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Altenburg

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Altenburg Frauenfels.jpg
Altenburg
Bundesland Thüringen
Einwohner
32.910 (2015)
Höhe
202 m
Tourist-Info Tel +49 3447 51 28 00
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Lage
Lagekarte von Thüringen
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Altenburg

Die als Skatstadt bekannte, ehemalige Residenzstadt Altenburg, liegt im Osten Thüringens, 38 km südlich von Leipzig. Sie befindet sich außerhalb der thüringischen Touristenhochburgen und gilt eher als Geheimtipp. Die Stadt mit ihren rund 35.000 Einwohnern hat für ihre Größe verhältnismäßig viel zu bieten. Neben dem Schloss und dem großen zusammenhängenden historischen Altstadtgebiet auch ein Kunstmuseum mit überregionaler Bedeutung. Aufgrund der zentralen Lage in Mitteldeutschland lassen sich von hier aus die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wunderbar erkunden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Altenburg scheint schon zu Ende des 10. Jahrhunderts bestanden zu haben und damals an das Bistum Naumburg gekommen zu sein. Im 12. Jahrhundert gehörte es jedoch unmittelbar zum Reich und erwarb die Rechte einer Reichsstadt. Auf der dortigen Burg hatte ein Burggraf seinen Sitz. Otto IV. hielt daselbst 1209 einen Reichstag ab. Kaiser Friedrich II. verpfändete Altenburg an Albrecht den Entarteten von Meißen, König Adolf 1292 an Böhmen, dessen König Johann als Reichsvikar 1311 Altenburg wieder an Meißen als Pfand überließ. Nach dem Aussterben der Burggrafen von Altenburg erneuerte Kaiser Ludwig 1329 die Verpfändung. Somit ging Altenburg seiner Reichsfreiheit verlustig und blieb bei Meißen. Durch die Hussiten wurde Altenburg 1430 niedergebrannt. Im Jahre 1445 kam es an Kursachsen. Die Reformation wurde ohne Schwierigkeit in Altenburg eingeführt. Von 1603 bis 1672 war Altenburg Residenz der so genannten Altenburger Linie des ernestinischen Hauses. 1826 wurde die Stadt wieder Residenz durch den Umzug des Herzogs Friedrich von Hildburghausen. Von 1920 bis 1952 gehörte sie zum Land Thüringen und bis 1990 zum Bezirk Leipzig. Seitdem zählt Altenburg wieder zu Thüringen und ist seit 1994 Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land.

Einen ausführlichen Artikel zur Geschichte gibt es in der Wikipedia

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Leipzig Halle befindet sich 50 km nördlich von Altenburg. Im Linienflug ist er vor allem von innerdeutschen Flughäfen wie Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln/Bonn, München und Stuttgart, aber auch europäischen Destinationen angeflogen. Es gibt direkte internationale Linienverbindungen u.a. von London, Istanbul und Wien. Die Anreise vom Flughafen mit dem Zug nach Altenburg erfolgt umsteigefrei mit der Linie S5 bzw. S5X der S-Bahn Mitteldeutschland. Züge verkehren von ca. 5 Uhr bis 22 Uhr im Halbstundentakt.

5 km östlich des Stadtzentrums liegt der Flughafen Leipzig-Altenburg, ein ehemaliger Militärflughafen. Aktuell (2015) gibt es jedoch keine Linienflüge. Am Flughafen gibt es mehrere kostenfreie Parkplätze. Vom Flughafen gelangt man am besten über die B 180 nach Altenburg. Privatflieger können den Flughafen 24 Stunden am Tag anfliegen; Flugzeuge, die ein Instrumenten-Landesystem nutzen können, zusätzlich auch bei schlechter Sicht. Flugzeuge bis 2000 kg können im Hangar abgestellt werden.

Bahnhof Altenburg

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Altenburg ist mit Regionalexpresszügen ohne Umstieg unter anderem aus Erfurt, Gera, Jena, Weimar und Würzburg und mit der S-Bahn aus Halle, Leipzig und Zwickau erreichbar. Die Kreisstadt ist in den Mitteldeutschen Verkehrsverbund mit Leipzig und Halle als Zentrum eingebunden.

Der, höchst repräsentativ angelegte, Bahnhof befindet sich knapp 2 km nordöstlich des Stadtzentrums und etwa 1 km nördlich des Schlossparks. In die Innenstadt fahren Stadtbusnetz (s. Mobilität).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Anreise mit dem Bus ist aus den umliegenden Dörfern und Städten wie Gera oder Leipzig möglich. Allerdings ist es vor allem aus den Großstädten zu empfehlen mit der Bahn anzureisen. Der Busbahnhof befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Bahnhofs.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Entfernungen
Chemnitz 38 km
Leipzig 40 km
Zwickau 30 km
Gera 27 km
Zeitz 21 km
Borna 16 km

Mit dem Auto ist Altenburg über mehrere Bundesstraßen, die zum Teil vierspurig ausgebaut sind, zu erreichen. Die bedeutendsten sind die B 7 und die B 93.

Aus Richtung Norden empfiehlt sich die A 9 (Berlin–München) am Kreuz Rippachtal zu verlassen und auf die A 38 Richtung Leipzig zu fahren. Weiter geht es bis zum Kreuz Leipzig-Süd, von dort aus führt die vierspurig ausgebaute B 2/B 95 Richtung Chemnitz. Bei Borna anschließend auf die B 93 wechseln. Ab dort ist Altenburg ausgeschildert.

Die Anfahrt aus Osten erfolgt über die Anschlussstelle Meerane (Symbol: AS 62) der A 4 (Erfurt–Dresden). Von dort sind es 20 km über die B 93 in die Stadt.

Von Süden her erfolgt die Anreise über die A 72 (Hof–Chemnitz) bis zur Abfahrt Zwickau-West (Symbol: AS 10). Anschließend der Staatsstraße nach Zwickau folgen. In Zwickau auf die B 93 wechseln und der vierspurigen Straße ca. 30 km bis Altenburg folgen.

Aus Westen kann man die A 4 in Ronneburg (Symbol: AS 60) verlassen und die B 7 (22 km) über Schmölln benutzen.

