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Oblast Transkarpatien

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Ukraine, hervorgehoben Oblast Transkarpatien
In den „Roten Karpaten“, Biosphärenreservat Karpaten

Transkarpatien (Закарпатська область, Sakarpatska oblast; kurz Закарпаття, Sakarpattja) ist eine Region im äußersten Westen der Ukraine mit einer Grenze zu Polen, der Slowakei, Rumänien und Ungarn. Die Region ist vom ukrainischen Teil der Karpaten geprägt. Benachbarte Oblasten sind Lwiw und Iwano-Frankiwsk

Regionen[Bearbeiten]

Transkarpatien entspricht im Wesentlichen der historischen Landschaft Karpato-Ukraine.

Orte[Bearbeiten]

Rathaus von Mukatschewe

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Im Biosphärenreservat Karpaten

Hintergrund[Bearbeiten]

Bezeichnungen und Bevölkerung[Bearbeiten]

Diese Region ist seit jeher multiethnisch besiedelt und hat aufgrund ihrer Lage wiederholt ihre staatliche Zugehörigkeit gewechselt, auch noch im 20. Jahrhundert. Zudem kursieren verschiedene Bezeichnungen. Aus Sicht des Hauptteils der Ukraine liegt sie jenseits der äußeren Ostkarpaten („Waldkarpaten“), die am Berg Howerla – der höchsten Erhebung der Ukraine – eine Höhe von 2060 Metern erreichen. Daher kommt die Bezeichnung Sakarpattja oder ‚Transkarpatien‘. Aus Sicht der mitteleuropäischen Nachbarn liegt die Region jedoch unterhalb der Karpaten, weshalb sie auf Tschechisch und Slowakisch Podkarpatsko, auf Polnisch Podkarpacie und auf Ungarisch Kárpátalja, also ‚Subkarpatien‘ heißt. Zudem gibt es die Bezeichnung Karpatenukraine oder Karpato-Ukraine, historisch war auch von Karpatenrussland die Rede. Nach historischen und kulturräumlichen Kriterien wird das Gebiet zu Mittel- und nicht zu Osteuropa gezählt. Nach Berechnungen des Kartographischen Instituts von Österreich-Ungarn aus dem Jahr 1887 befindet sich im karpatenukrainischen Dorf Dilowe sogar der geographische Mittelpunkt Europas, der von einem Denkmal markiert wird.

Transkarpatien gehört zum traditionellen Siedlungsgebiet der Russinen (auch ‚Ruthenen‘), eines ostslawischen Volkes, das sprachlich und kulturell eng mit den Ukrainern verwandt ist, sich aber doch von diesen unterscheidet. In der Ukraine werden die Russinen allerdings nicht als eigenständige Volksgruppe angesehen, sondern als Teil der ukrainischen Nationalität betrachtet. Auch viele Russinen bezeichnen sich einfach als Ukrainer und nicht als Mitgliedern eines eigenen Volkes (lediglich 0,8 % gaben bei der letzten Volkszählung ihre Nationalität als russinisch an), obwohl sie eigenständige kulturelle Traditionen pflegen und eine eigene Sprache (bzw. Dialekt) sprechen. Neben Russinen und Ukrainern, die die Bevölkerungsmehrheit stellen (80 %), gibt es historisch bedingt eine große ungarische Minderheit (12 %), daneben Rumänen, Russen, Roma, Slowaken und Deutsche.

Gotische reformierte Kirche in Tschetfalwa (Csetfalva)

Größte Religionsgruppe in der Oblast ist die Ruthenische griechisch-katholische Kirche, die zwar Gottesdienste nach dem byzantinischen Ritus feiert (wie die Orthodoxen), aber den Papst als Oberhaupt anerkennt (wie die Katholiken) und damit zur Gruppe der „mit Rom unierten“ oder „katholischen Ostkirchen“ gehört. Ebenfalls stark vertreten sind die Ukrainisch-Orthodoxen des Moskauer Patriarchats (anders als in den benachbarten westukrainischen Oblasten, wo die meisten Orthodoxen dem rivalisierenden Kiewer Patriarchat oder der Ukrainischen Autokephalen Orthodoxen Kirche angehören). Bedeutende Minderheiten gehören der vor allem von ethnischen Ungarn frequentierten Reformierten Kirche in Transkarpatien sowie der römisch-katholischen Kirche an. Juden stellen heute weniger als 1 % der Bevölkerung.

