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Laos

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Die Demokratische Volksrepublik Laos (ສາທາລະນະລັດ ປະຊາທິປະໄຕ ປະຊາຊົນລາວ) ist ein Land in Südostasien. Es grenzt im Osten an Vietnam, im Norden an China und Myanmar, im Westen an Thailand und im Süden an Kambodscha.

Lage
Karte von Südostasien mit eingezeichneter Lage von Laos
Flagge
LaosFlagge Laos
Kurzdaten
Hauptstadt Vientiane
Staatsform Volksrepublik
Währung Kip (LAK),
1 € = ca. 9000, 1 US$ = ca. 8000 LAK (03.09.2016)
Fläche 236.800 km²
Bevölkerung 6,834 Mio (Juli 2009)
Sprachen Lao
Religionen Buddhisten 67 %, Animisten 31,5 % und 1,5 % christliche Glaubensrichtungen
Stromnetz 220 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +856
Internet TLD .la
Zeitzone UTC+7, MEZ+6

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Karte von Laos
  • Vientiane - die Hauptstadt, die ihren dörflichen Charakter immer mehr verliert. Trotzdem immer noch ein verzauberndes Ambiente.
  • Vang Vieng - der Touristenmagnet nördlich von Vientiane, grenzt an das höchste Gebirge in SO-Asien.
  • Luang Prabang - Die alte Königshauptstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und bietet unzählige Tempel. Ca. 25 km nördlich von Luang Prabang liegen die Höhlen Tham Thing, die viele Buddhafiguren beherbergen.
  • Muang Xing - Ganz im Norden, ca. 12 km vor der chinesische Grenze liegt Muang Xing. Diese Stadt sollte man ca. 1 Woche nach dem Lichterfest in Vientiane besuchen. Zu dieser Zeit findet hier auch ein Festival statt.
  • Pakse - Startpunkt für Ausflüge in den Süden zu den 4000 Islands, den Mekongwasserfällen und Grenzübergang nach Kambodscha.
  • Phonsavan - Ausgangspunkt, um die Ebenen der Tonkrüge zu besuchen.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Wat Phou: Die 8 km südöstlich von Champasak gelegene Khmer-Tempelanlage ist das bedeutendste Heiligtum der Khmer außerhalb Kambodschas. 2003 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.
  • Ebene der Tonkrüge - Ebenen mit großen Tonkrügen, deren Herkunft noch immer nicht geklärt ist - eines der Mysterien des Landes.

Die besuchenswertesten Ziele in Laos sind vielleicht die vielen kleinen Dörfer, oft schwer zugänglich, infrastrukturell wenig entwickelt, abenteuerlich für Reisende zu besuchen - aber nur hier lässt sich Laos wirklich erleben und verstehen. Die Gastfreundschaft der lokalen Bevölkerung macht den Aufenthalt für jeden möglich. Als Bezahlung für Übernachtung und Essen empfiehlt sich Bargeld; Essen, Gebrauchsgegenstände, auch Schnaps und Zigaretten werden gerne angenommen. Sich vor einem Besuch über die lokalen Sitten und Gebräuche zu informieren und sich auch danach zu richten, sei jedem sehr ans Herz gelegt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Während Thailand als verblüffend, Vietnam als geschäftig, die Tempel von Kambodscha als furchteinflössend und die Militärregierung in Burma (Myanmar) als brutal wahrgenommen werden, könnte das Adjektiv für Laos vielleicht vergessen sein. Unerschrockene Touristen wird die ruhige Lebensart der Laoten anziehen. Es gibt mehrere auf der Welt einzigartige Attraktionen in Laos, doch viele sind nur mit einigem Zeitaufwand zu erreichen. Hektik ist in diesem Land ein Fremdwort und kein Laote wird sich von der Ungeduld eines westlichen Touristen anziehen lassen.

Anreise[Bearbeiten]

Die erste Wahl ist hier das Flugzeug. Es gibt vor allem Flüge von Bangkok aus nach Vientiane, Luang Prabang und Pakse. Direktflüge aus Europa sind deutlich teurer als Verbindungen nach Bangkok mit Weiterreise per Bahn.

Mit der Bahn kann man von Bangkok Hua Lamphong Bahnhof und Nong Khai über die 1. Freundschaftsbrücke nach Laos anreisen. Leider endet zur Zeit die Reise in Tha Na Leng kurz hinter der Grenze. Der Weiterbau bis zur Hauptstadt Vientiane ist geplant.

