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Andermatt

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Andermatt
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Andermatt ist eine schweizerische Gemeinde im Kanton Uri. Sie liegt im Urserental am Nordfuß des Gotthardpasses, sowie zwischen Furkapass und Oberalppass.

Hintergrund[Bearbeiten]

Andermatt liegt im Urserental, in dieser Hochebene kommen der alpenquerende Gotthardpass, der das Reusstal und die Zentralschweiz mit dem [Tessin]] verbindet, der Oberalppass in Richtung Vorderrheintal und Ostschweiz und der Furkapass in Richtung Wallis zusammen. In die vierte Himmelsrichtung, nach Norden, muss erst die kritisch zu befahrende steile Schöllenenschlucht bezwungen werden, bevor der Weg nach Norden offen ist - die Schöllenenpassage war immer der technisch anspruchsvollste Wegabschnitt des Gotthardpasses.

Bau der 2. Teufelsbrücke, 1833
Andermatt, um 1900
Zweite Teufelsbrücke, 1934
Dritte Teufelsbrücke

Vereinzelte Münzfunde aus römischer Zeit lassen vermuten, dass das Tal damals schon begangen war, allerdings wurde der alpenquerende Verkehr vorwiegend über den Julierpass und den Grossen St. Bernhard abgewickelt.

In der Talschaft gründeten im Mittelalter über den Furkapass eingewanderte Walliser (später als "Walser" bekannt) ihre Siedlungen. Etwa ab 800 hatte das Benediktiner - Kloster Disentis im Urserental Grundrechte, diese galten bis 1649. Mit dem Ausbau des Saumbetriebs über den Gotthard- und auch Furka- & Oberalppass erlebte Andermatt als Handelsknotenpunkt einen Aufschwung; mit dem Bau des Gotthard - Eisenbahntunnels im Jahre 1882 einen massiven Rückschlag, der bedeutende Nord-Südverkehr querte fortan im Tunnel unterhalb des Orts die Alpen, die Strassenverbindungen waren noch ungenügend ausgebaut. 1885 wurde Andermatt zu einem Waffenplatz, im Zweiten Weltkriegs hatte der Ort zwischen den bedeutendsten Alpenfestungen des Reduit hohe Bedeutung, so diente noch bis in die Neunzigerjahre hinein das Militärspital in Andermatt nicht nur der Versorgung der diensttuenden Soldaten sondern auch der Zivilbevölkerung.

Lange konnte das Urserental mit Andermatt nur vom Wallis aus oder über den 1 Bätzberg erreicht werden, an der Nordseite ermöglichten in den Fels geschlagene Stufen den Abstieg in die Schlucht. Die Schöllenenschlucht war bis ins Mittelalter unpassierbar, nach der Legende wurde um 1220 von einem Schmied der Plan zur Twärrenbrücke umgesetzt: an in den Fels geschlagenen Löchern wurden Balken und daran mit Ketten ein Steg aufgehängt, auf dem die Strecke entlang der Felswand überwunden werden konnte; dieser Steg wurde als "stiebender Steg" bezeichnet. Nachdem der Twärrensteg von einem Hochwasser weggerissen worden war, erhielt der aus dem Maggiatal stammende Festungsbaumeister Pietro Morettini den Auftrag, den Felsen mit einem Tunnel zu bezwingen. Im August 1708 nach 11 Monate langer Bauzeit war der Tunnel dann begehbar, das "Urnerloch".

Um 1230 wurde eine erste Brücke über die Reuss errichtet. Nach der Legende von der "Teufelsbrücke" habe der Teufel durch sein Mitwirken das waghalsige Bauwerk ermöglicht und sich dafür die erste Seele, welche die Brücke überquert, als Lohn ausbedungen. Die ausgefuchsten Urner nahmen die Hilfe in Anspruch und schickten als erstes einen Geissbock über die Brücke; der Teufel habe sich mit dem Lohn nicht allzu zufrieden gezeigt und einen grossen Stein nach der Brücke geschleudert, der sie verfehlte und weiter unten liegen blieb, der "Teufelsstein".

