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Oradea

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Apus pe Crisul Repede.jpg
Oradea
Großwardein · Nagyvárad
Kreis (județ) Kreis Bihor
Einwohner
196.367 (2011)
Höhe
142 m
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Lage
Lagekarte von Rumänien
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Oradea

Oradea (deutsch Großwardein; ungarisch Nagyvárad) ist eine Großstadt im äußersten Nordwesten Rumäniens, unweit der Grenze zu Ungarn. Sie ist die inoffizielle Hauptstadt des Kreischgebiets (Crișana). Die geschichtsreiche und multikulturelle Stadt dürfte vor allem Liebhabern der k.u.k.-Architektur und des Secessions- oder Jugendstil gefallen. Die historischen Baudenkmäler sind aber teilweise noch unsaniert.

Stadtteile[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Oradea liegt am Fluss Crișul Repede (deutsch Schnelle Kreisch), am Ostrand der Großen Ungarischen Tiefebene und am Fuße des Apuseni-Gebirges, nur 13 km von der rumänisch-ungarischen Grenze entfernt.

Stich der Festung und Stadt Varadinum von 1617

Bereits in der Antike gab es an der strategisch günstig gelegenen Stelle Oradeas eine römische Siedlung namens Salca. Die heutige Stadt wurde im 11. Jahrhundert gegründet, 1080 errichtete der ungarische König hier ein katholisches Bistum. Bis ins 15. Jahrhundert fanden verschiedene Mitglieder des ungarischen Königshauses hier ihre letzte Ruhestätte, auch das Grab des römisch-deutschen Kaisers Sigismund, der zugleich König von Ungarn war, befindet sich in Oradea.

Im Jahr 1538 war Großwardein am Ende des Ungarischen Bürgerkriegs Ort des Friedensschlusses zwischen dem Habsburgerkaiser Ferdinand I. und dem ungarischen König Johann Zápolya. Großwardein fiel damit unter die Herrschaft der Habsburger. Im Jahr 1598 konnte die kaiserliche Seite die befestigte Stadt gegen ein gewaltiges türkisches Heer verteidigen; bei einem neuerlichen Angriff 1660 konnten die Türken die Stadt jedoch einnehmen, 32 Jahre später wurde sie von Österreich zurückerrungen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen großen wirtschaftlichen Boom. In dieser Zeit waren noch 90 % der Einwohner Ungarn, wozu auch ungarischsprachige Juden gehörten, die etwa ein Sechstel der Bevölkerung ausmachten. Mit dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich von 1867 kam die Stadt zur ungarischen Reichshälfte und wurde Hauptstadt des Komitats Bihor. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts gab es eine rege Bautätigkeit, es entstanden unter anderem das Rathaus und Theater sowie zahlreiche Jugendstilpalais reicher Kaufleute. Hierbei tat sich insbesondere der ungarische Architekt Rimanóczy Kálmán hervor, der zahlreiche imposante Gebäude in der Stadt entwarf.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs musste Ungarn Oradea wie ganz Transsilvanien an Rumänien abtreten. In der Folgezeit gab es einen kontinuierlichen Zuzug rumänischer Einwohner, deren Anteil dadurch immer weiter zunahm. Um 1970 waren Ungarn und Rumänen dann etwa gleich stark vertreten; mittlerweile stellen Rumänen sogar 70 % der Einwohner, die Ungarn sind mit weniger als 30 % eine Minderheit geworden. Weitere nennenswerte Volksgruppen sind die Roma (ca. 2.400), Deutschen und Slowaken (jeweils etwa 500).

In der Stadt gibt es eine religiöse Vielfalt: 50 % sind rumänisch-orthodox, 25 % römisch-katholisch, 16 % griechisch-katholisch (sie praktizieren den östlichen Ritus, erkennen aber den Papst als Oberhaupt an), 8 % reformiert. Die einst bedeutende jüdische Gemeinde ist heute nur noch eine sehr kleine Minderheit.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Oradea hat einen kleinen Regionalflughafen (IATA CodeOMR). Einzige regelmäßige Linienverbindung ist mit TAROM von Bukarest. Ryanair fliegt wöchentlich nach Memmingen, Düsseldorf/Weeze, Mailand und Barcelona.