Mit dem Auto und Bus gibt es mehrere Möglichkeiten aus Thailand nach Laos einzureisen. Zwischen Vientiane und Nong Khai (Thailand) befindet sich die „1. Freundschaftsbrücke“ über den Mekong. Seit 2007 verbindet eine zweite Brücke das thailändische Mukdahan mit Savannakhet. Seit 2011 gibt es eine dritte Brücke zwischen Thakhek und Nakhon Phanom (Thailand). Ende 2013 wurde die vierte Brücke ganz im Norden bei Chiang Khong / Ban Houayxay eröffnet.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Deutsche und Angehörige anderer europäischer Staaten benötigen für die Einreise ein Visum. In der Botschaft von Laos, Bismarckstr. 2a, in Berlin kann man ein Touristen-Visum (Typ T-B3) für 40 € beantragen. Es gilt für 15tägige Aufenthalte. Besucher, die 15-30 Tage bleiben wollen, erhalten zum selben Preis eine Einreiseerlaubnis (NI-B3), müssen aber eine Reisebestätigung aus Laos vorweisen. In Berlin ist man auch zuständig für Staatsangehörige von Polen, Tschechien, Litauen und Lettland. Österreicher erhalten ein Visum bei der Botschaft Sommerhaidenweg 43, 1180 Wien (☎ +43) 1 890 2319-13).

Anträge, auch per Post, werden frühestes 50 Tage vor geplanter Einreise angenommen, der biometrische Reisepaß muß mindestens noch 6 Monate gültig sein. Bei der Einreise ist eine “Immigration Card” auszufüllen. Das Visum ist auch bei der laotischen Botschaft in Bangkok und beim Konsulat in Khon Kaen (Thailand) erhältlich. Verlängerungen (für Touristen nur einmal möglich) sind ggf. beim Foreigner Control Department in Vientiane zu beantragen (ggü. Talat Sao, Morning Market). Bei Überziehung der erlaubten Aufenthaltsdauer werden kalendertäglich 10 US$ fällig.

Staatsangehörige der Schweiz und solche von Luxemburg benötigen seit dem 1. September 2009 kein Visum mehr, wenn sie sich weniger als 15 Tage im Land aufhalten werden (Information vom Honorarkonsulat von Laos in der Schweiz, Bahnhofstrasse 52, CH-6430 Schwyz).

Es ist auch möglich, ein “Visa on arrival” erst bei der Einreise zu beantragen. Das ist auf den internationalen Flughäfen von Vientiane, Luang Prabang und Pakse möglich sowie an wichtigeren Grenzposten (Übersichtskarte), wenn man nicht per Flugzeug einreist. Das Touristenvisum kostet je nach Nationalität (30 oder 35 US$), kann aber auch mit Thai Baht bezahlt werden, allerdings wird dann ein etwas ungünstiger Kurs angewandt. Es ist ein Passfoto erforderlich, aber gegen einen Aufschlag von 1 $ macht der Beamte eine Fotokopie des Passes. Besonders an kleineren Grenzübergängen sind in bar „Überstundenzuschläge“ o. ä in Höhe von 1-2 US$ fällig, wofür die Grenzer keine Quittung ausstellen!

Auf die Anbringung eines Einreisestempels ist bei der Einreise zu achten. Ein Fehlen des Einreisestempels kann bei Polizeikontrollen oder bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten (sprich: Schmiergeldforderungen) führen.

Zoll

Es gelten die international üblichen Freimengen von 1 Liter Schnaps oder 2 l Wein und 200 Zigaretten. Zu beachten ist das strenge Ausfuhrverbot von Buddhafiguren und Antiquitäten.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Internationale Verbindungen:

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Seit März 2009 ist die 6 km lange Bahnstrecke Nong Khai (Thailand) - Thanalaeng in Laos in Betrieb (Verlängerung der Linie Bangkok - Nong Khai; 621 km, tgl. 3 Nachtzüge). Abfahrt in Nong Khai täglich um 10:00 und um 16:00 Uhr; Ankunft in Thanalaeng etwa 15 Minuten später. Fahrkarten ab 20 Baht, je nach Klasse. Das Visum on Arrival ist in Thanalaeng erhältlich. Vom Bahnhof Thanalaeng nach Vientiane mit Tuk-Tuk (300 Baht fix p.P.), Taxi oder Minibus. Für später ist eine Anbindung von Vientiane geplant. In Laos gibt es (noch) keine Eisenbahn - abgesehen von der nicht mehr funktionstüchtigen 5 km Bahnstrecke, mit der die Franzosen die Mekongfälle im Süden überwunden und so einen Gütertransport auf dem Mekong ermöglicht hatten.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von/nach Thailand

Es gibt vier Linienbusrouten zwischen Thailand und Laos:

Für Details zu Fahrplänen und Preisen erkundige man sich beim Busbahnhof am Abfahrtsort.

