Furkapass

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Der Furkapass führt von Realp im Urserental nach Gletsch resp. Oberwald im Goms im Oberwallis. Die Furkapassstrasse steht unter Wintersperrung,wie fir frühere Furka - Eisenbahnlinie. Mit dem Durchstich des Furka-Basistunnels wurde ein wintersichere Eisenbahnverbindung durch die Furka möglich, mit dem Autoverlad können auch Motorfahrzeuge im Winter die Furka durchqueren.

Hintergrund[Bearbeiten]

Furkapass
Passhöhe mit Hotel Furka
Goldfinger, Dreharbeiten

Der Furkapass zwischen dem zum Kanton Uri gehörenden Urserental und dem Oberwallis führt über einen Passübergang zwischen 1 Blauberg und Furkastock resp. 2 Furkahorn . Die Passhöhe liegt auf 2429 m, hinter einer kleinen Bodenerhebung neben der Strasse wären es sogar 2424 m, die auf der Passhöhe angegebene Höhe von 2436 m ist diejenige, die auf der alten Siegfriedkarte vermerkt war.

Der Pass war bereits in römischer Zeit begangen, damals war eine Verbindung zwischen dem Oberwallis und dem Vorderrheintal notwendig, die beide zur Provinz Raetia des römischen Reichs gehörten.

Im Frühmittelalter markierte der Furkapass die Grenze zwischen den Gebieten der Bistümer Chur und Sitten, das Gebiet des Urserentals gehörte zu den Ländereien des Klosters Disentis und war von Rätoromanen besiedelt. Im 12. Jhdt. wanderten aus dem Wallis die Walser ein, förderten die Besiedlung des Urserentals und bildeten auch am Kloster Disentis bald eine Mehrheit. Über die Furka fand ein reger Warenaustausch von Salz (ins Wallis) und Wein, Getreide und Fellen in Gegenrichtung statt, was immer wieder in Zollverhandlungen und -verträgen erwähnt wurde. Für die Innerschweiz war der Verkehr über die Furka vor allem in Kriegszeiten mit Blockaden der Talwege von Bedeutung, umso mehr, als sich das Oberwallis um 1403/17 der Eidgenossenschaft zuwandte.

Von den Kantonen Uri und Wallis wurde der Furkaübergang 1863/66 zu einer Fahrstrasse ausgebaut, ab 1867 verkehrten hier Postkutschen, die 1920 vom Postautodienst mit seinen markanten gelben Fahrzeugen angelöst wurden. Der Verkehr wurde 1895 mit dem Bau der Strasenverbindung über den Grimselpass noch intensiviert. Im Jahre 1830 entstand in Gletsch ein erstes Gasthaus, ab 1956 wurden u. a. von der Hotelierfamilie Seiler mehrere Hotels in der Region errichtet.

1907/08 wurde vom Bundesrat eine Konzession für eine Eisenbahn zwischen Brig und Disentis erteilt. 1915 wurde von der Walliser Seite aus Gletsch erreicht, aus Finanzknappheit mussten dann die Bauarbeiten eingestellt werden. 1925/26 wurden von der neugegründeten Furka-Oberalpbahn die Bauarbeiten vollendet und der reguläre Bahnbetrieb in den Sommermonaten aufgenommen. Erst mit dem Bau des Furkabasistunnels 1982, der dank der enormen Kostenüberschreitung als kostspieliges "Furkaloch" unwühmliche Bekanntheit erlangte, wurde eine wintersichere Eisenbahnverbindung mit Autoverlad ins Urserental und nach Andermatt möglich.

1964 fanden am Furkapass Dreharbeiten zum James Bond-Film "Goldfinger" statt.

Regionen[Bearbeiten]

Oberalp - Furka - Gotthardpass
Furkapass, gegen das Wallis

Vom Furkapass werden Goms im Oberwallis und das ebene Urserental an der Nordflanke des Gotthardnmassivs verbunden, von Gletsch am Beginn des Anstiegs der Furka aus besteht dank dem Grimpselpass eine Verbindung ins Berner Oberland.

