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Mit dem Linienbus durch Deutschland

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Verkehrsverbünde in Deutschland

Linienbusse werden von den meisten nur zum täglichen Weg zur Arbeit oder Schule genutzt. Doch theoretisch könnte man mit ihnen auch ganz Deutschland durchqueren. Dieser Reiseführer soll helfen, eine solche Reise möglichst einfach zu planen.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte des Busverkehrs in Deutschland
Bis in die 1970er Jahre verkehrten oft Bahnbusse, hier ein StÜLB (MAN SÜ 240)

Jeden Tag fahren rund 85.500 Linienbusse durch Deutschland, die aneinander gereiht einen riesigen Stau von Hamburg nach München bilden würden. Dabei bedienen sie eine Strecke von rund 892.200 Kilometern, verbinden Dörfer, Kleinstädte und Großstädte. Dieses Netz, befahren von Standard-Linienbussen, Überlandbussen, Gelenkbussen, Eineinhalbdeckern und Oberleitungs-Bussen, ist so lang wie 22 Erdumrundungen oder dreimal von der Erde zum Mond. Neben den Stadtbussen und Ortsbussen werden in diesem Artikel überwiegend die Regionalbusse thematisiert, da sie im Gegensatz zu den anderen oft große Strecken zurücklegen und den größten Teil dieses umfangreichen Netz bilden.

Doch wie entstand dieses komplizierte Netz von Regionalbussen, die früher auch Überlandbusse genannt wurden? Zunächst hatten sich die Regionalbusse parallel zum Schienenverkehr entwickelt. Mit der Stilllegung vieler Eisenbahnstrecken ab den 1960er Jahren wurde das Netz der Regionalbusse und Überlandbusse dann immer größer, doch irgendwann gingen auch dort die Fahrgastzahlen immer weiter zurück. Heute werden die übrig gebliebenen Linien und Verbindungen meist nur noch vom Schülerverkehr genutzt, der 60 bis 80 Prozent der Fahrgastzahlen ausmacht.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Dieser Artikel soll helfen, nicht im Nirgendwo zu stranden

Das komplizierte Netz der Verkehrsverbünde in Deutschland kann anfangs ziemlich undurchschaubar sein. Denn es muss gar keine Grenze zwischen zwei Bundesländern sein, die eine Reise schnell abrupt enden lässt, oft reicht schon die Grenze zwischen Verkehrsverbünden, Landkreisen oder schlimmstenfalls einzelnen Verkehrsunternehmen. Denn wo diese aneinander grenzen gibt es oft keine durchgehenden Busverbindungen.

Allerdings gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen man diese imaginären Grenzen oft leichter überwinden kann. Denn grundsätzlich ist es erst einmal hilfreich, nach speziellen Schnellbussen oder Expressbussen zu suchen, da diese meistens über Autobahnen oder Umgehungsstraßen verkehren, nicht in jedem kleinen Ort halt machen und meistens Anschlüsse an andere Buslinien in den Großstädten haben. Weiter kann es sinnvoll sein, dem Verlauf alter, längst stillgelegter Bahnlinien zu folgen. Denn diesen folgten meist Buslinien, welche die nun entstandenen Lücke im Verkehrsnetz abdecken sollen (siehe Abschnitt Hintergrund).

Am 7. April 2013 um 19:05 Uhr strahlte der Fernsehsender ProSieben erstmals das Galileo Spezial mit dem Titel „Anschluss gesucht - Mit dem Linienbus durch Deutschland“ aus (siehe auch Abschnitt Weblinks), in welchem Moderator Harro Füllgrabe seine nicht ganz ernst gemeinten ultimativen Busfahr-Tipps verriet:

1) Setzt Euch immer an ein Fenster, dann kann man bei längeren Strecken besser schlafen und sabbert nicht auf fremde Schultern.

2) Zeigt an der Haltestelle immer klar an, dass ihr Fahrgast seid, denn sonst seht ihr, wenn es dumm läuft, nur noch den Auspuff Eures Busses.

3) Nehmt für eine Wettfahrt durch Deutschland niemals, ich wiederhole: NIEMALS nur Linienbusse ;-)

Fahrkarten für Stadt- und Regionalbusse[Bearbeiten]

Fahrscheine aus dem Bordverkauf[Bearbeiten]

Anders als bei Fernbussen ist in den Stadt- und Regionalbussen der Kauf von Fahrscheinen zumeist auch im Bus möglich, während in den Regionalbussen der ländlichen Regionen die Fahrscheine zumeist durch die Busfahrer verkauft werden, verfügen die Stadtbusse in einigen Großstädten wie z. B. der KVB in Köln oder der SWB in Bonn über Fahrscheinautomaten, an welchen Fahrkarten zuschlagsfrei erworben werden können. In den Städten befinden sich ebenfalls Fahrscheinautomaten häufig an stark frequentieren Haltestellen in den Stadtzentren oder an Haltestellen, an welchen ein Umstieg in Straßen- oder Stadtbahnen möglich ist. Tickets für Busse, welche innerhalb von Verkehrsverbünden verkehren, können auch an den Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn oder anderer Eisenbahngesellschaften im SPNV erworben werden, da hier der einheitliche Tarif der Verkehrsverbünde gilt.

Mobile Ticketing[Bearbeiten]

Denn einmal dort kommt man so schnell nicht mehr weiter

In Deutschland ist Mobile Ticketing besser als HandyTicket bekannt. In vielen Verkehrsverbünden und natürlich der Deutschen Bahn ist das HandyTicket schon heute eine viel genutzte Variante zur herkömmlichen Papierfahrkarte. Beim HandyTicket werden Fahrscheine oder andere bisher übliche Belege direkt auf das Smartphone oder ähnliche Geräte gesendet, die Bezahlung erfolgt zum Beispiel über die Handyrechnung. Kaufen kann man HandyTickets meist direkt in der App der jeweiligen Verkehrsverbünde oder in der App DB Navigator der Deutschen Bahn. Mehr Informationen findet man im Wikipedia-Artikel Mobile Ticketing.

