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Bautzen

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Blick auf die Altstadt von der Friedensbrücke aus. Im Vordergrund das sogenannte Hexenhäuschen (vor 1604). In der Mitte die Mönchsbastei (1324) an der Mühltorgasse. Im Hintergrund der Wasserturm (1877) in der Mönchskirchenruine, der Dom St. Petri (1213/1221) und der Rathausturm (1213/1705).
Bautzen
BundeslandSachsen
Einwohner
39.362 (2018)
Höhe
204 m
Tourist-Info+49 3591 42016
http://www.bautzen.de/tourismus.asp
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Lage
Lagekarte von Sachsen
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Bautzen

Bautzen (sorbisch Budyšin) ist eine über tausendjährige Stadt in der Oberlausitz und gilt als die Hauptstadt der Sorben. Sie besitzt eine sehr gut erhaltene bzw. restaurierte Altstadt inkl. Kneipenszene. Daneben ist Bautzen überregional für seinen Senf sowie als Standort des "Stasi-Knasts" Bautzen II bekannt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bautzen, ursprünglich eine slawische Niederlassung Budissin, erscheint schon um 1004, wo es vom König Heinrich II. erobert wurde, als befestigte Stadt. Zur Hebung derselben trug der Ruf einer Reliquie bei, eines Arms von St. Petrus. Hier wurde 1018 der Friede zwischen dem Polenherzog Boleslaw und Kaiser Heinrich II. und 1350 der Vertrag zwischen Karl IV. und Ludwig von Brandenburg geschlossen, wodurch Ludwig seinen Ansprüchen auf die Niederlausitz entsagte, aber Brandenburg verbürgt erhielt. Im Hussitenkrieg litt Bautzen viel, schlug aber 1431 einen Sturm ab. Im Dreißigjährigen Krieg nahm es Kurfürst Georg 1620 nach vierwöchentlicher Belagerung ein; 1633 wurde es von Wallenstein erobert, und am 4. Mai 1634 brannte es der vom Kurfürsten von Sachsen belagerte kaiserliche Oberst v. Goltz nieder, bevor er sich ergab. Im Jahre 1813 wurde Bautzen berühmt durch die Schlacht vom 20. und 21. Mai, in der die Armeen Napoléons gegen die Verbündeten Russland und Preußen kämpften.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen
Cottbus80 km
Liberec72 km
Dresden63 km
Görlitz48 km
Zittau46 km
Hoyerswerda36 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Verkehrsflughafen ist der Flughafen Dresden-Klotzsche (IATA CodeDRS). Nach der Ankunft fährt man entweder mit dem Auto ca. 50 km über die A 4 Richtung Görlitz oder mit der S-Bahn oder dem Bus 80 zum Bahnhof Dresden-Klotzsche und dort mit dem Zug (RE 1 oder RB 60) nach Bautzen.

Der ehemalige Militärflughafen Litten in unmittelbarer Nähe der Stadt Bautzen wird von Sportflugzeugen und für Veranstaltungen wie das „VW-Pfingsttreffen“ oder die „Flugtage Bautzen“ („Flugtage Litten“) genutzt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Regionalexpress von Dresden Hauptbahnhof oder Görlitz bis Bahnhof Bautzen. Der 1 Bahnhof liegt anderthalb Kilometer südlich des Zentrums; entsprechend ist es dann zu Fuß 10 bis 15 Minuten in die Altstadt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Lage an der Ost-West-Magistrale A 4 ist Bautzen Haltepunkt zahlreicher Buslinien aus verschiedenen Teilen Deutschlands auf dem Weg Richtung Tschechien. Es gibt mehrere Fernbushalte. Dies ist zum Einen ein 2 Halt am Bahnhof, zum Anderen ein Halt an der Ausfallstrasse Richtung Autobahn (3 Flixbushalt)

Auf der Straße[Bearbeiten]

Bautzen liegt an der A4 und damit an einer großen Ost-West-Achse. Die Stadt ist dadurch u.a. von Dresden her aus dem Westen und von Görlitz aus dem Osten schnell und bequem zu erreichbar. Von Norden reist man am besten über die Bundesstraßen 96 oder 156 an.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Bautzen

Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt von Bautzen liegen dicht beieinander und sind leicht zu Fuß zu erreichen. Bautzen verfügt mittlerweile auch über ein gut ausgebautes Netz von Radwegen. Es gibt zudem mehrere Stadtbus-Linien.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Türme und Basteien[Bearbeiten]

Bautzen wird mit Recht auch als Türme-Stadt bezeichnet. Mehr als 20 Türme und Basteien zieren die Stadtsilhouette. Die insgesamt 17 Türme und Basteien machen dabei die mehr als 1000jährige Stadtgeschichte erlebbar.

  • 1 Alte Wasserkunst, Wendischer Kirchhof.
  • 2 Alter Wasserturm, Möchsgasse 4.
  • 3 Burgwasserturm, Osterweg.
  • 4 Gerberbastei.
  • 5 Lauenturm, Innnere Lauenstraße.
  • 6 Matthiasturm, Schloßgraben.
  • 7 Mühlbastei.
  • 8 Mühltor.
  • 9 Neue Wasserkunst.
  • 10 Nicolaiturm, Nicolaipforte 3.
  • 11 Rathausturm, Fleischmarkt 1.
  • 12 Reichenturm.
  • 13 Röhrscheidtbastei.
  • 14 Schülerturm.
  • 15 Turm der Berufakademie, Löbauer Str. 1.
  • 16 Wendischer Turm.

