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Thüringen

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Das Bundesland Thüringen befindet sich in der Mitte Deutschlands. Aufgrund dieser Lage und seines Waldreichtums trägt das Land den Titel "Grünes Herz Deutschlands". Die Landeshauptstadt ist Erfurt, die neben der Kulturstadt Weimar und dem Gebiet Thüringer Wald die touristischen Hochburgen bilden. Aber auch abseits dieser Hochburgen hat Thüringen, aufgrund früherer Kleinstaaterei, vor allem kulturell viel zu bieten. Thüringen grenzt im Osten an Sachsen, im Süden an Bayern, im Westen an Hessen und Niedersachsen und im Norden an Sachsen-Anhalt.

Lage
Schleswig-HolsteinHamburgBremenBremenBerlinMecklenburg-VorpommernBrandenburgSachsenSachsen-AnhaltThüringenNiedersachsenNordrhein-WestfalenHessenRheinland-PfalzSaarlandBaden-WürttembergBayernDeutschland Lage von Thüringen.svg
Flagge
Flagge von Thüringen
Kurzdaten
HauptstadtErfurt
StaatsformBundesland der Bundesrepublik Deutschland
Fläche16.172 km²
Bevölkerung2.158.744 (2015)
SprachenDeutsch

Regionen[Bearbeiten]

Thüringer Wald

Der Süden des Landes wird vom Thüringer Wald dominiert, der sich zwischen den Flüssen Werra und Saale erstreckt. Westlich der Werra teilt sich das Land zusammen mit Hessen und Bayern den Höhenzug der Rhön. Östlich der Saale setzt sich der Thüringer Wald als nicht so hohes, aber landschaftlich ebenfalls reizvolles Thüringer Schiefergebirge fort. Im äußersten Südosten, östlich des Flusses Weiße Elster, teilt sich Thüringen zusammen mit Sachsen und Bayern das Vogtland.

Eine Landschaft mit vergleichsweise spärlicher natürlicher Vegetation ist das nördlich des Thüringer Waldes gelegene Thüringer Becken. Es grenzt im Norden an den Harz und wird südlich von Sondershausen von der Hainleite unterbrochen.
Es ergibt sich folgendes Bild der Urlaubsregionen bzw. Feriengebiete (von Norden bis Westen im Uhrzeigersinn):

  1. Nordthüringen: Harz, Hainich, Hainleite, Kyffhäuser und Eichsfeld.
  2. Thüringer Kernland (auch zuweilen "Thüringens Mitte" oder "Thüringer Becken" genannt)
  3. Saaleland: Ilm-Saale-Platte, Orlasenke, Saaletal, Thüringer Toskana und Thüringer Schiefergebirge
  4. Ostthüringen: Thüringer Holzland, Thüringer Vogtland und Osterland.
  5. Thüringer Wald, Westlicher und Mittlerer Thüringer Wald, Hohes Schiefergebirge und Schwarzatal.
  6. Südwestthüringen: Werratal, Rhön und Grabfeld.

Städte[Bearbeiten]

Hauptstadt des Freistaats Thüringen ist Erfurt. Die größten Städte des Landes liegen auf einer Linie in Ost-West-Richtung. Dabei handelt es sich um Gera, Jena, die "kulturelle Hauptstadt" Weimar, Erfurt, Gotha und Eisenach. Bedeutende Städte außerhalb dieser Linie sind Suhl im Thüringer Wald, Nordhausen am Südrand des Harzes und die Skatstadt Altenburg im äußersten Osten des Landes. Im Thüringer Wald sind Ilmenau, Oberhof sowie die Fachwerkstadt Schmalkalden sehenswert. Touristisch sehenswert sind weiterhin die ehemaligen Residenzstädte Rudolstadt im Saaletal mit der Heidecksburg und Meiningen im Werratal mit dem bekannten Theater und seinen Museen.

