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Lago Maggiore

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Der Lago Maggiore (aus dem lat. Lacus Maximus), der auch Lago Verbano genannt wird (aus den Lepontisch-keltischen Worten Ver (groß) und Benn (Behälter) zusammengesetzt und später von den Römern in lat. Verbanus Lacus latinisiert wurde), im deutschen auch oft als Langensee bezeichnet, ist ein Voralpensee eiszeitlicher Herkunft, dessen südwestliches Gewässer in Italien und nordöstlicher Anteil in der Schweiz liegt.

Übersicht Lago Maggiore

Regionen[Bearbeiten]

Der westlich-/nordwestliche Teil des Seebeckens gehört zur italienischen Region Piemont. Die Uferseite teilen sich die Provinzen Novara im Westen und Verbano-Cusio-Ossola im Nordwesten.

Der nordöstliche Teil des Seebeckens gehört zum Bezirk Locarno im Schweizer Kanton Tessin. Dessen südöstliche Uferseite wird als Gambarogno bezeichnet, währen die nördöstliche Uferseite als Kreis Isole, Locarno und Kreis Navegna bezeichnet wird.

Der südwestliche Teil des Seebeckens gehört zur Region Lombardei. Seine Ufer gehören zur Provinz Varese.

80,1 % der Fläche des Sees entfallen auf Italien, die restlichen 19,9 % auf die Schweiz.

Orte[Bearbeiten]

Karte von Lago Maggiore

Der Lago Maggiore ist umgeben von zahlreichen kleinen und mittelgroßen Ortschaften. Die bedeutendsten davon sind:

  • 1 Arona Website dieser Einrichtung Arona in der Enzyklopädie Wikipedia Arona im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArona (Q22052) in der Datenbank Wikidata - Stadt am südwestlichen Ufer des Sees mit seiner Burg. Zwei Kilometer nördlich von Arona wurde 1697 eine 23 m (75½ Fuß) hohe Kupfer-Kolossalstatue (35 m, 115 Fuß mit Sockel) von Karl Borromäus vollendet, die bis zum Beginn des Baus der Freiheitsstatue für New York in Frankreich die höchste von innen begehbare Statue war.
  • 2 Locarno Website dieser Einrichtung Locarno in der Enzyklopädie Wikipedia Locarno im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLocarno (Q11935) in der Datenbank Wikidata - Schweizer Stadt im Norden des Sees, bekannt für sein alljährlich im August stattfindendes Filmfestival «Pardo», seiner kleinen Burg «Castello dei Visconti» und das hoch oben über der Stadt auf einem Felsenvorsprung thronende Heiligtum und Wallfahrtskirche «Madonna del Sasso».
  • 3 Luino Website dieser Einrichtung Luino in der Enzyklopädie Wikipedia Luino im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLuino (Q40120) in der Datenbank Wikidata - Einzige größerer Ort am Ostufer des Sees mit einem bekannten Markt.
  • 4 Stresa Website dieser Einrichtung Stresa in der Enzyklopädie Wikipedia Stresa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStresa (Q23700) in der Datenbank Wikidata - Auf der Westseite des Borromäischen Golfes liegender Ort, das heute noch den Charme eines mondänen Nobelkurortes versprüht, mit seiner schönen Uferpromenade und den sehr eleganten Hotelgebäuden und Villen aus der Belle Epoque Zeit. Selbst der Orient-Expreß machte hier früher halt.
  • 5 Verbania Website dieser Einrichtung Verbania in der Enzyklopädie Wikipedia Verbania im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsVerbania (Q3639) in der Datenbank Wikidata - Größte Stadt am See, die sich aus den Teilorten Intra, Pallanza und Suna zusammensetzt. Sehenswert sind die Botanischen Gärten der Villa Taranto, ein Geschenk ihres Gründers, Kapitän Neil Mac Eacharn. Tausende aus aller Welt importierte Pflanzen, sowie seltene, in Europa zum Teil auch einzigartige botanische Sammlungen lassen sich hier bewundern.

