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Schweizer Jura

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Jura
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Die Gebirgsregion Schweizer Jura im Nordwesten der Schweiz umfasst die Kantone Jura, Neuenburg und Basel-Landschaft sowie Teile der Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Waadt und Zürich.

Das Gebirge weist im Süden markante, langgezogene Bergketten auf, die von mehreren Quertälern durchschnitten werden. Dieser Bereich wird geografisch Kettenjura genannt. Gegen Nordosten erheben sich die Berge deutlich weniger hoch und es haben sich neben einzelbergen einige Hochplateaus herausgebildet; dieser Gebirgsteil heisst Tafeljura.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Schweizer Jura ist nicht geografisch, sondern nur durch die Landesgrenzen vom französischen Jura getrennt. Die Berge und Täler setzen sich beidseits der politischen Grenzen fort, so dass einige Reiserouten zu schönen Zielen über die Landesgrenze führen.

Am langgestreckten südöstlichen Rand des Juragebirges liegt die Region Jurasüdfuss, die von Genf bis Baden eine grosse Dichte an sehenswerten Reisezielen und ein Netz von attraktiven Gewässern – etrwa die Jurarandseen – aufweist und mit verschiedenen Verkehrsmitteln gut erschlossen ist.

Regionen[Bearbeiten]

Teil des Faltenjuras im Kanton Solothurn
  • Vallée de Joux Website dieser Einrichtung. Vallée de Joux in der Enzyklopädie Wikipedia Vallée de Joux im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsVallée de Joux (Q675178) in der Datenbank Wikidata. ist ein völlig abgeschlossenes Hochtal auf rund 1000 m ü. M. Im Sommer ist der Lac de Joux ein Anziehungspunkt für sämtliche Wassersportarten, während die umliegenden, praktisch unberührten Jurahöhen zu ausgedehnten Wanderungen einladen. Im Winter eignet sich die Topographie des Tales und der Jurahöhen hervorragend für den Langlaufsport.
  • Val de Travers Val de Travers in der Enzyklopädie Wikipedia Val de Travers im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsVal de Travers (Q2507850) in der Datenbank Wikidata
  • Vallon de Saint-Imier Vallon de Saint-Imier in der Enzyklopädie WikipediaVallon de Saint-Imier (Q1612027) in der Datenbank Wikidata
  • Freiberge Freiberge in der Enzyklopädie WikipediaFreiberge (Q1453822) in der Datenbank Wikidata
  • Ajoie Ajoie in der Enzyklopädie WikipediaAjoie (Q413114) in der Datenbank Wikidata
  • Laufental Laufental in der Enzyklopädie Wikipedia Laufental im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLaufental (Q113474) in der Datenbank Wikidata
  • Fricktal Fricktal in der Enzyklopädie Wikipedia Fricktal im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFricktal (Q673456) in der Datenbank Wikidata
  • Jurasüdfuss Jurasüdfuss in der Enzyklopädie WikipediaJurasüdfuss (Q1713823) in der Datenbank Wikidata

Orte[Bearbeiten]

Karte von Schweizer Jura
  • 1 La Chaux-de-Fonds Website dieser Einrichtung. La Chaux-de-Fonds in der Enzyklopädie Wikipedia La Chaux-de-Fonds im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLa Chaux-de-Fonds (Q68124) in der Datenbank WikidataLa Chaux-de-Fonds auf FacebookLa Chaux-de-Fonds auf YouTube. In der Nähe des Bahnhofs steht das Internationale Uhrenmuseum.
  • 2 Saint-Ursanne Website dieser Einrichtung. Saint-Ursanne in der Enzyklopädie Wikipedia Saint-Ursanne im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSaint-Ursanne (Q661799) in der Datenbank Wikidata. Ortschaft am Doubs, mittelalterliche Stiftskirche, schönes Ortszentrum mit Stadttoren, Steinbrücke.
  • 3 Porrentruy Website dieser Einrichtung. Porrentruy in der Enzyklopädie Wikipedia Porrentruy im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPorrentruy (Q68256) in der Datenbank Wikidata. Oberhalb der Altstadt steht das grossse fürstbischöfliche Schloss.
  • 4 Delémont Website dieser Einrichtung. Delémont in der Enzyklopädie Wikipedia Delémont im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDelémont (Q63896) in der Datenbank Wikidata. In der Altstadt, die noch alte Stadttore aufweist, sind besonders das ehemalige fürstbischöfliche Schloss, die Kirche Saint-Marcel und das Jurassische Museum sehenswert.
  • 5 Bärschwil. Bärschwil in der Enzyklopädie Wikipedia Bärschwil im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBärschwil (Q66716) in der Datenbank Wikidata. Die Geologische Wanderung Bärschwil zeigt auf 15 Tafeln interessante Einblicke den Solothurner Jura. Weitere Informationen: Bärschwil.
  • 6 Liestal Website dieser Einrichtung. Liestal in der Enzyklopädie Wikipedia Liestal im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLiestal (Q68972) in der Datenbank Wikidata. Der Kantonshauptort des Kantons Baselland hat eine gut erhaltene Altstadt mit der Stadtkirche und dem Museum Baselland.
  • 7 Laufenburg Website dieser Einrichtung. Laufenburg in der Enzyklopädie Wikipedia Laufenburg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLaufenburg (Q69191) in der Datenbank Wikidata. eine alte Stadt am Rhein im Kanton Aargau.
  • 8 Brugg Website dieser Einrichtung. Brugg in der Enzyklopädie Wikipedia Brugg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrugg (Q64099) in der Datenbank Wikidata. Stadt am Jurasüdfuss mit Brücken über die Aare und historischen Bauwerken. In der Nähe das Kloster Königsfelden mit wertvollen spätmittelaterlichen Bildscheiben. Ausgangspunkt mehrerer Postautolinien in den Jura.
Felswand des Creux du Van bei Neuchâtel
Aussichtspunkt Belchenfuh

