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Unesco-Welterbestätten in Asien
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Singapur

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Singapur ist ein Stadtstaat in Südostasien. 1819 wurde Singapur von Sir Thomas Stamford Raffles als Handelsposten der East India Company errichtet. Bis 1959 war es dann britische Kolonie, vereinigte sich 1963 mit Malaysia, zog sich jedoch schon zwei Jahre später wieder aus dem Verbund zurück und wurde unabhängige Republik. Nach und nach entwickelte sich Singapur zu einem der erfolgreichsten Länder weltweit, mit festen internationalen Handelsbeziehungen (sein Hafen gehört zu den größten der Welt) und einem pro Kopf Bruttosozialprodukt, das dem der führenden Nationen Westeuropas gleicht. Man kann zwar durchaus der Meinung sein, dass es Singapur an eigener Originalität und einem Wahrzeichen (wie dem Eiffelturm in Paris oder dem Burj-al-Arab in Dubai) fehlt, nichtsdestotrotz ist Singapur - wie es der Slogan "Uniquely Singapore" des Fremdenverkehrsbüros verspricht - in jeder Hinsicht einmalig und ein idealer Ort für einen hochinteressanten und entspannenden Urlaub.

Skyline von Singapur
Lage
LocationSingapore.png
Flagge
Flagge von Singapur
Kurzdaten
Hauptstadt Singapur
Staatsform Parlamentarische Republik
Währung 1 Singapur-Dollar
($ oder SGD) = 100 Cents
Fläche 693 km²
Bevölkerung 4,35 Mio.
Sprachen Englisch (offiziell), Chinesisch (offiziell), Malaiisch (offiziell und Amtssprache), Tamil (offiziell)
Religionen Buddhisten, Muslime, Christen, Hinduisten, Sikh, Taoisten
Stecksystem 230V/ 50Hz (Britische Stecker)
Telefonvorwahl +65
Internet TLD .sg
Zeitzone UTC +8

Regionen[Bearbeiten]

Singapur ist ein sehr kleines Land auf einer großen und mehreren kleinen Inseln an der Südspitze der malaysischen Halbinsel, aber mit vier Millionen Einwohnern eine recht große Stadt, die aus mehr oder weniger großen "Stadtteilen" besteht.

  • Central Business District — Der CBD ist sozusagen die Innenstadt von Singapur, die aus folgenden Teilen besteht:
    • Marina Bay — Der wahrscheinlich modernste Teil des Stadtstaates mit dem neuen Wahrzeichen, dem Marina Bay Sands
    • Chinatown — seit 1828 auf Empfehlung von Stamford Raffles angelegter Distrikt der chinesischen Siedler
    • Orchard Road — Singapurs weltbekannte Shopping-Meile
    • Riverside — hier findet man Museen, Denkmäler und Theater und nicht zuletzt jede Menge Restaurants, Bars und Clubs
Karte von Singapur
  • Bugis and Kampong Glam — Bugis and Kampong Glam sind die früheren Zentren des muslimischen Singapurs, auch heute leben hier noch viele Muslime, die traditionelle Waren verkaufen.
  • Little India — In diesem Gebiet um die Serangoon Road ließen sich seit dem 19. Jahrhundert indische Einwanderer nieder. Es entwickelte sich seitdem zum indischen Zentrums Singapurs.
  • Osten — Die East Coast um Bedok ist eine von Singapurs größten Wohngegenden, der East Coast Park an der Küste ist ein künstlich angelegtes Naherholungsgebiet mit Stränden, Grillplätzen, Fitnessgebieten und hervorragenden Restaurants. Ferner befindet sich im Osten die Insel Pulau Ubin, die mit Holzbooten erreicht werden kann und ein letztes Überbleibsel eines alten Singapurer Kampongs (Dorf) ist.
  • Norden und Westen — Der Norden und Westen Singapurs besteht aus großen Wohn- und Industriegebieten, u.a. Woodlands und Jurong.
  • Central (Balestier, Newton, Novena and Toa Payoh) — In der "Mitte" Singapurs findet man neben Wohngebieten auch noch einige Naturreservate mit Regenwäldern, Stauseen und Parks.
  • Sentosa — Sentosa ist Singapurs größte Insel, die bis 1967 den Briten als Militärbasis diente, heute jedoch zu einer erstaunlichen Freizeitinsel für alle Altersstufen und Interessen verwandelt wurde.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Auch wenn es Singapurs Größe nicht unbedingt vermuten lässt, hat das Land doch jede Menge interessante Sachen zu bieten, die es zu entdecken gilt, sodass man in Singapur problemlos einen abwechslungsreichen Urlaub machen kann, der mehr als nur ein paar Tage (das ist im Moment noch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Singapur-Reisenden) dauert.

Außerdem kann man von Singapur noch Ausflüge zu den umliegenden Inseln machen und dort ein paar ruhigere Stunden verbringen. Zu den Badeinseln zählen Kusu Island, St. John's Island, Lazarus Island und die Sister Islands, die den Besuchern teilweise sogar Duschen oder BBQ-Plätze zur Verfügung stellen und sehr sauber sind (typisch Singapur eben). Im Norden Singapurs kann man Pulau Ubin, Singapurs zweitgrößte Insel (nach Sentosa) besuchen und dort noch unberührte Natur erleben.

Außerdem bietet es sich wirklich an, eine Singapur-Reise mit einem Badeurlaub in Indonesien oder Malaysia zu kombinieren. Unweit von Singapur liegt zum Beispiel die indonesische Insel Bintan, die noch ein echtes nahezu unberührtes Urlaubsparadies ist, ebenso wie die malaysischen Tioman Islands. Diese Inseln sind sehr gut und günstig mit komfortablen Schnellbooten von Singapur zu erreichen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Innenstadt von Singapur von oben

In Singapur hat ein Reisender die Gelegenheit, ganz Asien in einem einzigen Land zu finden, denn die Bewohner Singapurs sind Chinesen, Malaien, Inder sowie jede Menge Gastarbeiter und Auswanderer aus allen Ländern der Welt. Als Staat, der für seine strengen Gesetze und Strafen überall bekannt ist, genießt Singapur teilweise einen eher langweiligen Ruf, jedoch ist die "Schweiz von Asien" für viele auch eine willkommene Abwechslung von der Armut, dem Chaos und der Kriminalität, die in so vielen Teilen des asiatischen Kontinentes vorherrschen.

Doch Singapur hat auch noch mehr zu bieten: An erster Stelle steht sicherlich das legendäre singapurische Essen mit seinen geschäftigen Hawker Centres und 24-h-Coffee Shops, die unschlagbar günstiges Essen aus allen Ländern Asiens anbieten. Dicht gefolgt vom Einkaufen, denn Shopping-Mekkas wie die Orchard Road oder Suntec City laden zum unbegrenzten Geldausgeben ein.

Nicht zuletzt ist zu bemerken, dass sich gesellschaftliche Restriktionen in den letzten Jahren immer mehr aufgelockert haben und es mittlerweile sogar möglich ist, sich beim Bungee Jumping oder Table Dancing zu vergnügen. 2009 wurden dann auch die ersten Casinos eröffnet, als Teil von Singapurs neuer Kampagne für Spaß und Unterhaltung, mit der man die Zahl der Touristen verdoppeln und ihre Aufenthaltsdauer erhöhen will. Und in Zukunft wird es sicher noch mehr Aktionen geben, mit denen sich Singapur vom "Fine-State" (Fine = Strafgebühr) zum "Fun-Staat" wandeln will.

Anreise[Bearbeiten]

Es bestehen zwei Landverbindungen mit Malaysia. Der Causeway im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit Johor Bahru (Malaysia) mit einer Straßen- und Bahnverbindung. Eine zweite Verbindung besteht über eine Brücke im Westen Singapurs, welche 1996 fertiggestellt wurde. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit Gelang Patah (Malaysia).

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Deutsche, Schweizer und Österreicher benötigen kein Visum. Bei der Einreise wird eine kostenlose Einreiseerlaubnis für 14 - 30 Tage erteilt. Dazu muss man ein Ein-/Ausreiseformular ausfüllen, am besten noch vor der Passkontrolle. Flugpassagiere erhalten diese Formulare in der Regel bereits vor der Landung von ihren Flugbegleitern. Weitere Infos zur “Disembarkation / Embarkation Card” bei der ICA. Das Einreiseverbot für HIV-Positive wurde, für Aufenthalte bis 90 Tage, mit Wirkung 1. Sept. 2015 aufgehoben.

