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Kazimierz Dolny

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Kazimierz Dolny
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Kazimierz Dolny ist eine Kleinstadt am Ufer der Weichsel, nördlich der Mündung der Chodelka, und ein touristisches Kleinod in Polen in der Woiwodschaft Lublin im gleichnamigen Landschaftsschutzpark. Die Region des Kleinpolnischen Weichseldurchbruchs ist als Natur- und Kulturerbe der UNESCO in Diskussion.

Blick bei Nacht
Blick am Tag

Hintergrund[Bearbeiten]

Im 11. Jahrhundert exisiteierte auf einem der Hügel existierte eine Siedlung namens Wietrzna Góra, die den Benediktinern gehörte. Im 12. Jahrhundert übertrug Herzog Kazimierz der Gerechte den Ort an die Prämonstratenser-Chorherren, die ihn ihm zu Ehren in Kazimierz umbenannten. Der Beiname „Dolny“ wurde erst später unter Bezugnahme auf die Lage an der Weichsel hinzugefügt, um Kazimierz Dolny von Kazimierz bei Krakau zu unterscheiden. Anfang des 14. Jahrhunderts stiftete König Ladislaus Ellenlang die heutige Pfarrkirche und errichtete die Burg. In dieser Zeit erhielt der Ort die Stadtrechte. Das Straßennetz geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Im 16 Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Umschlagplatz für das Weichsel abwärts verschiffte Getreide. 1628 ließen sich die Franziskanerin in Kazimierz Dolny nieder und errichteten ein Kloster. Der Niedergang der Stadt setzte 1656 ein, als schwedische Truppen sie in Brand setzten und plünderten. Die Teilungen Polens bedeuteten dann ein endgültiges Ende des Getreidehandels. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann mit dem einsetzenden Tourismus eine Renaissance der Stadt, die nun im russischen Teilungsgebiet lag. Es entstanden Villen und Pensionate für die Sommerfrischler aus Warschau oder Lublin. Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile der Stadt zerstört, der Wiederaufbau vieler Gebäude erfolgte aber rasch und Kazimierz Dolny konnte seine touristische Bedeutung noch ausbauen.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Kazimierz Dolny
Burgruine
Pfarrkirche
Annakirche
Marienkirche
Haus unter dem Nikolaus
Haus unter dem Christoph

Kazimierz Dolny ist von Westen über Kielce und Puławy am besten zu erreichen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Fliegen von Warschau und Rzeszów Ziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die direkte Anreise mit der Bahn ist von Deutschland (über Berlin und Warschau) nur bis Puławy möglich (etwa 20 km von Kazimierz Dolny). Von hier erreicht man den Ort per Taxi, Bus oder Kleinbus.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busverbindung mit Kleinbussen bestehen von Warschau, Lublin und Puławy (Bahnstation).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anreise aus Deutschland ist über Berlin und Łódź und Kielce auf der ausgebauten Autobahn A2 möglich.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Kazimierz Dolny liegt an der Weichsel, auf der die Binnenschifffahrt Richtung Norden (Warschau) und Süden (Sandomierz und Krakau) führt.

Mobilität[Bearbeiten]

Da die Kernstadt nur 2600 Einwohner hat, sind alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar. Am Ufer der Weichsel sind Fahrräder zu entleihen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kernstadt[Bearbeiten]

Kazimierz Dolny zählte vor 30 bis 40 Jahren noch zu den Geheimtipps, heute ist es als touristisches Ziel in ganz Polen bekannt und beliebt. Die wesentlichen Sehenswürdigkeiten sind fußläufig vom Marktplatz (Rynek) zu erreichen:

Burgen[Bearbeiten]

  • Ruine der Königsburg. erbaut ab 1300 im gotischen Stil. Ausgebaut im Stil der Lubliner Renaissace zu Schloss. Zerstört 1655.
  • Wehrturm. erbaut im 13. Jahrhundert im gotischen Stil. Zerstört 1655.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Johannes und St. Bartholomäus. erbaut 1586 im Stil der frühen Lubliner Renaissance. Ihre Ausstattung ist ebenfalls manieristisch und frühbarocker Natur. Die Orgel, zählt zu den ältesten erhaltenen Orgeln des Landes; ihre Umfassung aus Lärchenholz stammt aus dem Jahr 1620. Renaissance-Büste von Mikołaja Przybyły. Chorgestühl aus dem frühen 17. Jahrhundert. Taufbecken aus der Werkstatt von Santi Gucci. Barocker Hauptaltar. Frühbarocker Predigerstuhl von 1615 mit späterem Rokoko-Baldachin.
  • Marienkirche. erbaut 1589 im Stil der frühen Lubliner Renaissance.
  • Annakirche. erbaut 1671 im Stil der späten Lubliner Renaissance.
  • Christuskapelle am Lubliner Tor. erbaut 1588.

Klöster[Bearbeiten]

  • Franziskanerkloster. erbaut 1638–1668 im Stil der späten Lubliner Renaissance. Klostermauer aus dem Hochbarock.
  • Heiliggeistspital. Im Stil der Lubliner Renaissance von 1635.

Synagogen[Bearbeiten]

  • Ehemalig Synagoge. Eine ländliche Synagoge aus Bruchstein aus dem 18. Jahrhundert. Als Kino genutzt und heute leerstehend.
  • Bäderhaus. Heute Hotel Perła Kazimierza.