Kleinere aber trotzdem nicht uninteressante Orte sind:

  • 6 Ascona Website dieser Einrichtung Ascona in der Enzyklopädie Wikipedia Ascona im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAscona (Q63992) in der Datenbank Wikidata - auf der Schweizer Seite liegende Ort mit einer schönen Uferpromenade und einem schönen kostenlosen Strandbad sowie dem größten Golfplatz des Sopraceneri.
  • 7 Brissago Website dieser Einrichtung Brissago in der Enzyklopädie Wikipedia Brissago im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrissago (Q69706) in der Datenbank Wikidata - westlichster Ort auf der Schweizer Seite, am Nordufer des Lago Maggiore, zwischen Porto Ronco und Cannobio in Italien.
  • 8 Cannobio Website dieser Einrichtung Cannobio in der Enzyklopädie Wikipedia Cannobio im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCannobio (Q23291) in der Datenbank Wikidata - Italienischer Ort südlich Ascona bekannt durch seinen Markt jeden Sonntag, wunderschöne Seepromenade, großer, kostenfreier Parkplatz (außer sonntags), hübsche Altstadt.
  • Ronco s/Ascona - Ort zwischen Ascona und Brissago auf halber Höhe mit grandioser Sicht über den Lago Maggiore.

Inseln[Bearbeiten]

Isole di Brissago
Brissago

Im Lago Maggiore gibt es insgesamt 11 Inseln; acht Inseln im Piemont, zwei im Tessin, und eine einzige in der Lombardei.

  • Borromäische Inseln - Stresa vorgelagert sind drei der fünf Borromäischen Inseln: Isola Bella und Isola dei Pescatori (auch bekannt als Isola Superiore), sowie zwischen den beiden das Inselchen Scoglio della Malghera. Die restlichen beiden, Isolino di San Giovanni und Isola Madre, sind dem gegenüberliegenden Verbania vorgelagert.
  • Brissago Inseln - Porto Ronco vorgelagert liegen die zwei Isole di Brissago: Isola di San Pancrazio (Isola Grande) und Isola di Sant’Apollinare (Isolino).

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Cardada und Cimetta der Hausberg von Brione, Locarno, Minusio, Muralto und Orselina.
  • Mottarone Berg - Mit einer Seilbahn ab Stresa Lido fährt man mit Panoramablick auf den Borromäischen Golf und seine Inseln durch die Hügel oberhalb des Sees. Von der Spitze ist ein 360° Blick auf den See und die Alpen im Landkreis möglich. Im Sommer ist es ein guter Ort zum Wandern oder zum Malen und im Winter kann man dort wie auch in Cimetta Ski fahren.
  • Valle Vigezzo - Tal der hundert Täler (Centovalli) auf der Tessiner Seite genannt, östlich von Domodossola und westlich von Locarno.
  • Maggiatal - Tal nordwestlich von Locarno an dessen Ende sich ein mit der Seilbahn erreichbares Gletschergebiet befindet.
  • Verzascatal - Tal nördlich von Locarno das zum Flußbaden einlädt.
  • Cannobinatal - Tal westlich von Cannobio mit sehr engen und steilen Schluchten.

Sprache[Bearbeiten]

Umgangssprache ist vorwiegend die Italienische Sprache mit einer für den Nordosten Italiens typischen w:Galloitalisch galloitalischen Aussprache und den am südlichen und südwestlichen Ufer des Sees gesprochenen Bosin Dialekt sowie auf der Piemontesischen Nordseite des Sees und im Tessiner Sopraceneri üblichen Tessiner Dialekt. Diese beiden Dialekte sind regionale Ausprägungen des gemeinsamen West-Lombardischen Dialektes Laghée der abhängig von der Umgebung, mit erheblichen sprachlichen regionalen Beitrag variiert. Zwischen Tal und Tal, ja teils sogar zwischen einzelnen Orten, bestehen daher unterschiedliche Nuancen und Wortschätze die sich in den vergangenen Jahrhunderten, vor allem in den am stärksten isolierten Tälern, entwickelt haben. Deutsch ist als erste Fremdsprache vor allem in den größeren Orten wie Stresa, Verbania, aber auch in kleineren wie Cannero Riviera, Cannobio sowie vielen Orten des Bezirkes Locarno weit verbreitet.

