Autofahren in Deutschland

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Deutschland ist der Geburtsort des Automobils und seines Erfinders, Carl Benz. Nach wie vor gehört Deutschland zu den weltweit führenden Automobilherstellern u. a. mit den Luxusautomarken wie Mercedes-Benz, BMW und Porsche. Das Autobahnnetz ist weltweit für seine Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzung bekannt. Dies macht neben der hohen Dichte und dem allgemein guten Zustand der Straßeninfrastruktur das Fahren in Deutschland zu einem vergnüglichen, wenn auch etwas teuren Unterfangen. Innerhalb von Städten ändert sich jedoch das Bild: Es ist meist anstrengend, in einer Stadt mit einer halben Million Einwohnern oder mehr zu fahren. Viele Stadtzentren und Altstädte sind zudem verkehrsberuhigt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Deutschen haben eine Leidenschaft für Autos. Das gilt auch für diejenigen, die selbst kein Auto besitzen, oder auch diejenigen, die sich gegen die oft autozentrierte deutsche Verkehrspolitik aussprechen. Eine Reihe von Comedians und Ärzten haben schon beobachtet, dass ein durchschnittlicher deutscher Mann sein Auto besser pflegt als seine eigene körperliche Gesundheit. Während viele Deutsche ihr Auto größtenteils eher als nützliches Objekt sehen, gibt es eine Minderheit, die es gar als Objekt der Leidenschaft, des Vergnügens und sogar der Liebe sieht. Und sie sind gut organisiert: der ADAC ist die zweitgrößte Auto-Lobbygruppe der Welt – hinter seinem US-amerikanischen Pendant, der American Automobile Association. Deutsche neigen auch zu Vorurteilen, z. B., dass Ausländer – insbesondere aus südlichen oder östlichen Ländern – eher unangepasst fahren und deshalb eher zurückhaltend in Deutschland fahren, insbesondere, wenn es deren erster Tag im Land ist.

Nur weil es Strecken auf der Autobahn gibt, auf denen man 200 km/h fahren kann, heißt das nicht, dass man es muss. So ist z. B. die Höchstgeschwindigkeit für LKWs, die meist nur auf der rechten Fahrspur fahren, auf 80 km/h beschränkt. Während insbesondere in den 1950er- und 1960er-Jahren viele Städte versuchten, möglichst „autofreundlich“ zu werden, gewinnen nun immer mehr lokale Oppositionsgruppen und der Erhalt des architektonischen Erbes – anders als z. B. in den USA – die Oberhand gegen die Autolobby. Die „autofreundlichen“ Entwicklungen in einigen Städten werden immer mehr als Fehler der Vergangenheit angesehen, für die man sich schämen müsste, und sie werden rückgängig gemacht. Straßenbahnen sind in vielen Städten ein häufiger Anblick, und obwohl sie zunehmend nicht mehr auf der Straße fahren, sollte man sie in Städten wie Dresden im Blick haben, da sie bei einer Kollision unweigerlich gewinnen werden.

An Sonn- und Feiertagen dürfen Lastkraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 t oder Lastkraftwagen mit Anhängern ungeachtet des Gewichts nicht zwischen Mitternacht und 22.00 Uhr fahren. Es gibt jedoch zahlreiche Ausnahmen von dieser Regel, so z. B. für LKWs, die verderbliche Produkte befördern. In der Praxis sind also auch sonntags viele LKWs auf den Straßen unterwegs.

Autovermietung und Fahrgemeinschaften[Bearbeiten]

An allen deutschen Flughäfen gibt es Möglichkeiten zur Autovermietung und auch die bekannten Mietwagenfirmen sind dort vorhanden. Es kann allerdings durchaus günstiger sein, das Auto in der Stadt zu mieten, da es bei der Vermietung am Flughafen zu zusätzlichen Gebühren kommen kann.