Jenseits der rumänisch-ungarischen Grenze, aber nur 75 km westlich von Oradea, befindet sich der Flughafen Debrecen, wohin es auch internationale Verbindungen, u. a. von Maastricht und München, gibt. Zwischen den beiden Städten fahren Busse (knapp eine Stunde, 70 Lei) und Minivan-Shuttles. Weitere internationale Flughäfen, die auch direkt aus dem deutschsprachigen Raum angeflogen werden, gibt es 160 km östlich von Oradea bei Cluj-Napoca und 170 km südlich bei Timișoara

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Historisches Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs Oradea

Bahnverbindungen aus dem deutschsprachigen Raum gehen in der Regel über Budapest. Von dort aus gibt es täglich drei direkte Intercity-Züge nach Oradea. Die schnellsten Verbindungen brauchen von Budapest etwa 4½ Stunden, von Wien 7½, von München 12, von Zürich 15½ Stunden. Von Cluj-Napoca gibt es am Tag 14 Züge hierher; im Interregio dauert die Fahrt zwischen 2½ und drei, im Regio bis zu vier Stunden. Von Arad nach Oradea fahren täglich sieben durchgängige Züge, die zwischen gut zwei (Interregio) und über 2½ Stunden (Regio) brauchen. Von Satu Mare nach Oradea gibt es täglich fünf Züge, die schnelleren Interregios brauchen gut zwei Stunden, die Bummelzüge 2½ bis drei Stunden. Von Bukarest gibt es täglich nur einen durchgängigen Zug, er ist fast 13 Stunden unterwegs, andere Verbindungen sind mit Umsteigen und dauern noch länger.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Entfernungen
Bukarest 600 km
Arad 115 km
Cluj-Napoca 155 km
Satu Mare 140 km
Budapest (Ungarn) 270 km
Debrecen (Ungarn) 75 km
Wien (Österreich) 505 km

Auf der Straße[Bearbeiten]

Oradea liegt an der Europastraße E 60, die von der ungarischen Hauptstadt Budapest hierher führt. Von Wien sind es gut 500 km, für die man etwa 5½ Stunden reine Fahrtzeit braucht.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Zu Fuß[Bearbeiten]

Künftig soll der Europäische Fernwanderweg E4 durch Oradea führen. Er ist bislang aber lückenhaft und endet in Ártánd an der ungarisch-rumänischen Grenze, 20 km westlich von Oradea.

Mobilität[Bearbeiten]

Die öffentliche Verkehrsgesellschaft Oradea Transport Local (OTL) betreibt fünf Straßenbahn- und vierzehn Omnibuslinien. Die Straßenbahnen sind zum Teil gebrauchte Tatrabahnen aus Magdeburg, Dresden und Ost-Berlin, zum Teil aber auch moderne Niederflurwagen. Eine Einzelfahrt kostet 2 Lei, eine Tageskarte 10, eine Monatskarte 25 Lei.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Klöster und Synagogen[Bearbeiten]