Erwähnenswert ist noch die B 180, die Zeitz über Altenburg mit Hohenstein-Ernstthal (Symbol: AS 65 der A 4) verbindet.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

In Altenburg endet der Radweg Thüringer Städtekette der von Eisenach im Westen durch die größeren Städte in Thüringen nach Osten verläuft. Etwa 20 km südlich von Altenburg in Crimmitschau trifft man auf den Radweg Sächsische Städteroute Mit dem Fahrrad sollte der Reisende aber die Bundesstraßen und die Geraer Landstraße (L 1362) meiden, da diese als Zubringer zu den Autobahnen dienen und somit stark befahren sind. Aus Leipzig kann man dem Pleißeradweg folgen, der weiter bis Ebersbrunn bei Zwickau führt, jedoch in diese Richtung nach Altenburg nicht mehr ausgeschildert ist.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Altenburg

Altenburg liegt im Tarifgebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbund. Im Verband gibt es ein einheitliches Ticketsystem und die Fahrpläne sind aufeinander abgestimmt. Auch Thüringen-, (Sachsen- und Sachsen-Anhalt-) Ticket gelten im gesamten Verbundraum. Das Stadtbusnetz besteht aus sechs Linien und wird von der Thüsac betrieben:

  • Linie I Bahnhof–Theater–Sternstraße–Kreiskrankenhaus und zurück
  • Linie K Bahnhof–Knau–Zetzscha–Bahnhof
  • Linie L Bahnhof–Friedrich-Wolf-Ring–Theater–Johannisstraße–Friedrich-Wolf-Ring–Bahnhof
  • Linie S Stauffenbergstraße–Bahnhof–Theater–Mühlpforte–Pappelstraße–Bahnhof–Stauffenbergstraße
  • Linie W Bahnhof–Theater–Johannisstraße–Geraer Straße–Lindenaustraße–Bahnhof
  • Linie Z Pappelstraße– (Leipziger Straße–Bahnhof) –Theater–Johannisstraße–Großer Teich (Kreiskrankenhaus)–Pappelstraße

Der Einzelfahrschein ist für 1,50 € (ermäßigt 0,90 €) zu erhalten, eine Tageskarte kostet 3,20 € (ermäßigt 2,10 €), Preisstand Aug. 2015). Tickets gibt es meist an Kiosken in der Nähe von Haltestellen und an den Automaten in den Bussen. Die Automaten nehmen keine Geldscheine, nur Geldkarte oder Münzen.

Ortsunkundigen wird geraten, das Auto am Rande des Stadtzentrums stehen zu lassen und lieber mit dem Bus oder zu Fuß in die Stadt zu gelangen, da es aufgrund der historischen Enge viele Einbahnstraßen gibt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Bartholomäikirche

Die gotische Schlosskirche war von 1413 bis 1533 ein Stift regulierter Chorherren. Bereits dreißig Jahre nach der Fertigstellung stürzte das Kirchengewölbe bei einem Brand 1444 ein und wurde durch einen neugotischen Bau ersetzt. Die anderen äußeren Elemente sind hochgotisch. Altar, Fürstenloge und Emporen sind aus dem 17. Jahrhundert. Auf der Trostorgel von 1739 spielten unter anderem Johann Sebastian Bach und sein Schüler Johann Ludwig Krebs. Nach einem Umbau 1881 wurde sie in den Jahren 1974/ 76 in den Originalzustand zurückversetzt. Tobias Heinrich Gottfried Trost, der Erbauer der Orgel, gilt ungemein als der „Thüringische Silbermann“.

In der St. Bartholomäikirche am Brühl (1089 gegründet) stammt die Krypta (1125/ 35) noch aus dem während der Hussitenkriege zerstörten Vorgängerbau. St. Bartholomäi ist somit die älteste Kirche Altenburgs. Die spätgotische Halle ist ein Werk aus dem 15. Jahrhundert. Der Kirchturm wurde 1659 errichtet, nachdem einer der beiden früheren Türme eingestürzt war und man daraufhin auch den Zweiten abriss.

Die Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche ist die jüngste evangelische Kirche in Altenburg. Sie wurde am 26. April 1906 geweiht. Das im Jugendstil gebaute Gebäude befindet sich im Osten des Schlossparks. Besonderes Augenmerk liegt auf den prachtvoll verzierten Fenstern der Kirche. Unterhalb der Kirche befindet sich eine Gruft, in der der Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg und dessen Gemahlin Friederike Amalie Agnes von Sachsen-Altenburg liegen.

In der Nähe des Altenburger Hauptmarktes befindet sich die Brüderkirche. Die 1905 geweihte Kirche ersetzte den Vorgängerbau der noch aus der Zeit des 1529 aufgelösten Klosters stammte. Beeindruckend ist vor allem das große Mosaikbild mit der Bergpredigt im inneren der Kirche und die Glasmalereien der Fenster mit den Abbildern vom schwedischen König Gustav Adolf II., Paul Gerhard, Johann Sebastian Bach und Martin Luther.

Türme[Bearbeiten]

Das mittelalterliche Nikolaiviertel mit dem Nikolaikirchturm.

Den besten Überblick über Altenburg bekommt man von einen der Türme in Altenburg. So zum Beispiel vom Nikolaikirchturm. Der 45 Meter hohe Turm befindet sich im Südwesten des Stadtzentrums im mittelalterlichen Nikolaiviertel am höchsten Punkt innerhalb der ehemaligen Stadtmauer. Geöffnet ist er vom Mai bis Oktober von 10-17 Uhr ausgenommen montags.

Genau am gegenüberliegenden Ende des Stadtzentrums befindet sich auf dem Schloss der aus dem 12. Jahrhundert stammende Hausmannsturm. Er ist neben der "Flasche" der einzig verbliebe Turm. Die anderen Türme verschwanden durch Umbauarbeiten am Schloss im Laufe der Jahrhunderte. Als Besucher gelangt man über einen stufenlosen Wendelgang auf den 32 Meter hohen Turm. Er eignet sich vor allem für Menschen mit Höhenangst, da man sich nicht wie auf dem Nikolaikirchturm auf einer Aussichtsplattform befindet, sondern in einen Raum mit Fenstern. Der Turm hat die gleichen Öffnungszeiten wie das Schloss- und Spielkartenmuseum. Von hier aus bietet sich der optimalste Blick auf die Altstadt. Der zweite Turm auf dem Schloss ist der Bergfried, wegen seiner Form auch Flasche genannt. Es ist das älteste Bauwerk auf dem Schloss. Der im romanischen Baustil gebaute Turm besitzt bis zu 4 Meter dicke Mauern.

