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Leipzig

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Neues Rathaus
Leipzig
Bundesland Sachsen
Einwohner
591.608 (2017)
Höhe
113 m
Tourist-Info Web www.leipzig.de
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Lage
Lagekarte von Deutschland
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Leipzig

Leipzig ist mit knapp 570.000 Einwohnern wieder die größte Stadt in Sachsen. Sie besitzt eine für deutsche Großstädte ungewöhnlich gut erhaltene historische Innenstadt und elegante Stadtviertel aus der Gründerzeit. Außerdem war sie ein industrielles Zentrum und Messestadt mit vielen Passagen in der Innenstadt, die heute zum Bummeln einladen. Im Bereich der Musik und Bildenden Kunst genießt die Stadt Weltruf. Aus ihr kamen die wesentlichen Impulse, die zur friedlichen Revolution und Wiedervereinigung Deutschlands (1989/90) führten. Leipzig ist reich an Sehenswürdigkeiten, Shoppinggelegenheiten und man trifft auf ein ausgeprägtes Nachtleben. Die Universität liegt mitten im Zentrum.

Stadtteile[Bearbeiten]

Seit 1992 besteht Leipzig aus zehn Stadtbezirken, die wiederum in Ortsteile unterteilt sind. Die statistischen Bezirke samt Ortsteilen haben jedoch wenig mit den historisch gewachsenen Ortsteilen gemeinsam. Deshalb und weil sich ein Großteil der Sehenswürdigkeiten auf das Zentrum konzentriert, ist es sinnvoller, eine räumlich-bauliche Unterteilung vorzunehmen.

Stadtteile von Leipzig
Kern der Stadt vom Hauptbahnhof über die Innenstadt bis zur Deutschen Bücherei im Osten und dem grünen Band des Auwalds im Westen.
hauptsächlich Wohn- und Gewerbegebiete. Gohlis, Eutritzsch, Möckern, Mockau, Wahren, Stahmeln, Lützschena, Wiederitzsch mit dem Neuen Messegelände und Seehausen.
geprägt von ehemaligen Industriearealen, heute Zentrum von Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft. Alle westlich des Auwalds gelegene Stadtteile: Schleußig, Lindenau, Plagwitz, Leutzsch, Kleinzschocher, Großzschocher, Grünau, Knautkleeberg, Knauthain, Lausen, Böhlitz-Ehrenberg, Rückmarsdorf, Burghausen, Miltitz, Knautnaundorf und Hartmannsdorf.
hauptsächlich Wohngebiete mit gemischter Sozialstruktur; in den letzten Jahren aber zunehmend kulturelle Angebote und Ausgehmöglichkeiten. Neustadt, Neuschönefeld, Reudnitz, Volkmarsdorf, Anger-Crottendorf, Sellerhausen, Stünz, Stötteritz, Schönefeld, Abtnaundorf, Paunsdorf, Thekla, Heiterblick, Mölkau, Engelsdorf, Baalsdorf, Holzhausen, Althen, Kleinpösna, Portitz, Plaußig.
gilt als Zentrum einer linken und alternativen Kulturszene. Südvorstadt, Connewitz, Probstheida mit Völkerschlachtdenkmal, Lößnig, Dölitz, Dösen und Meusdorf.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Leipzig liegt in der Leipziger Tieflandsbucht, einem der südlichsten Ausläufer der Norddeutschen Tiefebene. Hier münden die Parthe und Pleiße (sowie kleinere Flüsse) in die Weiße Elster. Das Stadtgebiet ist größtenteils flach. Der Dichter Ringelnatz beschrieb dies in einem Gedicht über Leipzig mit den Worten: „Die Berge sind so schön, so erhaben! – Aber es gibt hier keine.“ Lediglich der Südosten ist leicht hügelig (Monarchenhügel, Galgenberg). Alle übrigen nennenswerten Erhebungen sind ehemalige Müll- und Schutthalden, die aber so weit renaturiert sind, dass die Leipziger sie inzwischen als Teile der natürlichen Topographie und als ihre „Berge“ wahrnehmen (z. B. Fockeberg).

Im Mittelalter[Bearbeiten]

Die Stadt Leipzig verdankt ihren Ursprung einem kleinen Fischerdörfchen, das die wendischen Sorben am Zusammenfluss von Pleiße und Parthe gründeten und Lipsk (von lip oder lipa, die Linde) nannten. Erst 1015 wurde der Ort als Stadt erwähnt, die unter den Grafen des Gaues Chutici stand. 1017 verschenkte Kaiser Heinrich II. Leipzig an das Stift Merseburg. 1082 wurde es von dem Böhmenherzog Wratislaw zerstört, erhob sich aber bald wieder. 1134 brachte es Konrad von Wettin durch Tausch an sein Haus. Die Lage Leipzigs an der Kreuzung zweier europäische Fernhandelsrouten, der west-östlichen Via Regia (Königsstraße) vom Rhein nach Schlesien und der nord-südlichen Via Imperii (Reichsstraße) von der Ostsee nach Italien, begünstigte seine Entwicklung als überregional bedeutendes Handelszentrum.

Unter Otto dem Reichen (1156-89) wurde Leipzig, damals 5000 bis 6000 Einwohner zählend, erweitert und befestigt und erhielt spätestens 1170 das Stadtrecht sowie seine beiden Hauptmessen. Um die ihm besonders wegen der Gründung des Thomasklosters (nebst der Thomaskirche 1213), dem er das Patronat der Leipziger Kirche übergab, feindlich gesinnten Bürger im Zaum zu halten, ließ Markgraf Dietrich 1218 die Stadtmauer schleifen und drei feste Schlösser errichten.

Die Zwingburg am Grimmaischen Tor wurde aber wieder abgebrochen, sodass an gleicher Stelle 1231 das Dominikanerkloster St. Pauli Leipzig gegründet werden konnte. Während der Herrschaft des Markgrafen Heinrich III. wurde die Stadt 1237 durch Anlegung des Brühls, der Ritterstraße, der Nikolaistraße und eines Teils der Reichsstraße erweitert. Um diese Zeit bildete sich in Leipzig auch eine Kaufmannsgilde, zu welcher sich auch italienische Kaufleute aus der Lombardei gesellten. Dietrich der Weise, Markgraf von Landsberg, verlieh Leipzig 1273 das Münzrecht.

Siegel der Universität Leipzig (Alma Mater Lipsiensis)

Markgraf Wilhelm II. stiftete am 4. Dezember 1409 auf Grund der Errichtungsbulle des Papstes Alexander V. eine Universität. Etwa tausend deutsche Lehrkräfte und Studenten der Universität Prag waren zuvor nach Leipzig gezogen, da sie mit der Bevorzugung der böhmischen Nation durch König Wenzel IV. nicht einverstanden waren. Ab 1415 gab es eine medizinische, ab 1446 eine juristische Fakultät. Die Lehrveranstaltungen fanden zunächst in über die Stadt verteilten Kollegien statt.

1423 erlangte die Stadt, welche bisher von markgräflichen Vögten verwaltet worden war, zunächst auf Widerruf die Ober- und Niedergerichte und bestellte einen Stadtrichter. 1454 wurde der Stadtgraben um die innere Stadt gezogen, und 1483 erfolgte die Gründung des Oberhofgerichts. 1458 kam zu den beiden schon bestehenden Messen noch die Neujahrsmesse hinzu. Das Messeprivileg wurde der Stadt 1497 von Kaiser Maximilian I. verliehen. Bei der neuen Aufteilung der Wettinschen Lande im Jahr 1485 – die in Leipzig beschlossen wurde und deshalb Leipziger Teilung genannt wird – fiel die Stadt der albertinischen Linie zu. Georg der Bärtige (1500-1539) gab der Stadt das Stempel- und Niederlagsrecht, erweiterte die Grenzen des Weichbildes und überließ ihr 1508 nunmehr erblich die Ober- und Untergerichte.

In der Neuzeit[Bearbeiten]

Leipziger Disputation zwischen Martin Luther und Johannes Eck, 1519

Das 1519 in der alten Pleißenburg zwischen Luther, Karlstadt und Eck gehaltene sogenannte Leipziger Kolloquium (auch Leipziger Disputation genannt) war für die weitere Entwicklung der Reformation von großem Einfluss. Herzog Georg unterdrückte zwar die evangelische Lehre in Leipzig gewaltsam, indes schon sein Bruder Heinrich der Fromme (1539-41) führte die Reformation förmlich ein (der die Universität sich jedoch erst später anschloss) und erteilte dem Rat das Patronatsrecht über die Kirchen und Schulen.

1545 ließen sich die ersten Buchhändler, Steiger und Boskopf, in Leipzig nieder. Nachdem Leipzig im Schmalkaldischen Krieg 1547 belagert und die Vorstädte gänzlich eingeäschert worden waren, wurden die Festungswerke verstärkt, die Pleißenburg und die Vorstädte neu aufgebaut. Von der ab 1551 erneuerten Stadtbefestigung ist heute nur die Moritzbastei erhalten. Durch Kurfürst August von Sachsen veranlasst, ließen sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts viele niederländische Kaufleute in Leipzig nieder. Zwischen 1555 und 1573 wurde wiederholt der Großkaufmann Hieronymus Lotter zum Bürgermeister gewählt, der sich auch als Architekt der Renaissance betätigte und unter anderem das Alte Rathaus und die Alte Waage errichten ließ.

Historischer Stich von Leipzig im Jahr 1632

Ungemein litt die Stadt im Dreißigjährigen Krieg. 1631 erschien Tilly vor Leipzigs Mauern und erzwang die Übergabe der Stadt. Gustav Adolfs Sieg bei Breitenfeld (einem nördlichen Vorort von Leipzig) am 17. September desselben Jahres befreite die Stadt wieder von den Kaiserlichen. 1632 und 1633 wurde sie abermals vom kaiserlichen General Holk eingenommen, 1642 von den Schweden unter Torstensson, welche sie trotz des 1648 abgeschlossenen Westfälischen Friedens wegen rückständiger 267.000 Taler Kriegssteuer bis 1650 besetzt hielten. Der Dreißigjährige Krieg hatte die Stadt über eine Million Taler gekostet und ihren Wohlstand gänzlich zerrüttet.

Nach wiederhergestelltem Frieden wurde Leipzig stärker befestigt. Auch wurden damals die Lindenalleen auf den Wällen angepflanzt. 1677 wurde die Ratsbibliothek gegründet und 1678 die im Barockstil gehaltene Alte Handelsbörse am Naschmarkt errichtet. Ab 1667 zog ein Großteil des deutschen Buchhandels aus Frankfurt am Main, wo zu strenge Zensur geübt wurde, nach Leipzig, und seit Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Leipzig der Hauptstapelplatz des deutschen Buchhandels. 1682 wurde das Handelsgericht errichtet. 1690 wurde die Münzkonferenz gehalten, der 1691 die Einführung des Leipziger Fußes (1 Mark Feinsilber = 12 Taler) als Münzfuß für das ganze Reich folgte. Unter August II. (dem Starken; r. 1694-1733) ließ sich, nach Aufhebung des Edikts von Nantes, die sogenannte französische Kolonie (meist Kaufleute) in Leipzig nieder. Leipzig gehörte zu den vier Legestädten des Reichs und hatte bei den sächsischen Landtagen das Direktorium unter den Städten.

Von den traurigsten Folgen war der Siebenjährige Krieg für Leipzig, das von Friedrich d. Gr. mit schweren Kontributionen (über 15 Mio Taler) belegt wurde. In der Zeit des nachfolgenden Friedens nahmen der Handel und die Messen einen Aufschwung wie fast niemals vorher. Die Universität wurde von Friedrich August I. sehr begünstigt, ab 1784 die Festungswerke abgetragen und der Stadtgraben in einen Park verwandelt.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Noch während der Napoleonischen Kriege hatte Leipzig sich starker Messen zu erfreuen. Im Fünften Koalitionskrieg 1809 wurde es erst von den Österreichern und wenige Tage später von einem Korps Braunschweiger besetzt. Die größten Leiden brachte der Sechste Koalitionskrieg über Leipzig. Im Frühjahr 1813 wurde es zuerst von Kosaken und andern russischen Truppen besetzt, nach deren Abzug besetzte nach der Schlacht bei Lützen ein Korps Franzosen die Stadt.

Völkerschlacht bei Leipzig

Das welthistorische Ereignis der großen Völkerschlacht vom 16. bis 19. Oktober 1813, in der Russen, Preußen, Österreicher, Schweden sowie deutsche Freikorps gegen die Truppen des napoleonischen Frankreichs und seiner verbliebenen Verbündeten (darunter auch Sachsen) kämpften, brachte furchtbare Schreckenstage über Leipzig. Die Stadt wurde mit Sturm genommen und erhielt einen russischen Kommandanten. Viele Tausende raffte das in den zahlreichen überfüllten Spitälern, zu denen Kirchen und andere öffentliche Gebäude eingerichtet waren, ausgebrochene Nervenfieber dahin. Von Nachteil für die Stadt wurde auch die Teilung Sachsens 1815, nach der die Grenze zu Preußen nur wenige Kilometer nördlich und westlich von Leipzig verlief.

