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Lublin (Woiwodschaft)

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Lublin (Woiwodschaft)
Karte von Lublin (Woiwodschaft)

Die Woiwodschaft Lublin (polnisch: województwo lubelskie) liegt im östlichen Polen mit der Hauptstadt in Lublin. Bis auf die Hauptstadt gibt es keine weiteren Großstädte. Die Woiwodschaft grenzt im Süden an die Woiwodschaft Karpatenvorland, im Westen an Heiligkreuz, im Osten an die Ukraine und Weißrussland, sowie im Norden an Masowien und Podlachien. Der Name geht auf die größte Stadt der Region zurück. Die Woiwodschaft ist im Süden durch sanfte Hügel mit sehr fruchtbaren Lößböden, das Roztocze, im Westen durch den Kleinpolnischen Weichseldurchbruch, im Osten durch das Tal des Bug, die Sumpflandschaft Polesiens und die Łęczna-Włodawa-Seenplatte sowie im Norden durch die dichten Wälder der Łuków-Heide geprägt.

Zahlreiche Renaissance-Städte künden von dem Reichtum der polnisch-litauischen Adelsrepublik in der frühen Neuzeit, z.B. Kazimierz Dolny, Zamość, Lublin. Hier entwickelte sich durch Vermischung italienischer und östlicher Einflüsse im 16. Jahrhundert ein eigener Kunst- und Architekturstil, die Lubliner Renaissance. Es gibt zahlreiche Spuren der jüdischen Kultur. Schlösser und Schlossruinen sind in Puławy, Kozłówka, Lublin, Kazimierz Dolny und Janowiec. Die Landschaft des Nationalpark Polesie und des Nationalpark Roztocze lädt zu langen Wanderungen ein, während die Tanew mit ihren zahlreichen Stromschnellen der beliebteste Kajakfluss der Region ist. Die Region, insbesondere das Roztocze, wird aufgrund der Renaissance-Architektur und sanft-hügeligen Landschaft oft als polnische Toskana bezeichnet.

Regionen[Bearbeiten]

Bukowa Góra

Die historische Region Lubliner Land entstand im Mittelalter aus dem östlichen Teil des Sanomirer Land und gehört wie dieses historisch zu Kleinpolen. Das Lubliner Land nimmt jedoch nur einen Teil der Woiwodschaft ein und liegt auch außerhalb dieser, ist also nicht deckungsgleich mit dieser.

Das Zentrum der Woiwodschaft macht das historische Lubliner Land aus. Im Nordwesten gehören auch Teile der historischen Region Łuków-Land dazu, die ebenfalls zum historischen Kleinpolen gehören. Auch zu Kleinpolen gehörten die Regionen Stężyca-Land und Sandomirer Land, deren Teile, die zur Woiwodschaft gehören, an der Weichsel liegen. Im Osten hat die Woiwodschaft Anteil an der Roten Rus im Südosten und Polesiens im Nordosten, die beide am Bug liegen. Schließlich hat die Woiwodschaft ganz im Norden anteil am historischen Südlichen Podlachien.

Geographisch lässt sich die Region in vier Teile einteilen. Im Norden liegen die Südpodlachische Tiefebene, die zum Teil mit der Łuków-Heide bewachsen sind. Östlich daran schließen sich die Sümpfe des Westlichen Polesie und des Wolhynien-Polesie an, die bis zum Bug reichen. Daran wiederum schließen sich südlich die Lubliner Hochebene und die Wolhynien-Hochebene an. Ganz im Süden liegt das Hügelland des Roztocze und im Südwesten Richtung San ein kleiner Teil des Sandomirer Beckens.