Von/nach Vietnam

Direktbusse von Hanoi (Giap Bat Busstation, 6 Giai Phong) fahren als Nachtbusse am frühen Abend ab. Preise können je nach Gesellschaft und Busqualität variieren. Nach Vientiane bezahlt man 2015 550000 Dong (a. 20 Std.), bis Luang Prabang 1,15 Mio. (ca. 24 Std.).

Die wichtigeren von Bussen bedienten Grenzübergänge sind:

Von/nach Kambodscha

Aus Phnom Penh fährt morgens täglich über Stung Treng ein Bus „direkt“ nach Pakse. Am Übergang Dom Kralor (alias Dong Kalaw), der immer erst nach offizieller Schließzeit erreicht wird, so dass „Überstundenzuschlag” fällig wird, ist das Fahrzeug zu wechseln. (Auch auf kambodschanischer Seite hält man gerne die Hand auf!)

Auto/ Motorrad[Bearbeiten]

Prinzipiell sollte an allen schon unter „Bus” genannten Grenzübergangsstellen die Einreise mit dem Fahrzeug oder auch Fahrrad möglich sein. Erforderlich ist, der internationale Führerschein und für das eigene Fahrzeug ein Carnet de Passage um einzureisen.

Eine Einreise ist beispielsweise über die Freundschaftsbrücke von Nong Khai nach Laos möglich (offizieller Name: First Thai-Lao Friendship Bridge – die zweite Freundschaftsbrücke verbindet seit Anfang 2007 Mukdahan in Thailand mit Savannakhet in Laos). Der Straßenzustand verbessert sich von Jahr zu Jahr. Die Route 13, die das Land von Nord nach Süd durchquert, ist neuerdings das ganze Jahr über befahrbar. Andere Straßen (meist nicht National Highways) sind teilweise während der Regenzeit nicht passierbar.

Vietnam

Es ist zu beachten, dass nach Vietnam für die Einreise mit dem Motorrad eine Sondererlaubnis verlangt wird.

Myanmar

Zwar gibt es einen Landgrenzübergang bei Xieng Kok (laot. Highway № 178), aufgrund der restriktiven Aufenthaltsbestimmungen in Birma dürfte dieser für westliche Ausländer allenfalls mit Sondergenehmigung passierbar ein.

China

Von Kunming (laotisches Konsulat dort: 6800 North Cai Yun Rd., Guan Du District) bzw. Jinghong (景洪市), auf der chin. Nationalstraße Nr 213 Richtung, per Nachtbus von Kunming über Jinghong zur nördlichen Busstation von Mengla (勐腊县); vom dortigen südlichen Busbahnhof per Sammeltaxi zum laotischen Posten Boten (21°11'17,1" N, 101°40'39,0" O) am Highway № 13.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Mekong: Bei genügend hohem Wasserstand kann man fast jeden Streckenabschnitt mit dem Boot befahren. Von Interesse für die Einreise von Thailand nach Laos dürfte aber nur die zweitägige Fahrt von Chiang Khong (Thailand) / Ban Houayxay (Laos) nach Luang Prabang, mit Zwischenhalt und Übernachtung in Pakbeng sein. Hier ist allerdings viel Geduld gefragt. Es hat nicht für alle einen Sitzplatz und einen solchen reservieren kann man nicht (auch wenn der Verkäufer was anderes behauptet).
Kissen braucht man inzwischen nicht mehr selbst mitzubringen. Je nach Ausstattung gibt es auf den Booten entweder genügend Kissen von früheren Passagieren, oder die Bestuhlung besteht aus bequemen gepolsterten Reisebus-Sitzen. Viel sinnvoller ist es, Getränke selbst mitzubringen, da diese an Bord teurer sind (dafür jedoch gekühlt). Schwimmwesten gibt es nicht.

Infrastruktur & Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt in Laos keinen Bahnverkehr, abgesehen von den Grenzübergängen nach Thailand.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busverkehr in Laos

Laos besitzt ein sehr gutes und verhältnismäßig pünktliches Bussystem, welches vor allem entlang der Hauptstraße № 13 funktioniert.