Die bereits im vorangegangenen Jahrhundert begonnene Entwicklung Leipzigs zu Deutschlands führendem Zentrum des Verlagswesens und der Buchdruckerei verstärkte sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten noch. Bereits seit 1800 saß hier der Musikverlag Hoffmeister & Kühnel, der 1814 zur bis heute bekannten Edition C. F. Peters wurde, dem Marktführer auf dem Notenmarkt; ab 1817 war der Verlag F. A. Brockhaus hier ansässig, 1828 folgte der Reclam-Verlag, 1874 zog das Bibliographische Institut (bekannt für Meyers Konversations-Lexikon und den Duden) von Gotha nach Leipzig um, 1901 wurde hier der Insel Verlag gegründet. Unter den zahlreichen Druckereien ist Giesecke & Devrient (gegründet 1852) hervorzuheben, das sich zu einem der deutschlandweit (und sogar international) führenden Produzenten von Banknoten und Wertpapieren entwickelte.

1824 zog die letzte öffentliche Hinrichtung auf dem Marktplatz tausende Schaulustige an. Die Geschichte des Mörders Johann Christian Woyzeck inspirierte Georg Büchner zu einem seiner bekanntesten Dramen.

In der Zeit der Romantik wirkten mehrere prominente Komponisten und Musiker in Leipzig. Richard Wagner wurde in Leipzig geboren und verbrachte hier seine Jugend und Studienzeit. Auch Clara Schumann war gebürtige Leipzigerin, ihr Mann Robert kam 1828 zum Studium in die Stadt, gemeinsam lebten sie hier bis 1844. Felix Mendelssohn Bartholdy amtierte von 1835 bis zu seinem Tod 1847 als Gewandhauskapellmeister und gründete in dieser Zeit das Conservatorium der Musik, Vorläuferin der heutigen Musikhochschule.

Erste Dampfwagenfahrt auf der Leipzig-Dresdner Eisenbahn

Von großer Bedeutung für Leipzig wurde der 1833 erfolgende Anschluss Sachsens an den Deutschen Zollverein. 1836 wurde die Buchhändlerbörse und 1838 die Leipziger Bank gegründet. Mit Friedrich List und Gustav Harkort waren in Leipzig zwei visionäre und einflussreiche Unternehmer tätig, die als Eisenbahnpioniere in die Geschichte eingingen und in Leipzig mit Straßennamen und Denkmälern geehrt werden. 1839 wurde Leipzig Anfangspunkt einer Bahnlinie nach Dresden, der ersten deutschen Ferneisenbahn überhaupt. 1840 folgte die Strecke Leipzig—Magdeburg. 1844 wurde der Bayerische Bahnhof eingeweiht, an dem die Eisenbahnstrecke Leipzig–Hof beginnt.

Während des Revolutionsjahrs 1848 wirkten hier zahlreiche politische Vereine in verschiedenen Richtungen, namentlich entwickelte Robert Blum eine große agitatorische Tätigkeit. Auch kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Aufständischen und Vertretern der Obrigkeit.

Ab 1856 wurde auf Initiative des Rechstanwalts, Industriepioniers und liberalen Politikers Carl Heine ein Kanal von der Weißen Elster durch Plagwitz zum Lindenauer Hafen angelegt. An seinen Ufern entstanden gewaltige Industrieareale, vor allem der Textilproduktion, an die die bis heute bestehenden Gebäude der einstigen Buntgarnwerke (heute Deutschlands größtes Industriedenkmal und unter anderem als Lofts genutzt) und der Baumwollspinnerei (heute Kunstzentrum) erinnern. Mit der Industrialisierung wurde Leipzig auch zu einem Zentrum der Arbeiterbewegung. 1863 wurde hier unter Führung Ferdinand Lassalles der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein, ältester Vorläufer der SPD, gegründet.

1866 war Leipzig mehrere Monate von preußischen Truppen besetzt, da Sachsen im deutsch-deutschen Krieg mal wieder auf der „falschen“ Seite stand. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg und der Gründung des Deutschen Reichs 1871 erlebte Leipzig einen großen Boom. War die Einwohnerzahl bis zu dieser Zeit stets moderat gestiegen, verfünffachte sie sich in den folgenden 35 Jahren. Zuvor war das Stadtgebiet nur wenig über den mittelalterlichen Kern hinausgegangen. Die meisten heute bekannten Stadtteile waren noch Dörfer, um 1890 wurden sie dann eingemeindet. In dieser Zeit entstanden überall mehrgeschossige Wohnquartiere im historistischen Stil der sogenannten Gründerzeit, die so typisch für Leipzigs Stadtbild sind, Kirchen für die jeweiligen Stadtteile, aber auch eine ganze Reihe repräsentativer Villen reicher Kaufleute und Industrieller. 1868 wurde das Reichsoberhandelsgericht nach Leipzig verlegt, 1879 erhielt die Stadt den Sitz des neugegründeten Reichsgerichts, was die Rolle der Stadt als Justizzentrum bestätigte und stärkte.

1872 wurde die Leipziger Pferdestraßenbahn in Betrieb genommen, 1896 wurde sie elektrifiziert. 1895 stellte Leipzig als erste Messestadt weltweit von der Waren- zur Mustermesse um, das heißt, dass die Waren selbst nicht mehr in Leipzig gehandelt, sondern nur Muster vorgestellt und Bestellungen aufgenommen wurden. Um diesem neuen Messetypus Rechnung zu tragen, entstanden in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts große Messehöfe und -paläste, die das Bild der Leipziger Innenstadt in der Folgezeit prägten. Spätestens im beginnenden 20. Jahrhundert erlangte der Leipziger Brühl seine Bedeutung als „Weltstraße der Pelze“. Man sprach damals vom „Brühl“ als Inbegriff des internationalen Pelzhandels etwa so, wie heute die „Wall Street“ für die amerikanische Finanzbranche steht. Im Jahr 1900 wurde in Leipzig der Deutsche Fußball-Bund gegründet, drei Jahre später wurde der VfB Leipzig erster deutscher Meister in diesem Sport.

Ein Leipziger Wahrzeichen: Völkerschlachtdenkmal

Der gewachsenen Bedeutung und dem Selbstbewusstsein der Stadt wurde mit dem 1905 vollendeten Bau des Neuen Rathauses an der Stelle der einstigen Pleißenburg, bis heute das größte Kommunalverwaltungsgebäude Deutschlands, dem zum 100. Jahrestags der Völkerschlacht 1913 eingeweihten gigantischen Völkerschlachtdenkmal und dem 1915 eröffneten neuen Hauptbahnhof, der den Dresdner, Magdeburger und Thüringer Bahnhof ersetzte, Rechnung getragen. Im Jahr 1910 war Leipzig hinter Berlin, Hamburg und München viertgrößte Stadt im Deutschen Reich, erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde es von Köln überholt.

1918 bis 1989[Bearbeiten]

In den 1920er-Jahren fanden vor dem Reichsgericht Kriegsverbrecherprozesse gegen deutsche Militärs statt, die als „Leipziger Prozesse“ bekannt wurden und als Meilenstein in der Entwicklung des Völkerstrafrechts gelten. Auf dem Gelände der Internationalen Baufachausstellung (IBA) 1913 im Südosten der Stadt entstand zwischen 1920 und 1928 das Messegelände für die Technische Messe mit 17 großen Hallen – heute als Alte Messe bezeichnet. Ende 1930 erreichte die Einwohnerzahl Leipzigs mit 718.200 ihren Höhepunkt. Ende 1933 fand in Leipzig der Reichstagsbrandprozess statt, bei dem zwar Marinus van der Lubbe verurteilt, die als seine vermeintlichen Mittäter angeklagten prominenten Kommunisten aber freigesprochen wurden.

Aufstand des 17. Juni: sowjetischer Panzer vor dem Reichsgerichtsgebäude

Im Zweiten Weltkrieg wurde Leipzig bei alliierten Luftangriffen stark zerstört (etwa 60 % der Bausubstanz waren betroffen), allerdings nicht ganz so schwer wie etwa Dresden, Magdeburg oder verschiedene westdeutsche Großstädte. Die Zerstörung konzentrierte sich zudem auf die Innenstadt, wogegen in den Außenbezirken weitgehend die Vorkriegsbebauung erhalten blieb. Am 18. April 1945 wurde Leipzig durch Einheiten der US Army befreit, entsprechend der Beschlüsse von Jalta aber im Juli an die sowjetische Besatzungsmacht übergeben.

Im Rahmen des Aufstands vom 17. Juni 1953 kam es auch in Leipzig zu Streiks und großen Protestzügen. Etwa 27.000 Arbeiter streikten, schätzungsweise 40.000 Menschen nahmen an Demonstrationen teil. Das Untersuchungsgefängnis und Bezirksgericht wurde gestürmt, um politische Häftlinge zu befreien. Bei der gewaltsamen Niederschlagung durch sowjetische Truppen starben 10 Menschen, die meisten junge Leute. Ein Bronzerelief in Form des Abdrucks einer Panzerkette im Salzgässchen erinnert heute an das Ereignis.

Hainstraße während der Herbstmesse 1951

In der DDR war Leipzig nach Ost-Berlin die zweitgrößte Stadt und blieb ein Zentrum des internationalen Handels, insbesondere des Ost-West-Handels. Auf die Frühjahrs- und Herbstmesse kamen nach wie vor auch Aussteller und Einkäufer aus dem „nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet“, was der Stadt ein gewisses internationales Flair verlieh. Da es nicht genug Hotelbetten gab, wurden auch Messegäste in Privatwohnungen untergebracht, wodurch die jeweiligen Familien persönlichen Kontakt zu ihnen aufnehmen konnten.

In den 1970er-Jahren wurde die Großwohnsiedlung Grünau in der Plattenbauweise Wohnungsbauserie 70 (WBS 70) angelegt. Sie hatte auf ihrem Höhepunkt fast 100.000 Einwohner und bildete praktisch eine Stadt in der Stadt. Weitere große Plattenbausiedlungen entstanden in Paunsdorf, Schönefeld, Mockau, Möckern und an der Straße des 18. Oktober.

Montagsdemonstration am 16. Oktober 1989 auf dem Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz)

Bereits 1982 begannen in der Nikolaikirche die allwöchentlichen Friedensgebete, die insbesondere von Oppositionellen und Regimekritikern aufgesucht wurden. Im Herbst 1989 schlossen sich an diese die ersten Montagsdemonstrationen an, womit Leipzig einer der Ausgangspunkte der Friedlichen Revolution war und sich den Ruf als „Heldenstadt“ erwarb. Während die Polizei am 2. Oktober noch mit Gewalt gegen die wenigen Teilnehmer vorgegangen war, kam es am 9. Oktober zum ersten Massenprotest mit schätzungsweise 70.000 Teilnehmern, ein Aufruf von sechs prominenten Leipzigern zu Gewaltlosigkeit fand Beachtung. In den Folgewochen wuchsen die Protestmärsche noch, am 23. Oktober waren etwa 320.000 Menschen dabei. Neben politischen und bürgerlichen Freiheiten spielte auch der Umweltschutz eine wichtige Rolle. Die massive Verschmutzung von Luft und Gewässern durch Industrie und Kraftwerke wurde angeprangert.

Seit der Wende[Bearbeiten]

Kundenzentrum des Porsche-Werks Leipzig

In den 1990er-Jahren gingen über 100.000 Arbeitsplätze in der zusammenbrechenden Industrie verloren. Zugleich wurden Milliardenbeträge in die Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur investiert. Nach und nach wurde ein großer Teil des Altbaubestands saniert. Der Bauunternehmer Jürgen Schneider kaufte „Sahnestücke“ in der Leipziger Innenstadt wie die Mädlerpassage und Barthels Hof auf und ließ sie aufwendig sanieren, wobei er verschiedene Banken um Milliardenbeträge betrog (Schneider-Affäre). 1996 wurde das Neue Messegelände eröffnet. Dennoch nahm die Einwohnerzahl seit der Wende kontinuierlich ab, Ende 1998 war sie auf 437.000 gesunken. Auch eine massive Eingemeindung umliegender Vororte konnte sie nicht wieder über sie symbolische Zahl von einer halben Million heben.

Im Kunstbereich macht die sogenannte „Neue Leipziger Schule“ seit den 1990er-Jahren viel von sich reden, deren bekanntester Vertreter Neo Rauch ist. Allerdings lehnen viele der hierzu gezählten Künstler den Begriff ab und es gibt in ihren Werken keine wirklich definierenden gemeinsamen Merkmale. Einzige Gemeinsamkeit ist, dass sie in Leipzig studiert haben oder hier arbeiten. Viele von ihnen sind seit Mitte der 2000er-Jahre auf dem Gelände der einstigen Baumwollspinnerei im Leipziger Westen tätig.

