigehen. Zum Glück ist das Tempo in der Stadt meist niedrig. Deshalb kann man zu Fuß gehen in Makassar als nahezu unmöglich bezeichnen.
Taxi
[Bearbeiten]Taxis sind leicht zu bekommen, am besten telefonisch bestellen lassen. Abgerechnet wird nach Taxameter zu günstigen Preisen. Betrogen wird hauptsächlich auf der Flughafenstrecke (max. 170.000 IDR).
Bentor
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Bentor ist eine Motorrikscha (zusammengesetzt aus Bejak und Motor).
Wer Ziele in den Stadtteilen erreichen möchte und über kein eigenes Verkehrsmittel verfügt, kann sich eines der nun auch in Makassar verbreiteten Bentors nehmen und so viel von der Stadt sehen. Man sitzt sozusagen auf dem Kühler, der Fahrer hinten. Gefahren wird wie allgemein im Stadtverkehr recht langsam. Gut für 2 Personen vorn. In anderen Städten werden oft 4 Passagiere kutschiert. Leider ist festzustellen, dass die Fahrer den Touristen gnadenlose Abzockerpreise um das 2- oder 3-Fache des entsprechenden Taxipreises (diese haben ein Taxameter) abnehmen. Jüngere Fahrer sind weniger aggressiv. Den Preis falls möglich vorher aushandeln und in Euro kalkulieren. Eine einstündige Bentor-Tour für 2 sollte keinesfalls über 60.000 IDR kosten (2017). Kurzstrecken 10 Minuten nicht mehr als 10.000. Mit der Zeit bekommt man ein Gespür für den Preis. Der Ton ist rau.
Bejak
[Bearbeiten]Die Fahrradrikscha dagegen ist meist schmuddelig wie ihr Fahrer. Nur etwas für Touristen, die das „Ganzunten“ erfahren wollen. Nur für 2 sehr schmale Teilnehmer. Bejakfahrer lungern an jeder Straßenecke und machen zu Fuß unterwegs befindliche Touristen lautstark und unverschämt an. Man muss sich das nicht gefallen lassen und kann zur Unterhaltung der Bejaks einfach zurück brüllen.
Roller
[Bearbeiten]Wer einen für die jeweilige Fahrzeugklasse passenden internationalen Führerschein besitzt (Leichtkraftrad passt für die meisten Roller, Klasse B jedoch nicht), Erfahrung mit Motorrad im Stadtverkehr hat, Linksverkehr hinbekommt und robust ist, kann sich einen Roller leihen, wenn er für mehrere Tage in der Stadt ist und damit im Verkehr mitschwimmen. Diese Art der Mobilität ist angepasst und vielseitig. Man muss aber zu äußerst zurückhaltender Fahrweise raten.
Straßen und Eisenbahn
[Bearbeiten]Die Fernstraße 4 Trans-Sulawesi Highway / Jalan Raya Trans-Sulawesi ist eine mindestens 2660 km lange, meist küstennah verlaufende Fernstraße zwischen Makassar und Manado.
Die im Ausbau befindliche 2 Trans-Sulawesi Railway fährt seit November 2022 über 132 km von der Mandai railway station (nördlich von Makassar) zur Soreang railway station in Parepare.
Sehenswürdigkeiten
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- Bauwerke
- 4 Pelabuhan Paotere (Paotere) 1420 entstandener alter Hafen von Makassar, wo heute die Pinisi genannten Frachtsegler der Buginesen abgefertigt werden. Preis: 10.000 INR.
- Fort Somba Opu (Benteng Somba Opu) erbaut um 1525 durch König Karaeng Tumapa'risi' Kallonna (1512–1548), dem neunten Gowa-König. Im Krieg um Makassar wurde das Fort ab dem 14. Juni 1669 weitgehend durch niederländische Truppen zerstört. Geöffnet: 09:00-22:00.
