Vollständiger Artikel

Kiew

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kiew
Provinzsuche endet beim Staat
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Kiew (ukrainisch Київ/Kyjiw; russisch: Киев, Kijew) ist die Hauptstadt der Ukraine. Die aufgrund der zahlreichen Kirchen und Klöster auch als werbewirksam Jerusalem des Nordens bezeichnete Stadt ist darüber hinaus auch die größte Stadt des Landes. Sie liegt am Dnjepr, der ältere Teil ist am rechten Ufer. Im Stadtbereich queren ihn neun Brücken.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Kiew

Kiew, als älteste Stadt eines eigenständigen mittelalterlichen slawischen Reichs hat eine lange und umfangreiche Geschichte.
Neben der 1834 gegründeten Universität verfügt die Dnjepr - Metropole über 99 weitere Hochschulen sowie gut 25 staatliche Museen und weitere Kultur- und Bildungseinrichtungen.

Für Besucher von Interesse sind die Höhlenheiligtümer in Lawra, einem Bezirk mit dem Höhlenkloster und Museen; das altrussische Zentrum; Podil (Поділ) mit Andreasstieg; die Oberstadt Chreschtschatyk (Altstadt); der Europaplatz und das Dnjepr-Ufer, die gleichnamige und die Truchanow-Insel.

  • Touristeninfo, Taras Schewtschenka Tarasa, 15. Tel.: +(380) 992303755. Privat. In einem umgebauten alten Trambahnwagen mit Café.

Weder in den Flug- oder Bahnhöfen gibt es Touristeninfos.

Anreise[Bearbeiten]

Kiew wird von vergleichsweise wenig ausländischen Touristen besucht, 2015 waren es 950000 Übernachtungen. Zum Vergleich: in Dublin, ein Sechstel so groß zählte man neun Millionen. Bedingt durch die Lage im Osten Europas reisen die meisten Touristen mit dem Flugzeug an.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Direkt fliegen aus Deutschland u.A. Lufthansa, Ukraine International, sowie der Billigflieder Wizz Air.

Der Flughafen Kiew-Hostomel wird nur für Fracht genutzt.

Kiew-Boryspil[Bearbeiten]

  • 1 Kiew-Boryspil (IATA CodeKBP, ICAO CodeUKBB). Zwei Drittel der Flüge in die Ukraine landen hier. Internationale Flüge werden im neueren Terminal D abgefertigt, Inlandsflüge in B und F. Es gibt 30 Minuten gratis WLAN. Gepäckaufbewahrung ist in Terminal D (120 UAH/24 h). Zwischen den Terminals fahren im Halbstundentakt Shuttlebusse (5-7 Min. Fahrzeit). Ukrainische Bürger und Ausländer mit längerfristiger Aufenthaltserlaubnis können im Standesamt im 3. Stock von Terminal D kurzfristig heiraten. Übernachtungen im Terminal D werden toleriert. Geöffnet: 24 Std.
Transport

Züge zwischen 2 Boryspil-Aeroport und Kyiv-Pasazhyrskyi brauchen rund vierzig Minuten. Zu Spitzenzeiten verkehren sie etwa alle halbe Stunde, sonst stündlich.
Es verkehrt auch ein SkyBus zum Hauptbahnhof in Kiew (dahinter ab Pivdennij Voksal, 100 UAH) mit Zwischenstopp bei der Metrostation Kharkivs'ka im Osten der Stadt (60 UAH). Die Fahrtdauer zum Hauptbahnhof liegt je nach Verkehr zwischen 45 und 75 Minuten. Am Flughafen startet der Bus direkt vor den Terminals B, D und F. Die Haltestelle (und/oder der lilafarbene Bus) sind mit POLIT bezeichnet.
Direktbusse in andere ukrainische Städte betreiben die Firmen Autolux, Gunsel oder Ukrbus.
Seit 2015 sind die meisten unseriösen Taxifahrer aus dem Flughafenbereich verbannt. Am Taxistand vor Terminal D gibt es ausschließlich konzessionierte Fahrer, die den Taxameter benützen. Beschwerden soll man an quality@kbp.aero richten.

Zwischen beiden Flughäfen verkehrt Marschrutka 126К direkt.

  • Hotel Boryspol (zwischen Terminal D und B). 3*; Flughafenhotel Preis: Einzel 864 UAH, Frühstück 150 UAH.

Kiew-Zhuliany[Bearbeiten]

  • 3 Kiew-Zhuliany (Київ-Жуляни, IATA CodeIEV, ICAO CodeUKKK), Medova, 2. Dieser ältere Flughafen, 2018 erfolgte die offizielle Umbenennung zu Ehren von Igor Sikorsky, liegt näher an der Stadt und ist besonders unter Geschäftsreisenden beliebt. Es landen hier auch osteuropäische Billigflieger. Es gibt drei Terminals: nebeneinander sind A (international) und D (Inland), B (“Business Terminal”) (Pläne). Zugang zu den Lounges kann an der Tür bezahlt werden. Man kann für 900 UAH auch einen “Priority Pass” zur beschleunigten Abfertigung buchen. Gratis WLAN gibt es über das “CitySpot”-Netz. Im Terminal A ist ein gut ausgestatteter Mutter-Kind-Raum. Von den zahlreichen Restaurants und Cafés sind zumindest zwei 24 Stunden geöffnet. Gepäckaufbewahrung (auch Langzeit) kostet 10 UAH/h oder 50 UAH/Tag. Die drei Bankfilialen öffnen gewöhnlich Mo.-Fr. 9.00-19.00 Uhr, dazu findet man Geldautomaten. Geöffnet: 24 h.

Ein Postamt ist im Terminal A, EG, ein weiteres an der Straße links vom Ausgang des Terminal A/D. Das Antonow-Freiluftmuseum liegt 1½ km Fußmarsch vom Terminal.

Transport
  • Vom alten, stillgelegten, Terminal sind es 500 m zum Lokalbahnhof 4 Kiev-Volynskyi (Київ-Волинський).

Zur U-Bahn gelangt man vom Halt Olzhycha des O-Busses 22 zur Metro Dorohozhychi (Дорогожичi, Linie 3) oder mit Bus 78 zur Linie 2, Vasylkivska.
Vor Terminal A fahren mehrere weitere Bus- und Marschrutka-Linien, die meisten dieser halten auch an der Kreuzung vor Terminal A/D.

Die O-Buslinie 92H ist ein Nachtbus (23.00-5.30), der direkt zum kiewer Hauptbahnhof geht. Tagsüber nimmt man dorthin Marschrut (Gepäck kann schwierig sein) 368 oder 805.

Parkplätze sind vor allem vor A/D. 15 Minuten sind kostenlos, eine Stunde kostet 40 UAH/h maximal 300 UAH/24h. Wer ab Terminal B abfliegt, kann hier kostenlos bewacht parken, ansonsten sind 390 UAH/Tag fällig. Fahrradstellplätze sind vor Terminal A. Es gibt Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

  • 1 Hotel Zhuliany (Жуляни), Povitroflots'kyi Ave, 92 (Beim alten Terminal). Tel.: +38 44-339-20-23. Flughafenhotel; Das Zhulyany Airport Inn ist gegenüber Terminal B, im 2. OG.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Detaillierte Informationen zu den verkehrenden Zügen und Kurswagen finden sich hier.

  • Hauptbahnhof (Voksal): 5 Kyjiv Pasazhirs'kyj (Київ-Пасажирський) (Metro Voksal'na und etliche Buslinien. Tramterminus Starovokzal'na). Eine Fußgängerbrücke führt über die Gleise, so daß man sowohl vorne als auch hinten hinaus kommt. Hier sind auch unbequeme Sitzgelegenheiten. Besser ist der gebührenpflichtige Komfort-Wartesaal. Zu beiden Seiten zahlreiche Umsteigemöglichkeiten. Am Bahnhof gibt es seit 2011 ein Freiluft-Eisenbahnmuseum. Ein Postschalter ist in der Halle beim Haupteingang. Gepäckaufbewahrung im UG, sowohl Schalter (35 UHD) als auch Schließfächer (30 UHD, Chips an der Kasse lösen).

Direktzüge fahren von/nach Warschau, Krakau, Budapest, Kosice und Wien. Die Fahrzeit beträgt hier je nach Route zwischen 22 und 32 Stunden. Der Preis liegt bei ca. € 100 für eine Strecke.
Wer allerbilligst aus der BRD per Zug in die Ukraine möchte, fährt am Freitag Abend ab Görlitz oder Frankfurt (Oder) und kauft ein polnisches Wochenendticket für 45 zł, zuckelt mit Regionalzügen bis Przemyśl und von dort über Lemberg in 3. Klasse („platzkart“) nach Kiew, was 2019 alles zusammen für unter € 50 zu machen ist, aber zwei Tage und Nächte dauert. Will man derart auch zurück ist das polnische „REGIOKarnet“ (75 zł, 3 Tage innerhalb 2 Monaten, auch unter der Woche) noch etwas billiger. Weiters sind fast alle ukrainischen Großstädte mit Zügen von Kiew aus direkt erreichbar. Weiter entfernte Destinationen werden per Nachtzug verbunden. Zur Fahrplansuche auf der Webseite der Staatsbahn ist Kyiv zu schreiben.

