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Merseburg

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Merseburg
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Die etwa 34.000 Einwohner zählende Stadt Merseburg, eine ehemalige Kaiserpfalz, liegt im Süden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, etwa 10 km südlich von Halle. Neben Halle und Bitterfeld-Wolfen ist sie ein Zentrum des „Chemiedreiecks“. Merseburg ist stark industriell von den Chemiewerken Buna (nördlich), Leuna (südlich) und ehemaligem Braunkohletagebau (Geiseltal) und Kohleveredelung westlich geprägt.

Obwohl eine der ältesten Städte in der Region (erste urkundliche Erwähnung noch im 9. Jahrhundert) und ehemaliger Bischofssitz, hat Merseburg heute aufgrund von Kriegszerstörungen im 2. Weltkrieg und dem nicht nach historischen Vorbildern erfolgten Wiederaufbau zur DDR-Zeiten ein eher zerrissenes Stadtbild mit wenig zusammenhängender alter Bausubstanz. Aus dieser ragen die beiden bedeutendsten Gebäude (Dom und Schloss), auf einer Anhöhe gelegen, heraus.

Die mit Merseburg zusammengewachsenen Nachbarorte Leuna und Schkopau werden mit in diesem Artikel abgehandelt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Merseburger Zaubersprüche

Im frühen und hohen Mittelalter war Merseburg eine der bedeutendsten Städte im heutigen Mitteldeutschland. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie um 890. Geschichtskenner verbinden sie vor allem mit den sogenannten „Merseburger Zaubersprüchen“, einer Sammlung in althochdeutscher Sprache verfasster heidnischer Beschwörungsformeln aus dem 9. oder 10. Jahrhundert. Im Jahr 968 gründete Kaiser Otto I. das Bistum Merseburg. Die Stadt, die damals noch nahe der Ostgrenze Deutschlands lag, blieb bis ins 16. Jahrhundert ein bedeutendes religiöses Zentrum mit ihrer Benediktinerabtei und romanischen Kathedrale. Merseburg war eine der bevorzugten Pfalzen Kaiser Heinrichs II. Die Diözese Merseburg war vergleichsweise klein, beinhaltete aber so bedeutende Städte wie Leipzig.

Mitte des 16. Jahrhunderts hielt die Reformation Einzug in Merseburg. Die Benediktinerabtei wurde aufgelöst und das Territorium des Bistums vom weltlichen Kurfürstentum Sachsen annektiert. Von der Mitte des 17. bis ins 18. Jahrhundert war Merseburg Residenz einer Seitenlinie der sächsischen Herzöge. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam die Stadt unter preußische Herrschaft und wurde Verwaltungssitz eines Regierungsbezirks, zu dem der Süden der Provinz Sachsen (entspricht etwa dem heutigen südlichen Sachsen-Anhalt, einschließlich der deutlich größeren Stadt Halle) gehörte.

Im beginnenden 20. Jahrhundert wurden Merseburg und insbesondere sein Vorort Schkopau Standorte der chemischen Industrie. Die Bunawerke in Schkopau wurden 1936 im Rahmen der Autarkiepolitik der Nationalsozialisten (d. h. Unabhängigkeit von Rohstoffimporten) gegründet und waren der erste Ort, an dem großtechnisch Kautschuk synthetisiert wurde. Während der deutschen Teilung war Plaste und Elaste aus Schkopau in der DDR ein geradezu sprichwörtlich bekannter Begriff für Kunststoffe. Große Teile der historischen Altstadt wurden durch „sozialistische“ Neubauten ersetzt. Nach der Wiedervereinigung verloren viele Arbeiter ihre Stellen, da die nun größtenteils unprofitabel gewordenen Betriebe schließen oder ihre Produktion massiv umstellen mussten. Merseburg verlor gegenüber den 1980er-Jahren rund ein Drittel seiner Bevölkerung, 2015 hatte die Stadt noch ca. 34.000 Einwohner. Die Bunawerke sind heute eine Tochter des US-Konzerns Dow Chemical.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Merseburg

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Leipzig Halle (IATA CodeLEJ) liegt knapp 30 km nordöstlich und ist über die B 181 und A 9 zu erreichen. Eine direkte Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nicht, sodass man mit dem Zug in Halle umsteigen (insgesamt ca. 45 Minuten) oder ein Taxi nehmen muss (rund 50 €).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Merseburg ist mit den Regionalexpress-Linien RE 16 (Halle–Erfurt) und RE 18 (Halle–Jena) jeweils zweistündlich sowie mit den Regionalbahnlinien RB 25 (Halle–Jena–Saalfeld) und RB 78 (Querfurt–Merseburg) jeweils stündlich erreichbar. Von Halle fährt man je nach Zuggattung ca. 10–12 Minuten, von Erfurt 1:05 Std., von Magdeburg 1:07 Std. (IC ab Halle). Aus Leipzig kommend muss man in Halle umsteigen und braucht bei 6 Minuten Umsteigezeit nur 45 Minuten, rund 15 Minuten weniger als der durchgängige Bus von Leipzig.