Touch and travel-logo.png

Touch&Travel[Bearbeiten]

Das verkehrsmittelübergreifende HandyTicket der Deutschen Bahn unterscheidet sich zu anderen HandyTickets durch das Check-in/Check-out-System. Dies bedeutet, dass der Reisende sich einfach vor Fahrtantritt mit seinem Mobiltelefon anmeldet und sich nach der Fahrt wieder abmeldet. Die Abrechnung erfolgt schließlich nach der Fahrt, das System berechnet automatisch den günstigsten Tarif für die zurückgelegte Strecke. Fährt man mehrmals am Tag, wird eine Tageskarte statt mehrerer Einzelfahrkarten berechnet. (www.touchandtravel.de)

Handyticket DB[Bearbeiten]

Das Handyticket der Deutschen Bahn wird im Gegensatz zu Touch&Travel nur in Verkehrsmitteln der Deutschen Bahn anerkannt und kann über die App DB Navigator erworben werden. Vor Fahrtantritt legt man sich wie bei normalen Papierfahrkarten auf sein Ziel fest (mittlerweile deutschlandweit), es gilt der DB-Tarif.

Sondertickets[Bearbeiten]

In der Regel sind in den öffentlichen Linienbussen auch die Ländertickets gültig, welche für das jeweilige Bundesland sowie teilweise in mehreren Bundesländern gelten (Rheinland-Pfalz und Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg, Berlin und Brandenburg sowie Niedersachsen, Bremen und Hamburg). Die zeitlichen Gültigkeiten der Ländertickets sind deutschlandweit von Montag bis Freitag ab 09 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages sowie an Samstagen, Sonntagen und an gesetzlichen Feiertagen ab 00 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages. Ebenso gilt das Schönes-Wochenende-Ticket in einigen Linienbussen, wie den Stadtbussen der Hamburger Hochbahn AG (HHA) oder der Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB). Das Schönes-Wochenende-Ticket gilt samstags oder sonntags ab 00 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages, jedoch nicht an Feiertagen, wenn diese auf einen Werktag fallen.

Bushaltestellen[Bearbeiten]

Nachfolgend werden besondere Bushaltestellen aufgelistet, an welchen man bei einer Fahrt mit Linienbussen zum Beispiel starten kann. Allein das Erreichen von ihnen ist oft schon eine Weltreise für sich. Siehe auch: Zipfelgemeinde

Die nördlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Haltestelle List, Weststrand, welche in der Sommersaison von der Buslinie 5/5a angefahren wird (Sylter Verkehrsgesellschaft). Überregional bekannt ist die Bushaltestelle Weststrand durch "Bambus Klaus", der den zur Bushaltestelle gehörigen Kiosk 1986 übernahm und zu einer der beliebtesten Bars auf Sylt umbaute. "Bambus Klaus" starb am 18. November 2012 mit 55 Jahren an Lungenkrebs.

Die südlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Haltestelle Alpe Eschbach, welche täglich von der Buslinie 9762 (Fahrplan gültig vom 19.12.2015 - 13.05.2016) angefahren wird (Regionalverkehr Allgäu GmbH). Läuft man von der Bushaltestelle Alpe Eschbach auf der Zufahrtsstraße durch das Birgsautal weiter Richtung Süden erreicht man Einödsbach (1113 m), den südlichsten ständig bewohnten Ort Deutschlands. Von Einödsbach sind es dann noch einmal 8,3 Kilometer südwestlich zum Haldenwanger Eck (1931 m), dem südlichsten Punkt Deutschlands.

Die westlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Haltestelle Isenbruch, Rodebachaue, welche Montags bis Freitags an Schultagen von den Buslinien 436 und 438 (Fahrpläne gültig ab 13.12.2015) angefahren wird (Aachener Verkehrsverbund GmbH). Der Ort Isenbruch ist der westlichste Ort Deutschlands, gehört zur Gemeinde Selfkant und hat circa 325 Einwohner. Den westlichsten Punkt Deutschlands findet man etwa 1,4 km nordwestlich von Isenbruch an der Kreisstraße K1.

Die östlichste Bushaltestelle Deutschlands ist die 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Haltestelle Zentendorf, Trafohaus, welche täglich von den Buslinien 139, 139, 140, 140 und 143, 143 (Jahresfahrpläne 2015/2016) angefahren wird (Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien). Die Bushaltestelle Zentendorf, Trafohaus liegt nur wenige Meter weiter östlicher als die Nachbarbushaltestelle Deschka, Kreuzung. Den östlichsten Punkt Deutschlands findet man südöstlich von Zentendorf in einer Flussschleife der Neiße.

Die mittigste Bushaltestelle Deutschlands ist die 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Haltestelle Niederdorla, Mühltor, welche Montags bis Samstags von den Buslinien 151 und 153 (Fahrpläne gültig ab 13.12.2015) angefahren wird (Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis mbH). Der Mittelpunkt Deutschlands wurde hier mit der Berechnungsmethode des Mittelpunktes eines von Breiten- und Längengraden begrenzten Gebietes bestimmt. Weitere Informationen dazu siehe Wikipedia-Artikel Mittelpunkt Deutschlands.

Die höchstgelegene Bushaltestelle Deutschlands ist die 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Haltestelle Kehlsteinparkplatz, welche in der Sommersaison (Mai bis Oktober) täglich im 25 Minutentakt von der Buslinie 849 (Fahrplan 2015) angefahren wird (Regionalverkehr Oberbayern GmbH). Das Kehlsteinhaus (1820 m) wurde 1937 bis 1938 von der NSDAP als Repräsentationsgebäude auf dem Kehlstein erbaut (1834 m). Die Busse selbst fahren vom Hintereck (970 m) am Obersalzberg über die 6,5 km lange Kehlsteinstraße, die durch fünf Tunnel führt und einen Höhenunterschied von etwa 700 m überwindet, hinauf zum Buswendeplatz (1696 m).

