Bergell

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Bergell
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Das Bergell (romanisch und ital.: Val Bregaglia) ist ein Bündner Gemeinde und ein Südtal, es gehört also zum Kanton Graubünden, ist aber jenseits eines Alpenpasses nach Süden ausgerichtet und italienischsprachig. Das Bergell erstreckt sich vom Malojapass, der in Maloja im Oberengadin beginnt, bis hinab ins italienische Chiavenna. Der italienische Anteil südlich von Pino gehört zur Provinz Sondrio. 2016 fusionierten die bis dahin eigenständigen Ortschaften im Bergell zur Gemeinde Bregaglia, die zum Bündner Kreis Maloja gehört.

Val Bregaglia

Orte[Bearbeiten]

Alle Orte auf schweizer Seite haben sich administzrativ zur Gemeinde Bregaglia zusammengetan.

und südlich der Talenge Porta im sogenannten Sottoporta

und südlich der Landesgrenze im italienischen Anteil des Bergell

Soglio

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Lagh da Cavloc

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Bergell, italienisch heisst es Val Bregaglia erstreckt sich vom Malojapass bis zur Schweizer Landesgrenze entlang des Tals der Maira. Drei Seitentäler, beliebte Wandergebiete, öffnen sich ins Bergell: das 1 Val Forno entlang des Flüsschens Orlegna mit dem 2 Cavloc - See, das 3 Val Albigna, in den der Albigna-See aufgestaut wurde, und das 4 Val Bondasca

Bereits um 100 v.Chr. kam das Bergell als Bergale unter römische Herrschaft. Die Passübergänge des Septimer- und Julierpasses über die Alpen wurden bereits im römischer Zeit begangen, um 350 n.Chr. gelangte das Bergell zur Provinz Raetia prima. Im vierten Jahrhundert erfolgte die Christianisierung durch den Hl. Gaudentius, dem auch eine Kapelle in Casaccia geweiht ist. König Otto I., König von Italien und später römisch-deutscher Kaiser schenkte die Talschaft im Jahre 960 dem Bischof von Chur, damit gelangten die beiden Passübergänge unter die Herrschaft des Bistums.

1367 schloss sich das Bergell als Gerichtskreis dem Gotteshausbund an, zwanzig Jahree später wurde eine gepflasterte Strasse über den Septimerpass nach Tinizong gebaut. 1524 schlossen sich die drei Bünde zu einem Freistaat, dem heutigen Graubünden zusammen und traten der Autorität des Bischofs entgegen; ab 1530 wurde von italienischen Glaubensflüchtlingen im Bergell die Reformation eingeführt. 1618 ereignete sich ein schwerer Felssturz, der den Grossteil der damals bedeutendsten Gemeinde Piuro am Fusspunkt des Septimerpasses verwüstete. Im 17. Jhdt. wurde das Bergell von spanisch - habsburgischen Truppen in den Bündner Wirren verwüstet. Nach dem Veltliner Mord, einem Massaker von katholisch - habsburgischen Truppen aus Mailand an den Bündner Protestanten, wurde die Reformation zurückgedrängt.

Nach dem Verlust des Veltlins, das nach den Napoleonischen Feldzügen 1797 Italien zugeschlagen wurde, und die Bündner Herrschaft endete, wurde das Bergell zu einem Randgebiet im Kanton Graubünden und in der Eidgenossenschaft. Mit dem Bau der Passstrasse über den Malojapass 1827/28 verlor seit 1835 der Saumweg über den Septimerpass seine Bedeutung. Im 20. Jhdt. kam es mit dem Rückgang der Bergbauern zu einer starken Entvölkerung der Talschaft. Dank Arbeitsplätzen in der Elektrizitätsindustrie und im sanften Tourismus sehen die Zukunftsperspektiven wieder etwas besser aus.

2016 fusionierten die bis dahin eigenständigen Ortschaften im Bergell zur Gemeinde Bregaglia, die zum Bündner Kreis Maloja gehört. 2017 kam es im Bondascatal zu einem schweren Bergsturz, der acht Menschenleben forderte.