Die Busse, meist zweiter Hand aus China, in Laos sind mit europäischen Augen betrachtet alt und „fertig,“ doch ereignen sich Unfälle und Pannen höchst selten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar.

Daneben gibt es für alle Touristen-Routen Minivans. Die Preise sind etwa gleich wie im Bus, die 9- oder 12-Sitzer sind klimatisiert und halten etwa alle drei Stunden in kleineren Dörfern an Bushaltestellen, wo man schnell eine heiße Nudelsuppe zu sich nehmen kann und andere wichtige Dinge erledigen (WC-Gebühr 2000-4000 Kip). Wegen der schlechten Straßen und der Streckenführung über die Berge erreichen auch die Minivans nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 km/h, d. h. jede Weiterreise erfordert immer quasi einen Tag. Allerdings ist die Fahrt sehr interessant, da man nicht nur die faszinierende Bergwelt sieht, sondern vor allem auch viele kleine Dörfer der Hmong und anderer Bergvölker, die teilweise noch sehr ursprünglich leben und arbeiten.

Größere Strecken (z. B. von Luang Prabang nach Hanoi oder Pakse) sollte man lieber per Flugzeug zurücklegen. Beispielsweise ist die 12stündige Busfahrt im Sleeper-Bus von Phonsavan ins vietnamesische Vinh wirklich nur etwas für äußerst Hartgesottene (Rauchen im Bus erlaubt, Dauerbeschallung mit vietnamesischen Comedy-Serien und Schlagern, seltene Stopps, kein WC).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Wer einen westlichen geregelten Verkehr gewohnt ist, wird die laotische Fahrweise als chaotisch bezeichnen. Verkehrsschilder und Straßenmarkierungen werden nicht beachtet, und viele Laoten fahren so, wie es ihnen gerade passt. Wer als Ausländer an einem Verkehrsunfall beteiligt ist, wird in der Regel trotz Unschuld an eventuellen Kosten beteiligt oder sie sogar ganz übernehmen müssen. Viele in Laos wohnhafte Ausländer weigern sich, selber Auto zu fahren, und ziehen es vor, einen Laoten als Fahrer zu beschäftigen. Der Preis für 1 Liter Benzin beträgt etwa 10.000 Kip (1 $) (Stand: November 2007).

Allerdings sind außerhalb der Städte nur sehr wenig Fahrzeuge unterwegs. Wer sich an die gemütliche (und damit auch vorsichtige) laotische Fahrweise anpasst, sollte keine Probleme haben. Vor unübersichtlichen Kurven oder zum Überholen langsamerer Busse und LKWs in den Bergen wird einfach gehupt. Auch auf der Straße gilt wie überall in Laos: Lao PDR (= please don't rush ...).

Fahrrad, Motorrad[Bearbeiten]

Da es in Laos wenig Verkehr gibt, ist das Fahrradfahren auf einsamen Straßen ein Erlebnis. In den Städten sind die Straßen allerdings nicht mehr so „einsam“ wie noch vor 5 oder 10 Jahren. In Vientiane und Pakse gibt es 250 ccm Motorräder zu mieten. Helm tragen ist vorgeschrieben. Warnung: Laoten auf der Straße (siehe oben unter "Auto").

Die Straße Nr. 13 ist von der kambodschanischen Grenze bis nach China problemlos befahrbar. Eine nette Tour (800 km) gibt es von Vientiane - Paksan - Phonsavan - Kasi - Vang Vieng und zurück nach Vientiane. Allerdings sind längere Strecken auf einem 250 ccm Moped doch wohl eine Tortur. Die komplette Strecke ist mittlerweile asphaltiert. In jedem Ort gibt es reichlich Guesthouses. Die Strecke ist interessant, weil es zumindest zwischen Paksan und Phonsavan noch riesige Wälder und zahlreiche spektakuläre Bombenkrater gibt.

Eine nette - wenn auch sehr abenteuerliche - Strecke gibt es von Champasak nach Attapeu ganz im Süden des Landes. Die Straße Nr. 18 hat einige Flussdurchfahrten, die aber in der Trockenzeit nicht sehr schwer zu durchfahren sind. Es empfiehlt sich aber, zuerst zu Fuß durch den Fluss zu gehen, um tiefe Stellen zu vermeiden (Motor sollte kein Wasser ansaugen). Auf der Strecke gibt es alle paar Kilometer ein kleines Dorf, in dem man im Notfall etwas zu essen bekommt.

