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Mit dem Linienbus durch Deutschland

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Verkehrsverbünde in Deutschland, Hinweis NRW: Mit Ausnahme der Verkehrsverbünde in Nordrhein (VRS, VRR, AVV) wurden die übrigen Verkehrsverbünde in Westfalen zum gemeinsamen Verkehrsverbund Westfalentarif zusammengelegt. Der Westfalentarif ist im Gegensatz zum NRW-Tarif ein ordentlicher Verkehrsverbund und kein Landestarif.

Linienbusse werden von den meisten nur für den täglichen Weg zur Arbeit oder Schule genutzt. Doch theoretisch könnte man mit ihnen ganz Deutschland durchqueren. Dieser Reiseführer bezieht sich auf den Linienverkehr der Stadt- und Regionalbusse und soll helfen, eine solche Reise möglichst einfach zu planen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte des Busverkehrs in Deutschland
Bis in die 1970er Jahre verkehrten oft Bahnbusse, hier ein StÜLB (MAN SÜ 240)

Jeden Tag fahren rund 85.500 Linienbusse durch Deutschland, die aneinander gereiht einen riesigen Stau von Hamburg nach München bilden würden. Dabei bedienen sie eine Strecke von rund 892.200 Kilometern, verbinden Dörfer, Kleinstädte und Großstädte. Dieses Netz, befahren von Standard-Linienbussen, Überlandbussen, Gelenkbussen, Eineinhalbdeckern und Oberleitungs-Bussen, ist so lang wie 22 Erdumrundungen oder dreimal von der Erde zum Mond. Neben den Stadtbussen und Ortsbussen werden in diesem Artikel überwiegend die Regionalbusse thematisiert, da sie im Gegensatz zu den anderen oft große Strecken zurücklegen und den größten Teil dieses umfangreichen Netzes bilden.

Doch wie entstand dieses komplizierte Netz von Regionalbussen, die früher Überlandbusse genannt wurden? Zunächst hatten sich die Regionalbusse parallel zum Schienenverkehr entwickelt. Mit der Stilllegung vieler Eisenbahnstrecken ab den 1960er Jahren wurde das Netz der Regionalbusse und Überlandbusse größer, doch irgendwann gingen die Fahrgastzahlen immer weiter zurück. Heute werden die übrig gebliebenen Linien und Verbindungen meist nur noch vom Schülerverkehr genutzt, der 60 bis 80 Prozent der Fahrgastzahlen ausmacht.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Dieser Artikel soll helfen, nicht im Nirgendwo zu stranden

Das komplizierte Netz der Verkehrsverbünde in Deutschland kann anfangs ziemlich undurchschaubar sein. Denn es muss gar keine Grenze zwischen zwei Bundesländern sein, die eine Reise abrupt enden lässt. Oft reicht schon die Grenze zwischen Verkehrsverbünden, Landkreisen oder schlimmstenfalls einzelnen Verkehrsunternehmen. Denn wo diese aneinander grenzen, gibt es oft keine durchgehenden Busverbindungen.

Allerdings gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen man diese imaginären Grenzen leichter überwinden kann. Denn grundsätzlich ist es hilfreich, nach Schnellbussen zu suchen, da diese oft über Autobahnen oder Umgehungsstraßen verkehren, nicht in jedem kleinen Ort Halt machen und meistens Anschlüsse an andere Buslinien in den Großstädten haben. Weiter kann es sinnvoll sein, dem Verlauf alter, längst stillgelegter Bahnlinien zu folgen. Denn diesen folgten meist Buslinien, welche die nun entstandenen Lücke im Verkehrsnetz abdecken sollen (siehe Hintergrund).

Am 7. April 2013 um 19:05 Uhr strahlte der Fernsehsender ProSieben das Galileo Spezial mit dem Titel „Anschluss gesucht - Mit dem Linienbus durch Deutschland“ aus (siehe auch Weblinks), in welchem Moderator Harro Füllgrabe seine nicht ganz ernst gemeinten ultimativen Busfahr-Tipps verriet:

1) Setzt Euch immer an ein Fenster, dann kann man bei längeren Strecken besser schlafen und sabbert nicht auf fremde Schultern.

2) Zeigt an der Haltestelle immer klar an, dass ihr Fahrgast seid, denn sonst seht ihr, wenn es dumm läuft, nur noch den Auspuff Eures Busses.

3) Nehmt für eine Wettfahrt durch Deutschland niemals, ich wiederhole: NIEMALS nur Linienbusse ;-)

Fahrkarten für Stadt- und Regionalbusse[Bearbeiten]

Vorverkauf[Bearbeiten]

Innerhalb von Verkehrsverbünden können Tickets für Stadt- und Regionalbusse bei allen Verkaufsstellen erworben werden. Diese sind u.a.:

  • Kundenbüros und Ticketcenter der Verkehrsunternehmen
  • Fahrscheinautomaten (auch anderer Verkehrsunternehmen des selben Verkehrsverbundes)
  • Teilweise Partnershops wie Kioske und Zeitungsläden

Bordverkauf[Bearbeiten]

In den Stadt- und Regionalbussen ist der Kauf von Fahrscheinen zumeist auch im Bus möglich. Während in den Regionalbussen der ländlichen Regionen die Fahrscheine durch die Busfahrer verkauft werden, verfügen die Stadtbusse in einigen Großstädten wie z.B. Köln oder Bonn über Fahrscheinautomaten. In den Städten befinden sich Fahrscheinautomaten an stark frequentieren Haltestellen in den Stadtzentren oder an Umstiegshaltestellen zu Straßen- oder Stadtbahnen. Tickets für Busse innerhalb von Verkehrsverbünden können auch an den Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn oder anderer Eisenbahngesellschaften im SPNV erworben werden, da hier der einheitliche Tarif der Verkehrsverbünde gilt.