Mietautos und Angebote für Fahrgemeinschaften (Mitfahrzentrale) sind in den meisten Städten vorhanden, auch eine Einwegmiete (innerhalb Deutschlands) ist bei den größeren Ketten ohne weitere Gebühren möglich. Mietautos in Deutschland sind in der Regel mit einer manuellen Gangschaltung ausgestattet, wer stattdessen ein Auto mit automatischer Gangschaltung mieten möchte, sollte das vorher explizit erwähnen (wichtig für Autofahrer zu wissen, die nur Automatik fahren dürfen).

Einige Autovermietungen verbieten Fahrten in osteuropäische Länder (wie z.B. Polen und Tschechien). Wenn man, neben Deutschland, auch eines dieser Länder per Mietauto besuchen möchte, macht es Sinn, das Auto dort zu mieten, denn Fahrten nach Deutschland stellen von dort i.d.R. kein Problem dar.

Mitfahrgelegenheiten stellen eine weitere und oft auch die günstigste Möglichkeit dar, mit dem Auto herumzukommen (durch vermiedene Autofahrten wird zudem etwas die Umwelt geschont), sie werden meistens auf entsprechenden Seiten im Internet angeboten bzw. können dort auch gesucht werden. Die bekanntesten Seiten sind Fahrgemeinschaft und Besser mitfahren, wo man auch selber Angebote eintragen kann.

Einen guten Vergleich über verschiedene Verkehrsmittel gibt es hier, eine weitere bekannte Seite ist Blablacar .

Verkehrsregeln[Bearbeiten]

Beispielführerschein, ausgestellt in Deutschland

Ausländische Führerscheine werden für einen Zeitraum von 6 - 12 Monaten akzeptiert, u.U. kann allerdings eine Übersetzung vonnöten sein. Wer über diesen Zeitraum hinaus in Deutschland fahren möchte, benötigt einen deutschen Führerschein. Dies gilt nicht für EU-Führerscheine.

Verstöße gegen die Verkehrsregeln werden fast immer bestraft (und in Deutschland sollte nicht versucht werden dem durch eine direkte Zahlung an den Polizisten entkommen zu wollen). Bei schwereren Vergehen erhält man sogenannte „Punkte“, die dem Führerschein zugeordnet werden. Wenn acht Punkte erreicht werden, kann der Führerschein eingezogen werden. Diese Regelungen werden nicht bei ausländischen Führerscheinen angewendet, allerdings können hier die Strafen für Verkehrsverstöße deutlich höher sein. Schwerere Verstöße können dann (zusätzlich zu einer Geldstrafe) zu einem mehrmonatigem Fahrverbot führen. Da die Behörde, die für das Fahreignungsregister zuständig ist, ihren Hauptsitz in Flensburg hat, spricht man umgangssprachlich auch davon, dass man „Punkte in Flensburg“ hat.

