Borneo


Borneo ist eine Insel in Südostasien, die mit einer Fläche von 748.168 km² die drittgrößte Insel der Welt ist.
Hintergrund
[Bearbeiten]Auf 1 Borneo befinden sich vier Provinzen Indonesiens, zwei Bundesstaaten Malaysias und das Sultanat Brunei mit vier Distrikten. Zu Indonesiens Staatsgebiet gehört ein Anteil von 73 % an Borneo, Malaysias Anteil beträgt 26 %, Brunei nimmt knapp 1 % von Borneos Landfläche ein. Die beiden malaiischen Bundesstaaten machen 27 % der Landfläche Malaysias aus, während die vier Provinzen Indonesiens einen ähnlichen Anteil von 25 % an der indonesischen Staatsfläche aufweisen.
Geschichte
[Bearbeiten]Auf der Insel lebten seit etwa 44000 vor Christus die Dayak, die ihr Land als Pulu K'lemantang nach einer dort wachsenden Mango-Art benannten. Andere Quellen übersetzen Kalimantan mit „brennende Luft“ wegen der tropischen Hitze. In den 2 Niah Caves gibt es Hinweise auf eine Besiedlung nach 38000 vor Christus. Zu jener Zeit war die Insel zu 90 % mit primärem tropischem Regenwald bedeckt. Im 7. Jahrhundert landeten die Chinesen auf der Insel, um mit den dortigen Dayak Handel zu treiben.
Als europäischer Entdecker Borneos gilt der Franziskanerpater Odorich von Portenau, der auf dem Weg nach China um 1330 in Borneo bei Talamasim[1] landete. Seine detailreichen Berichte mit dem Hang zur Übertreibung wurden 1539 dokumentiert.[2]
Während der ersten Weltumsegelung erreichten die Schiffe Victoria und Trinidad aus der Flotte des Fernão de Magalhães am 9. Juli 1521 auf der Rückreise Brunei auf Borneo.[3] Die Portugiesen prägten für Brunei den Namen „Burni“, der wiederum aus dem Sanskrit „váruna“ für „Wasser“ abgeleitet ist. Burni wurde verfälscht zu „Borneo“. Zu jener Zeit war Brunei unter Sultan Bolkiah vollständig entwickelt. Im August 1578 wurde das mächtige Brunei durch eine spanische Armada okkupiert.
Erstmals wurde 1630 ein im Regenwald Borneos lebender Orang Utan durch den niederländischen Arzt Jacob de Bondt („Jacobus Bontius“) beschrieben.[4] Der deutsche Botaniker Friedrich von Wurmb entdeckte 1787 den Nasenaffen und nannte ihn „nasalis larvatus“ – was bis heute gilt. Im Jahre 1772 gründete Sharif Yusuf Abd al Rahman das Sultanat Pontianak, das sich zum wichtigsten Hafen in West-Kalimantan entwickelte.
James Brooke kam 1841 mit seinem Kanonenboot an Kuching vorbei, als dort Zwangsarbeit in den Antimon-Minen im Auftrage des Sultans von Brunei geleistet werden musste. Brooke stellte sich auf die Seite des Sultans und erhielt zum Dank die Landrechte über Sarawak. Zwei englische Kaufleute erwarben 1878 vom Sultan auch Sabah.[5] Zu jener Zeit schmuggelte der Engländer Henry Wickham im Mai 1876 etwa 70000 Kautschuk-Samen aus Brasilien, um das dortige Monopol zu brechen. Die Samen gelangten auch nach Borneo, wo um 1905 eine gewaltige Abholzung (englisch: deforestration) des primären Regenwalds einsetzte. Diese wurde noch verstärkt durch die Kultivierung der Ölpalmen. Die Abholzung geschieht nach wie vor durch Brandrodung (malaiisch ladang).