Handytickets[Bearbeiten]

Denn einmal dort kommt man so schnell nicht mehr weiter

Beim Handyticket werden Fahrscheine oder andere bisher übliche Belege direkt auf das Smartphone gesendet. Die Bezahlung kann über die Handyrechnung erfolgen. Kaufen kann man Handytickets in der App der jeweiligen Verkehrsverbünde oder in der App DB Navigator der Deutschen Bahn. In vielen Verkehrsverbünden und bei der Deutschen Bahn ist das Handyticket eine viel genutzte Variante zur herkömmlichen Papierfahrkarte.

Das Handyticket der Deutschen Bahn wird nur in deren Verkehrsmitteln anerkannt. Vor Fahrtantritt legt man sich wie bei normalen Papierfahrkarten auf sein Ziel fest (deutschlandweit), es gilt der DB-Tarif.

Im Ausland wird das Handyticket als Mobile Ticketing bezeichnet.

City-Tickets[Bearbeiten]

Fernverkehrstickets der Bahn (ICE, IC/EC, TGV, Railjet, Nightjet) dürfen in 128 Städten am Start- und Zielort auch für innerstädtische Busse und Bahnen genutzt werden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Sondertickets[Bearbeiten]

In der Regel sind in den öffentlichen Linienbussen auch die Ländertickets gültig, welche für das jeweilige Bundesland bzw. die jeweiligen Bundesländer gelten (Rheinland-Pfalz und Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg, Berlin und Brandenburg sowie Niedersachsen, Bremen und Hamburg). Ländertickets gelten ab 9 Uhr (montags bis freitags) bzw. ab Mitternacht (samstags, sonntags und an gesetzlichen Feiertagen) bis 3 Uhr des Folgetages. Das Quer-durchs-Land-Ticket jedoch gilt nur in Nahverkehrszügen.

Manche Veranstaltungstickets gelten auch für die An- und Abreise im Nahverkehr. So galt z.B. die Teilnehmerkarte für den Deutschen Katholikentag 2018 in Münster auch für alle Nahverkehrsmittel in ganz Westfalen.

Bushaltestellen[Bearbeiten]

Die nachfolgenden Superlativ-Bushaltestellen bieten sich als Startpunkt einer Fahrt mit Linienbussen an. Oft ist es schon eine Weltreise, sie zu erreichen Siehe auch: Zipfelgemeinde.

