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Radfahren in Deutschland

Gewählt zum Reisethema des Monats November 2020
Vollständiger Artikel
Aus Wikivoyage
Mecklenburg-Vorpommern: Strandblick bei Graal-Müritz Richtung Dierhagen. Der Ostseeküsten-Radweg verläuft auf Feinschotter direkt hinter der Dünenkette.

Deutschland ist schön, es lohnt sich in den Sattel zu schwingen. Mehrere hundert Radfernwege und Regionalrouten erwarten den Radreisenden. Das 10.700km lange Radnetz Deutschland verbindet viele dieser Regionen miteinander - von der See bis zu den Alpen, vom Rhein bis zur Oder - ist allerdings in Teilen noch im Aufbau.

Zusätzlich durchziehen viele Flussrouten Deutschland. Sie zählen oftmals zu den beliebtesten Radwanderwegen für den Radurlaub in Deutschland. Aber es gibt in Deutschland auch viele regionale Angebote für die nächste Radreise. Fasst je Reiseregion hält mittlerweile einen oder oft sogar verschiedene Mehrtagesrundkurse bereit.

Linker Rhein-Radweg an der Rheinterrasse in den Weinbergen zwischen Nierstein und Nackenheim. Hier in der milden Oberrheinischen Tiefebene zieht der Frühling schon zeitiger ein, als in anderen Teilen Deutschlands.
360° Panorama eines bepackten Fahrrads an der Ems. Öffnung der Bilddatei im 360-Grad-Modus
Radtunnel in Deutschland
Der Küllsteder Tunnel auf dem Kanonenbahn-Radweg ist mit 1530m Deutschlands längster Fahrradtunnel. Durch den Tunnel führen ein Draisinengleis und die Radroute. Der nur etwa 30km lange, aber hoch attraktive Kanonenbahn-Radweg lässt sich ideal ab Eschwege zur Radanreise an den Unstrut-Radweg nutzen.

Hintergrund

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Das Radwandern hat sich in Deutschland als mehrtägige Radreise mittlerweile zu einer etablierten Urlaubsform entwickelt. Dazu kommt das Radfahren als beliebte Urlaubsaktivität und Tagesausflug in der Freizeit.

Für neue Radroutenartikel auf Wikivoyage gibt es den Hilfsartikel Wikivoyage:Vorgabe für Radrouten.

Wie viele Radwanderstrecken bzw. Radwanderrouten besitzt Deutschland?

Nun, die genaue Zahl ist nicht bekannt.

Mit „Radweg“ werden hier auf Wikivoyage radtouristische Strecken bezeichnet, die in der Regel eine Wegweisung mit einem eigenem Routenlogo besitzen.

In einer Pressemitteilung des ADFC zur Tourismusmesse CMT sprach der Fahrradclub Anfang 2025 von 320 Radfernwegen mit insgesamt 97.000 Kilometern Länge.[1]

Hierbei handelt es sich allerdings nur um eine Schätzung der Radfernwege. Dazu kommen noch diverse Regionalrouten und lokale Rundtouren mit eigenem Streckenlogo.

In der Kategorie Radrouten in Deutschland gesamt sind Stand Anfang 2026 auf Wikivoyage "nur" um die 220 Strecken gesammelt. Zu diesen Radrouten gibt es also eigene Artikel. Aber wer sich die Länderübersichten auf Wikivoyage ansieht, stellt schnell fest, das viele Regionalrouten noch keinen Artikel besitzen. Auch finden sich bei kürzeren Strecken die Infos teilweise in den Regionalartikeln.

Die Wikipedia listet Stand Herbst 2025 in der Kategorie:Radwanderweg in Deutschland 285 Strecken. Achtung: In der Kategorie werden auch ehemalige aufgelöste Strecken gelistet. Für ein Lexikon ergibt das auch Sinn.

Real dürfte Deutschland mit allen Radwanderstrecken vielleicht sogar mehr als 1000 Radwanderouten mit eigenem Routenlogo besitzen. Viele Ferienregionen besitzen neben Radfernwegen und Regionalrouten noch diverse Tagestouren oder Lokale Runden mit Routenlogos. Es gibt zu all diesen Routen in Summe schlicht keine deutsche Gesamtstatistik. Aber: Laut Meldung auf "Routeyou.cm" von Oktober 2025 sind in der Datenbank von Openstreetmap für Deutschland 1557 Radrouten erfasst. Es handelt sich hierbei um "Relationen" als Radroute. [2] Viele dieser "Relationen" sind in den Routenartikeln auf Wikivoyage auch unter GPS-Daten entsprechend verlinkt.

Fazit: Es gibt also schlicht keine vollständige offizielle Übersicht aller in Deutschland ausgeschilderten Radwanderrouten. Die absolute Netzlänge lässt sich sowieso noch schwerer feststellen, denn viele Radwanderrouten überlagern sich.

Aber wie auch immer: Vermutlich ist Deutschland das Land der Welt, das bezogen auf seine Größe am meisten thematische Radwanderrouten mit eigenem Routenlogo besitzt. Es sollte sich zwischen Nord- und Ostsee sowie den Alpen für jeden die passende Strecke finden.

Knotenpunktnetze: Radeln nach Zahlen

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In NRW sind die Knotenpunkte meist mit einer Übersichtskarte ausgestattet. Die Richtungsschilder bei den Routenlogos geben die nächsten Knotenpunkte an. In NRW ist im Landesnetz übrigens die Wegweisung rot, da Schwerpunkt Alltag. Aber viele der Strecken sind natürlich auch gleichermaßen beliebte Radwanderstrecken.

Jeder Knoten des regionalen Radwandernetzes trägt hier eine Nummer. Vom eigenen Standort sind immer alle nächsten Knoten des Netzes ausgeschildert. Oft steht an den Knoten auch eine Übersichtskarte des Netzbereichs. Der eigene Standpunkt ist in der Infotafel entsprechend markiert. Vorteil: Man kann sich im Knotenpunktnetz individuelle Rundtouren zusammenstellen. Einfach eine handvoll Ziffern notieren statt aufwendige Liste der Ortsnamen.

Vor allem das landesweite Knotenpunktnetz der Niederlande ist bekannt. Dieses niederländische Netz besteht meist nur aus Zwischenwegweisern und ist teilweise sehr verwinkelt.