Geschichte[Bearbeiten]

In Nebel getauchte Bergweide (polonyna) in den Karpaten

Im 9. Jahrhundert n. Chr. war die spätere Karpatoukraine Teil des Großmährischen Reiches. Vom 10. Jahrhundert bis 1920 gehörte sie dann zu Ungarn und war damit vom 16. Jahrhundert bis zu deren Untergang Teil der Habsburgermonarchie. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Gebiet im Vertrag von Trianon 1920 der Tschechoslowakei zugesprochen, in der die Karpatenukraine eines von fünf Ländern bildete. Bei der tschechoslowakischen Volkszählung von 1930 bestand die Bevölkerung zu 62 % aus „Ruthenen“ (d. h. Ukrainer und Russinen), 16 % Ungarn, 13 % Juden sowie knapp 5 % Slowaken und Tschechen. Im Ersten Wiener Schiedsspruch von 1938 wurde das Gebiet wieder von der – infolge des Münchner Abkommens ohnehin in Auflösung begriffenen – Tschechoslowakei abgetrennt und wieder Ungarn zugeordnet. Nachdem Ungarn im Frühjahr 1944 vom nationalsozialistischen Deutschen Reich besetzt worden war, wurden 100.000 karpatenukrainische Juden nach Auschwitz deportiert und größtenteils ermordet.

Im Herbst 1944 rückte die Rote Armee in die Karpatenukraine vor, die zunächst wieder der Tschechoslowakei zugeordnet wurde, kurz nach Kriegsende aber an die Sowjetunion abgetreten wurde. Sie wurde Teil der Ukrainischen Sowjetrepublik und verblieb auch nach Auflösung der Sowjetunion bei der nun unabhängigen Ukraine. Im Herbst 2008 riefen karpato-russinische Aktivisten eine autonome „Republik Karpato-Ruthenien“ aus, was jedoch ohne praktische Auswirkungen blieb und weitgehend ignoriert wurde.

Politisch unterscheidet sich die Oblast Transkarpatien deutlich von den übrigen Oblasten der Westukraine, wie sich bei Wahlergebnissen zeigt. Die Wahlbeteiligung ist hier in der Regel wesentlich geringer. Die von der Westukraine präferierten Kandidaten (Juschtschenko, Tymoschenko) schnitten hier merklich schwächer ab, der sonst eher in der Ostukraine unterstützte Janukowitsch merklich stärker als in anderen westlichen Oblasten.

Auch manche Uhren in Transkarpatien gehen anders als im Rest der Ukraine – im Wortsinne. Mancherorts wird immer noch die Mitteleuropäische statt bzw. neben der Osteuropäischen oder „Kiewer“ Zeit verwendet.

Sprache[Bearbeiten]

Vorherrschende Sprache nach Gemeinden in Transkarpatien: blau – Ukrainisch (oder Karpato-russinisch); orange – Ungarisch; grün – Rumänisch

Einzige Amtssprache ist Ukrainisch, lediglich in manchen Gemeinden hat auch das Ungarische offiziellen Status. Ein großer Teil der Bevölkerung (schätzungsweise über 500.000) spricht die karpato-russinische Sprache, die jedoch eng mit dem Ukrainischen verwandt ist und sowohl von offizieller Seite als auch von einigen Sprechern selbst nur als Dialekt angesehen wird. Knapp 13 % sprechen Ungarisch und jeweils knapp 3 % Rumänisch und Russisch, wobei letzteres auch als Zweitsprache weitverbreitet ist. Deutschsprachige stellen nur eine sehr kleine Minderheit.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Uschhorod hat einen Flughafen (IATA CodeUDJ), der sich international nennt, tatsächlich im Linienbetrieb aber nur von Kiew-Schuljany aus angeflogen wird. Der nächste größere Flughafen auf ukrainischer Seite befindet sich in Lwiw (230 km/gut 3 Autostunden von Mukatschewe), dorthin gibt es auch Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum. Aufgrund der Grenzlage noch näher sind die Flughäfen Košice in der Slowakei (105 km; ca. 1:45 mit dem Auto von Uschhorod) und Debrecen in Ungarn (150 km/gut 2 Autostunden).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Ungarischer Regionalzug im Grenzverkehr Zahony–Tschop

Durch Transkarpatien fährt der Euronight Prag–Kiew mit Halten in Tschop, Batjowo, Mukatschewe, Karpaty und Swaljawa (in Tschop besteht Anschluss Richtung Uschhorod). So kommt man beispielsweise von Berlin mit nur einem Umsteigen in knapp 24 Stunden, von Dresden in unter 22 Stunden nach Mukatschewe.