Der dritte Turm der regelmäßig bestiegen werden kann, ist der Turm der Bartholomäikirche. Hier lassen sich vor allem gute Fotoaufnahmen vom Schloss und der Brüderkirche machen.

Den besten Panoramablick haben Besucher allerdings vom Rathausturm, da sich dieser direkt in der Mitte des Stadtzentrums befindet. Jedoch ist dieser nur ab und zu geöffnet.

Die so genannten Roten Spitzen sind das Wahrzeichen Altenburgs. Sie sind die übrig gebliebenen Türme der ehemaligen St. Marienkirche des Augustinerklosters Unser Lieben Frauen auf dem Berge vor Altenburg. Gestiftet wurde das Kloster von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Bekannt wurde es vor allem durch seine große Fälscherwerkstatt. Nach dem Auflösen des Klosters stürzte das Hauptschiff einige Jahre später ein. Im Jahr 1570 bekamen die Türme ihre spitze Form, die der Südturm heute noch hat. Nachdem der Nordturm nach einem Blitzeinschlag abgebrannt war, erhielt dieser im Jahr 1618 seine barocke runde Form. In den Roten Spitzen wurde 2013 ein Museum eingerichtet, es ist Dienstag bis Sonntag jeweils 10 und 14 Uhr im Rahmen von Führungen ab dem Residenzschloss zu besichtigen. Unter anderem wird ein multimediales Klosterpuzzle gezeigt, an dem der Besucher die ehemalige Klosteranlage selbst nachbauen kann.

Ein Hauch von italienischem Flair brachte der Bau der Wasserkunst in die Stadt. Der im Volksmund nur Kunstturm genannte Wasserturm wurde 1844/45 im Stile eines italienischen Campanile errichtet.

Tipp: Der Posaunechor Altenburg spielt von Mai bis Oktober jeden Sonntag ab 18 Uhr vom Bartholomäikirchturm (erster Sonntag im Monat) bzw. vom Nikolaikirchturm (alle anderen Sonntage).

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Schloss zu Altenburg

Auf einem mächtigen, senkrecht abstürzenden Porphyrfelsen außerhalb des Stadtkerns liegt das weithin sichtbare Schloss zu Altenburg, in seinen Grundmauern wohl noch ein Baudenkmal des 10. und 13. Jahrhunderts, aber im 18. Jahrhundert durch beträchtlichen Anbau vergrößert. Der eine Flügel desselben wurde 1865 ein Raub der Flammen; ein zweiter großer Brand legte 1868 einen Teil des Schlosses in Asche. Die Schlossanlage setzt sich aus folgenden Elementen zusammen (beginnend am Zugang im Uhrzeigersinn):

  1. Schlosskirche: Oberhalb des Einganges, vgl. Abschnitt Kirchen.
  2. Schlossmuseum (ehem. Residenz): Der Westflügel wurde seit 1508 in mehreren Schüben umgebaut und neu gestaltet. Im Hof eine Renaissance-Galerie.
  3. Junkerei: Pferdestall aus dem 16. Jahrhundert, heute Sitz des Thüringischen Staatsarchives Altenburg.
  4. Flaschenturm: Errichtet im Jahre 1000 im romanischen Stil.
  5. Hausmannsturm: Neben dem Flaschenturm der zweite erhaltene Turm der Schlossanlage. Er ist 32 m hoch und damit das höchste Bauwerk des Schlosses.
  6. Prinzenpalais: Das Prinzenpalais ist eines der neueren Elemente, denn es stammt aus den Jahren 1868/ 71.

Das Schloss Poschwitz befindet sich im Nordosten der Stadt am Lindenweg. Es entstand im Jahr 1580, wurde aber im 19. Jahrhundert zweimal umgebaut und ergänzt. Die Schlossanlage besitzt einen kleinen Park mit Teich, einer Kapelle, einen Wirtschaftshof und einer Scheune. Zurzeit befindet sich das Gebäude in einem unsanierten und ungenutzten Zustand.

Das Seckendorffsche Palais am Brühl (unterhalb des Schlosses) stammt von 1724 und soll auf Pläne von David Schatz zurückgehen, der die Salvatorkirche in Gera erbauen ließ.

Das Magdalenenstift südöstlich des Schlosses dient heute als Sozialzentrum. Im Jahre 1665 wollte Herzog Friedrich Wilhelm II. für seine Frau Magdalena Sibylle von Sachsen Vorsorge treffen und ihr einen Witwensitz in Altenburg bauen lassen. Seine Wahl fiel auf den kleinen Berg gegenüber dem Schloss: Magdalena sollte im Alter immer das Schloss vor Augen haben. Im gleichen Jahr wurde das gesamte Grundstück abgesteckt und mit dem Bau der Fundamente des quadratischen Schlosses begonnen. Jedoch verstarb die Herzogin Magdalena Sybilla am 6. Januar 1668, vor der Fertigstellung der Gebäude. Mit ihrem Tod stockte der gesamte Weiterbau. Erst 1703 wurde wieder mit der Fertigstellung des Gebäudes begonnen. Am 4. Dezember 1705 wurde die Einweihung des Stifts feierlich begangen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Rathaus

Das Altenburger Rathaus gehört zu einen der schönsten Renaissancebauten in Deutschland. Es wurde zwischen 1562 und 1564 von Nikolaus Gromann gebaut, der vermutlich auch das Geraer Rathaus entworfen hat. Das fast quadratische Bauwerk steht auf der Südseite des Altenburger Hauptmarktes, etwas hervorstehend zu den anderen Häusern. Auf der Marktseite befindet sich der achteckige Turm mit einer Monduhr, welche die aktuelle Mondphase anzeigt. Links und rechts vom Turm an den Ecken des Rathauses wurden Eckerker mit Reliefdarstellungen weltlicher und biblischer Motive angebracht. Zusätzlich fallen dem Betrachter vor allem die stark verzierten Portale mit ihren Inschriften und den Gaffköpfen auf.