Zollbestimmungen[Bearbeiten]

Die Einfuhr von Kaugummi ist strengstens untersagt.

Tabak

Die Einfuhr von Zigaretten ist, bis auf eine geöffnete Packung (nicht Stange!), nicht erlaubt. Der Einreisende kann entweder die Steuern bezahlen (2017 $77,60 pro Stange) oder die Zollbeamten verwahren die Zigaretten bis zur nächsten Ausreise. Einheimische können nur zwischen der Bezahlung der Steuern und der Zerstörung der Zigaretten wählen.

Alkohol

Erwachsene dürfen zollfrei einführen:

  • 1 Liter Schnaps und 1 l Wein und 1 l Bier, oder
  • 2 l Wein und 1 l Bier, oder
  • 1 l Wein und 2 l Bier.

Aber nicht bei Einreise aus Malaysia, hier ist die Freimenge Null. Besteuerung erfolgt auf Basis des reinen Alkoholanteils (2017: S$ 160/l).

Rauschgift

Singapur hat sehr strenge Drogengesetze. Für den Handel auch mit relativ geringen Mengen Drogen ist die Todesstrafe vorgesehen! Sie wird auch an Ausländern trotz Intervention ihrer Regierungen vollstreckt. (Bei Todesstrafen-Urteilen wird von der SCHULD des Angeklagten ausgegangen. Als Reisender, der mit Drogen im Gepäck erwischt wird, muss man also seine Unschuld beweisen. Es wird daher dringend empfohlen, besonders auf das eigene Gepäck zu achten.)

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die einfachste Art der Einreise ist das Flugzeug. Neben der bekannten Fluggesellschaft Singapore Airlines und deren Regionaltochter Silkair gibt es auf der Insel auch Billiganbieter wie Tiger Airways und Jetstar Asia. Der Changi Airport (SIN) ist der wichtigste Flughafen des Landes und gilt als wichtiger asiatischer Knotenpunkt. Der Flughafen liegt im Osten des Stadtstaates und ist gut organisiert und die Abwicklung (Einreise, Gepäcklogistik) ist schnell. Es gibt derzeit drei Terminals, die über eine Einschienenbahn (Skytrain) miteinander verbunden sind. Terminal 4, das das ehemalige Budget Terminal ersetzt, befindet sich seit 2012 im Bau.
Der Zeitvertreib bei der Durchreise fällt in Changi leicht: Es gibt ein Kino (Terminal 2), Schwimmbad und Fitnessstudio (Terminal 1) und ca. 200 gratis Internet PCs und fast überall gratis Wireless Internet. Außerdem gibt es ein Transit-Hotel im dritten Stock der Terminals 1 und 2: Ambassador Transit Hotel, Tel. +65-6541-9106, [2]. Es ist ohne Einreisekontrolle zugänglich. Zimmer gibt es für 6-Stunden-Blöcke mit stundenweiser Erweiterungsmöglichkeit. Auch das Mieten einer Dusche (ohne Zimmer) ist hier möglich.

Vom Flughafen aus gibt es mehrere Möglichkeiten, in die Stadt zu gelangen:

  • Taxi - Gleich nach dem Zoll findet man Schilder, die zum Taxibereich führen. Es werden immer Taxameter verwendet, die Preise sind günstig. Eine Fahrt in die Stadt kostet ca. 20.00 $ (inklusive 3-5 $ Flughafen-Aufschlag). Trinkgeld ist wie an vielen Orten in Singapur nicht üblich. Es kann mit der MasterCard-Kreditkarte (nicht VISA) sowie weiteren Zahlungsanbieter (stehen an der Scheibe eines Taxis) bezahlt werden.
  • MRT - Die MRT, Singapurs U-Bahn, fährt bis zum Terminal 2. Terminal 3 erreicht man von dort zu Fuß, Terminal 1 per Skytrain. Die Flughafenzüge pendeln immer zwischen Tanah Merah und Changi Airport, so dass man in Tanah Merah (ebenerdig) in einen Zug der grünen Linie (East-West Line) umsteigen muss. Die 30-minütige Fahrt bis zum Rathaus (City Hall station) kostet 2,40 $. Fahrkarten werden an (wenigen) Automaten und durch Personal (zeitlich beschränkt) verkauft. Nur Annahme von Bargeld (auch am Automaten), keine Kreditkarten! Es sind auch keine Geldautomaten (ATM) in der Station vorhanden, beim Zugang zu Terminal 3 befindet sich ein ATM im nahegelegenen Food-Court. Der letzte Zug ab Airport Richtung Innenstadt (Abfahrtszeit derzeit 23.18 Uhr) hat in der Innenstadt nicht mehr in alle Richtungen Anschluss auf andere Linien. Die U-Bahn fährt nicht rund um die Uhr, bei einem Flug in den frühen Morgenstunden ist man auf das Taxi angewiesen.
Linie Station in Singapur Preis
Causeway Link CW-1 Kranji MRT $1.30, RM1.30
Causeway Link CW-2 Queen St $3.20
Causeway Link CW-3 Jurong East $4.00
SBS 170 (red plate) Queen St via Kranji $1.70
SBS 170 (blue plate) Kranji MRT $1.10
SBS 160 Jurong East MRT via Kranji $1.60
SMRT 950 Woodlands MRT via Marsiling $1.30
Singapore-Johor Express Queen St only $2.40

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Johor Bahru: Mit der gegenüber auf dem Festland liegenden Stadt Johor Bahru herrscht ein permanenter zügiger Grenzverkehr. Gegenüber dem neuen Bahnhof unweit des Damms Richtung Singapur steht das neue große Gebäude der Einreisebehörde. Die Wege durch das Gebäude sind ausgeschildert und reichlich Schalter vorhanden. Eine Etage tiefer starten die Busse nach Singapur. Nach einer kurzen Fahrt über den Damm gilt es wieder auszusteigen. Sämtliches Gepäck ist mitzunehmen, da man mit der selben Busgesellschaft, aber nicht dem selben Gefährt den Rest der Fahrt bewältigt. In der ersten Etage der Einreisebehörde erledigt man die nötigen Formalitäten. Vor den Schaltern auf der rechten Seite stehen Tische mit den Einreiseformularen die vorher auszufüllen sind. Nach den Grenzformalitäten geht es wieder zu den Bussen. Jede Busgesellschaft hat eine auf dem Boden gekennzeichnete Warteschlange. Hier reiht man sich wieder ein, um den nächsten Bus in die Stadt zu nehmen. Es verkehren mehrere Gesellschaften zu unterschiedlichen Zielen innerhalb Singapurs. Für Besucher des Stadtzentrums und der Sehenswürdigkeiten empfehlen sich die Busse in die Queen Street. Unweit des Busterminals befindet sich die MRT Station „Bugis“ (BW12). Selbst zu Fuß sind das Raffles Hotel und die Marina Bay zu erreichen. Die Tabelle gibt einen Überblick über Linien und Preise.

Weitere Ziele in Malaysia: Einige Busgesellschaften fahren von verschiedenen Städten Malaysias aus nach Singapur.

