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Gotha

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Schloss Friedenstein
Gotha
BundeslandThüringen
Einwohner
45.410 (2015)
Höhe
300 m
Tourist-Info(0)3621 510-430
[1]
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Lage
Lagekarte von Thüringen
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Gotha

Gotha ist mit knapp 46.000 Einwohnern nach Erfurt, Gera, Jena und Weimar die fünftgrößte Stadt Thüringens und die Hauptstadt des Landkreises Gotha.

Hintergrund[Bearbeiten]

Gotha (in den ältesten Urkunden Gotegewe, später Gotaha genannt) kommt zuerst um 930 vor als ein Dorf, das zum Stift Hersfeld gehörte und das durch dessen Abt Gothard (nachherigen Schutzheiligen von Gotha) mit Mauern umgeben wurde. Später kam es in den Besitz der Landgrafen von Thüringen, die dort eine Kemnate erbauten, aus der das feste Schloss Grimmenstein entstand. Um 1200 wird Gotha zuerst als Stadt genannt, deren Wassermangel der Landgraf Balthasar im Jahre 1350 beseitigte, indem er den Leinakanal nach Gotha bauen ließ. Nach dem Aussterben der Landgrafen kam Gotha an die Wettiner und fiel bei der Teilung zwischen Friedrich dem Sanftmütigen und dessen Bruder Wilhelm 1440 an den Letzteren, nach Wilhelms Tod 1485 in der Teilung zwischen Ernst und Albert an Ernst (Kursachsen). Die Reformation fand in Gotha schon um 1521 Eingang. Hier wurde im Februar 1526 der sonst nach Torgau benannte Bund zwischen Kursachsen und Hessen geschlossen. Im Schmalkaldischen Krieg 1546 wurde ein großer Teil der Grimmenstein-Festungswerke von den Kaiserlichen geschleift. Zwar durften die Söhne Johann Friedrichs die Befestigungen später wiederherstellen; als sich jedoch einer von ihnen, Johann Friedrich der Mittlere, der in Gotha residierte, in die Grumbachschen Händel verwickelte und infolgedessen in die Reichsacht kam, wurde Gotha 1566 vom Kurfürsten August von Sachsen, als Vollstrecker der Reichsacht, belagert und am 13. April 1567 eingenommen, worauf Grimmenstein abermals und völlig geschleift wurde. 1640 fiel Gotha an Herzog Ernst den Frommen, den Stifter der neuen gothaischen Linie, der in Gotha seine Residenz nahm und das Schloss Friedenstein erbaute. Ernst II. (1772-1804) räumte die alten Festungswerke um Gotha weg und ersetzte sie durch Anlagen. Mit dem Aussterben dieser Linie (1825) kam Gotha an Coburg. In Gotha erblühte im 18. Jahrhundert unter Ekhofs Leitung und der Mitwirkung von Böck, Iffland, Beck etc. bis 1779 die Schauspielkunst, während im 19. Jahrhundert durch A. Petermann (bis 1878 Leiter der geographischen Anstalt von J. ˆ[Justus] Perthes) Gotha ein Mittelpunkt für die geographischen Wissenschaften auf der ganzen Erde war.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist der Flughafen Erfurt-Weimar, in etwa 20 km Entfernung östlich; allerdings mit nur wenigen Charterverbindungen. Die nächsten Flughäfen mit Linienflügen sind der Flughafen Frankfurt am Main und der Flughafen Leipzig/Halle, die beide mit dem Zug gut erreichbar sind.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Gotha wird vom Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn angefahren.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

In Gotha und Umgebung gibt es ein dichtes Busnetz, näheres unter: VMT-Thüringen

Auf der Straße[Bearbeiten]

Aus Richtung Osten und Westen ist Gotha über die A4 erreichbar. Von der Symbol: AS 42, Gotha sind es nur 5 km bis zur Stadtmitte.

Gotha liegt an der B7 Eisenach - Erfurt und an der B247 Bad Langensalza - Ohrdruf.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Gotha
Straßenbahnplan Gotha
Historisches Rathaus
Das Hospital Mariae Magdalenae
Naturkundemuseum

Die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind gut zu Fuß zu erreichen, die Altstadt ist ohnehin eine Fußgängerzone. Die touristischen Ziele in den Randgebieten sind gut mit einem Fahrrad zu erkunden. Am Bahnhof ist wie üblich ein Taxistand, außerdem ist hier eine Straßenbahnstation, von wo aus man in wenigen Minuten in die Altstadt kommt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Da die Stadt im Zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt geblieben ist, findet man in ihr eine Vielzahl von sehr gut erhaltenen Sehenswürdigkeiten, die von der bewegten Geschichte zeugen. Hierzu gehören auch prächtige Villen und große historische Gebäude von bedeutenden Persönlichkeiten oder deren Betrieben.Informativ ist in diesem Zusammenhang die Liste der Kulturdenkmale in Gotha auf Wikipedia.