Ausgewählte Städte:

Gumpert Apollo

Die als Skatstadt bekannte, ehemalige Residenzstadt Altenburg, ist mit ihren rund 38.000 Einwohnern die größte Stadt im ostthüringischen Altenburger Land und hat Kulturell viel zu bieten. Hier wurde zwischen 1810 und 1818 das Kartenspiel Skat entwickelt. Neben dem Deutschen Skatverband hat auch das Internationale Skatgericht seinen Sitz in der Stadt, sogar einem Brunnen ist dem Kartenspiel gewidmet. Neben dem Schloss und dem großen zusammenhängenden historischen Altstadtgebiet gibt es auch ein Kunstmuseum mit überregionaler Bedeutung. Jedes Jahr finden im Sommer in Zusammenarbeit des Landestheaters Altenburg mit der Stadt Altenburg die Altenburger Prinzenraub-Festspiele statt. Außerdem befindet sich in Altenburg die Gumpert Sportwagenmanufaktur, ein Hersteller teurer exklusiver Sportwagen, deren Besichtigung für Autoliebhaber ein Muss ist.

Eisenach, die Geburtsstadt von Johann Sebastian Bach, liegt im Westen Thüringens. Sie liegt auf 221 m Meereshöhe am Nordwestende des Thüringer Waldes, wo Hörsel und Neffe zusammenfließen. Bekannt ist die Stadt aber vor allem durch Luther der sich auf der Wartburg versteckt hielt. In der Innenstadt sind vor allem dass Schloss mit der Porzellansammlung, die Georgenkirche sowie das Luther- und Bachhaus eine Besichtigung wert. Auch als Automobilstadt machte sich Eisenach einen Namen. Vor dem zweiten Weltkrieg produzierte BMW in Eisenach seine Autos, zu DDR-Zeiten wurde der Wartburg gefertigt und seit der Wiedervereinigung lässt Opel seinen Corsa in der Stadt zusammenbauen. Diese Geschichte des Automobilbaus in Eisenach wird im Museum "automobile welt eisenach" gezeigt.

Erfurter Dom

Die Landeshauptstadt Erfurt besitzt eine mittelalterliche Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern. Die bekannteste Brücke in Erfurt ist ohne Zweifel die mit Häusern bebaute 120 m lange Krämerbrücke. Das Wahrzeichen der Stadt ist aber der über die Stadt ragende Dom zusammen mit der benachbarten Severikirche. Auf der großen Treppe die vom Dom zum Markt herunterführt finden jedes Jahr im August die Domstufen-Festspiele statt. Ein beeindruckendes Bauwerk ist auch die Zitadelle Petersberg, von der Festung genießt man einen fantastischen Blick auf die Altstadt. Bekanntheit erreichte Erfurt auch als Blumenstadt, der Egapark zeugt heute immer noch davon.

Salvatorkirche

Gera, die Geburtsstadt von Otto Dix, ist die drittgrößte Stadt Thüringens und liegt im Tal der Weißen Elster. Für den Thüringen-Besucher ist diese Stadt im Schatten von Erfurt wahrscheinlich nur ein zweitrangiges Ziel, obwohl sie doch einige kulturelle Highlights besitzt. Orangerie und Theater stammen aus der Zeit des Fürstentums Reuß. In der Innenstadt zieren das Rathaus und die Salvatorkirche das Stadtbild. 2007 richtete sie zusammen mit der kleinen Nachbarstadt Ronneburg die Bundesgartenschau aus.

Schloss Friedenstein

Gotha ist bekannt geworden vor allem durch die Gründung der ersten Versicherung Deutschlands und durch den Zusammenschluss zweier Arbeiterparteien zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die später in SPD umbenannt wurde. Gotha war lange Zeit eine Residenzstadt. Das frühbarocke Schloss Friedenstein zeugt noch von dieser Zeit. Im Westturm des Schlosses Friedenstein befindet sich das Museum der Natur, das größte Naturmuseum Thüringens.

Greizer Schlösser

Greiz ist eine ehemalige Residenzstadt und war Sitz der älteren Linie des Fürstentums Reuß. Die ostthüringische Stadt ist Kreis- und größte Stadt im Landkreis Greiz. Sie wirbt sich als "Park- und Schlossstadt", welche Bezeichnungen durch zwei Schlösser zuzüglich einem Sommerschloss sowie einem ausgedehnten englischen Park, welcher als einer der schönsten Landschaftsparks Thüringens gilt, gerechtfertigt werden. Über die Stadtgrenzen hinaus wird Greiz als "Perle des Vogtlandes" bezeichnet, was sich auf die reizvolle Lage im Talkessel der weißen Elster und auf das architektonisch wertvolle Stadtensemble aus der Epoche des Jugendstils bezieht.