Es ist wohl eines der schönsten und ältesten Bauten in Altenburg, der Pohlhof dessen Hauptgebäude ein wunderschöner Staffelgiebel ziert. Die früheste Nennung geht auf das Jahr 1411 zurück. Ab dem Jahr 1742 war der Freihof im Besitz der Familie Lindenau. Es ist das Geburts- und Sterbehaus des wohl größten Sohnes der Stadt, des Staatsmanns, Astronomen und Kunstsammlers Bernhard August von Lindenau. Ihm verdankt die Stadt eine große und wertvolle Sammlung an Kunstgegenständen und Bildern. Heute befindet sich in dem Gebäude das Altenburger Standesamt.

Landesbank des Herzogtums Sachsen-Altenburg
Landratsamt

Das Gebäude der Landesbank des Herzogtums Sachsen-Altenburg entstand im Jahr 1865. Ihm musste das Wohngebäude vom Georg Spalatin, Reformator und guter Freund Martin Luthers, weichen. Der Prunkbau sticht von den umliegenden Häusern hervor. Auffallend sind vor allem die allegorischen Figuren auf dem Dach, unter anderem die Saxionia.

Ein sehr repräsentativer Bau ist auch das Landratsamt. Das Gebäude wurde 1895 als „Neues Ministerium“ fertig gestellt und diente auch als Landesparlament für den Freistaat Sachsen-Altenburg. Eindrucksvoll ist der Lichthof im Inneren des Gebäudes, der in der Woche begehbar ist und in dem auch häufig Sonderausstellungen zu sehen sind.

Der Frauenfels in der Nähe des kleinen Teiches ist wie der Pohlhof auch ein alter Freihof. Er wurde zwischen den Jahren 1542 und 1551 erbaut.

Der heutige Altenburger Bahnhof ist schon der zweite der Stadt. Dieser wurde im Stile der Neorenaissance erbaut. Den ersten Bahnhof erhielt die Stadt schon 1842 und war damit die erste Stadt in den Thüringer Staaten, die einen Eisenbahnanschluss besaß. Der Kopfbahnhof wurde jedoch bald zu klein, so dass dieser schon 1878 durch den heutigen Bahnhof ersetzt wurde. Reste des alten Bahnhofs stehen heute noch in der Fabrikstraße.

Das barocke Teehaus und die Orangerie im Schlosspark entstand zwischen 1712 und 1716 durch Johann Heinrich Gengenbach. Sehenswert sind nicht nur die Stuckarbeiten, sondern auch das große Deckengemälde im Teehaus. In das Teehaus gelangt der Besucher bei Veranstaltungen über eine Freitreppe.

Skatbrunnen

Der historische Friseursalon und der historische Fleischerladen sind ein echtes Kleinod. Den Friseursalon zeichnet vor allem durch seine komplett erhalten gebliebene Ausstattung aus, von der Wandverkleidungen aus rotem Marmor angefangen über Heißwellengeräte bis hin zu kleineren Geräten. Zudem wurde bei der Sanierung im ersten Obergeschoss eine Bohlenstube entdeckt und freigelegt. Der historische Fleischerladen in der Gabelentzstraße besitzt schmuckvolle Delfter Kacheln und Glasmalerei an der Decke. Zu besichtigen ist der Fleischerladen aber nur zu bestimmten Anlässen, wie die Museumsnacht oder dem Tag des offenen Denkmals. Der historische Friseursalon kann von Dienstag bis Sonnabend von 11 bis 16 Uhr und Sonntag von 11 bis 15 Uhr besichtigt werden.

Denkmäler[Bearbeiten]

Es gibt wohl imposantere Denkmäler, aber dies ist das einzige das einem Kartenspiel gewidmet ist. Der Skatbrunnen am Brühl wurde nach Entwürfen von Ernst Pfeifer im Jahr 1903 gebaut. Auf dem Brunnen ringen die vier Wenzel um die Vorherrschaft, wobei "der Alte“ (Eichel Unter – höchster Trumpf im Skatspiel) die Oberhand behält. Besucher können ihre Karten unter der sprudelnden Schweinsschnauze taufen, das angeblich Glück im Spiel bringen soll. Wenn in den Wintermonaten das Wasser nicht fließt, soll auch ein Streicheln der Schweinsschnauzen genügen.

Museen[Bearbeiten]