  • Die nördlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 1 HaltestelleHaltestelle List, Weststrand, welche in der Sommersaison von der Buslinie 5/5a der Sylter Verkehrsgesellschaft angefahren wird. Überregional bekannt ist die Bushaltestelle Weststrand durch "Bambus Klaus", der den zur Bushaltestelle gehörigen Kiosk 1986 übernahm und zu einer der beliebtesten Bars auf Sylt umbaute. "Bambus Klaus" starb am 18. November 2012 mit 55 Jahren an Lungenkrebs.
  • Die südlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 2 HaltestelleHaltestelle Alpe Eschbach, welche täglich von der Buslinie 7 (Fahrplan gültig vom 21.12.2019-16.05.2020) angefahren wird (Regionalverkehr Oberbayern). Läuft man von der Bushaltestelle Alpe Eschbach auf der Zufahrtsstraße durch das Birgsautal weiter Richtung Süden, erreicht man Einödsbach (1113 m), den südlichsten ständig bewohnten Ort Deutschlands. Von Einödsbach sind es dann noch einmal 8,3 Kilometer südwestlich zum Haldenwanger Eck (1931 m), dem südlichsten Punkt Deutschlands.
  • Die westlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 3 HaltestelleHaltestelle Isenbruch, Rodebachaue, welche montags bis freitags an Schultagen von den Buslinien 436 und 438 im Aachener Verkehrsverbund (Fahrpläne gültig ab 1. Januar 2020) angefahren wird. Der Ort Isenbruch ist der westlichste Ort Deutschlands, gehört zur Gemeinde Selfkant und hat circa 325 Einwohner. Den westlichsten Punkt Deutschlands findet man etwa 1,4 km nordwestlich von Isenbruch an der Kreisstraße K1. 2017 griff der Aachener Verkehrsverbund (AVV) das Thema "Zipfelbushaltestellen" auf und erstellte für sein Gebiet eine Grafik nach den selben Kriterien wie bereits Jahre zuvor hier in Wikivoyage ausgewählt. Die westlichste Bushaltestelle Isenbruch, Rodebachaue wurde dabei bestätigt.
  • Die östlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 4 HaltestelleHaltestelle Zentendorf, Trafohaus, welche täglich von den Buslinien 139, 139, 140, 140 und 143, 143 im Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (Jahresfahrpläne 2015/2016) angefahren wird.[veraltet] Die Bushaltestelle Zentendorf, Trafohaus liegt nur wenige Meter weiter östlich als die Nachbarbushaltestelle Deschka, Kreuzung. Den östlichsten Punkt Deutschlands findet man südöstlich von Zentendorf in einer Flussschleife der Neiße.
  • Die mittigste Bushaltestelle Deutschlands ist die 5 HaltestelleHaltestelle Niederdorla, Mühltor, welche montags bis samstags von den Buslinien 151 und 153 der Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis (Fahrpläne gültig ab 13.12.2015) angefahren wird.[veraltet] Der Mittelpunkt Deutschlands wurde hier mit der Berechnungsmethode des Mittelpunktes eines von Breiten- und Längengraden begrenzten Gebietes bestimmt.
  • Die höchstgelegene Bushaltestelle Deutschlands ist die 6 HaltestelleHaltestelle Kehlsteinparkplatz, welche in der Sommersaison (Mai bis Oktober) täglich im 25 Minuten-Takt von der Buslinie 849 des Regionalverkehrs Oberbayern (Fahrplan 2015) angefahren wird.[veraltet] Das Kehlsteinhaus (1820 m) wurde 1937 bis 1938 von der NSDAP als Repräsentationsgebäude auf dem Kehlstein erbaut (1834 m). Die Busse fahren vom Hintereck (970 m) am Obersalzberg über die 6,5 km lange Kehlsteinstraße, die durch fünf Tunnel führt und einen Höhenunterschied von etwa 700 m überwindet, hinauf zum Buswendeplatz (1696 m).
  • Die tiefstgelegene Bushaltestelle Deutschlands ist die 7 HaltestelleHaltestelle Hinterneuendorf, Bauernmoorweg, welche montags bis samstags von der Buslinie 6601 der Autokraft (Fahrplan gültig ab 13.12.2015) angefahren wird.[veraltet] Zumindest befindet sich diese Bushaltestelle am nächsten zur tiefsten deutschen Landstelle (-3,54 m), an welcher der Bus vorbeifährt. Die Entfernung von der Haltestelle Bauernmoorweg zum Parkplatz am Höhenmast beträgt 300 m.

Verkehrsverbünde[Bearbeiten]

Schleswig-Holstein[Bearbeiten]

Seit November 2014 gibt es in Schleswig-Holstein neben dem HVV den landesweiten Nahverkehrsverbund NAH.SH:

Beide Verkehrsverbünde bieten den Service der elektronischen Fahrplanauskunft bzw. des persönlichen Fahrplans. Fahrpläne in Form von Fahrplanbuchseiten oder -tabellen können für den SPNV als PDF heruntergeladen werden.

NAH.SH Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH)[Bearbeiten]

Mit der Umbenennung der LVS zum 27. November 2014 in Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) wurde gleichzeitig ein landesweiter Nahverkehrsverbund für Schleswig-Holstein eingeführt, parallel zum schon länger bestehenden Schleswig-Holstein-Tarif (SH-Tarif). Im NAH.SH werden 26.000 Kilometer Buslinien mit 7.500 Haltestellen von knapp 50 Busunternehmen befahren, die pro Jahr etwa 324 Millionen Fahrgäste befördern. Der Schleswig-Holstein-Tarif (SH-Tarif) gilt für Fahrten mit dem Nahverkehr in Schleswig-Holstein und bis nach Hamburg. Es verkehren mehrere Schnellbuslinien, zum Beispiel von der Autokraft. Es gibt einen Übergangstarif zwischen HVV und NAH.SH.

Hamburger Verkehrsverbund (HVV)[Bearbeiten]

Das Verbundgebiet des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) umfasst neben dem Großbereich Hamburg die niedersächsischen Landkreise Harburg, Lüneburg und Stade und die schleswig-holsteinischen Kreise Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Stormarn und Pinneberg. Die Buslinien sind in die Kategorien Metrobus, Schnellbus (zuschlagspflichtig), Stadt- und Regionalbus, Nachtbus und Eilbus unterteilt. Übergangstarife wurden Richtung Cuxhaven, Uelzen und Rotenburg (Wümme) eingerichtet.

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Verkehrsverbünde, die die Küstenregion teilweise abdecken:

Nur im Bereich dieser beiden Verkehrsverbünde gelten einheitliche Tarife für Bus- und Bahn. In allen anderen Landesteilen muss beim Umstieg zwischen Bus und Bahn stets ein weiterer Fahrschein gelöst werden.

Im VVW und VGN steht dem Reisenden die elektronische Fahrplanauskunft zur Verfügung. Im VGN und bei den einzelnen Busunternehmen kann man die Fahrpläne aller Buslinien einzeln als Fahrplantabellen herunterladen. Im VVW kann ein Gesamtfahrplan mit allen verkehrenden Buslinien als PDF heruntergeladen werden.

Beim Nahverkehr Schwerin (NVS) können alternativ zur elektronischen Fahrplanauskunft alle Fahrpläne als Fahrplantabellen bzw. -buchseiten heruntergeladen werden können.