  • Transnasional. Tel.: (0)3-20703300. Busse der Economy-Klasse starten täglich um 08:45, 10:30, 13:30, 17:30, 22:30 und 23:59 Uhr in Kuala Lumpur. Sie kommen im Terminal in der Lavender Street an (30 RM (= Ringgit) für ein One-Way-Ticket.)
  • Aeroline. Recht komfortable,steuert zwei Ziele in Malaysia an:
    • Kuala Lumpur: Sieben mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 90.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 65.00 (Kinder). Abfahrt ist 06:00, 08:00, 09:00, 10:00, 15:30 und 16:45 (Wochenende schon um 16:00) am Corus Hotel, Jalan Ampang sowie um 10:00 am Mines shopping Fair, L1-01, Level 1, Jalan Dulang, Mines Resort City in Seri Kembangan einer Stadt im südlichen Distrikt von Kuala Lumpur.
    • Petaling Jaya: Drei mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 115.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 90.00 (Kinder). Abfahrt ist 09:30, 11:00 und 16:30 an der Station Bandar Sunway, OB3.LG2.1A, Lower Ground Two, Oasis Boulevard, Sunway Pyramid, No 3 Jalan PJS 11/15, Bandar Sunway sowie 08:00, 10:00 und 16:00 am 1 Utama Shopping Centre, No. 1 Lebuh Bandar Utama.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Chinatown

Singapur besitzt keine eigene Eisenbahn, es gibt lediglich eine eingleisige Eisenbahnverbindung mit Malaysia. Die Malaysische Eisenbahn fährt dreimal täglich von Kuala Lumpur nach Singapur, zudem gibt es einen Nachtzug von Kota Bahru entlang der "Jungle Line" im Nordosten Malaysias nach Singapur. Die Züge sind sauber und effizient, jedoch langsamer als Busse.

Die Fahrtdauer von Singapur Woodlands nach Kuala Lumpur beträgt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 40 - 60 km/h etwa sieben Stunden. Die Züge fahren seit 2011 nur noch von Woodlands (im Norden, nahe der Grenze zu Malaysia), der bisherige Bahnhof in Innenstadtnähe, Tanjong Pagar, wird nicht mehr angefahren.

Die Eisenbahnstrecke ist Eigentum von Malaysia, man muss daher bereits vor dem Einsteigen des Zuges die malaysische Grenzkontrolle passieren, selbst wenn man Singapur noch nicht sofort verlässt. Auf der Rückfahrt verlässt man den Bahnhof Woodlands direkt nach dem Passieren der Grenzkontrolle und setzt die Fahrt von dort per Taxi oder Bus fort.

Eine neue Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke nach Kuala Lumpur soll ab dem Jahr 2018 gebaut und 2026 eröffnet werden. Die 350 km lange Strecke soll dann in nur 99 Minuten zurückgelegt werden können.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Kreuzfahrtschiffe mit Station in Singapur legen meist am Cruise Centre des Harbour Front Centres an, welches sehr zentral, kurz vor der Freizeitinsel Sentosa liegt. Seit 2012 verfügt Singapur mit dem Marina Bay Cruise Centre über ein zweites Terminal für Kreuzfahrtschiffe.

Auch wenn die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes nur für wenige Minuten an Land gehen möchten, benötigen sie neben der obligatorischen Bordkarte ihren Reisepass und ein ausgefülltes Einreiseformular. In der Regel erhält man die Formulare sowie eine Ausfüllanleitung von der Rezeption des Schiffes.

Der regionale Fährverkehr läuft über das Tanah Merah Ferry Terminal, was unweit des Changi Airports liegt. Von dort fahren z.B. Schnellboote zu indonesischen oder malaysischen Urlaubsinseln.

Eine interessante Verbindung besteht zur nahen indonesischen Insel Batam mit Sindo Ferry (Preise) oder den Schnellbooten von Horizon Ferry. Beide Firmen legen ab am 1 Harbourfront Centre Unbekannter Parameter: address
Inner-indonesische Flüge vom/zum dortigen Flughafen Hang Nadim (BTH), der 2017 ein neues Terminal erhielt, sind deutlich günstiger als internationale direkt nach Singapur, selbst wenn man Taxi und Fähre mit einrechnet.

Mobilität[Bearbeiten]

In Singapur umherzufahren ist mühelos. Das Nahverkehrssystem gehört zu den besten der Welt und Taxen sind unschlagbar günstig. Wenn man vorhat mehrmals mit der U-Bahn oder Bussen zu fahren, lohnt es sich auf jeden Fall eine EZ-link-Karte oder alternativ den Singapore Tourist Pass (der eine EZ-link-Karte beinhaltet) zu kaufen. So vermeidet man den Kauf der (teureren) Einzeltickets und die jeweilige Rückgabe am Pfandautomaten, bzw. den Zwang zur genauen Entrichtung des Fahrpreises in den Bussen (der Fahrer gibt kein Wechselgeld). Die EZ-Link Karte muss mit mindestens 5 $ aufgeladen werden (ca. 4-5 Fahrten). Sie kann in jeder MRT Station zurückgegeben werden, nicht verfahrene Beträge werden erstattet. Der Kaufpreis von 5 $ für die EZ-Link-Karte selbst verfällt jedoch.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Singapurs U-Bahn-Netz wird von der SMRT Corp. und SBS betrieben und ist gut ausgebaut. Viele der Linien fahren vollautomatisch ohne Fahrer. Die MRT (Mass Rapid Transit) ist ein günstiges und zuverlässiges Transportmittel. Tickets können bei Automaten an den Haltestellen oder beim Kassierer gekauft werden. Die Preise (bar oder per EZ-link-Karte zu bezahlen) für ein Einzelticket reichen von 1,10 $ bis 1,50 $. Die Automaten verweigern die Zahlung, wenn das Rückgeld mehr als 4 $ beträgt.

Bezahlen mit der EZ-link-Karte[Bearbeiten]

Die Verwendung der EZ-link-Karte funktioniert so: Beim Einsteigen wird die Karte kurz zum Kartenleser gehalten. Dabei wird der maximale Ticketpreis abgebucht, es ist also ausreichend Guthaben notwendig. Beim Aussteigen hält man die Karte noch einmal zum Lesegerät und die Differenz wird rückerstattet. Setzt man die Fahrt mit einer Linie fort (Umsteigen) wird ein deutlich geringer Betrag fällig (rebate). Die EZ-link-Karte kostet 12 $, wobei 5 $ für die Karte bezahlt werden (nicht rückerstattbar) und 7 $ als Guthaben zur Verfügung stehen. Die EZ-link-Karte ist pro Fahrt immer prozentual ein wenig günstiger als ein Einzelticket, jedoch lohnt sie sich aufgrund des Kaufpreises erst ab ein paar Tagen Aufenthalt in Singapur.

Zur Zeit (2013) besteht das Liniennetz aus 5 Linien, Erweiterungen sind geplant bzw. im Bau.

Linie Farbe Strecke
North South rot NS1 (Jurong East) - NS27 (Marina South Pier)
Circle Line gelb CC1 (Dhoby Ghaut) - CC29 (HarbourFront)
ab CC4 (Promenade) - CE2 (Marina Bay)
East West grün EW1 (Pasir Ris) - EW29 (Joo Koon)
ab EW4 (Tanah Merah) - CG2 (Changi Airport)
North East violett NE1 (HarbourFront) - NE17 (Punggol)
Downtown blau DT1 (Bukit Panjang) - DT19 (Chinatown)

Wichtige Umsteigestationen sind

  • City Hall NS25, EW13
  • Dhoby Ghout CC1, NE6, NS24
  • Harbour Front NE1, CC29
  • Marina Bay NS27, CE2
  • Outram Park NE3, EW16
  • Paya Lebar EW8, CC9
  • Raffles Place NS26, EW14
  • Chinatown NE4, DT19
  • Bayfront CE1, DT16
  • Promenade CC4, DT15
  • Bugis EW12, DT14
  • Little India NE7, DT12
  • Newton NS21, DT11
  • Botanic Gardens CC19, DT9

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Im sehr gut ausgebauten Nahverkehrs-Bus-System gibt es keinen fixen Fahrplan. Stattdessen wird an den Haltestellen das Fahrintervall der Busse angegeben.

Das Tarifsystem bei Barzahlung ist sehr komplex. Am besten sollte man sich beim Fahrer nach dem Preis erkundigen, der bei Barzahlung etwas höher liegt. Eventuell anfallendes Wechselgeld wird nicht ausbezahlt. Die Bezahlung ist jetzt auch mit der EZ-link-Karte der MRT möglich, die Abrechnung erfolgt dabei über das gleiche System wie in der MRT (siehe Bezahlen mit der EZ-link-Karte). Eingestiegen wird ausschließlich vorne.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In Singapur herrscht durch den ehemaligen Status der englischen Kolonie Linksverkehr.

Mietwagen dürfen nur mit zwischenstaatlichem Führerschein gefahren werden. Der deutsche Führerschein ist für die ersten sechs Monate des Aufenthaltes gültig. Danach muss ein singapurischer Führerschein erworben werden (50 $, Theorieprüfung muss abgelegt werden).