„Grünpfeil“
  • Ampeln/Lichtsignalanlagen: An Kreuzungen regeln häufig Ampeln den Verkehrsfluss, der Aufbau ist folgendermaßen: Ampeln sind vor der Kreuzung knapp hinter der Haltlinie aufgestellt. Ampeln ohne Pfeil beziehen sich auf alle Fahrtrichtungen; dies gilt allerdings nicht, wenn bestimmte Fahrtrichtungen durch eine extra Ampel mit Pfeil in die entsprechende Richtung signalisiert sind.
Bei Rotlicht ist es nicht erlaubt rechts abzubiegen. Die einzige Ausnahme ist, wenn an der Ampel ein schwarz-grüner Pfeil befestigt ist (sog. „Grünpfeil“). In diesem Fall darf — nachdem man zuvor an der Ampel gestoppt hat und durch das Abbiegen weder kreuzender Verkehr, noch Fußgänger oder Radfahrer, die die Straße überqueren, behindert werden — vorsichtig nach rechts abgebogen werden. Verpflichtet dazu ist man aber nicht und jemanden per Hupe zum Rechts abbiegen drängen zu wollen, kann als Nötigung gewertet werden.
Eine dicke weiße Linie vor der Kreuzung mit Ampeln zeigt an, wo zu stoppen ist (sog. „Haltlinie“). Viele Kreuzung nutzen „selbst-regulierende“ Ampeln. Eine Induktionsspule üblicherweise kurz vor der weißen Linie oder ein optischer Sensor erkennen wartende Fahrzeuge. Bei Induktionsspulen ist darauf zu achten tatsächlich bis zur weißen Linie vorzufahren, da man ansonsten nicht erkannt wird und man entweder länger warten muss, oder die Ampel gar nicht erst auf Grün schaltet.
Gelbe Signale sind von kurzer Dauer (2-3 Sekunden) und werden auch vor dem Grünwerden der Ampel angezeigt (die Reihenfolge ist grün, gelb, rot, rot-gelb, wie auch im Vereinigten Königreich). Wenn das gelbe Licht blinkt, bedeutet dies, dass die Ampel entweder defekt oder ausgeschaltet ist (z.B. spät nachts oder an Wochenenden); in diesem Fall sind die Verkehrszeichen oder, falls nicht vorhanden, die "rechts vor links"-Regel zu beachten. Das Überfahren der Ampel bei Rot wird mit einem Bußgeld (bis zu 200 €) geahndet - und wird von anderen Verkehrsteilnehmern nicht erwartet. Zu beachten ist auch, dass Fußgänger — vor allem in Städten — von Zeit zu Zeit über die Straße gehen. Dies ist vor allem an Straßenbahn- oder Bushaltestellen üblich, wo die Leute über die Straße rennen, um ihre Fahrt nicht zu verpassen.
  • Mobiltelefon: Die Benutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt ist verboten, es sei denn, es wird mit Freisprechanlage genutzt. Dies gilt auch beim Halten an einer roter Ampel, usw.. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Telefon zum Telefonieren oder nur zum Ablesen der Uhr benutzt wird: Sobald es in die Hand genommen wird, liegt ein Verstoß vor. Selbst die Verwendung einer Navigationssoftware auf einem Smartphone ist nicht erlaubt, es sei denn, das Telefon ist im Auto montiert oder wird von einem Beifahrer gehalten. Die Polizei ist in diesen Sachen sehr streng. Um ein Mobiltelefon legal im Auto benutzen zu können, muss der Motor ausgeschaltet sein oder das Auto muss dauerhaft geparkt sein, d. h. auch das bloße Anhalten am Straßenrand führt zu einem Bußgeld.
Die Verwendung von „Blitzerwarnapps“ ist ebenfalls verboten.
  • Fahrradfahrer und Fahrbahnmarkierungen: Normale Straßenmarkierungen sind weiß. Gelbe Fahrbahnmarkierungen heben vorhandene weiße Markierungen auf und ersetzen diese. Bei Gehwegen ist auf Radfahrer zu achten. Manchmal dürfen Radfahrer in Einbahnstraßen die Fahrbahn in der „falschen Richtung“ benutzen, hier ist also zu erwarten, dass einem Radfahrer entgegenkommen und man bei Engstellen auch mal anhalten muss, um diesen vorbeifahren zu lassen. Sollte man abbiegen, ist Radfahrern Vorrang zu gewähren. Bei „Fahrradstraßen“ ist die Einfahrt für Kfz, soweit nicht explizit freigegeben, verboten.