- 5 Benteng Ujung Pandang / Fort Rotterdam (Benteng Rotterdam) nach 1545 erbaut durch den zehnten Gowa-König Karaeng Tunipalangga (1546-1565). 1634 kamen 2 m dicke und 7 m hohe Steinmauern hinzu, 1667 musste das Königreich das Fort an die Holländer übertragen, die es 1673 zu einem Bollwerk aus sechs Bastionen erweiterten und 1686 fertigstellten. Im Fort befindet sich das Museum. Geöffnet: 08:00-18:00. Preis: 10.000 IDR.
- 6 La Galigo Museum (Museum La Galigo), Jl. Ujung Pandang No.2, Bulo Gading, Kec. Makassar, Kota Makassar, Sulawesi Selatan. E-Mail: museumlagaligo@yahoo.com das am 1. Mai 1970 eingerichtete Museum zeigt Exponate aus der Steinzeit, Tana Toraja sowie buddhistische und polynesische Statuen. Merkmal: Labor. Geöffnet: 08:00-15:00. Preis: 5.000 IDR.
- 1 Kelenteng Ibu Agung Bahari / Tian Hou Hong-Tempel 1738 erbauter buddhistischer Tempel mit Räucherstäben vor Buddha- und Kwan-Im-Statuen.
- 2 Kelenteng Xiang Ma nach 1864 erbauter buddhistischer Tempel, wegen seiner Drachenreliefs auch „Drachenpalast“ genannt.
- 7 Societeit de Harmonie (Dewan Kesenian Makassar) im 1896 erbauten ehemaligen Clubgebäude der holländischen Elite befindet sich heute die SulSel-Kunstgalerie.
- 3 Sacred Heart Cathedral (Gereja Katedral Makassar) am 8. April 1900 geweihte katholische Kathedrale der Erzdiözese Makassar.
- 8 Makassar High Court (Pengadilan Tinggi Makassar), Jl. Urip Sumiharjo KM. 4 1915 als Justizratsgebäude (niederländisch: Raad van Justitie) erbaut, wurde es 1999 renoviert und beheimatet heute das Oberste Gericht.
- 9 Makassar Museum (Museum Kota Makassar), Jl. Balai Kota No. 11 A Kel. Baru, Kec. Ujung Pandang, Kota Makassar, Sulawesi Selatan. E-Mail: museumkotamakassar7620@gmail.com im ehemaligen Rathaus (niederländisch: stadthuis) aus 1917 ist seit dem 7. Juni 2000 ein Museum untergebracht, das sich mit der Geschichte und Identität der Stadt befasst. Merkmal: Veranstaltungszentrum. Geöffnet: di-fr 09:00-15:00, sa+so bis 13:00. Preis: 5.000 IDR.
- 4 Great Mosque of Makassar (Masjid Raya Makassar) 1949 erbaute “Große Moschee” von Makassar. Geöffnet: 04:00-21:00.
- 10 Mandala Monument (Monumen Mandala) am 19. Dezember 1995 eingeweihtes, 75 Meter hohes baufälliges Monument, das anlässlich des Sieges auf der 2000 km östlich gelegenen Insel Papua errichtet wurde, wovon 1969 nach langjähriger militärischer Intervention von Makassar aus die westliche Hälfte endgültig zu Indonesien kam, die östliche Hälfte wurde 1975 ein eigener Staat. Die Säule ist begehbar, wenn auch in sehr schlechtem Zustand. Sie ermöglicht einen guten Ausblick auf die Stadt.
- 11 Celebes Convention Center 2008 eröffnetes Mehrzweckgebäude.
- 5 Amirul Mukminin Mosque (Masjid Amirul Mukminin) am 21. Dezember 2012 eingeweihte, ins Wasser auf Stelzen gebaute Moschee. Geöffnet: 04:00-06:00 und 10:30-20:30.
- 6 Masjid 99 Kubah / 99 Domes Mosque am 12. März 2022 eingeweiht. Mit 99 orangen, gelben und roten Kuppeln, welche die 99 Namen von Allah symbolisieren (Asmaul Husna). Geöffnet: 04:00-23:00.