Der 1 Bahnhof befindet sich etwa 700 Meter westlich des Stadtzentrums.

Nicht die schnellste, aber eine ungewöhnliche Anreisemöglichkeit ist die Überlandstraßenbahnlinie 5 von Halle über Merseburg nach Bad Dürrenberg (mit 31 Kilometern eine der längsten Straßenbahnlinien Deutschlands). Aus dem Stadtzentrum von Halle nach Merseburg ist man so etwa 50 Minuten unterwegs.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Flixbus fährt ein bis zwei Mal Merseburg an auf Fahrten Berlin–Gera, Berlin-München (und über München hinaus Richtung Österreich). Haltepunkt der Fernbusse ist am Bahnhof.

Buslinie 131 fährt stündlich vom Leipziger Hauptbahnhof (über die westlichen Stadtteile Leipzigs und das Einkaufszentrum Nova Eventis in Günthersdorf) nach Merseburg. Die Fahrt von Leipzig Hbf zum Bahnhof in Merseburg dauert genau eine Stunde und kostet für Vollzahler 6 €.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Westlich der Stadt führt die A 38 GöttingenLeipzig mit den Abfahrten Symbol: AS 24 Merseburg-Nord und Symbol: AS 25 Merseburg-Süd entlang. Aus Richtung Norden und Süden erreicht man Merseburg über die A 9 Berlin–München (Anschlussstelle Symbol: AS 17 Leipzig-West. Durch Merseburg selbst führt die B 91 Halle–Merseburg–WeißenfelsZeitz. Sie ist bis Merseburg vierspurig ausgebaut. Es gibt außerdem die B 181, die Leipzig und die genannte Anschlussstelle der A 9 mit Merseburg verbindet.

Mobilität[Bearbeiten]

In Merseburg verkehren fünf Buslinien sowie, von Halle, die Merseburger Überlandbahn (Linie 5 der Halleschen Straßenbahn). Zentrale Umsteigepunkte der Busse sind am Bahnhof und, etwa 200 Meter östlich, Merseburg-Zentrum mit der Straßenbahn.

Merseburg gehört zum Tarifgebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds (MDV). Reisende können alle Verbundfahrscheine, die die Tarifzone Merseburg einschließen, in allen öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen. Auch das Sachsen-Anhalt-(Sachsen-, Thüringen-)Ticket gilt in den Stadtbussen und der Straßenbahn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Merseburger Dom
Sixtikirche mit Wasserturm

Da Merseburg von 968 bis 981 und von 1004 bis 1561 Bischofssitz war, besitzt die Stadt einen reichhaltig ausgestatteten 1 Dom Dom in der Enzyklopädie Wikipedia Dom im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDom (Q878372) in der Datenbank Wikidata mit vier alten Türmen. Er wurde 1015 begonnen. Allerdings stammen nur die Krypta, die runden Chorbegleittürme, die Fundamente der Westtürme sowie die unteren Teile des Querhauses einschließlich der beiden Apsiden aus der ursprünglichen romanischen Bauphase. Der größte Teil des Doms wurde hingegen im gotischen Stil umgebaut. Hier findet man viele Besonderheiten. Darunter die älteste Bronzegrabplatte Mitteleuropas an Rudolf von Rheinfelden (auch Rudolf von Schwaben) erinnernd, den 1080 bei Hohenmölsen gefallenen Gegenkönig. Die bemerkenswerten Glasmalereien aus dem 13. Jahrhundert gingen verloren und wurden Mitte des 20. Jahrhunderts durch neue ersetzt. Der Künstler Charles Crodel knüpfte jedoch an die mittelalterliche Bildsprache an. Das romanische Kruzifix und ein Taufstein aus dem 12. Jahrhundert sind erhalten. In der „Schatzkammer“ auf der Südseite des Kreuzgangs werden herausragende Stücke aus dem Domschatz ausgestellt. Darunter sind wertvolle Manuskripte wie eine illustrierte Bibel aus dem 13. Jahrhundert, ein romanischer Tragaltar, ein Elfenbeinkästchen aus dem 13. Jahrhunderts und Altarretabel sowie die mumifizierte Hand des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben. Die romantisch gestimmte Ladegast-Orgel aus den 1850er-Jahren gehört zu den größten Orgeln Deutschlands.