Aber auch in Deutschland besitzen immer mehr Regionen ein Knotenpunktnetz. Vor allem in Norddeutschland erstellen immer mehr Regionen solch eine Zusatzwegweisung, wie beispielsweise in Ostfriesland oder im Emsland. Sogar das landesweite Radverkehrsnetz NRW wurde um ein Knotenpunktnetz ergänzt. Zusätzlich gibt es in Deutschland in der Regel fast immer Vollwegweiser mit Ortsnamen und sowieso weiteren Routenlogos. Diese doppelte Vorgehensweise ergibt für eine umfassende Orientierung auch Sinn.

Übersicht: Radfernwege und Regionalrouten nach Bundesländern

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Anmerkung: Bitte die Wegelisten der Länderübersichten nicht in Tabellenform ändern. Tabellen sind in der mobilen Nutzung sehr sperrig.

Übersicht: Fahrradfahren in deutschen Großstädten

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Radnetz Deutschland

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normgerechter Hauptwegweiser am Fulda-Radweg (R1) mit Logoeinschub für die D-Route 9, Bild von 2006. Dies ist das alte Logo der D-Routen. Dieses Logo kann teilweise noch in der Beschilderung zu sehen sein.
Das aktuelle Logo der D-Routen. Bei Neubeschilderung wird das neue Logo nach und nach aktualisiert.

Die Länge des nationalen Radnetzes für Deutschland beträgt knapp 11.000km. Die Strecken verteilen sich auf 13 Routen.

  • D-Route 3: Europaradweg R1 - deutscher Teil des EuroVelo 2: Niederländische Grenze, Münsterland, Weserbergland, Harz, Wittenberg, Berlin, Oder, Polnische Grenze (960km).
  • D-Route 4: Mittelland-Route - in großen Teilen neue Route durch die Mitte: Aachen - Bonn - Siegen - Biedenkopf - Bad Hersfeld - Eisenach - Erfurt - Jena - Chemnitz - Zittau (1026km).
  • D-Route 5: Saar- Mosel - Main - im wesentlichen Zusammenfassung vorhandener Flussradwege von Saar - Mosel - Mittelrhein und Main. Die Route endet nach Querung des Fichtelgebirges in Oberfranken an der Grenze zu Tschechien (1021km).
  • D-Route 7: Pilgerroute - Die Strecke führt von Aachen über Bonn, Ruhrgebiet, Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg nach Flensburg. Sie ist der deutsche Teil des EuroVelo 3 (1121km).
  • D-Route 8: Rhein-Route - identisch mit dem Rhein-Radweg vom Bodensee bis zur niederländischen Grenze (1019km).
  • D-Route 9: Weser - Romantische Straße - im wesentlichen Zusammenfassung vorhandener Flussradwege: Bremerhaven - Weser-Radweg - Hann Münden - Fulda-Radweg - Hess. Radfernweg R2 - unteres Sinntal - Gemünden - Maintal mit Stück Main-Radweg - Würzburg - Romantische Straße - Füssen (1288km).
  • D-Route 13: Iron Curtain Trail - Die Radroute entlang der ehemaligen Interdeutschen Grenze von Travemünde bis Hof bildet seit 2025 die 13. D-Route. International ist die Strecke entlang des ehemaligen eisernen Vorhang Bestandteil des Europanetzes ("EuroVelo-Route 13" EV13).
  • Radweg Deutsche Einheit - Zum Netz gehört ferner auch der rund 1100km lange Radweg Deutsche Einheit von Bonn nach Berlin

Flussradwege

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In diesem Abschnitt sind die wichtigsten Flussrouten deutschlandweit zusammengefasst - sortiert nach den Flusssystemen. Flussradwege gehören in Deutschland oft mit zu den beliebtesten Radrouten.

Listen nach Nebenflüsse geordnet flussabwärts

Donau

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Blick vom Knopfmacherfelsen in der Schwäbischen Alb ins Donautal. Das Teilstück im Durchbruchstal der Donau ist das landschaftlich attraktivste Stück des Deutschen Donau-Radwegs.
Im Altmühltal: Radfahrer auf der Brücke bei Essing. Der Altmühltal-Radweg ist mit Gründung 1979 einer der ältesten deutschen Radfernwege. Die Strecke erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

· · · Radweg-Name - Mündungs-Ort - (Länder)

· · · Radweg-Name - Mündungs-Ort - (Länder)

Kein Fluss aber ebenfalls entspannt zu fahren: Klassischer Kanalradweg bei Lingen an der Dortmund-Ems-Kanal-Route. Wer vom Ruhrpott an die Nordsee möchte, kann hier gut entlang radeln.

· · · Radweg-Name - Mündungs-Ort - (Länder)

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Rhein

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Das Mittelrheintal ist mit der attraktivste Teil des über 1300km langen Rhein-Radweg. Hier ein Talblick im Aufstieg zu Fuß auf die Loreley.

· · · Radweg-Name - Mündungs-Ort - (Länder)

Weser

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Imposant: Das Bahnviadukt am Weser-Radweg gegenüber von Fürstenberg
Idyllisch: Der Werra-Radweg bei Hedemünden.

· · · Radweg-Name - Mündungs-Ort - (Länder)

Sonstige überregionale Radfernwege

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Im Folgenden eine Auswahl bedeutender überregionaler Radrouten in Deutschland. Die Strecken verlaufen meist Bundeslandübergreifend bzw. international länderübergreifend und sind kein Flussradweg:

  • Bodensee-Radweg - Dreiländertour durch Deutschland Österreich und die Schweiz
  • Europa-Radweg Eiserner Vorhang (Iron Courtain Trail ICT) - Der Radweg ist Teil der EuroVelo-Route 13 (EV 13) (Norwegen - Mitteleuropa - Schwarzes Meer).
  • Limes-Radweg − Entlang dieses Weltkulturerbes duch Süd- und Westdeutschland
  • Radfernweg München–Venezia - Die rund 560 km lange Strecke führt von der bayerischen Landeshauptstadt über den Tegernsee, Achensee, Innsbruck Richtung Brenner. Weiter geht es durch die Dolomiten an die Adria ins weltberühmte Venedig.
  • Radtour Via Regia (Deutschland) - Der Streckenvorschlag folgt der alten Handelsroute durch Deutschland. Von Saarbrücken geht es über Frankfurt am Main, Eisenach, Erfurt und Leipzig nach Görlitz.
  • Via Claudia Augusta (Radweg) Von Donauwörth über die Alpen: Füssen, Fernpass, Reschenpass, Vinschgau, Meran, Bozen und durch das Etschtal Richtung Poebene, ein möglicher Endpunkt ist hier Venedig. Wer möchte kann von der Etsch auch hinüber zum Gardasee radeln.