Divi Blasii am Untermarkt in Mühlhausen

Mühlhausen (Thüringen) die Stadt im Herzen Deutschlands, liegt eingebettet zwischen den Höhenzügen des Hainichs und des Eichsfeldes, nördlich von Eisenach. Aus welcher Himmelsrichtung man sich der Stadt im Unstrut-Tal auch nähert, es grüßt schon von weitem der Kirchturm der Marienkirche. Die Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen und die Türme der 11 mittelalterlichen Kirchen versetzen die Besucher in eine längst vergangene Zeit. Hier trafen sich im Mittelalter die Fürsten des Reichs. Philipp von Schwaben wurde zum deutschen König gewählt und die Bürgergemeinde der Reichsstadt errang 1251 die Selbstverwaltung. Gekrönt wird Mühlhausen von der Marienkirche in der Oberstadt, der größten Kirche Thüringens nach dem Erfurter Dom. Hier predigte, der neben Martin Luther bekannte Reformator Thomas Müntzer und rückte die Stadt zu Zeiten des Bauernkrieges in den Mittelpunkt deutscher Geschichte. Am Untermarkt befindet sich die zweite Hauptkirche der Stadt, die Pfarrkirche Divi Blasii, eine gotische Hallenkirche. Sie ist mit dem Namen Johann Sebastian Bach eng verbunden. Der Komponist und Kirchenmusiker war hier in den Jahren 1707-1708 als Organist tätig. Noch heute kann man in der Kirche Bach’scher Musik lauschen. Ein Schatz besonderer Art beherbergt das Rathaus. Hier befindet sich das Reichsstädtische Archiv mit wertvollen Dokumenten und Schriften.

JenTower

Die Universitätsstadt Jena liegt im Saaletal, rings von hohen, meist schroffen Kalkbergen umgeben. Nach Erfurt ist sie die zweitgrößte Stadt Thüringens. Jena ist „Stadt der Wissenschaft 2008“. Die historische Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch prägt eine Abwechslung von modernen und historischen Bauten das Stadtbild. Auffälligstes Gebäude ist der 149 Meter hohe JenTower. Das zylindrische Hochhaus wurde zu DDR-Zeiten gebaut und nach der Wende grundlegend umgebaut. Der Höhepunkt eines Besuches in Jena ist das Zeiss-Planetarium, es ist das betriebsälteste weltweit.

Das Meininger Theater

Meiningen liegt im Werratal zwischen Thüringer Wald und Rhön an der Grenze zu Bayern. Die Stadt ist eine Station der Klassikerstraße und hat für den Städtetourismus und den Kulturtourismus gleichermaßen ein großes und breites Angebot. Allgemein bekannt ist Meiningen als „Theaterstadt“. Die Mundart ist Henneberg-Fränkisch, eine Unterart von Main-Fränkisch.

Goethe und Schiller

Weimar, die Stadt Goethes und Schillers, gehört zum Weltkulturerbe. Jedoch nicht nur die beiden Dichter verweilten in der Stadt, auch der Komponist Johann Sebastian Bach und der Bauhausgründer Walter Gropius waren in der Stadt tätig. Weimar bietet eine Menge an Sehenswürdigkeiten, unter anderen das Deutsche Nationaltheater, Bauhaus-Museum, Schillers Wohnhaus. Es ist wohl die bekannteste Stadt Thüringens, nicht nur kulturell, sondern auch geschichtsträchtig, vor allem durch die Weimarer Republik. Das dunkelste Kapitel der Weimarer Geschichte ist während der NS-Zeit. Vor der Stadt befand sich das KZ-Buchenwald, das heute eine Gedenkstätte der Opfer ist.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Naturpark Thüringer Wald und Biosphärenreservat Rhön (thüringischer Teil). Hier findet man auf dem Aussichtsturm des Schneekopfs mit 1001 m Höhe den höchsten Punkt von Thüringen.
  • Unverzichtbar für eine naturräumliche Erkundung ist der Rennsteig, der sich von Eisenach über den Kamm des Thüringer Waldes bis zur bayerischen Grenze im Thüringer Schiefergebirge hinzieht. Nördlich Eisenachs kann man auf einem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich dem Wald auf's Dach steigen.
  • Von Weimar und Jena nördlich Richtung Bundeslandgrenze teilt sich Thüringen mit Sachsen-Anhalt ein Gebiet an Ilm, Saale und Unstrut, das wegen seiner sonnigen Flusshänge und sanften Hügel den Beinamen "Toskana des Ostens" erhielt, und im übrigen als Weinbauregion Saale-Unstrut bekannt ist. Hier treffen auch die Saale-, Unstrut- und Ilmtal-Radwanderwege aufeinander.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wartburg bei Eisenach