Im Domstiftsarchiv liegen die berühmten Merseburger Zaubersprüche. Ein originalgetreues Faksimile kann im sogenannten „Zauberspruchgewölbe“ des Doms besichtigt werden.

2 St.-Maximi-Kirche. Dreischiffige gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert. Der hoch aufragende neogotische Turm wurde um 1870 hinzugefügt.

3 Kirchenruine St. Sixti. Kirchenruine St. Sixti in der Enzyklopädie Wikipedia Kirchenruine St. Sixti im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKirchenruine St. Sixti (Q18342497) in der Datenbank Wikidata. Bemerkenswertes Mischgebäude: Die romanische Kirche aus dem Jahr 1045 verkam nach dem Dreißigjährigen Krieg zur Ruine. Im Jahr 1889 wurde ihr Turm zu einem Wasserturm umgebaut.

4 Neumarktkirche St. Thomae. Neumarktkirche St. Thomae in der Enzyklopädie Wikipedia Neumarktkirche St. Thomae im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeumarktkirche St. Thomae (Q40028254) in der Datenbank Wikidata. Die romanische Kirche hat ihre Ausstattung durch lange Vernachlässigung verloren und wurde nach der Wende restauriert und mit zeitgenössischen Kunstwerken ausgestattet. Sie ist durch die verknotete Säule am Querhausportal bekannt, die einst die Dämonen von der Kirche fernhalten sollte. Das wertvolle romanische Taufbecken im Dom stammt aus dieser Kirche.

Schlösser[Bearbeiten]

Schloss
Schlossgarten mit Orangerie

5 Merseburger Schloss, Domplatz 9. Merseburger Schloss in der Enzyklopädie Wikipedia Merseburger Schloss im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMerseburger Schloss (Q14545201) in der Datenbank Wikidata. Dreiflügliges Renaissanceschloss, das zunächst als Residenz der Bischöfe, später der Kurfürsten und Herzöge von Sachsen und schließlich der preußischen Regierungspräsidenten diente. Heute sitzen hier die Kreisverwaltung, die Musikhochschule und das Kulturgeschichtliche Museum. Letzteres informiert über die Geschichte der Region mit Ausstellungsstücken von Vorgeschichte bis zur Neuzeit. Szenen des George-Clooney-Films The Monuments Men wurden in und um das Schloss gedreht. Zum Schloss gehört ein schöner Barockgarten mit Orangerie, der zum Projekt „Gartenträume Sachsen-Anhalt“ gehört. Geöffnet: März–Oktober: täglich 9–18 Uhr; November–Februar: täglich 10–16 Uhr.

  • Ein Rabenkäfig im Schlossgarten illustriert eine lokale Legende: Bischof Thilo von Trotha verurteilte einen seiner Diener für den Diebstahl seines goldenen Siegelrings und ließ ihn hinrichten. Der Beschuldigte beteuerte seine Unschuld, auch noch nachdem man ihn geköpft hatte. Später wurde der Ring in einem Rabennest gefunden und der getötete Diener so entlastet. Der Bischof bedauerte sein voreiliges Urteil bitterlich und befahl, einen Raben zu fangen und auszustellen als stete Erinnerung, keine Entscheidungen im Zorn zu treffen. Letzthin wurde der Käfig vergrößert und dem zuvor alleinstehenden Vogel wurde ein Partner gegeben, um Tierschutzvorschriften zu erfüllen.

6 Merseburger Ständehaus, Oberaltenburg 2. Merseburger Ständehaus in der Enzyklopädie Wikipedia Merseburger Ständehaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMerseburger Ständehaus (Q1401365) in der Datenbank Wikidata. Repräsentatives historistisches Gebäude aus den 1890er-Jahren. Hier tagte der Provinziallandtag der preußischen Provinz Sachsen (entspricht dem größten Teil des heutigen Sachsen-Anhalts). Während die Exekutive in Magdeburg saß, war das Parlament in Merseburg.