  • Zebrastreifen / Fußgängerstreifen: Das Anhalten an „Zebrastreifen“ ist verpflichtend, wenn erkennbar ist, dass Fußgänger kreuzen möchten. Entsprechend halten fast alle deutschen Fahrer, weshalb viele Fußgänger direkt kreuzen und nicht darauf achten, ob Fahrzeuge tatsächlich auch anhalten. Ausbleibendes Anhalten kann mit 80 € und einem Punkt geahndet werden.
  • Polizei: Die Polizei zeigt leuchtende Schilder mit der Aufschrift "Polizei Halt" oder "Bitte folgen", wenn sie Anweisungen erteilt. Es wird zudem ein hörbares "Kläff-Signal" abgegeben. In diesem Fall ist ruhig und freundlich zu bleiben. Bei Aufforderung sind Führerschein und Fahrzeugpapiere auszuhändigen (bei gemieteten Autos hat man eine Kopie des Mietvertrags in diesem). In den meisten Fällen ist das alles, was passiert, und soweit sich an die Verkehrszeichen und Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten wurde, ist es sehr unwahrscheinlich, dass man überhaupt angehalten wird. In der Regel hält die Polizei Fahrzeuge an, indem sie das Fahrzeug überholt und es dann auf dem Standstreifen oder auf dem Bürgersteig zum Stehen bringt. Wenn jedoch ein Polizeiauto auf einer belebten Straße mit Gegenverkehr hinter einem Autofahrer ist, kann sie auch mit Blaulicht und ohne Sirene zum Anhalten auffordern. Vor allem auf der Autobahn ist die Polizei weniger sichtbar als in anderen Ländern, weil sie oft in Zivilfahrzeugen patrouilliert.
  • Alkohol: Die Polizei führ routinemäßig Alkoholkontrollen bei Fahrzeugführern führ; besonders intensiv sind die Kontrollen an nationalen Feiertagen oder in der Nähe von Großveranstaltungen, bei denen Alkohol konsumiert werden kann. Es ist illegal, mit einem Blutalkoholgehalt von mehr als 0,05 % (0,5) zu fahren. Auch unterhalb dieses Grenzwerts ist mit hohen Geldstrafen zu rechnen, wenn Fahrer fahruntüchtig erscheinen oder in einen Unfall verwickelt werden (selbst wenn sie keine Schuld trifft). Für Personen unter 21 Jahren und für Personen, die ihren Führerschein seit weniger als zwei Jahren besitzen, liegt die Grenze bei Null. Wenn der Führerschein vor kurzem erneuert wurde, sollte, wenn möglich, eine Kopie des früheren Führerscheins mitgeführt werden.
Umweltzone
  • Umweltzonen: Alle Autos - und ja, das gilt auch für Elektroautos - die in eine „Umweltzone“ fahren, benötigen eine „Feinstaubplakette“, die ihre Schadstoffklasse angibt. Die Plaketten gibt es in drei Farben: grün, gelb und rot. Auf Schildern, die den Beginn der schadstofffreien Zonen markieren (in der Regel die zentralen Teile einer Stadt) sind die Farben angegeben, die in die Zone hinein dürfen. Beim Mieten eines Autos sollte sich vergewissert werden, dass dieses eine Feinstaubplakette hat. Wer mit dem eigenen Auto reist, erhält Plakette gegen eine geringe Gebühr bei:
  • Kfz-Zulassungsstellen
  • technische Überwachungsorganisationen, wie der TÜV (auch online möglich, beispielsweise TÜV Nord), GTÜ oder Dekra
  • viele Autowerkstätten
Städte mit Umweltzonen. Die rote Plakette ist im Grunde wertlos, da keine Stadt Autos ohne Plakette verbietet und solche mit roter Plakette zulässt
  • Spikes sind in ganz Deutschland streng verboten, mit Ausnahme einer 15 km-Zone entlang der österreichischen Grenze und der Abkürzung über die B21 zwischen den österreichischen Städten Salzburg und Lofer.
  • Abbiegen an einer Kreuzung: Im Allgemeinen muss beim Abbiegen Fußgängern oder Radfahrern, die die Straße überqueren, in die abgebogen werden soll, Vorrang gewährt werden. Dies gilt insbesondere auch, wenn ein Radstreifen rechts der eigenen Fahrspur markiert ist; auch in diesem Fall haben Radfahrer Vorrang.
  • Vorfahrt: Wenn an einer Kreuzung keine anderslautenden Markierungen vorhanden sind, hat das von rechts kommende Fahrzeug/Radfahrer die Vorfahrt ("rechts vor links"-Regel).