Die tiefstgelegene Bushaltestelle Deutschlands ist die 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Haltestelle Hinterneuendorf, Bauernmoorweg, welche Montags bis Samstags von der Buslinie 6601 (Fahrplan gültig ab 13.12.2015) angefahren wird (Autokraft GmbH). Zumindest befindet sich diese Bushaltestelle am nähesten zur tiefsten deutschen Landstelle (-3,54 m), an welcher der Bus vorbeifährt. Die Entfernung von der Haltestelle Bauernmoorweg zum Parkplatz am Höhenmast beträgt 300 m.

2017 griff der Aachener Verkehrsverbund (AVV) das Thema "Zipfelbushaltestellen" auf und erstellte eine Grafik nach den selben Kriterien wie bereits Jahre zuvor hier in Wikivoyage ausgewählt. Die westlichste Bushaltestelle Isenbruch, Rodebachaue wurde dabei bestätigt. Die Zipfel des AVV, blog.avv.de

Verkehrsverbünde[Bearbeiten]

Schleswig-Holstein[Bearbeiten]

Seit November 2014 gibt es in Schleswig-Holstein nur noch neben dem HVV den landesweiten Nahverkehrsverbund NAH.SH:

Beide Verkehrsverbünde bieten nur den Service der elektronischen Fahrplanauskunft, bzw. des persönlichen Fahrplans. Fahrpläne in Form von Fahrplanbuchseiten oder Fahrplantabellen können nur für den SPNV als PDF heruntergeladen werden.

NAH.SH Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH)[Bearbeiten]

Mit der Umbenennung der LVS GmbH zum 27. November 2014 in NAH.SH Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) wurde gleichzeitig auch ein landesweiter Nahverkehrsverbund für Schleswig-Holstein eingeführt, parallel zum schon länger bestehenden Schleswig-Holstein-Tarif (SH-Tarif). Im NAH.SH werden 26.000 Kilometer Buslinien mit 7.500 Haltestellen von knapp 50 Busunternehmen befahren, die pro Jahr etwa 324 Millionen Fahrgäste befördern. Der Schleswig-Holstein-Tarif (SH-Tarif) gilt für Fahrten mit dem Nahverkehr in Schleswig-Holstein und bis nach Hamburg. Es verkehren mehrere Schnellbuslinien, zum Beispiel von der Autokraft GmbH (Schnellbusse), einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn. Weiter gibt es einen Übergangstarif zwischen HVV und NAH.SH.

Hamburger Verkehrsverbund (HVV)[Bearbeiten]

Das Verbundgebiet des Hamburger Verkehrsverbund (HVV) umfasst neben dem Großbereich Hamburg auch die niedersächsischen Landkreise Harburg, Lüneburg und Stade und die schleswig-holsteinischen Kreise Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Stormarn und Pinneberg. Die Buslinien sind in die Kategorien MetroBus, SchnellBus (zuschlagspflichtig), Stadt- und Regionalbus, NachtBus und EilBus unterteilt. Spezielle Übergangstarife wurden Richtung Cuxhaven, Uelzen und Rotenburg (Wümme) eingerichtet (Übergangstarife).

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]

In Mecklenburg-Vorpommern gibt zwei Verkehrsverbünde, welche die Küstenregion teilweise abdecken:

Nur im Bereich dieser beiden Verkehrsverbünde gelten einheitliche Tarife für Bus- und Bahn. In allen anderen Landesteilen muss beim Umstieg zwischen Bus / Bahn stets ein weiterer Fahrschein gelöst werden.

In den oben genannten Verkehrsverbünden steht dem Reisenden die elektronische Fahrplanauskunft zur Verfügung, zudem kann man im VGN und bei den einzelnen Busunternehmen die Fahrpläne aller Buslinien auch einzeln als Fahrplantabellen herunterladen. Im VVW steht nur ein Gesamtfahrplan mit allen verkehrenden Buslinien als PDF heruntergeladen werden kann.

Anmerkung: Alternativ kann auch die Fahrplanauskunft der Nahverkehr Schwerin GmbH (NVS) genutzt werden, wo alternativ zur elektronischen Fahrplanauskunft auch alle Fahrpläne als Fahrplantabellen bzw. Fahrplanbuchseiten heruntergeladen werden können.

Verkehrsverbund Warnow (VVW)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Warnow (VVW) betreibt ein Streckennetz von 4592 Linienkilometern mit 2000 Haltestellen, die von 234 Omnibussen, 62 Straßenbahnwagen, 35 Eisenbahnzügen und drei Fähren angefahren werden, welche auf 139 verschiedenen Linien verkehren. Spezielle Schnellbuslinien oder Expressbuslinien existieren nicht, das Netz wird stattdessen von Stadtbuslinien, Regionalbuslinien und Nachtbuslinien befahren. Auch Übergangstarife in benachbarte Regionen bestehen nicht.

Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern (VGN)[Bearbeiten]

Die Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern (VGN) wurde im Januar 1996 mit dem Ziel der Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs gegründet und umfasst den Landkreis Vorpommern-Rügen und die Region Ribnitz-Damgarten. Die Stadt Stralsund ist und die Deutsche Bahn AG wurden nicht in die VGN integriert. Auch in der Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern gibt es keine Übergangstarife, Schnellbusse oder Expressbusse.

Niedersachsen[Bearbeiten]

In Niedersachsen gibt es rund 20 verschiedene Verkehrsverbünde. Man findet sie alle aufgelistet im Wikipedia-Artikel Liste deutscher Tarif- und Verkehrsverbünde.