Museen[Bearbeiten]

Historische Ammoniaksynthese-Kammer im Technologiepark des Chemiemuseums

7 Willi-Sitte-Galerie, Domstraße 15. Tel.: (0)3461-212231, E-Mail: . Willi Sitte (1921–2013) war einer der bedeutendsten Vertreter des „sozialistischen Realismus“ in der DDR. Er entwickelte jeoch seinen eigenen Stil, der von stark expressiven Körperhaltungen und beinahe barocken Formen geprägt ist. Die Stiftung sammelt Gemälde und Graphiken Sittes und mit ihm verbundener Künstler. Zudem veranstaltet die Galerie wechselnde Ausstellungen verschiedener Vertreter moderner Kunst, meist aus der Region.

8 Deutsches Chemie-Museum (DChM), Günther-Adolphi-Straße 2. Tel.: (0)3461-4416195, E-Mail: . Nach dem Zusammenbruch der DDR und Wiedervereinigung wurden viele ostdeutsche Chemiefabriken geschlossen. In diesem Museum wurden einige ihrer bemerkenswertesten Geräte und Apparaturen (insgesamt rund 5000 Objekte) gesammelt. Die größten darunter werden in einem Freilicht-„Technologiepark“ im Außengelände des Museums ausgestellt. Zu den herausragenden Exponanten gehören eine vollständige Ammoniaksynthese-Kammer aus der Frühzeit des Haber-Bosch-Verfahrens (benannt nach seinen Erfindern, die mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden) mit zugehöriger Umlaufpumpe sowie ein Chemiezug. Geöffnet: Di-Do 9–14 Uhr, Fr 9–12 Uhr, Sa-So und Feiertage 10–17 Uhr, Montags geschlossen. Preis: Eintritt 3,50 €, Kinder 2 €.

9 Luftfahrt- und Technikmuseum Merseburg, Kastanienpromenade 50 (auf einem stillgelegten Flugplatz). Tel.: (0)3461-525776. Riesige private Sammlung von Flugzeugen, Löschfahrzeugen, Autos, Motorrädern, Kinoprojektoren und Computern, vorwiegend Ostblockfabrikate. Höhepunkte sind Flugzeuge der Typen Iljuschin Il-62 und Tupolew Tu-134, MiG-Jäger, ein Lockheed F-104 Starfighter sowie ein Hubschrauber Mil Mi-8. Geöffnet: Di-Do 9–15.30 Uhr, Fr 9–14 Uhr, Sa-So 10–15.30 Uhr, Montags geschlossen. Preis: Eintritt 8 €, Kinder 4 €.

Bauwerke[Bearbeiten]

10 Franzosen-Brunnen. Mittelalterlicher Brunnen, steht vor einer Passage zwischen zwei Vikarienhäusern. Er ist nach einem französischen Offizier benannt, der nach der Schlacht bei Roßbach 1757 in diesem Brunnen ertrank. Im Jahr 1928 wurde der Brunnen etwas umgestaltet.

11 Marktplatz mit Altem Rathaus. Auf dem Markt steht zudem ein Brunnen aus dem 16. Jahrhundert.

  • Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung: 12 Schwarze Bastion und 13 Eulenturm

Schkopau[Bearbeiten]

Schloss Schkopau

Schkopau liegt 3 Kilometer nördlich des Zentrums von Merseburg am Saaleradweg. Vom Bahnhof Merseburg nach Schkopau fährt man mit der Regionalbahn 3 Minuten, mit der Straßenbahn von Merseburg-Zentrum zum Schkopauer Schloss 12 Minuten.

  • 14 Schloss Schkopau. Schloss Schkopau in der Enzyklopädie Wikipedia Schloss Schkopau im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchloss Schkopau (Q2243371) in der Datenbank Wikidata. Die Ursprünge der Burg gehen ins 9. Jahrhundert zurück. Im 16. Jahrhundert wurde sie zu einem Wohnschloss umgebaut. Im Jahr 1876 wurde es abermals umgebaut und ist seither im Neorenaissance-Stil gehalten. Das Schloss wird heute als Hotel genutzt.
  • Saale-Elster-Aue mit der längsten Eisenbahnbrücke Europas, der sich verzweigenden 15 Saale-Elster-Talbrücke (ca. 8,6 km lang, 2013 fertig gestellt)

Leuna[Bearbeiten]

Leunawerke bei Nacht
Schleusenruine des Saale-Elster-Kanals in Wüsteneutzsch

Leuna liegt 5 km südöstlich des Stadtkerns von Merseburg, ebenfalls am Saaleradweg. Mit der Straßenbahn fährt man 13 Minuten von Merseburg-Zentrum zum Sachsenplatz im Zentrum Leunas.