Zwischen Dezember 1941 und September 1945 besetzten die Japaner unter anderem auch Sabah und Sarawak. Am 31. August 1947 erreichte zwar West-Malaysia seine Unabhängigkeit, aber Sabah, Sarawak und 1 British North Borneo blieben zunächst britische Kolonien. Erst im September 1963 wurden diese an Malaysia übertragen.
Die indonesische Regierung plant seit dem 23. August 2019 auf Borneo die neue Hauptstadt 1 Nusantara nahe der Hafenstadt 2 Balikpapan mit veranschlagten Baukosten von 35 Mrd. US-$. Die bisherige Hauptstadt Jakarta (auf Java) leidet an Überbevölkerung, liegt zu tief und ist dem Untergang geweiht. Die neue Hauptstadt soll 2045 fertig sein, rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen von Indonesien. Der Name stammt aus der alten javanischen Sprache und setzt sich aus „nūsa“ („Inseln“) und „antara“ („außen“), also „äußere Inseln“ zusammen.
Klima, Flora und Fauna
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Borneo liegt zwischen dem 6. Breitengrad nördlicher und dem 3. Breitengrad südlicher Breite, also in den Inneren Tropen. Infolgedessen herrscht ein tropisches Klima mit ganzjährig konstant heißen Temperaturen tagsüber (27 °C bis 32 °C) und nachts um die 25 °C („Tropennächte“). Die relative Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und liegt mindestens bei 85 % bis 95 %. Je nach Region fällt die Regenzeit in den Zeitraum Oktober bis März, die Trockenzeit liegt entsprechend zwischen April und September. Im Norden fällt der meiste Regen im Oktober, im Süden dauert die Trockenzeit von März bis September. Die meisten monatlichen Regentage (20) gibt es im April und Oktober.
Auf Borneo leben 288 Säugetierarten, darunter viele endemische Arten wie der Borneo-Orang Utan (malaiisch: orang hutan, „Mensch des Waldes“; Population: 104700), der Nasenaffe (malaiisch: kera belanda, „Holländeraffe“) und der Borneo-Zwergelefant. Andere bemerkenswerte Säugetiere sind verschiedene Arten von Gibbons, Languren und Makaken, der Sunda-Nebelparder, Malaienbären und verschiedene Maus-Hirsche (Kleinkantschile). Es gibt alleine 20 Arten von Languren und 15 Arten von Makaken.
Unter den 622 Vogelarten befinden sich 61 endemische, darunter können die charakteristischen 48 Nashornvogelarten wie der Rhinozeros-Hornvogel und Helmhornvogel, aber auch der einzigartige Borneo-Borstenkopf und bodenbewohnende Arten wie der Borneo-Pfaufasan und der Borneo-Dickkopf beobachtet werden.
Die Fauna Borneos, obwohl westlich der Wallace-Linie gelegen und somit noch klar zur asiatischen Welt zugehörig, weist gewisse Besonderheiten auf, bedingt durch die relativ starke Isolation aufgrund der Insellage. Im feucht-tropischen Klima gedeihen über 15000 Pflanzenarten, darunter 3000 Baumarten, 1700 Orchideen-Arten und mindestens 50 Arten fleischfressender Kannenpflanzen. Heute bestehen nur noch 57 % der Insel aus Regenwald, wovon lediglich 7 % primärer Regenwald sind.[6]
Reisevorbereitung
[Bearbeiten]Ein Besuch in Borneo kann durchaus das Hauptziel einer Reise sein. Hauptsaison ist die Trockenzeit zwischen April und September. Auch während der Trockenzeit kann es zu kräftigen Regenfällen kommen. Wegen der hohen Temperaturen und relativen Luftfeuchtigkeit sind Rundreisen stets mit größeren Anstrengungen verbunden. Die Reise kann selbst organisiert sein, wobei Mietwagen in Kuching, Bandar Seri Begewan oder Kota Kinabalu ausreichend zur Verfügung stehen. Auf den wenigen Straßen besteht Linksverkehr. Lokale Reiseveranstalter bieten eine Vielzahl von Pauschalreisen an. Dabei sind der malaiische Teil Borneos und Brunei touristisch besser entwickelt als der indonesische, was durch die große Zahl von Nationalparks auf dem geringeren Flächenanteil Malaysias zum Ausdruck kommt.