Erst ab 2002 nahm die Bevölkerung wieder moderat zu. In dieser Zeit konnten auch wieder namhafte Industriebetriebe angesiedelt werden, 2002 wurde das Porsche-Werk Leipzig eröffnet, 2005 folgte das BMW-Werk. Im Rahmen der „Biotechnologie-Offensive“ wurde 2003 die Bio City Leipzig eröffnet, die den Kern des Bio Campus aus mehreren naturwissenschaftlichen und medizinischen Instituten bildet. Es machte wieder das Wort von der „Boomtown“ des Ostens die Rede. Nachdem die Arbeitslosenquote 2005 mit 21 % einen Höchststand erreicht hatte, ging sie in den Folgejahren wieder merklich zurück. Die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012, die an die Tradition Leipzigs als Sportstadt anknüpfte und viele Leipziger 2004/05 in Begeisterung versetzte, scheiterte. Allerdings war Leipzig einer der Austragungsorte des Konföderationenpokals 2005 und der Fußball-WM 2006, die auch von vielen Leipzigern als ein „Sommermärchen“ erlebt wurde.

Seit Anfang der 2010er-Jahre wird Leipzig oft als Szenemetropole und Hipster-Hochburg betrachtet, was sich in dem Spitznamen „Hypezig“ spiegelt. Die Einwohnerzahl nimmt seit 2012 wieder deutlich zu und überschritt, nachdem die Stadt im Jahr 2015 ihr tausendstes Jubiläum gefeiert hatte, im Februar 2016 die Zahl von 570.000.

Anreise[Bearbeiten]

Rollbrücke West über die A 14

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Leipzig Halle befindet sich ca. 15 km nordwestlich von Leipzig. Innerdeutsch fliegt Lufthansa von Frankfurt (Main) und München. Internationale Linienflüge gibt es unter anderem von Wien und Istanbul. In den Sommermonaten bieten die Ferienflieger Flüge in die meist südeuropäischen Reiseländer an.

Vom unmittelbar unter dem Zentralterminal gelegenen Bahnhof Leipzig/Halle Flughafen fährt die S-Bahn-Linie S 5 und S 5X alle 30 Minuten nach Leipzig Hbf (ca. 15 Minuten Fahrzeit, MDV-Tarif, Einzelfahrt 4,40 €) und weiter durch den Citytunnel Leipzig in Richtung Altenburg und Zwickau. Weiter halten derzeit am Flughafen ein Teil der ICs auf der Relation Leipzig–Halle–Magdeburg und weiter Richtung Hannover.

Eine Taxifahrt in das Leipziger Stadtzentrum kostet etwa 45 €. Am Flughafen stehen mehrere kostenpflichtige Parkplätze und ein Parkhaus zur Verfügung. Mit dem Auto gelangt man über die A14 nach Leipzig.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten]

Schnelltriebwagen SVT 137 von 1935 mit planmäßiger Höchstgeschwindigkeit 160 km/h.
Zu sehen sind auf Gleis 24 des Hauptbahnhofs: Dampflok BR52, SVT 137, E-Lok: E04, E44 u. E94
Regionalbahn im Hauptbahnhof 2013

Der Leipziger Hauptbahnhof liegt unmittelbar nördlich des Stadtzentrums. Hier kreuzen sich zwei ICE-Linien:

Desweiteren gibt es eine stündliche IC-Verbindung aus Richtung Hannover über Magdeburg. Jeder zweite Zug kommt aus Oldenburg und Bremen, die übrigen aus Köln und dem Ruhrgebiet.

Die Nachfrage auf den Fernverkehrszügen von Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main ist an Wochentagen nachmittags sowie am Freitag und Sonntag sehr hoch, eine Reservierung also zu empfehlen. Die Fahrzeit von den genannten Bahnhöfen mit durchgehenden Zügen beträgt je nach Zuglauf etwa:

  • Erfurt 43 Minuten
  • Dresden Hbf: gut 1 Std.
  • Berlin Hbf: 1:15 Std.
  • Magdeburg Hbf: 1:15 Std.
  • Hannover 2:40 Std.
  • Frankfurt (Main) Hbf: 3 Std.
  • Hamburg Hbf: gut 3 Std.
  • Nürnberg: 3:40 Std.
  • Bremen: 4:10 Std.
  • München Hbf: 5 Std.
  • Köln Hbf: 6 Std.

Die im Dezember 2015 in Betrieb gegangene Neubaustrecke Leipzig–Erfurt verkürzt die Reisezeit von Erfurt und Frankfurt am Main um 30 Minuten. Der anschließende Abschnitt Erfurt–Nürnberg wird voraussichtlich im Dezember 2017 fertig werden und dann auch die Reisezeiten aus Richtung Nürnberg und München verkürzen.

Regionalverkehr[Bearbeiten]

Leipzig Hauptbahnhof ist Knotenpunkt von Nahverkehrslinien (RE, RB und S-Bahn), unter anderem aus Lutherstadt Wittenberg, Dessau, Bitterfeld, Cottbus, Hoyerswerda, Dresden und Riesa, Grimma/Döbeln, Chemnitz, Zwickau sowie Gera. Etwa 30 Minuten Fahrzeit entfernt liegt der Knoten Halle (Saale), erreichbar mit der S-Bahn S3 und S5, wobei nur die S5 über den Flughafen Leipzig/Halle fährt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Fernbusse der meisten Anbieter halten in der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Goethestraße nahe am Hauptbahnhof. Verlässt man den Bahnhof durch das Portal der Osthalle, ist noch die Hauptstraße mit der großen Straßenbahnhaltestelle zu queren. Man sieht bereits halblinks die Goethestraße, die zum Augustusplatz führt. Vom Innenstadt-Ausgang des neuen Tunnelbahnsteigs führt die Richard-Wagner-Straße an der Straßenbahnhaltestelle vorbei zur Goethestraße. An der Bushaltestelle direkt finden sich jedoch kaum Sitzgelegenheiten noch Unterstellmögichkeiten.

Die Haltestelle einiger Linien für Leipzig ist am Stadtrand am Messegelände (Fernbushalt an 2 Typ ist Gruppenbezeichnung der Endhaltestelle der Straßenbahn 16). Auch am Flughafen befindet sich ein Fernbushalt.

Wenige europäische Fernbusverbindungen mit Eurolines bestehen von Zagreb, Sofia und Varna.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Entfernungen
Nürnberg 282 km
Hannover 262 km
Prag 255 km
Berlin 190 km
Chemnitz 132 km
Dresden 111 km

Leipzig kann leicht mit dem Auto erreicht werden: die beiden Autobahnen A 14 (Magdeburg–Dresden) und A 9 (Berlin–Nürnberg) führen direkt an Leipzig vorbei. Mittlerweile ist der Ring um Leipzig durch die A 38 (von Göttingen) geschlossen.

Auf der A 9 von Norden (Berlin, Dessau) kommend, empfiehlt es sich, wenn man ins Zentrum will, am Schkeuditzer Kreuz auf die A 14 zu wechseln und bis zur Anschlussstelle Leipzig-Mitte zu fahren. Von dort ist nämlich die B 2 bis an den Rand der Innenstadt als vierspurige Schnellstraße ausgebaut.

Kommt man auf der A 9 von Süden (München, Nürnberg, Frankfurt, Erfurt), geben Navigationssoftwares meistens an, man solle die Anschlussstelle Leipzig-West nehmen. Auf der Merseburger Straße (der westlichen Ausfallstraße) herrscht aber oft dichter Verkehr und es gibt viele Ampeln, weshalb man nur langsam vorankommt und sich die Fahrt ins Zentrum hinziehen kann. Das wird von der Software bei der Berechnung der Fahrtzeit oft nicht ausreichend berücksichtigt. Eine Alternative ist, bereits am Kreuz Rippachtal auf die A 38 zu wechseln und von Süden in die Stadtmitte zu fahren: entweder von der Anschlussstelle Leipzig-Südwest oder von Kreuz Leipzig-Süd, von dem wiederum die B 2 als vierspurige Schnellstraße fast bis ins Zentrum führt. Letztlich nehmen sich alle drei genannten Varianten in punkto Fahrtzeit nicht viel und es hängt von der konkreten Verkehrslage und Ampelschaltung ab.

Auf der A 14 von Westen (Magdeburg, Hannover) fährt man, sofern das Ziel im Zentrum von Leipzig liegt, bis zur Anschlussstelle Leipzig-Mitte und dann weiter auf der B 2.

Wer auf der A 14 von Osten (Dresden) anreist, kann die Anschlussstellen Leipzig-Ost, Leipzig-Nordost oder Leipzig-Mitte benutzen. Die Fahrtzeit ins Zentrum ist in allen drei Fällen ähnlich.

Es führen folgende Bundesstraßen durch Leipzig:

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Nach Leipzig führen:

Zu Fuß[Bearbeiten]

Durch Leipzig führt der Ökumenische Pilgerweg Mitteldeutschland, entlang des Verlaufs der mittelalterlichen Handelsstraße Via regia (GörlitzBautzen–Leipzig–NaumburgErfurtEisenachVacha, insgesamt ca. 450 km, Teilstrecke von Bautzen 176 km, von Erfurt 143 km), der auch als ein Zweig des Jakobswegs in Deutschland genutzt wird. Er kreuzt sich hier mit dem Jakobsweg Via Imperii (StettinBerlinWittenberg–Leipzig–ZwickauHof, insgesamt ca. 590 km, Teilstrecke von Berlin 212 km, von Hof 192 km, von Zwickau 104 km).

Mobilität[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

S-Bahn-Zug in der unterirdischen Station Wilhelm-Leuschner-Platz

Leipzig verfügt über ein dichtes Netz öffentlicher Verkehrsmittel mit recht kurzen Taktzeiten – auch am Wochenende und abends.

S-Bahn Mitteldeutschland Im Dezember 2013 wurde der City-Tunnel Leipzig zwischen Leipzig Hbf und dem Bahnhof Leipzig Bayrischer Bahnhof eröffnet. Durch ihn verkehren fünf S-Bahn-Linien, meist im Abstand von 5 Minuten. Der Tunnel hat Haltestellen an Leipzig Hauptbahnhof (tief), Markt, Wilhelm-Leuschner-Platz und Bayerischer Bahnhof. Die Haltestelle Leipzig-MDR liegt bereits südlich außerhalb des Tunnels, wird aber ebenfalls von allen Linien bedient. Dann teilen sich die Linien. Ein Teil der Züge fährt nach Leipzig-Stötteritz (S1/S11, S4) und zum Teil darüber hinaus nach Wurzen und Oschatz (S4). Die anderen Linien (S2, S3, S5/S5X) fahren nach Leipzig-Connewitz oder darüber hinaus über Markkleeberg nach Markkleeberg-Gaschwitz (S2), Borna und Geithain (S3), Altenburg und Zwickau (S5, S5X). Nach Norden teilen sich die Linien nach dem Halt Hauptbahnhof in die Richtungen (Leipzig) Miltitzer Allee (S1), Halle über Schkeuditz (S3), Leipzig-Messe (S11, S2, S5/S5X) und Halle (S5) über Flughafen (S5/S5X) bzw. (Delitzsch/Bitterfeld/Dessau (S2) sowie Thekla, Eilenburg/Torgau/Falkenberg (Elster)/Hoyerswerda (S4). Zwischen MDR und Hauptbahnhof kann man in jeden Zug springen, spätestens an genannten Halten sollte man sich vergewissern, ob man im richtigen Zug sitzt.

Straßenbahnzug des in Leipzig produzierten und eingesetzten Leoliners

Daneben ist in der Stadt die Straßenbahn das Mittel der Wahl. Von den 13 Straßenbahnlinien halten bis auf die Linie 2 alle am Hauptbahnhof. Vom Innenstadtring führen die Linien sternförmig auf den Ausfallstraßen in alle Himmelsrichtungen. Von Montag bis Samstag besteht tagsüber ein Zehnminutentakt, der sich durch die Überlagerung zweier Linien auf den wichtigsten Strecken zu einem Fünfminutentakt verdichtet. Ab 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen gilt ein 15-Minuten-Takt. Von 23 Uhr bis 1 Uhr fahren die Bahnen alle 30 min, wobei ein Sammelanschluss am Hauptbahnhof besteht: täglich 23:00, 23:30, 0:00 und 0:30 Uhr ab Hauptbahnhof in alle Richtungen. Seit Eröffnung des Citytunnels sind auch die Abfahrtszeiten der S-Bahnen zwischen 23:00 und 1:00 auf die Sammelanschlüsse der Straßenbahn ausgerichtet, allerdings verkehren nicht alle S-Bahn-Linien zu allen Sammelanschlusszeiten.

Die Busse verbinden die Hauptachsen untereinander. Dabei haben die Linien 60, 65, 70, 80 und 90 Metrobus-Charakter – sie verkehren zu den selben Takten wie die Straßenbahnen und stellen Tangentenverbindungen zwischen den außerhalb der Innenstadt gelegenen Bezirke her. Die Linie 89, auf der Midibusse (kleiner als ein normaler Stadtbus, aber größer als ein Minibus) eingesetzt werden, führt als einzige Buslinie im Viertelstundentakt mitten durch die Innenstadt und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Musikviertel südwestlich der Innenstadt und Connewitz.