Verkehrsunfälle[Bearbeiten]

Emergency phone on the Autobahn

If you are involved in an accident, immediately stop where it happened (except if you're on a Autobahn or some other multilane road). Carefully get out of the car and check for injured people and damage on the cars.

If there is only minor damage, immediately move your vehicle to the roadside so that you don't block the road. It is a good idea to take some pictures of the scene before moving the cars. Germans are really crazy about their cars and accidents. That's mainly because they're shocked and think preserving the scene for the police might "help" in some way. It's not unusual that they will block an entire 4-lane crossroad during rush hours just because you slightly touched their bumper. Don't bother. Check the situation and tell them they have to clear the road (refer to the traffic regulations (StVO) §34.2) – and maybe remind them of the fine for blocking the traffic.

If there is only minor material damage you are only obligated to exchange names, addresses and insurance information. It is always a good idea to write down a report, stating all involved cars, drivers, witnesses and how the accident happened. Have it signed by all parties. It is neither necessary nor mandatory to call the police. Some people will want to call the police and expect you to wait for them but you do not have to. If you are driving a rental car, the car rental may want you to call the police and file a report; just ask when picking up the car.

In case of heavy damage or injuries (or one of the passengers complaining about headache) then it gets difficult. Injuries from car accidents often cause trauma with huge costs for medical treatment and the insurances will look very closely how the accident happened (and who is to blame). In this case do not move anything, secure the crash site and try to help injured people. Then call 112 for rescue service and state: Where, what, how many casualties, which injuries - then wait for further instructions. Even if nobody is hurt but there is a lot of damage (with parts lying around, especially oil leaking), call 110 for police. They will come, regulate the traffic and will call someone to clean up the road.

Most of the accidents (something around 80–90%) happen in cities and on rural roads. In the rare case you have an emergency on a Autobahn (or some other multi-lane road with heavy or fast traffic), slow down without endangering the traffic around and stop on the emergency lane. First of all, before getting out of the car, watch out for the traffic. Each year people who are trying to help in an accident are fatally hit by another car. Put on your reflective vest (all passengers), get out on the right side of the car (the side without traffic) and get behind the guardrail. Take the breakdown triangle (usually out of the trunk) and place it approximately 150–200 m (500–650 ft) behind the car on the roadside. Always walk behind the guardrail.

With the police involved there is also usually a fine to pay (approximately €25 if the accident was caused in "stationary" traffic: parking and can be up to €40 if the accident was caused in "moving" traffic), which must be paid either on the spot or at the nearest police station. The fine can be higher if there was an obstruction or hazard to other road users. Leaving an accident, if caught, is punished with a heavy fine (the German police possess surprising efficiency when it comes to tracking down foreign cars caught breaking the traffic laws).

Despite all the bad things with having an accident, it is nothing you have to worry about financially because each car must have a liability insurance. If you caused the accident, the insurance will pay for all the damage you caused (not damage on your own car!) and the medical treatment. If another driver caused it, his/her insurance will cover your damage and medical treatment. The only thing you have to look for is damage you cause on your own car; this is only covered if you have a "Vollkasko" (CDW). It is always a good idea to take out such an insurance (unless you own a pretty cheap/old car). Usually there is a deductible of €250–1000, but that's it. The only thing you should never do (like in every other country) is driving under heavy influence of alcohol (defined as 0,11 % or 1,1 permille blood alcohol or more) or other drugs (don't forget some pharmaceuticals). Although fines are pretty high, in addition to it you will have to pay up to €5,000 of the damage you caused (because of negligence) and CDW will not pay anything of your own damage.

Höchstgeschwindigkeiten[Bearbeiten]

Road sign marking a Verkehrsberuhigter Bereich (Living street / Traffic calming area)
Speedlimits in Germany - this sign will be displayed on all road borders and means "50 km/h inside built up areas, 100 km/h on rural roads outside built up areas and an advisory limit of 130 km/h on highways" posted limits can be lower

Speed limits are the following in Germany (unless otherwise shown):