Hintergrund[Bearbeiten]

LagoMaggiore
Caterina del Sasso am Ostufer des Sees

Der Lago Maggiore reicht von der südlichen Alpenkette der Lepontinischen Alpen bis an den Rand der Po-Ebene. Wie die anderen oberitalienischen Seen entstand er beim Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher. Vor allem im Nordteil ist er von hohen Felswänden umgeben.

Der Seespiegel liegt im Mittel bei 193 m ü.M. (646 Fuß ü.NN). Der See ist 64,37 km (40 Meilen) lang (zwischen den Ortschaften Magadino und Sesto Calende) und bis zu 10,8 km (6.7 Meilen) breit (zwischen den Ortschaften Feriolo und Laveno). Er ist mit 212,5 km² (82 mi²) nach dem Gardasee mit 370,4 km² (143 mi²) der zweitgrößte See Italiens. Die größte Tiefe beträgt 372 m. Der Seegrund liegt also über 170 m unter dem Meeresspiegel. Damit ist der Lago Maggiore der tiefste See der Schweiz.

Das Einzugsgebiet ist 6.386 km² groß (3.326 km² in der Schweiz und 3.060 km² in Italien).

Klima[Bearbeiten]

Die am See befindlichen Orte haben einen mildes, feuchtes, gemäßigtes Klima mit warmen Sommern und ohne Trockenzeit. Im Laufe eines Jahres variiert die Temperatur von -1°C bis 28°C und ist nur selten unter -4°C oder über 31°C.

Die warme Jahreszeit dauert von Anfang Juni bis Anfang September mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur über 24°C. Die heißesten Tage des Jahres sind gegen Ende Juli mit einem durchschnittlichen Höchstwert von 28°C und Tiefstwert von 17°C.

Die kalte Jahreszeit dauert von Mitte November bis Ende Februar mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur unter 11°C. Die kältesten Tage des Jahres sind Anfang bis Mitte Januar, mit einem durchschnittlichen Höchstwert von 6°C und Tiefstwert von -1°C.

Optimale Reisemonate, wegen des milden Klima, sind vor allem die Frühlingsmonate von Ostern bis Pfingsten und die Herbstzeit.

Vegetation[Bearbeiten]

Wegen den meist milden Winter ist stellenweise eine Überwinterung exotischer Vegetation im Freien möglich, obwohl wenige Kilometer weiter oben in den Bergen noch Ski gefahren wird.

Die aus China stammende Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) wächst stellenweise wie Unkraut, die Samen werden von Vögeln verbreitet. Auch in Deutschland sind diese Palmen teils überwinterungsfähig.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Auf der Magadinoebene befindet sich der kleine Flughafen Locarno - Magadino, der jedoch nicht mit Linienmaschinen angeflogen wird. Die nächsten größeren Flughäfen sind in Lugano und in Mailand (Malpensa). Vom Flughafen Malpensa aus zum Lago Maggiore fährt;

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Von Norden her kommend fahren die Züge durch den Gotthard Tunnel nach Bellinzona. Hier muß man für die Weiterfahrt umsteigen. Am Ostufer des Sees befindet sich durchgängig eine Bahnstrecke, während auf der Westseite nur Locarno und die Orte südlich von Stresa mit einer Bahnstrecke verbunden sind.