Jedenfalls wurde die erste hölzerne Brücke um 1595 durch eine massive Steinbrücke ersetzt. Nach über 200 Jahren im Dienst wurde diese erste Teufelsbrücke bei Gefechten zwischen der napoleonischen Armee und den Russen unter Genereal Suworow schwer beschädigt und der Gotthardpass somit unpassierbar, 1820/30 wurde sie durch eine neue Brücke ersetzt und dem Verfall überlassen, 1888 stürzte sie dann ein. Aufgrund des zunehmenden Strassenverkehrs musste die Brücke 1958 durch die dritte Teufelsbrücke ersetzt werden, auch der Fadeggtunnel wurde neu angelegt.

Mit dem Aufkommen des Wintersports unter anderem mit dem Skigebiet am Gemsstock erlebte Andermatt einen Aufschwung des Winter- und auch des Sommertourismus. 2007 wurde das Tourismusprojekt Andermatt Swiss Alps des ägyptischen Multimilliardärs und Investors Samih Sawiris gegründet, es wurden bestehenden Unterkünfte erneuert und mehrere Hotels, Appartmenhäuser, Ferienvillen, ein Wasser- und Eissportzentrum und ein 18 Loch - Golfplatz neu errichtet. Kernstück war die Vereinigung der Skigebiete von Andermatt und Sedrun zur Andermatt Sedrun SkiArena. Das neue Skigebiete wurde rasch zu einem derjenigen, mit der grössten Anzahl Pistenkilometern in der Schweiz.

Anreise[Bearbeiten]

Bahnhof Andermatt
Karte von Andermatt

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 1 Bahnhof Andermatt ist an die alpenquerenden Eisenbahnverbindungen der Gotthardbahn und die Ost-West - Verbindung der Matterhorn - Gotthardbahn angebunden.

Aus Deutschland - Frankreich und aus Norditalien erreicht man Andermatt über Göschenen im Reusstal. Von Norden herkommend nimmt man die Intercityverbindung bis Luzern und muss in Luzern auf einen Schnellzug umsteigen, der im Gegensatz zu den Intercityverbindungen, die den Gotthardbasistunnel befahren, den Bahnhof Göschenen bedient. Man kann dafür den Abschnitt der alten Gotthardbahn mit den verschiedenen Kehrtunnels befahren und das legendäre "Kirchli von Wassen" wie unzählige Schweizer Schulkinder auf ihren Schulreisen von verschiedenen Seiten sehen.

Im 2 Bahnhof Göschenen steigt man auf die roten Züge der meterspurigen Matternhorn - Gotthardbahn um. Die Strecke der Schöllenenbahn wurde 1913/17 erbaut, von den 3,8 Streckenkilometern sind zwei Drittel mit einer Zahnstange ausgerüstet und 1 Kilometer verläuft in Tunneln.

Reisende aus (Nord-)Italien und dem Tessin nehmen ab Bellinzona ebenfalls den Schnellzug durch die Gotthardbergstrecke und steigen in Göschenen auf die MGB um, die Postautolinie über den nur im Sommer befahrbaren Gotthardpass dient vorwiegend touristischen Zwecken.

Reisende aus östlicher Richtung, aus Österreich und aus Niederbayern, reisen am einfachsten über Chur an. Von dort aus geht es mit den roten Zügen der rhätischen Bahn bis Disentis und von dort aus mit der ebenfalls meterspurigen roten Matterhorn- Gotthardbahn über den Oberalppass nach Andermatt.

Aus westlicher Richtung, dem Wallis und dem südlichen Frankreich kann man über das Wallis anreisen und nimmt an Visp ebenfalls die roten Züge der Matterhorn - Gotthardbahn, die Strecke gehört auch zum Streckennetz des legendären Glacier-Express, der zwischen Zermatt und St. Moritz verkehrt.

Auf der Strasse[Bearbeiten]

Auf der Autobahn A2 von Basel über Luzern fährt man bis nach Göschenen, von dort über die Hauptstraße H2 durch die Schöllenenschlucht nach Andermatt.