Thüringen war bis 1920 keine staatliche Einheit. Das Land der Residenzen war vielmehr ein Spiegel der deutschen Kleinstaaterei: immer und immer wieder fanden Erbteilungen statt und starben andere Linien nach kurzer Zeit der Existenz wieder aus. Davon zeugen heute nicht nur die großen herzoglichen Schlösser von Weimar oder Gotha, sondern auch kleinere Residenzen wie die des 500-Seelen-Dorfes Ebersdorf bei Schleiz (Link).

Nach der Leipziger Teilung von 1485 wurde ein Großteil des heutigen Thüringens von den Ernestinern regiert, aber auch die Unterlinien der Schwarzburger und Reußen besaßen Herrschaften. Selbst Preußen und Sachsen hatten kleine Anteile am Kuchen. Da die thüringischen Fürsten nur ein geringes politisches Gewicht besaßen, ist es nicht verwunderlich, dass sie sich als Ersatz besonders der Kultur widmeten. So ging Goethe nur durch die Bemühungen des Herzogs Carl August nach Weimar. Nach der Abdankung des Adels wurde 1920 das Land Thüringen gebildet. Mit einer Unterbrechung von 1933 bis 1945 bestand es bis 1952. Bis 1990 war es in die drei Bezirke Erfurt, Gera und Suhl aufgeteilt, wobei einige heute zu Thüringen gehörende Gebiete auch anderen Bezirken zugeordnet waren. Dazu gehörte zum Beispiel das Altenburger Land, das dem Bezirk Leipzig zugeordnet war.

Die offizielle Landeshymne Thüringens ist Thüringen, holdes Land, als inoffizielle, weil wesentlich öfter gesungen, gilt das Rennsteiglied.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Verkehrsflughäfen mit Linienflügen sind Leipzig/Halle (IATA CodeLEJ), Nürnberg (IATA CodeNUE) und Frankfurt/M. (IATA CodeFRA).

In Thüringen selbst gibt es zwei Flughäfen, Flughafen Erfurt (IATA CodeERF) und Altenburg, auf denen größere Flugzeuge landen können. Beide haben keinen Linienverkehr. Ab Erfurt gibt es Charterflüge zu einigen Warmwasserzielen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

In Thüringen sind die Bahnverbindungen immer noch recht gut, allerdings hat die flächenmäßige Anbindung an den Fernverkehr in den letzten Jahren nachgelassen. ICE-Verbindungen gibt es aus den Städten Frankfurt, Berlin, Halle, Leipzig, Dresden, Bamberg und München. Ansonsten erfolgt die Anreise hauptsächlich über Regional-Expresszüge.

Mit der Schnellfahrstrecke Halle/Leipzig − Erfurt - Nürnberg wurde zunächst der Abschnitt zwischen Halle/Leipzig und Erfurt am 13. Dezember 2015 in Betrieb genommen. Seit Dezember 2017 ist die Strecke nach Nürnberg verlängert. Damit reduzierten sich schrittweise die Fernverkehrshalte in Thüringen. Seit Ende 2017 halten ICEs nur noch in Erfurt, Gotha und Eisenach.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fernbusse in Deutschland

Die Entwicklung des Fernbusmarktes unterliegt derzeit einem raschen Wandel, sowohl hinsichtlich der Anbieter als auch hinsichtlich der Routen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Norden und Süden erfolgt die Anreise meistens über die A9 (Berlin-München). Aus Richtung Ost und West gelangt der Reisende über die A4 (Dresden-Frankfurt) nach Thüringen. Die beiden Autobahnen stellen die wichtigsten Verbindungen dar und sind größtenteils sechsspurig ausgebaut. Es gibt nur noch kleinere Ausbaulücken.

Weitere Autobahnen in Thüringen sind die A38 (Leipzig-Göttingen), die A71 (Schweinfurt-Südharz) und die A73 (Nürnberg-Suhl).