S-Bahn S30 TILO in San Nazzaro

Die S-Bahn Züge der Linie S 30 vom Flughafen Mailand-Malpensa Terminal 1 Richtung Bellinzona, halten am Lago Maggiore in Laveno - Caldè - Porto Valtravaglia - Luino (Halt mit Personalwechsel FS/SBB) - Colmegna - Maccagno - Pino-Tronzano - BSicon ZOLL.svg - Ranzo-S.Abbondio - Gerra (Gambarogno) - S. Nazzaro und am gemeinsamen Bahnhof von Magadino und Vira bevor die S-Bahn Züge auf der Magadinoebene weiter nach Bellinzona fahren. Durch den grenzüberschreitenden Zugverkehr ist der Kauf der Fahrkarten ggf. mit Hindernissen verbunden. Tickets innerhalb Italiens (ab Luino nach Malpensa oder zurück) können im Zug beim Schaffner (ggf. mit Aufpreis) gekauft werden. Dagegen sind diese an den Automaten in Italien nicht wählbar und auch die App der SBB gibt diese Strecke nicht aus (Stand 2014). In der Schweiz funktionieren die Automaten dagegen für die gesamte Strecke und es besteht die Pflicht zum Kauf vor Antritt der Fahrt. Am Flughafen in Malpensa können die Tickets am Bahnschalter gekauft werden.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Norden her kommend fährt man am besten entweder auf der A2 von der Innerschweiz aus durch den St. Gotthard- oder auf der A13 von Graubünden her durch den San Bernardino-Tunnel ins Tessin. Für die Schweiz benötigt man jedoch die Autobahnvignette, die an den Grenzübergängen und an den meisten Tankstellen zu kaufen ist. Vor allem auf Gotthardautobahn bilden sich in der üblicherweise beliebteren Fahrtrichtung (am Freitagabend südwärts und Sonntagnachmittag nordwärts) oftmals Verkehrsstaus, welche auch in den Nachtstunden kaum abnehmen. Aufgrund der recht kurzen Distanz "in den Sommer" ist entsprechend an den Abenden vor langen Wochenenden (Ostern, Auffahrt, Pfingsten) und an Freitagen mit langen Verkehrsstaus in Nord-Südrichtung und jeweils am Ferienende und Sonntagabend durch den Rückreiseverkehr in Richtung Norden in der Gegenrichtung zu rechnen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Locarno - Schiffsanlegestelle

Seit 1826 gibt es auf dem See eine Passagierschiffahrt. Heute betreibt die Navigazione Laghi (NLM) eine Flotte von 25 Schiffen. Auf dem gesamten See fahren die Personenschiffe, die jedoch zum Teil reservierungspflichtig sind. Eine Kraftwagen- und Passagier-Fähre verkehrt zwischen Intra und Laveno ca. alle 20 Minuten zwischen 7 Uhr und 19 Uhr. Nicht zu empfehlen ist es, Sonntag mit dem Auto die Region zu besuchen, da Sonntags viele Italiener Familienausflüge machen und man dadurch oft stundenlang im Stau steht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Isola Bella
  • Borromäische Inseln - Isola Bella , Isola Madre , Isola dei Pescatori sind mit den Linienschiffen und den Booten der nicht linienmäßigen Binnenschiffahrt erreichbar.
  • Castello Visconteo - Burganlage in Locarno mit einer bedeutenden Sammlung an römischen Gläsern und Vasen.
  • Madonna del Sasso - Wallfahrtskirche in Orselina oberhalb von Locarno mit herrlicher Aussicht auf den See.
  • Monte Verita - Hügel über Ascona mit Museum über den Gegenentwurf zur Industriegesellschaft während der Jahrhundertwende und die berühmten Gäste (CG Jung, Hermann Hesse u. a.)
  • Piazza Grande - Großer Platz in Locarno, auf dem jedes Jahr im Rahmen des internationalen Filmfestivals Filme vorgeführt werden.
  • Villa Taranto - Botanischer Garten in Pallanza (Verbania) mit einer Vielzahl an seltenen Pflanzenarten und einem barocken Terrassengarten mit Seerosen und Lotusblumen.
  • Santa Caterina del Sasso - In den Fels gebaute Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert bei Leggiuno (südlich von Laveno) mit vielen Fresken und dem Sarkophag des Gründers.
  • Sacro Monte della Ss. Trinita - Klosteranlage oberhalb von Ghiffa (UNESCO Weltkulturerbe) mit einem schönen Park und Naturschutzgebiet. Geeignet um etwas abseits der Hauptwege Ruhe und Entspannung zu finden.
  • Villa Pallavicino - Der Park der Villa Pallavicino, in der Nähe von Stresa dessen botanische und zoologische Gärten mit vielen Pflanzen-und Tierarten täglich geöffnet sind vom späten Frühjahr bis Ende Oktober.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Baden: In den meisten Orten am Lago Maggiore gibt es saubere Strände zum Baden. Zum Teil gibt es auch öffentliche Strandbäder und hoteleigene Bäder. Das schönste öffentliche und auch kostenlose Strandbad befindet sich in Ascona. Zu Beachten ist jedoch, daß das Wasser des Lago Maggiore nur selten über 22°C erreicht. Diejenigen, die es besonders kalt haben wollen können in den Tälern oberhalb von Locarno Flußbaden. Erhöhte Achtsamkeit ist an Orten mit großen Felsen am Wasserlauf - wie beispielsweise in Ponte Brolla - geboten, da dort leider jedes Jahr mehrere Touristen durch Abrutschen verunglücken. Je weiter rauf ins Tal, je klarer und kühler das Wasser.