Kirchen in Oradea
Katholische Kathedrale
  • katholische 1 Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt (Catedrala Adormirea Maicii Domnului), Str. Sirul Canonicilor 2. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Größte Barockkirche Rumäniens, erbaut 1752–1780.
  • orthodoxe 2 „Mondkirche“ (Biserica cu Lună; offiziell Kathedrale der Aufnahme Mariens in den Himmel, Catedrala Adormirea Maicii Domnului), Piața Unirii nr. 2. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Barock bis klassizistisch, fertiggestellt 1790, Wahrzeichen ist ein Mechanismus im Turm, der anhand einer Kugel die aktuelle Mondphase anzeigt.
  • 3 Nikolaikirche (Biserica Sf. Nicolae; die griechisch-katholische Kathedrale), Str. Iuliu Maniu nr.1 (Piața Unirii). Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1800–10 im klassizistischen Barock erbaut; 1836 brannte sie ab, wurde aber 1870 weitgehend im originalen Stil wiederaufgebaut. Die Inneneinrichtung folgt dem byzantinischen Stil. Unter der kommunistischen Herrschaft wurde die griechisch-katholische Kirche verboten und das Gotteshaus der rumänisch-orthodoxen Kirche übergeben; 1989 erfolgte die Rückgabe, heute dient sie wieder als Hauptkirche des griechisch-katholischen Bistums.
  • orthodoxe 4 Dreifaltigkeitskirche (Biserica Sf. Treime), Piața Traian nr. 5. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Die älteste Kirche außerhalb der Festung, errichtet nach dem Ende der türkischen Herrschaft 1692. Der erste Bau fiel 1703 einem Brand zum Opfer, wurde 1722 aber wiederaufgebaut. Ursprünglich war sie römisch-katholisch geweiht und der heiligen Brigitta gewidmet, später wurde sie der griechisch-katholischen und schließlich der rumänisch-orthodoxen Kirche übergeben. Dementsprechend ist sie jetzt von innen typisch orthodox eingerichtet und von außen mit Fresken, die Heilige darstellen, verziert.
  • katholische 5 St.-Ladislaus-Kirche (Biserica Sf. Ladislau), Piața Unirii. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1720-1733 im Barockstil errichtet. Sie diente bis zur Einweihung der heutigen katholischen Kathedrale als Bischofskirche. Die Altar ist im Original von 1730 erhalten und ist damit der älteste der Stadt.
  • katholische 6 Kirche in der Festung (Biserica din Cetate), Piața Emanuil Gojdu nr. 41. Der Bau wurde 1775 abgeschlossen, nach einem Brand im Jahr 1836 musste sie komplett rekonstruiert werden, wobei der ursprünglich barocke Turmhelm durch eine schlichte flache, mit Ziegeln gedeckte Pyramide ersetzt wurde. Sie dient heute der katholischen Gemeinde slowakischer Sprache.
  • 7 Katholische Kirche der Ausgießung des heiligen Geistes (Biserica romano-catolică Pogorârea Sfântului Duh), Str. Dunarii nr.1. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1787 im Barockstil errichtet, um 1900 war sie aber stark baufällig und musste erheblich umgebaut werden, wobei sie ein eklektizistisches Gepräge erhielt.
  • Reformierte Kirche Olosig (Biserica reformată Olosig), Strada Libertatii 42, klassizistisch-barock, erbaut 1784–1787, angeschlossen ist ein Religionsgeschichtliches Museum