Hinweis: Wie überall, sollte wegen der Wochenendpendler die Anreise mit dem Auto freitags nachmittags vermieden werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Altenburg, die ehemalige Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Altenburg, war die erste Stadt der Thüringer Staaten die einen Eisenbahnanschluss bekam. (Foto: Portikus des Altenburger Bahnhofs)

Während es bei der Anreise mit der Deutschen Bahn so gut wie keine Alternative gibt, werden Verbindungen innerhalb Thüringens teilweise von Privatbahnen bedient. So fährt die Vogtlandbahn Bahnhöfe in Ostthüringen an. In Mittel- und Südwestthüringen fährt die Süd-Thüringen-Bahn und die Erfurter Bahn. Im Norden und Osten fährt Abellio.

In Thüringen gibt es zwei Verkehrsverbünde. Es gibt zum einen den Verkehrsverbund Mittelthüringen um Gotha, Erfurt, Weimar, Jena und Gera, zum anderen den länderübergreifenden Mitteldeutschen Verkehrsverbund im Altenburger Land, der sich auch auf den Nordwesten Sachsens um Leipzig und den Südosten Sachsen-Anhalts um Halle erstreckt.

Mit dem Thüringen-Ticket kann eine Person für 24,- € (Stand März 2018) durch Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt fahren. 4 weitere Personen zahlen jeweils 7,- € zusätzlich. Eigene Kinder/Enkel bis 14 Jahre fahren kostenlos mit. Das Ticket gilt in Regionalzügen der DB, den meisten Privatbahnen, in einigen Busgesellschaften und im Stadtverkehr aller Orte im Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT), d.h. u.a. in Gotha, Erfurt, Weimar, Jena und Gera, Montag bis Freitag ab 9 Uhr, am Wochenende und feiertags ganztags bis 3 Uhr am Folgetag.

Für Einzelreisende gibt es zum Einen das Hopper-Ticket, mit dem man 50 km Strecke einfach innerhalb Thüringens für 4,90 € oder hin und zurück für 7,90 € fahren kann (Jan. 2015). Innerhalb des Verbundgebietes des VMT gibt es ein VMT-Hopper-Ticket zu 5,40 € einfach/8,90 € Rückfahrt, das dann auch in Bussen und Straßenbahnen des Start- und Zielortes gilt. Für weitere Entfernungen gibt es das Regio120-Ticket bis 120 km, Regio 120 plus bis 150 km in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt für 15 € bzw. 20 €. Auch diese Tickets gelten nur in Nahverkehrszügen werktags ab 9 Uhr bzw. Sa/So ganztags.

Die thüringischen Regionalbahnen nehmen Fahrräder kostenfrei mit.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busse verbinden meist nur die nächstgelegenen Städte und Dörfer miteinander. Während die Anzahl der Stadtlinien in den letzten Jahren meistens stabil blieben, verringerten sich aufgrund des Bevölkerungsrückgangs die Linien auf den Überlandstrecken. Die Thüsac im Altenburger Land versucht mit Kleinbussen die Linien aufrecht zu erhalten. Dies sind meist Großraumtaxis mit 8 Sitzplätzen die im Auftrag der Thüsac fahren. Sollte eine größere Gruppe mitfahren, muss diese sich vorher bei der Thüsac melden, damit ein größerer Bus eingesetzt werden kann. Eine Übersicht gibt es auf den Seiten des Bus Thüringen e.V.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Auch auf Fahrten innerhalb des Landes sind die Autobahnen die wichtigsten Strecken. Während die Autobahnen zum größten Teil gut ausgebaut sind, fehlen bei wichtigen Bundesstraßen noch zum Teil Ortsumfahrungen. In Erfurt gibt es eine Umweltzone.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Schifffahrtsverkehr mit Personenbeförderung gibt es nur auf der Bleilochtalsperre und der Talsperre Hohenwarte mit Rundfahrten. Ansonsten kann nur die Werra und die Saale mit dem Kanu befahren werden.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Thüringen besitzt ein Netz an Radwanderrouten, das alle Landesteile erschließt, aber zum Teil wegen der bergigen Lage recht anspruchsvoll ist.