Städteverbindungen

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Logo des Paneuroparadweg: zu finden an der Grenze nahe Eslarn
Paneuroparadweg in der Oberpfalz: Hier denkt man europäisch: Eine internationale Radroute zwischen Paris und Prag.

Städtereisen liegen schon lange im Trend. Warum nicht von einer deutschen Metropole zur anderen per Rad reisen? Oder eine Metropole per Rad in einem der Nachbarländer besuchen? In Deutschland gibt es zwar mehrere hundert Radfernwege. Aber bei Verbindungen, die beispielweise die bekannten Metropolregionen auf radtouristisch attraktiven, aber trotzdem zielgerichteten Strecken verbinden, herrscht in Deutschland teilweise noch Nachholbedarf. Einige Verbindungen wurden allerdings bereits realisiert.

Andere Verbindungen sind nicht extra als Radfernweg beschildert, aber schon "eingefahren". Zu diesen Strecken gibt es Radreiseliteratur und es finden sich viele Infos im Netz.

- sortiert alphabetisch nach dem 1. Ortsnamen bzw. Hauptnamen der Route. Das Wort Radweg, Radfernweg ist für die Einsortierung also nicht relevant -

  • Radweg Berlin–Amsterdam - Während es den bekannten Radfernweg von Berlin nach Kopenhagen gibt, existiert interessanterweise kein Radfernweg von Berlin nach Westen Richtung Amsterdam oder auch nur Hannover. Die Strecke ist etwa 750 bis 800 km lang. Im Netz finden sich mittlerweile diverse Routenvorschläge, wie man zwischen Berlin und Amsterdam einen Radurlaub absolvieren kann. Teilweise gibt es sogar Tourenvorschläge von offiziellen Tourismusverbänden, wie hier von Schaumburger Land Tourismus für den Abschnitt Magdeburg - Minden.
  • Radweg Berlin–Dresden - Von Berlin in das Elbflorenz radeln? Der ADFC Sachsen hat dazu einen Streckenvorschlag ausgearbeitet. Die Route führt über 251km von Berlin über Königs Wusterhausen, Lübben und Lübbenau am Spreewald, Senftenberg mit dem lausitzer Seenland nach Dresden. Dieser wird 2026 in Dresden bzw. Sachsen ausgeschildert. Auch in Brandenburg sollen im Landkreis Oberspreewald / Lausitz Routenlogos in das bestehende Radnetz eingehängt werden.
  • Radfernweg München–Prag - 474km von München über Regensburg und Furth im Wald nach Prag. Als eigenständige Radroute mit eigenen Logo, Webauftritt usw. existiert die Route allerdings nicht. Trotzdem lohnt es sich zwischen den Metropolen auf Tour zu gehen.
  • Paneuropa-Radweg - Von Paris über Süddeutschland nach Prag (Info Wikipediaartikel). Von Süddeutschland stellt die Route beispielsweise eine Verbindungen von Heidelberg über Nürnberg nach Prag her. Durchgängig beschildert als Paneuropa-Radweg von Paris nach Prag ist die Strecke nicht. In Süddeutschland finden sich in der Oberpfalz allerdings bereits Abschnitte mit dem Routenlogo.

Bahntrassenradwege

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Chemnitztalradweg in Sachsen (Info)

Eine Besonderheit sind Radwege, die auf den Trassen ehemaliger Bahnstrecken angelegt wurden. Diese Wege werden als Bahntrassenradwege bezeichnet. Diese Trassen wurden im 19. Und frühen 20. Jahrhundert mit sehr günstigem Höhenprofil angelegt, da es den Dampflokomotiven an der nötigen Kraft mangelte, größere Steigungen (noch heute sind Bahnstrecken, die mehr als 4% Steigung haben, eine große Seltenheit) zu meistern. Dämme, Viadukte und Tunnel wurden gebaut, um Berg und Tal auszugleichen. Jetzt profitieren die Radfahrer davon, da die Trassen für flache und komfortable Wege genutzt werden können.

Fahrradmuseen in Deutschland

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Laufrad im Deutschen Fahrradmuseum in Bad Brückenau

Hier werden Museen gelistet, die sich speziell mit dem Thema "Fahrrad" beschäftigen oder die zumindest eine nennenswerte Fahrradabteilung oder -sammlung besitzen. Die weiterführenden Informationen (Eintritt, Öffnungszeiten) werden in den Ortsartikeln abgelegt (sofern vorhanden). Bitte keine Museen hier ablegen, die nur einzelne Exponate zum Thema Fahrrad zeigen. Das sprengt den Rahmen dieser Liste.

  • Deutsches Fahrradmuseum in der bayerischen Rhön in Bad Brückenau - Vollständige Fahrradsammlung mit mehr als 230 Rädern.
  • Fahrradsammlung im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München - Der "Fahrradvorhang" ist in Halle III zu finden.
  • Fahrradmuseum "Pedalwelt" in Heimbuchenthal im Spessart. - Das kleine private Museum zeigt Liegeräder und sonstige Spezialräder. Das Museum ist momentan geschlossen. Aktuelles siehe Museumseite.
  • Rheinhessisches Fahrradmuseum in Gau-Algesheim in Rheinhessen. Das kleine Museum auf Schloss Ardeck zeigt 3 Ausstellungen zum Thema "Fahrrad": Das Fahrrad im Alltag, das Fahrrad in der Kunst, das Fahrrad als Sportgerät. · Museumsseite
  • Fahrradsammlung im Verkehrsmuseum Dresden - Info auf der Seite des Verkehrsmuseums Dresden unter "Straßenverkehr". Es sind etwa 30 Räder ausgestellt.
  • Deutsches Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm - Das Museum mit Schwerpunkt Motorrad besitzt auch einen Fahrradraum. Museumsinfo siehe Artikel Neckarsulm.
  • Zweirad- und Technikmuseum Werder westlich von Berlin - Neben diversen Motorrädern werden auch 40 Fahrräder gezeigt. · Museumseite.
  • Fahrradmuseum Dresden - Fahrradsammlung der Fahrrad-Veteranen-Freunde-Dresden 1990 e.V. im Umweltzentrum Dresden. Öffnungszeiten unklar. Vereinsseite der Fahrrad-Veteranen-Freunde-Dresden.