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • 1 Creux du Van. Creux du Van in der Enzyklopädie Wikipedia Creux du Van im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCreux du Van (Q387016) in der Datenbank Wikidata. ist die grösste Schlucht im Juraggebirge und liegt an der Grenze der Kantone Neuenburg und Waadt. Er misst in der Länge 4 Kilometer, in der Breite 1200 Meter und in der Tiefe 500 Meter. Die Felswände fallen senkrecht 160 m ab. Gämse und Steinböcke leben ebenfalls hier. Er ist nur zu Fuss zu erreichen.
  • 2 Saut-du-Doubs. Saut-du-Doubs in der Enzyklopädie Wikipedia Saut-du-Doubs im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSaut-du-Doubs (Q2227821) in der Datenbank Wikidata. liegt beim Lac de Brenets im Jura. In Les Brenets besteigt man das Schiff, welches über den See zum Saut-du-Doubs führt. Der Saut-du-Doubs ist ein Wasserfall, welcher 27 Meter in die Tiefe stürtzt. Die Schiffsfahrt kostet CHF 9.- für eine einfache Fahrt, welche circa 20 Minuten dauert. Der Saut-du-Doubs bildet hier auch die Grenze Frankreich/Schweiz.
  • 3 Mont-Soleil. Mont-Soleil in der Enzyklopädie Wikipedia Mont-Soleil im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMont-Soleil (Q1945442) in der Datenbank Wikidata. ist ein 1289 Meter hoher Berg im Berner Jura bei St-Imier. Eine Zahnradbahn führt auf den Berg hinauf. Die Website der Betreiber ist nur auf französisch. Die Fahrt dauert nur 4 Minuten, der Weg vom Bahnhof St-Imier 12 Minuten. Die Fahrt kostet CHF 6.- für eine Fahrt.
  • 4 Chasseral. Chasseral in der Enzyklopädie Wikipedia Chasseral im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChasseral (Q15229) in der Datenbank Wikidata. ist der höchste Berg im Berner Jura und als für seine Aussicht auf das Schweizer Mittelland un die Alpen berühmt.
  • 5 Grotte von Réclère, in der Nähe von Porrentruy. Grotte von Réclère in der Enzyklopädie Wikipedia Grotte von Réclère im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGrotte von Réclère (Q3117267) in der Datenbank Wikidata. Eine der grössten für Besucher erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Schweiz.

Sprache[Bearbeiten]

Die westliche Hälfte des Juras gehört zum Gebiet der Französischen Sprache, östlich davon ist das Schweizerdeutsche die Umgangssprache. Die Sprachgrenze verläuft (von Norden nach Süden) von Kleinlützel über den Scheltenpass und den Grenchenberg nach Biel. Diese Stadt ist zweisprachig.

Anreise[Bearbeiten]

Von Basel durch das Laufental, das Ergolztal und das Fricktal mit der Bahn, auf Autostrassen und Velowegen.

Von Zürich über die Autobahnen A 1 und A 3 und mit Bahn über Baden AG und Brugg.

Von Bern auf der Autobahn Transjurane und mit der Bahn über Biel oder Neuchâtel.

Mobilität[Bearbeiten]

  • Durch den Jura führen mehrere Autobahnen, Kantonsstrassen, Eisenbahnlinien und Velorouten.
  • Die Jurahöhen sind auf einem guten Netz von Wanderwegen zugänglich.
  • Auf einige Berge und schöne Aussichtspunkte führen Seilbahnen.
Höhle von Réclère

