Erioll world 2.svg
Brauchbarer Artikel

Elbing

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Elbląg
kein Wert für Höhe auf Wikidata: Höhe nachtragen
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Elbing (polnisch: Elbląg) ist eine polnische Großstadt und alte Handelsstadt in der Woiwodschaft Ermland-Masuren am Frischen Haff. Sie liegt an der Stelle, wo in der Antike der bedeutende Handelsplatz Turso lag, am nördlichen Ende der Bernsteinstraße von Rom an die Ostsee. Der Ort ist von der Backsteingotik geprägt und liegt zwischen dem Weichseldelta und Ermland am gleichnamigen Fluss, der den Drausensee mit dem Haff verbindet.

Stadtteile[Bearbeiten]

Elbing teilt sich in über dreißig Stadtteile, von denen die Stadtmitte mit der Altstadt touristisch am interessantesten ist.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Ort ist eine der saubersten und gepflegtesten Städte in Polen, wenn nicht in der gesamten EU. So wurden bereits mehrfach Preise für Ökologie und Umweltschutz an Elbing vergeben.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Etwa 70 Kilometer entfernt liegt der Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig. Mit Bus 110 fährt man zum Bahnhof Gdańsk-Wrzeszcz, von wo aus die Regionalzüge in einem annähernden Stundentakt nach Elbing verkehren.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Täglich verkehrt ein Direktzug aus Gdingen (Gdynia) und Danzig nach Kaliningrad über Elbing. Nahverkehr besteht über Tczew (Dirschau) nach Danzig und Gdingen sowie in Richtung Olsztyn (Allenstein).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Nach Elbing verkehren zahlreiche Busse sowohl aus den Nachbarstädten als auch aus kleinsten Ortschaften.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Durch Elbing führt eine der längsten polnischen Schnellstraßen (die S22). Des Weiteren besteht Anschluss an die S7, im Norden aus Richtung Danzig, im Süden von Warschau und Krakau.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Elbing liegt am gleichnamigen Fluss, welcher unweit der Stadt ins Frische Haff mündet. Zugang zur Danziger Bucht und somit zur Ostsee besteht nicht, da die einzige Verbindung über russisches Territorium führt und für den internationalen Verkehr gesperrt wurde. Vom westlichen Masuren gelangt man über den Oberländischen Kanal (poln.: Kanał Ostródzko-Elbląski), auf welchem von Mai bis September Ausflugsschiffe von Ostróda (Osterode) und Iława (Deutsch Eylau) verkehren, nach Elbing.

Die Fahrt auf dem Oberländischen Kanal sollte man auf keinen Fall versäumen. Der im 19. Jahrhundert erbaute Kanal, der mehrere natürliche Gewässer miteinander verbindet, wurde ursprünglich zwecks Holztransport zur Ostsee errichtet, erlangte aber schnell den Status eines Ausflugszieles. Grund hierfür ist einerseits die einmalige Landschaft, andererseits die technischen Besonderheiten des Kanals. Hierzu zählen neben klassischen Schleusen, auch eine Anzahl von Standseilbahnen, welche die Schiffe mit Hilfe überdimensionaler Eisenbahnwaggons zwischen den Gewässern befördern. Die gesamte Technik wird vor Ort von Wasserkraft angetrieben. Eine Fahrt von Ostróda nach Elbing (Fahrplan und Preise) dauert ungefähr elf Stunden, wobei auch Teilstrecken befahren werden können.


Mobilität[Bearbeiten]

Die wahrscheinlich einfachste Art, sich in Elbing fortzubewegen, ist die Straßenbahn. Vom Bahnhof aus fährt man (von der gegenüberliegenden Straßenseite) mit den Linien 1, 2 oder 4 wahlweise eine (Plac Grunwaldzki) oder zwei Stationen (1-go Maja (Sąd)) in Richtung Innenstadt und spart so zumindest einen Teil des ca. 15-minütigen Fußweges in die Innenstadt. Zudem erschließen zahlreiche Buslinien die Stadt (Fahrplan nach Liniennummern, Linienschema). Wochentags verkehren öffentliche Verkehrsmittel zwischen 6:00 und 18:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 bis 16:00 Uhr. Einzelfahrscheine werden zum Preis von umgerechnet ca. 0,23 EUR an Kiosken verkauft. Fahrkarten, die zum Umsteigen berechtigen, sind geringfügig teurer.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nikolauskathedrale
typische Giebelhäuser
Innenstadt
  • Ruinen der backsteingotischen Ordensburg
  • backsteingotische Nikolauskathedrale
  • backsteingotische Marienkirche
  • backsteingotische Heiliggeistkirche
  • backsteingotische Antoniuskirche
  • backsteingotische Fronleichnamskirche
  • backsteingotische Georgskirche
  • backsteingotische Kirchengasse
  • backsteingotisches Markttor und Reste der Stadtmauer
  • barocke Dorotheakirche
  • neugotische Adalbertkirche
  • neugotische Pauluskirche
  • neugotische Kirche zum Guten Hirten
  • neugotische Maria-Magdalena-Kirche
  • neubarocke Dreifaltigkeitskirche
  • neugotisches Vogelsangpalais
  • viele hübsche Giebelhäuser, sowohl restaurierte als auch wiederaufgebaute
  • Oberländischer Kanal