  • Walking speed (4-7 km/h) on "verkehrsberuhigter Bereich" (traffic calmed area, marked by a blue/white sign showing a car, a pedestrian and a playing kid on the road). There are no lanes or sidewalks, cars don't have priority, parking is banned except in marked spots.
  • 30 km/h in most residential areas within cities (marked with a sign "30-Zone Wohngebiet", 20-Zone and 10-Zone also exist, very often in combination within a right-before-left crossroad area)
  • 50 km/h inside towns and cities. Be aware that there are no 50 speed limit signs on entry to a town or village, the yellow town sign is the marker for the start of the 50 km/h limit. And yes, that's why those signs are not at the same place as the administrative boundary.
  • 100 km/h outside towns and cities (including "Kraftfahrstraßen" (marked by a sign showing a white car on a blue background))
  • There is no constant general speed limit on the "Autobahn" or on "Kraftfahrstraßen" if there is any kind of barrier between two or more lanes of different direction. However, it is not an entirely unrestricted roadway as there are sections that are periodically or permanently assigned lower rates of speed. The recommended maximum speed ("Richtgeschwindigkeit") on the Autobahn is 130 km/h, and if you drive on the Autobahn for your first time and are not yet used to the usual heavy traffic, you should not exceed that speed. In addition, if you are travelling in excess of 130 km/h and are involved in an accident, you can still be held liable for part or all of the damage regardless of fault on your part. On some rental vehicles, you might lose your insurance. The best way to think about going past 130 km/h is as a speeding violation, which isn't fined. In case someone makes a mistake, you are fully responsible (as if you broke the speed limit).
  • When towing a trailer or operating a truck/bus/heavy vehicle, the maximum speed is 80 km/h, even on a road with a higher posted speed limit, unless the components are rated for a higher speed. The maximum speed for trucks on country roads is 60 km/h, not raised by speed signage either.

Speed cameras are common in Germany (the country has one of the highest speed camera concentrations in Europe) and are found mostly in towns and cities. Temporary road works on the motorway are usually a favourite for the police so obey the speed limit, which is clearly marked. There is also some tendency to do shenanigans with the Ortsschild (the yellow sign at the entrance of towns) which signifies the blanket 50 km/h speed limit in effect inside built up areas, which is often further out than the edge of the settlement and sometimes moved without any change in the built environment. Sometimes there are official signs - "Achtung Radar!" or something similar - to warn about a speed camera. Take the advice - there can be a speed camera.

All forms of radar jammers and radar detectors are illegal. Radar (Blitzer) apps on smartphones and satellite navigation systems with a speed camera overlay are illegal for the driver to use but not for other passengers.

The following table gives an overview of the fines for speeding (the speeds below indicate the difference between the speed limit and the actual speed travelled after the 3 km/h allowance has been deducted)

Inside built-up areas

  • up to 10 km/h €15
  • 11–15 km/h €25
  • 16–20 km/h €35
  • 21–25 km/h €80 [1 point]
  • 26–30 km/h €100 [1 point]
  • 31–40 km/h €160 [2 points, 1 month driving ban]
  • 41–50 km/h €200 [2 points, 1 month driving ban]
  • 51–60 km/h €280 [2 points, 2 months driving ban]
  • 61–70 km/h €480 [2 points, 3 months driving ban]
  • over 70 km/h €680 [2 points, 3 months driving ban]

Outside built-up areas (such as motorway, country roads; also in road works)

  • up to 10 km/h €10
  • 11–15 km/h €20
  • 16–20 km/h €30
  • 21–25 km/h €70 [1 point]
  • 26–30 km/h €80 [1 point]
  • 31–40 km/h €120 [1 points]
  • 41–50 km/h €160 [2 points, 1 month driving ban]
  • 51–60 km/h €240 [2 points, 1 month driving ban]
  • 61–70 km/h €440 [2 points, 2 months driving ban]
  • over 70 km/h €600 [2 points, 3 months driving ban]

NB: There is an extra €23.50 for any fine over €40.

You have the right to appeal against any traffic violation, but this process is long, complicated and can cost a lot of money.

Only vehicles with a maximum speed of more than 60 km/h are allowed on the "Autobahn" or "Kraftfahrstraßen".

If there is a traffic jam or slowly moving traffic, you have to leave space for emergency vehicles to be able to pass (German: Rettungsgasse).