Sprache[Bearbeiten]

Das Bergell ist eines der Bündnerischen Südtäler, in dem Italienisch die Amts- und Alltagssprache ist, der lokale Dialekt Bargaiot lehnt sich ans Lombardische und ans im Oberengadin gesprochene Rätoromanische an.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die meisten Reisenden gelangen über den internationalen Flughafen Zürich ins Engadin und von dort aus ins Bergell.

Mit der Bahn / mit dem Bus[Bearbeiten]

Zur Anreise mit dem öffentlichen Verkehr nimmt man von Zürich her kommend die SBB-Verbindung bis Landquart und steigt dann auf die rote Schmalspurbahn der Rhätischen Bahn nach St. Moritz um. Ab St. Moritz nimmt man die Busverbindung von EngadinBus über Maloja mit Zieldestination Chiavenna.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Zürich oder St. Margarethen im Rheintal herkommend gelangt man auf der A13 ins Bündnerland.

Meist ist der Weg über den Julierpass der einfachere: man bleibt auf der Autobahn A13 über Chur bis Reichenau und verlässt die Schnellstrasse in Thusis, über den Julierpass erreicht man Silvaplana und nimmt die Hauptstrasse H3 über den Malojapass ins Bergell und in Richtung Chiavenna.

Einer Alternative, die vor allem bei Wintersperrung des Julierpasses zum Zug kommt, ist der Weg über das Prättigau und den Autoverlad durch den Vereinatunnel. Man verlässt die Autobahn A13 bei Landquart und nimmt die H28 in Richtung Davos. Bei winterlichen Verhältnissen benutzt man den Autoverlad ab Klosters durch den Vereinatunnel und gelangt bei Bever ins Engadin, auf der H3 geht es dann nach Maloja und dann über den Pass ins Bergell.

Mobilität[Bearbeiten]

In der Talschaft wird der öffentliche Verkehr durch die Postautolinie St. Moritz - Maloja - Chiavenna sichergestellt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Palazzo Castelmur Südseite2
  • der 1 Palazzo Castelmur ist ein Patrizierhaus aus dem Jahre 1723, welches von Baron Giovanni von Castelmur im 19. Jhdt. mit einer venezianisch - maurischen Fassade versehen wurde, im Palazzo ist heute ein Museum untergebracht.
  • in der Kirche 2 Santa Maria di Nossa Donna , die im Bereich der Burg Castelmur oberhalb von Promontogno liegt, sind die Herren von Castelmur begraben.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kletterer auf der Fiamma
  • Wandern in der ganzen Region des Bergell, bekannt ist der Bergell - Höhenweg (Sentiero panoramico), der von Casaccia bis nach Castasegna auf der rechten Talseite über dem Talgrund verläuft, die Ankunft in Soglio ist einer der schönsten Momente.
  • Klettern, vor allem an den Gipfeln an der südlichen Talseite; die 1 Fiamma dürfte der bekannteste Kletterberg sein.

Küche[Bearbeiten]

Das Bergell, speziell die Region um Soglio sind bekannt für die (Edel-)Kastanienhaine und das Kastanienmehl.

Nachtleben[Bearbeiten]

Im Bergell existiert kaum ein nennenswertes Nachtleben, Nachtschwärmer weichen nach St. Moritz aus.

Sicherheit / Gesundheit[Bearbeiten]

  • 5 Centro Sanitario Bregaglia, Flin 5, 7606 Promontogno. Tel.: +41 81 838 11 99, E-Mail: . Talschaftsspital mit Ärztezentrum, Akut- und Pflegeabteilung und 24 h Ambulanzdienst / Notfallaufnahme; das kleine Gesundheitszentrum stellt die sanitätsdienstliche Versorgung in der Talschaft Bergell sicher. Die Ambulanz wird über Notruf 144 avisiert.

Klima[Bearbeiten]

In den Bündner Südtälern herrscht Südseitenwetter, d.h. bei den häufigen Nord- und Nordwestwindlagen ist es hier in der Regel sonnig, im südlichen Bereich wirken Klima und Vegeration fast mediterran, aufgrund der Nähe zu den Gebirgsketten mit Dreitausendern muss mit Wetterumstürzen und Gewittern gerechnet werden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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