Nachtbusse – sogenannte Nightliner – starten am Hauptbahnhof um 1:11 Uhr, 2:22 Uhr und 3:33 Uhr. In den Wochenend-Nächten von Freitag zu Sonnabend bzw. Sonnabend zu Sonntag starten am Hauptbahnhof zusätzliche Busse um 1:45 Uhr und 3:00 Uhr.

Eine Straßenbahn- oder Bushaltestelle ist in Leipzig selten mehr als 5 Minuten Fußweg entfernt, so lohnt es sich, das Auto stehen zu lassen und mit dem ÖPNV die Stadt zu erkunden. In den meisten Fällen ist die Straßenbahn dank eigenem Schienenbett und Vorrangschaltung an Ampeln auch deutlich schneller.

Im gesamten Stadtgebiet sowie in den umliegenden Kreisen gelten die Tarife des MDV (Mitteldeutscher Verkehrsbund). Ein Einzelfahrschein kostet innerhalb der Stadt 2,50 € (Kinder von 6 bis 13 Jahren 1,- €), eine Tageskarte 6,90 €. Für Familien und Gruppen von zwei bis fünf Personen lohnt sich eine Gruppenkarte für 10,50 bis 21,30 €. Fahrten ins Umland kosten etwas mehr, je nach Anzahl der benötigten Tarifzonen.Stand April 2016. Sachsen-/Sachsen-Anhalt-/Thüringen-Tickets gelten in allen Verkehrsmitteln im MDV.

Eine Fahrradmitnahme ist in der Stadt Leipzig von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr kostenlos möglich, tagsüber muss eine Extrakarte (1,80 €) gelöst werden. In S-Bahn- und Regionalzügen können Fahrräder in und um Leipzig (MDV-Gebiet) kostenlos mitgenommen werden.

Liniennetzplan Leipzig - Tram / Bus / S-Bahn (PDF)

Nachtbusnetz Leipzig - Nightliner (PDF)

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Leipzig kann als eine Fahrradstadt bezeichnet werden. Die weitgehend flache Landschaft, die kurzen Wege zwischen den wichtigsten Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten und die vielen Grünflächen tragen dazu bei. Allerdings ist das Fahrradwegenetz noch sehr lückenhaft. Fahrradläden und -werkstätten sind eigentlich überall in der Stadt zu finden. Der einzige genossenschaftlich organisierte Fahrradladen, der auch über eine Selbsthilfewerkstatt verfügt, ist Veloismus eG im Leipziger Osten (Bereich Eisenbahnstraße).

In der Stadt gibt es das Verleihsystem Nextbike. Nachdem man sich über die Website, App, Hotline oder an einem Stationscomputer angemeldet hat, kann man an mehr als einem Dutzend Stationen in der Stadt (u.a. Hauptbahnhof, Augustusplatz, Nikolaikirchhof, Marktplatz, Goerdelerring, Westplatz) für 1 € pro halber Stunde bzw. 9 € pro Tag ein Fahrrad nutzen und auch an einer anderen Station wieder abgeben.

Weitere Fahrradvermietungen:

Auf der Straße[Bearbeiten]

In der Innenstadt und den zentrumsnahen Stadtbezirken ist Parkraum chronisch knapp. Größere Einkaufszentren wie Höfe am Brühl, Petersbogen und Promenaden/Hauptbahnhof verfügen über Parkhäuser bzw. Tiefgaragen, eine weitere große Tiefgarage befindet sich unter dem Augustusplatz. Überlegenswert ist, sich den Stress einer Fahrt in die eigentlich nicht für Autos gemachte Innenstadt zu sparen und den Wagen auf einem der Park & Ride-Plätze oder an der Unterkunft stehen zu lassen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtplan

In der Stadtmitte[Bearbeiten]

Detaillierter im Stadtteilartikel: Leipzig/Mitte#Sehenswürdigkeiten.

Die Altstadt, in der sich ein Gros der baulichen Sehenswürdigkeiten ballt, liegt innerhalb eines Straßenrings südlich des Hauptbahnhofes (1915 fertiggestellt) und ist in weiten Teilen Fußgängerzone. Von einer Ecke des Innenstadtrings zur gegenüberliegenden sind es keine 1,5 Kilometer. Bevor man vom Hauptbahnhof aus die eigentlichen historischen Sehenswürdigkeiten erreicht, kommt man am ehemaligen Sachsenplatz Nr01.png vorbei, dessen Randbebauung aus den 1960er Jahren stammt und an dessen Stelle vor dem Krieg dicht bebautes Gebiet war. Seit den 2000er-Jahren wurde der Platz wieder bebaut: 2004 öffnete in seiner Mitte das Museum der bildenden Künste, später kamen die Eckgebäude hinzu, so dass es bald wieder einen kompletten Straßenblock gibt.

Der Marktplatz Nr02.png wird vom Alten Rathaus beherrscht, das 1556 im Renaissancestil erbaut wurde. Es beherbergt das Stadtgeschichtliche Museum mit ständiger Ausstellung. Am Nordrand des Marktes liegt die Alte Waage, ein altes Handelsgebäude, das 1943 zerstört und in den Jahren 1963 bis 1964 wiederaufgebaut wurde. Hinter dem Alten Rathaus wiederum liegt der Naschmarkt Nr03.png mit der Alten Handelsbörse, die früher Versammlungsort der Kaufleute war. Davor das Goethedenkmal, das an die Zeit des Dichters während seines Studiums in Leipzig erinnert.

Nikolaikirche, rechts dahinter Specks Hof

Auf der anderen Seite des Naschmarktes beginnt die Mädlerpassage Nr04.png, die nur eines der zahlreichen Passagensysteme ist. Gleich am Eingang der Mädlerpassage liegt ein weiteres berühmtes Wahrzeichen der Stadt: Auerbachs Keller – bekannt aus Goethes Faust und, wie zu erwarten, ausgeschmückt mit Figurentruppen aus der „Faust“-Szene. Folgt man der Grimmaischen Straße nun ostwärts, gelangt man zum Hansahaus Nr05.png, das mit dem benachbarten Specks Hof ein weiteres großes Passagensystem bildet. Gegenüber liegt die Nikolaikirche, die wichtigster Ausgangspunkt für die Demonstrationen im Herbst 1989 war.

Am östlichen Ende der Altstadt liegt der Augustusplatz Nr06.png, der wie der Sachsenplatz im Norden nach dem Krieg völlig neu gebaut wurde. Es handelt sich dabei um den Universitätskomplex mit der Universität, dem neugebauten Augusteum und Paulinum, dem Neuen Gewandhaus, dem Opernhaus (trotz Neubaues mit historischen Elementen) und dem City-Hochhaus Leipzig, ehemals Universitätshochhaus. Das City-Hochaus Leipzig ist 142,0 Meter, mit Antenne 155,4 Meter, hoch und ist damit das höchste Gebäude Leipzigs und Mitteldeutschland. Es hat die Form eines aufgeschlagenen Buches.

Im Südwesten der Altstadt findet man die Thomaskirche Nr07.png, welche durch den Thomanerchor weltweit bekannt ist. Wiederum südlich davon liegen das Stadthaus Leipzig und daneben das Neue RathausNr08.png, welches seit dem Jahr 1905 der Sitz der Leipziger Stadtverwaltung und das größte Rathausgebäude Deutschlands ist.

Passagen und Handelshöfe[Bearbeiten]

Speck's Hof − Messehaus und älteste erhaltene Ladenpassage
  • Messepalast Speck's Hof − älteste erhaltene Ladenpassage in Leipzig, erbaut 1908-11. Mit 10.000 m² Ausstellungsfläche war sie der größte Messeplatz der damaligen Zeit. Passagenneugestaltung 1982/83 und 1993/95, gegenüber der Nikolaikirche
  • Barthels Hof
  • Stenzlers Hof
  • Mädlerpassage mit Auerbachs Keller
  • Städtisches Kaufhaus
  • Handelshof

In den Stadtteilen[Bearbeiten]

Palais Roßbach (Beethovenstr. 8) im Musikviertel

Details in den jeweiligen Stadtteilartikeln.

Neben der Innenstadt ist auch der Südosten Leipzigs von Interesse: Hier findet man die beiden gewaltigen Komplexe der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Deutschen Nationalbibliothek - DNB und des 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Alten Messegeländes. Ganz in der Nähe der DNB findet sich die 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Russische Gedächtniskirche, die an die in der Völkerschlacht gefallenen russischen Soldaten erinnert. Das 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Völkerschlachtdenkmal liegt im Stadtteil Probstheida und ist eines der Wahrzeichen Leipzigs. Von der Aussichtsplattform in 90 Metern Höhe hat man eine schöne Rundsicht über die Stadt.

Typisch für Leipzig sind weitgehend intakte Straßenzüge mit Wohnhäusern oder Villen im historistischen Stil aus der Gründerzeit des wilhelminischen Kaiserreichs (1870–1900), in geringerem Maße auch aus dem Jugendstil. Diese sind seit der Wende größtenteils saniert worden. Besonders schöne Beispiele finden sich im 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Waldstraßenviertel, 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Musikviertel und der 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Südvorstadt, aber auch in Leutzsch, Schleußig und Gohlis.

Besonders für junge Leute interessant ist der „Szenestadtteil“ 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Connewitz im Süden der Stadt; in den 2000er-Jahren hat sich 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Plagwitz im Westen zu einem „hippen“ Stadtteil für Kulturschaffende und -interessierte entwickelt.

Das 1996 fertiggestellte neue Messegelände befindet sich hingegen im Norden der Stadt und ist dort eine der wichtigsten Landmarken.

Andreaskapelle in Knautnaundorf
  • Schloss Schönefeld in der östlichen Vorstadt.
  • Zu kulturellen Veranstaltungsstätten umgewidmete ehemalige Industrieanlagen wie die ehemalige Armaturenwerke („Westwerk“) in Plagwitz oder die Baumwollspinnerei in Neulindenau.
  • Die Andreaskapelle in Knautnaundorf ist die älteste in Sachsen erhaltene Kirche.

Museen[Bearbeiten]

Das große Gebäude des Grassi-Museums beherbergt gleich drei unabhängige Museen.

Leipzig besitzt eine vielfältige Museumslandschaft. Die Leipziger Museen werden in einem eigenen Artikel beschrieben. Hervorzuheben sind das Museum der Bildenden Künste, das Grassi-Museum mit Abteilungen für angewandte Kunst (Design und Kunsthandwerk), Musikinstrumente und Völkerkunde, das Stasi-Museum in der „Runden Ecke“ und das der Nachkriegs-, DDR- und Wendegeschichte gewidmete Zeitgeschichtliche Forum – eine Außenstelle des Bonner Hauses der Geschichte (Eintritt frei) – sowie die Museen in den ehemaligen Wohnhäusern berühmter Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Clara und Robert Schumann sowie Felix Mendelssohn Bartholdy.

Das Stadtgeschichtliche Museum besteht aus mehreren Häusern. Außer dem Hauptstandort Altes Rathaus am Markt existiert seit 2004 ein Neubau im Böttchergässchen mit dem Kinder- und Jugendmuseum „Lipsikus“, der Bibliothek und der Fotothek, sowie das Schillerhaus in Leipzig-Gohlis, das Völkerschlachtdenkmal und FORUM 1813, das Museum Zum Arabischen Coffe Baum, die Alte Börse und das Sportmuseum. · Eintritt für jedes Haus zwischen 3,- und 8,- €. · Im Museum Zum Arabischen Coffe Baum in der Kleinen Fleischergasse ist der Eintritt frei. Im Restaurant, dem Café Français, dem Wiener Café oder der arabischen Kaffeestube des Coffe Baums kann man den Museumsbesuch ausklingen lassen.

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

Leipziger Innenstadt vom Fockeberg aus gesehen
  • Aussichtsplattform auf dem City-Hochhaus am Augustusplatz. Das Gebäude ist mit 142,5 m das höchste Gebäude der Stadt. Von der Dachterrasse hat man einen schönen Blick über Leipzig (Eintritt: 3 EUR). Im 29. Stockwerk knapp unter der Spitze des Gebäudes befindet sich auch ein Restaurant. (Kleiner Tipp: Wer nicht sofort als Tourist erkannt werden will, nennt das Gebäude, so wie alle Leipziger, einfach Uniriese.)
  • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Fockeberg - Der Berg wurde mit den im Zweiten Weltkrieg entstandenen Trümmern zwischen 1947 und 1950 aufgeschüttet. Der 153,3 m hohe Berg überragt die Umgebung um etwa 45 m. Die Schutthalde ist heute eine parkartige Anlage mit schönen Ausblicken. Zu sehen sind die ca. 2 km entfernte Stadtmitte und der südliche Teil des Leipziger Auwalds. Der Hauptzugang zur Halde befindet sich in Verlängerung der Hardenbergstraße. Von hier führt ein 850 m langer mit Skulpturen gesäumter Asphaltweg zur Bergspitze. Weitere Infos über den Fockeberg (auch Bilder der Aussicht) sind bei Wikipedia zu finden.
  • 11 Typ ist Gruppenbezeichnung, Aussichtsturm Rosental im Nordteil des Leipziger Auwalds, knapp 3 km norwestlich des Stadtzentrums. Der Rosentalhügel ist als Ende des 19. Jahrhunderts als Müllhalde entstanden, daher wird er im Volksmund „Scherbelberg“ genannt. Auf seiner Spitze steht ein etwa 20 Meter hoher simpler Turm. Achtung! Bei Wind schwankt der Turm etwas.
  • Aussichtsplattform auf Völkerschlachtdenkmal - Die Plattform im Südwesten der Stadt (ca. 4 km vom Zentrum entfernt) ist über teilweise recht enge Treppen zugänglich, sowie über einen Fahrstuhl.

