Internet-web-browser.svg
Brauchbarer Artikel

Elbing

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche
Elbing
Elbing
Woiwodschaft Ermland-Masuren
Einwohner
122.568 (2014)
Höhe unbekannt
kein Wert für Höhe auf Wikidata: Höhe nachtragen
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Polen
Reddot.svg
Elbing

Elbing (polnisch: Elbląg) ist eine alte Handelsstadt in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren am Weichselhaff/Frischen Haff.

Der Ort ist vielleicht noch nicht wieder ganz das "Schmuckkästchen" von einst, aber bereits jetzt eine der sehenswerten weil saubersten und gepflegtesten Städte in Polen, wenn nicht in der gesamten EU. So wurden bereits mehrfach Preise für Ökologie und Umweltschutz an Elbing vergeben. Ein besonderes Kuriosum war hier sicher hilfreich: es ist sowohl das Wegwerfen von Müll als auch das öffentliche Fluchen nicht gestattet.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Etwa 70 Kilometer entfernt liegt der Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig. Mit Bus 110 fährt man zum Bahnhof Gdańsk-Wrzeszcz, von wo aus die Regionalzüge in einem annähernden Stundentakt nach Elbing verkehren.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Über die sog. Preußische Ostbahn ist Elbing sommers im täglichen Schlafwagenzug Berlin-Königsberg (Kaliningrad) zu erreichen. Täglich verkehrt ein Direktzug aus Gdingen (Gdynia) und Danzig nach Königsberg über Elbing. Nahverkehr besteht über Dirschau (Tczew) nach Danzig und Gdingen sowie in Richtung Allenstein (Olsztyn).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von Elbing aus verkehren zahlreiche Busse sowohl in die Nachbarstädte als auch in kleinste Ortschaften.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Durch Elbing führt eine der längsten polnischen Schnellstraßen (die S22), welche die kürzeste Verbindung von Berlin über Küstrin in den Nordosten Polens und weiter nach Kaliningrad darstellt. Des Weiteren besteht Anschluss an die S7, im Norden in Richtung Danzig, im Süden nach Warschau und Krakau.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Elbing liegt am gleichnamigen Fluss welcher unweit der Stadt ins Frische Haff mündet. Zugang zur Danziger Bucht und somit zur Ostsee besteht nicht, da die einzige Verbindung über russisches Territorium führt und für den internationalen Verkehr gesperrt wurde. Über den Oberländischen Kanal (poln.: Kanał Ostródzko-Elbląski), auf welchem von Mai bis September Ausflugsschiffe nach Osterode (Ostróda) und Deutsch Eylau (Iława) verkehren, gelangt man ins westliche Masuren. Die Fahrt auf dem Oberländischen Kanal sollte man auf keinen Fall versäumen. Der im 19. Jahrhundert erbaute Kanal, der mehrere natürliche Gewässer miteinander verbindet, wurde ursprünglich zwecks Holztransport zur Ostsee errichtet, erlangte aber schnell den Status eines Ausflugszieles. Grund hierfür ist einerseits die einmalige Landschaft, andererseits die technischen Besonderheiten des Kanals. Hierzu zählen neben klassischen Schleusen, auch eine Anzahl von Standseilbahnen, welche die Schiffe mit Hilfe überdimensionaler Eisenbahnwaggons zwischen den Gewässern befördern. Die gesamte Technik wird vor Ort von Wasserkraft angetrieben. Eine Fahrt von Elbing nach Osterode dauert ungefähr elf Stunden, wobei auch Teilstrecken befahren werden können. Fahrplan und Preise

Mobilität[Bearbeiten]

Die wahrscheinlich einfachste Art sich in Elbing fortzubewegen ist die Straßenbahn. Vom Bahnhof aus fährt man (von der gegenüberliegenden Straßenseite) mit den Linien 1, 2 oder 4 wahlweise eine (Plac Grunwaldzki) oder zwei Stationen (1-go Maja (Sąd)) in Richtung Innenstadt und spart so zumindest einen Teil des ca. 15-minütigen Fußweges in die Innenstadt. Zudem erschließen zahlreiche Buslinien die Stadt. Wochentags verkehren öffentliche Verkehrsmittel zwischen 6:00 und 18:00 Uhr, am Wochenende von 10:00 bis 16:00 Uhr. Einzelfahrscheine werden zum Preis von umgerechnet ca. 0,23 EUR an Kiosken verkauft, Fahrkarten die zum Umsteigen berechtigen sind geringfügig teurer. Fahrplan nach Liniennummern Linienschema

