Erioll world 2.svg
Artikelentwurf

Sandomierz

Aus Wikivoyage
Sandomierz
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Sandomierz (deutsch: Sandomir) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Heiligkreuz am Zusammenfluss der Flüsse Weichsel und San. Die Stadt liegt am Kleinpolnischen Jakobsweg, Zisterzienser-Weg, an der Via Jagiellonica und am Weg der Holzarchitektur von Heiligkreuz. Der Fernradweg Green Velo führt durch Sandomierz.

Stadtteile[Bearbeiten]

Luftbild
  • Altstadt
  • Gołębice
  • Kamień Plebański
  • Krakówka
  • Mokoszyn
  • Nadbrzezie
  • Ostrówek
  • Rokitek
  • Świętopawelskie
  • Zarzekowice

Hintergrund[Bearbeiten]

Sandomierz 1617
Sandomierz 1656
Sandomierz 1847
Sandomierz 1855

Der Burgberg war bereits in der Steinzeit besiedelt. Im Frühmittelalter befand sich hier eine Burgwallsiedlung. Die Stadt Sandomierz wurde im 10. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde 1138 zum Zentrum und Hauptstadt des Herzogtums Sandomir. 1185 siedelten sich die Zisterzienser hier an. 1226 folgten die Dominikaner und 1246 die Klarisinnen mit eigenen Klöstern. Das Stadtrecht erhielt Sandomierz im Jahre 1236 verliehen, kurze Zeit später das Stapelrecht. 1241 und 1259 wurde die Stadt von den Tataren geplündert. 1286 erfolgte die Neugründung der Stadt nach Magdeburger Recht. König Kasimir der Große verbriefte und erweiterte 1366 die Rechte der Stadt und baute das Königsschloss aus, in dem er mehrfach residierte. Seit dem 14. Jahrhundert war die Stadt Sitz mehrer Land- und Hofgerichte. Ebenfalls im 14. Jahrhundert wurde Sandomierz die Hauptstadt der Woiwodschaft Sandomir, die aus dem aufgelöstem Herzogtum hervorging. Außerhalb der schützenden Stadtbefestigung wurden die Michaeliskirche mit angeschlossenem Benediktinerinnen-Kloster, das sogenannte Reformierten-Kloster sowie das Dominikanerkloster errichtet. In Sandomierz war auch schon früh eine jüdische Gemeinde ansässig, deren Synagoge an der westlichen Stadtmauer in der Basztowa-Gasse steht. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hielt sich die römische Kaiserin Barbara von Cilli nach ihrer Flucht aus Böhmen mehrere Jahre in Sandomierz auf. Die Blüte der Handelsstadt begann im 15. Jahrundert mit dem Getreidehandel auf der Weichsel. Die wirtschaftliche Grundlage der Stadtbevölkerung bildete neben dem Getreidehandel auf der Weichsel auch das Handwerk. Beiden verdankt die Stadt eine kulturelle Blüte im 16. Jahrhundert. Während der frühen Neuzeit war die Stadt ein Zentrum der Reformation in Polen. 1570 verständigten sich Abgesandte der polnischen Lutheraner, Reformierten und Böhmischen Brüder in Sandomierz auf den Consensus Sandomiriensis, eine Übereinkunft, mit der sie die Rechtmäßigkeit ihrer jeweiligen Konfessionen anerkannten und sich zu wechselseitiger Unterstützung verpflichteten. 1613 eröffneten die Jesuiten hier ein Collegium. Im Zweiten Nordischen Krieg nahmen schwedische Truppen 1655 Sandomierz ein. Ein Jahr später fand hier die Schlacht von Sandomir statt. Nachdem der schwedische König Karl XII. im Großen Nordischen Krieg Warschau und Krakau erobert hatte, musste sich der sächsisch-polnische König August der Starke mit seinen Truppen 1702 nach Sandomierz zurückziehen. Vertreter polnischer Adelsfamilien, die König August unterstützten, schlossen sich in der Konföderation von Sandomir zusammen. Die Kriege der späten Barockzeit machte der städtischen Blütezeit ein Ende. Mit den polnischen Teilungen am Ende des 18. Jahrhunderts kam Sandomierz an die Habsburger. 1809 kam es während der napoleonischen Wirren an das Großherzogtum Warschau und nach dem Wiener Kongress ans russisches Kongresspolen. Die einstige backsteingotische Stiftskirche in der südlichen Altstadt wurde 1818 in den Rang einer Kathedrale des Bistum Sandomierz erhoben. Während des Ersten Weltkriegs erlitt die Stadt Schäden. In der Zeit der Zweiten Polnischen Republik wurde Sandomierz zum Zentrum eines zu schaffenden Industriegebietes bestimmt. Die Umsetzung der Pläne wurde jedoch durch den deutschen Überfall auf Polen zu nichte gemacht. Plänen der Zwischenkriegszeit zufolge sollte Sandomierz wieder zu einer Woiwodschaftshauptstadt mit über 100.000 Einwohnern aufsteigen. Infolge des Zweiten Weltkriegs wurde auch dieses Vorhaben nicht verwirklicht. Die jüdische Bevölkerung wurde im 1942 eingericheten Ghetto eingeschlossen und sodann ins KZ Bełżec deportiert oder vor Ort erschossen. Beim Vorrücken der Roten Armee 1944 verhinderte der von dem malerischen Stadtbild beeindruckte Artilleriekommandeur, Oberst Skopenko, die Beschießung der Stadt, indem er den erhaltenen Befehl ignorierte. Angesichts ihrer aussichtslosen Situation kapitulierten die deutschen Einheiten, die die Stadt zu verteidigen hatten, kampflos, womit die Altstadt fast unbeschädigt den Krieg überstand.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Sandomierz