Alle Informationen zur Türme-Stadt Bautzen findet man unter: http://bautzen.info/tuerme-stadt/ .

Kirchen[Bearbeiten]

  • Dom St. Petri, eine der wenigen Simultankirchen (sowohl römisch-katholisch als auch evangelisch-lutherisch)
  • Domstift mit Domschatzkammer

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Ortenburg.
  • 17 Dom St. Petri. Ostdeutschlands einzige Simultankirche. (Über den Eingang auf der Westseite ist eine Turmbesteigung mit Blick auf Bautzen und Umgebung möglich.)

Bauwerke[Bearbeiten]

Reichenturm und -straße
  • Alte und Neue Wasserkunst
  • Reichenturm (Aussichtsturm und „Schiefer Turm von Bautzen“)

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Hauptmarkt mit Rathaus und schönen Bürgerhäusern
  • Reichenstraße zwischen Hauptmarkt und Reichenturm

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kirchgangstracht verheirateter (rechts) und unverheirateter (links) Sorbinnen um Bautzen

Bautzen und seine Umgebung sind besonders zur Osterzeit ein beliebtes Reiseziel, da hier die sorbischen und deutschen Osterbräuche, wie zum Beispiel das Osterreiten oder das „Eierschieben“ am Protschenberg noch mit sehr viel Liebe gepflegt werden.

Zu Pfingsten wird auf der Ortenburg jährlich ein Mittelalterlicher Markt mit Ritterspielen u. Ä. veranstaltet. Ebenso im Hof der Ortenburg findet alljährlich der Bautzener Theatersommer statt. Es werden vornehmlich unterhaltsame Theaterstücke unter freiem Himmel aufgeführt.

Natürlich kann man auch den Rest des Jahres viel unternehmen. Vor allem für Naturliebhaber gibt es einiges zu entdecken. Zu erwähnen wäre der Bautzener Stausee, wo man im Sommer baden, Windsurfen usw. kann. Es gibt auch sehr viele schöne Radwege (etwa um den Stausee oder an der Spree entlang).

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 1 Bautz´ner Senfladen, Manufaktur & Museum, Fleischmarkt 5, 02625 Bautzen. Tel.: +49(0)3591 597118. Die Geschichte des Bautz´ner Senf wird in mehreren Vitrinen gezeigt und es gibt eine Senfmühle aus dem letzten Jahrhundert. Senf probieren und kaufen kann man auch. Geöffnet: täglich von 10.00 - 19.00 , Januar bis März bis 17.00 Uhr.
  • Reichenstraße
  • Kornmarkt-Center

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Theater:

  • Deutsch-Sorbisches Volkstheater
  • Burgtheater

Kneipen & Restaurants:

  • Altstadt:
    • Mönchshof
    • Sam's Bar
    • La Bodega
    • Schloss Schänke
    • Bar Caracas
    • Alte Räucherei
    • Bierakademie
    • Zum Karasek
    • Surprise Cafe
    • Burghof Ortenburg
    • Sorbisches Restaurant „Wjelbik“
    • Hotel „Goldener Adler“
    • L´abiente
  • Weiteres Stadtgebiet:
    • Tiroler Stuben
    • Bautzner Brauhaus
    • Zum Haseneck
    • Zum Zollhaus

Für die Jugend:

  • Steinhaus

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

In Bautzen befindet sich neben sechs Grundschulen, vier Mittelschulen, fünf Gymnasien und drei Förderschulen auch die Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Bautzen.

Arbeiten[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Vorwahl von Bautzen ist 03591, die Postleitzahl 02625.

Ausflüge[Bearbeiten]

Interessante Orte:

  • Kleinwelka (5 km nordwestlich, B 96) – Saurierpark, Irrgarten, Miniaturenpark.
  • Neschwitz (14 km nordwestlich, B 96 über Kleinwelka) – Schloss und Park.
  • Bischofswerda (20 km westlich, B 6) – Stadt an der Wesenitz; „Schiebocker Tage“.
  • Löbau (20 km südöstlich, B 6) – König-Friedrich-August-Turm.

Weitere Ziele:

  • Der Findlingspark Nochten wurde am ehemaligen Tagebau Nochten errichtet. Der Park bietet auf 17 Hektar blühende Heidemore und -dünen mit ca. 3000 Findlingen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Meffert: Die Ortenburg in Bautzen – Der archäologische Forschungsstand und die Ausgrabungen von 1999–2001. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 44, 2002, 75–177.
  • Karin Sczech: Archäologische Untersuchungen zu Bautzen in der Oberlausitz in slawischer Zeit. Archäologische Forschungen am GWZO. Berichte und Beiträge des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e. V. 2003, 49–64.
  • Grit Richter-Laugwitz: Der 17. Juni 1953 in Bautzen, hrsg. vom Stadtarchiv Bautzen, Bautzen 2004, ISBN 3-936758-04-2
  • Andreas Bensch: Chronologie der Stadt Bautzen 1002–2001, Bautzen 2001, ISBN 3-930625-31-8
  • Christine Seele und Jürgen Matschie: Bautzen und seine Kirchen. Ein kleiner ökumenischer Kirchenführer, Leipzig 1996, ISBN 3-7462-1118-2
  • Deutscher Städteatlas; Band: IV; 3 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Bautzen, Autor: Karlheinz Blaschke, ISBN 3-89115-033-4; Dortmund-Altenbeken 1989.

Weblinks[Bearbeiten]

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