In ost-westlicher Richtung erreicht man Andermatt über die im Abschnitt zum Bahnverkehr beschriebenen Pässe, wobei zu beachten ist, dass die Passtrassen über Furka- und Oberalppass mit einer Wintersperre belegt sind. Der Autoverlad Furka-Oberalp erlaubt es, Andermatt trotzdem mit dem Auto zu erreichen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Einbindung in Radrouten[Bearbeiten]

Durch Andermatt verlaufen drei internationale Radrouten, die in das EuroVelo-Netzwerk eingebunden sind. Die in Hoek van Holland beginnende Rhein-Route (EV 15) endet hier genauso wie die in der Camargue startende Route du Rhône (EV 17). Die Via Romea Francigena (EV 5) verläuft auf dem Weg von Canterbury nach Rom durch die Stadt, ist aber auch von der anderen Richtung ausgeschildert.

Verbindungen in der Schweiz:

Einbindung in Mountainbiketouren[Bearbeiten]

Etappe 9: Disentis – Oberalppass - Pass Maighels (2428 m) - Andermatt, Karte

Zu Fuss[Bearbeiten]

Einbindung in Wandertouren

Mobilität[Bearbeiten]

Neben der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB), verkehren noch Postautobusse durch das Urserental und zum Gotthardpass.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche St.Peter & Paul
Kirche St. Kolumban
Kapelle Maria-Hilf
Kapelle St. Wendelin
Rathaus Ursern(tal)
Talmuseum Andermatt
  • die 2 Schöllenenschlucht - Tief in den Fels eingeschnittene Schlucht der Reuss und grösstes Hindernis der Nord-Süd-Route über den Gotthard, erst im 13. Jhdt. durch Bau der Teufelsbrücke passierbar gemacht.
  • 3 Kirche St. Peter und Paul, kath. Pfarrkirche, Barockkirche von 1601 mit späteren Umbauten
  • die alte 4 Kirche St. Kolumban
  • Die 5 Wallfahrtskirche Mariahilf, am oberen Dorfrand, wurde um 1735/36 erbaut.
  • die 6 Kapelle St. Wendelin
  • das 7 Rathaus , auf der anderen Seite der Gotthardstrasse der Dorfbrunnen
  • 8 Talmuseum Urseren. Das Talmuseum Urseren ist im Schönbächler Haus untergebracht, welches mit Rokokomalereien geschmückt ist.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Winter[Bearbeiten]

  • Zwei Skigebiete, Gemsstock sowie Nätschen - Oberalp - Sedrun , sind direkt vom Dorf aus erreichbar. Mit dem Bau der Gondelbahn auf den Schneehüenerstock konnte eine Verbindung zwischen den Skigebieten von Andermatt (mit den Bahnen Nätschen - Gütsch) und Sedrun (mit den Sesselliften Calmut und Cuolm Val) geschaffen werden, die SkiArena Andermatt - Sedrun hat somit mit einem riesigen zusammenhängenden Gebiet eine grosse Aufwertung erfahren.

Für einen Wechsel vom Gebiet Gemsstock zum Gebiet Andermatt-Sedrun-Disentis muss weiterhin der Ortsbus oder das private Auto benutzt werden.

Name Telefon Höhenlage Anzahl Klein- und GroßkabinenbahnenAnzahl Klein- und Großkabinenbahnen Anzahl SessellifteAnzahl Sessellifte Anzahl SchlepplifteAnzahl Schlepplifte Pistenkilometer leichtPistenkilometer leicht Pistenkilometer mittelPistenkilometer mittel Pistenkilometer schwerPistenkilometer schwer Pistenkilometer FreestylePistenkilometer Freestyle Σ
SkiArena Andermatt-Sedrun +41 (0)58 200 68 68 1.444 - 2.600 m 5 9 5 16 16 23 15 70 km
  • Die Oberalp -Passstrasse ist im Winter mit Schlitten befahrbar.
  • Eine Langlaufloipe führt im Talgrund bis nach Realp.

Im Sommer[Bearbeiten]

  • Von Andermatt führt eine Seilbahn zum Gemsstock hinauf.
  • Im Sommer hat es viel gut markierte Wander- und Bergwanderwege.
In Andermatt beginnt die erste Etappe des Senda Sursilvana, der Höhenwanderweg führt durch die Surselva (das Vorderrheintal) bis hinab nach Chur.
  • In Realp befindet sich ein Golfplatz.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben in Andermatt ist sehr von der Saison abhängig. So sind vor allem im Winter während der Hauptsaison sowie während der Fasnacht die Bars gut besucht. Große Diskotheken sucht man vergebens, so sind die Bars eher für Après Ski eingerichtet. Zu erwähnen sind unter anderem:

  • Die Alt Apothek
  • Dancing Gotthard
  • Restaurant Postillion
  • Piccadilly-Pub
  • Pinte Music Bar
  • Schlüsselbar

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Bonetti Haus. In kurzer Laufdistanz zu der Talstation der Luftseilbahn Gemsstock. Etwas am Rand des Dorfes gelegen, welches aber immer noch gut zu Fuß erkundschaftet werden kann. Die Zimmer sind mit Dusche und WC ausgestattet. Im Haus gibt es einen Aufenthaltsraum mit Tischfußball, einen Raum für das Frühstücksbuffet sowie Ski/Snowboard Abstellräume. Das Bonetti Haus ist vor allem für Gruppen mit beschränktem Budget empfehlenswert.
  • Basecamp Andermatt. Das Basecamp Andermatt ist eine urige Hütte etwas oberhalb vom Dorf direkt am Pistenrand vom Nätschen. In mitten sonniger Wiesen im Sommer oder direkt an der Piste im Winter, haben Sie einen schönen Ausblick über das ganze Urserntal. Im Basecamp haben Sie die Möglichkeit einzelne Betten, wie in einer Berghütte üblich, zu mieten. Das Haus ist für Freerider mit Ski und Bike ein optimaler Basislager für Andermatt. Basecamp Andermatt ist nicht direkt mit dem Auto anfahrbar, die letzten 100 m müssen zu Fuß, Bike oder Ski bewältigt werden. Aber für wahre Gipfelstürmer ist das sicherlich kein Hindernis. Eine große Gemeinschafts-Küche, Kaminzimmer und eine finnische Sauna sorgen für Gemütlichkeit. Das gemeinsame Kochen entlastet auch das Budget. Es ist ein Service-Raum für Ski und Bikes + WLAN im ganzen Haus vorhanden, für die Unermüdlichen die nicht am Kamin abends mit einem Glas Wein relaxen können. Das ganze Haus wurde 2011 renoviert und energetisch saniert.

Mittel[Bearbeiten]

  • The River House Boutique Hotel. Es befindet sich in einem im Jahr 2007 frisch renovierten Haus und wurde technisch sehr modern ausgestattet (Wireless Empfang). Jedes Zimmer ist nach einem Thema sehr stilvoll eingerichtet. Zum diesen Bed and Breakfast gehört auch ein Gemeinschaftsraum, sowie ein Essraum, welcher von der hauseigenen Küche bedient wird. Außerdem befindet sich im Haus die Bar „Die Alt Apothek“.

Gehoben[Bearbeiten]

  • The Chedi Andermatt. Das Fünfstern-Luxushotel "The Chedi Andermatt" als Teil des vom ägyptischen Investor Sawiris geplanten Luxusresorts hat im Dezember 2013 seinen Betrieb aufgenommen und verfügt über 64 Appartments, 49 Residenzen und 50 Hotelzimmer.

Weitere[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Mit der Eröffnung des Gesundheitszentrums wurde das militärische Notspital, welches Notfallversorgung und Ambulanzdienste sicherstellte, 2016 für die Zivilbevölkerung geschlossen. Der Neubau des Notspitals hatte Ende der Achzigerjahre das uralte Militärspital Andermatt, in dem bei Transportunfähigkeit auch Zivilpersonen untergebracht werden konnten und in dem die Dorfärzte gemeinsam mit militärischem Personal die Notfallversorgung übernommen hatten, abgelöst.
Die Spitalversorgung erfolgt nun über das Kantonsspital Altdorf, bei infolge Schneefall geschlossener Verbindung durch die Schöllenenschlucht müssen Verletzte mit der Helikoptern der Rettungsflugwacht ins Tal geflogen werden.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Nach Realp, und von dort im Sommer mit der Furkadampfbahn über den Furkapass nach Gletsch (4,80 CHF + 58,- CHF).
  • Mit dem Postauto zum Furka-Pass (19,60 CHF)
  • Eine Wanderung auf dem Uscher Höhenweg nach Hospental (ca.5h)
  • Mit der Zahnradbahn zum Oberalppass (7,80 CHF) und zurück zu Fuß (mehrere Wandertouren).
  • Mit dem Postauto zum Gotthard-Pass (13,80 CHF)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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