Draisinenstrecken

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Kanonenbahn im thüringischen Eichsfeld: Mit der Fahrraddraisine über das Lengenfelder Viadukt nach Großbartloff, mit 4 Tunneln und einem großen Viadukt. Parallel der Strecke gibt es seit 2019 auch den Kanonenbahn-Radweg

Reisezeit

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Die klassische deutsche Radsaison beginnt im Mai und endet im Oktober. Besonders günstig sind die Übergangsmonate Mai und September aufgrund der milderen Temperaturen. Zu jeder Jahreszeit gibt es Schönwetterphasen die sich für längere Radwanderungen eignen. Besonders in milden Regionen wie z.B. am Oberrhein sind häufig bereits März und April schöne Radreisemonate. Die Flussrouten sind im deutschen Mittelgebirgsgürtel allgemein etwas milder und vom Wind geschützter. Das allgemein wechselhafte Wetter kann immer für Überraschungen sorgen.

Radtransport

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Hauptartikel: Fahrradtransport

Mit der Bahn

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Nahverkehr

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Ein Triebwagen der Baureihe 628 von der Kurhessenbahn wurde zum Fahrradwagen umgebaut und bietet Platz für bis zu 65 Fahrräder.

Fast alle Nahverkehrszüge in Deutschland (IRE, RE, RB, S-Bahn) nehmen Fährräder mit, sofern Platz vorhanden ist. Am Zugende oder Zuganfang sind die Türen mit Fahrradsymbolen gekennzeichnet, dort kann man einfach einsteigen. Eine Reservierung von Fahrradstellplätzen ist im Nahverkehr nicht notwendig bzw, möglich. Ist das Radabteil voll, muss man auf den nächsten Zug warten.

An vielen beliebten Radrouten verkehren zu Hauptzeiten des Radtourismus Sonderzüge, die stark erweiterte Fahrradtransportmöglichkeiten bieten. Zur Mitnahme eines Fahrrades existiert die deutschlandweit gültige DB-Fahrradtageskarte Nahverkehr, (Preis: 7,50€ in 2026), diese gilt an einem ausgewählten Tag ab 00 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages, jedoch bestehen teilweise Einschränkungen der Fahrradmitnahme zu den Stoßzeiten.

In Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Thüringen und Sachsen-Anhalt ist die Fahrradmitnahme jedoch von Montag bis Freitag ab 09 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztags kostenlos möglich. In Hessen ist die Mitnahme an allen Tagen frei, jedoch nur mit einer Verkehrsverbundkarte oder einem Hessenticket. Die DB-Fahrradtageskarte Nahverkehr ist eine Ergänzung zu Einzelfahrscheinen des DB-Tarifes sowie zu den Ländertickets, sowie dem Quer-durchs-Land-Ticket, reist der Fahrradhalter jedoch mit einer Fahrkarte eines Verbundtarifes, so muss die Fahrradkarte erworben werden, welcher der hiesige Verkehrsverbund anbietet, da die Fahrradkarte dem Tarif der Fahrkarte des Fahrradhalters entsprechen muss. In der Regel gelten die Regelungen zur Fahrradmitnahme identisch bei den Privatbahnen in Deutschland, wenn diese Mitglied im Tarifverband TBNE sind.

  • Radgruppen im Nahverkehr: Gruppen ab 6 Personen, die zusammen reisen, müssen sich laut Beförderungsbedingungen der DB auch im Nahverkehr anmelden. Die Anmeldung muss mindestens sechs Tage vor Reiseantritt erfolgen (siehe auch Radgruppen bei der Bahn. Achtung: Die Anmeldung ist keine rechtsverbindliche Reservierung, aber dennoch Pflicht. In der Praxis nutzen diverse kleinere Radgruppen (zwischen 6 bis 10 Personen) den Nahverkehr der DB auch ohne Anmeldung. Dies ist auch nicht verwunderlich, da durch die Anmeldung keine rechtsverbindliche Reservierung mit Anspruch auf einen Fahrradstellplatz erfolgt. Eine Reservierung im Fernverkehr der DB für Fahrräder ist natürlich rechtsverbindlich. Hier erhält man seinen persönlichen Fahrradstellplatz Die Anmeldung für den Nahverkehr, die bei größeren Gruppen sicher sinnvoll ist, ist über DB-Verkaufsstellen oder über die telefonische Auskunft der DB möglich: 01806 / 996633 (Kosten 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, 60 Cent pro Anruf aus dem deutschen Handynetz)

Fernverkehr

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Fahrradstellplätze mit zugehörigen Reservierungsanzeigen in einem Intercity

In Intercityzügen (IC/EC), dem EuroNight (EN) sowie dem Nightjet (NJ) ist die Fahrradmitnahme möglich. Die Stellplätze sind reservierungspflichtig. Damit ist man auf den entsprechenden Zug festgelegt und besitzt einen persönlichen Fahrradstellplatz. Der Preis der Fahrradkarte im Fernverkehr variiert laut DB je nach Entfernung, Buchungstag und Auslastung der Züge ab 7,99 Euro bis 14,99 Euro. Im internationalen Verkehr geht es ab 7,99 Euro los (Datenstand 2026, Info der DB). Im ICE ist eine Fahrradmitnahme nicht in allen Zügen möglich. Die Fahrplanauskunft der DB zeigt bei aktivisierter Option "Fahrradmitnahme" nur entsprechende Züge mit Radabteil an.

Klappräder gelten als Handgepäck und können zusammengeklappt mitgenommen werden.

Im Railjet (RJ) ist die Fahrradmitnahme möglich, jedoch ebenfalls reservierungspflichtig.

Nachtzüge

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In der Regel ist die Fahrradmitnahme in Nachtzügen, welche in Deutschland verkehren (EuroNight und ÖBB-Nightjet) möglich, jedoch reservierungspflichtig. Reservierungen können an Fahrscheinautomaten der DB, online, in DB-Reisezenteren, in Reisenbüros mit DB-Lizenz sowie telefonisch unter 01806/996633 gebucht werden. Mit der Nachtzugreise gewinnt man nicht nur einen Urlaubstag, sondern kommt auch entspannt am Ziel an. Wer z.B. aus Süddeutschland kommt und an Nord- oder Ostsee radeln möchte, für den bietet sich ein Nachtzug an. In Gegenrichtung gilt das natürlich ebenso. Weitere Infos: www.nachtzugreise.de (offizielle Seite der DB).

Falt- und Klappräder

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Seit 1.1.2012 sind zusammengeklappte Fahrräder, die wie Handgepäck in den Zügen untergebracht werden können, vom Beförderungs- und Reservierungsentgelt ausgenommen. Das heißt, dass zusammengeklappte Fahrräder unentgeltlich und auch in ICE's mitgenommen werden können. Die frühere Verpackungspflicht ist nicht mehr vorhanden.