Lindenau-Museum
  • 1 Brauereimuseum, Brauereistr. 20, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 890930, Fax: (0)3447 892077. Das Museum, in der ehemaligen Direktoren-Villa aus der Gründerzeit, zeigt die Herstellung von Bier, die Geschichte der Altenburger Brauerei und eine Böttcherei-Ausstellung. Eine Führung durch die Brauerei ist ab einer Gruppe von 10 Personen nach Voranmeldung möglich. Zudem gibt es ein Streichelzoo auf dem Gelände. Geöffnet: Di-So 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.
  • Galerie Ebertstr., Friedrich-Ebert-Str. 9 a, 04600 Altenburg (nahe Brühl). Tel.: +49 (0)3447 836012, Fax: (0)3447 836012. Wechselnde Ausstellungen von Werken regionaler Künstler.
  • 2 Lindenau-Museum, Gabelentzstr. 5, 04600 Altenburg (am Fuße des Schlossparks, 500 m südlich vom Hauptbahnhof). Tel.: +49 (0)3447 8955-3, Fax: (0)3447 8955-44, E-Mail: . Das Lindenau-Museum, dass zu den 20 Museen und Einrichtungen des nationalen Kulturerbes der neuen Bundesländern gehört, besitzt mit 150 Tafeln früh italienischer Malerei, die größte Sammlung außerhalb Italiens in Europa. Die älteste Tafel stammt dabei aus dem 13. Jahrhundert. Des Weiteren beinhaltet das Museum eine beeindruckende Abguss-Sammlung von Plastiken, Reliefs und Reliefriesen alt-griechisch-mediceisch-italienische Kunst und eine umfassende Sammlung Antiker Keramik, die ca. 400 Stücke stammen aus den siebten bis dritten Jahrhundert vor Christus. Außerdem verfügt das Museum über eine nennenswerte Sammlung von Werken Gerhard Altenbourgs (1926–1989), des überregional wohl bekanntesten aus Altenburg stammenden Künstlers. Regelmäßig finden Sonderausstellungen statt. Das Lindenau-Museum entstand 1873 auf Initiative des Sachsen-Altenburger Ministers Bernhard von Lindenau nach dem Vorbild des Landesmuseums in Weimar, das nur acht Jahre vorher errichtet wurde. Geöffnet: Di-Fr 12 bis 18 Uhr, Sa, So u. Feiertag 10 bis 18 Uhr. Preis: Eintritt: Erwachsene 4 €, ermäßigt 2 €.
Mauritianum
  • 3 Mauritianum, Parkstr. 1, 04600 Altenburg (im Schlosspark, Ostseite). Tel.: +49 (0)3447 2589, Fax: (0)3447 892163, E-Mail: . Naturkundemuseum mit 350.000 geologischen, mineralogischen, paläontologischen, zoologischen und botanischen Objekten. Schwerpunkt der Sammlungen und Forschungen ist der Naturraum zwischen Weißer Elster und Mulde. Das barocke Gebäude, nur wenige Meter vom Lindenau-Museum entfernt, wurde 1908 eröffnet. Ursprünglich befanden sich im Mauritianum auch eine völkerkundliche Sammlung und eine Bibliothek. Die völkerkundliche Sammlung ist heute in Wittenberg, der Bücherbestand wurde an die Universitätsbibliothek Jena übergeben. Geöffnet: Di-Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, Sa-So 10.00 bis 17.00 Uhr; Führungen und Vorträge nach Vereinbarung. Preis: Eintritt frei.
Eingang des Schloss- und Spielkartenmuseums
  • 4 Schloss- und Spielkartenmuseum, Schloss 2-4, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 5127 12, Fax: +49 (0)3447 5127-33, E-Mail: . Die Spielkartenausstellung mit Spielkarten aus 5 Jahrhunderten ist in acht Räumen untergebracht. Ein anderer Schwerpunkt ist die Baugeschichte des Schlosses. Darüber hinaus findet man eine Rüstkammer- und eine Uhrensammlung sowie die Porzellansammlung des Altenburger Ministers von Lindenau vor. Mitunter erfährt der Besucher auch etwas zum sächsischen Prinzenraub von 1455. Geöffnet: Di-So 10.00 bis 17.00 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr. Preis: Eintritt: 3,50 €, Führung zzgl. 1,50 €.
    • Hausmannsturm im Schlosskomplex − Do - So von 9,30 - 17 Uhr von Mai bis Oktober: 1,- €
    • Führung in den Roten Spitzen - Di - So jeweils 10 und 14 Uhr, ab Residenzschloss
  • 5 Schnapsmuseum, Am Anger 1-2, 04600 Altenburg (Eingang über die Mittelstr.). Tel.: +49 (0)3447 55460, Fax: (0)3447 316508, E-Mail: . Mit Werksverkauf. Geöffnet: Mo-Fr 12.00 bis 19.00 Uhr, Sa 10-14 Uhr. Preis: Eintritt: Museum kostenlos. Verschiedene Führungen durch die Fabrik mit Begrüßungschluck 3 bis 6 € pro Person.
  • Sonderausstellungen gibt es häufig auch im Rathaus am Markt und im Lichthof des Landratsamts in der Lindenaustraße. Bei beiden wird kein Eintritt verlangt

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Vom Bahnhof aus führt die von Wohn- und Villenbauten gesäumte Wettiner Straße als Querachse stadteinwärts zum Schlosspark mit dem Lindenau-Museum.

Mit dem Brühl, Roßplan, Haupt-, Korn-, Topf,- und Weibermarkt besitzt Altenburg gleich sechs Märkte. Der Brühl ist davon der älteste Markt in Altenburg. An und auf ihm befinden sich einige Sehenswürdigkeiten, der Skatbrunnen, das Seckendorffsche Palais, das Amtsgericht und das alte Ministerium. Der Hauptmarkt ist 320 Meter lang und an seiner breitesten Stelle misst er 50 Meter. Eine Erwähnung des Hauptmarktes gab es bereits im Jahr 1192 unter der Bezeichnung novum forum (Neuer Markt).

Wer aufmerksam durch die Stadt schlendert und vielleicht zu Boden schaut, wird hier und da Stolpersteine entdecken, die vor dem letzten Wohnhaus eines dem NS-Regime nicht genehmen Bürgers in den Bürgersteig eingelassen sind, um an das Schicksal dieser Verfolgten zu mahnen. Näheres bei Wikipedia.

Parks[Bearbeiten]

Pauritzer Teich
  • Botanischer Erlebnisgarten Altenburg, Heinrich Zille Str.12. Tel.: +49 (0)3447 513253. Der Garten wurde im Auftrag des Nähmaschinenfabrikanten Karl K. Dietrich durch den Landschaftsgärtner Hans Dippel Ende der 1920er Jahre angelegt. Neben einen Sommerhaus wurde auch ein Schwimmbecken errichtet, das damals das Größte in einem privaten Garten war. Nachdem Krieg wurde der Garten enteignet und ist seitdem im Besitz der Stadt. Heute wird der Botanische Erlebnisgarten durch den Förderverein "Altenburger Botanischer Erlebnisgarten" e. V. betrieben. Im Garten mit seinen 8300 m² befinden sich etwa 2.500 verschiedene Pflanzenarten. Geöffnet: Freiland: täglich 10:00-19:00 Uhr Gewächshaus: täglich 11:00-14:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.
  • Inselzoo, Teichpromenade 31. Tel.: +49 (0)3447 316005. Der Inselzoo ist noch relativ jung, gerade mal etwas mehr als 50 Jahre alt. Er liegt mitten auf dem Großen Teich und beherbergt auf einem Hektar etwa 100 Tierarten mit über 543 Tieren wie etwa Schildkröten, Affen, Erdmännchen, Echsen und Ziegen. Vor der Gründung des Zoos diente die künstlich aufgeschüttete Insel auf dem Großen Teich als erstes den Herzog Friedrich II. zur Erholung. Ab 1874 wurde die Insel für jeden Bürger zugänglich und eine Gaststätte wurde gebaut. Zunächst mussten die Besucher der Insel noch mit einer Fähre übersetzten, erst später kam die Brücke hinzu. Sowohl der Große Teich als auch der Kleine Teich entstanden im Jahr 1594 als der vorhergehende Teich aus dem 12. Jahrhundert durch einen Damm in zwei Teile geteilt wurde. Die Wege um den Großen Teich mit den großen Bäumen und Wiesen dienen heute zur Naherholung. Geöffnet: 01.Mai bis 15.Oktober täglich 08.00 Uhr - 18.00 Uhr, 16.Oktober bis 30.April täglich 09.00 Uhr - 16.00 Uhr. Preis: Eintritt: Kinder ab 6 Jahren 1,00 €, Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene 1,50 €, Kinder unter 6 Jahren und Behinderte freier Eintritt.