Regionen
[Bearbeiten]Es gibt folgende Provinzen (Indonesien), Bundesstaaten (Malaysia) und Distrikte (Brunei) auf Borneo:
| Staat | Bundesstaat / Provinz / Distrikt |
Fläche in km² |
|---|---|---|
| Indonesien | 2 Central Kalimantan (Kalimantan Tengah) 3 West Kalimantan (Kalimantan Barat) 4 East Kalimantan (Kalimantan Timur) 5 South Kalimantan (Kalimantan Selatan) | 153.564 147.307 129.067 38.744 |
| Malaysia | 6 Sarawak 7 Sabah | 124.450 76.115 |
| Brunei | 8 Brunei-Muara 9 Belait 10 Tutong 11 Temburong | 570 2727 1166 1302 |
| Borneo | Landfläche gesamt | 675.012 |
Zu dieser Landfläche kommt noch der jeweilige Anteil am Meer hinzu, wodurch sich die Diskrepanz zur Gesamtfläche Borneos erklärt.
Städte
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Zu erwähnen sind folgende, auch reisestrategisch wichtige Städte:
- 3 Palangkaraya
- 4 Pontianak
- 5 Samarinda
- 6 Banjarbaru
- 7 Banjarmasin
- 8 Kuching
- 9 Kota Kinabalu
- 10 Kota Kinabatangan
- 11 Miri
- 12 Sandakan
- 13 Semporna
- 14 Tawau
- 15 Bandar Seri Begawan
- 16 Muara
- 17 Kampung Jerudong
- 18 Kuala Belait .
Nationalparks
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Auf Borneo gibt es 27 Nationalparks:[7]
- Indonesien
- Sarawak
- 5 Bako National Park
- 6 Batang Ai National Park
- 7 Bukit Tiban National Park
- 8 Gunung Buda Project
- 9 Gunung Mulu National Park
- 10 Kubah National Park
- 11 Kuching Wetlands National Park
- 12 Lambir Hills National Park
- 13 Loagan Bunut National Park
- 14 Maludam National Park
- 15 Niah National Park
- 16 Pulong Tau National Park
- 17 Rajang Mangroves National Park
- 18 Santubong National Park
- 19 Similajau National Park
- 20 Talang Satang National Park
- 21 Tanjung Datu National Park
- 22 Usun Apau National Park .
- Sabah
- 23 Crocker Range National Park
- 24 Kinabalu National Park
- 25 Pulau Tiga National Park
- 26 Tawau Hills National Park
- 27 Tunku Abdul Rahman National Park
- 28 Turtle Islands National Park .
- Brunei
- 29 Ulu Temburong National Park .
Im Kinabalu National Park liegt der namensgebende 30 Mount Kota Kinabalu , mit 4095 m der höchste Berg Borneos und Malaysias. Er ist Teil der Gebirgskette 31 Crocker Range , die sich von der Nordspitze Borneos in südwestlicher Richtung erstreckt.
Berge
[Bearbeiten]Neben dem höchsten Berg Mount Kota Kinabalu sind erwähnenswert:
Flüsse
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Die wichtigsten Flüsse (malaiisch: sungai) sind
- 36 Kapuas River 1143 km
- 37 Barito River 1090 km
- 38 Mahakam River 980 km
- 39 Kahayan River 658 km
- 40 Mendawai River 616 km
- 41 Kayan River 576 km
- 42 Batang Rajang River 563 km
- 43 Kinabatangan River 560 km.
Längster Fluss der Insel ist der Kapuas River. Die Flüsse sind die Hauptverkehrswege auf Borneo, da es an Straßen mangelt.