Reservierungen kann man auch im 1 Bahnbuchungsbüro (Залізничні каси) Tarasa Schewtschenka, 38/40 (Seiteneingang des Hotel Express) vornehmen.

  • 6 Bahnhof Darnyzja (вокзал Дарниця), Pryvokzalna. Diese Station wurde zur Entlastung des Hauptbahnhofs seit 2010 erweitert. Hier ist nun ein wichtiger Umsteige- und Anschlußpunkt für den regionalen Verkehr. Fernzüge bedienen die Strecken nach Poltawa bzw. Kursk.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

  • Zentralbusbahnhof 7 Autovoksal (Центральний автовокзал), Nauky Ave, 1/2 (Metro Demiivska (Moskovska), Linie 2. Bus 1, 42). Tel.: +380 44 525 5774. Rund ein Dutzend Unternehmen des internationalen und inländischen Fernverkehrs haben hier Schalter. Der Bus ist eine kostengünstige Reisevariante. Aus Deutschland verkehren mehrere Busgesellschaften im Linienverkehr nach Kiew. Anfang 2019 kostet die einfache Fahrt z.B. ab München € 70-80. Auch aus den meisten ukrainischen Großstädten gibt es mehrmals täglich Linienbusse nach Kiew. Geöffnet: 5.30-24.00.
  • 8 Busstation beim Hauptbahnhof (Київ залізничний вокзал) (über den Bahnhofsplatz, 50 m, linker Hand). Von Buden und einem großen Supermarkt eingefaßter, rechteckiger Platz. Haltestellen mit angeschriebenen ukrainischen Zielorten, meist zu erreichen per Marshrutka. Die Fahrkartenschalter sind etwas versteckt in einer Nische hinter Haltestellen 5-8, ein Stück weiter halten die Busse für Langstrecken und die wenigen internationalen Verbindungen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In Kiew kreuzen sich die E40 (Calais/Frankreich nach Ridder/Kasachstan), die E95 (Sankt Petersburg/Russland nach Merzifon/Türkei). Für eine Autofahrt von Mitteleuropa nach Kiew sollte man mindestens zwei Tage einplanen. Ab Nord- und Mitteldeutschland führt die Fahrt über Krakau und Lwiw bzw. Warschau und Korosten. Ab Süddeutschland, der Schweiz und Österreich verläuft die beste Anfahrtsroute über Budapest, Nyíregyháza und Lemberg. In den Transitländern sind die Autobahnen mautpflichtig.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Von Odessa fahren Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe den Dnjepr stromaufwärts und halten auch in Kiew.

Mobilität[Bearbeiten]

Übersicht des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum (2017).
Metro- und Schnelltram-Streckennetz 2018.
Innerstädtisches Verkehrsnetz (2017).

Die Stadt verfügt über eine vielfältiges und preisgünstiges Verkehrssystem mit der Metro (U-Bahn), Sammeltaxis (Marschrutkas), Oberleitungsbussen, Omnibussen, Straßenbahnen und Taxis, u. a. mit den tiefsten U-Bahnstationen der Welt. Ein Verbundsystem ist allerdings erst im Entstehen, in der Regel zahlt man für jede Fahrt einzeln.

Metro-Symbol.

Die Metro, umgangssprachlich auch Pidsemka, befördert Dich schnell und preiswert ins Stadtzentrum und von dort stadtauswärts. Sie fährt etwa von 5.45 Uhr bis Mitternacht, zu Spitzenzeiten im 2-Minutentakt. Um die Metro zu betreten, wirft man einen blauen (auch grünen oder grün-blauen) Plastik-Jeton in die Automatensperre (rechts einwerfen, links durchgehen), danach kann man beliebig herumfahren bis man die Sperre wieder verlässt. Die Jetons kosten 8 UAH, erhält man an den zahlreichen Schaltern oder Automaten. Es gibt keine Tages-, Wochen- oder Streifenkarte, und die Jetons sind auch nur für die Metro gültig.

Seit 2015 gibt es die in verschiedenen Typen erhältliche aufladbare und kontaktlose Metrocard für eine Leihgebühr von 150 UAH. Letztere kann ggf. auch in anderen Verkehrsmitteln genutzt werden. Ab einer Aufladung für zehn Fahrten kostet eine Fahrt nur noch 7,70 UAH, ab einer Aufladung für 50 Fahrten nur noch 5,50 UAH. Außerdem gibt es Monatskarten für 610 UAH und Halbmonatskarten für 305 UAH.[1]

Die Umsteigebahnhöfe zwischen den drei Linien haben doppelte Namen, z. B. steigt man an der Haltestelle Maidan aus der Line M2 (blau) aus und wechselt unterirdisch zum Bahnhof Chreschatyk der Linie M1 (rot).

Die Metrostation Arsenalna liegt 110 m unter dem Straßenniveau und ist somit die tiefstgelegene Bahnstation der Welt.

Die S-Bahn-Ringlinie (Elektrytschka).

Elektrytschka (електричка) ist die „S-Bahn,“ die, tagsüber im Viertelstunden-Takt, als fünfzig Kilometer lange Ringlinie mit fünfzehn Halten viele Vorortbahnhöfe und Metrostationen verbindet. Betrieb ist von kurz vor 6.00 bis ca. 21.30 Uhr. Eine Fahrkarte kostet 2018 8 UAH.

Busse und Obusse, betrieben von Kyivpastrans (Strecken- und Fahrpläne), sind geringfügig teurer als die Sammeltaxis. Manche haben auch dieselbe Nummer wie diese und fahren entsprechend dieselbe Strecke. Sie sind jedoch auch langsamer unterwegs. Tickets bekommt man bei einem Fahrkartenverkäufer (Konduktor). Die Fahrkarten (8 UAH, 2019) müssen zum Entwerten an einer Art Stempel gelocht werden. Für Busse und O-Busse kann man auch am Kiosk, der sich neben wichtigeren Halten befindet Fahrkarten kaufen, auch sie kosten 8 UAH (2018).

Kleinere Städte in der näheren Umgebung, die nicht ans Bahnnetz angeschlossen sind, sind an Kiew ebenfalls per Bus bzw. Marschrutka erreichbar. Abfahrten in die Region sind auch von:

  • Richtung Südwesten 9 Pivdenna Busstation (Автостанція "Південна") (Zwischen Metro Ipodrom und Vystavkovyi Tsentr beide Linie 2. Zahlreiche Stadtbuslinien).
  • Richtung Süden 10 Vydubychi Busstation (Автостанція "Видубичi") (Metro Vydubychi, Linie 3phone=).
Haltestellensymbol der Schnelltram.

Straßenbahnen verbinden die Satellitenstädte mit der Innenstadt und glänzen durch besonders niedriges Tempo. Wenn es nur auf Geschwindigkeit ankommt, ist die Fahrt mit der Metro die bessere Wahl. Allerdings verbreiten die Straßenbahnen auch einen gewissen Charme. Tickets bekommt man in der Straßenbahn bei einem Fahrkartenverkäufer (Konduktor). Die Fahrkarten (8 UAH, 2018) müssen zum Entwerten an einer Art Stempel gelocht werden.

Die beiden Schnelltram-Linien (швидкісний трамвай) haben ihr eigenes Streckennetz. Links des Dnjepr verläuft die 13,2 km lange Livoberezhna-Linie (Лівобережна лінія) mit sieben Haltepunkten. Am anderen Ufer ist die 21 km lange ältere Pravoberezhna-Linie mit neunzehn Halten.

Marschrutkas („Sammeltaxis,” gelbe Kleinbusse) haben einen Linienverkehr und kosten für eine Strecke 6,00-7,00 UAH. Sie fahren sehr häufig (manche alle fünf Minuten) und sind im Vergleich zu Bussen und O-Bussen recht schnell unterwegs. Man zahlt direkt beim Fahrer (der sich im Verkehr oft wie ein Nachfahre von Evel Knievel gebärdet), indem man das Geld hinlegt oder über die anderen Fahrgäste nach vorne reicht.

Renovierter Waggon der Standseilbahn (2010).

Taxis sind natürlich die individuellste Variante. Fahrpreise werden vor Fahrtbeginn verhandelt.
Ruftaxis: ☎ +38 (095) 482-82-81 oder ☎ +38 (096) 197-77-23
Wenn man ein Taxi telefonisch bestellt oder bestellen lässt, wird auch schon am Telefon der Preis vereinbart. Dieser und die Nummer/ Fahrzeugtyp des Wagens werden dann per SMS bestätigt. Man sollte an Bahnhöfen oder am Flughafen, wo diese Taxis im Pulk auftreten, immer mehrere Taxifahrer nach dem Fahrpreis zum gewünschten Reiseziel fragen, denn dort existieren teilweise große Preisunterschiede (bzw. die Angewohnheit von Ausländern Mondpreise zu verlangen). Generell zahlt man aber immer einen „Touristenbonus.“ Feilschen lohnt sich immer - und sei es, sich mit den Worten “Sorry, I take the metro” herumzudrehen und in Richtung nächster Metrostation zu gehen - langsam, bis man mit einem besseren Angebot zurück zum Taxi gerufen wird.