Weiterführende Informationen

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  • Auskünfte erteilt auch die telefonische Auskunft der DB: 01805 - 996633 (14 Cent/ Minute aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise sind anbieterabhängig)

Mit dem Bus

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Mit Stadt- und Regionalbussen

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Stadt- und Regionalbusse in Deutschland verfügen zumeist über ein Mehrzweckabteil, welches für den Transport von Rollstühlen, Kinderwagen, Fahrrädern und Gepäck eingerichtet ist. Zu beachten ist jedoch, das nach den Beförderungsbedingungen Rollstühle und Kinderwagen Vorrang gegenüber Fahrrädern und Gepäck haben. Stadt- und Regionalbusse haben zumeist keine eigenen Tarife, sondern sind in die Verkehrsverbünde und Tarifgemeinschaften integriert, in manchen Verkehrsverbünden ist die Fahrradmitnahme kostenlos, andere Verkehrsverbünde sehen den obligatorischen Kauf einer Fahrradkarte vor. In den Bussen gelten zeitliche Einschränkungen zu den Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitag zwischen 06 Uhr und 09 Uhr sowie teilweise zwischen 16 Uhr und 18 Uhr, zudem sind auch außerhalb der Stoßzeiten Fahrradanhänger, Tandems sowie kennzeichenpflichtige Fahrräder mit Motorausrüstung von der Mitnahme ausgeschlossen.

Mit Fernbussen

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Die Fernbusse in Deutschland verfügen teilweise über die Möglichkeit einer Fahrradmitnahme. Die Unternehmen Flixbus, Eurolines sowie IC-Bus verfügen an einigen der Busse über Heck-Fahrradträger bzw. Fahrradanhänger, hier ist die Fahrradmitnahme möglich, jedoch kostenpflichtig und nur nach vorheriger Reservierung. Die Reservierung kann online auf der Website der Fernbusunternehmen, per App, in den Kundenzentren, telefonisch unter der Servicehotline sowie bei Vertragspartnern der Busunternehmen durchgeführt werden. Nicht jeder Bus, sondern nur vereinzelte Busse verfügen über die Möglichkeit der Fahrradmitnahme, daher muss man sich in jedem Fall vorab ausreichend informieren.

Fahrradausleihe

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Hauptartikel: Bike Sharing

In Deutschland besonders aktiv sind Call a Bike und Nextbike.

Unterkunft

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Hotels und Pensionen

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gemütlicher Marktplatz der Kleinstadt Aub am Gaubahn-Radweg: Hier findet sich zur Übernachtung ein Gasthof.

Wie auf einer mehrtägigen Radreise in Deutschland übernachten?

Nun, die klassische Variante ist die Nutzung von Hotels und Pensionen. Mittlerweile haben sich Stand 2025 an den klassischen Flussradwegen in Deutschland diverse Beherbergungsbetriebe auf Radreisende eingestellt (siehe auch ADFC-Projekt Bett und Bike). Wer im Hotel oder der Pension übernachtet und sich komplett über die Gastronomie verpflegt, sollte Stand 2025 auch bei eher günstigem bis mittlerem Übernachtungspreis mit etwa mindestens 150 € Tagebudget kalkulieren: Übernachtung Einzelzimmer inkl. Frühstück 80 bis 100 €, Mittagseinkehr pauschal grob 25 €, Abendeinkehr grob 25 €). Je nach Unterkunft und "Einkehrstandard" sind auch 200 € möglich. Hinzu kommen noch Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten und natürlich die Reisekosten, wie beispielsweise die Bahn. Reist man zu zweit, spart spart man pro Kopf etwas beim Zimmer. Einzelzimmer kosten meist rund 70 bis 80 Prozent des Preises einen Doppelzimmers.

Radurlaub mit Zelt und Selbstversorgung

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Symbolbild Gravelbike mit klassischer Bikepackingausstattung für Mehrtagestouren (Motiv in Frankreich vor St. Michel)

Diese Urlaubsvariante auf dem Fahrrad wird heute oft als Bikepacking bezeichnet. Mit Zelt und Selbstversorgung kommt man bei den Reisekosten bedeutend günstiger weg. Vorteil: Man ist näher an der Natur, muss aber auch mehr Gepäck mit nehmen: Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kochenausstattung usw. Mit dem E-Bike merkt man das Gewicht des Gepäcks allerdings nicht mehr so groß, wie bei Fahrt ohne Motorunterstützung. Sinnvoll ist ein Fahrrad mit Hinterrad-Gepäckträger inklusive klassischer Fahrradtaschen. Wer länger fährt montiert teilweise noch einen Vorderradträger. Klassisches Bikepacking im engeren Sinn seit den 2010erJahren nutzt übrigens meist ein Fahrrad bzw. "Gravelbike" ohne Gepäckträger. Mit Rad und Zelt muss man sich hier beim Gepäck aber stark beschränken. Weitere Infos zum Thema siehe Artikel Bikepacking. Zurück zum Thema Rad und Zelt in Deutschland:

Campingplätze kosten in Deutschland Stand 2025 für Einzelreisende meist um die 20 Euro bis 25 Euro pro Nacht. In Ausnahme gibt es auch noch kleine sehr einfache Plätze für um die 15 Euro. Aber wenn der Platz an einem prominenten Reiseziel liegt, es gerade Hochsaison ist und man eine komplette Parzelle mieten muss, können auch 30 bis in Ausnahme maximal 40 € als Übernachtungspreis fällig werden. Reist man zu Zweit kommen man etwas günstiger weg, da für das Zelt oder die Parzelle meist ein Pauschalpreis gilt. Mit Verpflegung komplett über günstige Discounter kann als Einzelreisender in Deutschland 2025 grob mit einem Tagesbudget von 35 bis 50 Euro gerechnet werden. Hinzu kommen noch Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten und natürlich die Reisekosten, wie beispielsweise die Bahn. Wer einkehrt hat entsprechende Mehrkosten.

feste Unterkünfte auf Campingplätzen

Oft bieten Camppingplätze heute auch ein paar feste Unterkünfte an. Teilweise können Mietwohnwagen, Bauwagen, Mobilheime aus Holz (je nach Gestaltung Ausstattung wie eine komplette kleine Wohnung) oder auch die bekannten Campingfässer aus Holz gemietet werden. Oft gibt es einen Service für Bettwäsche. Je nach Ausstattung und Service variieren hier die Preise. Man zahlt hier natürlich schon bedeutend mehr als bei Übernachtung im eigenen Zelt.

Fahrradwohnwagen - die eigene feste Unterkunft immer dabei

Radreisen mit dem Fahrradwohnwagen? Ein Tüfter präsentiert hier auf Commons stolz seinen vermutlich selbst gebauten (?) Fahrradwohnwagen.