Boot[Bearbeiten]

Auf dem Mekong, der streckenweise die Grenze zu Thailand bildet, kommt man sehr gut voran in zwei Bootsvarianten. Einmal in langsameren, gemütlichen Kähnen (20-50 Personen) oder in schmalen, lauten Schnellbooten. Erstere Variante ist empfehlenswert für Reisen flussabwärts, die sehr bergige Landschaft ist wunderschön. Entlang des Flusses ziehen sich steile Felshänge mit Malereien und in die Hänge eingebettete Dörfer. Die Schnellboote sind extrem laut, eng und wegen Treibholz und Untiefen bzw. Felsen gefährlich.

Einkaufen[Bearbeiten]

Markt in Luang Prabang

ATMs: Im ganzen Land gibt es mittlerweile überall ATM's, die auch mit einer europäischen Bankomatkarte funktionieren. Laut Angaben der BCEL ist der Höchstbetrag pro Transaktion 2.000.000 Kip und man kann mit einer Kreditkarte (Visa, Master Card, Diners Club, JCB) bis 10 Mal täglich diesen Betrag abheben (aber ein Besucher benötigt kaum je so viel). Die BCEL belastet für jede Transaktion 20.000 Kip. Dies zusätzlich zu den Gebühren des Kartenausstellers.

Andere Währungen: Neben dem Kip werden in Geschäften und Restaurants auch US-Dollars und Thai Baht problemlos akzeptiert, wobei die angewandten Wechselkurse kaum ungünstiger sind als die, welche die Banken anwenden. Einige Restaurants in Vientiane akzeptieren auch Euros.

Preisbeispiele (Stand 02/2016):

  • Ein großes Beer Lao (640 ml-Flasche) in einem Laden: 8.500 Kip; in einem Restaurant: ab 12.000 Kip
  • Ein Essen in einem einfachen Lokal (meistens Fö) 12.000 Kip
  • Ein Liter pasteurisierte Milch in einem "Minimart": 13.000 - 14.000 Kip (in der Regel Import)
  • Ein Baguette (Stockbrot): 7.000-9.000 Kip
  • Ein 150g-Becher Joghurt: 7.000 Kip (in der Regel Import)
  • Ein Liter Fruchtsaft im Tetrapack: 17.000 Kip
  • Wäsche inkl. Bügeln: 10.000-15.000 Kip/ kg
  • in praktisch allen Restaurants und Guesthouses wird freies Wifi angeboten.

Wechselkurs[Bearbeiten]

Aktuelle Wechselkurse (Stand 09/2016):

  • 1 € = zirka 9000 Kip
  • 1 $ = zirka 8000 Kip
  • 1 Schw. Fr. = zirka 8.500 Kip
  • 100 Thai Baht = zirka 24.300 Kip

Die aktuellen Kurse für die wichtigsten Währungen findet man auf der Webseite der BCEL (Aussenhandelsbank).

Banknoten: Es gibt sie von 500, 1000, 2000, 5000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000 Kip.

Nachtleben[Bearbeiten]

Wer Nachtleben besonderer Art erwartet wird schwer enttäuscht sein, besonders wenn man „Bars mit Damen,“ wie sie in Thailand und Kambodscha verbreitet sind, suchen sollte. Im grenznahen Gebiet zu China wurden einige Spielbanken konzessioniert.

Unterkunft[Bearbeiten]

Einfache Guesthouses überall im Land ab 40.000 kip, saubere Doppelzimmer mit eigenem Bad, Klima und TV ca.100.000 kip.

Buddhismus & Religion[Bearbeiten]

Religiöse Traditionen[Bearbeiten]

  • Ho Khao Padap Dinh (Gedenktag für die Verstorbenen)

Kultur[Bearbeiten]

Feste & Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
Januar Neujahr
Januar Pathet Lao Tag
20. Januar Tag der Armee
08. März Tag der Frau
22. März Tag der Partei
14. April Lao Neujahr (Wasserfest)
1. Mai Tag der Arbeit
1. Juni Tag der Kinder
13. August Lao Issara
November That Luang Festival (beim ersten Vollmond im November)
2. Dezember Unabhängigkeitstag

Datumsveränderliche buddhistische Feiertage[Bearbeiten]

  • Makha Bousa (Magha Puja)
  • Visakha Bousa (Visakha Puja)
  • Asalha Bousa (Asalha Puja)
  • Ok Phansa
  • Thot Kathin

Laotische Küche[Bearbeiten]

Buchtipp

  • Chanthasene Sananikone: Essen erleben in Laos. Abera, Januar 2002 (1. Auflage), ISBN 3934376398; 112 (Deutsch).