Bremen[Bearbeiten]

Die Freie Hansestadt Bremen, sowie ihr Umland in Niedersachsen, wird vollständig von einem einzigen Verkehrsverbund abgedeckt:

Die Fahrplantabellen findet man sowohl auf der Internetseite des VBN, als auch auf den Internetseiten der jeweiligen Verkehrsunternehmen, welche für den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen verkehren. Zudem steht natürlich auch die elektronische Fahrplanauskunft zu Verfügung.

Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) betreibt den ÖPNV in einem Einzugsgebiet von 8.775 km², in welchem man circa 7.000 Haltestellen, 82 Bahnhöfe und rund 540 Linien findet. Spezielle Schnellbuslinien oder Expressbuslinien gibt es nicht im VBN, dafür aber ein gut ausgebautes Nachtbusnetz. Übergangstarife bestehen in den Landkreis Cuxhaven und in den Landkreis Rotenburg (Wümme) (Übergangstarife).

Hamburg[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des HVV

Auch Hamburg und Umland wird genauso wie Bremen und Berlin durch einen einzigen Verkehrsverbund abgedeckt:

Spezielle Fahrplantabellen gibt es nicht im HVV. Stattdessen kann man für einzelne Linien sich alle Fahrten zwischen zwei Haltestellen anzeigen lassen, die dann jeweils bei jeder neuen Suchanfrage erst erstellt werden. Die elektronische Fahrplanauskunft, wie man sie zum Beispiel auch von der Deutschen Bahn kennt, wird im Hamburger Verkehrsverbund Persönlicher Fahrplan genannt.

Hamburger Verkehrsverbund (HVV)[Bearbeiten]

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ist der älteste Verkehrsverbund der Welt und ist für den öffentlichen Personennahverkehr im Hamburger Stadtgebiet und den unmittelbar an Hamburg grenzenden Kreise bzw. Landkreise der Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen, sowie den niedersächsischen Landkreis Lüneburg zuständig. Im HVV verkehrt auch die zweitmeistgenutzte Buslinie Europas, die Metrobus-Linie 5 zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Burgwedel im Stadtteil Schnelsen. Sie wird von 60.000 Menschen werktäglich benutzt. Die Buslinien sind in die Kategorien MetroBus, SchnellBus (zuschlagspflichtig), Stadt- und Regionalbus, NachtBus und EilBus unterteilt. Spezielle Übergangstarife wurden Richtung Cuxhaven, Uelzen und Rotenburg (Wümme) eingerichtet (Übergangstarife).

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des VTO

Neben dem Dachtarif Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg-Tarif (ABW-Tarif), welcher nur Zeitkarten und keine Einzelfahrscheine anbietet, gibt es folgende vier Verkehrsverbünde, welche jedoch Sachsen-Anhalt nicht komplett abdecken:

Während man im MDV, im VTO und im Neuen Wittenberger Busverkehr neben der elektronischen Fahrplanauskunft alle Fahrpläne als PDF herunterladen kann, sodass diese auch verlinkt werden können, verweist marego auf die Internetseiten der Verkehrsgesellschaften, bei welchen man wiederum nicht immer die Fahrplantabellen downloaden kann.

Besonders schnell voran kommt man in Sachsen-Anhalt, wenn man mit den Buslinien des Landesnetz Sachsen-Anhalt fährt, deren Fahrpläne man auch in Form von Fahrplantabellen herunterladen kann. Mehr Informationen dazu unter www.starker-nahverkehr.de.

Magdeburger Regionalverkehrsverbund (marego)[Bearbeiten]

Seit dem 12. Dezember 2010 deckt der Magdeburger Regionalverkehrsverbund (marego) den Großraum Magdeburg ab, bestehend aus Magdeburg und den Landkreisen Börde, Jerichower Land und Salzlandkreis. Dieser war zuvor eines der letzten Ballungsgebiete in Deutschland, in welchem noch kein Verkehrsverbund bestand. Im marego bestehen Übergangstarife genauso wenig wie Schnellbuslinien oder Expressbuslinien.

Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV)[Bearbeiten]

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist für den Großraum Halle (Saale)/Leipzig zuständig und besteht seit dem 1. August 2001. Gleichzeitig mit dem Start der S-Bahn Mitteldeutschland wurden am 15. Dezember 2013 ausgewählte Buslinien zu sogenannten PlusBus-Linien aufgewertet. Diese verkehren nun unabhängig von Schultagen, Ferien und Wochenenden täglich in einem leicht merkbaren Takt, aber auch auf die Anschlüsse zum Schienenverkehr abgestimmt. Schnellbuslinien oder Expressbuslinien gibt es nicht, jedoch einen Übergangstarif in den Landkreis Döbeln (Übergangstarife).

Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Ostharz (VTO)[Bearbeiten]

Die Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Ostharz (VTO) ist ein Zusammenschluss der Verkehrsunternehmen Harzer Verkehrsbetriebe GmbH (HVB), Halberstädter Verkehrs-GmbH (HVG), DB Regio AG, Harz-Elbe-Express und Harzer Schmalspurbahnen. Informationen zum VTO findet man vor allem auf den Internetseiten der Harzer Verkehrsbetriebe GmbH (HVB), wo man auch die Fahrpläne des VTO downloaden kann, dessen Kerngebiet der heutige Landkreis Harz bildet. Darüber hinaus gibt es einige Überlandbuslinien in die Städte Bad Harzburg, Braunlage (beide Niedersachsen), Aschersleben (Salzlandkreis), Hettstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Oschersleben (Landkreis Börde). Diese Städte haben auch eigene Tarifzonen innerhalb des VTO.

Neuer Wittenberger Busverkehr (Vetter Bus)[Bearbeiten]

Der Neue Wittenberger Busverkehr bezeichnet den Stadtbusverkehr in Wittenberg, welcher wiederum von der Vetter Busunternehmen GmbH betrieben wird. Dieses regionale Busunternehmen aus Zörbig betreibt auch den regionalen Busverkehr im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, sowie zwei Buslinien des bereits oben erwähnten Landesnetzes Sachsen-Anhalt. Auch von der Vetter Busunternehmen GmbH werden keine speziellen Schnellbuslinien oder Expressbuslinien zusätzlich zum Landesnetz Sachsen-Anhalt angeboten, genauso wenig wie spezielle Übergangstarife in benachbarte Regionen.