Fahren auf der Autobahn[Bearbeiten]

In 1974 Düsseldorf electronic-music pioneers Kraftwerk had a hit with "Autobahn", which brought both them and the roads the song was about to the attention of the world. For many listeners the line "fahr'n fahr'n fahr'n auf der Autobahn" might as well have been referring to "fun, fun, fun on the Autobahn", since they took the song as an invitation to come to Germany and drive the Autobahn into the idyllic landscape of the album cover. The near-total freedom from speed limits was a big part of the attraction, as well.

It still is. Design standards call for generally level surfaces and wide, gentle turns, allowing higher speeds, and maintenance is intensive and regular. On nice weekends you'll find a lot of locals and foreigners out on the Autobahn in their Porsches or BMWs, or other high-performance vehicles, driving them the way they were designed to be driven. If you want to join in, if this is one of things you came to Germany to do, keep the following in mind:

  • German drivers tend to drive faster, more aggressively and competively than you might be used to, especially on the parts of the highway system without a speed limit.
  • While most passenger vehicles have only a recommended speed limit of 130 km/h, buses have a speed limit of 100 km/h (or even 80 km/h), and most vehicles towing a trailer, along with buses in general and non-passenger vehicles with a gross weight of greater than 3.5 t, are limited only to 80 km/h. Some newer trailers have a speed limit of 100 km/h.
  • Road signs on the Autobahn show possible destinations (mostly city names). They do not show the direction of the road (east/west), unlike in some other countries. However, every odd-numbered Autobahn will go north/south (e.g. A49), whereas the even-numbered ones go west/east. Furthermore, single digit Autobahn numbers indicate a very long Autobahn such as the A7 which goes from the border with Denmark all the way down to the Austrian border. Double digit Autobahns are considerably shorter like the A 73 that links Suhl in Thüringen with Nuremberg and triple digit Autobahns are often urban highways and generally only of local importance such as the A 100 which makes a never completed circle through Berlin.
Drachenlochbrücke, a one way highway bridge in Baden-Württemberg
  • You must use the right lane if free, even if everybody seems to prefer the left and middle lanes (where they exist). You may stay in the middle lane only if there are occasional slower vehicles on the right. Overtaking on the right is not allowed and will be dangerous since other drivers won't expect it. You must always pass vehicles on the left side, except in very slow-moving traffic queues. Before overtaking, look carefully behind as there might be really fast cars or bikes coming. You must indicate your desire to switch lanes by using your indicators before you switch.
  • Autobahns have an emergency lane where you can stop only in case of a breakdown or other emergency; it's illegal and dangerous to stop there for any other reason. The emergency lane is a dangerous place: you should leave your vehicle and stay off the road until help arrives! For everything else, always use the frequent service areas. Running out of fuel on the Autobahn may also incur a fine if the police happen to notice you, as this is considered to be avoidable. If you have to stop you must set up your warning triangle behind (provided in rental cars).
  • Arrows on the small posts along the Autobahn will guide you to the next orange emergency phone. These will automatically connect you free of charge with a call centre that directs police, ambulances or just a mechanic.
  • In some areas, emergency tracks are used as extra lanes in times of heavy traffic. This is always announced by electronic signs.
  • In most countries, if you were nearing a car that you would soon have to overtake, even if you had another car going much faster than you that you would block by moving to overtake, you would overtake first, forcing the faster car to lose a lot of momentum, because you had reached the obstacle car first. In Germany, however, since the faster car has more speed to lose if you go first, the polite and safe thing to do is to tap your brakes or indicate right to tell the fast car that you have seen him and are letting him pass the obstacle first. Of course, you must judge how fast the fast car is closing on you, the make of car, if its lights are on, and if it is already overtaking. Cars that could have passed both obstacles in seconds will not be impressed that you jump in front of them instead of waiting.
  • You are not allowed to force other cars in front of you to go into the right lane by continuously flashing your lights or use a turn signal if you want to overtake them, however a single flash to make sure other drivers know the fact you are approaching fast is permitted. Interpretation of what is pressuring other drivers and what is not is a legal argument you may want to avoid.
  • Never overtake on the right. In addition to being illegal (except in traffic jams at speeds below 60 km/h) it's so rare that few drivers will expect it, making it quite dangerous.