Auch der Fahrtdienstleister Uber existiert flächendeckend in Kiew. Mittels einer App kann man die gewünschte Fahrtstrecke eingeben und wird zum Ziel gebracht. Der Fahrtpreis ist oft wesentlich niedriger als mit einem Taxi.

Eine 238 Meter lange Standseilbahn hilft einen Höhenunterschied vom 75 Metern in den Stadtteil Podil zu überwinden. Eine Station ist beim Michaelplatz, die andere bei der Metro Poshtova ploshcha (Linie 2). Betriebszeiten ca. 8.00-22.00

Vor allem für Flußkreuzfahrten genutzt wird der 11 Schiffsanleger (Київський річковий порт), Поштова площа, 3 (Metro Poshtova ploshcha, Linie 2). Rundfahrten kosten je nach Dauer 2018 120-350 UAH, Kinder bis 12 die Hälfte. Im Sommer fahren auch, ab Mole 7, regelmäßig Boote zu den Inseln im Fluß (15 UAH). Geöffnet: 10.00-23.00.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Präsidentenpalast

Geht man den zentralen, gut drei Kilometer langen Wolodymyrska Bolevard entlang, kommt man an etlichen interessanten Stätten vorbei. Anfang ist in der kiewer Oberstadt am Andreassteig bei der St.-Andreas-Kirche. Entworfen wurde diese 1754 vom Italiener Bartolomeo Rastrelli, der auch den Petersburger Winterpalast plante.
Von dort bergab geht es in südwestliche Richtung. Nach etwa 530 Metern ist man am Sophienplatz mit der Sophienkathedrale und dem Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal vorbei. Ab hier ist der Verlauf parallel zum 550 Meter östlich liegenden Chreschtschatyk. Nach weiteren 1100 Metern kreuzt sie den Taras-Schewtschenka-Boulevard, ebenfalls eine wichtige Achse zwischen Bessarabs'ka-Platz (Ecke Chreschtschatyk) und seinem Ende am Siegesplatz. Hier liegt u.a. die Wladimirkathedrale, Universität und mehrere Museen.

Die 1,2 km lange Chreschtschatyk von den Markthallen über den Maidan ist die Hauptstraße des Ortes. Die dortigen Gebäude wurden von abrückenden Einheiten der Roten Armee 1941 vermint und dann nach Einrücken der Deutschen per Fernzündung gesprengt. Nach dem Krieg wurde die Straße deutlich breiter wieder aufgebaut. An den Wochenenden und an manchen Feiertagen wird der Chreschtschatyk tagsüber für den Autoverkehr gesperrt.

Kirchen[Bearbeiten]

Sakralbauten in Kiew.
St.-Michaels-Kathedrale.

Es soll auf den 836 km² Stadtgebiet 950 Kirchen geben. Siehe auch die (unvollständige) Liste von Kirchen in Kiew.

  • Sophienkathedrale (Софійський собор), Volodymyrska, 24 (вулиця Володимирська, 24). Die ursprünglich 1037 gegründete Kirche wurde mehrfach zerstört. In alter Zeit Krönungskirche, der Palast war nebenan. Ihre Ausgestaltung als Steinbau nach Brand 1697 im Barock macht sie zu einem herausragenden Beispiel der Kirchenarchitektur der Ostkirche. Die Innenausstattung erfolgte nach byzantinischem Vorbild, es gibt 3000 m² Fresken und 260 m² Mosaiken, die byzantinischen Vorbildern folgen. Seit 1934 wird die Kirche nicht mehr liturgisch genutzt, sondern staatlicherseits als Museum erhalten. Der ausgestellte Sarg Jaroslaw des Weisen enthält seine Gebeine nicht mehr. Preis: Gelände: 20 UAH, Kathedrale 180 UAH, Kombikarte (inkl. Glockenturm, Goldenes Tor, St. Cyril-Museum usw.) 200 UAH.
  • 3 St.-Michaels-Kloster (samt Kathedrale; Михайлівський золотоверхий монастир), Triokhsviatytelska, 8 (Stadseilbahn). Die goldene Kuppel wurde erst 2001 wieder aufgesetzt. Benannt nach dem Schutzpatron der Stadt auf einem Hügel. Auf der anderen Seite des Platzes ist heute das Außenministerium in einem ansprechenden sowjetzeitlichen Bau untergebracht. Geöffnet: 8.00-10.00, Museum Di.-So. 10.00-17.00. Preis: Kirche gratis; Museum (im Glockenturm) Eintritt.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • 4 Kiewer Festung (Київська фортеця) (Bus 14, 15. Metro Klovska, Linie 3). Im 17.-19. gebaute Festungsanlage. Sie diente in der ausgehenden Zarenzeit als Kaserne und Gefängnis. Das halbkreisförmige Gebäude „Turm 1“ des Wassylkiw-Forts, vormals Militärschule, mit seinem Vorplatz ist alleine schon wegen seiner Größe beeindruckend. Es gibt noch weitere, kreisförmige Befestigungsanlagen, so das Hospital-Fort. In den Gewölben hat man bereits zu Sowjetzeiten 1927 ein Geschichtsmuseum eingerichtet, das inzwischen renoviert wurde.
  • 5 Meschigorje (Межигорье), Novi Petrivtsi. Auf dem Gelände eines abgebrochenen Klosters wurde nach 1935 ein Gästehaus der Regierung gebaut. Teile desselben wurden vom Präsidenten Wiktor Janukowytsch, der auch 1,8 Hektar kaufte, als Residenz genutzt. Nach seiner Flucht 2014 wurde im November 2014 der schöngestaltete Park des Anwesens der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Geöffnet: tgl. 8.00-19.00. Preis: Di. 40 UAH, sonstige Wochentage 100 UAH, Sa.+So. 120 UAH.

Denkmäler[Bearbeiten]

Denkmäler sind wie in allen ehemaligen Sowjetrepubliken zahlreich, oft in Parks. Sie wurden, abgesehen vom durch politische Fanatiker Ende 2013 verwüsteten Lenin-Denkmal, auch gepflegt. Am Rathaus befindet sich Anfang 2019 ein Schild auf dem erklärt wird, daß die Putschisten von 2014 in den ersten zwei Jahren nach ihrer Machtergreifung in einem anti-sozialistischen Bildersturm 1400-1600 Kunstwerke im öffentlichen Raum zerstört oder schwer beschädigt haben.

Sehr bekannt ist das Reiterstandbild des Kosakenhetman Bohdan Chmelnyzkyj. Er führte einen Aufstand der Kosaken gegen die Adelsrepublik Polen-Litauen an und wird in der Ukraine als Volksheld verehrt und auf Münzen und Briefmarken abgebildet. Das Standbild mit seinem Sockel aus Granit wurde zur 900-Jahr-Feier des Kiewer Rus 1888 eingeweiht.

Museen[Bearbeiten]

Ein richtiggehendes Museenviertel befindet sich im Umkreis der Metrostation 12 Teatralna (Театральна, Linie 1). Die Gegend erreicht man auch über den Taras-Schewtschenka-Boulevard (zahlreiche Buslinien). Sie liegt zwischen den Bessarabia-Markthallen und der Wladimir-Kathedrale.
Entlang der Bohdana Khmel'nyts'koho (вулиця Богдана Хмельницького, ab Teatralna Ri. Westen) sind:

  • Stadtmuseum (Музей історії Києва), Bohdana Khmel'nyts'koho, 7. Geöffnet: Di.-So. 11.00-19.00, Mo. bis 16.00.
  • Pinchuk Art Center, 1/3-2 Velyka Vasylkivska / Baseyna (Bei den Bessarabia-Markthallen). Wechselnde Ausstellungen moderner Kunst international bekannter und somit hochpreisiger Künstler. Geöffnet: Di.-So. 12.00-21.00, Führungen 19.00. Preis: gratis.
  • 6 Museum ukrainischer Literatur (Національний музей літератури), Bohdana Khmel'nyts'koho, 11. Neben den Ausstellungen veranstaltet das Museum regelmäßig literarische Festivals, Literaturpreisverleihungen, Präsentationen und Veröffentlichungen und organisiert Abende mit Schriftstellern, Wissenschaftlern und Künstlern. Geöffnet: Mo.-Sa- 9.00-17.00.
  • 7 Naturwissenschaftliches Museum (науково-природничий музей НАН України). Eine der größten Institutionen dieser Art weltweit. Gegliedert in fünf Abteilungen: Geologie und Mineralogie, Paläontologie, Zoologie, Botanik und Archäologie mit zusammen 8000 m² Ausstellungsfläche. Das Denkmal vor dem Haus zweigt Boris Paton, den Erfinder des Lichtbogenschweißens. Geöffnet: Mi.-So. 10.00-17.00. Preis: Erw. 80, erm. 55 UAH.
  • Die deutsche Botschaft ist auf Hausnummer 25.
  • 8 Museum der Medizin (музей медицини України), Bohdana Khmel'nyts'koho, 37. Geöffnet: Di.-Sa. 10.00-17.30.
  • Das Ende der Bohdana Khmel'nyts'koho bildet ein kleiner Park mit dem Denkmal von Soja Kosmodemjanskaja, einer 1941 hingerichteten Sowjet-Partisanin.