  • Das Südliche Podlachien ist von Wäldern, Flüssen und spätbarocken sowie klassizistischen Palästen geprägt.
  • Polesie ist eine dünn besiedelte Sumpf- und Seenlandschaft die sich an entlang der weißrussisch-ukrainischen Grenze bis nach Russland fortsetzt.
  • Die Rote Rus ist eine alte Kulturlandschaft mit fruchtbaren Böden und alten Burgen. Die Gegend wird auch Rotburgenland genannt und setzt sich im Süden und Osten im Karpatenvorland und der Ukraine fort.
  • Die Kleinpolnische Hochebene bildet das Zentrum um Lublin. Im Westen bricht die Weichsel malerische durch die Hochebene. Hier befinden sich die schönsten Bauten der Lubliner Renaissance.
  • Das Roztocze ist die landschaftlich schönste Region der Woiwodschaft, die auch architektonisch sehr viel zu bieten hat.

Orte[Bearbeiten]

Podlachien[Bearbeiten]

Masowien[Bearbeiten]

Weichseldurchbruch[Bearbeiten]

Kleinpolen[Bearbeiten]

Polesien[Bearbeiten]

Rute Rus[Bearbeiten]

Roztocze[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Die Woiwodschaft hat Anteil an drei großen Waldgebieten:

Nationalparks[Bearbeiten]

In der Woiwodschaft gibt es zwei Nationalparks:

Kajak- bzw. Hausbootwanderwege[Bearbeiten]

Seen[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Woiwodschaft Lublin besteht vor allem aus dem Gebiet des historischen Kleinpolens, hat aber auch Gebiete Masowiens, Polesiens und Wolhyniens. Das Gebiet war lange Zeit das Kernland der polnisch-litauischen Adelsrepublik. In Lublin wurde 1569 die neue Union zwischen Polen und Litauen geschlossen. Hier tagte das Höchste Gericht der Republik. Die Region ist von der Lubliner Renaissance geprägt. In der Gegend um Lublin lebten Polen, Juden, Armenier, Ukrainer, Schotten, Deutsche und Roma. Hier verlief die Handelsstraße von der polnischen Ukraine, die im Mittelalter und der frühen Neuzeit als Kornkammer Europas galt, an die Weichsel und weiter über Danzig nach Westeuropa. Kazimierz Dolny hatte in dieser Zeit mehrere hundert Renaissance-Kornspeicher und lag damit nach Danzig auf Platz zwei in Polen. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Gegend um Lublin zunächst von den Kosaken und dann von den Schweden geplündert. Am Übergang des 17. zum 18. Jahrhundert entdeckten die polnisch-litauischen Magnaten die Gegend und ließen sich prächtige Schlösser und Paläste im Stil des Barocks, Rokokos und Klassizismus mit barocken oder romantischen Parkanlagen hier errichten.

1795 kam die Gegend im Zuge der Dritten Polnischen Teilung an Österreich und wurde Teil Galizien-Lodomeriens. Zur napoleonischen Zeit gehörte sie zum Großfürstentum Warschau und nach dem Wiener Kongress als Kongresspolen zu Russland. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie wieder polnisch.

Der Zweite Weltkrieg traf die Region besonders hart. Es gab drei Vernichtungslager in Majdanek, Sobibor und Belzec. Die Juden, Sinti und Roma und die Zamośćer Kinder wurden dort und in Auschwitz ermordet, während deutsche Siedler aus dem Baltikum und Bessarabien hier angesiedelt werden sollten, u. a. die Eltern des südlich von Lublin geborenen ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler. 1999 wurde die Woiwodschaft Lublin aus mehreren kleineren Woiwodschaften gegründet. In der Gegend gibt es kaum Industrie und die Natur ist hier noch weitgehend intakt, wie sonst nur selten in Europa.

Sprache[Bearbeiten]

Polnisch ist die Amts- und Umgangssprache. Man spricht Polnisch mit kleinpolnischem Dialekt. Für viele Polen außerhalb der Region hören sich die örtlichen Dialekte wie Singen an. In der Woiwodschaft Lublin sind die Fremdsprachenkenntnisse der Bevölkerung gut. Fast alle jüngeren Bewohner sprechen sehr gut oder gut Englisch. Und schließlich ist das Polnische nicht so schwer zu erlernen, wie man vielleicht zunächst meint.