Sprache[Bearbeiten]

In Laos spricht man Lao, dem Thai (besonders dem Isaan-Thai) verwandt. In den Hotels kann das Personal aber für gewöhnlich auch etwas Englisch. Einige ältere Einheimische sprechen von den Zeiten der früheren Besatzungsmacht Frankreich noch immer Französisch. Deutsch wird von manchen Leuten, die mal zur Ausbildung in die damalige DDR geschickt wurden, auch verstanden und gesprochen.

Die Transkription laotisch geschriebener Wörter (für Reisende sind vor allem Orts- und Straßennamen sowie Namen von Tempeln usw. von Bedeutung) in die lateinische Schreibweise ist nicht standardisiert. Je nachdem, ob von der englischen oder französischen Sprache ausgegangen wird, werden Namen unterschiedlich geschrieben. In diesem Artikel und in den übrigen Artikeln über laotische Themen wird durchwegs die englische Variante verwendet (noch nicht immer konsequent). So findet man hier z.B. die Schreibweise „Samsenthai,“ aber auf den Straßenschildern in Vientiane, die zweisprachig laotisch und französisch sind, steht „Samsènethai.“ Die Stadt Pakse wird auch mal Pakxe geschrieben, Sainyabuli mal Sayaboury, usw.

Speziell für jene, die der englischen Sprache mächtig sind, gilt zu beachten: “Th” (wie in Thanon, Straße) wird als ein gehauchtes T ausgesprochen, etwa wie im deutschen “Tee” - nicht wie im englischen “the” oder “think”. “Ph” ist ein gehauchtes P wie in “Pater”, und nie F. Das “X” (wie in Lane Xang) wird als S ausgesprochen.

Lernen und Studieren[Bearbeiten]

Bildungssituation: Das Bildungsniveau in Laos ist sehr niedrig. So haben rund 40% der Laoten noch nie eine Schule besucht, in den nördlichen Gebieten des Landes sind es sogar 60%. Es gibt eine Universität in Vientiane.

Arbeiten[Bearbeiten]

Es wäre sehr schwierig, als Ausländer Arbeit in Laos zu finden. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: als Lehrer (aber praktisch nur als Englischlehrer) an einer der vielen Privatschulen, oder als Volontär oder Angestellter bei einer der vielen hier tätigen Nichtregierungsorganisationen (NGOs).

Sicherheit[Bearbeiten]

Das deutsche auswärtige Amt warnt 2016 insbesondere: 1, in den östlichen Landesteilen, abseits der Hauptstraßen vor Sprengstoffresten aus den Zeiten der amerikanischen Bombardements (s. u.); 2, Zunehmender Kleinkriminalität, besonders in Touristenzentren auch mit Gewaltanwendung, vor allem durch Drogensüchtige; 3, Auto und Busfahrten bei Dunkelheit zwischen Luang Prabang und Vang Vieng wegen zunehmender bewaffneter Überfälle auf Reisende. In Teilen der Provinz Saysomboun (= Xaysomboun) bestehen deshalb seit November 2015 nächtliche Ausgangssperren.[1]

Ein weiteres Sicherheitsproblem von Laos sind Blindgänger, die aus Zeiten des Vietnamkriegs stammen. Sie machen Laos zum Land mit den größten Mengen an nicht explodiertem Kriegsmaterial im Boden. Nach wie vor gibt es jedes Jahr viele Unfälle. Die Städte und touristischen Attraktionen sind sicher, jedoch sollte man außerhalb dieser Vorsicht walten lassen, und zum Beispiel in abgelegenen Gegenden die Wege und Pfade nie verlassen. Das gilt namentlich für die Ebene der Tonkrüge (Plain of Jars) in Xieng Khuang.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die medizinische Infrastruktur in Laos ist sehr schlecht. Daher sollte man mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke das Land besuchen. Die häufigsten Erkrankungen sind Erkältungen und Durchfallerkrankungen. Des weitern kann es in der Sommerzeit zu Dehydrierung kommen. Bei komplizierten Fällen sollte man den Besuch eines Krankenhauses in Thailand in Erwägung ziehen.

Impfungen - Hepatitisimpfung ist notwendig. Ebenso empfohlen ist die Impfung gegen Typhus. In einigen Foren findet man auch Empfehlungen, sich gegen Tollwut und japanische Enzephalitis impfen zu lassen.