Parks und Seenlandschaften[Bearbeiten]

Johannapark in Leipzig, Blick über den Teich nach Osten in Richtung Cityhochhaus und Rathausturm
Totenkopfäffchen im Gondwanaland (Tropenhalle) des Zoos

Leipzig ist eine sehr grüne Stadt. Es gibt innerhalb den Stadtgebietes viele kleinere und größere Parks: vom Promenadenring der Stadt bis hin zu ausgedehnten Parkfriedhöfen (vor allem der 12 Typ ist Gruppenbezeichnung Südfriedhof), die an Paris oder Wien erinnern. Mitten durch Leipzig zieht sich der Leipziger Auwald, der größte städtischen Auenwald Europas und einer der größten Auenwälder Mitteleuropas überhaupt.

  • 13 Typ ist Gruppenbezeichnung Clara-Zetkin-Park am Westrand der Innenstadt – Zusammenschluss der Anlagen Scheibenholz und Albertpark, geht über in Johannapark und Palmengarten (insgesamt rund 125 Hektar zusammenhängender Parkanlagen).
  • 14 Typ ist Gruppenbezeichnung Botanischer Garten der Universität Leipzig – einer der ältesten und größten botanischen Gärten Deutschlands; mit Gewächshäusern (Orchideen, Mangroven, Kakteen, Schmetterlinge) und Freianlagen und Apothekergarten.
  • Der 15 Typ ist Gruppenbezeichnung Zoo Leipzig ist einer der meistbesuchten deutschen Zoos. Die Haltung ist in vielen Fällen vergleichsweise fortschrittlich und artgerecht, was aber auch zur Konsequenz hat, dass manche Tiere nur aus großer Entfernung oder gar nicht zu sehen sind. In der 2011 eröffneten riesigen Tropenhalle Gondwanaland trennt weder Gitter noch Glasscheibe den Besucher von den Tieren. Die sehenswerte Anlage liegt mitten im Stadtgebiet und ist mit der Straßenbahnlinie 12 Richtung Gohlis-Nord gut zu erreichen. Hunde sind nicht erlaubt.
    Eintritt April - Oktober: 18,50 €, ermäßigt: 15,-, Kinder 4-14 Jahre: 11,- €, Familien: 47,- €.
    November - 20. März 2015: 16,- €, erm.: 13,- €, Kinder 4-14 J.: 9,- €, Familien: 40,- €. (Stand 2014) .
    Im 16 Typ ist Gruppenbezeichnung Zooschaufenster am Rande der Großen Rosentalwiese kann man, ohne Eintritt zu zahlen, in die „Afrikasavanne“ des Zoos blicken und mit etwas Glück Zebras, Giraffen oder Antilopen sehen.
  • Kulturpark Die Nonne – waldartiger Park zwischen Clara-Zetkin-Park (westliche Innenstadt) und Schleußig, mit Nonnenwiese, Nachtigallenwald und Minigolfanlage der AOK.
  • Friedenspark – im Südosten der Innenstadt; mit Duft- und Tastgarten (sogenannter Blindenpark)
  • 17 Typ ist Gruppenbezeichnung Rosental – große Parkanlage nordwestlich der Innenstadt mit waldartigen Abschnitten und der Großen Wiese (beliebt zum Joggen, Sonnen, Drachensteigen).
  • Im Süden vor der Stadtgrenze hat sich durch Flutung der ehemaligen Braunkohletagebaugruben eine Seenlandschaft mit 17 Seen gebildet, genannt Neuseenland. Am südlichen Stadtrand westlich von Markkleeberg liegt der im Jahr 2000 eröffnete 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Cospudener See. Er bietet Sport-, Freizeit-, Erholungsmöglichkeiten und Schiffsrundfahrten. Sein nördliches und westliches Ufer gehört noch zu Leipzig, der Süden und Osten liegt schon in Markkleeberg. Weiter südlich findet man den doppelt so großen Zwenkauer See; weiter östlich die miteinander verbundenen Markkleeberger und Störmthaler Seen.

Mehr Informationen über Leipzigs Stadtgrün sind hier verfügbar.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Stadtführungen[Bearbeiten]

Leipzig bietet allen, die mehr über die Stadt bzw. ihre Sehenswürdigkeiten erfahren wollen, eine Vielzahl an Stadtführungen. Es gibt Rundgänge im Zeichen von Kunst und Musik, Stadtführungen mit der Straßenbahn oder dem Rad und sogar geführte Kneipentouren. Die Tourist-Information in der Katharinenstraße 8 hat viele unterschiedliche Führungen unter der Leitung von ausgebildeten Stadtführern im Programm.

Die Eventagentur Evendito bietet vielfältige Stadtsafaris zum Erkunden der Stadt auf andere Weise an.

Kultur[Bearbeiten]

Leipzig ist ein weit ausstrahlendes Kulturzentrum. Einerseits gibt es überregional oder gar international bekannte „Leuchttürme“, andererseits viele kleinere Veranstaltungsorte, Bühnen, Vereine und Projekte der sogenannten „Off-Kultur“. Diese befinden sich in einer gewissen Rivalität um Zuschauer und vor allem Fördermittel, zusammen ergeben sie aber gerade die Vielfalt, die die Leipziger Kulturlandschaft ausmacht.

Theater[Bearbeiten]

Opernhaus
  • Oper Leipzig, Augustusplatz 12. Tel.: (0)341-12610. Die Oper Leipzig besteht aus drei Sparten: der eigentlichen Oper, dem Ballett und der Musikalischen Komödie (MuKo), die Operetten und Musicals aufführt. Die beiden ersten treten im großen Haus am Augustusplatz auf, letztere im Haus Dreilinden im westlichen Stadtteil Lindenau. Die Geschichte der Leipziger Oper beginnt im Jahr 1693, damals war sie eine absolute Rarität, weil sie nicht mit einem Fürstenhof verbunden, sondern auf Initiative aus dem Bürgertum gegründet wurde. Seit 1840 ist sie eng mit dem Gewandhausorchester verbunden, das bei allen Auftritten von Oper und Ballett im großen Haus musiziert. Preis: Eintrittskarten für Vollzahler im Opernhaus (Oper/Ballett) je nach Platz 15–73 €; MuKo 12–35 €.
  • Schauspiel Leipzig, Bosestraße 1. Tel.: (0)341-1268168, E-Mail: . Der älteste Vorläufer des heutigen Schauspiels wurde 1766 gegründet, Johann Wolfgang von Goethe war während seiner Studienzeit häufiger Gast, Schillers Johanna von Orleans fand hier ihre Uraufführung. Unter der Leitung von Sebastian Hartmann (2008–13) galt das Theater als ausgesprochen avantgardistisch, unter der Intendantur von Enrico Lübbe wird es wieder konventioneller eingeordnet. Es gibt mehrere Spielstätten: die Hauptbühne des eigentlichen Schauspielhauses, die Hinterbühne für kammerspielartige Aufführungen mit besonderer Nähe der Zuschauer zu den Darstellern, die Diskothek, wo besonders zeitgenössische Werke jüngerer Autoren aufgeführt werden sowie die Baustelle wo offene Formate (kein klassisches Theater) wie Gespräche oder Konzerte zu sehen sind. Eine Satellitenspielstätte ist die sogenannte Residenz in Halle 18 der Baumwollspinnerei im Leipziger Westen. Preis: Eintritt Große Bühne, je nach Stück und Platz 9–40 €, erhebliche Ermäßigungen für Schüler und Studenten (platzunabhängig); Hinterbühne ca. 9–18 €, Diskothek ca. 9–12 €.
  • Theater der Jungen Welt, Lindenauer Markt 21. Tel.: (0)341-4866016. Kinder- und Jugendtheater. Preis: Eintritt Erwachsene 12 €, Kinder 6 €.
  • Freie Theater mit eigener Spielstätte sind das LOFFT, die Schaubühne Lindenfels und Lindenfels Westflügel, das Puppentheater Sterntaler, das Theater Fact sowie die Cammerspiele
  • Gastaufführungen von Theaterkompagnien ohne eigene Spielstätte kann man Veranstaltungskalendern, z. B. im Kreuzer, Prinz Leipzig oder der LVZ entnehmen.

Musik[Bearbeiten]

Im großen Saal des Gewandhauses
  • Gewandhausorchester, Augustusplatz 8. Tel.: (0)341-1270280, E-Mail: . Sinfonieorchester von Weltrang. Das Leipziger Concert fand erstmals 1743 statt, heute wird es Großes Concert genannt. Wie viele Kultureinrichtungen in Leipzig wurde es nicht vom Fürsten gegründet und vom Staat getragen, sondern auf private Initiative interessierter Bürger ins Leben gerufen. Das Gewandhausorchester spielt im Jahr 48 Sinfoniekonzerte, ist aber auch eng mit der Oper Leipzig verbunden, deren Aufführungen (Oper und Ballett) es im Opernhaus begleitet sowie mit dem Thomanerchor, mit dem es in der Thomaskirche musiziert. Der Chefdirigent, genannt Gewandhauskapellmeister, war von 2005 bis 2016 Riccardo Chailly, zur Zeit herrscht ein Interim, ab 2018 soll Andris Nelsons die Leitung übernehmen. Zum Gewandhaus gehören neben dem Orchester auch ein Streichquartett sowie weitere Kammermusikensembles und der Gewandhauschor. Darüber hinaus finden im Gewandhaus, das über einen Großen Saal und einen kleinen – genannt Mendelssohn-Saal – verfügt, auch Gastkonzerte anderer Orchester und Ensembles statt, insbesondere des MDR Sinfonieorchesters. Karten für das Große Concert sind zu einem großen Teil für Abonnenten reserviert. Preis: Eintritt Großes Concert für Vollzahler 30–65 €.
  • MDR Sinfonieorchester. Ältestes Rundfunkorchester Deutschlands (gegründet 1923) und zweites professionelles und renommiertes Sinfonieorchester der Stadt. Chefdirigent ist seit 2012 Kristjan Järvi. Regelmäßige Konzerte im Gewandhaus. Preis: Karten 16,50–41,50 €.
  • Thomanerchor. Einer der bekanntesten Knabenchöre Deutschlands, gegründet 1212. Im Zentrum seiner Aufführungen stehen die Vokalwerke des einstigen Thomaskantors Johann Sebastian Bach. Fast jeden Sonnabend 15 Uhr (wenn nicht gerade ein Gastspiel o. ä. ansteht) singt der Thomanerchor, begleitet vom Gewandhausorchester, die traditionelle Motette, bei der meist eine Bach-Kantate auf dem Programm steht. Daneben musiziert er auch im Rahmen von Gottesdiensten in der Thomaskirche. Preis: Eintritt Motette 2 €.

Kabarett, Varieté[Bearbeiten]

Leipzig hat eine lebendige und traditionsreiche Kabarettszene. Bereits im Kaiserreich wurde die Obrigkeit und gesellschaftliche Entwicklungen aufs Korn genommen, gerne in sächsischer Mundart. Zu DDR-Zeiten war das Kabarett eine der wenigen Möglichkeiten, öffentlich Kritik zu äußern, wobei oft die Grenzen der Zensur ausgelotet wurden. Bekannte Bühnen und Ensembles sind die Academixer, die Leipziger Funzel, die Leipziger Pfeffermühle und das Kabarett Sanftwut.

Ein anderes Programm hat das Krystallpalast-Varieté, Leipzigs größtes Revue- und Varietétheater. Hier gibt es Musicalrevues, Shows mit Tanz und Akrobatik, aber auch Hypnose- und Magievorführungen, Auftritte von Kabarettisten und Entertainern.