Die Furka bildet eine Wasserscheide zwischen der Rhone, die ins Mittelmeer abfliesst, und dem Rhein, der in die Nordsee entwässert.

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Am Ortsausgang von Oberwald steigt die Furkapassstrasse rasch zügig in weiten Kehren an und verläuft im Bereich der Eischflüeh oberhalb des Tals der jungen Rhone. Nach einigen weiteren Kehren ist Gletsch erreicht, an der Nordseite des Tals sieht man die Seprentinen des Aufstiegs zum Grimselpass. Die Furkastrasse quert nach Gletsch nochmals die Rohe und steigt in serpentinen an der rechten resp. südlichen Talseite auf und verläuft oberhalb des Tals der jungen Rhone resp. des Rotten, wie der Fluss in seinem obersten Abschnitt heisst. Beim Oberalpenstafel kreuzt die Furka-Berglinie der früheren Furka-Oberalpbahn, die als Museumslinie in den Sommermonaten für die Freunde der Furka-Dampfbahn weiterhin in Betrieb ist.

Nun beginnt ein nochmaliger Anstieg in Serpentinen, beim Hotel Belvérère ist der Zugang zur Eisgrotte im Rhonegletscher, aus dem die Rhone entspringt. Nach iner kurzen Strecke mit einem lohnenden Aussichtspunkt an einem Ausstellplatz ist der Parkplatz auf der Passhöhe erreicht.

Die Strecke verläuft weiter am Nordhang oberhalb des Tals vorbei am Hotel Tiefenbach. Beim Berghotel Galenstock, unterhalb befinden sich militärische Festungsanlagen im Berg, beginnen die Serpentinen des Abstiegs nach Realp.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rhonegletscher mit Furkapass
Blick zum Furkapass vom Galenstafel
Eisgrotte im Rhônegletscher
  • 1 Hotel Belvédère, 3999 Belvédère/Obergoms. Tel.: +41 (0)27 973 11 29, E-Mail: . Beim Hotel Belvédère befindet sich ein Parkplatz und eine Postautohaltestelle, hier beginnt dere Weg zur alljährlich aus dem Eis geschlagenen Gletschergrotte, einem ins Eis geschlagenen Gang. Im Rahmen des Jahres bewegt sich das Gletschereis 30 - 40 m abwärts, die Gletscherzunge endet in einem kleinen See. Kiosk mit Souvenirs und Buvette, das Hotel derzeit geschlossen. Geöffnet: Juni - Okt. Preis: 9.00/6.00 Fr.
  • 2 Ausstellplatz mit einer schönen Sicht über das Goms
  • 3 Kurka - Passhöhe , Ausgangspunkt für Wanderungen; Parkplatz.
  • 1 Hotel Furkablick, saisonal bewirtschaftete Gastwirtschaft. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite militärisch genutzte Anlagen.
  • 1 Berghotel Tiefenbach, 6491 Realp. Tel.: +41 (0)41 887 13 22, Fax: +41 (0)41 887 00 70, E-Mail: . Berghotel, in der Zwischensaison telephonische Reservation empfohlen.
  • 2 Berghotel Galenstock, Furkapass-Strasse, 6491 Realp. Tel.: +41 (0)41 887 17 60.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Wandern und Klettern im Gebiet der Furka und des Urserentals, beispielsweise auf dem Vier Quellen und dem Furka - Höhenweg.
  • Besuch der Gletschergrotte beim Hotel Bevédère

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Passhöhe liegt in hochalpinem Gebiet, die Passstrasse ist nicht wintersicher ausgebaut; im Frühjahr und im Herbst sind die Strassen nach Schneefällen oft schneebedeckt und Winterausrüstung, Winterreifen, ggf. Schneeketten sind mitzuführen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

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