  • Reformierte Kirche der Neustadt (Biserica reformată Orașul Nou), Str. Calvin Jean 1, imposante Kirche im Stil des Klassizismus, die beiden Glockentürme wurden 1870/71 hinzugefügt. Die 3,6 Tonnen schwere Kola-Glocke ist die größte der Stadt, sie konnte nur von zwei Personen in Gang gesetzt werden, heute ist sie elektrifiziert.
  • Ungarische Baptistenkirche (Biserica Baptistă maghiară), Str. Strandului nr. 10, erbaut 1912–1913 im eklektizistischen Stil mit Elementen der Wiener Secession und der Neoromanik
Klosteranlagen und Synagogen in Oradea
Prämonstratenserkirche
  • Prämonstratenserkomplex (Complexul Premonstratens) mit der katholischen Kirche der schmerzensreichen Mutter (Biserică romano-catolică „Maica Îndurerată”), 1741–1766 errichteter Barockkomplex, der zunächst vom Pauliner-, später vom Prämonstratenserorden genutzt wurde. Markant sind vor allem die Ecktürme.
  • Barmherzigenkomplex (Complexul Mizericordienilor), Str. Republicii nr. 33, bestehend aus dem Krankenhaus und der Kapelle der Barmherzigen Brüder, 1754-1760 erbaut im Spätbarock
  • Ursulinenkomplex (Complexul Ursulinelor), Str. Republicii nr. 6. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Bestehend aus dem Ursulinenkloster und der St.-Annen-Kirche, 1771–1773 erbaut in einem Stilmix aus Barock und Neogotik. Der ehemalige Konvent wird heute als Lyzeum „Ady Endre“ genutzt.
  • Kapuzinerkomplex (Complexul Capucinilor), Str. Traian Mosoiu nr.1, bestehend aus Kapuzinerkloster und -kirche, ursprünglich 1734–42 im Barockstil erbaut, brannte aber 1836 komplett ab und wurde anschließend klassizistisch wiedererrichtet
  • 8 Reformierte Synagoge „Zion“ (Sinagoga Neologă Sion), Str. Independentei nr. 22 (am Ufer der Kreisch). Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1878 nach der Spaltung der jüdischen Gemeinde in einen orthodoxen und einen reformierten Zweig im eklektizistischen Stil errichtet, markant ist die maurisch inspirierte Kuppel.
  • 9 Orthodoxe Synagoge (Sinagoga Ortodoxă), Str. Mihai Viteazu nr. 4. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1890 im eklektizistischen Stil mit maurischen Elementen errichtet. Sie widerspiegelt das Selbstbewusstsein und den Wohlstand der damaligen jüdischen Gemeinde. Sie ist das einzige noch genutzte jüdische Gotteshaus der Stadt, auch wenn die Gemeinde infolge der Schoah und der Auswanderung rumänischer Juden stark geschrumpft ist.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Festung und Paläste in Oradea
Luftbild der Sternfestung
  • 10 Barockpalast (Palatul Baroc), Str. Sirul Canonicilor nr. 2. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1761–1777 errichtet nach Plänen des Wiener Architekten Franz Anton Hillebrandt im Stil des französischen Barock, einer der umfangreichsten Barockbauten Rumäniens und ganz Südosteuropas.
  • 11 Sternfestung (Cetatea Oradea), Piata Emanuil Gojdu nr. 41. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Die Geschichte der Festung geht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Sie spielte eine wichtige Rolle in den Türkenkriegen. Ihre heutige Form erhielt sie Ende des 17. Jahrhunderts.
  • 12 Griechisch-katholischer Bischofspalast (Palatul Episcopal greco-catolic), Piața Unirii 3 und Str. Ep. M. Pavel nr. 1. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1903–1905 errichtet im eklektizistischen Stil mit romanischen und byzantinischen Elementen und aufwendiger Dekoration.