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Margarethenkirche am Neumarkt, um 1500. Hier begann 1522 die Revolution.
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Augustinerkloster in der Augustinerstraße, um 1270. Vorläufer des Ernestinums, einer berühmt gewordenen Lateinschule
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Pfarrkirche St. Bonifatius, Schützenallee, kath. Pfarrkirche
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Christkönigskirche, Südstraße, kath. Kirche

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Schloss Friedenstein. Diese frühbarocke Schlossanlage, 1643 bis 1654 erbaut, stellt die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt Gotha dar.
    • 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Die "Kultourstadt" Gotha bietet täglich Führungen durch die Kasematten des Schlosses an, eine der stärksten barocken Festungsanlagen Mitteldeutschlands. In den seit 350 Jahren unveränderten Festungswerken herrscht stets eine Temperatur von 8 Grad. Zu besichtigen sind Büchsengalerien, Schartenkammern, Hinterwehren u.v.a.m. Rundgang tgl. um 13 und 17 Uhr ab Eingang Kasematten, Elsa-Brandström-Weg (Zugang ab Parkallee oder Friedrich-Jacobs-Straße). Die Führung dauert 1 h.
  • 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Schloss Friedrichsthal, 1708-1711, Sommerpalais von Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Das historische Rathaus auf dem Hauptmarkt
  • 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Die ehemalige Innungshalle am unteren Hauptmarkt, Ecke Marktstraße, heute ein Restaurant
  • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Hospital Mariae Magdalenae, Brühl/Hospitalgasse, ist die älteste Wohlfahrtseinrichtung der Stadt Gotha. 1223 gestiftet vom Thüringer Landgrafen Ludwig IV. und seiner Gattin, der späteren Heiligen Elisabeth. Umbau 1716 - 1719 unter Herzog Friedrich II. unter Einbeziehung älterer Bausubstanz, eine schlichte Dreiflügelanlage mit dekorierter Schaufassade und Hospitalkirche. Das Gebäude diente bis 1974 als Altenheim, 1990 - 1992 Sanierung, heute Nutzung als Verwaltungsgebäude.
  • 11 Typ ist Gruppenbezeichnung Der Gothaer Tivoli ist eine ehemalige Gaststätte und das Gründungshaus der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), des unmittelbaren Vorgängers der SPD.
  • 12 Typ ist Gruppenbezeichnung Herzogliches Museum: Ein Neorenaissance-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, in dem seit der Wiedereröffnung 2013 die Kunstsammlung der Herzöge von Sachsen-Gotha gezeigt wird, mit ägyptischen und griechisch-römischen Antiken, Malerei der Renaissance, ostasiatischer Kunst aus China und Japan sowie Skulpturen aus verschiedenen Epochen. Ein Meisterwerk der Ausstellung ist das Gothaer Liebespaar, ein Gemälde von 1480.
  • 13 Typ ist Gruppenbezeichnung Der ehem. Marstall: 1848 mit Seeberger Sandstein erbaut. Bis 1997 wurden die Reithalle und die Stallungen für den Reitsport benutzt. 1998 erfolgten umfangreiche Sanierungen zu Wohnungen, Büros und einer Galerie.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • 14 Typ ist Gruppenbezeichnung Lucas-Cranach-Haus: Hier lernte Lucas Cranach d.Ä. seine spätere Ehefrau Barbara Brengebier kennen, Tochter des Gothaer Ratsherrn und Bürgermeisters, Jobst Brengebier. Das Brengebier-Haus hat heute den Namen des berühmten Malers. Barbara Cranach, eine der beiden Töchter Lucas', war mit dem später in Gotha gevierteilten Christian Brück verheiratet. Ursula, die andere Tochter, wohnte später mit ihrem Mann im Brengebierschen Haus.

Museen[Bearbeiten]

  • 15 Typ ist Gruppenbezeichnung Das Museum der Natur ist heute im Westturm des Schlosses Friedrichstein untergebracht.
  • 16 Typ ist Gruppenbezeichnung Ernst Wilhelm Arnoldi gründete im Jahre 1820 in Gotha die Feuerversicherungsbank des Deutschen Handelsstandes, die heutige Gothaer Versicherungsbank VVaG. Sein damaliges Verwaltungsgebäude ist heute das Deutsche Versicherungsmuseum. 1827 gründete er die erste deutsche Lebensversicherungsbank und schuf somit den Beginn des modernen Versicherungswesens in der Rechtsform des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG).