Mietwagen in Singapur sind generell sehr teuer (ab 100 $ pro Tag + Treibstoff und Maut). Bei einem Ausflug nach Malaysia wird empfohlen erst nach der Grenze ein Auto zu mieten. Miete und Treibstoff kosten hier die Hälfte. Des weiteren sind für die Einfahrt in den CBD Mautgebühren zu entrichten, die sich nach der jeweiligen Tageszeit richten und von einem in jedem Fahrzeug eingebauten On-Board Unit (OBU) erkannt werden. Diese Unit ist mit einer Aufladekarte zu bestücken, auf der auch ein Mindestbetrag geladen werden muss. Kostenlose Parkplätze sind selten, in Parkhäusern werden die Gebühren i.d.R. minutengenau von der OBU Karte abgebucht. An Straßenparkplätzen oder in Vororten werden Coupons verwendet, die zuvor z.B. an Tankstellen oder Convenience Stores gekauft werden müssen und dann vorher für die in etwa geplante Parkdauer entwertet werden müssen. Alles in allem ist ein Mietwagen für Touristen eher sinnlos. Ausländische Fahrzeuge können kurzzeitig eingeführt werden (tägliche Gebühr 20 $) und müssen mit der erwähnten OBU versehen werden. Eine langfristige Einfuhr ist nur für Fahrzeuge möglich, die weniger als drei Jahre alt sind, rechtsgesteuert sind und die nachstehenden Zölle und COE (Certificate of Entitlement) muss entrichtet werden. Für einen langfristigen Aufenthalt können Fahrzeuge gekauft, geleast oder gemietet werden, jedoch sind die Fahrzeugpreise sehr hoch (110% Einfuhrzoll, Nummernschild (COE) muss ersteigert werden, z. Zt. ca 90.000 $ fuer 10 Jahre).

Cityspeed bietet Carsharing an.

Taxi[Bearbeiten]

Taxis sind weit verbreitet und günstig. Eine Fahrt im zentralen Geschäftsgebiet kostet normalerweise nicht mehr als 8,00 $. Es werden abhängig vom Fahrzeugtyp 3,00 bis 3,50 $ "Grundgebühr" berechnet, die für einen Kilometer reichen, anschließend wird je 400 m um 22 Cent erhöht. Allerdings können zusätzliche Kosten (im Bereich von wenigen Dollar) entstehen, z.B. Aufschlag in der Hauptverkehrszeit, Maut, Start am Flughafen. Nach Mitternacht gibt es einen Aufschlag von 50%.

Im Zentrum ist es zur Hauptverkehrszeit empfehlenswert ein Taxi zu rufen. Telefonnummern einiger Taxiunternehmen sind: Comfort 6552-1111, Tibs 6555-8888, City Cab 6552-2222, Smart 6485-7700 und Trans cab 6553-3333, Comfort, Tibs und City Cab sind die größten Unternehmen.

Es kann zu starken Engpässen kommen, besonders während der Rush-Hour, samstags und bei Regen.

Ein Bumboot

Trishaw[Bearbeiten]

Trishaws sind kleine Dreirad-Wagen, die v.a. auf Touristen ausgelegt sind. Sie sind in der Gegend um Chinatown und dem Singapur River zu finden. Vor dem Einsteigen sollte man unbedingt den Preis verhandeln, der aber kaum unter 10 $ liegen wird.

Boot[Bearbeiten]

Bumboats, die regelmäßig über den Singapore River fahren, bieten eine gute Aussicht auf Hochhäuser, Kolonialbauten und Shophouses des Central Business Districts, so dass man eine Fahrt mit ihnen auf keinen Fall versäumen sollte. Entlang des Rivers gibt es mehrere Haltestellen, von denen die Boote laufend zu Rundtouren starten.

Ebenfalls interessant sind Hafenrundfahrten, die am Marina Bay von verschiedenen Anbietern mehrmals täglich angeboten werden. Sie bieten vor allem einen guten Panoramablick auf die Innenstadt und den riesigen Hafen sowie die südlichen, meist unbewohnten Inseln.

Außerdem kann man von Changi Village aus mit dem Boot nach Pulau Ubin übersetzen, um auf dieser Insel noch das Singapur der 1960er Jahre zu erleben.

Sprache[Bearbeiten]

Strand an der Ostküste

Singapurs offizielle Sprachen sind Englisch, Malaiisch, Mandarin und Tamil. Englisch wird von fast jedem/r Singapurer/in unter 40 gesprochen, der als "Singlish" bezeichnete Dialekt kann jedoch schwer zu verstehen sein, weil auch Wörter und Phrasen (und teilweise der Satzbau) von anderen Sprachen, v.a. Chinesisch, verwendet werden. Dabei werden komplexe Satzstrukturen häufig vereinfacht, Plurale verschwinden, Verbkonjugationen werden durch Adverbe ersetzt, Fragen werden an die chinesische Syntax angepasst und seltsame Partikel (besonders das berüchtigte "lah") erscheinen:

Singlish: You wan' beer or not? No lah, drink five botol oreddi. English: Do you want a beer? No, thanks, I've already drunk five bottles.

Dank landesweiter Kampagnen sind jedoch die meisten jüngeren Singapurer in der Lage, so genanntes "Gutes Englisch" zu sprechen, ebenso wird das Sprechen von Mandarin gefördert. Außerdem werden chinesische Dialekte (vor allem Hokkien) und indische Sprachen gesprochen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das kleine Land hat ein breites Spektrum an Sehenswürdigkeiten zu bieten, von Hochhäusern und Kolonialbauten über Kirchen und Tempel, Museen und Themenparks, Naturreservaten und Tiergärten, Kultur und Küche bis zu Einkaufszentren und Stränden.

Aus der Kolonialzeit: Die Sun Yat Sen Nanyang Memorial Hall

Stadtrundfahrten / -gänge[Bearbeiten]

Hop-On-Hop-Off[Bearbeiten]

Wie auch in anderen Metropolen gibt es in Singapur Stadtrundfahrten nach dem Hop-On-Hop-Off-Prinzip. Der Bus fährt eine feste Rundtour und man kann an den gewünschten Haltestellen aussteigen und seine Tour mit einem beliebigen Bus später fortsetzen. Zeitlich ist man bei diesem System absolut flexibel. Ebenso kann man sich auf seine Interessen konzentrieren.

  • Fun Vee Hopper. Tel.: +65 67389798, +65 67383338, E-Mail: . - Die Busse starten regelmäßig an drei Hauptstationen der Gesellschaft. 1. Esplanade Exchange (Esplanade MRT) 2. Orchard Central (Orchard Road) und 3. Singapore Flyer. Insgesamt werden 5 verschiedene Routen angeboten. Ein Flyer informiert über jede Haltestelle der Touren und die Fahrzeiten. Tickets gibt es in verschiedenen Paketen. Ein Einfaches Ticket kostet 19,90 $ und gilt einen Tag. Der Fun Vee City Pass bietet für 29,90 $ diverse Touren sowie eine Bootsfahrt und Abholung an einigen der Innenstadthotels.
  1. City Attractions Hopper - Die Tour führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt (Merlion Park, Chinatown, Botanic Gardens, Orchard Road, Raffles City). Die Busse verkehren von 09:00 bis 17:00 alle halbe Stunde. Ein Sammelbus startet nochmals um 18:30, hält aber nur an ausgewählten Stationen
  2. Ethnic Attractions Hopper A und B - Beide Touren zeigen da bunte Völkergemisch des Stadtstaates. Auf zwei streckenweise unterschiedlichen Touren führen sie durch Chinatown, Little India, Kampong Glam sowie Arab Street. Tour A startet am Singapore Flyer um 09:30, 11:30, 15:30 und 17:30, Tour B am selben Ort um 10:30, 12:30, 14:30 und 16:30
  3. Marina Attractions Hopper - Die kleine Rundtour führt durch Raffles Town und die Marina Bay (via City Hall MRT, Esplanade MRT). Zwischen 13:00 und 19:00 startet alle halbe Stunde ein Bus am Singapore Flyer
  4. Sentosa Attractions Hopper - Dieser Bus führt speziell nach Sentosa Island.