Aktivitäten[Bearbeiten]

Ausgezeichnete, individuelle, geführte Touren in Elbing und Nordostpolen, auch in deutscher Sprache, bietet der Elbląger Historiker Lech Słodownik (lechslodownik@wp.pl) an. Einige Eindrücke vermitteln bereits die Tourenvorschläge auf der Internetseite der Pension Pensjonat MF. Erfahrungsgemäß wird jedoch jederzeit gern auch auf individuelle Ausflugswünsche eingegangen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Entsprechend der Größe der Stadt sind in Elbing zahllose Einkaufsmöglichkeiten vorhanden. Vom kleinsten Kiosk bis hin zum riesigen Supermarkt befindet sich alles vor Ort. Als interessant hervorzuheben ist das in einer alten Werkshalle eröffnete Einkaufszentrum für Bekleidung, welches man auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt passiert. Das große Backsteingebäude gleich nach dem Busbahnhof ist nicht zu verfehlen.

Auch Geldautomaten sind zahlreich vorhanden, das Mitführen von Bargeld in Euro ist also nicht notwendig. Maestro-Karten werden an allen Automaten akzeptiert.

Küche[Bearbeiten]

Die lokale Biermarke ist EB.

  • Wer einige polnische Spezialitäten kennenlernen möchte, ist im Restaurant Celebra in der ul. Królewiecka 195a sehr gut aufgehoben. Von außen einer der typischen Blocks, wartet im Innern nicht nur eine Augenweide, sondern auch jede Menge Gaumenschmaus. Unbedingt zu empfehlen sind auch die zahllosen Torten und Kuchen am Nachmittag.
  • Das Lokal "Zum roten Hahn" in der ul. Świętego Ducha (Heiligengeiststraße) bietet sowohl deutschsprachigen Service als auch eine deutsche Speisekarte zu ausgezeichneten Preisen.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Jolo-Club. Der Jolo-Club bietet zwei Dancefloors, einer mit eher internationaler Musik und einer mit polnischer Partymusik. Tagsüber kann man dort auch Kegeln.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Hotel Gromada ***.
  • Pensjonat MF ***. Neben dem sog. "besten Haus am Platze" (Hotel Gromada) ist unbedingt diese Pension zu empfehlen. Deutschsprachiges Personal, stilvoll eingerichtete Zimmer, liebevoll zubereitetes Frühstück, leckere Hausmannskost zum Abend, freundliches, sehr internationales Publikum im hauseigenen Kellerpub, welcher die Nachtruhe allerdings in keinster Weise beeinträchtigt. Einfach gesagt eine Herberge, um sich rundum wohlzufühlen.

Lernen[Bearbeiten]

Elbing ist Universitätsstadt mit sieben Hochschulen. Die Universitäten Ermland-Masuren in Olsztyn und die Danziger Universität haben Fakultäten nach Elbing ausgegliedert.

Ein Aufenthalt in Elbląg kann zum Polnischlernen genutzt werden.

Arbeiten[Bearbeiten]

Private Deutschlehrer werden oft gesucht. Ansonsten sind für andere Tätigkeiten Knntnisse der polnischen Sprache unabdingbar.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist recht sicher.

Gesundheit[Bearbeiten]

Es gibt vier öffentliche Krankenhäuser. Die Versorgung mit Ärzten und Apotheken ist gut.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Das bedeutendste Museum der Stadt ist das Archäologische Museum an der ehemaligen Ordensburg. Die bedeutendste Kunstgalerie ist die Galerie EL in der ehemaligen backsteingotischen Marienkirche. Daneben gibt es noch sechs weitere Kunstgalerien in der Stadt.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Frombork (Frauenburg): Kleinstadt am Frischen Haff, der wohl schönste erhaltene Dom aus dem 14. Jahrhundert mit Domburg, Wirkungsstätte von Nikolaus Kopernikus, Kopernikusmuseum - Anreise ca. stündlich per Bus (ca. 40 Minuten) vom Busbahnhof (neben dem Bahnhof)
  • Kadyny (Cadinen): Badeort am Frischen Haff, Gestüt, einst Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II., Schloss, Majolikawerkstatt, Franziskanerkloster mit Aussichtsplattform - Anreise ca. stündlich per Bus (ca. 40 Minuten) vom Busbahnhof
  • Braniewo (Braunsberg): Kleinstadt an der Grenze zu Russland, gotische Kirchen, Burgtor (einzig verbliebener Teil der Bischofsburg), Reste der Stadtmauer mit erhaltenen Türmen - Anreise per Bahn: eine tägliche Direktverbindung, vormittags hin, am frühen Abend zurück (ca. 50 Minuten), Busse etwa stündlich vom Busbahnhof, brauchen allerdings länger
  • Marienburg (Malbork)
  • Olsztyn

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zu Polen.

Weblinks[Bearbeiten]

Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.
Erioll world 2.svg