Verkehrsverbund Warnow (VVW)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Warnow (VVW) betreibt ein Streckennetz von 4592 Linienkilometern mit 2000 Haltestellen, die von 234 Omnibussen, 62 Straßenbahnwagen, 35 Eisenbahnzügen und drei Fähren auf 139 verschiedenen Linien angefahren werden. Schnellbuslinien existieren nicht. Das Netz wird stattdessen von Stadt-, Regional- und Nachtbuslinien abgedeckt. Übergangstarife in benachbarte Regionen bestehen nicht.

Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern (VGN)[Bearbeiten]

Die Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern (VGN) wurde im Januar 1996 mit dem Ziel der Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs gegründet und umfasst den Landkreis Vorpommern-Rügen und die Region Ribnitz-Damgarten. Die Stadt Stralsund und die Deutsche Bahn wurden nicht in die VGN integriert. In der Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern gibt es keine Übergangstarife und keine Schnellbusse.

Niedersachsen[Bearbeiten]

In Niedersachsen gibt es rund 20 verschiedene Verkehrsverbünde.

Bremen[Bearbeiten]

Die Freie Hansestadt Bremen sowie ihr Umland in Niedersachsen wird vollständig von einem einzigen Verkehrsverbund abgedeckt:

Die Fahrplantabellen findet man sowohl auf der Internetseite des VBN als auch auf den Internetseiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen. Zudem steht die elektronische Fahrplanauskunft zu Verfügung.

Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) betreibt den ÖPNV in einem Einzugsgebiet von 8.775 km², in welchem man circa 7.000 Haltestellen, 82 Bahnhöfe und rund 540 Linien findet. Schnellbuslinien gibt es nicht. Das Nachtbusnetz ist gut ausgebaut. Übergangstarife bestehen in die Landkreise Cuxhaven und Rotenburg (Wümme).

Hamburg[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des HVV

Hamburg und Umland wird durch einen einzigen Verkehrsverbund abgedeckt:

Fahrplantabellen gibt es nicht im HVV. Stattdessen kann man für einzelne Linien sich alle Fahrten zwischen zwei Haltestellen anzeigen lassen, die bei jeder neuen Suchanfrage erstellt werden. Die elektronische Fahrplanauskunft wird im Hamburger Verkehrsverbund Persönlicher Fahrplan genannt.

Hamburger Verkehrsverbund (HVV)[Bearbeiten]

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ist der älteste Verkehrsverbund der Welt und ist für den öffentlichen Personennahverkehr im Hamburger Stadtgebiet und den unmittelbar an Hamburg grenzenden Landkreise der Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen, sowie den niedersächsischen Landkreis Lüneburg zuständig. Im HVV verkehrt die zweitmeistgenutzte Buslinie Europas, die Metrobus-Linie 5 zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Burgwedel im Stadtteil Schnelsen. Sie wird von 60.000 Menschen werktäglich benutzt. Die Buslinien sind in die Kategorien Metrobus, Schnellbus (zuschlagspflichtig), Stadt- und Regionalbus, Nachtbus und Eilbus unterteilt. Übergangstarife wurden Richtung Cuxhaven, Uelzen und Rotenburg (Wümme) eingerichtet.

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des VTO

Neben dem Dachtarif Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg-Tarif (ABW-Tarif), welcher nur Zeitkarten und keine Einzelfahrscheine anbietet, gibt es folgende vier Verkehrsverbünde, die jedoch Sachsen-Anhalt nicht komplett abdecken:

Während man im MDV, im VTO und im Neuen Wittenberger Busverkehr neben der elektronischen Fahrplanauskunft alle Fahrpläne als PDF herunterladen kann, so dass diese verlinkt werden können, verweist Marego auf die Internetseiten der Verkehrsgesellschaften, bei welchen man nicht immer die Fahrplantabellen downloaden kann.

Besonders schnell kommt man in Sachsen-Anhalt voran, wenn man mit den Buslinien des Landesnetzes Sachsen-Anhalt fährt, deren Fahrpläne man als Fahrplantabellen herunterladen kann.

Magdeburger Regionalverkehrsverbund (Marego)[Bearbeiten]

Seit dem 12. Dezember 2010 deckt der Magdeburger Regionalverkehrsverbund (Marego) den Großraum Magdeburg ab, bestehend aus Magdeburg und den Landkreisen Börde, Jerichower Land und Salzlandkreis. Dieser war eines der letzten Ballungsgebiete in Deutschland ohne Verkehrsverbund. Im Marego gibt es weder Übergangstarife noch Schnellbuslinien.

Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV)[Bearbeiten]

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist für den Großraum Halle (Saale)/Leipzig zuständig und besteht seit dem 1. August 2001. Gleichzeitig mit dem Start der S-Bahn Mitteldeutschland wurden am 15. Dezember 2013 ausgewählte Buslinien zu sogenannten Plusbus-Linien aufgewertet. Diese verkehren nun unabhängig von Schultagen, Ferien und Wochenenden täglich in einem leicht merkbaren Takt, auf die Anschlüsse zum Schienenverkehr abgestimmt. Schnellbuslinien gibt es nicht. Es existiert ein Übergangstarif in den Landkreis Döbeln.

Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Ostharz (VTO)[Bearbeiten]

Die Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Ostharz (VTO) ist ein Zusammenschluss der Verkehrsunternehmen Harzer Verkehrsbetriebe (HVB), Halberstädter Verkehr (HVG), DB Regio, Harz-Elbe-Express und Harzer Schmalspurbahnen. Informationen zum VTO findet man vor allem auf den Internetseiten der Harzer Verkehrsbetriebe (HVB), wo man auch die Fahrpläne des VTO downloaden kann. VTO-Kerngebiet ist der Landkreis Harz. Darüber hinaus gibt es einige Überlandbuslinien in die Städte Bad Harzburg, Braunlage (beide Niedersachsen), Aschersleben (Salzlandkreis), Hettstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Oschersleben (Landkreis Börde). Diese Städte haben eigene Tarifzonen innerhalb des VTO.

Neuer Wittenberger Busverkehr (Vetter Bus)[Bearbeiten]

Der Neue Wittenberger Busverkehr bezeichnet den Stadtbusverkehr in Wittenberg, der vom Vetter Busunternehmen betrieben wird. Dieses regionale Busunternehmen aus Zörbig betreibt auch den regionalen Busverkehr im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sowie zwei Buslinien des Landesnetzes Sachsen-Anhalt. Vom Vetter Busunternehmen werden keine Schnellbuslinien zusätzlich zum Landesnetz Sachsen-Anhalt angeboten. Es gibt keine Übergangstarife in benachbarte Regionen.

Brandenburg / Berlin[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des VBB (2014)

In Brandenburg und Berlin deckt ein einziger Verkehrsverbund beide Bundesländer gänzlich ab:

Neben der individuellen Fahrplanauskunft bietet der VBB die Möglichkeit, Fahrplantabellen der einzelnen Linien zu erstellen. Das Erstellen dauert einen kurzen Moment, bevor man sie als PDF herunterladen kann. Deshalb kann man leider nicht auf die einzelnen Tabellen verlinken.

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat ein Einzugsgebiet von 30.376 km² mit mehr als 12.500 Haltestellen, in welchem 5,87 Millionen Einwohner leben und insgesamt rund 40 Verkehrsunternehmen miteinander kooperieren. In Berlin wurden 13 sogenannte Expressbuslinien eingerichtet, die meist zur Erkennung ein X in der Liniennummer haben. Die Expressbusse halten nicht an allen Haltestellen entlang des Linienweges, was die Fahrzeiten erheblich verkürzt, und fahren im Gegensatz zu vielen normalen Buslinien direktere Wege, zum Beispiel über Autobahnen oder ausgebaute Bundesstraßen. Übergangstarife in benachbarte Verkehrsverbünde oder Bundesländer bestehen im Dezember 2014 nicht.[veraltet]

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr
Tarifgebiet des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland
Tarifgebiet des Westfalentarifs

In Nordrhein-Westfalen gibt es neben dem Dachtarif NRW-Tarif für verbundübergreifende Fahrten insgesamt vier Verkehrsverbünde, welche das gesamte Bundesland abdecken:

Bis auf den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der nur die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) anbietet, kann man in allen Verkehrsverbünden die Fahrpläne der Buslinien als Fahrplantabellen bzw. -buchseiten herunterladen oder ebenfalls die elektronische Fahrplanauskunft nutzen.

Aachener Verkehrsverbund (AVV)[Bearbeiten]

Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) wurde am 31. Mai 1994 gegründet und gehört seit dem 1. Januar 2008 dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland an. Die Nummern der Buslinien im AVV sind nach ihrer Funktion geordnet, so verkehren Buslinien mit einer oder zwei Ziffern in der Städteregion Aachen, Buslinien mit drei Ziffern und führender 1 sind Schnellbusse, Buslinien mit drei Ziffern und führender 2 fahren im Kreis Düren, Buslinien mit drei Ziffern und führender 4 fahren im Kreis Heinsberg und Buslinien mit der Bezeichnung SB sind Städteschnellbusse. Es bestehen mehrere Übergangstarife.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)[Bearbeiten]

Die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist mit einem Verbundgebiet von 7300 km², in dem 8,1 Millionen Menschen leben, der einwohnerstärkste Verkehrsverbund Europas. Es bestehen sechs Oberleitungsbus-Linien und 894 Omnibuslinien, die rund 11.500 Haltestellen bedienen und zusammen mit dem Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ein 12.000 km langes Streckennetz bilden. Schnellbusse erkennt man meistens an dem Kürzel SB, allerdings verkehren auch Busse mit direkterem Fahrweg ohne besondere Kennzeichnung. In benachbarte Verkehrsverbünde bestehen mehrere Übergangstarife.

Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) wurde am 1. September 1987 gegründet und ist für den öffentlichen Personennahverkehr im Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, den kreisfreien Städten Bonn, Köln und Leverkusen, sowie der Stadt Monheim am Rhein im Kreis Mettmann zuständig. Er gehört zum Zweckverband Nahverkehr Rheinland betreibt 478 Buslinien, die an 7.448 Haltestellen halten. Im VRS verkehren Schnellbusse meistens mit dem Kürzel SB vor der Liniennummer. Es bestehen mehrere Übergangstarife in benachbarte Verkehrsverbünde und Regionen, eine besondere Form ist dabei der sogenannte Tarifkragen.