Sandomierz ist von Westen über Kielce, Krakau oder Rzeszów am besten zu erreichen. Von Osten kommt man am besten über Lublin.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene internationale Flughafen befindet sich in Rzeszów (Flughafen Rzeszów). Weitere Flughägen in der Nähe befinden sich in Flughafen Krakau und Flughafen Lublin.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Das direkte Anreisen mit der Bahn ist von Deutschland (über Dresden und Krakau) möglich.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es bestehen regional Busverbindungen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anreise aus Deutschland ist über Krakau auf der Autobahn A4 und dann entlang der nach Warschau führenden Landstraße 79, welche in Sandomierz durch die von Süden (Przemyśl) nach Norden (Opatów) verlaufende Landstraße 77 gekreuzt wird möglich. Unweit westlich von der Stadt verläuft auch die Landstraße 9 von Radom nach Rzeszów.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Sandomierz liegt an der Weichsel und dem San, auf der die Binnenschifffahrt Richtung Norden (Kazimierz Dolny und Warschau) und Süden (Krakau und Przemyśl) führt.

Mobilität[Bearbeiten]

Sandomierz kann man gut zu Fuss oder mit dem Fahrrad erkunden. Linienbusse fahren in die weiter entfernten Stadtteile.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Königsschloss
Bischofspalast
Collegium Gostomianum
Rathaus
Altstadt
Michaelskirche
Paulkirche
Heiliggeistkirche
Josephskirche

Die mittelalterliche Altstadt ist insbesondere von der backsteingotischen Architektur des 15. Jahrhunderts geprägt. Gleichwohl besitzt die Stadt einen südlichen Charm.