Sport[Bearbeiten]

Ehemalige Buntgarnwerke an der Weißen Elster; links zwischen den Bäumen der Beginn des Karl-Heine-Kanals

Wassersport[Bearbeiten]

Leipzig liegt zwar an keinem großen Strom, wird aber von mehreren kleineren Flüssen – darunter Pleiße, Weiße Elster und Luppe, die sich teilweise in miteinander vernetzte Nebenarme verzweigen – sowie Kanälen durchflossen. Dadurch ergibt sich ein weitläufiges Wasserwegenetz mitten in der Stadt, etwas großspurig kann man von einem „kleinen Venedig“ sprechen. Vor der Wende waren die Gewässer stark verschmutzt und an vielen Stellen unterirdisch kanalisiert. Seither hat sich die Wasserqualität stark verbessert und die Pleiße wurde vielerorts wieder ans Licht geholt. Da es kaum Motorverkehr oder Strömung gibt, sind Leipzigs Gewässer ideal zum Paddeln und Rudern, auch und gerade für Anfänger auf diesem Gebiet. So laden beispielsweise der Karl-Heine-Kanal und die Weiße Elster zu verschiedenen Bootstouren ein. Verschiedene Stadtteile kann man auf dem Wasserweg erkunden und sieht die Stadt so von einer ganz anderen Seite. Besonders reizvoll ist der Floßgraben, der erst 2004 wieder vom Schlamm befreit und damit befahrbar gemacht wurde. Er führt durch den Auwald und man kann sich hier – obwohl man sich noch in der Stadt befindet – fast wie im Urwald fühlen. Zum Schutz der Eisvögel darf er nur von 11–13, 15–18 und 20–22 Uhr befahren werden, was auch streng kontrolliert wird.

An verschiedenen Einstiegsstellen kann man zwischen verschiedenen Aktivitäten wählen – von der Kaffeefahrt mit Erzählungen rund um den Karl-Heine-Kanal und das westliche Stadtgebiet, über die Fahrt mit einem fast geräuschlosen Solarboot bis hin zum Klassiker: dem Verleih von Kanus, Kajaks und Ruderbooten. Das Ristorante „Da Vito“, das einen Anleger am Karl-Heine-Kanal hat, bietet sogar Fahrten mit einer echten venezianischen Gondel (eine Stunde 70 €).

  • 2 Bootsverleih Herold, Antonienstraße 2 (Tram 1, 2 oder Bus 60 "Rödelstraße"). Tel.: (0)341-480112. geführte Motorbootfahrten (nur nach telefonischer Anmeldung), Verleih von Ruderbooten, Kajaks (1er, 2er oder 2+Kind) und Kanadiern (2er, 3er oder 4er) Preis: 2er-Kajak oder -Kanadier für 7,50 €/Stunde; Motorbootfahrt 12 € (70 min; inkl. Getränk). Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 3 Bootsverleih am Klingerweg (SC DHfK Leipzig – Abteilung Kanu), Klingerweg 2 (Tram 1, 2 "Klingerweg"). Tel.: (0)341-4806545, E-Mail: . Motorbootrundfahrten, Verleih von Ruderbooten, Kajaks (1er oder 2er), Kanadiern (3er, 4er oder 10er, bei letzterem wird ein Steuermann gestellt, nur mit Reservierung). Preis: 2er-Kajak für 7 €/Stunde; Motorbootfahrt 12 € (70 min; inkl. Kaffee). Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 4 Bootsverleih am Leipziger Eck, Schleußiger Weg 2a (am Bootshaus der SG LVB; Bus 60 bis "Rennbahn" oder "Nonnenweg"). Tel.: (0)163-2642003, E-Mail: . Verleih von Kajaks (1er oder 2er), Kanadiern (3er oder 4er), 10er-Kanadier oder Drachenboot (Steuermann wird gestellt, nur mit Reservierung). Am Ende der Paddeltour kann man auf der Wiese am Anleger grillen. Geöffnet: Mai–August Fr 14–20, Sa-So, feiertags, Sommerferien 10–20 Uhr; April, September, Oktober Fr 14–18, Sa-So, feiertags 10–18 Uhr; unter der Woche nur mit Reservierung. Preis: 2er-Kajak für 7 €/Stunde. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 5 Bootsverleih am Wildpark, Koburger Straße 17 (Bus 70 "Wildpark"). Tel.: (0)160-95411138, E-Mail: . Rundfahrten mit Elektromotorboot durch den Auwald; Verleih von Ruderbooten, Kajaks (1er, 2er oder 2+Kind), Kanadiern (2er, 3er oder 4er) Geöffnet: April-Oktober Sa-So 10–20 Uhr, sonst auf Anfrage. Preis: 2er-Kajak oder -Kanadier für 7 €/Stunde; E-Motorbootfahrt 11 € (70 min). Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 6 MS Weltfrieden, am Stelzenhaus, Zugang gegenüber Industriestraße 85 (Tram 14 "Karl-Heine-/Gießerstraße"). Tel.: (0)152-53363058, E-Mail: . Fahrt mit dem wiederhergerichteten historischen Ausflugsschiff von 1945 auf dem Karl-Heine-Kanal. Geöffnet: Abfahrt April-Oktober Sa-So, feiertags 11.00; 12.30; 14.00; 15.30; 17.00; 18.30 Uhr. Preis: Motorbootfahrt 5 € (80 min). Typ ist Gruppenbezeichnung
Luftbild von Cospudener See, Elsterstausee und Markkleeberger See

Das Neuseenland im Süden Leipzigs ist seit den 1990er-Jahren durch die Flutung ehemaliger Tagebaue entstanden. Während der Cospudener See bereits seit dem Jahr 2000 genutzt wird, wurde der benachbarte Zwenkauer See erst im Sommer 2015 für Erholung und Sport freigegeben. Im Gebiet der neuen Seen befinden sich viele Freizeit- und Sportangebote, wie Bootsanleger für Segelboote, eine Tauchschule, Surfmöglichkeiten, ein Golfplatz, Strände, Rad-, Skate- und Joggingwege, eine Wildwasserstrecke für Kanus und Raftingboote und vieles mehr.

Radfahren[Bearbeiten]

Im Leipziger Auwald

Leipzig und Umgebung ist ein sehr schönes Gebiet zum Radeln. Es gibt zahlreiche Radwege, die etwa durch den Auwald, die weitläufigen Parkanlagen, entlang der Flüsse und Kanäle sowie rings um das Stadtgebiet führen. Empfehlenswerte Strecken sind zum Beispiel von der Innenstadt durch den Clara-Zetkin-Park, an der Pleiße entlang, durch den Wildpark und den Kees’schen Park in Markkleeberg bis zum Cospudener See (ca. 10 km); oder am Karl-Heine-Kanal entlang durch die ehemaligen Industriegebiete von Plagwitz (heute hippes Kulturgebiet) zum Lindenauer Hafen (ca. 6,5 km); oder durch den nördlichen Auwald an der Luppe entlang zum Auensee, durch das Naturschutzgebiet Burgaue, den Sterburgpark bis zur Domholzschänke in Schkeuditz (ca. 13 km). Rund um Leipzig führt der Grüne Ring, dieser gliedert sich in einen inneren Ring, der unmittelbar am Stadtrand vorbeiführt (65 km) und einen äußeren Ring, der durch die Umlandgemeinden führt (165 km). Die Wege sind in der Regel gut ausgeschildert und dank der flachen Topographie auch für untrainierte Radler gut geeignet. Detaillierte Informationen zum Radwegenetz sowie verschiedene Tourenvorschläge findet man auf der Website www.Radfahren-in-Leipzig.de.

Wenn man keine Kraft oder Lust mehr für die Rückfahrt hat, kann man den Drahtesel auch in Bussen und Bahnen mit nehmen (unter der Prämisse, dass genug Platz ist). Auf den Linien der LVB muss man eine Extrakarte lösen (im Stadtgebiet 1,80 €), in S-Bahnen und Nahverkehrszügen ist die Mitnahme kostenlos.

Sport zum Zuschauen[Bearbeiten]

Red Bull Arena (vormals Zentralstadion)

Sport hat in Leipzig eine lange Tradition und weckt bei weiten Teilen der Bevölkerung große Begeisterung. Leipzig war ein Zentrum der deutschen Turnbewegung. Der Deutsche Fußball-Bund wurde im Jahr 1900 in Leipzig gegründet, der VfB Leipzig wurde 1903 erster deutscher Meister in dieser Sportart.

Ab 1950 trug die sportwissenschaftliche Forschung der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) zu den internationalen Erfolgen von DDR-Sportlern bei, war aber auch in systematisch betriebenes Doping verstrickt. Mit dem 1956 eingeweihten Zentralstadion hatte die Stadt ein „Stadion der Hunderttausend“, in dem achtmal das große Turn- und Sportfest der DDR stattfand. Ab den Sechzigerjahren hatte Leipzig zwei große Fußballclubs: die BSG Chemie wurde dreimal DDR-Meister; der 1. FC Lokomotive Leipzig schaffte es 1986/87 bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger. Nach der Wende begann ein Niedergang der Leipziger Clubs, insbesondere im Bereich Fußball, der in der Saison 2009/10 einen Tiefpunkt fand, als sich sowohl 1. FC Lok als auch FC Sachsen (vormals BSG Chemie) in der fünften Spielklasse wiederfanden. Im selben Jahr trat aber der vom Energybrauseproduzenten Red Bull ins Leben gerufene RB Leipzig auf den Plan.

Das Zentralstadion wurde 2000–04 durch eine wesentlich kleinere reine Fußballarena (knapp 43.000 Plätz) ersetzt, deren Namensrechte Red Bull hält. Heute ist Leipzig ein Olympiastützpunkt des DOSB für mehrere Sportarten (u. a. Kanu, Leichtathletik, Judo). Das Zentralstadion war einer der Austragungsorte der Fußball-WM 2006; Welt- und Europameisterschaften im Hockey, Fechten, Bogenschießen und Fünfkampf fanden in Leipzig statt. Die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 scheiterte jedoch.

In höherklassigen Ligen spielende Mannschaften
  • 7 RB Leipzig, Red Bull Arena, Am Sportforum 3. Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung. Der vom bekannten Energydrinkhersteller ins Leben gerufene Fußballclub (pro forma steht RB für RasenBallsport und nicht für Red Bull, die Assoziation ist aber dennoch offensichtlich) spaltet die Gemüter: einerseits bietet er der Stadt nach einer langen Durststrecke der Viertklassigkeit Leipziger Vereine wieder hochklassigen Fußball in einer auch familienfreundlichen Umgebung. Andererseits prangern eingefleischte Fußballfans die Kommerzialität, mangelnde Tradition und Authentizität des „Brausevereins“ an. Preis: Karten für Ligaspiele 15–55 € (sog. Topspiele teurer).

Heimspielort der Hand- und Basketballteams ist die 8 Arena Leipzig, Am Sportforum 2.

  • SC DHfK Leipzig Handball. Die Handball-Herrenmannschaft spielt seit 2015/16 in der ersten Bundesliga. Preis: Tickets für 16–24 € (Vollzahler).
  • HC Leipzig. Das Frauen-Handballteam spielt in der ersten Bundesliga sowie der EHF Champions League und wurde bereits sechsmal deutscher Meister. Preis: Karten für Bundesligaspiele 14 € (Vollzahler).
  • USC Uni-Riesen Leipzig. Das Männer-Basketballteam spielt seit 2013 in der zweiten Liga (ProB).
  • L.E. Volleys. Der Volleyballverein ist faktischer Nachfolger des 2009 insolventen VCL. Seine erste Herrenmannschaft spielt in der 2. Bundesliga. Spielstätte ist die Sporthalle in der Brüderstraße. Preis: Karten für 6 € (Vollzahler).

Freizeitpark[Bearbeiten]

  • 9 Belantis (an der A 38, Anschlussstelle Leipzig–Neue Harth). Ostdeutschlands größter Freizeitpark auf 27 Hektar Fläche. Die Anlage hat die Form einer Karte Europas, des Mittelmeerraums und der Ostküsten Amerikas (durch einen künstlichen See in der Mitte, der Mittelmeer und Atlantik darstellen soll). 60 Attraktionen und Shows sind entsprechend der Themen altes Ägypten, griechische Mythologie, europäisches Mittelalter, Märchen und Sagen, Piraten und Freibeuter, nordamerikanische Indianer sowie Maya gestaltet. Hauptattraktionen sind der „Fluch des Pharao“ (Wildwasserfahrt in bzw. Wasserrutsche aus einer weithin sichtbaren, 38 m hohen Pyramide), „Götterflug“ (Karrussel, bei dem man selbst bestimmen kann, ob und wann man sich überschlagen will), „Drachenflug“ (Höhenflugturm), „Drachenritt“ (Achterbahn), „Capt'n Black's Piratentaufe“ (Freifallturm), „Santa Maria“ (Riesenschiffsschaukel), „Belanitus Rache“ (Riesenschwungpendel) und „Huracan“ (weitere große Achterbahn mit fünf Überschlägen und freiem Fall). Es gibt aber jeweils auch harmlosere Angebote für kleine Kinder. Geöffnet: Geöffnet von Ende März bis Ende Oktober, von Juni bis August täglich, die Öffnungszeiten variieren jahreszeitlich, siehe Website. Preis: Eintritt 31,90 € (online 27,90 €), für Kinder unter 5 frei, an Freitagen im Juni und September halber Preis.