Bungee Jumping: Nordöstlich von Locarno befindet sich eine 220 Meter hohe Sprunganlage auf dem Verzascatal Staudamm.

Golf: In Arona, Ascona, Locarno, Losone und in der Nähe von Stresa gibt es Golfplätze.

Klettern: In der Nähe von Locarno gibt es Möglichkeiten zum Klettern. In Baveno gibt es einen Abenteuerpark, der besonders für Kinder und Jugendliche einen Einstieg in die Klettertechnik bietet.

Radfahren: Es gibt viele Möglichkeiten sich Räder auszuleihen, jedoch sind Radwege am gesamten See Mangelware. Oft muß man die schmale, vielbefahrene Uferstraße benützen oder quer durchs Gelände Mountainbiken. Für die ganz Faulen gibt es auch elektrisch betriebene Fahrräder zum ausleihen.

Wandern: Rund um den Lago Maggiore gibt es zahlreiche ausgeschilderte Wanderwege, auch für Nordic-Walking. Zum Teil führen auch Bergbahnen auf die umliegende Berge (Cardada/Locarno, Motarone/Stresa, Monte Tamaro/Rivera, Sasso del Ferro/Laveno). Sehr zu empfehlen ist der Nationalpark Val Grande, der größte Wildnis Park Italiens. Hier werden auch geführte Wanderungen angeboten und es gibt Hütten zur Übernachtung.

Wassersport: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich Surfbretter, Segel- und Motorboote auszuleihen. Außerdem kann man in vielen Orten auch Kurse belegen oder Banane fahren. Ein kleines Wassersportzentrum mit Katamaranen befindet sich in Cannobio. Da hier der Wind am stärksten bläst, starten auch Kitesurfer an diesem Strand. Tauchen: Der Lago Maggiore ist kein Tauchparadies, da die Sichtverhältnisse trotz der beachtlichen Tiefe bereits in wenigen Metern erheblich abnehmen. In der Sankt Anna Schlucht am Ende des Cannobino Fluß, ist ein beliebter Ort für Wildwasser-Rafting und Kajakfahren.

Flugsport: Die Gegend um den Lago Maggiore mit den unmittelbar angrenzenden etwa 2200 Meter hohen Bergen läßt sich auch gut aus der Luft erkunden. Dazu werden am Regionalflughafen Locarno - Magadino Alpenrundflüge mit dem Hubschrauber und auch kürzere Flüge über den See angeboten. Vom gleichen Platz aus sind auch Fallschirmsprünge möglich. Das Paracentro betreibt eine Sprungschule und bietet Tandemsprünge aus 4000 Metern Höhe an. Auch private Segelflieger starten hier. Gleitschirme starten vorwiegend dort, wo es Seilbahnen gibt (Cimetta, Monte Tamaro, Sasso del Ferro).

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Am 6. Januar findet im Hafen des Grenzdorfs Brissago das Dreikönigsschwimmen statt. Es muss eine achtzig Meter lange Strecke im Hafenbecken zurückgelegt werden.
Filmfestival Locarno: Vorführung auf der Piazza Grande

Am Lago Maggiore gibt es zahlreiche international ausgerichtete Veranstaltungen. Die bekannteste dürfte das Internationale Filmfest von Locarno sein. Für Musikliebhaber sind sicher auch Jazz Ascona und die Klassik Konzerte von Mai bis September in Stresa interessant.