Brandenburg / Berlin[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des VBB (2014)

In Brandenburg und Berlin gibt es nur einen einzigen Verkehrsverbund, welcher die beiden Bundesländer gänzlich abdeckt:

Neben der individuellen Fahrplanauskunft bietet der VBB die Möglichkeit Fahrplantabellen der einzelnen Linien zu erstellen. Das erstellen dieser Fahrplanbuchseiten dauert einen kurzen Moment, bevor man sie schließlich als PDF separat herunterladen kann. Deshalb kann man aber leider nicht auf die einzelnen Fahrplantabellen verlinken.

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat ein Einzugsgebiet von 30.376 km² mit mehr als 12.500 Haltestellen, in welchem 5,87 Millionen Einwohner leben und insgesamt rund 40 Verkehrsunternehmen miteinander kooperieren. In Berlin wurden 13 sogenannte ExpressBuslinien eingerichtet, die meist zur Erkennung ein X in der Liniennummer haben. Die ExpressBusse halten nicht an allen Haltestellen entlang des Linienweges, was die Fahrzeiten erheblich verkürzt, und fahren im Gegensatz zu vielen normalen Buslinien direktere Wege, zum Beispiel über Autobahnen oder ausgebaute Bundesstraßen. Übergangstarife in benachbarte Verkehrsverbünde oder Bundesländer bestehen laut Kenntnisstand des Autors im Dezember 2014 nicht. Touch&Travel ist in allen Verkehrsmitteln gültig.

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr
Tarifgebiet des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland
Tarifgebiet des WestfalenTarifs

In Nordrhein-Westfalen gibt es neben dem Dachtarif NRW-Tarif für verbundübergreifende Fahrten insgesamt vier Verkehrsverbünde, welche das gesamte Bundesland abdecken:

Seit dem 01. Juli 2017 gilt der einheitliche Verbundtarif WestfalenTarif im Tarifgebiet folgender Verkehrsverbünde:


Bis auf den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der nur die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) anbietet, kann man in allen Verkehrsverbünden die Fahrpläne der Buslinien auch als Fahrplantabellen, bzw. Fahrplanbuchseiten herunterladen, oder ebenfalls die elektronische Fahrplanauskunft nutzten.

Aachener Verkehrsverbund (AVV)[Bearbeiten]

Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) wurde am 31. Mai 1994 gegründet und gehört seit dem 1. Januar 2008 dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland an. Die Nummern der Buslinien im AVV sind nach ihrer Funktion geordnet, so verkehren Buslinien mit einer oder zwei Ziffern in der Städteregion Aachen, Buslinien mit drei Ziffern und führender 1 sind Schnellbusse, Buslinien mit drei Ziffern und führender 2 fahren im Kreis Düren, Buslinien mit drei Ziffern und führender 4 fahren im Kreis Heinsberg und Buslinien mit der Bezeichnung SB sind StädteSchnellBusse. Es bestehen mehrere Übergangstarife, allerdings keine Website vom AVV zu diesen.

OWL Verkehr „Der Sechser“ (OWLV)[Bearbeiten]

Die OWL Verkehr GmbH (OWLV) ist eine Verbundgesellschaft, wird im nördlichen Teil des Tarifgebietes und Bielefeld als Der Sechser bezeichnet und gehört zum Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe. Als einziger Verkehrsverbund in NRW wird die OWLV von den Verkehrsunternehmen getragen und finanziert. Es bestehen Übergangstarife zwischen „Hochstift-Tarif“ und „Der Sechser“ sowie zur Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM) (Übergangstarife).

Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (NPH)[Bearbeiten]

Der Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (NPH) wurde am 2. Oktober 1995 gegründet, gehört zum Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und betreibt ein 2.500 km² großes Verbundgebiet, in dem circa 440.000 Einwohner leben. Insgesamt gibt es 1.697 Bushaltestellen, die von Bussen angefahren werden, die von 28 Millionen genutzt werden und deren Betriebsleistung 14.931.000 Kilometer beträgt. Es gibt mehrere Schnellbusse, welche mit einem S vor der Liniennummer gekennzeichnet sind, sowie mehrere Übergangstarife in das Tarifgebiet der OWL Verkehr GmbH (OWLV).

Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM)[Bearbeiten]

Die Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM) fungiert als Zusammenschluss aller Verkehrsunternehmen in den Landkreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf, sowie der kreisfreien Stadt Münster und gehört zum Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe. Es verkehren mehrere SprinterBusse, gekennzeichnet mit einem S vor der Liniennummer und es besteht ein Übergangstarif in den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).

Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS)[Bearbeiten]

Die Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS) wurde am 1. Januar 1975 gegründet, fungiert als Zusammenschluss aller Verkehrsunternehmen in den Landkreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe und gehört zum Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe. Aus dem 1.850 km² Verbundgebiet werden auch grenzüberschreitende Fahrten nach Hessen und Rheinland-Pfalz angeboten, für welche dann gesonderte VGWS-Übergangstarifzonen eingerichtet wurden. Diese Fahrten bestehen nach Dietzhölztal, Dillenburg und Haiger in den RMV; nach Battenberg (Eder) und Hatzfeld (Eder) in den NVV; nach Betzdorf, Herdorf-Daaden, Kirchen und Wissen in den VRM; sowie nach Bad Marienberg und Rennerod in den verbundfreien Westerwaldkreis (Übergangstarif).

Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL)[Bearbeiten]

Die Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL) ist ein Zusammenschluss aller Verkehrsunternehmen im Hochsauerlandkreis, im Märkischen Kreis, in den Kreisen Soest und Unna, sowie der kreisfreien Stadt Hamm und gehört zum Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe. Zusammen mit der Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM) wird ein einheitliches Tarifsystem angeboten, weiter ähneln sich die Websiten von VRL und VGM stark.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)[Bearbeiten]

Die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist mit einem Verbundgebiet von 7300 km², in welchem 8,1 Millionen Menschen leben der einwohnerstärkste Verkehrsverbund Europas. Es bestehen sechs Oberleitungsbus-Linien und 894 Omnibuslinien, die rund 11.500 Haltestellen bedienen und zusammen mit dem Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ein 12.000 km langes Streckennetz bilden. Schnellbusse erkennt man meistens an dem Kürzel SB, allerdings verkehren auch Busse mit direkterem Fahrtweg ohne besondere Kennzeichnung. Weiter bestehen mehrere Übergangstarife in benachbarte Verkehrsverbünde (Übergangstarife).

Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) wurde am 1. September 1987 gegründet und ist für den öffentlichen Personennahverkehr im Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, den kreisfreien Städten Bonn, Köln und Leverkusen, sowie der Stadt Monheim am Rhein im Kreis Mettmann zuständig. Er gehört zum Zweckverband Nahverkehr Rheinland betreibt 478 Buslinien, die an 7.448 Haltestellen halten. Auch im VRS verkehren Schnellbusse meistens mit dem Kürzel SB vor der Liniennummer. Es bestehen mehrere Übergangstarife in benachbarte Verkehrsverbünde und Regionen, eine besondere Form ist dabei der sogenannte Tarifkragen (Übergangstarife).

Hessen[Bearbeiten]

Tarifgebiet des RMV mit Übergangsgebieten

In Hessen gibt es drei Verkehrsverbünde, die das ganze Bundesland abdecken:

Während die Busfahrpläne im NVV jeweils separat einzeln als PDF verlinkt sind, muss man im RMV in den verkehrenden Verkehrsunternehmen nach den Fahrplänen suchen, wenn man sie downloaden will. Im VRN wiederum kann man die Fahrpläne nicht verlinken, da sie jeweils bei einer Suchanfrage nach einer bestimmten Buslinie erst erstellt werden.

Nordhessischer VerkehrsVerbund (NVV)[Bearbeiten]

Der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) deckt eine Fläche von circa 7000 km² mit einem Streckennetz von über 7.000 km, sowie um die 85 Bahnhöfen/Haltepunkten und mehr als 5.600 Haltestellen ab. Es gibt auch drei sogenannte ExpressBus-Linien von Kassel zum Flughafen Kassel-Calden, nach Naumburg (Hessen) und nach Bad Wildungen, allerdings bringt nur letztere Linie den Fernlinienbusreisenden wirklich schnell weiter (verkehrt ab Dezember 2016 mit Doppeldeckerbussen). Zudem wurden mehrere Übergangstarife in die Nachbarverkehrsverbünde eingerichtet, in welchen auch der Busverkehr über den NVV hinaus gut aufgestellt ist. Sie bestehen nach Nordrhein-Westfalen (Warburg (Westf); nph), Niedersachsen (Hann. Münden; VSN), Thüringen (Gerstungen; VGW) und nach Mittelhessen (Schwalmstadt; RMV) (Übergangstarife).

Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV)[Bearbeiten]

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist mit mehr als 700 Millionen beförderter Kunden pro Jahr, einer Fläche von 14.000 km² und circa 15.000 Haltestellen einer der größten Verkehrsverbünde in Deutschland, dessen Fahrkarten übrigens auch noch in Mainz gelten. Zur Zeit bestehen sogar Pläne, RMV und NVV zusammenzuschließen. Es bestehen Übergangstarife in die Verkehrsverbünde NVV, VRN, RNN und VAB, sowie spezielle Tarife auf ausgewählten Linien in den Rhein-Lahn-Kreis und in den Westerwaldkreis (Übergangstarife). Touch&Travel ist in allen Verkehrsmitteln gültig.

Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) deckt im Rhein-Neckar-Dreieck Teile der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ab und befährt einzelne Linien bis nach Saarland und Bayern hinein. Das hessische Gebiet beträgt dabei nur eine Fläche von 719 km², nämlich den Kreis Bergstraße. Übergangstarife bestehen in die Verkehrsverbünde KVV , HNV, RMV, RNN, VVM, VAB und saarVV, sowie in die Region Elsass (Übergangstarife). Touch&Travel ist in allen Verkehrsmitteln gültig.

Thüringen[Bearbeiten]

Bis auf verbundfreie Gebiete in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld ist Thüringen durch folgende sieben Verkehrsverbünde abgedeckt:

Während alle Verkehrsverbünde die elektronische Fahrplanauskunft anbieten, kann man Fahrplantabellen, bzw. Fahrplanbuchseiten in allen Verkehrsverbünden bis auf den VMT als PDF herunterladen.

Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV)[Bearbeiten]

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist für den Großraum Halle (Saale)/Leipzig zuständig und besteht seit dem 1. August 2001. Gleichzeitig mit dem Start der S-Bahn Mitteldeutschland wurden am 15. Dezember 2013 ausgewählte Buslinien zu sogenannten PlusBus-Linien aufgewertet. Diese verkehren nun unabhängig von Schultagen, Ferien und Wochenenden täglich in einem leicht merkbaren Takt, aber auch auf die Anschlüsse zum Schienenverkehr abgestimmt. Schnellbuslinien oder Expressbuslinien gibt es nicht, jedoch einen Übergangstarif in den Landkreis Döbeln (Übergangstarife).

Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) organisiert den öffentlichen Personennahverkehr in Mittelthüringen, in das Tarifgebiet integriert sind die Städte Erfurt, Weimar, Jena und Gera sowie Teile der Landkreise Weimarer Land, Sömmerda, Gotha, Ilm-Kreis, Saale-Holzland-Kreis und Burgenlandkreis. Es bestehen keine Übergangstarife, Schnellbusse oder Expressbusse. Einzelne Verkehrsunternehmen sind sowohl in den VMT, als auch in Bus & Bahn Thüringen vertreten.