Festivals und Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Cosplay auf der Leipziger Buchmesse
Besucherin des Wave-Gotik-Treffens
  • Leipziger Buchmesse im März: eine der beiden großen Buchmessen Deutschlands, mit über 2.000 Ausstellern und zuletzt 186.000 Besuchern. Mit der Messe verbunden ist das Lesefestival „Leipzig liest“, das nicht nur auf dem Messegelände, sondern dezentral an über 400 Orten in der ganzen Stadt (insgeamt 3.000 Veranstaltungen) stattfindet. Gleichzeitig ist auch die Manga-Comic-Convention, weshalb Besucher in Cosplay-Kostümen omnipräsent sind.
  • Museumsnacht Halle-Leipzig Ende April: über 80 Museen in den beiden Nachbarstädten bieten zwischen 18 und 1 Uhr besondere Angebote, etwa Vorträge und Vorführungen, aber auch viele Aktivitäten zum Mitmachen. Mehr dazu…
  • Das Wave-Gotik-Treffen ist eines der größten Musik- und Performance-Festivals der „Schwarzen Szene“ (Gothic, Metal, Alternative, Mittelalter) im deutschsprachigen Raum. Es findet jedes Jahr am Pfingstwochenende (Ende Mai oder Anfang Juni) statt, verteilt über verschiedene Orte der Stadt. Die wichtigsten Veranstaltungsorte sind die Moritzbastei (Innenstadt, nahe Gewandhaus), das alte Messegelände und der Mittelaltermarkt auf dem Agra-Gelände Markkleeberg. Viele Teilnehmer campen auch auf der Agra. Mit dem „Viktorianischen Picknick“ rund um die Parkbühne wird am Freitagnachmittag das Wave-Gotik-Treffen offiziell eingeläutet. Festival-Tickets (2017: 120 €) können nur online vorbestellt werden. Ein Besuch auf dem Mittelaltermarkt ist ohne Ticket bzw. Bändchen möglich und kostet 8 Euro (Stand 2015). Hintergrundinformationen im Wikipedia-Artikel.
  • Bachfest Leipzig im Juni: internationales Musikfestival, vor allem – aber nicht nur – mit Aufführungen der Werke des einstigen Thomaskantors Johann Sebastian Bach, mit über 100 einzelnen Veranstaltungen.
  • Klassik airleben Ende Juni oder Anfang Juli: Großes Open-Air-Konzert des Gewandhausorchesters auf der Rosentalwiese, dem zuletzt 30.000 Leipziger und Gäste kostenlos zuhörten.
  • Lachmesse im Oktober: internationales Kabarett- und Kleinkunstfestival
  • DOK Leipzig Anfang November: internationales Festival für Dokumentar- und Animationsfilme
  • euro-scene im November: Festival für zeitgenössisches europäisches Theater und Tanz
  • Leipziger Weihnachtsmarkt: traditionsreicher Weihnachtsmarkt (seit dem 15. Jahrhundert) in der Innenstadt mit 250 Ständen, gilt als einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte der Region, wenn nicht ganz Deutschlands.

Einkaufen[Bearbeiten]

Einkaufspassage im Hauptbahnhof

Die Innenstadt, zu einem großen Teil Fußgängerzone, lädt zum Einkaufen ein. Ehemalige Handelshöfe sind heute Passagen, überdachte Wege durch die Gebäude und Höfe. Hier besonders hervor zu heben ist die wunderschöne Mädlerpassage. In der Stadt finden sich kleine und große Läden ebenso wie Kaufhäuser und natürlich Cafés, Restaurants (von einfach bis nobel) oder auch einen einfacher Imbiss.

In den Promenaden des Hauptbahnhofs ist das Einkaufen bis 22 Uhr möglich, ausgewählte Geschäfte öffnen hier auch Sonntag.

Ebenso finden sich Bioläden und Geschäfte, in denen fair gehandelte Waren angeboten werden.

Außerdem gibt es in Leipzig noch mehrere große Einkaufszentren, mit teils mehr als 100 Geschäften. Bis auf das im September 2012 eröffnete Einkaufszentrum Höfe am Brühl, für dessen Bau das historische, baulich intakte „Kaufhaus Brühl“ von 1908 weichen musste, sind diese jedoch eher am Rand der Stadt und mit den für Einkaufzentren typischen Läden. Außerhalb der Innenstadt sind dies z.B. das Allee-Center in Leipzig-Grünau (S1 bis „Allee-Center“) und das Paunsdorf Center (P.C.) in Sommerfeld oder um die Stadt herum auf der grünen Wiese Nova Eventis und der Pösna Park.

Küche[Bearbeiten]

Anekdote Freisitz
Manche Leipzig-Besucher wundern sich über den Begriff „Freisitz“. So bezeichnen Leipziger alle gastronomischen Einrichtungen unter freiem Himmel, also das, was in anderen Städten entweder Biergarten oder Straßencafé bzw. in Österreich Schanigarten genannt wird. Jedenfalls erfreuen sich „Freisitze“ in Leipzig großer Beliebtheit.

Das bekannteste Gericht aus Leipzig ist Leipziger Allerlei. Das ist eine Mischung aus jungen Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln. Klassischerweise gehören auch Flusskrebse dazu, darauf wird heute aber oft verzichtet.

Eine weitere lokale Spezialität sind Leipziger Lerchen, ein kleiner Mürbeteigkuchen, der mit Marzipan gefüllt ist. Er erinnert an herzhafte Pasteten mit echtem Lerchenfleisch, die früher zu Festtagen serviert wurden. Die Jagd auf die Singvögel wurde aber 1876 verboten und so erfanden die Leipziger Konditoren einen süßen Ersatz.

Bei einem Leipziger Räbchen wird eine entkernten Dörrpflaume mit Marzipan gefüllt, in Bierteig gewendet und in heißem Öl ausgebacken. Die Räbchen werden in vielen Leipziger Traditionsgaststätten, wie z.B. im Kaffeehaus Zum Arabischen Coffe Baum angeboten und dort heiß gegessen.

Zur typisch sächsischen – wenn auch nicht ausschließlich Leipziger – Küche gehören unter anderem Kartoffelsuppe und Quarkkeulchen (eine in der Pfanne gebratene, etwas herzhafte Süßspeise aus zerdrückten Kartoffeln, Quark und Rosinen; wird mit Apfelmus gegessen).

Beim Kuchenangebot ist in Leipzig, wie in anderen Teilen Sachsens und Thüringens, die Eierschecke besonders beliebt, ein Blechkuchen mit einem möglichst dünnen Boden aus Hefeteig, einer – wenn sie gut ist – ebenfalls nur dünnen Quark-Pudding-Schicht und zuoberst eine breite Schicht sehr lockere Eigelb-Creme.

Leipziger Gose

Leipziger Gose ist eine alte Biersorte nach obergärige Brauart, wo neben der alkoholischen Gährung noch eine weitere, eine bakterielle Milchsäuregärung stattfindet. Deshalb git es den typischen säuerlichen Geschmack, ähnlich dem der Berliner Weiße. Eine weitere Besonderheit besteht im Zusatz von Salz und Koriander. In Leipzig wird Gose wieder nach alter Rezeptur gebraut. Trinken kann man sie in der Gosenschenke Ohne Bedenken, oder mit hauseigener Gosebrauerei im Bayerischen Bahnhof. Aber auch in anderen Gasthäusern in und um Leipzig ist sie auf der Karte zu finden.

Das moussierende Bier kann man pur trinken, oder
  • mit Sirup rot oder grün
  • mit Kirschlikör
  • mit einem Kümmellikör
  • mit Curacao
  • mit Bananen- oder Erdbeersaft.
Mädlerpassage mit den Treppen zu Auerbachs Keller vor den Figurengruppen

Ein ganz besonderes touristisches und kulinarisches Erlebnis ist ein Besuch des Restaurants Panorama Tower in der 29. Etage des City-Hochhauses. Das höchste Restaurant Mitteldeutschlands bietet neben der atemberaubenden Aussicht auf Leipzig eine junge und freche Küche im Stil von Jamie Oliver. In einem modernen Ambiente klarer Linien und Kontraste stört nichts den Blick über die Messestadt und den unkonventionellen Gaumenschmaus. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar ist das Business Lunch an Werktagen, wenn ein Drei-Gänge-Menü nur 9,90 € kostet. Ebenso zum Programm sollte Auerbachs Keller gehören, der dank Goethes Faust zu Weltruhm kam. Bei den Preisen muss man allerdings für den berühmten Namen mitbezahlen.

Wer sehr nobel essen gehen möchte, sollte den Stadtpfeiffer im Leipziger Gewandhaus aufsuchen. Hier gibt es ausgezeichnete Küche bei exzellentem Service. Die Preise sind allerdings auch (angemessen) hoch. Ein weiteres Gourmet-Restaurant ist das Falco, im 27. Geschoss des Hotels The Westin gelegen (Gerberstraße 15), das sicher hinsichtlich Qualität und Preis in Leipzig momentan nicht überboten wird. Erstgenanntes ist im Michelin mit einem, letzteres mit zwei Sternen ausgezeichnet.

Weitere Gastronomieeinrichtungen finden sich in den Stadtteilartikeln.

Nachtleben[Bearbeiten]

Freisitze von Bars und Kneipen im Barfußgässchen

Ein Kneipenbummel führt nahezu immer in das Barfußgässchen, unmittelbar am Markt. Solange es die Temperaturen erlauben, sind in der schmalen Gasse über Hundert Plätze im Freien. Die Cocktail-Bars sind beliebt bei Studenten. Diese „Kneipenmeile“ nennt man im Leipziger Sprachgebrauch auch Drallewatsch. Viele weitere Lokale sind in der Innenstadt und weiter westlich in der Gottschedstraße. Etwas alternativer ist es in der Südvorstadt und wer es besonders alternativ oder einfach mal anders mag begibt sich nach Connewitz oder Plagwitz.

Eine Leipziger Bierspezialität ist die Gose, ein nachvergorenes, trübes Bier von sehr eigenem Geschmack.

Besonders am Freitag und Wochenende ist in der Innenstadt was los! Beliebte Ziele sind:

  • Nachtcafe. Diskothek (mehrere floors).
  • Night Fever. Facebook. Kleinere Diskothek mit Musik der 1970er- bis 90er-Jahre. Geöffnet: nur Fr+Sa 22–5 Uhr.
  • Dark Flower. Tanzkeller für Freunde der düsteren Musik.
  • Flower Power. Erlebnis-Gastronomie mit Musik der 1970er, 1980er Jahre.
  • Moritzbastei. Europas größter Studentenclub, beherbergt in einer mittelalterlichen Festung.
  • Spizz. Tagsüber Café und Restaurant, abends Jazz- und Musikclub.
  • Tonellis, Neumarkt 9. Livemusik Montag-Samstag ab 21:00 Uhr, Dienstag Guitar Night, Donnerstag Blues und wechselndes Programm.

Sowie andere Cafés und Bars, in denen man wunderbar einen Kaffee schlürfen kann oder kleine Clubs für einfach jeden Geschmack vom Techno- bis zum Heavy-Metal-Fan.

Außerhalb der Innenstadt gibt es eine Konzentration von Kneipen, Bars und Clubs entlang der „Südmeile“ (Karl-Liebknecht-Straße), unter anderem:

  • Conne Island. Links-alternatives Jugendzentrum.
  • Distillery. Dienstältester Technoclub der neuen Bundesländer.
  • Werk II.

In den übrigen Stadtteilen gibt es nur vereinzelte Angebote des Nachtlebens, zum Beispiel:

  • Der Anker. Soziokulturelles Zentrum (gelegentlich auch Konzerte).
  • Lunapark. Haus Auensee.
Achung Nichtraucher
Das Nichtraucherschutzgesetz wird in Leipzig, insbesondere in kleineren Kneipen, recht liberal interpretiert. Daher ist das Rauchen manchmal noch erlaubt!

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotel Fürstenhof

Leipzig hat ein großes Angebot von Unterkünften. Bei flexiblen Reisedaten und rechtzeitigem Buchen kann auch eine Übernachtung in einem Hotel der gehobenen Kategorien in der Innenstadt sehr erschwinglich sein. Zu beliebten Terminen, z. B. Feiertagen und Messen, schnellen die Preise aber erheblich in die Höhe.

Da sich die meisten Sehenswürdigkeiten und touristischen Einrichtungen in der Innenstadt konzentrieren, ist eine Übernachtungsmöglichkeit hier natürlich am bequemsten. Hotels oder Pensionen in anderen Stadtteilen sollten aber durchaus auch in Erwägung gezogen werden, da dort oft wesentlich günstigere Preise verfügbar sind und man dennoch, insbesondere wenn die Unterkunft in der Nähe einer S-Bahn- oder Straßenbahnhaltestelle ist, schnell ins Stadtzentrum kommt. Von Gohlis, Plagwitz, Reudnitz oder der Südvorstadt braucht man beispielsweise mit der Bahn oder auch dem Fahrrad etwa 10 bis 15 Minuten. Die meisten Straßenbahnlinien fahren abends bis 23 Uhr im Viertel- und bis 1 Uhr im Halbstundentakt, anschließend gibt es Nachtbusse, sodass auch Nachtschwärmer bequem zurück zu ihrer Unterkunft kommen können.

Ein Frühstück im Hotel ist übrigens kein Muss, da es insbesondere in der Innenstadt, aber auch entlang der Südmeile, zahlreiche Cafés mit günstigem und gutem Frühstücksangebot gibt.