Wem das Zelt zu „wetternah“ ist, kann mit einem Fahrradanhänger mit Schlaffunktion auf die Radreise gehen. Hierfür sollte man allerdings unbedingt ein Pedelec nutzen. Sonst fällt das Ziehen vor allem bei jeder kleinen Steigung sehr schwer. Diese oft einachsigen Hänger sind meist etwa 2m lang, 0,8m bis 1m breit und 1,3m bis 1,5m hoch. Das Leergewicht beträgt meist 50 bis 100 kg – je nach Größe des Selbstbau auch mehr.

Etwa seit dem Jahr 2000 hat sich beschleunigt durch die Coronazeit hier im deutschen Sprachraum eine kleine Szene von gleichgesinnten Radurlaubern mit Fahrradwohnwagen gebildet. Der Austausch findet u. a. über Youtube statt. Hier finden sich zahlreiche Videobeiträge vom Bau der Wohnwagen. Auch viele Reisevideos werden geteilt. Viele Youtuber nutzen für das Ziehen ihrer Wohnwagen ein Liege-Trike. Teilweise kommen auch 4-rädrige Liege-Quads zum Einsatz. Aufbauend auf die Liegequads wird teilweise auch an Fahrradwohnmobilen gewerkelt. Die Gespanne mit Liegetrike und Fahrradwohnwagen sind meist um die 5m lang.

Wer nicht selbst basteln möchte: Einige wenige kleine Firmen bieten auch fertig aufgebaute Fahrradwohnwagen an. Hier zahlt man Stand 2026 rund 6000 bis 8000€ für einen fertigen Hänger. Es gibt auch Mietangebote. Wer sich für diese spezielle Unterkunftsart auf Radreisen näher interessiert: einfach im Netz oder auch Youtube entsprechend suchen.

Wildcamping in Deutschland?

Auch wenn es auf Portalen wie Youtube oft auch in Deutschland praktiziert wird: Das Wildcamping ist in Deutschland verboten. Es gibt auch keine Bestrebungen es zu legalisieren. Schon die Sanitärsituation würde in einem dicht besiedeltem Land und an den viel befahrenen Flussradwegen mit Freigabe des Camping problematisch werden. Teilweise finden sich schon heute von Tagesbesuchern bei öfter genutzte Rastplätzen entsprechende „Toilettenecken“. Hier muss aber leider klar gesagt werden: An vielen, auch bekannten Radwanderroute fehlen leider Stand 2026 immer noch in regelmäßigen Abständen öffentliche Toiletten. Obwohl auch Radreisende in immer mehr Orten Kurtaxe bzw. Übernachtungssteuern bezahlen, fehlt es hier in diesem Bereich an grundlegendster radtouristischer Infrastruktur. Noch zur Info: Artikel zur Problematik Wildcamping im Spiegel von 2021

Eine legale Alternative zum Wildcampen sind teilweise in Mittelgebirgen abseits der Flussradwege sogenannnte Trekkingplätze bze. Naturlagerplätze. Primar sind diese Plätze für Wanderer mit Leichtzelt angelegt worden, können aber auch von Bikepackern genutzt werden. Teilweise bieten die Naturparks sogar auch sportliche Tourenvorschläge für das Gravelbike rund um die Trekkingplätze an. Immer mehr Naturparks bieten diese Übernachtungsvariante noch mit Standdard unterhalb des Campingsplatzes an. Es gibt oft kleine Einzelplätze für bis zu vier Zelte (oft nur max. acht Personen pro Trekkingplatz insgesamt). Man findet vor Ort eine Zeltstelle, oft auch eine ebene Terrasse aus Holz. Dazu gibt es eine Sitzgruppe. Als Sanitäranlage gibt es in der Regel ein "Herzehäuschen" mit Komposttoilette, das etwas abseits steht. Teilweise findet sich, je nach Standort und lokaler Regelung, auch eine Feuerstelle. Um eine Überbelegung zu vermeiden müssen die Plätze in der Regel vorreserviert werden. Man bucht meist digital. Meist ist der Platz mit einer Buchung dann auch belegt (hier genau in die entsprechenden Buchungsinfos des Anbieters schauen). So ist man also hier mit seinen Reisepartnern dann auch wirklich abseits in der Natur. Die Gebühren betragen hier meist 15€ bis 20€ für eine Person im Einzelzelt. Bucht man für mehrere Personen bzw. Zelte wird es oft günstiger. Dafür übernachtet man hier ganz legal und erhält digital, sofern vorhanden, auch die Gästekarte. Mit der Gästekarte kann z.B. teilweise der lokale und regionale ÖPNV genutzt werden kann. Die meisten Trekkingplätze sind zum Schutz der Natur im Winterhalbjahr nicht buchbar. Vorhandene Trekkingplätze sind meist in der OpenCampingMap gelistet (grüne Symbole).

Eine legale Alternative zum Wildcamping ist nach Absprache die Nutzung privater Flächen. Beispielsweise stellen im Portal 1nitetent Menschen Ihren privaten Grund unentgeltlich für eine Übernachtung zur Verfügung. Die Regelung: Es gibt ein Stück Boden zum Zelten und man darf unentgeltlich eine Nacht bleiben. Sofern vorhanden kann oft auch eine Toilette oder Dusche genutzt werden. Meist finden sich die Stellen im privaten Garten am Wohnhaus. Nur selten können Stellen genutzt werden, die abseits der Orte liegen.

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  • Bett und Bike: Verzeichnis fahrradfreundlicher Beherbergungsbetriebe, die die Kriterien des ADFC erfüllen (deutschlandweit). Aufnahme auch für nur eine Nacht. Sichere Abstellmöglichkeit für Fahrräder usw..
  • Mit der OpenCampingMap lassen sich auf Datenbasis von Openstreetmap schnell Campingplätze finden.
  • ADFC-Dachgeber - deutschlandweites Gastgeberverzeichnis für Reiseradler. Gegen Erstattung der Sachkosten (Buchdruck) kann man sich hier eintragen lassen. Die Liste steht allen Radreisenden offen, (nicht nur ADFC-Mitgliedern).
  • Deutsches Jugendherbergswerk - Die Anzahl der Jugendherbergen hat in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten stetig abgenommen. Teilweise bestehen auch noch weitere Jugendhäuser, die in freie Trägerschaft übergingen.