Land- und Wassertour[Bearbeiten]

Eine weitere Möglichkeit, die Innenstadt rund um die Marina Bay zu erkunden, bieten Touren, die mit Amphibienfahrzeugen (Ducktours) durchgeführt werden. Die Tour beginnt mit einer kleinen Rundfahrt im Stadtzentrum. Dann fährt das Fahrzeug direkt ins Wasser und fährt eine Runde durch die Marina Bay. Die Tour kostet ca. 30,00 $.

Singapur zu Fuß[Bearbeiten]

  • Singapore Walks, 100 Lorong 23 Geylang. Tel.: +65 63251631, Fax: +65 62240136. Singapore Walks bietet eine Reihe von geführten Stadtrundgängen an. Ziele sind unter anderem der koloniale Distrikt, Chinatown, Little Inida. Die Wanderungen kosten 30,00 $ (Kinder 15,00) und dauern ca. 2,5 Stunden. Die Tageswanderungen starten 09:30, Abendtouren gibt es ebenfalls. Individuelle Touren sind ab einer Mindestzahl (irgendwas um die 20) rund um die Uhr möglich.

Marina Bay[Bearbeiten]

Infinity-Pool und Aussicht auf Skyline

Das Marina Bay Sands Hotel sieht schon bei Tag spektakulär aus, gegen Eintritt kann man auch auf die oberen Stockwerke fahren und die Aussicht genießen (der Infinity-Pool ist leider nur für Hotelgäste). Bei Nacht (um 20:00 und 21:30) gibt es eine Lasershow mit Wasserspielen, die sich von der Oper (ebenfalls ein beeindruckendes Bauwerk) gut beobachten lässt.

Suntec City / Fountain of Wealth[Bearbeiten]

In Suntec City liegt der Fountain of Wealth (Springbrunnen des Reichtums) - der ehemals größte Brunnen der Welt. Der Zugang zum Brunnen befindet sich im Untergeschoss der Suntec City, mehrere Wendeltreppen führen von dort zum Fountain of Wealth. Tagsüber werden die Fontänen öfters heruntergefahren und Besucher können dann über einen schmalen Steg die einzig verbliebenen Wassersäulen in der Mitte umwandeln (dabei wird eine Hand permanent in das Wasser gestreckt). Das soll Glück und Reichtum bringen.

Nach Einbruch der Dunkelheit gibt es eine etwa einstündige Lasershow mit weiteren Wasserspielen und Musik. An bestimmten Tagen kann man Musiktitel oder mit Laser gezeichnete Nachrichten auf der Wasserwand dem oder der Liebsten widmen.

Homepage Suntec City

Kaufen[Bearbeiten]

Umtauschkurs (1. Nov. 2017) [1]
1 S$ 0,63 €
1 S$ 0,74 US$
1 S$ 3,11 Malay. Ring.
1 S$ 9975 Indon. Rup.

Landeswährung ist der Singapore Dollar, abgekürzt mit S$ oder bei Banken SGD oft einfach nur $. Ein Dollar ist unterteilt in 100 Cents. Es existieren Münzen zu 0,05 $ (messing), 0,10 $ (silber), 0,20 $ (silber), 0,50 $ (silber) und 1 $ (gold). Außerdem gibt es Scheine im Wert von 2 $ (lila), 5 $ (grün), 10 $ (rot), 50 $ (blau), 100 $ (orange), 1000 $ (lila) und 10000 $ (gold). Der Brunei Dollar ist eins zu eins an den Singapore Dollar gebunden, man braucht sich also nicht zu wundern, falls man einen Brunei-Geldschein als Wechselgeld erhält.

Restaurants geben die Preise meistens in der Form 19.99++ $ an, was bedeutet, dass die Preise Steuern (5%) und Bedienung (10%) noch nicht enthalten und zum Rechnungsbetrag am Ende noch addiert werden. Hotels und eingebildete Restaurants geben die Nettopreise eventuell sogar als +++ an, wobei das dritte Plus 1% CESS (einer Art „Touristensteuer“) entspricht, was einen Gesamtzuschlag von 16,55% ausmacht.

Trinkgelder sind in Singapur unüblich, selbst Taxifahrer geben das Wechselgeld im Allgemeinen bis auf den letzten Cent raus oder runden sogar zu ihren Ungunsten ab, um sich nicht mit Kleingeld rumplagen zu müssen.

Preise[Bearbeiten]

Verglichen mit asiatischem Standard ist Singapur teuer. Für Touristen aus den meisten Industrienationen ist es hier jedoch immer noch günstig: 50 $ pro Tag ist ein perfektes Auskommen für einen Backpacker, insbesondere Essen bekommt man mit dem exzellenten Hawker Food für weniger als 5 $ pro Mahlzeit. Für die Unterkunft zahlt man hingegen schon etwas mehr, aber ein Bett in einem Hostel findet man auch schon für weniger als 20 $. Selbst in den meisten Luxushotels (vom Raffles vielleicht abgesehen) kann man sich mit den richtigen Rabatten schon für 200 $ einquartieren.

Shopping[Bearbeiten]

freilebende Affen in Bukit Timah.

Neben Essen ist Einkaufen die große Lieblingsbeschäftigung der Singapurer und dementsprechend ist Singapur das Einkaufsparadies schlechthin. Die größte Einkaufsstraße ist die Orchard Road, in der sich ein Einkaufszentrum an das Nächste reiht, welche vor allem Nobelgeschäfte beherbergen. Dementsprechend hoch sind auch die Preise. Herausragende Shopping Centres sind ION und Takashimaya (oft interessante Aktionen im Tiefgeschoss). Günstigere Preise findet man in Bugis, hier gibt es die neuesten Trends (und daher ist es in erster Linie bei Singapurs Teenagern sehr beliebt). Sehr gute Auswahl findet sich auch im Vivo-City an der Zufahrt nach Sentosa / Nähe des Kreuzfahrtterminals (MRT Harbour Front). Die besten Preise und interessantesten Sachen gibt es in Little India oder Chinatown, denn hier leben und kaufen die einheimischen ethnischen Gruppen Singapurs, wobei es aber auch schon viele Läden gibt, die sich speziell auf Touristen eingerichtet haben. Interessant für Kunsthandwerk und Einrichtungsgegenstände asiatischer Provenienz ist Dempsey (gegenüber Botanic Garden) ein ehemaliges Kasernengelände mit einer Reihe sehr guter Geschäfte und Restaurants. Sehr beliebt bei Expats. Beim Kauf von Kleidung und Schuhen ist zu beachten, dass Größen für Männer über 1,80, Frauen über 1,65 und Schuhgrößen ab 44 bzw. 39 so gut wie nicht erhältlich sind.

Die Zeiten, in denen Elektronik in Singapur vergleichsweise günstig waren sind wegen des gestiegenen Wechselkurses und der in Deutschland transparenteren Preisfindung im Internet vorbei. Wer genau weiß, was er möchte, kann in der Funan Mall oder den Ketten (besonders Challenger) möglicherweise noch ein paar Euro gegenüber den deutschen Preisen sparen. Man sollte dann aber bedenken, das der deutsche Zoll hier zuschlagen kann und bezüglich Kulanz oder Garantie deutliche Abstriche zu machen sind. Definitiv zu meiden sind die Touristen-orientierten Geschäfte auf der Orchard Road (besonders im berüchtigten Lucky Plaza). Für Computerzubehör empfiehlt sich der Sim Lim Square aber hier ist genaue Kenntnis der Materie und Preise angeraten. Auf alle Fälle sollte man sich vor jedem Kauf bewusst sein, dass in Singapur 220 V Spannung mit einem dreipoligen (englischen) Stecker verwendet wird.

Im Gegensatz zu den meisten anderen südostasiatischen Ländern sind in Singapur Raubkopien nicht erhältlich.

Trinkgeld[Bearbeiten]

Gepäckträger 1 bis 2 $ pro Gepäckstück

Zimmermädchen 1 bis 2 $ pro Tag

In Singapur gibt man nur in Hotels (ab der Mittelklasse) Trinkgeld. Auch bei Taxifahrern kann man den Fahrpreis zum nächsten vollen Dollar-Betrag aufrunden.