Zur Hauptstraße Taras Schewtschenka hin:

  • 9 Historisches Museum der Ukraine (Національний музей історії України), Wolodymyrska, 2. Im Fundus mehr als 800000 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart u.a. aus den Bereichen Ethnographie, Archäologie, Gemälde und Skulpturen, Münzsammlungen und historische Buchdrucke. Geöffnet: 10.00-18.00.
  • 10 Pädagogisches Museum (Педагогічний музей), Wolodymyrska, 57 (вулиця Володимирська, 57) (Im ehemaligen Gebäude des zentralen Sowjet der Ukraine Центральна Рада 1917-20). Ein Flügel des Gebäudes beherbergt das Revolutionsmuseum 1917-21 (Музей Української Революції 1917-1921). Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-17.00.
  • 11 Taras Schewtschenko Museum (музей Тараса Шевченка). Taras Schewtschenko ist der ukrainische Nationaldichter (und Zeichner). Nach ihm ist auch der über die Straße liegende Park benannt. Er ist auf dem 100-UAH-Geldschein der Serie 1996 abgebildet. Ausgestellt sind auch die Gemälde zahlreicher anderer ukrainischer Maler, vor allem des 19. Jahrhundert. Geöffnet: Di.-So. 10.00-17.30.
  • Im Haus nebenan Mykola Baschan Museum (літературно-меморіальний музей-квартира Миколи Бажана), Vulytsya Tereshchenkivsʹka, 5. In dessen ehemaliger Wohnung. Mykola Baschan war ein sowjetzeitlicher Dichter und Mitglied des ZK der KPdSU.
  • 12 Kiewer Museum russischer Kunst (Київський національний музей російського мистецтва), Vulytsya Tereshchenkivsʹka, 9 (вулиця Терещенківська, 9). Dazu gehört auch das “Choolate House Art Center,” Shelkovichnaya, 17. Geöffnet: 10.00-17.45, Mo. u. Do. geschlossen. Preis: Erw. 35 UAH, gratis am 1. Mittwoch bis 14.00.
  • 13 Museum westlicher und orientalischer Kunst (Музей мистецтв імені Богдана та Варвари Ханенків, „Khanenko-Museum“), Vulytsya Tereshchenkivsʹka, 15 (вулиця Терещенківська, 15). Mit 17000 Exponaten das wohl wichtigste Kunstmuseum. Gezeigt werden zahlreiche Werke italienischer, spanischer und flämischer alter Meister. Bogdan Chanenko, Kunstsammler über vierzig Jahre vermachte seine Sammlung 1917 dem Staat, die Sowjetmacht eröffnete dann 1919 das Museum. Bedeutende Zugänge niederländischer Maler aus der Sammlung des Wassili Stschawinsky. Der Grundstock der chinesischen Sammlung stammt von Taissija Jaspar aus den 1960ern. Den Reiz der Sammlung macht deren Misch-Masch aus. Geöffnet: Mi.-So. 10.30-17.30.

Vom Hauptbahnhof oder den Metrostationen 13 Ploshcha Lva Tolstoho (Площа Льва Толстого, Linie 2) bzw. 14 Palats Sportu (Палац Спорту, Linie 3) erreicht man leicht:

  • 14 Computer-Museum (Музей комп'ютерів та програмного забезпечення), Saksahanskoho, 40/85 (вулиця Саксаганського, 40/85), im “DNA” Business Center. Geöffnet: Mo.-Fr. 10.00-20.00, Sa. bis 17.00. Preis: gratis.
  • 15 Mychajlo Hruschewskyj Museum (музей Михайла Грушевського), Pankivska St, 9 (Haus im Innenhof, Durchgang bei Mykilsko-Botanichna 10). Mychajlo Hruschewskyj war Historiker und ukrainischer Nationalist. Sein Portrait ziert den 50-UAH-Schein der Serie 1996. Sein Denkmal steht beim erwähnten pädagogischen Museum. Das „Museum ukrainischer Kultur Vydatnykh Diyachiv“ (Музей видатних діячів української культури) ist direkt nebenan. Geöffnet: 10.00-18.00, Mo. Ruhetag.
  • 16 Gedenkmuseum für Mykola Lysenko (Меморіальний будинок-музей М. В. Лисенка), вул. Саксаганського, 95. Dahinter das Museum Lesi Ukrayinky Музей Лесі Українки, Di. geschlossen. Geöffnet: 10.00-17.00, Mo. Ruhetag.
  • 17 Fotoapparate-Museum (Міні-виставка старих фотоапаратів), Simi Prakhovykh St, 6 (вулиця Сім'ї Прахових, 6) (Vom Bahnhofsausgang nach rechts, gut 200 m bis zur Lva Tolstoho, nach links. Diese 150 m hinauf, auf der rechten Straßenseite durch die Passage bei Hausnr. 57 („101 Tower“), nach hinten 50 m). Eine eher kleine Sammlung, interessant für Enthusiasten, die Sowjet-Modelle kennenlernen wollen.

Eine weitere Gruppierung von Museen ist in der Nähe des Marianski Park Metrostation Arsenalna (Арсенальна, Linie 1), auch erreichbar mit den Bussen entlang der Mykhaila Hrushevskoho (auf Höhe des Parlaments, dem „Rada”) bzw. zu Fuß vom Maidan oder den Bessarabien-Markthallen:

  • 18 Militärhistorisches Museum (військово-історичний музей), Mykhaila Hrushevskoho, 5. Geöffnet: Di.-Sa. 9.00-18.00.
  • 19 Spielzeugmuseum (Державний музей іграшки), Klovsʹkyy Uzviz, 8 (Кловський узвіз, 8) (Bus 55). Geöffnet: Di.-Sa. 10.00-18.00.
  • 20 Schokoladenhaus, Shovkovychna St, 17/2 (вулиця Шовковична, 17/2). Geöffnet: 10.00-18.00, Mo. u. Do. Ruhetag.
  • 21 Haus mit den Chimären (Будинок Городецького), Bankowa, 10 (gegenüber des Präsidialamts). Jugendstilfassade mit grotesken Figuren, geschaffen von Wladislaw Horodecki. Die eingeschränkten Öffnungszeiten erklären sich daher, daß der Bau auch als Gästehaus der Regierung genutzt wird. Geöffnet: Sa. 10.00-14.00.
  • Nationales ukrainisches Kunstmuseum (Національний художній музей України). Neu renoviert 2018. Geöffnet: Mi.-So. 10.00-18/19.00.
  • 22 Museum des Wassers (Музей води). In ehemaligem Pumpwerk, besonders geeignet für Kinder. Geöffnet: Mi.-So. 10.00-16/17.00. Preis: Erw. 50 UAH.
  • 23 Dynamo Kiew Museum (Музей Київського "Динамо"), Mykhaila Hrushevskoho, 3 (Eingang über Petrivs'ka Alley). Im Vorfeld des Walerij-Lobanowskyj-Stadions in dem sich auch das Kabinet Valeriya Lobanovsʹkoho befindet.
  • 24 Museum des Geldes (Музей грошей), Vulytsya Instytutsʹka, 9 (Neben der Nationalbank).
Denkmäler Kiews
„Mutter Heimat“-Statue. Man kann innen mit dem kostenpflichtigen Aufzug nach oben. Das Schwert wurde gekürzt, um zu vermeiden, daß die Statue höher als die Kathedralenkuppel aufragt.

Weitere Museen:

  • 25 Tschernobyl-Museum (Національний музей «Чорнобиль»), Provulok Khoryva, 1 (Metro Kontraktova ploshcha (Контрактова площа), Linie 2). In derselben Straße, etwa 150 m Richtung Fluß, rechter Hand ist das Hetman-Museum (Музей Гетьманства), das die Geschichte der Kosaken vom 15. Jahrhundert bis 1918 darstellt. Geöffnet: Mo.-Sa. 10.00-18.00.
  • 26 Museum „Ukraine im 2. Weltkrieg“ (Елiнги Нацiонального музею iсторiї України у Другiй свiтовiй вiйнi), Lavrska St, 58 (Bus 55 Staronavodnytska). Vielbesucht. Lange Wände mit zeitgenössischen Photos. Im zugehörigen Park ein monumentales sowjetzeitliches Denkmal („Mutter Heimat-Statue“), eine ewige Flamme sowie die „Allee der Heldenstädte.“ Neu hinzugekommen ist ein kleines „Museum lokaler Konflikte“ (Музей локальних конфліктів). Geöffnet: tgl. 10.00-18.00. Preis: Erw. 30 UAH (gratis 9. Mai, 14. Okt.) mit Führung 200 UAH, Photoerlaubnis 30 UAH.
  • 27 Museum der Geschichte der Toilette (Музей історії туалету), Рибальська вул., 22 (Metro Klovska Кловська.). Geöffnet: tgl. 10.00-18.00.
  • 28 Freilichtmuseum traditioneller Architektur (музей народної архітектури та побуту України; Pirogow-Freilichtmuseum), Vulytsya Akademika Tronʹka (вулиця Академіка Тронька) (Im Südteil des Holosijiwski-Naturparks; u.a. Bus 11, 729). Aus dem ganzen Land zusammengetragene alte Bauernhäuser usw. Etwa 150 Gebäude wurden seit 1998 auf 100 Hektar, regional gruppiert, wiedererrichtet. Anfang Juli findet hier hier ein Folklorefestival statt. Geöffnet: tgl. 10.00-18.00.
  • 29 Museum der Eisskulpturen (Музей крижаних скульптур) (Im Park beim Expocenter, Metro Vystavkovyi Tsentr). In einer gekühlten Traglufthalle. An der anderen Seite des Parks, etwa 200 m entfernt ist ein Naturkundemuseum. Seitlich vom Messezentrum ist noch die Sammlung Zoopark Pid Mikroskopom. Hier kann man vor allem mikrobiologisches durch Mikroskope betrachten. Über die Hauptstraße (Holosiivskyi prospekt auf Nr. 128) Richtung U-Bahn ist die Halle der privaten „Ausstellung der Vorzeit]“ vor allem Kristalle und Dinosauriermodelle, wie der Streichelzoo gut geeignet für Kinder. Geöffnet: 10.00-23.00.
  • 30 Staatliches Oleg Antonov Luftfahrtmuseum (Державний музей авіації імені О. К. Антонова), Vulytsya Medova, 1 (Am Sikorski-Flughafen, über 1 km zu Fuß vom Terminal). Am Freigelände knapp 70 Flugzeuge sowjetischer Bauart. Geöffnet: Mi.-So. 10.00-19.00. Preis: 50 UAH, manche Maschinen von innen extra; Photoerlaubnis 10 UAH.
  • 31 Besatzungsmuseum (Музей окупації Київа) (Im Park der Partisanen: Tram 29 Парк Партизанської слави, oder Metro Chervonyi khutir (Червоний хутір), Linie 2).
  • 32 Museum ukrainischer Gegenwartskunst (Музей сучасного мистецтва України), Frunse, 41 (Tram 11, 12, 16, 19 Pyvzavod).
  • 33 U-Bahn-Museum (Музей Київського метрополітену), Peremohy Ave, 35 (проспект Перемоги, 35) (Metro Politekhnichnyi instytut, Linie 1. In Zoonähe). Geöffnet: Mo. u. Mi. 15.00-17.00, Di. u. Do. 9.00-12.00, Fr. 8.30-16.45.
  • 34 Wachsmuseum (музей воскових фігур), Peremohy Ave, 29 (проспект Перемоги, 29) (Metro Politekhnichnyi instytut, Linie 1). Geöffnet: 11.00-19.00.
  • Das Eisenbahnmuseum ist im Hauptbahnhof.
  • 35 Postmuseum, Mytropolyta Andreia Sheptytskoho St, 16/4 (вулиця Митрополита Андрея Шептицького, 16/4) (Metro Livoberezhna, Linie 1; dito Schnelltram). Dieses Museum ist am Postplatz, lange ein Zentrum des alten Stadtteils Podil, der nach Einrichtung einer Postkutschenstation (bis 1919) samt Gasthof zum Verkehrsknoten der alten Stadt wurde. In unmittelbarer Nähe ist die Talstation der Standseilbahn und der Bootsanleger. Geöffnet: Di.-Do. 9.00-16.30.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten Kiews
Das „goldene“ Stadttor (Золоті ворота).

Maidan[Bearbeiten]

Der „Platz der Oktoberrevolution,“ wurde nationalistisch umgetauft in 36 „Platz der Unabhängigkeit“ (Майдан Незалежності, Maidan Nezaležnosti): Häufig auch nur Maidan genannt ist es der zentrale Sammelpunkt für politische aber auch friedliche Veranstaltungen. In seiner Mitte steht ein riesiges Unabhängigkeitsdenkmal. Es gibt eine gleichnamige Metro-Station sowie das Globus-Einkaufszentrum. Der Bereich um die Blumenuhr wird im Laufe 2019/20 in ein Denkmal umgestaltet und ist solange nur eingeschränkt zugänglich.

Berühmtheit erlangte der Platz auch in westlichen Medien als hier 2004 im Rahmen der „orangenen Revolution“ die demokratische gewählte Regierung der Ukraine gestürzt wurde.[2] Auch während den Ereignissen des sogenannten Euromaidan um die Jahreswende 2014, war hier das Zentrum der Auseinandersetzungen.

Podil: Andreassteig[Bearbeiten]

1 Andreassteig (Андріївський узвіз Andriivskij Usvis): Diese Fußgängerzone führt in einem steilen Abstieg vom Stadtteil Podol, nahe dem Platz bei der Katharinenkirche beginnend, vorbei an der Andreaskathedrale (Андріївська церква) Richtung St. Michaelskloster. Entlang des Abstieges finden sich einige alte Häuser, darunter das Wohnhaus von Michail Bulgakow (Museum). Touristische Bedürfnisse erfüllen einige Kneipen sowie zahlreiche Souvenirstände. Das 37 Eine-Straße-Museum (Музей однієї вулиці, Haus 25 im oberen Abschnitt, widmet sich der lokalen Geschichte.

Geht man nicht den ganzen Weg hinab, sondern biegt nach der scharfen Kurve bei erster Gelegenheit rechts ab gelangt man in die Vozdvizhenka. Diese Ecke der Stadt war vor einigen Jahren unter den Neureichen als aufstrebendes Wohnviertel sehr beliebt, bis die Blase platzte. Zurückgeblieben sind einige sehr ungewöhnliche und teils unfertige Bauten.

Parks[Bearbeiten]

Sehenswert ist der 38 Marianski Park, der sich nördlich am Dnjeprufer befindet. Er liegt direkt in der Nähe der Metrostation Arsenalna (Арсенальна, Linie 1; tiefste Station der Welt: 110 m unter der Erde). Mitten im Park befindet sich das ukrainische Gesundheitsministerium. Man sollte sich nicht täuschen lassen, der Park ist hier noch lange nicht zu Ende. Er zieht sich bis zum Bogen der Freundschaft entlang der Hügel. Es gibt einen Aussichtspunkt. Eine Seite ist durch den Marienpalast (Маріїнський палац) und das Parlamentsgebäude (Верховна Рада України) begrenzt.

39 Baikowe-Friedhof (Байкове кладовище). Der 1833 gegründete Friedhof, dessen in den 1870ern gebaute Kirche aus dem Verkauf von Grabstätten finanziert wurde, ist der bedeutendste Kiews – nach Konfessionen getrennt in orthodox, katholisch und lutherisch. Im Laufe der Jahre wurden hier zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten beerdigt. Sehenswert ist das 72½ Hektar große Gelände auch wegen seiner zahlreichen künstlerisch-geschmackvoll bis protzig ausgeführten Grabsteine. Insgesamt 87 von diesen stehen als historische Denkmäler unter Schutz.

40 Goldenes Tor (Metro Zoloti vorota, Linie 3). Ein erstes Tor nach byzantinischem Vorbild stand hier 1037, es wurde von den Mongolen zerstört. Gelegen in einem kleinen Park in der Innenstadt, wurde dieser eindrucksvolle Rest der alten Stadtbefestigung 1982 nach altem Vorbild wiedererbaut. Daneben steht ein Denkmal für Jaroslaw den Weisen. Nicht weit ist das Palais des Baron Steingel, sehenswert wegen seiner überreich verzierten Fassade und Innenausstattung. Zu besichtigen, Mo.-Sa. 9.00-18.00.

Botanische Gärten

Kiew hat zwei botanische Gärten. Der kleinere befindet sich unmittelbar hinter der Metrostation Universität. Es handelt isch eher um einen waldähnlichen Park, der wissenschaftlich nicht mehr betreut wird. Man hat ihn sehr schnell erkundet, wenn man gerade in der Nähe ist, aber er ist definitiv einen Abstecher wert – besonders im Frühjahr. Eintritt frei.

Der zweite, der 41 Nationale botanische Garten (Національний ботанічний сад ім.М.М.Гришка) bei Druzhby Narodiv an der Tymiriazievska St, ist wirklich riesig und mit den Bussen 14, 62, 62K erreichbar. Er ist täglich von 8.30-21.00 Uhr geöffnet und sehr hübsch auf einem der Hügel am Dnjepr gelegen und gut thematisch gegliedert. Besonders interessant sind der riesige Rosengarten und die Halle für Orchideen und Tropenpflanzen. Ein Teil ist als koreanischer Garten ausgestaltet. Sogar eine zierliche Kirche mit einem sehr abwechslungsreichen Glockenspiel hat sich in den Park verirrt. Im Gelände ist das St. Jonas-Dreifaltigkeitskloster (Свято-Троїцький Іонінський монастир). Beim Hinterausgang zum Fluß ist das St.-Michaels-Kloster.

Zoos
  • 42 Zoo (Київський зоопарк), Peremohy Ave, 32, проспект Перемоги, 32. Auf einer Fläche von 34 Hektar über 3000 Tiere von nahezu 400 Arten. Geöffnet: tgl. 9.00-16.00, Mo. ab 12.00. Preis: Erw. 60 UAH.
  • 43 Oceanarium «Sea Fairy Tale» (Океанаріум - Морська казка), Andriya Malyshka, 3 (MetroDarnytsia, Linie 1, Дарниця). Haifütterung Di., Fr. 15.00. Geöffnet: 10.00-20.00. Preis: Erw. 180 UAH.
  • Streichelzoo (“Animal Park”) (Beim Expocenter, Metro Vystavkovyi Tsentr).