Orientierung

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historischer Fund auf Wikimedia Commons: Eine "Fahrradkarte" des Bundes Deutscher Radfahrer von 1896 zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Die Legende beschränkt sich allerdings auf Haupt- und Nebenrouten auf Straßen. Ferner gibt es eine Kilometrierung. Eine separate Infrastruktur für den Radtourismus gab es damals natürlich noch nicht.
Weiterer Fund auf Wikimedia Commons: Anfänge der Radnavigation auf Papier: Der Capital Bicycle Club gab bereits 1884 für Washington DC eine "Fahrradkarte" heraus. Die Legende beschränkte sich allerdings auf "befestigte Straßen".

Mit Outdoor-Apps auf dem Smartphone

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Das Thema Radnavigation mit Outdoor-Apps auf dem Smartphone soll hier nur kurz angerissen werden. Hier gibt es vielfältige Apps, die auch eine Radnavigation anbieten. Bekannte Produkte sind z. B. Komoot oder auch Outdooractive. Auch OsmAnd oder Naviki sind öfter genannte Namen. Noch recht jung ist das Projekt VeloPlanner. Eine Listung aller Produkte würde diesen Abschnitt überfrachten. Die meisten Apps bauen auf Openstreetmap als Datensatz auf. Oft bieten Apps kostenfreie Grundangebote und kostenpflichtige Premiumdienste.

Die offiziellen Radroutenplaner der Bundesländer besitzen teilweise auch eigene Apps, die kostenfrei gnutzt werden können.

In vielen der Apps können selbst erstellte GPX-Tracks bzw. GPX-Dateien hochgeladen werden. In den bekannten Apps sind viele Radfernwege auch oft bereits als eingestellte Tourenvorschläge enthalten.

Natürlich lassen sich in den Apps in der Regel auch eigene Touren planen. Große Apps wie Komoot besitzen auch eine Art soziales Netzwerk: Tourenvorschläge können mit anderen Nutzern geteilt werden, Sehenswerte Punkte (POI Point of interest) kommentiert werden, eigene Bilder hochgeladen werden usw..

Eigene GPX-Daten für individuelle Tourenverläufe lassen sich z. B. gut mit dem auf Openstreetmap-Daten basierenden brouter.de planen. Die so verab erstellten GPX-Daten können dann in die jeweils genutzte Outdoor-Apps zur Navigation importiert werden. Für Details zum Import sich im Netz in die entsprechend genutzte App einlesen.

Oft wird auch der Fahrradmodus von Google Maps zur Radnavigation eingesetzt. Allerdings ist Google Maps keine auf Outdoor-Tourismus bzw. Fahrrad spezialisierte Anwendung. Nach Berichten im Netz sind die vorgeschlagenen Streckenführungen wohl öfter schlechter als bei den bekannten spezialisierten Apps.

Bekannte Radfernwege bieten teilweise sogar auch eigene Apps an. Beispielsweise besitzt der beliebte Weser-Radweg eine eigene App.


Mit dem klasssichen GPS-Gerät

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Das Smartphone hat mittlerweile den klassischen GPS-Geräten den Rang abgelaufen. Die Infos dazu sollen hier aber noch gelistet bleiben, denn die Geräte existieren Stand 2025 als eigene Gerätekategorie weiterhin.

Als Alternative zu kostenpflichtigen, oft sehr teuren digitalen Karten für GPS-Geräte können Karten aus dem OpenStreetMap-Projekt (OSM) verwendet werden. Für verschiedene Anbieter von GPS-Geräten sind kostenlose Karten im Internet erhältlich. Für Garmin-GPS gibt es eine sehr gute Unterstützung und viele Karten zum kostenlosen Download. Eine Übersicht gibt es im OSM-Wiki.

Zum "Fahrradmodus" bei Auto-Navigationsgeräten: Bei Navigationsgeräten für Kraftfahrzeuge wird teilweise damit geworben, dass diese Geräte einen Fahrradmodus besitzen. Dieser besteht allerdings teilweise nur darin, dass für Radfahrer verbotene Straßen (Autobahnen und Kraftfahrstraßen) nicht in die Route eingebunden werden. Ausgewiesene Radwanderwege und Radverkehrsnetze in Städten kennen diese Geräte dann in der Regel nicht. Ein Problem ist ferner, dass die Geräte meist nicht für die Anforderungen am Fahrrad konstruiert sind (zum Beispiel hinsichtlich der Erschütterungsempfindlichkeit und Wasserdichtigkeit). Wird bei Autonavigationssystemen also zusätzlich mit dem Argument "Fahrrad und Wandern" geworben, sollte man diese Angebote ganz genau prüfen. Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Akkulaufzeit, die man entweder mit externen Akkus verlängern kann, oder man betreibt das Gerät an einer Stromversorgung, die durch den Nabendynamo betrieben wird.

Ein GPS-fähiges Smartphone oder Tablet kann auch zur Navigation eingesetzt werden und stellt derzeit die Methode der Wahl dar. Navigationssoftware gibt es viele, z.B. OsmAnd, Locus, Runtastic oder Oruxmaps. Es gibt viele weitere Programme für Android und iPhone, siehe OSM-Wiki . Wer ein Android-Gerät hat, kann bei OpenAndroMaps vorbei schauen. Die Karten werden ständig aktualisiert und sind für viele Routen im Detail verfügbar. Auf Grund des schlechten Mobilfunkempfangs in Deutschlands Ferienregionen ist es von Vorteil, wenn die Karten bereits vor Reiseantritt heruntergeladen wurden und offline zur Verfügung stehen.

Radwanderkarten und Radwanderführer

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Auch wenn heute oft mit dem Radnavi mit Apps wie Komoot, Outdooractive usw. geradelt wird, bietet sich an, eine Karte als "back up" dabei zu haben. Denn eine Papierkarte hat kein Problem mit einem leeren Handyakku oder auch kein Problem mit fehlendem Mobilfunkempfang.

Hier die wichtigsten deutschlandweiten Karten- bze. Literaturserien für Tourenradler. Wer sich als Einsteiger mit dem Thema Radwandern beschäftigt sollte einfach mal in einen gut sortierten Buchladen gehen und die verschiedenen Kartenserien in die Hand nehmen. So merkt man, was einem am besten zusagt.