Ansonsten sind Trinkgelder in Singapur unüblich und teilweise gesetzlich verboten (wie beispielsweise am Flughafen).

Küche[Bearbeiten]

Wie schon erwähnt ist Essen eine Art Volkssport in Singapur und somit ist das Land als Schmelztiegel der Kulturen wahrhaftig eine kulinarische Reise wert! Der Vielvölkerstaat ist ein Paradies für Gourmets, der eine einmalige Auswahl an Geschmacksrichtungen bietet: chinesische, malaiische, indische, thailändische, indonesische, japanische und koreanische Gerichte bietet die einheimische Kochkunst, aber auch der eingeschworene Konsument westlicher Speisen muss auf europäisches oder amerikanisches Essen nicht verzichten.

So breit wie die Auswahl an Geschmacksrichtungen, so vielfältig ist das Angebot an Restaurants im Stadtstaat. Die einheimische Küche kann man am besten in den einfachen Garküchen der Hawker Centres oder Foodcourts testen, wo landestypische Gerichte sehr schnell und preiswert (ein Gericht kostet nur wenige Dollar) serviert werden. In den luxuriösen klimatisierten Restaurants und Hotels findet man exzellente Kulinaria aus der ganzen Welt, allerdings zu entsprechend höheren Preisen.

lokale Spezialitäten[Bearbeiten]

Folgende Gerichte gehören zu den Lieblingsgerichten der Einheimischen und sollten auf der Tagesordnung jedes Reisenden stehen:

  • Satay — Fleischspieße, serviert mit Erdnusssauce, in Kokosmilch gekochtem Reis, Gurke und Zwiebeln
  • Laksa — Kokosnuss-Curry-Suppe mit Reisnudeln und Shrimps
  • Hainanese Chicken Rice — gedünstetes Hähnchen mit Duftreis und Chili-Soße
  • Chilli Crab — hartschalige Krebse mit einer Tomaten-Chili-Soße
  • Char kway teow — verschiedene gebratene Nudeln mit einer dunklen, süßen Soße, Fischfrikadellen, chinesischen Würstchen, Hähnchen oder Shrimps und Gemüse
  • Fish Head Curry — in scharfer Currysoße gegarte Fischköpfe mit Gemüse und Reis
  • Rojak — Salat aus Früchten und Gemüse mit Krabbenpaste und Erdnüssen
  • Hokkien Fried Mee — gelbe Nudeln mit Schweinefleisch, Shrimps und Gemüse
  • Durian — eine tropische Singapur-typische Frucht, um die die meisten Touristen wegen ihres Gestanks angeekelt einen großen Bogen machen. Von den meisten Einheimischen wird die Durian jedoch als Spezialität betrachtet.

Hawker Centre und Foodcourts[Bearbeiten]

Hawker Centre

Die billigste und beliebteste Art in Singapur zu Essen sind Hawker Centre. Die heutigen Hawker Centre sind eine Ansammlung früherer Straßenverkäufer, die von der Regierung in geschlossene Komplexe gelenkt wurden, um so die Hygiene zu verbessern. Die Preise sind niedrig (die meisten Gerichte kosten zwischen 2 und 5 $ ), Hygiene-Standards hoch (die einzelnen Garküchen, sogenannte Stalls, werden regelmäßig kontrolliert und bewertet; das Kurz-Ergebnis in Form eines Großbuchstabens, beginnend mit A und dann absteigend, hängt gut sichtbar aus) und das Essen kann ausgezeichnet sein (ein Indiz für gutes Essen sind lange Schlangen vor einem Stall). An Atmosphäre mag es mitunter mangeln, es gibt auch keine Klimaanlage, jedoch ist der Besuch eines Hawker Centres ein unbedingtes Muss während eines Singapur-Aufenthalts!

In den Hawker Centres ist es üblich, sich zuerst einen Tisch zu suchen und ihn irgendwie zu belegen, sich die Tischnummer zu merken und sich dann bei den Garküchen die angebotenen Gerichte anzusehen. Hat man sich für eins entschieden, nennt man bei der Bestellung seine Tischnummer und bekommt es wenige Zeit später an den Tisch geliefert. Bezahlt wird erst, wenn man das Essen erhält. Gelegentlich gibt es auch Stalls mit Selbstbedienung, in denen man sich das Gericht dann selber abholen muss.

In Singapur hat quasi jeder Wohnblock sein eigenes Hawker Centre, denn Singapurer kochen selten zu Hause und nehmen fast jede Mahlzeit außer Haus ein. Die beliebtesten Hawker Centre bei Touristen sind die zentral gelegenen Newton Circus (nahe der Orchard Road) und Lau Pa Sat (nahe des Singapore River), — weshalb sie aber nicht unbedingt die billigsten und besten sein müssen, vielmehr sollte der anspruchsvolle Gourmet sein Glück statt dessen lieber in Chinatown versuchen. Aktuelle Informationen über das beste Hawker Food der Stadt findet man unter Makansutra.

Foodcourts sind die verbesserte und klimatisierte Version der Hawker Centre. Man findet sie im Untergeschoss fast jeder Shopping Mall, das angebotene Essen ist das Gleiche, unter Umständen jedoch etwa 1 bis 2 $ teurer.

Restaurants[Bearbeiten]

Singapur bietet eine große Auswahl an Restaurants, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Als Hafenstadt sind Meeresfrüchte in Singapur eine allgemein anerkannte Spezialität, die besten Fischrestaurants findet man an der East Coast. Restaurants mit moderaten Preisen und internationalem Angebot findet man in CHIJMES, am Singapore River und in Holland Village. Luxusrestaurants gibt es vor allem in den Hotels der gehobenen oder Luxusklasse, wo Köche aus den verschiedenen kulinarischen Richtungen ausgezeichnete Gerichte der Fusion Cuisine kreieren.

  • Einen einmaligen Ausblick bietet das Equinox, das höchste Restaurants Asiens, was sich im 70. Stockwerk des markanten Swissôtel The Stamford befindet. Hier hat man bei ausgezeichnetem Essen in faszinierender Atmosphäre einen perfekten Blick auf das CBD mit seinen Kolonialbauten, dem Singapore River und den Wolkenkratzern der Finanzwelt.

Coffee Shops[Bearbeiten]

Coffee Shops sind das singapurische Äquivalent zu Kneipen, denn hier trifft man sich nicht nur morgens zum Frühstück, sondern auch auf ein Schwätzchen beim Bier am Abend. Auch wenn es der Name nicht unbedingt vermuten lässt, bieten Coffee Shops neben verschiedenen Kaffeearten eine große Auswahl an Getränken und kleineren oder größeren Gerichten.

Die meisten Coffee Shops gehören zu lokalen Ketten wie Coffee Bean and Tea Leaf, Coffee Club und Délifrance, die zu Hauf im CBD vertreten sind. Einen einfachen Iced Coffee bekommt man jedoch selten unter 4 $, wobei ein einheimischer teh tarik or kopi Kaffee in jedem Hawker Centre schon für weniger als 1 $ zu haben ist.

Nachtleben[Bearbeiten]

Singapurs Nachtleben ist zwar kein Vergleich zu Patpong, jedoch auch nicht zu verachten. Einige Clubs haben sogar 24 Stunden geöffnet, und nur wenige schließen vor vier Uhr morgens. Das Nachtleben konzentriert sich hauptsächlich auf das CBD, vor allem auf die Mohammed Sultan Road und den Singapore River. Auch in Kampong Glam, insbesondere in der Haji Lane gibt es viele Bars und Kneipen.

Alkohol[Bearbeiten]

Alkohol ist quasi überall verfügbar, jedoch auf Grund Singapurs hoher „Sündensteuern“ ziemlich teuer, obgleich die Preise in letzter Zeit leicht gesunken sind und man mittlerweise in einem Hawker Centre ein Bier für weniger als 6 $ bekommt. In Bars oder Restaurants zahlt man jedoch für Drinks weiterhin exorbitante Preise (mindestens 10 $).
Der Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit zwischen 22.30 und 7.00 Uhr ist strafbewehrt. Zu diesen Zeiten ist auch der Verkauf in Geschäften untersagt. Weiterhin darf in den Stadtteilen Geylang und Little India an Wochenenden ganztägig nicht öffentlich getrunken werden.