Bauwerke[Bearbeiten]

Barock
Historische Bauwerke in Oradea
ehemaliges Komitatsgebäude (heutige Kreispräfektur)
  • ehemaliges 13 Komitatsgebäude (Casa Comitatului; heute Präfektur und Kreisrat des Kreises Bihor, (Prefectura Județului Bihor), Str. Parcul Traian 5. Der ursprünglich barocke Bau wurde vermutlich ca. 1728 errichtet, der Südflügel wurde 1855 hinzugefügt.
  • 14 Gasthaus Zum Grünen Baum (Hanul Arborele Verde), Str. Alecsandri Vasile 8-10. Ursprünglich barockes Gebäude (1760 errichtet), das zunächst als Gasthaus aber auch Wohnung und Kerker des katholischen Domkapitels diente. Nach einem Brand 1836 wurde es wiederaufgebaut und dabei erheblich vergrößert: anschließend bot es ein Kaffeehaus, einen Biergarten, ein Wirtshaus, einen großen Saal, neun Geschäfte und 37 Gasträume. 1885 wurde es zum Hotel der Kategorie I erklärt. 1895 renoviert und umgebaut, am prägendsten war jedoch der Umbau von 1908, wobei die Optik an den „Schwarzen Adler”-Komplex angepasst und somit im Stil der Wiener Secession umgestaltet wurde.
  • Chorherrenreihe (Șirul Canonicilor), Str. Sirul Canonicilor 7–25. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Auf den ersten Blick ein architektonisch einheitlicher Komplex, wenn man genau hinsieht, erkennt man aber, dass es sich um zehn eigenständige Gebäude handelt, die von 1753 bis 1875 für die Kanoniker des katholischen Domkapitels Großwardein errichtet wurden.
  • Palais Rhedey (Casa Rhedey), Str. Calvin Jean 5, relativ einfaches, zweigeschossiges Barockgebäude aus dem späten 18. Jahrhundert, über die Entstehungsgeschichte ist kaum etwas bekannt, somit ist auch unklar welchen Bezug der namengebende Graf Rhédey zu dem Gebäude hatte.
Historismus
Architektur des 19. Jahrhunderts in Oradea
ehemaliges Café Müller, heute Ady-Endre-Gedenkmuseum
  • 1 Hauptbahnhof (Gara Centrală). Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude im historistischen Stil – es dominieren neoromanische und -gotische Elemente – wurde 1857 von Kaiser Franz Josef I. und seiner Gattin Elisabeth („Sisi“) eingeweiht. 1900–02 wurde er angesichts der gewachsenen Stadt und Reisendenzahl umgebaut und erweitert.
  • ehemaliges 15 Café Müller (Cafeneaua Müller; Muzeul Ady Endre, Ady-Endre-Museum), Parcul Traian. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Ca. 1869 erbauter Kiosk und Kaffeehaus inmitten des Traian-Parks, heute Gedenkmuseum für den ungarischen Schriftsteller Ady Endre, der als junger Mann als Journalist in Oradea arbeitete und sich gern in diesem Café aufhielt.
  • früheres 16 Hotel und Bad Rimanóczy (Hotelul și Băile Rimanoczy), Piața Libertatii 8 (Ecke Str. N. Grigorescu und Str. I. Vulcan). Großer und luxoriöser Hotelbau im eklektizistischen Stil mit klassizistischen und Renaissance-Elementen, benannt nach seinem Erbauer und einstigen Eigentümer Rimánoczy Kálmán Senior. Es entstand in zwei Etappen von 1892 bis 1900. Zum Hotel gehörte ein Dampfbad, in seinem Testament vermachte Rimánoczy es der Stadt, um es als öffentliches Bad zugänglich zu machen.
  • 17 Handelshalle (Hala Comercială), Piața 1 Decembrie nr. 10. Imposanter eklektizistischer Bau (1893/94 errichtet) mit klassizistischen und Renaissance-Elementen, beeindruckende Kuppel, heute Hochschule für Medizin und Pharmazie.
  • 18 Postpalast (Palatul Poștelor), Str. Roman Ciorogariu, nr. 12. Hauptpostamt, 1895 im Eklektizismus erbaut.
  • Palast der Kinder (Palatul Copiilor), Str. Muzeului nr. 2. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1895 nach einem Entwurf von Rimánoczy Kálmán sr. erbaut für die Gesellschaft für Archäologie und Geschichte. Die Architektur ist von Elementen der Renaissance und des Klassizismus geprägt. Heute dient er als Kinder- und Jugendzentrum.
  • Real-Obergymnasium (Arhigimnaziul Real), Str. Spiru Haret 3-5, repräsentatives Schulgebäude von 1895/96 im typisch eklektizistischen k.u.k.-Stil
  • Kadettenschule (Scoala de Cadeti), Calea Armatei Române 1/A, eklektizistischer Repräsentationsbau von 1897 mit barocken und klassizistischen Elementen, beherbergt heute das Museum des Kreischgebiets (Muzeul Țării Crișurilor), siehe unter #Museen
  • 19 Justizpalast (Palatul de Justiție), Str. Parcul Traian nr. 10. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Repräsentatives Gerichtsgebäude im eklektizistischen Stil von 1897/98.
  • 20 Staatstheater „Regina Maria“ (Teatrul de Stat “Regina Maria”), Pta Ferdinand, 4-6. Prächtiger Theaterbau, 1899-1900 nach einem klassizistisch geprägten Entwurf des Wiener Architekturbüros Fellner & Helmer erbaut. Es gibt eine rumänische und eine ungarische Sparte.