- 12 Monument Bola Dunia eine am 7. Februar 2023 eingeweihte, durchsichtige Weltkugel symbolisiert den geografischen Mittelpunkt Indonesiens.
- Sonstiges
- 3 Lapangan Karebosi städtischer Park mit Sportanlage.
- 1 Losari Beach (Pantai Losari) beliebter Uferpark mit Essen und Vergnügung, kein Strand im engeren Sinne. Er ist der Selfie-Point Makassars. Von hier aus kann der Sonnenuntergang beobachtet werden.
- 13 Upperhills Convention Hall, Jl Metro Tj Bunga No. 995 hochpreisige Veranstaltungs- und Hochzeitshalle in einem Stil, der bei der Mittel- und Oberklasse Indonesiens, wie generell in fortgeschrittenen islamischen Ländern, sehr beliebt ist. Innen überbordend fantastisch dekoriert. Geöffnet: 08:00-00:00.
Lernen
[Bearbeiten]Aktivitäten
[Bearbeiten]- Shopping in den großen Malls. In Ermangelung eines eigenen Verkehrsraums für Fußgänger ist das urbane Leben für Fußgänger in den großen Shopping-Malls konzentriert. Diese bieten konsumorientierte Unterhaltung in vollklimatisiertem Rahmen von Luxus-Marken über Kaufhauskram bis zu Tech-Meilen. Die Malls richten sich an mittelständisches Publikum. Wer es an entsprechenden äußeren Attributen mangeln lässt, darf sich auf ziemlichen Ärger mit der Security einstellen. Auftritte mit dem Fahrrad beispielsweise werden der Unterschicht zugerechnet. Ebenfalls das Einschleppen von großen Gepäckstücken. Kleidungsmäßig lässt man westlichen Touristen dagegen vieles durchgehen.
- Bentor-Fahrt durch die Stadt. Motorradrikscha / alternativ Becak-Fahrt)
Einkaufen
[Bearbeiten]Vier Einkaufszentren sind von Interesse, die 1 Mal Ratu Indah (Jl. DR. Ratulangi No. 10), 2 MTC Karebosi (Jl. Ahmad Yani No. 49), 3 Panakkukang Mall (Jl. Boulevard No. 3) und die 4 Phinisi Point Mall (Jl. Metro Tj. Bunga No. 2).
Handwerkskunst oder traditionelle Kleidung kann man in den kleinen Tokos erwerben, die sich über die ganze Stadt verteilen. Auffinden und Erreichen des passenden Toko wenn es gerade geöffnet ist, ist jedoch mit hohem Zeitaufwand verbunden. Dinge für westlichen Bedarf findet man dagegen eher in den Malls.
Küche
[Bearbeiten]Auf den Straßen von Makassar gibt es eine Vielzahl von mobilen Garküchen („warung“) und Straßenkarren („gerobaks“) mit meist frisch zubereitetem Finger-food, welche lokale Speisen zu einem sehr geringen Preis anbieten. Die hygienischen Bedingungen sind bei diesen Ständen sehr unterschiedlich.
An Restaurants zu empfehlen sind unter anderen 1 Plataran Makassar (Jl. Mutiara Boulevard), 2 Papillon Restaurant (im Hyatt Place Hotel; Jl. Jend. Sudirman Kav 31), 3 Rumah Makan Seafood Apong (Jl. Boulevard No. 52) oder 4 Sunachi Harbour (im The Rinra Hotel; Jl. Metro Tanjung Bunga No. 2).
Coto Makassar ist eine traditionelle lokale Fleischsuppe vom Rind (Organe wie Leber oder Lunge; indonesisch: offal) mit Erdnüssen, Pfeffer, Kreuzkümmel, Zitronengras und Kokosnussmilch.