Anreise[Bearbeiten]

Lublin Hauptbahnhof

Die Anreise empfiehlt sich mit dem Flugzeug, PKW, Bus oder der Bahn.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug kann man von Deutschland, Österreich und der Schweiz den 1 Flughafen Świdnik Website dieser Einrichtung Flughafen Świdnik in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Świdnik im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Świdnik (Q620446) in der Datenbank Wikidata (IATA: LUZ) bei Lublin anfliegen. Zwei weitere internationaler Flughäfen in der Nähe befinden sich in Warschau, ein dritter bei Rzeszów.

Straße[Bearbeiten]

Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind mittelmäßig. Die Anreise empfiehlt sich aus Warschau über die Schnellstraße S17.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Das Schienennetz ist ebenfalls mittelmäßig. Die Anreise empfiehlt sich aus Warschau nach Lublin. Es gibt auch historische Schmalspurbahnen, die Touristen durch die Landschaft der Region fahren.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mit dem Ausflugsschiff kann man über die Weichsel anreisen. Auf dem Bug verkehren ebenfalls Ausflugsboote.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Zentrum der Woiwodschaft ist Lublin, von da aus sind alle wichtigen Orte mit dem PKW, der Bahn oder den Omnibussen gut erreichbar. Die Fahrpreise sind niedrig. Das Benzin ist innerhalb Polens ebenfalls recht günstig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Lublin ist eine alte multikulturelle Stadt. Hier saß seit dem 16. Jahrhundert das Höchste Gericht der polnisch-litauischen Adelsrepublik. Die Stadt ist von der polnischen Renaissance geprägt.
  • Kazimierz Dolny ist eine der schönsten Kleinstädte Mitteleuropas.
  • Die gewaltige Schlossruine in Janowiec mitsamt ihren Parkanlagen sollten auch bei einem Besuch nicht fehlen.
  • Zamość ist auf der UNESCO-Weltkulturliste und gilt als eine der schönsten Renaissancestädte in Europa.
  • Puławy hat einen wunderschönen klassizistischen Palast mit einer romantischen Gartenanlage. Dort befindet sich der Sybillentempel, in dem Ende des 18. Jahrhunderts das erste polnische öffentliche Museum untergebracht war - unter anderem mit Werken von Leonardo da Vinci, Rembrandt van Rijn und Rafaelo Santi. Das Czartoryski-Museum befindet sich heute in Krakau.
  • Włodawa hat eine der besterhaltenen Synagogen Polens sowie eine reiche sakrale Barockarchitektur.
  • Chełm ist eine barocke Stadt an der Grenze zur Ukraine.
  • In Kozłówka steht ein wunderschönes Renaissanceschloss.
  • Das 4 UFO Denkmal Emilcin mit durchaus kuriosem Charakter ca. 5 km westlich des Ortes Opole Lubelskie.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kajaks auf der Świder
  • Fahrt mit einer der historischen Schmalspurbahnen
  • Wandern im Roztocze oder Polesie
  • Reiten im Roztocze oder in den Wäldern
  • Wassersport auf der Seenplatte
  • Kanu oder Kajak auf den Flüssen
  • Schlemmen in Kazimierz Dolny bei regionalen Produkten und Wein
  • Segelfliegen bei Świdnik
  • Fahrradfahren entlang der Weichsel oder dem Bug
  • Hausboot/Hausfloß auf der Weichsel

Küche[Bearbeiten]

Die regionale Küche entspricht der gutbürgerlichen polnischen Küche. Zu dieser siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu Polen. Regionale Biermarken sind das Zwierzyniec aus der gleichnamigen Stadt und das Perła aus Lublin. Typisch für Kazimierz Dolny ist das Hahnengebäck.

Nachtleben[Bearbeiten]

In der Universitätsstadt Lublin gibt es viele Bars, Discos, Kneipen und Restaurants. Urige Kneipen und Restaurants gibt es in Kazimierz Dolny, Chełm und Zamość.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z. B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen – wie überall auf der Welt – die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiss mit Mitteltemperaturen zwischen 16 °C und 21 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zu Polen.

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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