Der Schlosspark, der sich so gut wie auf den gesamten Schlossberg ausdehnt, entstand im 16. Jahrhundert. Er wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgestaltet. In ihm befindet sich eine große Anzahl verschiedener Baumarten, außerdem zieren ihn im unteren Teil Figuren an den Wegen. Im gesamten Park verteilt sind das Mauritianium, das Lindenau-Museum, die Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche, der Marstall, das Teehaus und Orangerie die anzutreffen.

Des Weiteren gibt es im gesamten Altenburger Stadtgebiet eine Vielzahl von kleineren Parks, wie der Pohlhofpark oder der Park um den Pauritzer Teich.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wem die Aussicht von einen der verschiedenen Türme in Altenburg nicht ausreicht, kann auch in die Luft gehen. Am Flughafen gibt es zwei Unternehmen, die Rundflüge anbieten: die Flugschule Altenburg und die Flugschule Stahnke. Alternativ bietet die Altenburger Brauerei Fahrten mit dem Heißluftballon an.

Das Freibad befindet sich an der Hellwiese im Süden von Altenburg, es ist zum größten Teil saniert. Neben einem 50 m langen Schwimmerbecken, gibt es noch ein Nichtschwimmer- und ein Planschbecken. Eine große Rutsche ist im Freibad nicht vorhanden, nur eine kleine für Kinder, dafür gibt es einen Sprungturm mit verschiedenen Sprunghöhen bis zu 10 m Höhe. Sportlich betätigen kann man sich nicht nur im Wasser, sondern auch außerhalb auf dem Beachvolleyballfeld oder an den Tischtennisplatten. Schläger und Bälle sind am besten selbst mitzubringen. Die Saison des Freibads geht vom 15. Mai bis zum 15. September. In der Zeit hat das Freibad täglich zwischen 7.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Das Hallenbad am Großen Teich besitzt ein 25 m Becken und wurde zwischen 2010 und 2012 generalsaniert. Es hat in der kälteren Jahreszeit geöffnet. Die Öffnungszeiten variieren von Saison zu Saison und meistens ist der Vormittag für den Schulsport vorgehalten, die genauen Zeiten können telefonisch unter 03447/ 316108 erfragt werden.

Altenburger Prinzenraub
Der Prinzenraub war die Entführung der sächsischen Prinzen Ernst und Albrecht, der beiden Söhne des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, durch Kunz von Kaufungen aus dem Schloss zu Altenburg in der Nacht vom 7. auf 8. Juli 1455. Kaufungen, der dem Kurfürsten Friedrich dem Sanftmütigen im Bruderkrieg (1446-51) Dienste leistete, hatte von demselben Vitzthumsche Güter in Meißen erhalten, die er nach dem Krieg herauszugeben sich weigerte, weshalb der Kurfürst ihm dieselben mit Gewalt wegnahm. Da Kunz seine wirklichen oder vermeintlichen Ansprüche auf dem Weg Rechtes nicht durchsetzen konnte, verband er sich mit zwei anderen Rittern, v. Mosen und v. Schönfeld, zum Raub der beiden Söhne des Kurfürsten. Der Verabredung gemäß trennten sich darauf die Verschworenen, um auf verschiedenen Wegen auf Kunz' Schloss Eisenberg in Böhmen zu gelangen. Kaum noch eine Stunde von der böhmischen Grenze entfernt, machte Kunz, welcher den jüngeren Prinzen, Albrecht, bei sich hatte, in einem Waldtal Rast, und der Prinz fand Gelegenheit, sich hier einem Köhler, Georg Schmidt, zu offenbaren, der mit Hilfe von anderen herbeigerufenen Männern den Ritter gefangen nahm und in das nahe Kloster Grünhain lieferte. Die anderen, welche den Prinzen Ernst entführt hatten, gaben denselben auf die Kunde hiervon gegen Zusicherung ihrer Straflosigkeit frei. Kunz wurde 14. Juli 1455 zu Freiberg enthauptet, der Köhler Schmidt unter dem Namen Triller mit einem Freigut bei Zwickau beschenkt.

Die erste jährliche Großveranstaltung ist die Frühlingsnacht im März, die den Auftakt zur Einkaufssaison darstellt. Im April eines jeden Jahres findet ein Bauernmarkt statt, auf dem viele Produkte aus der Region angeboten werden. Anfang Juni findet unter dem Mottto In Altenburg läuft's besser der Skatmarathon statt. Dieser verläuft durch das Altstadtgebiet und dem Stadtwald. Im Juni findet die Museumsnacht, eine Gemeinschaftsveranstaltung des Lindenau-Museums, des Mauritianums und des Schloss- und Spielkartenmuseums statt. Im August findet das Altenburger Musikfestival statt, das sich auch auf das Umland erstreckt. Die Musikrichtung ist dabei weit gestreckt, von Orgelkonzert bis Swing. Die Altenburger Kneiptour ist im Oktober.