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Hauptmarkt mit:
    • Altes Rathaus
    • Wasserkunst
    • viele als Kulturdenkmale ausgewiesene Bürgerhäuser
    • viele an den Häusern angebrachte Hausmarken
    • Gothardusbrunnen
  • Die Einkaufsmeile Marktstraße, Neumarkt, Erfurter Straße, Arnoldiplatz
  • Buttermarkt

Wer aufmerksam durch die Stadt schlendert und vielleicht zu Boden schaut, wird hier und da Stolpersteine entdecken, die vor dem letzten freiwilligen Wohnhaus eines dem NS-Regime nicht genehmen Bürgers in den Bürgersteig eingelassen sind, um an das Schicksal dieser Verfolgten zu mahnen. Näheres in der Liste der Stolpersteine im Landkreis und in der Stadt Gotha bei Wikipedia.

Parks[Bearbeiten]

  • Orangerie
  • Schlosspark
  • Mönchpark (Siebleben)

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 17 Typ ist Gruppenbezeichnung Hauptfriedhof mit dem ersten Krematorium Deutschlands
  • 18 Tierpark Gotha, Töpfleber Weg 2. Tel.: +49 (0)3621-707731. Im Tierpark Gotha erwarten etwa 140 Tierarten mit insgesamt 650 Tieren und ein Naturlehrpfad, ein Abenteuerspielplatz und ein Streichelgehege auf Jung und Alt. Geöffnet: Geö. tgl. 9-17 Uhr.
  • 19 Typ ist Gruppenbezeichnung Nur 200 m weiter ab Parkplatz stand die weltberühmte Gothaer Seeberg-Sternwarte, von der nur das Wohnhaus des ersten Betreibers Franz Xaver von Zach übrig geblieben ist, heute eine Gaststätte "Alte Sternwarte". Zwei Gedenktafeln im Außenbereich der Gaststätte "Alte Sternwarte" erinnern an Herzog Ernst II. als den Stifter und an von Zach. Ein sogenannter Meridianstein blieb ebenfalls erhalten.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Moses Kaufhaus ,Erfurter Str. 5, 99867 Gotha, Telefon: 03621/ 22310, Öffnungszeiten: Mo - Fr 09.00 - 19.00 Uhr, Sa 09.00 - 16.00 Uhr http://www.moses-gotha.de/

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • 7 Altstadthotel-Athos, Pfortenwallgasse 1, 99867 Gotha. Tel.: +49 (0)3621 2959394, Fax: +49 (0)3621 29596. Geöffnet: Restaurant Mo – Sa 17.30 – 23.00 Uhr, So 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 23.00 Uhr; Servicezeiten Rezeption: Mo – Fr 5.00 – 2.00 Uhr, Sa + So 5.00 – 4.00 Uhr, frühester Check-In 12.00 Uhr, spätester Check-Out 11.00 Uhr.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Friedrichroda (17 km südwestlich) - Erholungsort, Marienglashöhle mit seltenen Kristallen. Erreichbar auch über die Thüringerwaldbahn.
  • Waltershausen (13 km südwestlich) - Schloss Tenneberg, Freizeitzentrum Gleisdreieck, Stadt Kirche mit Orgel. Erreichbar auch über die Thüringerwaldbahn, A4
  • Bad Tabarz (21 km südwestlich) - Erholungsort mit Inselsberg ist ebenfalls über die Thüringerwaldbahn [2] zu erreichen (Endhaltestelle).
  • Ilmenau (40 km südöstlich, B 88) - Goethestadt

Literatur[Bearbeiten]

  • Heiko Stasjulevics: Gotha, die Fliegerstadt, 2001, ISBN 3-934748-69-4
  • Manfred Strumpf: Gothas astronomische Epoche, Horb am Neckar 1998, ISBN 3-89570-381-8
  • Gothaischer Genealogischer Hofkalender, Verlag Justus Perthes, Gotha 1913
  • Augenzeugenberichte: Das Herzoglich Sachsen-Coburg-Gothaische Infanterieregiment 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002, ISBN 3-936030-10-3
  • Hugo Kehnert: Die Kriegsereignisse des Jahres 1866 im Herzogtum Gotha und die gothaischen Turner zur Zeit des Treffens von Langensalza 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002, ISBN 3-934748-76-7
  • Hans Walther: Straßenchronik der Stadt Gotha - einschließlich der Vororte Siebleben, Sundhausen, Boilstädt, Uelleben, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2. Auflage 2005, ISBN 3-934748-26-0
  • Günter Walter: Aquädukt und Bahnhof Leinakanal in Thüringen bei Gotha 1844-1994, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2005, ISBN 3-937135-50-2

Weblinks[Bearbeiten]

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