Lawra[Bearbeiten]

Ins UNESCO-Weltkulturerbe wurden die Sophienkathedrale, das kiewer Höhlenkloster und die Mariä-Entschlafens-Kathedrale (als Teil des Höhlenklosters) aufgenommen. Diese sind im Stadtteilartikel Lawra beschrieben.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Der kiewer Fernsehturm (Телевізійна вежа) ist mit 385 Metern der höchste freistehende Stahlfachwerkturm der Welt. Er kann allerdings von Touristen nicht besucht werden.

Messen und Ausstellungen finden statt:

  • im 1 Expocenter (Експоцентр України), Metro Vystavkovyi Tsentr. Neben kommerziellen Großmessen findet, meist am letzten Samstag des Monats, ein großer Floh/Antikmarkt statt.
  • der 2 Kiew Expo Plaza, erreichbar über Metro Nywky, im Westen der Stadt.
  • im 3 International Exhibition Centre (Міжнародний виставковий центр, Metro Livoberezhna, Linie 1), nebenan die Blumen-Expo.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Für sommerlichen Wassersport am Dnjepr siehe den Abschnitt Ausflüge.

Die Weihnachtssaison, mit entsprechenden Märkten beginnt traditionell am Wochenende vor dem orthodoxen Nikolaustag am 19. Dezember. Zentrum der Veranstaltungen ist vor der Sophienkathedrale wo auch der „nationale Weihnachtsbaum“ aufgestellt wird. Weihnachten nach dem julianischen Kalender, den die orthodoxe Kirche weiter verwendet, ist am 7. Januar.

Kulturzentren
  • 2 Goethe-Institut, Khoryva, 39. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-17.30.
  • 3 Russisches Kulturinstitut (Російський центр науки та культури, Rosiysʹkyy Tsentr Nauky Ta Kulʹtury), ул. Борисоглебская, д. 2. Tel.: +380 44 379 1221. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-19.00, Sa. ab 11.00.
  • 4 Ukraine-Japan-Zentrum (Українсько-Японський Центр), Peremohy, 37 (In der technischen Uni, Bibliotheksgebäude). Tel.: +380 44 204 81 66.
Musik- und Kulturfestivals
  • Das Atlas Weekend geht vier Tage über ein Juli-Wochenende. 2019 kosten die Tickets 1900 UAH, Camping extra. Veranstaltungsort ist das Expocenter.
  • Das BeLive im NSC Olymypsky-Stadion bietet nicht nur Musik, sondern auch Kino, Comedy usw. Es dauert im Juli ebenfalls vier Tage.
  • An dem Wochenende am nächsten zum 6. Juli, dem Iwan-Kupala-Tag treffen sich Volksmusiker u.ä. im Freilichtmuseum traditioneller Architektur.
  • Das Gogolfest mit moderner Kunst und Kino findet in der ersten Septemberhälfte statt und dauert zehn Tage.

Einkaufen[Bearbeiten]

2 Bessarabska-Markthalle, Bessarabska Platz (Metro Ploshcha Lva Tolstoho, Linie 2). Zentrale Markthalle. Im Untergrund ist das Metrograd-Einkaufszentrum. Nebenan, oberirdisch der Arena City Entertainment Complex. Geöffnet: ab 6.00. Preis: Teurer als andere Märkte.

3 Zhitnii-Markthalle (Житній ринок), 16, Verkhnii Val (Metro Kontraktova ploshcha, Linie 2. Haltestelle Zhitnii Rynok: Tram 14, 18, Busse 119, 302, 820). Geöffnet: 7.00-19.00.

4 ZUM (ЦУМ), Khreschatyk Street 38. Wie in allen Hauptstädten sowjetischer Republiken war das ZUM (Tsum), erbaut 1936-9, das am besten sortierte Vorzeige-Warenhaus. Privatisiert und 2012 unter starker Erweiterung der Verkaufsfläche umgebaut befindet sich hier nun ein Einkaufszentrum vor allem hochpreisiger Geschäfte. Geöffnet: 10.00-22.00.

Kurasch-Bazar (Кураж Базар), Bilomorska, 1 а (Endstation Metro Lisov, Linie 1, Tram 8, 28, 35). Sehenswerter Floh- und Kunsthandwerksmarkt mit Ausstellungs- und Veranstaltungsbereichen. Auf der andern Seite der Hauptstraße ist ein im japanischen Stil angelegter Park, sehr nett im Sommer. Geöffnet: Lebhaft am Wochenende.

Flohmarkt, Vulytsya Verbova, 19 (Electr. Zenit). Geöffnet: Fr.-So. 7.00-16.00.

Buchmarkt (Книжковий ринок), Vulytsya Verbova, 17 (Electr. Kyiv-Petrivka Київ-Петрівка oder Metro Pochaina, Linie 2). Markt mit Buden voller gebrauchter Bücher. Geöffnet: Di.-So. 9.00-17.00.

Einkaufszentren

5 Blockbuster Mall (Блокбастер), Stepana Bandery, 34В (Bus 21, 29, 30, 31, 34). Einkaufszentrum inkl. IMAX-Kino und Bowling. Geöffnet: 10.00-3.00.

Ocean Plaza, Antonovycha, 176 (Metro Lybidska (Либідська), Linie 2). Neben mehreren hundert Läden und zehn Restaurants auch Kinos und ein großes Aquarium.

Supermärkte

Die Kette Auchan, mit sehr großen Märkten hat diese in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen außerhalb der Innenstadt gebaut. Silpo dagegen konzentriert sich auf den Stadtbereich, wobei die Preise in einzelnen Filialen unterschiedlich sein können. Weitere Ketten sind ATB, Belmarket, Billa, Furshet und MegaMarket.

Küche[Bearbeiten]

Restaurants, selbst der mittleren Kategorie, haben es gerne wenn man, besonders abends, reserviert.

Es gibt inzwischen zahllose Möglichkeiten „international“ zu Essen. Besonders „Italiener“ sind zahlreich zu finden, wobei das Angebot nicht immer auf Pizza und Spaghetti beschränkt bleibt. Amerikanische Hamburgerbrater gibt es leider auch, die einheimischen Imitatoren sind in der Regel qualitativ besser.

Günstig[Bearbeiten]

  • Khachapuri & Wein (Хачапурі та Вино) ist eine Kette günstiger georgischer Restaurants. Die Adressen der Filialen, meist zentral bei der Metro, findet man auf der Webseite. Englische Speisekarten sind vorhanden.
  • Mafia ist eine landesweite Kette. Auf der Karte steht ein asiatisch-italienischer Mix. Sushi, Pizza, Pasta, Nudelsuppen und Eintöpfe. Mittagsmenüs bis 17 Uhr, 2 Gänge: 99 UAH, 3 Gänge: 129 UAH. Italienische Flaschenweine einfacher Qualität, deutlich besser sind die georgischen zum gleichen Preis.
  • Puzata Hata ist eine Kette von günstigen Kantinen. Sättigende Küche ohne Schnörkel mit Selbstbedienung.
  • 1 Berliner Döner, Tarasa Schewtschenka, 31. Unterscheidet sich trotz des Namens kaum von ukrainischen Schwarma-Buden, ist aber gepflegt und hat Bier vom Faß. Wer wiklich Heimweh hat kann es zwei Türen weiter im Beck's BeerLoft & 7Cамураев versuchen. Geöffnet: 11.00-22.00.
  • 2 Noodle vs Marketing, Khrestovyi Ln, 8/9. Einfache, aber gute Nudelsuppen im japanischen Stil (Ramen). Geöffnet: 12.00-15.30 (gut besucht), 17.30-21.00. Preis: unter 100 UAH.

Mittel[Bearbeiten]

  • 3 Chachapuri (Чачапурі), Tarasa Schewtschenka 36А,. Tel.: +38 (098) 454-91-16. Solides georgisches Essen. Online Bestellungen werden auch ins Haus geliefert. Geöffnet: 9.00-23.00, Lieferungen: 10.30-22.00.
  • Die vier Filialen von Katyusha Varenichnaya (Варенична Катюша) eigen sich besonders, um sich günstig mit Wareniki vollzuschlagen oder für ein Mttagsmenü. Die Einrichtung erinnert an Speisesäle von Altersheimen in den 1990ern.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 4 Shoti (Шоті), Mechnykova, 9A (Metro Klovska, Linie 3. Bus 55). Gehobene georgische Küche. Geöffnet: 12.00-23.00, Resevierung sinnvoll.
  • 5 BAO, Mechnykova, 14/1 (Metro Klovska, Linie 3). Moderne chinesische Küche, viel Dim Sum; allerdings ist der Küchenchef Spanier. Geöffnet: 12.00-24.00. Preis: Tagesmenü 380 UAH; a la carte 160-300 pro Gericht.
  • 6 Murakmi, Velyka Zhytomyrs'ka St, 57/3 (ул. Большая Житомирская, 57/3) (Metro Olimpiiska, Linie 2). Tel.: +380 50 388 3794. Japanisch. Geöffnet: 10.00–20.00 Uhr.
  • Ostannya Barikada (Остання Барикада), Maidan, 1. Tel.: +38 068 907 1991. Man setzt konsequent auf ukrainische Produkte. Mit separater Bar gleichen Namens. Rollstuhlgerecht, Kinder und Hunde erlaubt. Man betreibt auch seine eigen Internet-Radiostation, OB Radio. Dem selben Wirt gehört auch das Chicken Kiev, Khreshchatyk, 15/4; hier ist der Name Programm. Geöffnet: 10.00-24.00. Preis: gehoben, BYO 150 UAH.
  • 7 Pervak (Первак), Rohnidynska, 2, (Metro Ploshcha Lva Tolstoho, Linie 2). Tel.: +38 044 235-09-52. Ukrainische Küche. Verschiedene Räume sind thematisch unterschiedlich eingerichtet. Pseudo-rustikal ist das Gewölbe „Provinz,“ die Hocker an der Theke der Bar („Getränke-Apotheke“) imitieren die Form von Pferdehintern. Geöffnet: 11.00-23.00. Preis: Business Lunch 105-140 UAH; Wareniki je nach Füllung 70-100 UAH; Hauptgerichte 200-300 UAH.