Speicher[Bearbeiten]

  • Speicher Ulanowski, in einem Speicher des 16. Jahrhunderts. Heute Naturgeschichtliches Museum. Geöffnet: saisonal unterschiedlich.
  • Speicher Nowakowski aus dem späten 16. Jahrhundert.
  • Speicher Feuerstein aus dem späten 16. Jahrhundert.
  • Speicher Kobiałki von 1636. Heute Hotel PTTK.
  • Speicher unter dem Kranich aus dem 17. Jahrhundert. Heute Hotel.
  • Speicher König Kasimir aus dem 17. Jahrhundert. Heute Hotel.
  • Speicher Pielak aus dem 17. Jahrhundert. Heute Ruine.
  • Speicher unter den Kränzen aus dem 17. Jahrhundert. Heute Jugendherberge.
  • Speicher Zwilling aus dem 17. Jahrhundert.
  • Speicher Tyszkiewicz aus dem 17. Jahrhundert.
  • Speicher Krakowska aus dem 17. Jahrhundert.
  • Weitere historische Getreidespeicher.

Bürgerhäuser[Bearbeiten]

  • Die beiden bekanntesten Bürgerhäuser sind Zum Heiligen Nikolaus und Zum Heiligen Christophorus am Marktplatz. Ihre Fassaden sind mit manieristischer Steinmetzkunst aus dem Ende des 16. Jahrhunderts verziert.
  • Manieristisches Celej-Haus von 1630. Heute Museum.
  • Danziger Haus aus dem Spätbarock von 1795.
  • Weißes Haus.
  • Weitere historische Bürgerhäuser.
  • Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert am Kleinen Markt und den Seitengassen.
  • Szukalski-Villa. Heute Ruine.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Renaissance-Brunnen am Markt

Plätze[Bearbeiten]

  • Marktplatz
  • Kleiner Marktplatz

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

  • Zu empfehlen ist es eine der Anhöhen, insbesondere den Berg der drei Kreuze, zu erklimmen und die Aussicht über den Ort und das Weichseltal zu geniessen.

Gemeinde Kazimierz Dolny[Bearbeiten]

Hohlweg Korzeniowy Dół

Zum Friedhof und den Schluchten werden Kleinbustouren angeboten, die abfahren wenn genügend zahlende Gäste versammelt sind. Alternativ gibt es auch Touren mit Geländewagen.

  • Alter Jüdischer Friedhof. Der alte jüdische Friedhof von ca. 1600 befindet sich in zwei Kilometer Entfernung vom Marktplatz.
  • Soldatenfriedhof der Roten Armee. am Stadtrand gelegen
  • Korzeniowy Dół. Einer der sehenswerten Hohlwege im Osten der Gemeinde – wer Schluchten, engl. gorges erwartet, könnte von diesen Naturdenkmalen enttäuscht sein.
  • Burg der Esther. Zamek Esterki, eine Burgruine aus dem 14. Jahrhundert im Gemeindeteil Bochotnica.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Naturkundemuseum
Weichselmuseum

Kazimierz Dolny bietet sich als Station für Wander- und Fahrrad- oder Kanutouren an.

Museen[Bearbeiten]

  • Naturkundemuseum
  • Weichselmuseum
  • Freilichtmuseum

Einkaufen[Bearbeiten]

Kazimierz wurde nicht nur vom Tourismus entdeckt, sondern auch von Künstlern. Neben Souvenirs und kunstgewerblichen Erzeugnissen kann man besonders an Markttagen nach lokalen handwerklichen Produkten Ausschau halten. Die kleinen Lebensmittelläden haben in der Regel ein großes Sortiment und längere Öffnungszeiten als in Deutschland.

Küche[Bearbeiten]

Das Hahngebäck
Biergären am Markt

Eine Spezialität aus Kazimierz Dolny ist das Hahngebäck. – Restaurants gibt es in jeder Preislage, von internationaler bis zu guter polnischer Küche. In der Zielona Tawerna speisten schon Staatspräsidenten.

Günstig[Bearbeiten]

  • Knajpa Artystyczna
  • Weranda
  • Pod Psem
  • Kamienica

Mittel[Bearbeiten]

  • U Fryzjera
  • Kwadrans
  • Dobra Rybka Fish & Chips
  • Stara Łaźnia
  • Piekarnia Sarzyński
  • Podcienia
  • Ministerstwo Smaku u Rzetelskich
  • Galeria u Dziwisza
  • Restauracja Sielanka
  • Restauracja Krakowska

Gehoben[Bearbeiten]

  • Zielona Tawerna
  • Restauracja Botanika

Nachtleben[Bearbeiten]

Samstägliche Klezmer-Musik im jüdischen Restaurant, Nachtwanderungen, ... – wer auf Nachtleben Wert legt, wird in Lublin wohnen und dem Ort einen Tagesbesuch abstatten.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotel Spichlerz

Vorhanden sind Hotels, Pensionen, Privatzimmer. Ansonsten empfehlen sich Tagesbesuche von Puławy oder Lublin.

Günstig[Bearbeiten]

  • Hotel Wenus
  • Willa Murka
  • Willa IMA
  • Alte Synagoge
  • Kamienica Biała
  • Willa Pod Basztą
  • Guest House On The Floor
  • Apartamenty Zacisze

Mittel[Bearbeiten]

  • Hotel Kazimierzówka
  • Balia Spa&Wellness
  • Folwark Walencja
  • Na Górach
  • Villa Bohema
  • Mars
  • Pod Wietrzną Górą
  • Two Moons Hotel

Gehoben[Bearbeiten]

  • Apartament Rynek 3
  • Hotel Garni Rajchertówka
  • Hotel Król Kazimierz
  • Pensjonat Kazimierski

Ausflüge[Bearbeiten]

Wer Kazimierz als ruhigen Standort wählt wird Puławy, Lublin, Zamość, Zwierzyniec oder den Kurort Nałęczów besuchen. Die Alternative ist der Tagesbesuch von einem dieser Orte.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zu Polen.

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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