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • zahlreiche gotische Kirchen, teils erhalten oder wiederaufgebaut
  • gotisches Markttor aus dem 14. Jahrhundert
  • viele hübsche Giebelhäuser, sowohl restaurierte als auch wiederaufgebaute
  • Oberländischer Kanal (siehe unter Anreise)
eine der Kirchen in Elbing
typische Giebelhäuser
Innenstadt

Aktivitäten[Bearbeiten]

Ausgezeichnete, individuelle, geführte Touren in Elbing und der gesamten Gegend Nordostpolens, auch in deutscher Sprache, bietet der Elbinger Historiker Lech Słodownik an. Kontakt per E-Mail (lechslodownik@wp.pl) oder über das Pensjonat MF. Einige Eindrücke vermitteln bereits die Tourenvorschläge auf der Internetseite der Pension. Erfahrungsgemäß wird jedoch jederzeit gern auch auf individuelle Ausflugswünsche eingegangen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Entsprechend der Größe der Stadt sind in Elbing zahllose Einkaufsmöglichkeiten vorhanden. Vom kleinsten Kiosk bis hin zum riesigen Supermarkt befindet sich alles vor Ort. Als interessant hervorzuheben ist das in einer alten Werkshalle eröffnete Einkaufszentrum für Bekleidung, welches man auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt passiert. Das große Backsteingebäude gleich nach dem Busbahnhof ist nicht zu verfehlen. Auch Geldautomaten sind zahlreich vorhanden, das Mitführen von Bargeld in Euro ist also nicht notwendig. Maestro-Karten (vormals Euroscheckkarten) werden an allen Automaten akzeptiert.

Küche[Bearbeiten]

Auch in Elbing ist heute die bekannte polnische Küche zu Hause. Eine Ausnahme gibt es allerdings. Das Lokal "Zum roten Hahn" in der ul. Świętego Ducha (Heiligengeiststraße) bietet sowohl deutschsprachigen Service, als auch eine deutsche Speisekarte zu ausgezeichneten Preisen. Wer einige polnische Spezialitäten kennenlernen möchte, ist im Restaurant Celebra in der ul. Królewiecka 195a sehr gut aufgehoben. Von außen einer der typischen Blocks, wartet im Innern nicht nur eine Augenweide sondern auch jede Menge Gaumenschmaus. Unbedingt zu empfehlen sind auch die zahllosen Torten und Kuchen am Nachmittag.

Nachtleben[Bearbeiten]

Der "Jolo-Club" bietet zwei Dancefloors, einer mit eher internationaler Musik und einer mit polnischer Partymusik. Tagsüber kann man dort auch Kegeln.

Unterkunft[Bearbeiten]

Neben dem sog. "besten Haus am Platze", dem ***Hotel Gromada, ist unbedingt die ***Pension Pensjonat MF zu empfehlen. Deutschsprachiges Personal, stilvoll eingerichtete Zimmer, liebevoll zubereitetes Frühstück, leckere Hausmannskost zum Abend, freundliches, sehr internationales Publikum im hauseigenen Kellerpub, welcher die Nachtruhe allerdings in keinster Weise beeinträchtigt. Einfach gesagt eine Herberge um sich rundum wohlzufühlen.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Frauenburg (Frombork): Kleinstadt am Frischen Haff, der wohl schönste erhaltener Dom aus dem 14. Jahrhundert mit Domburg, Wirkungsstätte von Nikolaus Kopernikus, Kopernikusmuseum - Anreise ca. stündlich per Bus (ca. 40 Minuten) vom Busbahnhof (neben dem Bahnhof)
  • Cadinen (Kadyny): Badeort am Frischen Haff, Gestüt, einst Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II., Schloss, Majolikawerkstatt, Franziskanerkloster mit Aussichtsplattform - Anreise ca. stündlich per Bus (ca. 40 Minuten) vom Busbahnhof
  • Braunsberg (Braniewo): Kleinstadt an der Grenze nach Russland, gotische Kirchen, Burgtor (einzig verbliebener Teil der Bischofsburg), Reste der Stadtmauer mit erhaltenen Türmen - Anreise per Bahn: eine tägliche Direktverbindung, vormittags hin, am frühen Abend zurück (ca. 50 Minuten), Busse etwa stündlich vom Busbahnhof, brauchen allerdings länger
  • Marienburg (Malbork)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Brauchbarer Artikel Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.