  • Wie auch in Malaysia ist Tiger Beer, ein eher mildes Lager, Singapurs meistgetrunkenes Bier.
  • Touristen scharen sich in der Long Bar des Raffles Hotel um den original „Singapore Sling“ zu probieren, der jedoch bei den Einheimischen keinen guten Ruf hat und gemieden wird.

Tabak[Bearbeiten]

Tabak wird ebenfalls heftig besteuert und ist daher sehr teuer. Bei der Einreise nach Singapur darf man nicht mehr als zwei Päckchen (einzelne Päckchen, keine Stangen!) einführen. An den meisten öffentlichen Plätzen ist Rauchen nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist Rauchen komplett verboten.

Prostitution[Bearbeiten]

Prostitution wird in sechs bestimmten Gegenden toleriert, einschließlich Geylang, wo man – nicht zufällig – auch die günstigsten Unterkünfte der Stadt findet. Die Branche hält sich in Singapur eher bedeckt (es gibt hier keine Go-Go-Bars) und ist bei weitem keine Touristenattraktion.

Unterkunft[Bearbeiten]

Verglichen mit anderen südost-asiatischen Ländern sind Übernachtungsmöglichkeiten in Singapur nicht gerade günstig, da sich jedoch in letzter Zeit die Regierung verstärkt für günstige Hotels und Hostels einsetzt, lässt dies zu hoffen, dass sich die Situation diesbezüglich bald etwas verbessert.

Unter Stay in Singapore kann man Hotelzimmer aller Kategorien online buchen.

Das weltbekannte Raffles

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • Mittelklasse-Hotels drängen sich in Geylang, wo sie sich in erster Linie an Kunden richten, die Zimmer stundenweise mieten. Hotels unter 100 $ sind zweckmäßig, jedoch einfach eingerichtet, in der Preisklasse von 100 $ bis 150 $ findet man aber auch schon einige gehobene Hotels.
  • Die Kette Hotel 81 ist eine preiswerte Option (Zimmer ab 49 $, oft allerdings ohne Fenster oder mit brüllender Klimaanlage).
  • Die Hotelkette Fragrance Hotel, +65-62526888, hat an der Balestier Rd mit den Hausnummern 255, 263, 418 allein drei Angebote, die mehr oder weniger akzeptabel sind. Ab 79,00 $.
  • Ebenso hat Value Hotel, Tel: +65-63582323, an dieser Straße, der Balestier Road, drei Häuser, Hausnummer 218, 302 und 592. Sie sind etwas ansehnlicher und sauber. Nice und Balestier (10 Minuten Fußweg durch die Moulmein Rd zur MRT-Station Novena) kosten ab 79 $, Thomson ab 89 $. Standardräume haben kein Fenster, nur der Raumtyp Superior hat Fenster. Internetanschluss kostet 10 $ am Tag.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Singapur bietet jede Menge Luxusunterkünfte, allen voran natürlich das legendäre Raffles Hotel. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei 200 $.

Wer sich bei diesen Preisen keine Übernachtung leisten kann, sollte aber trotzdem an einem Abend die Bar des Hotels besuchen und dort einen Cocktail zu sich nehmen. Das Ambiente ist beeindruckend und abends gibt es häufiger Live-Musik.

Eine erholsame Alternative außerhalb des City Centers ist die vorgelagerte Insel Sentosa, die mit einer Brücke zu Hauptinsel verbunden ist. Auf Sentosa gibt es zwei exzellente Hotels

  • 1 Shangri-La Rasa Resort *****. Preis: Zimmer ab 250 $.

Lernen und Studieren[Bearbeiten]

  • National University of Singapore. Eine der besten Universitäten der Welt und sehr beliebt bei Austauschstudenten. Der Campus befindet sich 12 km außerhalb des Stadtzentrums in Kent Ridge.
  • Nanyang Technological University. Die zweite Universität von Singapur. Sie gehört zu den besten Universitäten in Südostasien, ist jedoch mehr auf technische Fächer ausgerichtet. Die Universität liegt im Westen von Singapur in Jurong.
  • Singapore Management University. Die dritte und neueste Universität von Singapur. Seit Juni 2005 hat die Universität ihren Campus von den Botanical Gardens in die Innenstadt verlegt, die angebotenen Fächer gehen alle in Richtung Business und Economics.

Allgemeine Informationen zum Thema findet man unter Singapore Edu

Arbeiten[Bearbeiten]

Gelegenheitsarbeit ist fast unmöglich, da man eine work permit (WP) oder einen employment pass (EP) braucht, um in Singapur zu arbeiten. Praktisch bedeutet dies, dass man ein konkretes Stellenangebot benötigt und die betreffende Firma in Ihrem Namen eine Arbeitserlaubnis beantragt. Mit einer guten Ausbildung und den richtigen Fähigkeiten ist es aber im Allgemeinen nicht schwer, eine Arbeit in Singapur zu finden. Wenn die Beschäftigung jedoch beendet ist, erhält man ein Besuchervisum, das einem nur noch weitere 14 Tage Aufenthalt in Singapur erlaubt, in denen man eine neue Arbeit suchen kann. Auf keinen Fall hingegen sollte man das Visum überziehen oder ohne die benötigten Papiere arbeiten, da dies in einem kurzen Aufenthalt in einem lokalen Gefängnis endet, mit zusätzlichen Geldstrafen und einer eventuellen Abschiebung. Weitere Informationen erteilt das Ministry of Manpower.

Feiertage[Bearbeiten]

Dank seiner multikulturellen Gesellschaft gibt es in Singapur neben den weltlichen Feiertagen chinesische, muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Feiertage. Viele religiöse Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, so dass die Daten von Jahr zu Jahr variieren. <--! Den genauen Tag kann man zum Beispiel unter http://www.sg/explore/holidays2006.htm nachschauen.--> Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag.

Chinesisches Neujahr: River Hong Bao 2006
Termin Name Art Bedeutung
01.01. Neujahr weltlich Begrüßung des neuen Jahres mit Feuerwerken und Silvesterparties
variiert Hari Raya Pusa islamisch Ende des Ramadans
Jan/ Feb Chinesisches Neujahr chinesisch das größte Fest des Jahres, Feier des neuen Jahres nach dem Mondkalender
variiert Hari Raya Haji islamisch Fest zu Ehren der Mekkapilgerer
März/ April Karfreitag christlich Gedenken an die Kreuzigung Jesu Christi
01.05. Tag der Arbeit weltlich Erinnerung an die Arbeiterbewegung
Mai/ Juni Vesak Day buddhistisch Geburtstag des Buddha Sakyamuni
09.08. Nationalfeiertag weltlich Erinnerung an die Unabhängigkeit vom 9. August 1965
Okt/ Nov Deepavali hinduistisch Triumph des Guten über das Böse
25.12. Weihnachten christlich Geburt Jesu Christi

Neben diesen offiziellen Feiertagen gibt es im Laufe des Jahres noch zahlreiche andere Feste.

Termin Name Art Bedeutung
Jan/ Feb Ponggal hinduistisch tamilisches Erntedankfest
Jan/ Feb Thaipusam hinduistisch Fest zu Ehren des Hindugottes Subramaniam
Jan/ Feb Chingay Parade chinesisch Parade auf der Orchard Road zum Abschluss des Chinesischen Neujahrsfestes
März/ April Qing Ming Festival chinesisch Verehrung der Vorfahren
Juni Drachenbootfestival chinesisch Gedenken an die chinesische Dichterin Qu Yuan
Aug/ Sep Hungry Ghosts Festival chinesisch Besänftigung der bösen Geister
September Mid-Autumn Festival chinesisch Fest zu Ehren eines chinesischen Patrioten

Sicherheit[Bearbeiten]

ein typisches “Fine”-Schild

Singapur gilt als eine der sichersten Städte der Welt. Kriminalität ist nahezu ein Fremdwort hier, da potenzielle Täter durch extrem hohe Strafen abgeschreckt werden. So kann man sich praktisch zu jeder Tageszeit und an wirklich jedem Ort, völlig ungefährdet aufhalten und bewegen.