Westfalentarif[Bearbeiten]

Seit dem 1. Juli 2017 gilt dieser einheitliche Verbundtarif in folgenden ehemaligen Verkehrsverbünden:

Hessen[Bearbeiten]

Tarifgebiet des RMV mit Übergangsgebieten

In Hessen gibt es drei Verkehrsverbünde, die das ganze Bundesland abdecken:

Während die Busfahrpläne im NVV jeweils separat einzeln als PDF verlinkt sind, muss man im RMV in den verkehrenden Verkehrsunternehmen nach den Fahrplänen suchen, wenn man sie downloaden will. Im VRN wiederum kann man die Fahrpläne nicht verlinken, da sie jeweils bei einer Suchanfrage nach einer bestimmten Buslinie erst erstellt werden.

Nordhessischer VerkehrsVerbund (NVV)[Bearbeiten]

Der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) deckt eine Fläche von circa 7000 km² mit einem Streckennetz von über 7.000 km, sowie um die 85 Bahnhöfen/Haltepunkten und mehr als 5.600 Haltestellen ab. Es gibt drei Expressbuslinien von Kassel zum Flughafen Kassel-Calden, nach Naumburg (Hessen) und nach Bad Wildungen, allerdings bringt nur letztere Linie den Fernlinienbusreisenden wirklich schnell weiter (verkehrt ab Dezember 2016 mit Doppeldeckerbussen). Es wurden mehrere Übergangstarife in die Nachbarverkehrsverbünde eingerichtet, in welchen auch der Busverkehr über den NVV hinaus gut aufgestellt ist. Sie bestehen nach Nordrhein-Westfalen (Warburg (Westf); nph), Niedersachsen (Hann. Münden; VSN), Thüringen (Gerstungen; VGW) und nach Mittelhessen (Schwalmstadt; RMV).

Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV)[Bearbeiten]

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist mit mehr als 700 Millionen beförderter Kunden pro Jahr, einer Fläche von 14.000 km² und circa 15.000 Haltestellen einer der größten Verkehrsverbünde in Deutschland, dessen Fahrkarten übrigens sogar noch in Mainz gelten. Es bestehen Übergangstarife in die Verkehrsverbünde NVV, VRN, RNN und VAB, sowie auf ausgewählten Linien in den Rhein-Lahn-Kreis und in den Westerwaldkreis.

Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) deckt im Rhein-Neckar-Dreieck Teile der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ab und befährt einzelne Linien bis nach Saarland und Bayern hinein. Das hessische Gebiet beträgt dabei nur eine Fläche von 719 km², nämlich den Kreis Bergstraße. Übergangstarife bestehen in die Verkehrsverbünde KVV , HNV, RMV, RNN, VVM, VAB und saarVV, sowie in die Region Elsass.

Thüringen[Bearbeiten]

Bis auf verbundfreie Gebiete in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld ist Thüringen durch folgende sieben Verkehrsverbünde abgedeckt:

Während alle Verkehrsverbünde die elektronische Fahrplanauskunft anbieten, kann man Fahrplantabellen bzw. -buchseiten in allen Verkehrsverbünden bis auf den VMT als PDF herunterladen.

Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV)[Bearbeiten]

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist für den Großraum Halle (Saale)/Leipzig zuständig und besteht seit dem 1. August 2001. Gleichzeitig mit dem Start der S-Bahn Mitteldeutschland wurden am 15. Dezember 2013 ausgewählte Buslinien zu sogenannten PlusBus-Linien aufgewertet. Diese verkehren nun unabhängig von Schultagen, Ferien und Wochenenden täglich in einem leicht merkbaren Takt, auf die Anschlüsse zum Schienenverkehr abgestimmt. Schnellbuslinien gibt es nicht. Ein Übergangstarif in den Landkreis Döbeln wird angeboten.

Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) organisiert den öffentlichen Personennahverkehr in Mittelthüringen. In das Tarifgebiet integriert sind die Städte Erfurt, Weimar, Jena und Gera sowie Teile der Landkreise Weimarer Land, Sömmerda, Gotha, Ilm-Kreis, Saale-Holzland-Kreis und Burgenlandkreis. Es bestehen keine Übergangstarife und keine Schnellbusse. Einzelne Verkehrsunternehmen sind sowohl in den VMT als auch in Bus & Bahn Thüringen vertreten.

Bus & Bahn Thüringen[Bearbeiten]

Der Bus & Bahn Thüringen bildete sich zum 1. Januar 2013 aus den bisherigen Vereinen Marketingkooperation Bus Thüringen (MBT) und Interessenverband Regionale Personenverkehr Südthüringen (IVRPV) und stellt einen Zusammenschluss von mehreren regionalen Busunternehmen dar. Weil die Zusammenarbeit lediglich in der Fahrplankoordination besteht, gibt es keinen gemeinsamen Tarif. Im Bus & Bahn Thüringen sind auch die KomBus und die Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda (VWG) integriert, weshalb sie in diesem Reiseführer nicht separat beschrieben werden.