Durch Ungarn kann man mit dem Intercity Budapest–Zahony fahren, wo mehrmals täglich Anschluss an einen Regionalzug zum ukrainischen Grenzbahnhof Tschop besteht. Von dort aus kommt man weiter Richtungen Uschhorod und Mukatschewe. So braucht etwa die schnellste Verbindung von München nach Uschhorod mit dreimal Umsteigen knapp 14, von Wien 9½ Stunden.

Von Lwiw gibt es mehrmals täglich D-Züge Richtung Transkarpatien (Swaljawa, Karpaty, Mukatschewe, zum Teil weiter nach Batjowo, Tschop und Uschhorod). Sie brauchen von Lwiw nach Mukatschewe etwa 4 Stunden. So kann man von Berlin auch über Warschau und Lwiw fahren und kommt in ca. 21:40 Std. nach Mukatschewe.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto fährt man von Nord- oder Mitteldeutschland durch Polen und die Slowakei, aus Süddeutschland durch Österreich und Ungarn. Von Wien nach Uschhorod sind es etwa 600 Kilometer, für die man zwischen 5½ und 6 Stunden reine Fahrzeit benötigt.

Aus der Slowakei führt die Nationalstraße 19/Europastraße 50 von Michalovce über den Grenzübergang Vyšné Nemecké nach Uschhorod (das sich direkt an der slowakischen Grenze befindet).

Durch Ungarn kann man die Autobahn M3 bis nach Nyíregyháza fahren und nimmt dann – je nach Zielort in Transkarpatien – entweder die Nationalstraße 4/Europastraße 573 zum Grenzübergang Záhony und weiter nach Uschhorod oder man bleibt auf der M3 bis zu deren Ende und fährt dann weiter auf der Nationalstraße 41 zum Grenzübergang Beregsurány und von dort in die Gegend von Mukatschewe oder den östlichen Teil Transkarpatiens.

Wichtigste Verbindung zwischen der Kern-Ukraine und Transkarpatien ist die M 06 (Europastraße 471) von Lwiw nach Mukatschewe und Uschhorod. Die übrigen Karpatenquerungen sind in einem schlechten Zustand und/oder sehr kurvig, weshalb ihre Benutzung in der Regel länger dauern würde. Den Osten der Oblast (Rachiw; Biosphärenreservat Karpaten) erreicht man auf der H 09 Iwano-Frankiwsk–Mukatschewe.

Zwischen Rumänien und Transkarpatien gibt es größere Grenzübergänge bei Halmeu/Newetlenfolu und Sighetu Marmației/Solotwyno. Von Polen gibt es keinen Grenzübergang.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Typisch für die Region: historische Holzkirchen (hier die St.-Nikolai-Kirche in Serednje Wodjane)

Der Süden der Oblast Transkarpatien gehört zur historischen Region Maramureș/Máramaros, die nach den heutigen politischen Grenzen größtenteils in Rumänien liegt. Sie ist bekannt für ihre historischen Holzkirchen, im ukrainischen Teil sind ungefähr 15 dieser besonderen Gotteshäuser erhalten.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Als Freizeitaktivität steht Sport im Vordergrund.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Transkarpatien liegt relativ gut geschützt südlich des Karpatenbogens, was im Sommer meist deutlich längere Schönwetterperioden als in Deutschland zur Folge hat. Wenn sich im Winter bei einem Russlandhoch allerdings Kaltluft aus Russland auf den Weg macht, schützen die Karpaten nur bedingt vor den Minusgraden, und die Winter können kalt und schneereich sein, denn die Karpaten sind keine Klimascheide sondern lediglich eine Wetterscheide. Während der sehr warmen Sommermonate welche geprägt sind von südöstlichen Winden aus der Balkanregion welche wiederum im Winter leichte Minusgrade mit Schneefall beinhalten können. Denn auf dem Balkan kann es im Winter ebenfalls recht frisch und schneereich werden, jedoch bei einem ausgeprägten Adriatief für einige Tage rasch in den zweistelligen Plusbereich gehen, auch im hoch Winter.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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