Gebäck: Infolge der niederländischen Kolonialzeit existiert in Makassar eine stark ausgeprägte Bäckerei-Kultur, die nicht nur die an den ulkigen Werbetürmen mit drehender Windmühle zu erkennende Kette Holland Bakery in der ganzen Innenstadt umfasst. Es gibt zahllose luxuriösere und kleinere Bäckereien, die man erstmal entdecken muss. Spezialität sind niederländisch überkommene Backwerke wie saftiges Hefegebäck sehr süß, aber gern auch sehr scharf mit Wurst, Cheesecake und Marmeladentorten, auch knallbunte Cupcakes, Petit Fours und Schichtkuchenschnitten verschiedener Machart. Chinesische Bäckereien, etwa in der Jalan Lasinrang, bringen zusätzlich zu recht gelungenem holländischem und indonesischem Backwerk (z. B. warme Teigtaschen mit Füllung) farbenfrohe, aber schnell verderbliche Schicht- und Formpuddinghäppchen.
Nachtleben
[Bearbeiten]Für die Verhältnisse einer indonesischen Millionenstadt ist das Nachtleben in Makassar eng begrenzt. Es scheint so, als ob das Nachtleben auf das Morgengebet Subuh nach 04:00 Uhr reduziert ist. Außer einigen Bars in Hotels der Spitzenklasse sind erwähnenswert 1 Helen's Live Bar (Jl. Metro Tj. Bunga No. 28; geöffnet 17:00-02:00), 2 Elite bar and club (Citraland Boulevard No. 18; 20:00-04:00) oder 3 Wink bar (Jl. Perintis Kemerdekaan No. Km. 16; 08:00-04:00).
Alkohol: gibt es nicht im Straßenverkauf, und die Frage nach einem Bier gilt als unschicklich. Alkoholische Getränke sind in den internationalen Kettenhotels und einigen wenigen größeren lokalen Hotels erhältlich, man kann von außen nicht erkennen, in welchen. Ebenfalls in einigen Karaoke-Bars mit Bintang-Ausstellschild.
Ein großes Bier (0,66 l) kostet je nach Kategorie des Restaurants umgerechnet 3,50 bis 4,50 €. Zu den auf der Karte angegebenen Preisen (meist 50.000 - 55.000) sind zusätzlich etwa 20 % Zuschläge zu rechnen, ein verbreiteter Auszeichnungstrick.
Makassar ist eine im wesentlichen enthaltsame Stadt, deren Einwohner mit diversen Zuckergetränken glücklich sind. Absolut alkoholfreie süßliche Bierimitate gibt es an jeder Ecke zu kaufen. Richtig gesellschaftsfähig sind sie auch nicht.
Unterkunft
[Bearbeiten]Die Webseite Booking.com listet für Makassar 135 Unterkünfte aller Kategorien auf.
- Günstig
- 1 Legenda Beril Hostel (Jl Serui No. 2)
- 2 Hotel O near Mall Panakkukang (Jl Pandang Raya No. 1)
- 3 New Legend Hotel, Jl. Jampea No. 1 Kleines sehr günstiges Hotel, dass zentral gelegen ist. Es hat sehr saubere (aber kleine) Zimmer, u.a. mit TV. Unbedingt empfehlenswert sind die Deluxezimmer. Das Hotel hat auch eine kleine Bar, das sogenannte "Liverpool", das komplett im Stil der Beatles dekoriert ist und auch einen Bierausschank hat. Preis: mit Frühstück ca. 165.000 IDR.