Bus & Bahn Thüringen[Bearbeiten]

Der Bus & Bahn Thüringen e. V. bildete sich zum 1. Januar 2013 aus den bisherigen Vereinen Marketingkooperation Bus Thüringen e.V. (MBT) und Interessenverband Regionale Personenverkehr Südthüringen e.V. (IVRPV) und stellt einen Zusammenschluss von mehreren regionalen Busunternehmen dar. Weil die Zusammenarbeit lediglich in der Fahrplankoordination besteht, gibt es keinen gemeinsamen Tarif. Im Bus & Bahn Thüringen e. V. sind auch die KomBus GmbH (KomBus) und die Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda mbH (VWG) integriert, weshalb sie in diesem Reiseführer nicht separat beschrieben werden.

Verkehrsgesellschaft Wartburgkreis (VGW)[Bearbeiten]

Die Verkehrsgesellschaft Wartburgkreis (VGW) wurde am 19. Dezember 1996 gegründet und ist ein Zusammenschluss von zwei kommunalen und zwölf privaten Omnibusunternehmen, darunter auch der Kommunalen Personennahverkehrsgesellschaft Eisenach mbH (KVG Eisenach), auf deren Website man weitere Busfahrpläne in Form von Fahrplanbuchseiten, bzw. Fahrplantabellen zum Download als PDF findet. Es besteht eine durchgängige Buslinie von Bad Salzungen nach Bad Hersfeld in den Nordhessischen VerkehrsVerbund (NVV), die sowohl von der VGW, als auch von einem Verkehrsunternehmen des NVV's betrieben und befahren wird.

Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis (RS)[Bearbeiten]

Die Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis (RS) betreibt den regionalen Busverkehr im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuserkreis. Insgesamt 94 Omnibusse verkehren auf 53 verschiedenen Buslinien, teils für die Regionalbus-Gesellschaft (Buslinien aufgeteilt in die Gebiete Mühlhausen, Bad Langensalza und Sondershausen), teils für das Tochternunternehmen die Stadtbus-Gesellschaft (Stadtbusse Mühlhausen und Sondershausen).

Sachsen[Bearbeiten]

Das Tarifgebiet des MDV

In Sachsen gibt es fünf Verkehrsverbünde, welche das gesamte Bundesland vollständig abdecken:

Alle Verkehrsverbünde in Sachsen bieten den Service der elektronischen Fahrplanauskunft, sowie das herunterladen der Fahrplantabellen, bzw. Fahrplanbuchseiten als PDF. Auf diese kann man allerdings nicht verlinken, da die jeweiligen Dokumente erst erstellt oder gleich gedownloadet werden. Touch&Travel wird von keinem der Verkehrsverbünde in Sachsen angeboten.

Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV)[Bearbeiten]

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist für den Großraum Halle (Saale)/Leipzig zuständig und besteht seit dem 1. August 2001. Gleichzeitig mit dem Start der S-Bahn Mitteldeutschland wurden am 15. Dezember 2013 ausgewählte Buslinien zu sogenannten PlusBus-Linien aufgewertet. Diese verkehren nun unabhängig von Schultagen, Ferien und Wochenenden täglich in einem leicht merkbaren Takt, aber auch auf die Anschlüsse zum Schienenverkehr abgestimmt. Schnellbuslinien oder Expressbuslinien gibt es nicht, jedoch einen Übergangstarif in den Landkreis Döbeln (Übergangstarife).

Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) ist zuständig für die kreisfreie Stadt Chemnitz sowie die Landkreise Erzgebirgskreis, Zwickau und Mittelsachsen. Das Verbundgebiet des VMS umfasst 5.111 km², in denen 1,26 Mio. Menschen leben. Insgesamt 364 Buslinien werden mit rund 1.000 Bussen befahren (Stand Dezember 2010). Während spezielle Schnellbuslinien oder Expressbuslinien nicht betrieben werden, besteht ein Übergangstarif in den Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) (Übergangstarife).

Verkehrsverbund Oberelbe (VVO)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) kooperiert zusammen mit 13 Verkehrsunternehmen, die in den rund 4.800 km² großen Verbundgebiet, bestehend aus der Landeshauptstadt Dresden und den Landkreiseb Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und dem westlichen Teil des Landkreises Bautzen, zwischen rund 3.800 Haltestellen auf über 300 Linien jährlich mehr als 200 Millionen Fahrgäste befördern. Ab Dezember 2015 sollen erstmals Schnellbuslinien die Region zwischen Döbeln, Nossen und Meißen besser erschließen; schon jetzt besteht ein Übergangstarif in den Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) (Übergangstarife).

Verkehrsverbund Vogtland (VVV)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Vogtland (VVV) ist eine 100%ige Tochter des Zweckverbands ÖPNV Vogtland (ZVV) und wurde am 1. Januar 2004 gegründet. Neben dem Übergangstarif EgroNet-Ticket, das im Vierländereck Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen gilt, besteht seit 1. Januar 2015 ein Regionenticket, welches zwischen dem Vogtland und Zwickau gilt, also in den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS).

Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON)[Bearbeiten]

Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) betreibt den öffentlichen Personennahverkehr in der Region Oberlausitz-Niederschlesien, dem Dreiländereck zwischen Deutschland, Tschechien und Polen und wurde am 28. Juni 1995 gegründet. Seit dem 12. Dezember 2010 gibt es einen Übergangstarif in den Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) (Übergangstarife), Schnellbusse oder Expressbusse dagegen nicht. Weiter ist eine Fusion zwischen den beiden Verkehrsverbünden ZVON und VVO im Gespräch.