Zahlreiche Restaurants findet man in Podol, das über den Andreassteig zu erreichende Viertel, das nach dem Brand 1811 mit rechtwinkligen Straßen angelegt wurde und zur Sowjetära baulich kaum verändert wurde. Hier ist auch das 8 Kanapa (Andreassteig, 19. 10.00-24.00), dessen modernisierte ukrainische Küche 2018 die Gnade der Michelin-Herausgeber gefunden hat. Die Preise sind für ukrainische Verhältnisse hoch, günstige Menüs kosten 1000 UAH.
Etwas billiger, aber immer noch gehoben ist das interessant möblierte Za Dvoma Zaytsyamy (За двома зайцями; Hausnr. 34). Im Nebengebäude 34Б ist das Cafe Baguette (За двома зайцями; 11.00-23.00) – wie der Name andeutet, spezialisiert auf Französisches.

Cafés und Kneipen[Bearbeiten]

Es gibt eine große Menge von Cafés und Kneipen, viele davon gehören allerdings zu Ketten und lassen individuellen Flair missen. Die Szene ist und bleibt sehr volatil, so daß es wenig sinnvoll ist Empfehlungen zu geben. Es ist einfacher sich vor Ort umzuhören, oder vom eigenen Gefühl leiten zu lassen.

Wer auf die Schnelle einen Koffeinstoß braucht, findet im ganzen Stadtbereich „Kaffeautos,“ das sind Kombis, bei denen auf der Ladefläche eine Espressomaschine steht. Die „Luxus“-Version sind „Kaffeebusse“ in denen dann noch ein paar Sitzplätze sind.

  • Eine angenehme Ausnahme bildet das schon seit längerer Zeit bestehende, kleine Café 9 Living-Room (Spas'ka 6; nahe der Metro Kontraktova Plošča, Podol'). Der originell eingerichtete Ort wird von einigen Musikern betrieben, zwei Klaviere und andere bereitliegende Musikinstrumente laden ein, spontan loszuspielen. Auch liegen Bücher und Zeitungen in verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch, aus. Während die meisten Cafés schon um 22.00 Uhr schließen, hat der Living-Room so lange auf, wie die Tresenschicht Lust hat. Neben exzellentem Kaffee werden diverse sehr leckere Teesorten angeboten.
  • 10 Lvivski Pljacky, площа Ринок, 13,. Tel.: +380 50 371 3833. Strudel und Käsekuchen „galizischer,“ d.h. österreichischer Art. Geöffnet: 8.00-23.00.
  • Druzi hat drei Filialen, die sich besonders zu Mittag eignen. Die Firma betreibt auch eine Hostel und betreibt eine Vermietungsagentur.

Nachtleben[Bearbeiten]

Offiziell ist der Genuß von Alkohol auf der Straße untersagt. Wenn man es nicht übertreibt, schreiten Ordnungskräfte aber kaum ein.

In Nachtclubs ist es üblich, daß man fürs Hinsitzen bezahlt. Das kann in Form eines „gemieteten“ Tischs für eine Gruppe oder einen einzelnen Barhocker geschehen, wobei dann eine gewisse Menge Getränke inklusive sein können.
Striptease ist routinemäßig Teil des Nachtlebens und nicht unbedingt ein Zeichen, daß man in eine Absteige geraten ist. Prostitution, so sie stattfindet, wird eher diskret in Bars, Hotellobbys o.ä. angebahnt.

4 Sauna Blindage (Бліндаж), Kudryavs'kyi 2 (Кудрявський узвіз, 2). Schwulensauna. Geöffnet: Do.-So. 22.00-6.00.

Oper, Theater und Konzertsäle[Bearbeiten]

Der 5 ukrainische Nationalzirkus, Kartenvorverkauf Mo.-Fr. 10.00-18.00, am Siegesplatz.

Theater machen Sommerpause. Alle diese Kultureinrichtungen liegen im Zentrum:
Das 6 Taras-Schewtschenko-Oper (Wolodymyrska, 50). 7 Kiewer Nationales akademisches Theater der Operette (Welyka Wassylkiwska). Auf dem Iwan-Franko-Platz 3 steht das 8 Nationale Iwan-Franko-Schauspielhaus. Die 9 Philharmonie der Ukraine am Chreschtschatyj-Park.

10 Akademisches Drama- und Kommödientheater (Київський академічний театр драми і комедії), Brovarskyi Ave, 25 (Броварський проспект, 25) (Metro Livoberezhna, Linie 1; dito Schnelltram). Geöffnet: Di.-Do. 9.00-16.30.

Spielbanken[Bearbeiten]

Nach einem Brand mit neun Toten in einer Automatenspielhalle wurde 2009 Glücksspiel (außer Lotterien) verboten. Im Jahr darauf erkannte man Poker als legitimen „Sport” an. Seit 2015 wird die Wiederzulassung diskutiert, der entsprechende Gesetzesentwurf aber bis Ende 2018 nicht verabschiedet. All das bedeutet nicht, daß in Kiew keine Tischglücksspiele angeboten werden. Man findet, wenn man (nicht einmal zu intensiv) sucht. Wie es um die Seriosität der Betreiber steht ist eine andere Frage. Einige der entsprechenden „Clubs“ ziehen nicht nur die Spieler aus, sondern bieten zugleich Damen, die sich ausziehen wenn der Preis stimmt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Die Stadt erhebt eine Übernachtungssteuer von 1%.

Es gibt in Kiew (noch) mehrere Agenturen, die Privatwohnungen als Kurzzeitunterkünfte vermitteln. In der Regel versteht man zumindest Englisch. Üblich ist die Vorauszahlung einer Nacht bei Buchung (per Kreditkarte). Zwar gibt es Schnäppchen für 300 UAH, realistischerweise muß man aber 2018 mindestens ab 500 UAH, bei besseren Objekten auch deutlich mehr ansetzen. Preise werden gerne in Dollar angegeben (und dann zu einem schlechten Kurs umgerechnet).

Wer einige Monate eine Wohnung mieten möchte wird Schwierigkeiten haben und sich wegen der hohen Preise wundern. Die Ursache liegt darin, daß mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 95% der Bewohner zu Eigentümern ihrer Wohnungen wurden und ein Mietmarkt als solches nur in sehr geringem Umfang besteht.

Günstig[Bearbeiten]

Wie in allen größeren Städten der zerfallenen Sowjetunion begannen Privatpersonen Zimmer zu vermieten. In vielen Fällen sind daraus inzwischen oft richtiggehende Hostels (mit Schlafsaal) entstanden, die zu sehr günstigen Preise Übernachtungen anbieten, auch deshalb da der Konkurrenzdruck weiterhin groß bleibt. Es gibt 2018 in Kiew deutlich mehr als einhundert derartiger Unterkünfte (Übersicht), Preise liegen in dieser Kategorie bei 130-230 UAH.

Gerade in einfacheren Unterkünften ist oft die Benutzung einer Waschmaschine gegen geringe Gebühr möglich.

Darüber hinaus kann man in der ganzen Innenstadt preisgünstig (ca. 1.200 - 1.500 UAH) ganze Wohnungen mieten. Die Qualität dieser ist oft schwankend, so kann man genauso eine sehr gut sanierte Wohnung bekommen, als auch eine unrenovierte "Bruchbude".

Mittel[Bearbeiten]

Hotel Kiew, eine kommerzielle Webseite bietet einen Überblick in dieser Kategorie.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Domus Hotel (Домус Отель), Yaroslavska St, 19. Tel.: +380 44 593 7377. Bereits 1890 errichtetes, luxuriös renoviertes, City-nahes Hotel mit Business Center, Meeting Room, gehobene Business-Klasse. Metrostation Kontraktova.
  • 2 Cherry Twins, Saliutna, 32. Das einzige “Love Hotel” nach japanischem Vorbild möchte in seinen 7 nach speziellen Themen eingerichteten Zimmern Befriedigung verschaffen. Der Besuch von Prostituierten ist ausdrücklich untersagt. Preis: Nachttarif 5000 UAH, sonst 1500 UAH/3 Std., 500 jede weitere.