Günstig[Bearbeiten]

  • 1 A&O Hotel and Hostel Leipzig Hauptbahnhof, Brandenburger Straße 2. Tel.: +49 341 25 07 9 - 49 00, E-Mail: . Wikipedia-Artikel zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung Facebook. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Five Elements Hostel, modernes und sehr gepflegtes Hostel mitten in der Innenstadt; Bett im 8er-Schlafsaal 13,50 €, DZ mit eigenem Bad 59 € (Sparpreise u. U. noch deutlich günstiger).
  • Jugendherberge Leipzig, Volksgartenstraße 24 (Schönefeld; Tram 1 "Löbauer Straße"). Tel.: (0)341 245700, Fax: (0)341 2457012, E-Mail: . Preis: Preise: Ü/F ab 23,50 €, HP ab 31,40 €, (Stand 2014)· Aufschläge bei 1 Übernachtung: 2 €, März - Ende Oktober: 2 €, für Personen über 27 Jahre: 3,50 €, 2-Bett-Belegung: 4 €, 1-Bettbelegung: 10 € ·.. 170 Betten in 57 Zimmern mit 2- bis 5-Bettzimmern. Etwas abgelegen (knapp 4 km vom Stadtkern, aber nur 600 Meter zur Straßenbahn, mit der man 11 Minuten bis zum Hauptbahnhof fährt) · Hausprospekt (Pdf)
  • Hostel „Sleepy Lion“, in einem gepflegten, sanierten Altbau am Rand der unmittelbaren Innenstadt, richtet sich vorwiegend an Familien und Kulturinteressierte, nicht an Partylöwen; Bett im 10er-Schlafsaal 13,50 €, DZ mit eigener Du/WC 44 €.

Weitere Unterkünfte in den Stadtteilartikeln.

Mittel[Bearbeiten]

In der mittleren Kategorie gibt es zahlreiche Hotels und Pensionen. Siehe dazu in den Stadtteilartikeln.

Gehoben[Bearbeiten]

Hier nur die drei Spitzenhotels der Stadt; weitere in den Stadtteilartikeln.

  • Hotel Fürstenhof, traditionsreiches Luxushotel in einem klassizistischen ehemaligen Patrizierpalais direkt am Innenstadtring; DZ ab 130 €, Sparpreise ab 104 €
  • Steigenberger Grandhotel Handelshof, führendes Luxushotel der Stadt, Lage mitten in der Innenstadt; zu bestimmten Terminen Sparpreise ab 111,20 €
  • The Westin Leipzig, 27-geschossiges Nobelhotel; DZ ab 99 €

WGs und Wohnungen[Bearbeiten]

Wer sich etwas länger in Leipzig aufhalten will, kann auch nach Angeboten zur Zwischenmiete in einem möblierten WG-Zimmer oder einer Studentenwohnung suchen (meist ein bis drei Monate). Besonders beliebt sind die Gründerzeitviertel Zentrum-Süd mit der anschließenden Südvorstadt und Connewitz, Gohlis im Norden und Reudnitz im Osten. Die Mieten gehören zu den niedrigsten Deutschlands. Ein 20 qm-WG-Zimmer in einem Gründerzeithaus ist für 150–200 € (kalt) zu haben. Trotz steigender Studentenzahlen ist es nach wie vor recht einfach, auch kurzfristig ein Zimmer zu bekommen.

Lernen[Bearbeiten]

Paulinum der Uni Leipzig am Augustusplatz, rechts das Augusteum.

Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist die nach Heidelberg zweitälteste Universität Deutschlands. An 14 Fakultäten lernen 29.000 Studenten.

Neben der Universität gibt es noch eine Reihe Kunst- und Fachhochschulen: die Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ (HMT), die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), die Handelshochschule (HHL), die Hochschule für Telekommunikation (HfTL) sowie die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK).

Sicherheit[Bearbeiten]

Wie allgemein in Deutschland ist die allgemeine Sicherheitslage gut, die Polizeikräfte in Ballungsgebieten (Hauptbahnhof, Innenstadt, Nähe von kulturellen Events, etc.) präsent, mit Ausnahme von politischen Demonstrationen und Gegendemonstrationen, bei denen es durchaus zu Verletzten und Verhaftungen kommen kann.

Auch wenn Fälle rechtsradikaler Gewalt Sorgen bereiten, so ist die Gefahr, selbst Opfer eines solchen Verbrechens zu werden eher gering einzuschätzen.

An folgenden Tagen sollte die südlichen Ortsteile um das Connewitzer Kreuz gemieden werden, da es da zu beinahe „traditionellen“ Auseinandersetzungen zwischen linken Lager und Polizei kommt:

  • wenn der erste Schnee im Jahr fällt: traditionelle Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz (läuft üblicherweise gewaltfrei ab, der Spaßfaktor steht da im Vordergrund)
  • Jahreswechsel/Silvesternächte (oft kommt es da zu ausschweifenden Krawallen zwischen Links und Polizei, wobei auch schon mal unbescholtene Passanten verhaftet wurden. In den letzten Jahren gab es allerdings kaum noch Krawalle am 31.12. )
Polizei
  • 1 Polizeidirektion Leipzig, Dimitroffstr. 1. Tel.: (0)341-966-0.
  • 2 Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 17-21. Tel.: (0)341-966-34299.

Gesundheit[Bearbeiten]

Leipzig verfügt über zahlreiche Kliniken mit entsprechenden Notdiensten. Daneben ist ein dichtes Apothekennetz mit 24-stündigen Notdienst vorhanden. Fachärzte aller Fachrichtungen sind im niedergelassenen Bereich ausreichend vorhanden.

Weiterhin existiert auf dem Gelände der Universitätsklinik eine umfangreiche 3 Notfallaufnahme, Paul-List-Str. 27. Tel.: (0)341-97109., mit Hubschrauberlandeplatz und Stroke Unit zur Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Vorwahl für Leipzig lautet 0341. Aus dem Ausland wählt man 0049341 als Vorwahl.

Die Postleitzahlen für Leipzig sind 04003 bis 04357.

Seit Dezember 2015 bietet die Stadt bis zu 30 Minuten täglich kostenlose WLAN-Zugänge im Bereich der Innenstadt an.

Ausflüge[Bearbeiten]

Merseburg
Schloss zu Altenburg

Ziele in der näheren Umgebung (Entfernungsangaben ab Stadtzentrum, Fahrtzeiten ab Leipzig Hbf, Zugverbindungen in der Regel stündlich):

  • Leipziger Neuseenland im Südraum von Leipzig mit mehreren, z. T. untereinander verbundenen Seen. In den nächsten Jahrzehnten werden noch weitere hinzu kommen.
  • Schladitzer See (13 km) und Werbeliner See (16 km) am Nordrand von Leipzig
  • Lützen (20 km südwestlich), Schauplatz der Schlacht bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg (1632), in der der schwedische König Gustav Adolf und der kaiserliche General Pappenheim fielen; im Ortsteil Röcken Geburtshaus des Philosophen Friedrich Nietzsche
  • Delitzsch (25 km nördlich, 17 Minuten mit der S-Bahn) - Barockschloss Delitzsch.
  • Neukieritzsch (25 km südlich, B 2) - Geburtsort von Katharina von Bora im Ortsteil Lippendorf, durch den Lutherweg mit Leipzig verbunden
  • Eilenburg (26 km nordöstlich, 20–25 Minuten mit dem Zug) - Stadt an der Mulde; Burg Eilenburg, durch den Lutherweg mit Leipzig verbunden.
  • Pegau (26 km südlich, 25 Minuten mit dem Zug) - Stadt an der Weißen Elster; Sankt-Laurentius-Kirche mit dem Kenotaph des Grafen Wiprecht von Groitzsch (um 1230), Renaissance-Rathaus ähnlich dem Leipziger Alten Rathaus.
  • Bad Dürrenberg (27 km westlich, 25 Minuten mit dem Regionalexpress) - größtes zusammenhängendes Gradierwerk Europas.
  • Wurzen (28 km östlich, 17 Minuten mit RE oder 35 Minuten mit der S-Bahn) - auch mit der Leipziger S-Bahn erreichbar; das Schloss Wurzen gilt als ältestes Schloss im deutschsprachigem Raum.
  • Merseburg (30 km westlich, keine direkte Bahnverbindung: Umsteigen in Bad Dürrenberg oder Halle) - Kaiserpfalz an der Saale, Dom mit den Merseburger Zaubersprüchen.
  • Borna (30 km südöstlich, 40 Minuten mit der S-Bahn) - Marktplatz, Stadtkirche mit Lutherdenkmal, Emmauskirche (musste vor der Braunkohle weichen).
  • Goitzschesee östlich von Bitterfeld (34 km nördlich, 25 Minuten mit dem Zug bis Bitterfeld) − zweitgrößtes Gewässer im Mitteldeutschen Seenland.
  • Die benachbarte Großstadt Halle (Saale) (40 km nordwestlich, 25–35 Minuten mit dem Zug) ist über die A 14 oder mit der S-Bahn erreichbar (gute halbe Stunde).
  • Altenburg (46 km südlich, 40–45 Minuten mit der S-Bahn) Skatstadt mit Schloss, großer historischer Altstadt, Kunstmuseum und Sportwagenmanufaktur.
Blick von der Mulde auf Schloss Colditz

Weitere Ziele:

  • Dübener Heide (ca. 40 km nördlich, stündlich mit „PlusBus“-Linie 196 nach Bad Düben, Fahrtzeit ca. 45 Minuten), sanft hügelige Heidewaldlandschaft zum Wandern
  • Muldental rund um Grimma (30 km östlich, 30 Minuten mit dem Zug) mit seiner sehenswerten historischen Altstadt, Colditz (44 km südöstlich) mit dem Schloss, das vor allem als ehemaliges Kriegsgefangenenlager für britische Offiziere bekannt ist, Leisnig (53 km südöstlich, 55 Minuten mit dem Zug) mit der Burg Mildenstein; sowie Kloster und Barockschloss Wechselburg (56 km südöstlich) und Kriebsteintalsperre (70 km südöstlich)
  • Kohrener Land mit der Burg Gnandstein (ca. 50 km südlich)
  • Dahlener Heide und Wermsdorfer Wald (ca. 50 km östlich, 30 Minuten mit der Bahn nach Dahlen) mit dem prächtigen Barockschloss Wermsdorf und dem Collmberg (mit 313 Metern die höchste Erhebung in der sonst sehr flachen Leipziger Gegend)
  • In der 40–75 Kilometer südwestlich von Leipzig gelegenen Saale-Unstrut-Region findet man eine sanft hügelige Landschaft, die manchmal mit der Toskana verglichen wird, mit Weinbergen, romantischen Burgen, dem Naumburger Dom, den Überresten einer frühmittelalterlichen Kaiserpfalz sowie Zeugnissen aus der Ur- und Frühgeschichte wie dem Gosecker Sonnenobservatorium. Sie ist deutscher Kandidat für das Weltkulturerbe. (35 Minuten mit der Bahn nach Weißenfels, 45 Minuten nach Naumburg)
  • Dessau-Wörlitzer Gartenreich (80 km nördlich) – Kulturlandschaft aus mehreren Parks und Schlössern, gehört zum Weltkulturerbe (45–50 Minuten mit der Bahn nach Dessau)

Weimar (110 km südwestlich), ehemalige Kulturhauptstadt Europas mit vielen schönen Bürgerhäusern und großem Park, ist mit dem Zug etwas mehr als eine Stunde entfernt. Erfurt (120 km südwestlich) und Dresden (120 km östlich) – beides schöne Städte mit sehenswerter Altstadt, Kirchen und Brücken – sind mit dem ICE binnen 45 Minuten (Erfurt) bzw. gut einer Stunde (Dresden) erreichbar.

Literatur[Bearbeiten]

  • Maren Goltz: „Musikstadtführer Leipzig“. Kamprad Verlag, Altenburg 2004
  • Toma Babovic, Edgar S. Hasse: Leipzig. In englischer, deutscher und französischer Sprache. Verlag Ellert & Richter Hamburg 2005, ISBN 3-8319-0024-8
  • D. Mundus: Leipziger Landpartien. 15 Tagesausflüge für Neugierige. 3. überarb. Aufl., Edition Neureuter, Leipzig 2002
  • Wolfgang Hocquél: Leipzig - Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart. Passage-Verlag, Leipzig 2004, ISBN 3-932900-54-5
  • Thomas Nabert (Red.): Quer durch Leipzig mit dem Rad. Herausgegeben von PRO LEIPZIG in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro StadtLabor und dem ADFC Leipzig, Leipzig, 2. überarb. Aufl. 2006, ISBN 3-9807201-5-2, 292 Seiten mit zahlreichen Karten und ca. 500 farbigen Abbildungen, Format: 12 x 18 cm, fadengeheftete Broschur.
  • Oliver Schröter: 111 Orte in Leipzig die man gesehen haben muss. Emons, März 2012, ISBN 978-3897059108, 240 Seiten

Weblinks[Bearbeiten]


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