Sprache[Bearbeiten]

Die Sprache in Thüringen teilt sich im wesentlichen in zwei Dialektgruppen auf. Das Fränkische südlich des Thüringer Waldes und das Thüringisch-obersächsische nördlich davon. Die Dialekte sind jedoch ähnlich wie in Sachsen recht unterschiedlich. So unterscheidet sich schon der "Gersche Fettguschendialekt" vom Dialekt der Greizer, obwohl beide Städte nur 30 km auseinander liegen.

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Zwei der bekanntesten Thüringer Spezialitäten sind die Thüringer Rostbratwürste und die Thüringer Klöße.

Weitere Informationen zur Thüringer Küche findet man unter Essen und Trinken in Thüringen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Thüringens älteste Universität ist die Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Sie besitzt heute zehn Fakultäten.

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Nächster Termin Name Bedeutung
Dienstag, 1. Januar 2019 Neujahr Neujahrstag
Freitag, 19. April 2019 Karfreitag höchster christlicher Feiertag, Gedenken an die Kreuzigung Christi
Sonntag, 21. April 2019 Ostersonntag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Montag, 22. April 2019 Ostermontag Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi
Mittwoch, 1. Mai 2019 Maifeiertag Internationaler Tag der Arbeit
Donnerstag, 30. Mai 2019 Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern, Gedenken an die Himmelfahrt Christi
Sonntag, 9. Juni 2019 Pfingstsonntag 7 Wochen nach Ostern, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Montag, 10. Juni 2019 Pfingstmontag 1 Tag nach Pfingstsonntag, Gedenken an die Ausschüttung des heiligen Geistes
Donnerstag, 3. Oktober 2019 Tag der Deutschen Einheit Nationalfeiertag
Mittwoch, 31. Oktober 2018 Reformationstag Evangelischer Feiertag im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther
Dienstag, 25. Dezember 2018 1. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt
Mittwoch, 26. Dezember 2018 2. Weihnachtstag Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt

Keine gesetzlichen Feiertage sind Heiligabend (24. Dezember) und Silvester (31. Dezember). Dennoch sind an diesen Tagen viele Betriebe ganztägig und viele Läden und Freizeiteinrichtungen ab mittags geschlossen. Je nach Stadt kann der öffentliche Nahverkehr ab dem Nachmittag stark eingeschränkt oder sogar eingestellt sein. An Heiligabend ist auch der Großteil der Restaurants geschlossen.

Im überwiegend katholisch geprägten Eichsfeld im Nordwesten des Landes wird zusätzlich Fronleichnam (Donnerstag, 20. Juni 2019) zelebriert.

Schulferien[Bearbeiten]

Schulferien in Thüringen
Ferien 2017 2018 2019 2020
Winter 06.02.-11.02. 05.02.-09.02. 11.02.-15.02. 10.02.-14.02.
Ostern 10.04.-21.04. 26.03.-07.04. 15.04.-27.04. 06.04.-18.04.
Himmelfahrt 26.05. 11.05. 31.05. 22.05.
Sommer 26.06.-09.08. 02.07.-11.08. 08.07.-17.08. 20.07.-29.08.
Herbst 02.10.-14.10. 01.10.-13.10. 07.10.-19.10. 17.10.-30.10.
Weihnachten 22.12.-05.01. 21.12.-04.01. 21.12.-03.01. 23.12.-02.01.

Des weiteren gibt es in Thüringen keine bis drei bewegliche Ferientage, die lokal festgelegt werden. Die langfristig festgelegten Sommerferientermine können bei der Kultusministerkonferenz nachgelesen werden.

Sicherheit[Bearbeiten]

Thüringen gilt als ein sehr sicheres Bundesland, in der jährlich erscheinenden Bundeskriminalstatistik führt das Land mit Bayern mit der niedrigsten Kriminalität die Tabelle an.

Gesundheit[Bearbeiten]

Das Holzland, das Saale-Orla-Gebiet und das obere Werragebiet um Hildburghausen ist als FSME-Risikogebiet eingestuft. Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen zwischen 1985 und 2004 mindestens fünf Erkrankungen durch Frühsommer-Meningoenzephalitis oder mindestens zwei FSME-Erkrankungen innerhalb eines Jahres registriert wurden.

  • Notruf: 112
  • Giftnotrufnummer: +49 (0)361 730730

Klima[Bearbeiten]

Klimatisch begünstigt ist die Südseite des Thüringer Waldes, besonders aber das Saale- und Unstruttal, wo sogar Wein gedeiht.

Respekt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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