Luxus[Bearbeiten]

  • 3 Hilton, Tarasa Schewtschenka, 30. Preis: ab € 300.
  • 4 Intercontinental, Velyka Zhytomyrska, 2A. Tel.: +380 44 393 2222. Preis: ab € 250.

Sicherheit[Bearbeiten]

Grundsätzlich hat sich die Sicherheitslage in Kiew und auch dem Rest der Ukraine im letzten Jahrzehnt verbessert und ist nicht schlechter als in westeuropäischen Großstädten. Die Polizei und die Miliz zeigen Tag und Nacht Präsenz. Unverändert ist Korruption der polizeilichen Staatsorgane, besonders bei der Verkehrspolizei, in der Ukraine ein großes Problem. Die Bezahlung ist schlecht und Nebeneinkünfte sind gern gesehen. Anders als in Rußland kommt es selten vor, daß Ausländer gezielt angehalten und auf Ausweisdokumente geprüft werden, deren Mitführen Pflicht ist.

Die Züge der Metro sind zeitweise hoffnungslos überfüllt, dies macht es Taschendieben sehr leicht.

Gesundheit[Bearbeiten]

Klimadiagramm Kiew.

Kiew ist nur in sehr geringem Umfang auf Rollstuhlfahrer eingerichtet. Die vielen gepflasterten Straßen der Altstadt und der schlechte Zustand von Bürgersteigen machen das Vorwärtskommen ohne Begleitung schwierig. Kaum eine Metro-Station hat einen Aufzug.

Die deutsche Botschaft veröffentlicht eine Liste deutschsprachiger Ärzte.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

6 Ausländerbehörde, Volodymyrska, 9. Tel.: +38 044 278-50-30. Wer sich länger als 90 Tage pro 180 in der Ukraine aufhalten möchte braucht, ebenso wie zum Arbeiten, eine entsprechende Erlaubnis bzw. ein vorher einzuholendes Visum. Außerdem hat eine Anmeldung zu erfolgen. (Bestimmungen wurden Anfang 2018 grundlegend geändert.) Die Bearbeitungsdauer bei Verlängerungen liegt bei 7-15 Tagen. Das Verfahren bei Arbeits- und Aufenthaltserlaubnissen wird als teuer (US$ 300-1500) und willkürlich beschrieben, da immer wieder Dokumente nachgefordert werden. Besonders die Anerkennung des Wohnungsnachweises ist oft problematisch.

Wer mit Kindern länger in Kiew wohnt, kann diese in den deutschen Kindergarten bzw. die deutsche Schule schicken. Letztere führt zum Abitur auf dem Niveau von Sachsen.

Waschsalons sind selten. Die meisten Unterkünfte erlauben die Waschmaschinennutzung gegen Gebühr.
In der Innenstadt gibt es 5aSec in der Baseina St. Etwas außerhalb hat CleanOK zwei Filialen nicht weit auseinander: Akademika Yanhelya, 20 und Лебедєва-Кумача, 5. Übliche Öffnungszeit ist 10.00-22.00 Uhr.

Konsulate[Bearbeiten]

7 Konsularabteilung der Botschaft der BRD, Bohdana Khmel'nyts'koho St, 25. Tel.: +38-044-281-11-00. Listen von Ärzten, Rechtsanwälten. Geöffnet: Mo.-Do. 8.00-17.15, Fr. bis 15.30.

Konsularabteilung der österreichischen Botschaft, Ivana Franka St, 33 (Hinter der Wladimir-Kathedrale).

8 Konsularabteilung der schweizer Botschaft, Koziatynska St, 11/14 (Bus 55). Geöffnet: Mo.-Do. 8.00-10.00, 14.00-15.00, Fr. nur vorm.

Nachbarländer

Staaten in die (viele) EU-Bürger Sichtvermerke benötigen:

9 Russisches Konsulat, Volunteer Battalions, 3-5. Die russisch-ukrainischen Beziehungen sind seit 2014 gespannt. Mehrere Grenzübergänge zwischen der Ukraine und Russland sind geschlossen.

10 Weißrussische Botschaft (Посольство Республіки Білорусь), Mykhaila Kotsyubyns'koho (Hinter dem Museum für Medizin). Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-18.00.

Post[Bearbeiten]

11 Hauptpost (Головпоштамт), Chreschtschatyk, 22.

Ein DHL Service Point ist am Bessarabskaya-Platz, bei der großen Markthalle.

Telekommunikation[Bearbeiten]

Vorwahl: 44

Zu den Besonderheiten bei internationalen Gesprächen und zum Mobilfunk siehe die Einzelheiten im Landesartikel.

Viele Unterkünfte und Cafés bieten inzwischen kostenloses WLAN. Ein Internetcafé ist im Hauptbahnhof. IT Land ist eine Kette von Internetcafés mit Desktopgeräten, die Filialen sind jedoch in den Außenbezirken. Viele „Lotterieannahmen“ haben Computer, die Gäste hier verwenden diese zur Nutzung von illegalem Internetglücksspiel für das Wertkarten verkauft werden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Truchaniw-Insel[Bearbeiten]

Die 44 Truchaniw-Insel (Труханів острів) im Dnjepr ist ein rund 450 Hektar großes, weitgehend bewaldetes Naherholungsgebiet, das über die Parkbrücke für Fußgänger erreichbar ist. (Eine Metro-Station ist geplant). Mit dem Auto kommt man von Norden über die Pivnichnyibrücke (früher Moskaubrücke), auf deren Mitte auch zahlreiche Buslinien halten.

Südteil: Beim Café ist auch eine Fahrradvermietung. Ein Stück des Ufers ist Sandstrand (Муніципальний пляж "Центральний". Es gibt ein Wassersportzentrum mit Bootsverleih, Wasserrutschen usw.

Nordteil: Nördlich der Brücke ist der 45 „Park der Völkerfreundschaft”. Auch hier ist ein Fahrradverleih. Im sich daran anschließenden Sportpark gibt es ein Stadion, Klettergarten, Bootsverleih usw.

  • 5 Borisfen Hotel (Готель "Борисфен"), Парк Дружбы Народов, 5. 3*, 64 Zimmer. Preis: ca. € 35.

Venzianische- und Dolobetskinsel[Bearbeiten]

Strandbetrieb im Hidropark, Sommer 2008.

Die beiden Inseln schließen sich der Truchaniw-Insel südlich an. Es gibt zwischen ihnen eine Fußbrücke.
Auf der Straße gelangt man über die Metro- und Patonbrücken auf die Inseln.

Zentraler Anziehungspunkt, welcher 365 Hektar der Inseln einnimmt, ist der 11 Hidropark (Гідропарк) erreichbar über die gleichnamige Metrostation (Linie 1). Neben etlichen Sportanlagen, Bootverleih, Paintball und Casino (im Entertainment-Komplex Hidrozona) gibt es noch Schwimmbecken und sechs Strände.

Nahe der Fußbrücke im Norden hat man verschiedene berühmte Bauten der Stadt und des Landes im Kleinformat nachgebaut. 46 Mini-Kiew (Україна в мініатюрі) ist von 10.00-19.00 Uhr geöffnet, Erwachsene zahlen 2018 25 UAH.

6 Frehat (Фрегат), Brovarskyi, 18. Strandhütten/Bungalows für 2-4 Personen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johenning, Heike; City Trip: Kiew; 2011 (Rump); ISBN 978-3-8317-2066-8
  • Knoch, Peter; Johenning, Heike Maria; Burlaka, Oleksandr; Architekturführer Kiew; Berlin 2015 (DOM); ISBN 9783869222875
  • Müller, Mario; Strahlende Zeiten: Geschichten meines Auslandsstudiums in Kiew [1981-86]; Berlin 2006 (ProBusiness); ISBN 9783868056167
  • Schäfer, Günther; Kiev: Rundgänge durch die Metropole am Dnepr; 2011 (Teschner); ISBN 978-3-89794-181-6
  • Schmiegelt-Rietig, Ulrike; Eine Geschichte von Heiligen und Helden: das Bildprogramm der Vladimirkathedrale in Kiev; Köln 2018 (Böhlau); ISBN 9783412508388
Landkarten
  • Kyiv; Kiïv 2008 (Kartohrafija), 1:27000, 96 ⨉ 81 cm, gefaltet (Text in engl., ukrain., dt. u. franz. Sprache. - Ukrain. in kyrill. Schrift); ISBN 9789666319558
  • ADAC; Ukraine: mit Cityplan Kiew; mit Reiseinformationen und Ortsregister; mit Kennzeichnung von Sehenswürdigkeiten, landschaftlich schönen Strecken sowie Natur- und Nationalparks; München 2006; 1:750000; 98 ⨉ 120 cm, gefaltet (Mit Ortsregister, 1 Nebenkt.: Kiew. - Legende in dt. u. engl. Sprache. - Ortsnamen auf d. Kt. teilw. in kyrill. Schrift)

Weblinks[Bearbeiten]

Erioll world 2.svg
Vollständiger ArtikelDies ist ein vollständiger Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.