  • Finanzpalast (Palatul Finanțelor), Str. Republicii nr. 35. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Repräsentativer Bau, den Rimánoczy Kálmán Junior in einem Stilmix mit vorwiegend Renaissance- und Barockelementen entwarf und der im Jahr 1900 errichtet wurde.
  • 21 Rathaus (Palatul Primăriei), Piața Unirii, nr. 1. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Prächtiges eklektizistisches Verwaltungsgebäude mit überwiegend klassizistischen Elementen. Erbaut wurde es 1902/03 nach einem Entwurf von Rimanóczy Kálmán Junior.
  • 22 Psychiatrische Klinik (Spitalul de neuropsihiatrie), Str. Louis Pasteur nr. 26. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1902/03 errichtet nach einem eklektizistischen Entwurf von Rimanóczy Kálmán Jr.
  • 23 Palais Rimanóczy Kálmán jun. (Palatul Rimanoczy Kálmán Jr.; Palatul Episcopiei Ortodoxe, orthodoxer Bischofspalast), Str. Ciorogariu Roman 3. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1903 errichteter, nach seinem Architekten benannter, eklektizistischer Repräsentativbau mit barocken Einflüssen, heute orthodoxer Bischofssitz.
Jugendstil/Secession
Jugendstil/Secession in Oradea
Komplex „Schwarzer Adler“ vom Piața Unirii gesehen
  • 24 Komplex „Schwarzer Adler“ (Palatul “Vulturul Negru”), Str. Independentei Nr. 1. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Bedeutendstes Jugendstilbauwerk in Oradea. Der Komplex aus einer Y-förmigen Ladenpassage, einem Theater, Ballsälen, einem Kasino und Büros wurde 1907/08 an der Stelle des alten Gasthauses Zum Schwarzen Adler errichtet – daher der Name. Die Architekten waren Komor Marcell und Jakab Dezső, der federführende Ingenieur Sztarill Ferenc. Die Anlage ist geprägt von prächtigen Ornamenten, geschwungenen Linien, Oberlichtern und Glasmalerei am Eingang.
  • 25 Hotel Astoria (Hotelul Astoria). Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Erbaut 1902, Secession mit neogotischen Elementen.
  • 26 Palais Füchsl (Palatul Fuchsl), Str. Independentei nr. 11-13. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Früher Secessionsbau (1902/03) mit reichen Pflanzenornamenten (besonders Weinreben und -trauben).
  • Haus Adorjan I (Casa Adorjan I), Str. Patriotilor 6 und Str. Moscovei nr. 4, ornamentüberladener Secessionsbau, errichtet 1903
  • Haus Adorjan II (Casa Adorjan II), Str. Patriotilor nr. 4, für denselben Unternehmer erbaut, ähnlich dem Schwesterbau
  • 27 Palais Moskovits Miksa (Palatul Moskovits Miksa), Str. Parcul Traian 4 (Ecke Str. Republicii). Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1904/05 erbautes prächtiges Eckhaus mit hoher Kuppel, inspiriert vom Jugendstil Münchener Prägung mit aufwendiger floraler Ornamentik (sogenannter Lilienstil).
  • Palais Rimanóczy Kálmán sen. (Palatul Rimanoczy Kálmán Sr.), Str. Parcul Traian Nr. 1. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1905 erbautes, von Rimanóczy Junior für seinen Vater entworfenes Jugendstilpalais, beeinflusst von der venezianischen Gotik, Inspirationsquelle war offenbar der Palast Ca’ d’Oro in Venedig.
  • 28 Haus Poynar (Casa Poynar), Str. Nicolae Grigorescu nr. 6. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Bezauberndes Eckhaus im Secessionsstil aus dem Jahr 1907.
  • Palais Moskovits Adolf und Söhne (Palatul Moskovits Adolf și fii), Str. Alecsandri Vasile 1/ Ecke Piața Unirii, Mehrfamilien-Wohn- und Geschäftshaus in einem vergleichsweise nüchternen Secessionsstil von 1910/11
  • 29 Apollo-Palais (Palatul Apollo), Str. Republicii nr. 12. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Reich verziertes, imposantes Jugendstilgebäude nach Vorbildern in Berlin, heraldische Ornamente im Empirestil. Das von großen Fenstern und Oberlichtern geprägte Obergeschoss wurde für Malerateliers genutzt.
  • 30 Palais Ullmann (Palatul Ullmann), Piața 1 Decembrie nr. 9. Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. 1913 erbaut für eine wohlhabende jüdische Unternehmerfamilie.

Museen[Bearbeiten]

  • Muzeul Țării Crișurilor (Museum des Kreischgebiets), Calea Armatei Române 1/A (ehemalige Kadettenschule), Kunstabteilung mit Gemälde- und Skulpturensammlung von Mittelalter bis Moderne, Geschichtsabteilung, Abteilungen für Natur- sowie Völkerkunde

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Beiuș, sehenswerte Kleinstadt 65 km südöstlich von Oradea, mit Ensemble denkmalgeschützter historischer Bauwerke

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Oradea.travel, touristische Informationsseite über Oradea und Umgebung (deutsch)
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