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Schweizer Jura

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Die Gebirgsregion Schweizer Jura im Nordwesten der Schweiz umfasst die Kantone Jura, Neuenburg und Basel-Landschaft sowie Teile der Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Waadt und Zürich.

Die Taubenlochschlucht, alte Postkarte

Das Gebirge weist im Süden markante, langgezogene Bergketten auf, die von mehreren Quertälern durchschnitten werden. Dieser Bereich wird geografisch Kettenjura genannt. Gegen Nordosten erheben sich die Berge deutlich weniger hoch und es haben sich neben einzelbergen einige Hochplateaus herausgebildet; dieser Gebirgsteil heisst Tafeljura.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Schweizer Jura ist nicht geografisch, sondern nur durch die Landesgrenzen vom französischen Jura getrennt. Die Berge und Täler setzen sich beidseits der politischen Grenzen fort, so dass einige Reiserouten zu schönen Zielen über die Landesgrenze führen.

Am langgestreckten südöstlichen Rand des Juragebirges liegt die Region Jurasüdfuss, die von Genf bis Baden eine grosse Dichte an sehenswerten Reisezielen und ein Netz von attraktiven Gewässern – etrwa die Jurarandseen – aufweist und mit verschiedenen Verkehrsmitteln gut erschlossen ist.

Regionen[Bearbeiten]

die Stadt Biel am Jurasüdfuss vom einem Bielerseeschiff aus gesehen

Orte[Bearbeiten]

  • Delémont: In der Altstadt, die noch alte Stadttore aufweist, sind besonders das ehemalige fürstbischöfliche Schloss, die Kirche Saint-Marcel und das Jurassische Museum sehenswert.
  • Liestal: Der Kantonshauptort des Kantons Baselland het eine gut erhaltene Altstadt mit der Stadtkirche und dem Museum Baselland.
  • Bärschwil: Die Geologische Wanderung Bärschwil zeigt auf 15 Tafeln interessante Einblicke den Solothurner Jura. Weitere Informationen: Bärschwil
  • Porrentruy: Oberhalb der Altstadt steht das grossse fürstbischöfliche Schloss.
  • Brugg: Stadt am Jurasüdfuss mit Brücken über die Aare und historischen Bauwerken. In der Nähe das Kloster Königsfelden mit wertvollen spätmittelaterlichen Bildscheiben. Ausgangspunkt mehrerer Postautolinien in den Jura.
  • Saint-Ursanne Ortschaft am Doubs, mittelalterliche Stiftskirche, schönes Ortszentrum mit Stadttoren, Steinbrücke
Felswand des Creux du Van bei Neuchâtel
Aussichtspunkt Belchenfuh

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Der Creux du Van ist die grösste Schlucht im Juraggebirge und liegt an der Grenze der Kantone Neuenburg und Waadt. Er misst in der Länge 4 Kilometer, in der Breite 1200 Meter und in der Tiefe 500 Meter. Die Felswände fallen senkrecht 160 m ab. Gämse und Steinböcke leben ebenfalls hier. Er ist nur zu Fuss zu erreichen. Auf der Website hat es ein Wandervorschlag.Hier der Link
  • Der Mont-Soleil ist ein 1289 Meter hoher Berg im Berner Jura bei St-Imier. Eine Zahnradbahn führt auf den Berg hinauf. Die Website der Betreiber ist nur auf französisch. Die Fahrt dauert nur 4 Minuten, der Weg vom Bahnhof St-Imier 12 Minuten. Die Fahrt kostet CHF 6.- für eine Fahrt.
  • Der Chasseral ist der höchste Berg im Berner Jura und als für seine Aussicht auf das Schweizer Mittelland un die Alpen berühmt.
  • Der Saut-du-Doubs liegt beim Lac de Brenets im Jura. In Les Brenets besteigt man das Schiff, welches über den See zum Saut-du-Doubs führt. Der Saut-du-Doubs ist ein Wasserfall, welcher 27 Meter in die Tiefe stürtzt. Die Schiffsfahrt kostet CHF 9.- für eine einfache Fahrt, welche circa 20 Minuten dauert. Der Saut-du-Doubs bildet hier auch die Grenze Frankreich/Schweiz.

Sprache[Bearbeiten]

Die westliche Hälfte des Juras gehört zum Gebiet der Französischen Sprache, östlich davon ist das Schweizerdeutsche die Umgangssprache. Die Sprachgrenze verläuft (von Norden nach Süden) von Kleinlützel über den Scheltenpass und den Grenchenberg nach Biel. Diese Stadt ist zweisprachig.

Anreise[Bearbeiten]

Von Basel durch das Laufental, das Ergolztal und das Fricktal mit der Bahn, auf Autostrassen und Velowegen.

Von Zürich über die Autobahnen A 1 und A 3 und mit Bahn über Baden AG und Brugg.

Von Bern auf der Autobahn Transjurane und mit der Bahn über Biel oder Neuchâtel.

Mobilität[Bearbeiten]

Durch den Jura führen mehrere Autobahnen, Kantonsstrassen, Eisenbahnlinien und Velorouten.

Die Jurahöhen sind auf einem guten Netz von Wanderwegen zugänglich.

Auf einige Berge und schöne Aussichtspunkte führen Seilbahnen.

Höhle von Réclère

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Grotte von Réclère in der Nähe von Porrentruy ist eine der grössten für Besucher erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Schweiz.
  • Augusta Raurica: ein bedeutender Fundort aus der römischen Zeit mit umfangreichen antiken Ruinen und einem Archäologiemuseum

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Jura ist ein sehr schönes Wandergebiet in Höhenlagen von rund 600 bis 1679 m.ü.M. Es gibt einen Jurahöhenweg, der meist dem Jurahauptkamm entlangführt. Er beginnt in Dielsdorf bei Zürich und führt über die Lägern, den Weissenstein, den Chasseral, Chaumont, La Dôle nach Borex bei Genf. Er war ursprünglich mit rot-gelben Rhomben markiert und weist heute die in der Schweiz allgemin üblichen gelben Wegweiser auf. Der Weg stellt auf einigen Strecken ähnliche Anforderungen wie ein Gebirgswanderweg. Es sind also Kondition und Trittsicherheit erforderlich. Die ganze Strecke (mit Varianten) ist rund 300 Kilometer lang und erfordet eine reine Wanderzeit von 90 Stunden.

Der Jurahöhenweg bildet auch einen Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs 4.

Im Winter sind die Hochflächen des Jura, sobald genügend Schnee liegt, ein Paradies für Skilangläufer und Schneeschuhwanderer.

Küche[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Philipp Bachmann: Jurawandern: vom Wasserschloss bei Brugg zur Rhoneklus bei Genf. Zürich 2001, ISBN 3-85869-219-0.
  • Arnold Fuchs; Edmund van Hoorick: Der Jura. Zürich 1986.
  • Karl Karsch: Der Schweizer Jura und seine Fossilien. Stuttgart 1981, ISBN ISBN 3-440-05003-3.
  • Max Mittler: Jura: das Gebirge und seine Bewohner. Orell Füssli, Zürich 1987, ISBN 3-280-01626-6.
  • Margit Wagner: Jura: zwischen Rhein und Rhone. Prestel, München 1987, ISBN 3-7913-0832-7.
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