Allerdings muss sich auch ein normaler Bürger und Tourist entsprechend der singapurischen Strafgesetzgebung verhalten und in Singapur sind einige Sachen verboten, die in anderen Ländern toleriert werden. Zum Beispiel ist es in Singapur verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder MRT-Stationen zu essen oder zu trinken, die Straße nicht an ausgewiesenen Übergängen zu überqueren, auf die Straße zu spucken oder Müll liegen zu lassen. Daher sollte man auf die ohnehin nicht zu übersehenden “Fine”-Schilder achten und sich entsprechend verhalten, denn bei Verstößen drohen einem nicht unbedeutende Strafen. Das höchste Gericht hat erst 2014 das gesetzliche Verbot homosexueller Handlungen (zwei Jahre Haft) erneut bestätigt.

Auch wenn es die vielen Regeln und der Singapur-typische Slogan “Singapore is a fine city!” (Spiel mit der Doppelbedeutung von “fine” = “schön” und “fine” = “Strafgebühr") vermuten ließen, sieht man in Singapur recht wenig Polizisten, (Sind alle in Zivil gekleidet ) die das Einhalten der Gesetze kontrollieren. Strafen werden hier hauptsächlich als (in der Tat wirkungsvolle) Präventiv-Maßnahme angesehen, die dafür sorgen, dass Singapur eine sehr sichere und saubere Stadt ist und bleibt.[2]

Die Strafandrohungen sind teilweise drakonisch und vervielfachen sich bei Wiederholungstätern: Kaugummikauen S$ 10000 und/oder 2 Jahre Haft; Ausspucken oder öffentliche Toilette nicht spülen S$ 1000, Nacktheit in einsehbarem Raum (als auch durchs Fenster sichtbar im Privatzimmer) bis S$ 2000, Graffittisprühen bringt neben Haft regelmäßig auch Auspeitschung mit sich.

Drogenverstöße werden in Singapur extrem ernst genommen. Jegliche Art von Drogenhandel, -herstellung, -import oder -export wird drakonisch bestraft. Ab einer Menge von 15 g Heroin, 28 g Morphium oder 500 g Cannabis muss zwingend die Todesstrafe verhängt werden. Singapur hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl die höchste Hinrichtungrate der Welt. Auch an westlichen Ausländern wird die Todesstrafe durch Erhängen regelmäßig vollstreckt. Daran änderten auch die z.T. massiven diplomatischen Drohungen der Heimatländer und die persönliche Einschaltung der jeweiligen Regierungschefs nichts. Begnadigungen gibt es fast nie. Das musste beispielsweise auch ein Australier erfahren, der sich als Drogenkurier betätigte, da Kriminelle seinen Bruder entführten und andernfalls mit seiner Ermordung drohten. Eine Deutsche entkam dem Galgen nur, weil die gefundene Menge hauchdünn unter den Grenzwerten lag. Ebenso wird auch schon der Besitz geringer Drogenmengen hart bestraft. Umso dringender muss auch auf sonst übliche Sicherheitsmaßnahmen verwiesen werden: Niemals für jemanden etwas mitnehmen (so teuer ist die Post nicht), niemals Gepäck unbeaufsichtigt lassen.

Notfallnummern:

  • Feuerwehr/ Ambulanz: 995
  • Polizei: 999
  • Samaritans of Singapore (SOS): 1800 221 4444
  • Ambulanz (kein Notfall): 1777
  • Singapore General Hospital: 6222 3322

Gesundheit[Bearbeiten]

Leitungswasser kann in Singapur bedenkenlos getrunken werden, Hygienestandards sind sehr hoch und die ärztliche Versorgung ausgezeichnet.

Als tropisches Land ist Singapur heiß und feucht und man sollte, um Kreislaufproblemen vorzubeugen, viel Wasser trinken. Die niedrigste Temperatur, die jemals in Singapur gemessen wurde, lag 1934 bei 19,4 Grad Celsius, weshalb man vor allem legere, leichte Baumwollkleidung mitnehmen sollte. Da in vielen Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln Klimaanlagen meist auf sehr kalt eingestellt sind, kann hier ein leichter Pullover sehr nützlich sein.

Malaria ist in Singapur kein Thema, die Region ist jedoch unter Umständen vom Dengue-Fieber bedroht. Daher hält Singapur strikte Moskito-Kontrollen aufrecht (Zurücklassen von abgestandenem Wasser wird mit Geldbußen bestraft), die jedoch natürlich nicht bis in die Naturreservate der Insel reichen, daher kann hier die Verwendung von Insektenschutzmitteln sinnvoll sein.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Orchideen

Da Singapur fast direkt am Äquator und mitten in den Tropen liegt, ist das Klima eigentlich das ganze Jahr über heiß und schwül, es gibt keine Jahreszeiten wie man sie bei uns kennt und nur geringe Temperaturschwankungen.

Die Tagestemperatur liegt zwischen 23 °C und 34 °C, es werden fast nie Temperaturen außerhalb dieses Intervalls erreicht. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt bei 84 %, während langer, starker Regenfälle werden aber auch oftmals 100 % erreicht.

Es gibt keine feste Regenzeit, jedoch sind die Monate Dezember und April die regenreichsten, Februar und Juli die trockensten Monate.

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

  • Kleidung — beim Besuch von Tempeln und Moscheen müssen Arme und Beine bedeckt sein
  • Schuhe ausziehen — beim Besuch von Hindu-Tempeln und Moscheen müssen Schuhe ausgezogen werden
  • Weitergeben von Essen — indische und muslimische Speisen sollten immer mit der rechten Hand gegessen und gereicht werden
  • Trinkgeld — in Restaurants und Taxis ist Trinkgeld nicht üblich und am Flughafen sogar verboten. Lediglich außergewöhnliche Leistungen sollten mit Geld honoriert werden.

Außer den sehr strengen Drogengesetzen (siehe oben) ist auch zu beachten, dass es in Singapur ebenfalls sehr strenge Gesetze gegen Verunreinigung und Vandalismus gibt. Essen und Getränke sind in der U-Bahn strengstens verboten, eine weggeworfene Zigarette kann schnell mehrere hundert Euro kosten, Vandalismus wird regelmäßig mit Stockhieben bestraft.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Hindutempel

Die internationale Vorwahl von Singapur ist 65.

Es gibt drei große Telefonanbieter in Singapur, die auch das Roaming von deutschen Mobiltelefonen (für GSM-900 oder GSM-1800 Netze) aus ermöglichen.

Es lohnt, wenn man sich bei seinem deutschen Mobilfunkbetreiber über die Preise der verschiedenen singapurischen Anbieter informiert, damit man sich dann in das günstigste Netz einwählen kann.

Öffentliche Telefonzellen sind auf der Insel ebenfalls weit verbreitet. Es gibt Münztelefone (ein dreiminütiges Ortsgespräch kostet 10 Cent), Kartentelefone (für die man unter anderem bei der Post Telefonkarten im Wert von 3, 5, 10, 20 oder 50 $ kaufen kann) oder Kreditkarten-Telefone. Auslandsgespräche können am günstigsten von Kartentelefonen getätigt werden, zumal die meisten Münzsprecher ohnehin nur für Ortsgespräche funktionieren.

Der IDD-Zugangscode ist 001 (für SingTel), 002 (für M1) und 008 (für Star Hub), mittlerweile gibt es aber auch schon zahlreiche Billignummern, über die man sich bei den oben genannten Telefonanbietern erkundigen kann.

Sollte man längere Zeit in Singapur bleiben und viele Anrufe innerhalb Singapurs tätigen, ist es sinnvoll, eine Prepaid-Karte bei einem lokalen Anbieter zu erwerben, da sie deutlich günstigere Konditionen bieten. Eine SIM-Karte kostet 10-20 $, ein Inlandsgespräch 5-25 Cent pro Minute und eine SMS ungefähr 5 Cent.

Die singapurische Post arbeitet sehr effizient, es gibt überall kleine oder größere Postämter. Eine Postkarte nach Deutschland kostet 50 Cent, ein normaler Brief muss mit 1 $ frankiert werden. Die Beförderung nach Europa dauert ungefähr eine Woche, wobei man die Sendungen mit einem Airmail-Aufkleber kennzeichnen sollte. Die Gebühren für andere Postdienste erfährt man bei der SingPost.

Botschaft[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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