Verkehrsstaus[Bearbeiten]

While congestion is a problem on some parts of the Autobahn network as well as inner cities year round the beginning of Summer holidays in Nordrhein Westfalen and Bayern and certain weekends in winter tend to be worse for congestion. If possible try to avoid the beginning (and for all two week holidays) the end of school vacation periods and especially the Saturday and Sunday of them. Some routes are particularly prone to congestion, most of which are the historically busy north south routes such as A9 (Munich-Nuremberg-Berlin) or A7 (Hamburg-Kassel-Füssen) or routes running through densely populated areas like Ruhr. Other congestion prone streets are those that cross the former German-German border where years of neglect and the sudden change of traffic movements after the opening of the border and reunification have left a dilapidated system crowded beyond capacity. However twenty five years of construction and relieving bottlenecks have done much to ease the worst congestion. That being said construction is still more likely to slow you down in the east than in the west. A particular problem on highways in the former East Germany is concrete used in the early 1990s that is particularly prone to Alkali-Silica Reaction and now has to be replaced earlier than planned. Many highways in the East consequently have construction to replace crumbled concrete.

Rush hour in major cities is a bad time to drive anywhere and with the excellent public transit that almost all German cities enjoy there is really no reason to do so, unless you particularly enjoy staring at the tail lights of the car in front of you for hours on end. Most major cities have - usually free - park & ride facilities at outlying S-Bahn, U-Bahn or Tram (Straßenbahn, sometimes called Stadtbahn) stops to entice people from out of town to drop their car of there and take transit into town. This is always a good idea, but if there is a Christmas market or other big event in town it's an even better idea.

Kraftstoffe[Bearbeiten]

Gasoline prices are kept high by taxation. As of April 2018 prices float around €1.40 per litre for petrol (91 AKI, 95 RON), and around €1.25 per litre for diesel. Along the Autobahns the prices are much higher than elsewhere.

If still available, regular petrol (87 AKI, 91 RON) and "super" is the same price in Germany. At petrol stations, you have the choice between Diesel, Super (91 AKI, 95 RON), Super E-10 (91 AKI, 95 RON, but with up to 10 % ethanol) and SuperPlus (98 RON) or Ultimate (100 RON). Regular or "Benzin" (87 AKI, 91 RON) is rarely offered any longer. All fuel is unleaded ("bleifrei") and if you have a car that needs leaded fuel you would have to add the lead by hand.

Also, LPG (liquid petroleum gas) is available at more than 6,600 petrol stations with few problems on highways. Mostly the ACME-connector is used. At staffed stations adaptors may be borrowed at the cashier. The price is around €0.58 per litre (Apr 2018).

Very often you also might find "Erdgas" at a price around €1.05 per kilogram; this is compressed natural gas (CNG), neither LPG nor gasoline.

"Normal" gasoline contains 5% ethanol, but most car engines are said to have no problems handling that. "E10" (containing 10% Ethanol) has been introduced to reduce fossil dependency (with mixed results to say the least). While modern cars should not have any problem handling "E10", it should be specified somewhere in the documents pertaining to the car as otherwise you might be liable for any damages caused or allegedly caused by E10.

In Germany, you may first fill up your tank and pay afterwards (only if the petrol station is staffed, of course). Rarely stations will not release the fuel to pump unless you pay first or at least hand over a credit card in advance. Sometimes gas stations or small shops do not accept €500 or €200 banknotes, for fear of counterfeits. Be aware there are still some rural gas stations that only accept cash and local credit/debit cards!

Charging stations for electric cars are becoming more and more common in urban areas and in some places they don't charge anything in addition to the parking fee you'd pay anyways. While there are efforts to introduce similar charging stations throughout Europe, some are still not compatible with each other, so check ahead before trying to plug your car into the "wrong" station.