Schlösser und Palais[Bearbeiten]

  • Königsschloss
  • Bischofspalast
  • Karpiński Herrenhaus
  • Zawichojska Herrenhaus

Kirchen[Bearbeiten]

Klöster[Bearbeiten]

  • Heiliggeistspital
  • Benedikterinnenkloster
  • Dominikanerkloster
  • Reformatorenkloster
  • Altes Dominikanerkloster

Synagogen[Bearbeiten]

  • Alte Synagoge
  • Kojszor Haus

Amtsgebäude[Bearbeiten]

  • Rathaus
  • Collegium Gostomianum
  • Postamt
  • Wache
  • Pfarrschule
  • Theologie
  • Speicher
  • Katholisches Institut
  • Vikarhaus
  • Priesterseminar

Wehranlagen[Bearbeiten]

  • Stadtmauer

Tore[Bearbeiten]

Bürgerhäuser[Bearbeiten]

  • Lazarczyk-Haus
  • Dlugosz-Haus
  • Kanonierhaus
  • Poniatowska Haus
  • Katholisches Haus

Straßen[Bearbeiten]

  • Marienstraße
  • Opatowstraße

Plätze[Bearbeiten]

  • Marktplatz
  • gotische Keller unter dem Markt

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Mariensäule
  • Vinzenz Kadłubek Denkmal
  • Papstkreuz

Friedhöfe[Bearbeiten]

  • Kathedralfriedhof
  • Paulsfriedhof
  • jüdischer Friedhof
  • Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg
  • Soldatenfriedhof der Roten Armee

Parkanlagen[Bearbeiten]

  • Hohlweg der Königin Hedwig
  • Podwale Dolne
  • Pfefferberge

Brücken[Bearbeiten]

  • Weichselbrücke

Hafen[Bearbeiten]

  • Weichselhafen

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die Weichsel lädt zum Wassersport und die Pfefferberge zum Wandern ein.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Duchy of Sandomierz - weekly show

Museen[Bearbeiten]

  • Diozösenmuseum
  • Regionalmuseum
  • Jan Dlugosz Haus

Einkaufen[Bearbeiten]

Es gibt einige Wechselstuben in Sandomierz. Nutzen sollte man die in Krakau oder Lublin, da der Wechselkurs in der Regel besser ist als in Sandomierz. Zum Shopping empfiehlt sich ein Besuch Lublins oder Krakaus, da dort die Auswahl größer ist.

  • Galeria Sandomierz

Küche[Bearbeiten]

Sandomierz gilt als die Geburtsstadt des Wodkas, der hier zum ersten Mal weltweit seit dem frühen 15. Jahrhundert belegt ist. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu Polen.

Günstig[Bearbeiten]

  • Stara Piekarnia
  • Bar Jakub
  • Sezonowa
  • Pizzeria Zielony Domek
  • Restauracja Mariano
  • Bar Mleczny
  • Fresh Gelato Sandomierz
  • Cafe Mała
  • Świat Pierogów
  • Inter-W.K.D. Restauracja
  • Sandomierska Manufaktura Lodów
  • Zapiekanki Sandomierskie

Mittel[Bearbeiten]

  • Restauracja Królewska
  • Restauracja Trzydziestka
  • Kordegarda
  • Lunch Cafe
  • Bistro Podwale
  • Karczma Zamkowa
  • Pizzeria San Domingo
  • Restauracja Świętokrzyska
  • KASZTELANKA
  • ILUZJON art cafe

Gehoben[Bearbeiten]

  • Lapidary under the Town Hall
  • Winnica Św. Jakuba

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben konzentriert sich auf die Altstadt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Pokoje Gościnne na Szlaku Jabłkowym
  • Zielone Wzgórze
  • Camping Browarny
  • Aparthotel


Mittel[Bearbeiten]

  • Hotel Grodzki
  • Hotel Basztowy
  • Dworek Ojca Mateusza
  • Hotel Sarmata
  • Apartamenty Furta Dominikańska
  • Willa Halina
  • Dworek Karpińskich
  • Sandomiria
  • Flisak
  • Hotel Pod Ciżemką

Gehoben[Bearbeiten]

  • Pensjonat Winnica

Ausflüge[Bearbeiten]

Panorama: Du kannst das Bild horizontal scrollen.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zu Polen.

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.