Weitere Sehenswürdigkeiten
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- Sarawak
Der nur 27 km² große Bako-Nationalpark ist lediglich 37 km von Kuching entfernt, wobei Auto oder Bus eine Fähre benutzen müssen und der Rest mit einem Boot nach 1 Teluk Assam Beach zurückgelegt wird. Hier leben 8 der 48 Nashornvogelarten Borneos, 21 Primatenarten, darunter etwa 7000 Orang Utans und 67 Arten von fleischfressenden Kannenpflanzen. Der Park ist einer der am leichtesten erreichbaren in Sarawak.
Viele Langhäuser (englisch: longhouses) der Iban und Dayak befinden sich um Bezirk 12 Batang Ai im Regenwald. Hier werden auch begrenzte Übernachtungsmöglichkeiten ohne jeglichen zivilisatorischen Komfort angeboten. Am 44 Skrang River gibt es mindestens 40 Langhäuser der Iban mit 1450 Bewohnern, die überwiegend als Bauern den schwarzen und weißen Pfeffer ernten. Der schwarze Pfeffer ist weniger arbeitsintensiv als der weiße und schärfer als der weiße; etwa 80 % ist schwarzer Pfeffer. 95 % des schwarzen Pfeffers aus Malaysia kommen aus Sarawak.
- Sabah
Das 45 Sepilok Orang Utan Rehabilitation Centre entstand 1964 und ist ein 43 km² großes Schutzgebiet zur Auswilderung von bedrohten Orang Utans, 25 km von Sandakan entfernt. Hier kommt man bis auf den Sicherheitsabstand von 3 Metern auf die Menschenaffen heran, während im Dschungel (Sanskrit „jahagala“ für „unbekannter Boden“) die Orang Utans sich oft hoch auf den Bäumen aufhalten.
Ab Sandakan finden organisierte Flussfahrten auf dem Kinabatangan River statt. Die Bootsfahrt geht vorbei an Nipa-Palmen und Mangrove-Ufern auf der Suche nach den seltenen Nasenaffen (englisch: proboscis monkey), die in Malaiisch „kera belanda“ („Holländeraffen“) genannt werden, weil die weißen (holländischen) Europäer lange Nasen haben, die in der Tropensonne rot wurden wie die Nasen der Nasenaffen.
Das 46 Kinabatangan Wildlife Sanctuary entstand 1997, ist 270 km² groß und bietet die endemische Tierwelt Borneos mit Bootssafaris auf dem Kinabatangan und Kapur River. Wegen der Abgelegenheit wird in der Sukau Rainforest Lodge übernachtet. Das Schutzgebiet ist 152 km von Sandakan entfernt.
Die 47 Danum Valley Conservation Area präsentiert auf knapp 439 km² primären Regenwald, liegt abgelegen im Osten bei 19 Lahad Datu , das 170 km von Sandakan entfernt ist.
Die 48 Agop Batu Tulug Caves sind 1984 entdeckte Höhlen („Agop“) im Fels („Batu“) mit geschnitzten Särgen, die frühestens um 100 nach Christus entstanden. In den Särgen „schlafen“ („Tulug“) die Toten. 41 km von Kota Kinabatangan entfernt.
Anreise
[Bearbeiten]Der 2 Kuching International Airport (IATA: KCH) hat Verbindungen nach Kuala Lumpur, Singapur und anderen Flughäfen außerhalb Borneos. Das gilt auch für den 3 Kota Kinabalu International Airport (IATA: BKI) . Beide Flughäfen bieten viele Flüge innerhalb von Borneo an. Von Jakarta aus gibt es Flüge zum Flughafen 4 Supadio International Airport (IATA: PNK) bei Pontianak.
Eine Schiffsverbindung zwischen Borneo und der Malaiischen Halbinsel besteht nicht. Es gibt jedoch einen Fährverkehr von Semarang (Java) nach Pontianak.