Rheinland-Pfalz[Bearbeiten]

Das Bundesland Rheinland-Pfalz ist vollständig durch die folgenden sechs Verkehrsverbünde abgedeckt:

Alle Verkehrsverbünde bieten auf ihren Internetseiten sowohl die elektronische Fahrplanauskunft (EFA), als auch den Download der Fahrplantabellen, bzw. Fahrplanbuchseiten an. Bei den Verkehrsverbünden KVV, VRN und VRT müssen die jeweiligen Linienfahrpläne erst erstellt werden, beim RMV muss man auf den Websites der jeweils beauftragten Verkehrsunternehmen nach den Fahrplänen suchen, um sie als PDF zu downloaden.

Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)[Bearbeiten]

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ist für den öffentlichen Personennahverkehr in einem 3550 km² großen Gebiet zuständig; allein das Busliniennetz hat eine Länge von insgesamt 2150 Kilometern. Überregional bekannt ist der KVV vor allem durch das sogenannte Karlsruher Modell. Schnellbusse oder Expressbusse verkehren nicht, aber es bestehen mehrere Übergangsregelungen in benachbarte Verkehrsverbünde (Übergangstarife). Touch&Travel ist in allen Verkehrsmitteln gültig.

Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV)[Bearbeiten]

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist mit mehr als 700 Millionen beförderter Kunden pro Jahr, einer Fläche von 14.000 km² und circa 15.000 Haltestellen einer der größten Verkehrsverbünde in Deutschland. Sein Tarifgebiet deckt ganz Mittelhessen und das Rhein-Main-Gebiet ab, sowie die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Es bestehen Übergangstarife in die Verkehrsverbünde NVV, VRN, RNN und VAB, sowie spezielle Tarife auf ausgewählten Linien in den Rhein-Lahn-Kreis und in den Westerwaldkreis (Übergangstarife). Touch&Travel ist in allen Verkehrsmitteln gültig.

Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN)[Bearbeiten]

Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) wurde 1999 gegründet und betreibt als Mischverbund den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt Mainz (tariflich ist das gesamte Tarifgebiet Mainz/Wiesbaden als Übergangsbereich einbezogen; siehe auch RMV), den Landkreisen Mainz-Bingen, Birkenfeld, Bad Kreuznach und dem Landkreis Alzey-Worms (nördlicher Teil im Tarifgebiet als Kerngebiet, südlicher Teil im Tarifgebiet als Übergangsbereich). Es wurden ein RMV/RNN-Übergangstarif und eine Kooperation bei den Rheinfähren eingerichtet (Übergangstarife); Touch&Travel ist in allen Verkehrsmitteln gültig.

Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) wurde am 1. Januar 1996 gegründet und ist für den ÖPNV in den Landkreisen Altenkirchen, Ahrweiler, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Westerwaldkreis, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn sowie der kreisfreien Stadt Koblenz zuständig.

Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) deckt im Rhein-Neckar-Dreieck Teile der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ab und befährt einzelne Linien bis nach Saarland und Bayern hinein. Auch im VRN gibt es zur Zeit keine speziellen Schnellbuss- oder Expressbuslinien. Übergangstarife bestehen in die Verkehrsverbünde KVV , HNV, RMV, RNN, VVM, VAB und saarVV, sowie in die Region Elsass (Übergangstarife). Touch&Travel ist in allen Verkehrsmitteln gültig.

Verkehrsverbund Region Trier (VRT)[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) ist ein Zusammenschluss zweier Zweckverbünde, die aus der kreisfreien Stadt Trier und den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-Saarburg bestehen. Es fahren keine Schnellbusse oder Expressbusse im VRT. Für Fahrten nach Luxemburg in die Bus- und Bahngesellschaft Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) gibt es aber einen speziellen Übergangstarif (Übergangstarife).

Saarland[Bearbeiten]

In Saarland gibt es nur einen einzigen Verkehrsverbund, an welchem alle saarländischen Verkehrsunternehmen beteiligt sind:

Fahrplantabellen kann man im saarVV nicht downloaden, stattdessen steht nur die Online-Fahrplanauskunft zur Verfügung. Man findet diese auf www.saarfahrplan.de.

Saarländischer Verkehrsverbund (saarVV)[Bearbeiten]

Der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) deckt das komplette Gebiet des Bundeslandes Saarlandes ab. Während es keine speziellen Schnellbuslinien oder Expressbuslinien gibt, wurden NachtBusse eingerichtet, die in den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und in den Nächten zu Feiertagen verkehren. Die sieben Nachtbuslinien fahren dabei landesweit, also auf unterschiedlichen Routen durch das Saarland, meist von Saarbrücken aus. Übergangstarife gibt es zum Beispiel zum VRN (Übergangstarife).

Baden-Württemberg[Bearbeiten]

In Baden-Württemberg gibt es mehr als 20 verschiedene Verkehrsverbünde. Man findet sie auch aufgelistet im Wikipedia-Artikel Liste deutscher Tarif- und Verkehrsverbünde.

Bayern[Bearbeiten]

In Bayern gibt es mehr als 35 verschiedene Verkehrsverbünde. Man findet sie alle aufgelistet im Wikipedia-Artikel Liste deutscher Tarif- und Verkehrsverbünde.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Christian Staas und Nicolai Kwasniewski : Anschluss gesucht. In: Zeit Online. 6. Juni 2004, abgerufen am 2. Januar 2015 (43-mal umsteigen, 330-mal anhalten. Im Linienbus von Norddeich bis nach Mittenwald erlebt man die melancholische Seite Deutschlands.).
  • Sabrina Gundert : Mit dem Linienbus durch Deutschland. In: jetzt.de. 16. Juli 2008, abgerufen am 8. Oktober 2015 (Daniel Lorbach, 29, ist Webdesigner in Köln und reist viel in seiner Freizeit – mit Linienbussen. jetzt.de hat mit ihm über seine spektakulärsten Fahrten und sein ganz persönliches Bus-Paninialbum gesprochen.).
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