- Mittel
- 4 Expressia Hotel Makassar (Jl Penghibur No. 6)
- 5 Aston Inn Pantai Losari Makassar (Jl Daeng Tompo No. 28)
- 6 Ibis Styles Makassar Sam Ratulangi (Jl Sam Ratulangi No. 3)
- Teuer
- 7 Aryaduta Makassar (Jl Somba Opu No. 297)
- 8 Harper Perintis Makassar by ASTON (Jl Perintis Kemerdekaan No. 14A)
- 9 Melia Hotel Makassar (Jl Andi Mappanyukki No. 17)
- 10 The Rinra Makassar (Jl Metro Tanjung Bunga No. 2)
In der Hotelgegend östlich des Pantai Losari (viele Hotelhochhäuser) wird um 04:30 Uhr (nicht nur freitags) von diversen Moscheen aus ein äußerst lautstarker, bis zu 45 Minuten langer Adhān gesendet, der sich nicht überschlafen lässt. Schallschutzfenster bieten allenfalls Ketten- und Hotels der oberen Kategorie. Ebenfalls muss betont werden, dass ein großer Teil der lokal ausgerichteten Hotels islamisch geführt wird, d. h. Alkohol ist nicht erhältlich, selbst wenn dort Bier gelegentlich auf der Karte auftaucht (siehe Nachtleben). In vielen Hotels geht es dennoch lebhaft zu, da diese intensiv als Convention-Center zu abendlichen oder ganztägigen Feiern mit viel Karaoke genutzt werden, womit sich die Häuser finanzieren. Vorsicht vor Zimmern unter oder über Sälen.
Ausflüge
[Bearbeiten]Makassar wird meist als Ausgangsort für sehenswerte Reiseziele in der näheren und weiteren Umgebung genutzt:
- 2 Trans Studio Makassar mit knapp 3 Hektar der größte überdachte Themenpark Asiens, direkt in Hafennähe gelegen.
- 4 Samalona Island, 7 km vom Hafen entfernt ist die populärste der 55 zu Makassar gehörenden Inseln.
- Leang-Leang Cave, mit erst 1950 entdeckten und 2017 datierten Wandmalereien mit einem Alter von bis zu 40.000 Jahren, 11 km entfernt.
- Rammang-Rammang, ist die zweit größte Karst-Fläche weltweit, 40 km entfernt.
- Bantimurung – Bulusaraung National Park, 60 km nordöstlich gelegener Nationalpark.
- Wichtigster Ausflug ist der nach Tana Toraja , 315 km über den Trans-Sulawesi Highway. Die Toraja pflegen alte animistische Traditionen und den Ahnenkult in einem einzigartigen Synkretismus. Einzigartig sind die großen Häuser und die Beerdigungsriten.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Das 4 South Sulawesi Tourism Office / Dinas Kebudayaan dan Kepariwisataan Provinsi Sulawesi Selatan befindet sich in der Jl. Jenderal Sudirman No. 23 und ist mo-do 08:00-16:00, fr 08:00-15:30 Uhr geöffnet.
- 5 Kantor Pos (Post), Jl. Selamet Riyadi No. 10 Post oder Paketsendungen von Makassar nach Europa auf den Weg zu bringen, kann ganz schön anstrengend und auch teuer sein. Für Briefe wird man gleich auf den EMS-Dienst verwiesen, mit dem eine Postkarte im Umschlag (Postkarten sind in der Stadt nicht mehr erhältlich) schon umgerechnet 15 € kosten kann. Große Umschläge durchaus ca. 25 €. Geöffnet: mo-fr 08:00-21:00, sa bis 16:00, so bis 14:00.Es gibt deutlich günstigere Seepost, falls die Sendung nicht eilig ist. Nach Europa ist sie dann 2 Monate unterwegs. Das Hauptpostamt Nähe Fort Rotterdam ist nicht empfehlenswert. Es gibt Wartenummern, die nur sehr schleppend abgearbeitet werden. Ohne weiteres kann man selbst bei halbleeren Bänken 1 Stunde sitzen, nur um dann nach Ende der Sprechstunde wegen fehlender Formulare erneut in die Warteschleife geschickt zu werden. Eine flotte Erledigung aller Postangelegenheiten mit oft überraschend guter Beratung in Englisch bieten dagegen die Stadtteilpostämter, die man per Taxi, Bentor oder mit eigenem Verkehrsmittel (so vorhanden) erreicht. Achtung: diese haben nur vormittags bis 14:00 Uhr geöffnet, sonntags nicht. An der Jalan Veteran gibt es zwei Postämter. Das südlicher ebietet sehr guten unkomplizierten Service fast ohne Wartezeit, mit reichlich Parkplatz.
Gesundheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Tropenkrankheiten
Pflichtimpfungen sind für ganz Sulawesi nicht vorgeschrieben. Empfohlen wird jedoch ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis. Wer Ausflüge auf das Land macht, unterliegt einem mittleren Malaria-Risiko. Ein konsequenter Mückenschutz (DEET-Hautsprays, Moskitonetze) ist unverzichtbar, um sich vor Malaria, Dengue-Fieber und dem Chikungunya-Virus zu schützen. Makassar gilt als Malaria- und Dengue-frei, man sollte dennoch auf Schutz vor Mosquito-Stichen achten, d. h. geschlossene Fenster nachts. Mosquito-Netze sind in Makassar unüblich. Fallweise ist Chemoabwehr ratsam, die überall in den Supermärkten erhältlich ist bzw. vom Hotel übernommen wird, genügt. Die Mückenaktivität ist nachts am höchsten.
Bei der mangelhaften Trinkwasserqualität sind Durchfall-Erkrankungen sehr häufig, so dass auch Gemüse, Früchte und Salate, die mit Leitungswasser abgewaschen werden, nicht verspeist werden sollten. Aufgrund ungenügender Trennung von Ab- und Brauchwasser können Fäkalbakterien ins Trinkwasser und damit in die Speisen gelangen, je nach klimatischen Bedingungen können sie sich zusätzlich rasch vermehren.
Die hygienischen Bedingungen sind bei den erwähnten Essens-Ständen („warungs“) und Straßenkarren („gerobaks“) oft zweifelhaft. Es besteht die Gefahr, sich einen Durchfall einzufangen. Auch hier gilt der Tropengrundsatz, dass man nur gekochte oder gebratene Speisen und Schalenobst verzehren sollte (englisch: cook it, boil it, peel it or forget it).
In Notfällen hilft das 1 RSUP Makassar
Sicherheit
[Bearbeiten]Makassar ist für indonesische Verhältnisse eine sichere Stadt, auch nachts. Gleichwohl können kleine Diebstähle vorkommen. Westliche Touristen gelten eben weltweit als reich und daher diebstahls-gefährdet. Man sollte Dieben so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten. Der aufmerksame Tourist kleidet sich unauffällig und ohne Markenware, achtet auf sein Gepäck und beobachtet konzentriert seine nähere Umgebung.
Roller fahren in der Stadt sollten nur Teilnehmer, die im Besitz des passenden Führerscheins sind, die das Fahrzeug auch daheim im Verkehr beherrschen und sich Linksverkehr zutrauen. Unfälle Ungeübter sind häufig. Der Rollerverkehr in der Stadt ist rücksichtslos.
Literatur
[Bearbeiten]- Morgan Awyong/Austin Bush u.a., LONELY PLANET Reiseführer E-Book Südostasien, MairDumont, 2025, S. 270 ff.; ISBN 978-3575013903.
Weblinks
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ Mpu Prapanca, Negarakretagama, 1365, Canto 14, (4), (5)
- ↑ Horst Gründer/Peter Johanek, Kolonialstädte, Europäische Enklaven oder Schmelztiegel der Kulturen?, Lit Verlag, 2001, S. 111
- ↑ Donald Frederick Lach, Asia in the Making of Europe: A century of advance, Volume III, University of Chicago Press, 1993, S. 1443; ISBN 978-0226467689
- ↑ Ann K. S. Lambton/Bernard Lewis/Peter Malcolm Holt, The Cambridge History of Islam, Band 2, Cambridge University Press, 2003, S. 138
- ↑ Michael Pearson (Hrsg.), Trade, Circulation, and Flow in the Indian Ocean World, Palgrave Macmillan, 2015, S. 166