Mobilität
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Borneo ist in großen Teilen noch eine unbewohnte, unerschlossene und wilde Insel. Berühmteste Straße (Linksverkehr) und Hauptachse ist der noch im Bau befindliche, derzeit 2251 km (davon 1007 km in Sarawak, 168 km in Brunei und 1076 km in Sabah) lange, vierspurige 1 Pan Borneo Highway als Asian Highway
von 20 Telok Melano nach Tawau (1659 km). Er benutzt teilweise auch bestehende Straßen wie die Federal Route
und die Federal Route
. Der Plan sieht eine Streckenlänge von 6034 km vor, die bis 2028 realisiert werden soll. Noch immer sind einige Landesteile nur mit Booten oder Kleinflugzeugen zu erreichen.
Die Buslinien der 2 Kuching Sentral (Adresse: Lot 1960, Block 226, KNLD 4 1/2 Mile, Kong Ping, Off, Jalan Penrissen) bedienen seit März 2012 die Strecken nach Kota Kinabalu, Tawau und Sandakan sowie Strecken in Kalimantan.
Für Reisende sind diese Fernstraßen zeitraubend. Besser ist es, die teilweise großen Entfernungen der Sehenswürdigkeiten voneinander durch Flüge zu überwinden. Die AirBorneo (früher: MASwings) fliegt kleinere Ziele wie 5 Kudat Airport (IATA: KUD) , 6 Lawas Airport (IATA: LWY) , 7 Marudi Airport (IATA: MUR) , 8 Mukah Airport (IATA: MKM) oder 9 Mulu Airport (IATA: MZV) an. Alle erwähnten Städte sind durch ein gutes Flugnetz miteinander verbunden. Im indonesischen Teil ist der 10 Juwata International Airport (IATA: TRK) in Nord-Kalimantan ein Drehkreuz, das die Touristen in die einzelnen Regionen von Kalimantan verteilen kann.
Auch Bootsfahrten sind lohnenswert wie die Fahrten zu den endemischen Nasenaffen oder Orang Utans.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Stadtbesichtigungen, Baden oder Wassersport an den zahlreichen Stränden (49 Gaya Island zum Baden und Schnorcheln, 50 Mabul Island / 51 Sipadan Island zum Tauchen oder 1 Tanjung Aru Beach zur Entspannung), Dschungelsafaris in den Regenwald und Beobachtung der dortigen endemischen Tier- und Pflanzenwelt. Wer seltene Tiere in freier Wildbahn nicht zu sehen bekommt, dem bieten 52 Jong's Crocodile Farm and Zoo (Kuching) oder 53 Lok Kawi Wildlife Park (südlich von Kota Kinabalu) Ersatz.
Sprache
[Bearbeiten]Auf Borneo gibt es keine einheitliche Sprache. In Sarawak, Sabah und Brunei wird Bahasa Malaysia und in Kalimantan Bahasa Indonesia gesprochen. Zwischen beiden Sprachen bestehen keine großen Unterschiede. Außerdem gibt es etwa 170 regionale Sprachen. Englisch wird überall verstanden.
Unterkunft
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In den Hauptstädten sind ausreichend Unterkünfte vorhanden. Die Webseite Booking.com listet für Kuching 871, Bandar Seri Begawan 33 und für Kota Kinabalu 1064 Hotels/Lodges/Motels aller Kategorien auf. Das am leichtesten in Kalimantan erreichbare Pontianak verfügt über 28 Unterkünfte.
Außergewöhnlich sind das 1 Permai Rainforest Resort mit Baumhäusern nördlich von Kuching oder das 2 Batang Ai Longhouse Resort (Managed by Hilton) als Langhaus südlich von Kuching.
Zu empfehlen sind in der gehobenen Klasse in Kuching das 3 Pullman Kuching (389 Zimmer) oder das 4 Hilton Kuching (315 Zimmer), in Bandar Seri Begawan das 5 The Rizqun International Hotel (168 Zimmer) oder das 6 Radisson Hotel Brunei Darussalam (142 Zimmer), in Kota Kinabalu das 7 Le Meridien (412 Zimmer) oder das 8 Jesselton Hotel (44 Zimmer).