Verkehrsgesellschaft Wartburgkreis (VGW)[Bearbeiten]

Die Verkehrsgesellschaft Wartburgkreis (VGW) wurde am 19. Dezember 1996 gegründet und ist ein Zusammenschluss von zwei kommunalen und zwölf privaten Omnibusunternehmen, darunter das Verkehrsunternehmen Wartburgmobil (VUW), auf deren Website man weitere Busfahrpläne in Form von Fahrplanbuchseiten, bzw. -tabellen zum Download als PDF findet. Es besteht eine durchgängige Buslinie von Bad Salzungen nach Bad Hersfeld in den Nordhessischen VerkehrsVerbund (NVV), die sowohl von der VGW als auch von einem Verkehrsunternehmen des NVV betrieben und befahren wird.

Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis (RS)[Bearbeiten]

Die Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis (RS) betreibt den regionalen Busverkehr im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuserkreis. Insgesamt 94 Omnibusse verkehren auf 53 verschiedenen Buslinien, teils für die Regionalbus-Gesellschaft (Buslinien aufgeteilt in die Gebiete Mühlhausen, Bad Langensalza und Sondershausen), teils für das Tochternunternehmen die Stadtbus-Gesellschaft (Stadtbusse Mühlhausen und Sondershausen).

Sachsen[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des MDV

In Sachsen gibt es fünf Verkehrsverbünde, welche das gesamte Bundesland vollständig abdecken:

Alle Verkehrsverbünde in Sachsen bieten den Service der elektronischen Fahrplanauskunft, sowie das herunterladen der Fahrplantabellen bzw. -buchseiten als PDF. Auf diese kann man allerdings nicht verlinken, da die jeweiligen Dokumente erst erstellt oder gleich gedownloadet werden.

Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV)[Bearbeiten]

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist für den Großraum Halle (Saale)/Leipzig zuständig und besteht seit dem 1. August 2001. Gleichzeitig mit dem Start der S-Bahn Mitteldeutschland wurden am 15. Dezember 2013 ausgewählte Buslinien zu sogenannten Plusbus-Linien aufgewertet. Diese verkehren nun unabhängig von Schultagen, Ferien und Wochenenden täglich in einem leicht merkbaren Takt, auf die Anschlüsse zum Schienenverkehr abgestimmt. Schnellbuslinien gibt es nicht. Ein Übergangstarif in den Landkreis Döbeln wird angeboten.

Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) ist zuständig für die kreisfreie Stadt Chemnitz sowie die Landkreise Erzgebirgskreis, Zwickau und Mittelsachsen. Das Verbundgebiet des VMS umfasst 5.111 km², in denen 1,26 Mio. Menschen leben. Insgesamt 364 Buslinien werden mit rund 1.000 Bussen befahren (Stand Dezember 2010). Schnellbuslinien werden nicht betrieben. Es besteht ein Übergangstarif in den Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV).

Verkehrsverbund Oberelbe (VVO)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) kooperiert zusammen mit 13 Verkehrsunternehmen, die in den rund 4.800 km² großen Verbundgebiet, bestehend aus der Landeshauptstadt Dresden und den Landkreiseb Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und dem westlichen Teil des Landkreises Bautzen, zwischen rund 3.800 Haltestellen auf über 300 Linien jährlich mehr als 200 Millionen Fahrgäste befördern. Ab Dezember 2015 sollen erstmals Schnellbuslinien die Region zwischen Döbeln, Nossen und Meißen besser erschließen.[veraltet] Es besteht ein Übergangstarif in den Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON).

Verkehrsverbund Vogtland (VVV)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Vogtland (VVV) ist eine 100%ige Tochter des Zweckverbands ÖPNV Vogtland (ZVV) und wurde am 1. Januar 2004 gegründet. Neben dem EgroNet-Übergangstarif, der im Vierländereck Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen gilt, besteht seit 1. Januar 2015 ein Regionenticket, welches zwischen dem Vogtland und Zwickau gilt, also in den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS).

Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON)[Bearbeiten]

Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) betreibt den öffentlichen Personennahverkehr in der Region Oberlausitz-Niederschlesien, dem Dreiländereck zwischen Deutschland, Tschechien und Polen und wurde am 28. Juni 1995 gegründet. Seit dem 12. Dezember 2010 gibt es einen Übergangstarif in den Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), Schnellbusse dagegen nicht. Eine Fusion zwischen den beiden Verkehrsverbünden ZVON und VVO ist im Gespräch.[veraltet]

Rheinland-Pfalz[Bearbeiten]

Das Bundesland Rheinland-Pfalz ist vollständig durch die folgenden sechs Verkehrsverbünde abgedeckt:

Alle Verkehrsverbünde bieten auf ihren Internetseiten sowohl die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) als auch den Download der Fahrplantabellen bzw. -buchseiten an. Bei den Verkehrsverbünden KVV, VRN und VRT müssen die jeweiligen Linienfahrpläne erst erstellt werden, beim RMV muss man auf den Websites der jeweils beauftragten Verkehrsunternehmen nach den Fahrplänen suchen, um sie als PDF downzuloaden.

Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)[Bearbeiten]

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ist für den öffentlichen Personennahverkehr in einem 3550 km² großen Gebiet zuständig; allein das Busliniennetz hat eine Länge von insgesamt 2150 Kilometern. Überregional bekannt ist der KVV vor allem durch das sogenannte Karlsruher Modell. Schnellbusse verkehren nicht. Es bestehen mehrere Übergangstarife in benachbarte Verkehrsverbünde.

Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV)[Bearbeiten]

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist mit mehr als 700 Millionen beförderter Kunden pro Jahr, einer Fläche von 14.000 km² und circa 15.000 Haltestellen einer der größten Verkehrsverbünde in Deutschland. Sein Tarifgebiet deckt ganz Mittelhessen und das Rhein-Main-Gebiet ab, sowie die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Es bestehen Übergangstarife in die Verkehrsverbünde NVV, VRN, RNN und VAB, sowie auf ausgewählten Linien in den Rhein-Lahn-Kreis und in den Westerwaldkreis.

Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN)[Bearbeiten]

Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) wurde 1999 gegründet und betreibt als Mischverbund den öffentlichen Personennahverkehr in den Landkreisen Mainz-Bingen, Birkenfeld, Bad Kreuznach und dem Landkreis Alzey-Worms (nördlicher Teil im Tarifgebiet als Kerngebiet, südlicher Teil im Tarifgebiet als Übergangsbereich). Der Großraum Wiesbaden/Mainz hat eine Zwitterstellung, wonach für Fahrten in das und aus dem RNN-Gebiet der RNN-Tarif zur Anwendung kommt; entsprechend werden in diesen beiden Städten in den Bussen und an ausgewählten Bahnhöfen RNN-Fahrkarten verkauft. Es wurden ein RMV/RNN-Übergangstarif und eine Kooperation bei den Rheinfähren eingerichtet.

Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) wurde am 1. Januar 1996 gegründet und ist für den ÖPNV in den Landkreisen Altenkirchen, Ahrweiler, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Westerwaldkreis, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn sowie der kreisfreien Stadt Koblenz zuständig.

Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) deckt im Rhein-Neckar-Dreieck Teile der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ab und befährt einzelne Linien bis nach Saarland und Bayern hinein. Im VRN gibt es zur Zeit keine Schnellbuslinien. Übergangstarife bestehen in die Verkehrsverbünde KVV , HNV, RMV, RNN, VVM, VAB und saarVV, sowie in die Region Elsass.

Verkehrsverbund Region Trier (VRT)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) ist ein Zusammenschluss zweier Zweckverbünde, die aus der kreisfreien Stadt Trier und den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-Saarburg bestehen. Im VRT fahren keine Schnellbusse. Für Fahrten nach Luxemburg in die Bus- und Bahngesellschaft Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) gibt es einen Übergangstarif.

Saarland[Bearbeiten]

Im Saarland gibt es einen einzigen Verkehrsverbund, an dem alle saarländischen Verkehrsunternehmen beteiligt sind:

Fahrplantabellen kann man im saarVV dezentral auf den Webseiten der Busbetreiber downloaden. Es steht auch eine Online-Fahrplanauskunft zur Verfügung.

Saarländischer Verkehrsverbund (saarVV)[Bearbeiten]

Der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) deckt das komplette Gebiet des Saarlandes ab. Während es keine Schnellbuslinien gibt, wurden Nachtbusse eingerichtet, die inden Wochenendnächten und in den Nächten vor Feiertagen verkehren. Die sieben Nachtbuslinien fahren auf unterschiedlichen Routen durch das Saarland, meist von Saarbrücken aus. Übergangstarife gibt es zum Beispiel zum VRN.

Baden-Württemberg[Bearbeiten]

In Baden-Württemberg gibt es mehr als 20 verschiedene Verkehrsverbünde.

Bayern[Bearbeiten]

Es gibt mehr als 35 bayerische Verkehrsverbünde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Siehe auch: Fernbusse in Deutschland

Weblinks[Bearbeiten]

  • Galileo Spezial: Anschluss gesucht - Mit dem Linienbus durch Deutschland (extended Version) / Folge 93, Staffel 5. In: ProSieben, Sonntag, 7. April 2013, abgerufen am 2. Januar 2015. Das letzte unentdeckte Abenteuer Deutschlands: Linienbus fahren! Die Regeln sind einfach: Ohne Vorplanung und tagelanges Studium von Busfahrplänen machen sich unsere Reporter auf die Reise. Einer startet ganz im Norden, der andere im Süden. Wer schafft es weiter in 4 Tagen?
  • Christian Staas und Nicolai Kwasniewski: Anschluss gesucht. In: Zeit Online, Sonntag, 6. Juni 2004, abgerufen am 2. Januar 2015. 43-mal umsteigen, 330-mal anhalten. Im Linienbus von Norddeich bis nach Mittenwald erlebt man die melancholische Seite Deutschlands.
  • Sabrina Gundert: Mit dem Linienbus durch Deutschland. In: jetzt.de, Mittwoch, 16. Juli 2008, abgerufen am 8. Oktober 2015. Daniel Lorbach, 29, ist Webdesigner in Köln und reist viel in seiner Freizeit – mit Linienbussen. jetzt.de hat mit ihm über seine spektakulärsten Fahrten und sein ganz persönliches Bus-Paninialbum gesprochen.
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