Einkaufen[Bearbeiten]

Der Hauptmarkt in Altenburg

In der Innenstadt gibt es alles, was der Reisende für den allgemeinen Bedarf braucht. Mittwoch und Samstag sind Markttage, an denen Händler aus der Region an Ständen auf dem Hauptmarkt ihre Produkte anbieten. Außerhalb der Innenstadt, in den Stadtteilen Altenburg-Nord und Altenburg-Südost, befinden sich zwei große Supermärkte, die jeweils von Kaufland betrieben werden. Discounter befinden sich, außer in der Altstadt, in jedem Stadtteil Altenburgs. Souvenirs erhält man in der Tourismusinformation am Markt. Ein typisches Altenburger Souvenir ist natürlich die Spielkarte, die es in der Touristeninformation in verschiedensten Arten gibt. Postkarten, Bücher über Altenburg und Landkarten gibt es in einem der drei Buchläden in der Altstadt (Baderei, Johannisstraße, Bei der Brüderkirche).

Küche[Bearbeiten]

Neben der Thüringer Rostbratwurst gibt es in der Region Altenburg noch weitere Spezialitäten: zum Beispiel den Huckelkuchen, die herzhaften mit Hackfleisch gefüllten Altenburger Brötchen, den Ziegenkäse oder den Mutzbraten. Beim Mutzbraten handelt es sich um ein Stück Fleisch vom Schwein das unter anderem mit Majoran gewürzt ist und auf einem speziellen Grill mit Birkenholz gegart wird.

Günstig[Bearbeiten]

Die Baderei in Altenburg. Das Meeresbuffet (Mitte) und das Bader No. 4 (Rechts)
  • 1 Big Max (Texas Diner), Rosa-Luxemburg-Straße 15, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 4880134. Geöffnet: Di-Sa von 11.00 bis 14.00 und von 18.00 bis 21.00.
  • 2 China Bistro (chinesisch), Schmöllnsche Straße 8, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 314560.
  • 3 Meeresbuffet, Baderei 13, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 2584, Mobil: +49 (0)177 7810521, E-Mail: . Geöffnet: Mo-Fr 8.30 bis 18.30 Uhr, Sa 9 bis 13 Uhr.
  • 4 Pizza- & Nudelhaus Domizil, Kronengasse 3, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 8951689, Fax: +49 (0)894215. Geöffnet: Mo-Sa 11 bis 23 Uhr, So u. Feiertage 11.30 bis 23.00 Uhr.
  • 5 Polibistro, Johann-Sebastian-Bach-Str. 2, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 512377. Das Bistro bietet Frühstück sowie einige Gerichte a'la carte. Dazu gibt es täglich drei preiswerte und sehr gute, abwechslungsreiche Mittagsgerichte. Geöffnet: Mo-Do: 08:00-17:00, Fr: 08:00-14:00.
  • 6 Senfladen, Moritzstr. 1, 04600 Altenburg. Hier kann die Thüringer Rostbratwurst mit einer großen Auswahl von verschiedenen Altenburger Senfsorten probiert werden.
  • 7 Shin Shin-Thai Bistro (chinesische Küche, Sushi), Marktgasse 2, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 314508.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Landestheater Altenburg

Theater[Bearbeiten]

Das Landestheater Altenburg, unterhalb des Schlosses, ist ein Vier-Sparten-Theater, mit den Bereichen Ballett, Schauspiel, Konzert und Puppentheater. Es gehört zu der Theatergesellschaft Theater & Philharmonie Thüringen. Diese entstand 1996 als das Landestheater mit den Bühnen der Stadt Gera fusionierte. In Altenburg hat die Gesellschaft zurzeit drei Bühnen. Das große Haus mit 536 Plätzen, das Theater unterm Dach und das Heizhaus. Das Gebäude des großen Hauses wurde als Hoftheater im Jahr 1871 eingeweiht. Es wurde nach dem Vorbild der Semperoper erbaut. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts bekam es den charakteristischen eckigen Vorbau.

Kino[Bearbeiten]

Das Capitol in Altenburg befindet sich am Großen Teich und besitzt acht Kinosäle. Der Besucher darf allerdings nicht die Größe und Ausstattung eines großen Multiplex-Kinos erwarten, dafür sind aber die Preise recht günstig. Reservierung unter Telefon: +49(0)3447 311365.

Bars & Kneipen[Bearbeiten]

  • 1 Café und Bar Contrast, Teichplan 1, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 315701.
  • 2 Deja Vue, Sechseck Platanenstraße, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)152 22696750. Geöffnet: Mi - So ab 17:30 Uhr.
  • 3 Finnigan's Irish House, Rosa-Luxemburg-Straße 2, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 511515. Geöffnet: täglich ab 17:00 Uhr.
  • 4 Kulisse, Theaterplatz 18, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 500939. Geöffnet: täglich ab 17:00 Uhr.
  • 5 Zum alten Markt (Letscho), Pauritzer Straße 3, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 513098.

Bowling[Bearbeiten]

Billard[Bearbeiten]

  • 2 Play Point, Geschwister-Scholl-Str. 8, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 505951.

Disco[Bearbeiten]

Direkt in der Innenstadt beim Schloss befindet sich das Residenz Theater, ein ehemaliges Kino, welches zu einer Tanzbar umgebaut worden ist. Der Veranstalter Big Extra veranstaltet fast jedes Wochenende eine Disco in abwechselnder Location. Häufiger Veranstaltungsort ist neben dem Goldenen Pflug und der Music Hall auch das Fabrikgebäude der ehemaligen Altenburger Wollspinnerei in Kotteritz vor den Toren der Stadt. Des Weiteren gibt es in der Umgebung das SAX in Schmölln.

Unterkunft[Bearbeiten]

Das Parkhotel am Großen Teich

Dies ist eine Auswahl von Unterkünften in Altenburg, eine größere Anzahl gibt es hier.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Die Stadt Altenburg arbeitet mit der Fachhochschule Jena und den Unternehmen des Altenburger Landes im Rahmen der Initiative StudiumPlus zusammen. Ziel ist es, das Fachhochschulstudium mit einer praktischen Ausbildung zu kombinieren. Im Herbst 2007 begann das Projekt mit dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Damit hat Altenburg indirekt eine Fachhochschule bekommen.