Malaria - Weite Gegenden Laos sind bereits resistent gegen die gängige Prophylaxe mit Mefloquin. Deshalb wird von einer Prophylaxe im allgemeinen abgeraten. Wichtig sind also hierbei die üblichen Vorbeugemaßnahmen gegen Mückenstiche (lange, helle Kleidung; Mückenspray, Moskitonetz). Jeder Tourist sollte ein vom Arzt verschriebenes Notfallmedikament dabeihaben. Malaria ist ein Risiko in weiten Teilen von Laos, nicht jedoch in der Stadt Vientiane. Hier vorkommend ist aber:

Dengue-Fieber kommt, besonders in der Regenzeit, recht viel vor und kann bei fehlender Behandlung tödlich verlaufen. Keine Impfung möglich. Dengue gibt es, anders als Malaria, auch in Vientiane. Vorbeugemaßnahmen wie unter Malaria beschrieben!

Tollwut: wegen der vielen streunenden Hunde, von denen einige oft recht angriffig sein können, ist Vorsicht geboten. Bei einem Hundebiss unbedingt einen Arzt aufsuchen, auch wenn man vor der Reise eine Tollwutimpfung (Rabies) hat machen lassen. In diesem Fall ist nur eine Auffrischungsimpfung nötig.

Trinkwasser gibt es nur in Flaschen zu kaufen, das Wasser aus der Wasserleitung ist kein Trinkwasser (auch die Einheimischen trinken es nicht).

Magen/Darmbeschwerden können immer auftreten, lassen sich aber weitgehend vermeiden, wenn man die nötige Vorsicht walten lässt, das heißt: auf hygienische Verhältnisse vor allem bei den billigeren Eßgelegenheiten achten; Früchte schälen oder zumindest mit Trinkwasser aus der Flasche waschen; kein rohes oder ungenügend gekochtes/gegartes Fleisch oder Fisch essen.

  • Eß- und Trinksitten. Ist man bei Laoten eingeladen, wird einem oft ein Trunk aus einem „Gemeinschaftsglas“ offeriert, das nacheinander jedem in der Runde gereicht wird. Wohl nicht ganz unbedenklich, aber schwierig, abzulehnen. Auch das Löffeln, mit dem eigenen Löffel, aus einer gemeinsamen Schale gehört in diesem Kapitel.

In jedem Fall sollte man vor der Abreise einen Arzt konsultieren, um die notwendigen Vorkehrungen (Impfungen, Malariaprophylaxe) abzusprechen.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Klimatabelle Vientiane.
  • November-März: Trockenzeit. Angenehme Temperaturen (20-30 °C), kaum Niederschlag.
  • März-Mai/ Juni: Sehr heiß (bis weit über 30 °C). Etwa Ende April beginnt die Regenzeit.
  • Juni-Oktober Regenzeit; immer noch heiß – aber die Regenschauer bringen jeweils etwas Abkühlung. In der Regenzeit muß man mit unregelmäßigen Flugzeiten und in manchen Gebieten mit Überflutungen und unterbrochenen Straßenverbindungen rechnen. Dagegen sind diese Monate für Leute interessant, die den Mekong befahren wollen. Auch in der Regenzeit gibt es übrigens manchmal Tage, an denen es gar nicht oder nur nachts regnet.

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Das Land ist etwas konservativ und die Regierung wehrt sich gegen allzu moderne Entwicklungen. Der erstmalige Besucher wird überrascht sein, gelegentlich noch die alte sowjetische Flagge bzw. die Parteiflagge zu sehen. Das thailändische Fernsehen ist jedoch zumindest im Westen des Landes fast überall erhältlich und populär und die Laoten verstehen und sprechen ziemlich gut Thai. Die Menschen sind offen für Neues und Fremdes, gehört die Toleranz doch zu ihren herausragendsten Charakterzügen. Auf angemessene Bekleidung wird allgemein großen Wert gelegt: Frauen sollten Schulter und Knie immer bedeckt haben, die Kleidung sollte sauber sein.