  • Radreiseführer Verlag Esterbauer - Dieser Verlag gibt die bekannten blauen Bikeline-Führer zu diversen Radrouten heraus. Die Reihe hat sich in den letzten Jahrzehnten zum umfangreichen "Standardwerk" im Bereich Radreiseliteratur entwickelt. Es gibt fast für jede längere Radwanderstrecke in Mitteleuropa einen Radreiseführer der Reihe. Stand 2025 sind die Führer trotz Digitalisierung weiterhin beliebt. Sie werden recht zeitnah aktualisiert. Und dies ist auch verständlich, denn ein Buch hat keine Probleme mit leerem Akku oder fehlendem Mobilfunkempfang. Ferner sind im Verlag Esterbauer auch Radkarten im Angebot.
  • ADFC-Regionalkarten 1:50.000 oder 1:75.000 - Mit mehr als 100 Titeln sehr umfangreiche Kartenserie, die viele Urlaubsregionen und Ballungsräume in Deutschland abdeckt (Stand 2025 fläckendeckend für ganz Deutschland).
Die Karten besitzen eine sehr detaillierte Legende hinsichtlich der Oberflächenbeschaffenheit und Verkehrsbelastung der Routen. So sind zum Beispiel in den Karten gefährliche Straßen, die man unbedingt meiden sollte noch einmal extra gekennzeichnet. Ferner enthalten die Karten Tagestourenvorschlägen und radspezifischen Informationen zur Region (z.B. zum Thema Rad & Bahn). Mittlerweile ist die Blattabdeckung von vielen Regionen so gut, dass man sich auch längere Touren für den Radurlaub aus verschiedenen Kartenblättern zusammenstellen kann. Die Karten werden auf wetterfestem und reißfesten Papier gedruckt. Zusätzlich gibt es gpx-Tracks und Höhenprofile der Themenrouten und Radfernwege zum Download.
Nachteil der ADFC-Regionalkarten ist leider die sehr unhandliche Dreifachfaltung, die die Handhabung der Karte auf Touren sehr erschwert. Hier ist die digitale Variante der Karte auf dem Smartphone handlicher (ADFC-Karten-App für Android und I-Phone siehe in den entsprechendn Verzeichnissen). weiteres siehe fahrrad-buecher-karten.de - Produktseite, seit 2025 gehören die ADFC-Radkarten zur Kompass Karten GmbH
  • ADFC-Radtourenkarten Deutschland 1:150.000 - Bundesweite Kartenserie des Fahrradclubs, die ganz Deutschland mit 27 Blättern abdeckt. Eher nur als Planungskarte für einen längeren Radurlaub geeignet, da die Routeninfos leider nicht sehr detailliert sind. So ist es z.B. in den Karten sehr schwierig, ruhige verkehrsfreie land- und forstwirtschaftliche Wege von Nebenstraßen oder Hauptstraßen mit Radwegen zu unterscheiden. weiteres siehe Marke ahrrad-buecher-karten.de - Produktseite, seit 2025 gehören die ADFC-Radkarten zur Kompass Karten GmbH
  • Der Vollständigkeit halber: Neben den oben genannten Kartenserien sei noch auf die amtlichen, topographischen Freizeitkarten der bundesweiten Landesvermessungsämter hingewiesen. In der Vergangenheit haben alle Landesvermessungsämter entsprechende Karten herausgegeben. Ob das Stand 2026 noch so ist, ist nicht bekannt. Wer sich für sein Bundesland dafür interesssiert einfahc im Netz entsprechend suchen. Die Karten meist im Maßstab 1:50.000 enthalten Radrouten meist als grüne Linie (verkehrsfreie Strecke) und als gestrichelte Linie (Strecke auf der Straße). Obwohl die Routeninfos nicht sehr detailliert ausfallen, sind die Karten bei einigen Tourenradlern beliebt, da sie eine sehr genaue Kartengrundlage besitzen. So kann man sich zum Beispiel auf Waldwegen auch abseits ausgeschilderter Radrouten recht gut orientieren (vorausgesetzt man beherrscht das Kartenlesen gut). Aufgrund des Maßstab 1:50.000 sind die Karten für die komplette Planung eines längeren Radurlaubs aber nicht geeignet, da man sonst einen ganzen Stapel Karten mitnehmen muss.
  • Sonst haben bedingt durch die Digitalisierung regionale Kleinverlage ihre Tätigkeit oftmals eingestellt.

Literatur

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Deutschlandweite Informationen

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Es gibt Stand 2026 diverse Übersichtsbücher zu Radfernwegen und thematischen Radrouten in Deutschland. Hier bitte im Detail im Buchhandel selbst suchen. Und hier bitte nicht alle diese Werke listen. Das sprengt den Rahmen dieser Liste. Im Folgenden eine kleine Übersicht zu bekannten Übersichtswerken der bekannten Verlage:

  • Buch "RadFernWege Deutschland". Esterbauer, 2024 (9.Auflage), ISBN 3-85000-098-2. Der Übersichtsband stellt 300 der bekanntesten und beliebtesten Radrouten Deutschlands vor (Insgesamt 79000 km Routen). Die einzelnen Wege sind mit einem Kurzprofil dargestellt. Eine ausführlichere Streckenbeschreibung stellt Landschaft und Sehenswürdigkeiten vor. Achtung: Der Band kann keinen detaillierten Radreiseführer (Bikeline-Reihe), wie sie Esterbauer auch herausbringt, ersetzen. Das Buch wird alle paar Jahre aktualisiert.
  • Thomas Froitzheim und Frank Hofmann: ADFC-Ratgeber 260 Radfernwege in Deutschland. Bielefelder Verlag GmbH&Co.KG (BVA), Mai 2026 (14.Auflage), ISBN 978-3991545842. Kurzbeschreibung der Routen, schematische Ausschnittskarten, separate Übersichtskarte Deutschland. Das Werk ging 2025 mit dem gesamten Bereich der ADFC-Radwanderliteratur an den Kompass Kartenverlag über.
  • Deutschlands schönste Radfernwege: 50 traumhafte Touren zwischen Küste und Alpen. München: Bruckmann, 2020, ISBN 978-3765450464. Im Werk wird jeder Weg auf reich bebilderten Seiten beschrieben: Kurzinfos, Höhenprofil, Streckenführung, Highlights und Tipps. Extra: - Mit GPS-Tracks für jede Tour zum Nachradeln, im Anhang weitere 260 Radfernwege.
  • Broschüre "Deutschland per Rad entdecken". Das Heft im DIN A4-Format erscheint alle zwei Jahre und wird von Deutschland Tourismus in Zusammenarbeit mit dem ADFC herausgegeben. Alle Routen finden sich zudem auf den ADFC-Internetseiten unter www.adfc-radtourismus.de.

In diesem Artikel sind einige Verlage aufgelistet, die Radwanderliteratur (Radkarten, Führer usw.) für Deutschland herausbringen. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Deutschlandweite Verbände

Sonstige lesenswerte, deutschlandweite Radseiten

Vollständiger Artikel
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Einzelnachweise

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