Weiterhin besitzt die Stadt fünf Berufsschulen, die Staatliche berufsbildende Schule für Wirtschaft und Soziales (WiSo), das Berufliche Schluzentrum für Gewerbe und Technik Johann Friedrich Pierer, der Aus- und Weiterbildungsverbund Altenburg e.V. (AWA), die Euro-Schulen Altenburg und die INNVOVA Privatakademie Altenburg.

Arbeiten[Bearbeiten]

Informationen zu Jobangeboten gibt es bei der Arbeitsagentur.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Feuerwehr und Rettungsdienst teilen sich die Notrufnummer 112. Altenburg besitzt mit dem Klinikum Altenburger Land eine hochmoderne Klinik mit 567 Betten. Die Adressen und Rufnummern der Ärzte und Apotheken die Notdienst haben, stehen in den kostenlosen Zeitungen, die auch die Hotels und Pensionen bekommen. Außerdem könne die Adressen der Ärzte die Notdienst haben unter der Telefonnummer erfragt werden: +49 (0)3447 371111. Den Notdienstplan der Apotheken finden sie auch hier. Bei einer allgemeinen Erkrankung lohnt es sich, die Poliklinik aufzusuchen, ein Ärztehaus mit vielen Fachärzten unter einem Dach. Damit erspart der Reisende sich lange Wege zu den einzelnen Fachärzten durch die Stadt.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 4 Touristinformation, Markt 17, 04600 Altenburg. Tel.: +49 (0)3447 551838. Neben Informationsmaterial werden dort unter anderem auch Stadtführungen und Zimmervermittlungen angeboten. Geöffnet: Mo – Fr 9.00 – 18.00 Uhr + Sa – So 10.00 – 16.00 Uhr.

Post

Die Postleitzahl für Altenburg ist 04600. Die Hauptpostfiliale befindet sich am Keplerplatz 5 in der Nähe des Schlosses.

Ausflüge[Bearbeiten]

Flugwelt Altenburg-Nobitz
Kohlebahn in Meuselwitz
Burg & Kirche Posterstein
Neues Rathaus in Leipzig
  • Flugwelt Altenburg-Nobitz, Am Flughafen 3 (04603 Nobitz). Tel.: +49 (0)3447 515033, Mobil: +49 (0)162 3317099, Fax: (0)3447 515034, E-Mail: . Die Ausstellung wird seit März 2005 von dem gleichnamigen Verein betrieben. In den Museumsräumen geht es hauptsächlich um die Geschichte des Flughafens. Auf dem Freigelände sind dazu mehrere Flugzeuge zu besichtigen Zu sehen gibt es u.a. eine MiG 21-SPS eine Breguet Atlantic der Deutschen Marine und ab dem 7. Oktober 2014 eine Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ Transall. Geöffnet: Sa, So u. Feiertage 10.00 bis 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung. Preis: Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 9-15 Jahre 1,50 €, Rentner und Schwerbehinderte 2 €.

10 km nördlich erreicht man den Haselbacher See an der Grenze zu Sachsen. Der ehemalige Tagebau wird seit 1993 geflutet und touristisch intensiv genutzt.

In Meuselwitz (12 km nordwestlich, B 180) hat die Kohlebahn ihren Ausgangspunkt. Im Kulturbahnhof befindet sich das technische Museum, mit historischen Zügen, einer Modelleisenbahn und weiteren technischen Anlagen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Schlossgarten mit Orangerie aus dem Jahr 1709 und das Heimatmuseum.

Burg Posterstein, Burgberg 1 (04626 Posterstein). Tel.: +49 (0)34496 22595, E-Mail: . Die Burg mit ihrem 25 Meter hohen Bergfried im Südwesten des Altenburger Landes stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Ausstellung im Museum bieten einen Überblick über die Burggeschichte und die Kulturgeschichte des Altenburger Landes. Geöffnet: Di-Sa 10.00 bis 17.00 Uhr, So u. Feiertag 10.00 bis 18.00 Uhr. Preis: Eintritt: Erwachsene 2,50 €, ermäßigt 1 €, Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt.

Andere Ziele der Umgebung sind (Entfernungsangaben ab Stadtzentrum):

  • Windischleuba (6 km nordöstlich) - Münchhausen-Schloss und Pleiße-Stausee
  • Gößnitz (12 km südlich, B 93) - Eisenbahnknoten mit dem längsten Bahnsteig Deutschlands.
  • Kohrener Land
    • Frohburg (12 km nordöstlich, B 7 bis Eschefeld, dort links ab) - Schloss Frohburg und Kirche „St. Michaelis“, auf dem Marktplatz der Centauren-Brunnen.
    • Kohren-Sahlis (15 km östlich) - Töpferstadt im Kohrener Land. Sehenswert ist der Markt, das Töpfermuseum und die 2 km entfernte Burg Gnandstein, Sachsens besterhaltene romanische Wehranlage.
  • Schmölln (13 km südwestlich, B 7) - Stadt der Knopffabrikation.
  • Borna (16 km nördlich, B 93) - im mitteldeutschen Braunkohlenrevier gelegene Stadt; sehenswert sind Marktplatz mit Rathaus und Goldenem Stern sowie die Stadtkirche und das Reichstor (1753).
  • Belantis Vergnügungspark (30 km nördlich, B 93 über Borna, anschließend über Zwenkau) - Ostdeutschlands größter Freizeitpark auf 27 Hektar Fläche.
  • Hohenstein-Ernstthal (35 km südöstlich, B 180) - Sachsenring und Karl Mays Geburtshaus.
  • Leipzig (46 km nördlich, B 93 über Borna, dann B 95/B 2) - Metropole mit einer halben Million Einwohner; Bücher- und Messestadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Deutscher Städteatlas; Band: V; 1 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Altenburg, Autor: Hans Karl Schulze. ISBN 3-89115-042-3; Dortmund-Altenbeken, 1994.
  • Hans Joachim Kessler Altenburg: Gesichter und Geschichten einer Stadt, Verlagshaus Thüringen, Erfurt 1993, ISBN 3-86087-040-8.
  • Hans Joachim Kessler 1025 Jahre Altenburg: Bilder und Geschichten, E. Reinhold Verlag, Altenburg 2001, ISBN 3-910166-43-1.

Weblinks[Bearbeiten]



Empfehlenswerter Reiseführer Dieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 18. Oktober 2008 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.