Nahe den Sehenswürdigkeiten gibt es viele gute Unterkünfte der (oberen) Mittelklasse, so etwa die 9 Sukau Rainforest Lodge für das Kinabatangan Wildlife Sanctuary.
Gesundheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Sicher reisen
Siehe auch: Tropenkrankheiten
Es besteht ein mittleres Malariarisiko aufgrund des Plasmodium knowlesi-Erregers durch die nachtaktive Anopheles-Mücke. Der Malariaschutz erfolgt einerseits durch körperbedeckende, helle Kleidung (lange Ärmel und lange Hosen, trotz Hitze) und andererseits durch die sich wiederholende Anwendung von Insektenschutzmitteln auf freie Körperstellen, eine etwaige Malaria-Prophylaxe sowie Malaria-Netze über den Betten. Auch Dengue-Ansteckungen sind zu verzeichnen. Vor Antritt der Reise sollte man sich bei einem Arzt mit reisemedizinischen Fachkenntnissen informieren, ob eine medikamentöse Prophylaxe notwendig ist.
Bei Speisen gilt der Tropen-Grundsatz „Koche es, brate es, schäle es oder vergiss es!“ (englisch: boil it, cook it, peel it, or forget it). Mit anderen Worten: nur heiß angerichtete Speisen und nur Schalenobst, aber keine Salate, kein Trinkwasser, kein Speiseeis und keine Eiswürfel in Getränken.
Sicherheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Sicher reisen
Borneo ist ein sicheres Reiseziel. Die Kriminalität ist gering. Da die gesamte Insel islamisch geprägt ist, müssen sich Touristen an die asketischen Vorschriften anpassen, also Speisen und Getränke sind „halal“ (kein Schweinefleisch, nur Lamm-, Fisch- oder Hühnerfleisch, kein Alkohol). Von den Mittelklasse-Hotels aufwärts gibt es hiervon Ausnahmen für internationale Gäste. Zu wenige Kleidung, die wegen Sonnen- und Malaria-Schutz ohnehin ungünstig wäre, wird nicht gerne gesehen. Es kann vorkommen, dass Bus- oder Taxifahrer unterwegs die Fahrt unterbrechen, um zu beten.
Literatur
[Bearbeiten]- Victor King et. al., Borneo Studies in History, Society and Culture, Springer/Singapore, 2017; ISBN 978-9811006715
- G. W.Davison, Pocket Photo Guide to the Birds of Borneo, Bloomsbury Natural History, 2017; ISBN 978-1472932877
- Renate Loose/Moritz Jacobi, DUMONT Reise-Handbuch Reiseführer E-Book Malaysia, Singapur, Brunei, MairDumont, 2016; ISBN 978-3616034003
- Fadzillah M. Cooke, State, Communities and Forests in Contemporary Borneo, 2010; ISBN 1920942513.
Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ oder Thalamasyn, Thalamasim, Thamalsi, Talmosa, Malamasin und Malamasmi
- ↑ Ary E. Pintarelli, Introdução a Odorico de Pordenone – Relatório, in: João de Pian del Cárpine, Crónicas de Viagem, 1539, S. 271
- ↑ Antonio Pigafetta, The First Voyage Around the World (1519-1522): An Account of Magellan's Expedition, University of Toronto Press, 2007, S. 62
- ↑ Vitus B. Dröscher, Menschenaffen, Tessloff-Verlag, 2004, S. 21 ff.
- ↑ Moritz Jacobi/Mischa Loose/Renate Loose/Stefan Loose, Reiseführer E-Book Malaysia, Brunei und Singapore, MairDumont, 2009, S. 111 ff.
- ↑ Tamara Thiessen, Bradt Travel Guide - Borneo, Bradt Travel Guides, 2008, S. 113
- ↑ Tamara Thiessen, Bradt Travel Guide - Borneo, Bradt Travel Guides, 2008, S. 118 ff.