Zu Beachten ist folgende Reisewarnung: „Außereheliche sexuelle Kontakte sind in Laos traditionell nicht gestattet. Dies gilt im Besonderen für intime Beziehungen zwischen Ausländern und Laoten. Bereits vermutete Verstöße wurden in der Vergangenheit in Einzelfällen mit mehr als symbolischen Geld- (offizielles Strafmaß liegt bei 500,- US$ bis 5000,- US$) oder Haftstrafen geahndet. Fälle von Erpressung, nächtliche Razzien in Hotels wie Privatunterkünften sind keine Seltenheit.“[2]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Feuerwehr und Polizei ☎ 1190

Notarzt (so vorhanden) ☎ 1195

Touristenpolizei Vientiane ☎ 21 25 11 28

  • Bundesrepublik Deutschland - Botschaft: 26 Thanon Sok Paluang. Tel.(021) 312110, 312111
  • Österreich - Botschaft in Bangkok: 152 Sathon Nua Rd., Tel. aus Laos 0066 2 2682222, Fax 0066 2 2682226
  • Schweiz - Honorarkonsulat: Thanon Setthathirat/ Nam Phu im Gebäude von Diethelm Travel. Tel. (021) 264160. Die für Laos zuständige Schweizer Botschaft ist in Thailand: 35 North Wireless Road (Thanon Wittayu nüa), Bangkok 10330, Tel. aus Laos 0066 2 253 01 56-60

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Post

Die Post von Laos ins Ausland funktioniert erstaunlich gut; nach Laos gibt es aber manchmal Verspätungen oder die Post wird ins falsche Postfach gesteckt (es gibt keine Hauszustellung außer, man zahlt eine Jahrespauschalgebühr dafür, oder der Adressat hat kein Postfach und die Genauigkeit der Adresse erlaubt die Zustellung zu Hause - mit entsprechender Verspätung). Eine Karte oder Brief bis 20 g nach Europa kostet etwa 13.000 Kip (März 2016); verlangt die nette Dame am Schalter mehr, bittet man freundlich lächelnd um Einsicht in die Tarifliste.

Telekommunikation
  • Festnetz: Die Tarife für Auslandverbindungen sind in den letzten Jahren massiv gesenkt worden. Musste man z.B. im 2000 noch fast 4 $ pro Minute für ein Gespräch via Lao Telecom mit West-Europa bezahlen, sind es jetzt nur noch 0,20 $.
  • Mobilfunk: Für Auslandsgespräche bieten die Mobilfunkanbieter eine spezielle Vorwahl an.
    • Lao Telecom. Preis: Inland: 800 Kip/ Minute; Ausland: 2000 Kip/ Minute. - Beste Netzabdeckung und Verfügbarkeit
    • ETL. Preis: Inland: 800 Kip/Minute; Ausland: 2000 Kip/ Minute. - Netzabdeckung etwas weniger gut als Lao Telecom; GPRS ist verfügbar
    • Tigo. Etwa gleiche Preise und Netzabdeckung wie ETL
    • Roaming (Stand Anfang Dez. 2007). Die meisten Übereinkommen mit ausländischen Netzbetreibern hat Tigo: über 100 - siehe ihre Webseite (u.a. mit Orange in der Schweiz; noch keine mit deutschen oder österreichischen Betreibern. Laotel hat Abkommen mit etwa 30 Betreibern (noch keine in Deutschland, Österreich und der Schweiz) - siehe ihre Webseite.

Literatur[Bearbeiten]

KulturSchock Laos von Michael Schultze, erschienen 2005 beim Reise Know-How Verlag, ca. 13 €. Enthält viele Informationen über Sitten und Bräuche und ist sehr empfehlenswert für jeden, der das Land nicht nur bereisen, sondern auch verstehen möchte. Übersetzung der englischen Erstausgabe von 1997, die heute (2007) noch sehr aktuell ist.

Reisebeschreibungen

  • Volker Häring: Ein Bus namens Wanda - Abenteuer Alltag entlang des Mekongs. Dryas, September 2009, ISBN 3940855146, S. 248 (Deutsch).
  • Jochen Voigt: Zeit für den Mekong, Laos und Kambodscha: 31 Traumziele an einem mystischen Fluss. Bruckmann, September 2009, ISBN 3765449407, S. 191 (Deutsch).

weitere empfehlenswerte Literatur:

  • Olaf Schubert: Bildband Laos. Kahl, Oktober 2006, ISBN 3938916052, S. 125 (Deutsch).

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Informationsseiten

Foren

  • Laos Community - Sehr informatives deutschsprachiges Forum zum Thema Laos mit aktuellen Informationen.

Tourismus

Weitere Informationen zur laotische Kultur:

  • Wat Lao - Einziges buddhistisches Kloster der in Deutschland lebenden laotischen Gemeinde.


Vollständiger Artikel Dies ist ein vollständiger Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.
  1. [1] (zggr.2016-09-03)
  2. [2] (2016-10-21)