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die unterirdischen 1 Mühlen vom Col-des-Roches, bei Le Locle. Mühlen vom Col-des-Roches in der Enzyklopädie Wikipedia Mühlen vom Col-des-Roches im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMühlen vom Col-des-Roches (Q174740) in der Datenbank Wikidata. sind die einzigen unterirdischen Mühlen in Europa. Ende des 19. Jahrhunderts stillgelegt, sind sie heute teilweise wieder als Industriemuseum wieder in Betrieb.
  • 2 Romainmôtier, Chemin derrière l’Église. Romainmôtier in der Enzyklopädie Wikipedia Romainmôtier im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRomainmôtier (Q380276) in der Datenbank Wikidata. Romanische Klosteranlage in der Nähe von Yverdon-les-Bains.
  • 3 Augusta Raurica Website dieser Einrichtung. Augusta Raurica in der Enzyklopädie Wikipedia Augusta Raurica im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAugusta Raurica (Q610371) in der Datenbank Wikidata. Ein bedeutender Fundort aus der römischen Zeit mit umfangreichen antiken Ruinen und einem Archäologiemuseum.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Jura ist ein sehr schönes Wandergebiet in Höhenlagen von rund 600 bis 1679 m.ü.M. Es gibt einen Jurahöhenweg, der meist dem Jurahauptkamm entlangführt. Er beginnt in Dielsdorf bei Zürich und führt über die Lägern, den Weissenstein, den Chasseral, Chaumont, La Dôle nach Borex bei Genf. Er war ursprünglich mit rot-gelben Rhomben markiert und weist heute die in der Schweiz allgemein üblichen gelben Wegweiser auf. Der Weg stellt auf einigen Strecken ähnliche Anforderungen wie ein Gebirgswanderweg. Es sind also Kondition und Trittsicherheit erforderlich. Die ganze Strecke (mit Varianten) ist rund 300 Kilometer lang und erfordet eine reine Wanderzeit von 90 Stunden.

Der Jurahöhenweg bildet auch einen Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs 4.

Im Winter sind die Hochflächen des Jura, sobald genügend Schnee liegt, ein Paradies für Skilangläufer und Schneeschuhwanderer.

Küche[Bearbeiten]

  • Toétché - auch St.-Martins-Kuchen genannt. Sie besteht aus einem luftigen Hefeteig mit salziger Rahmfüllung. Der Auflauf wird gerne zum Apéro gereicht und mit einem jurassischen Wein oder lokalem Bier genossen.
  • Saucisse Ajoie - Wie der Name schon sagt, wird diese Wurst in der Ajoie hergestellt. Der Name ist geschützt, damit gewährleistet werden kann, dass sie im Bezirk Porrentruy und nur mit lokalen Zutaten hergestellt wird. Heute gibt es zehn Metzger, die die Wurst produzieren. Sie schmeckt nach Kümmel.
  • Tête de Moine - Der Käse wurde von den Mönchen des Klosters Bellelay im Kanton Bern produziert und ist deshalb eher im Berner Jura beheimatet. Es gibt ihn schon über 800 Jahre und ist das einzige AOC-Produkt des Juras. Eine Käserei, welche den Tête de Moine ebenfalls produziert ist in Saignelégier beheimatet. Er wird jeweils in Rosetten serviert.
  • Vacherin Mont d’Or: ist ein Weichkäse aus Kuhmilch.
  • Damassine Damassine in der Enzyklopädie WikipediaDamassine (Q3012619) in der Datenbank Wikidata ist ein Branntwein, der aus der Pflaumensorte Damassine im Kanton Jura und hauptsächlich in der Ajoie hergestellt wird. Die Damassine ist die kleine Pflaume, die auf der Sonnenseite rosa-rot und auf der Schattenseite gelb-orange ist. Der Ertrag der Bäume schwankt von Jahr zu Jahr. Die Früchte werden von Hand gepflückt, sobald sie reif sind und zu Boden fallen. Nach der Ernte werden die Früchte ganz in Fässer gefüllt, ohne dass sie entkernt oder zerquetscht werden. Sie werden dann in traditionellen Destillierapparaten destilliert, um einen Branntwein mit einem Mindestalkoholgehalt von 40° zu erhalten. Nach zwei bis drei Jahren Lagerung ist der eau-de-vie reif für den Genuss.
  • Macvin du Jura Macvin du Jura in der Enzyklopädie Wikipedia Macvin du Jura im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMacvin du Jura (Q3275065) in der Datenbank Wikidata ist ein Likörwein der aus Traubenmost und Marc, einem Tresterbrand, hergestellt wird. Die Trauben dafür stammen aus fünf Rebsorten. Für weißen Macvin werden Chardonnay und Savagnin genommen, für roten oder rosé sind es Pinot Noir, Poulsard und Trousseau. Der Likör darf im Weinbaugebiet des Jura produziert werden, wobei Tresterbranntwein und Traubenmost aus demselben Betrieb stammen müssen. Dies ermöglicht eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschmäckern.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Philipp Bachmann: Jurawandern: vom Wasserschloss bei Brugg zur Rhoneklus bei Genf. Zürich 2001, ISBN 3-85869-219-0.
  • Arnold Fuchs; Edmund van Hoorick: Der Jura. Zürich 1986.
  • Karl Karsch: Der Schweizer Jura und seine Fossilien. Stuttgart 1981, ISBN ISBN 3-440-05003-3.
  • Max Mittler: Jura: das Gebirge und seine Bewohner. Orell Füssli, Zürich 1987, ISBN 3-280-01626-6.
  • Margit Wagner: Jura: zwischen Rhein und Rhone. Prestel, München 1987, ISBN 3-7913-0832-7.