Aktuelle Informationen über Events und Veranstaltungen stellen die Tourismusbehörden der beiden Länder im Portal Schweiz und Portal Italien bereit.

Küche[Bearbeiten]

Polenta con Salsicce

Die italienische Küche ist am Lago Maggiore die am weitesten verbreitete Küche, typisch sind im Tessin die Polenta (kartoffelstockartiger Maisbrei), Risotto und Luganiga-Würste, die kräftige Gemüsesuppe Minestrone und immer seltener Spzialitäten aus Esskastanien. Lokale mit italienischer Küche (Pasta, Pizza) und auch mit internationalen Gerichten sind einfach zu finden.

Im Tessin wird Wein, vor allem der Rotwein Merlot angebaut, der im Boccalino (Keramikbecher) im Grotto (urtümliche Schenke) am besten schmeckt. Kleine Abfüllbetriebe stellen immer noch Gassosa her, die Limonade in der Glasflasche mit Bügelverschluss hat auch in der Deutschschweiz eine Renaissance erlebt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Zum Ausgehen am Abend gibt es rund um den See eine Vielzahl an Bars in allen Orten und zusätzlich Nacht Klubs und Tanklokale in größeren Orten.

  • Auf dem See selbst gibt es im Sommer zum einen die Katia, ein kleiner "Schnapsdampfer", der den Charme einer alten Dame hat. Ab dem neuen Hafen von Locarno, Giardini ARP, Lungolago Giuseppe Motta, startet Katia zu kleineren Rundfahrten in der Umgebung. Zum anderen der moderne Gegenpol: Der einzige solar betriebene Katamaran am See ist ein Partyboat mit Cocktail-Bar. Das mit 50 Plätzen, Sessel und Sofas ausgestattete Katamara ist in Cannero Riviera stationiert und zieht von dort aus seine Kreise. Beide Boote können auch für private Feste wie Hochzeiten etc. angeheuert werden.
  • An Land, etwas weiter entfernt vom See in der Fraktion Quartino der Großgemeinde Gambarogno Magadino gibt es ein schönes Tanzlokal mit Musik der 70' und 80' mit dem Namen «Nuova Pergola».

Einkaufen[Bearbeiten]

Märkte[Bearbeiten]

Markt in Luino

Bei den Märkten, die eine starke touristische Ausprägung haben, sind besonders Luino und Cannobio zu erwähnen. Jede Woche kommen mehrere tausend Besucher und versuchen in der meist niedrigpreisigen aber nicht immer hochwertigen Ware (vorwiegend Bekleidung aller Art, Lederwaren, Taschen, Schuhe und Jacken) ein Schnäppchen zu machen.

Große Märkte:

Kleinere Märkte:

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Sicherheitslage Kriminalität. - Gelegenheit macht Diebe! Wie überall an stark frequentierten Reisedestinationen sollten Wertsachen nicht offensichtlich im hochpreisigen Fahrzeug zurückgelassen werden. Die Zeiten, als man im Tessin und in Italien noch mit dem Autoradio unter dem Arm Spazierengehen mußte, sind glücklicherweise vorbei. Es empfiehlt sich die üblichen Sicherheitsregeln wie überall zu beachten; Vorsicht hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden. Nachts nicht alleine durch leere Straßen ziehen, dunkle Gassen vermeiden, Uhren, Schmuck und teure Mobiltelefone oder Fotoapparate nicht unnötig zur Schau stellen.
  • Wasserqualität See Wasserqualität. - Es ist ratsam vorab sich bezüglich der Badewasserqualität an den Stränden bei den einzelnen Ufer Gemeinden zu informieren, da es auch Meldungen wie die im Corriere del Ticino Zeitungsartikel, Verbano inquinato come il Ceresio vom 6. Juli 2013 (in ital. Sprache) über schlechter Wasserqualität und Badeverbote gab.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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