  • 16 Leunawerke – bei Nacht hell erleuchtet, ein beeindruckender Anblick
  • Gartenstadt Leuna – in den 1920er-Jahre für die Belegschaft des Leunawerkes erbaute Siedlung mit 102 Arbeiterhäusern, 153 Meisterhäusern, 165 Angestelltenhäusern und 102 Beamtenhäusern, entworfen von Karl Barth nach den Regeln von Ebenezer Howard, dem Begründer der Gartenstadtbewegung
  • 17 Kulturhaus Leuna. Kunstgalerie und Veranstaltungsbühne
  • 18 Plastik-Park Leuna – mit „Plastik“ ist hier – anders als man denken könnte – nicht Kunststoff, sondern Bildhauerkunst gemeint. Die ausgestellten Skulpturen stammen aus den 1950er- und 60er-Jahren, sind großenteils im Stil des „Sozialistischen Realismus“ gehalten und wurden überwiegend von Künstlern aus der Region geschaffen (z. B. Theo Balden, Fritz Cremer, Wieland Förster, Waldemar Grzimek und Ingeborg Hunzinger)
  • 19 Schleusenruine Wüsteneutzsch (5 km östlich von Leuna bzw. 9 km südöstlich von Merseburg über B 181 und L 183) – wie der gesamte Elster-Saale-Kanal wurde der Bau der Schleuse 1943 aufgegeben und nie fertiggestellt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Ladegastorgel im Merseburger Dom
  • 1 Domstadt Kino, König-Heinrich-Str. 7 (Straßenbahn „Merseburg Zentrum“, 150 Meter vom Bahnhof). Tel.: (0)3461-352853. Kleines Privatkino mit besonderem Programm. Preis: 6,50–9,50 €.
  • Merseburger Orgeltage – Festival für Orgelmusik im Dom und weiteren Kirchen, mit nationalen und internationalen Gästen
  • Radfahren auf dem Saaleradweg
  • Baden im Wallendorfer See (Burgliebenau, 8 km nordöstlich)
  • Geiseltalsee (Frankleben, 8 km südwestlich)

Einkaufen[Bearbeiten]

In Merseburg selbst gibt es die übliche Deich-, Fiel-, Ross- und Tengelmannmischung provinzstädtischer Fußgängerzonen. Das nahegelegene Halle bietet breitere Auswahl. Wer auf Mall steht: Das Einkaufszentrum nova eventis in Günthersdorf, 15 km östlich, ist über die B 181 zu erreichen.

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • 1 Pizzeria Marco Polo, König Heinrichstrasse 8, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 210421. Italienische Küche. Geöffnet: Mi + Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Sa – Di + Do 17.00 – 22.00 Uhr. Preis: Pizzen ab 4,90 €.

Mittel[Bearbeiten]

  • 2 Zur Schiene, Naumburger Str. 232, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 500485, E-Mail: . Deutsche Küche. Ein Brunch wird an jedem ersten Sonntag im Monat angeboten. Eine Ferienwohnung bestehend aus einem DZ ist ebenfalls vorhanden (pro Übernachtung abhängig von der Belegung ab 20 €, Frühstück pro Person 5 €). Geöffnet: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 21.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, So 11.00 – 14.00 Uhr; 24.12. + 31.12. geschlossen. Preis: Hauptgerichte 8,50–14,60 €; Sonntagsbrunch 14,50 €.
  • 3 Taj Mahal, Burgstr. 6, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 2769066, Fax: (0)3461 2769068, E-Mail: . Indische Küche im ehemaligen Restaurant & Cafe "Am Entenplan" Geöffnet: täglich 11–22 Uhr. Preis: Hauptgerichte 8,90–14,90 €.
  • 4 Restaurant Dynastie, Teichstraße 2, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 214066, E-Mail: . Asiatische Küche. Geöffnet: Mo + Di 17.30 – 22:00 Uhr, Mi – So 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 22.00 Uhr. Preis: Mittagsgerichte 7,90–9,90 €, Hauptgerichte 9,50–16,50 €.
  • 6 Café am Kloster, Am Kloster 1, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 824840. Die Speisekarte bietet neben Kuchen auch einige deutsche und mediterrane Gerichte. Geöffnet: Mai – Okt Di – So 11.00 – 20.00 Uhr, Mo ist Ruhetag; Nov – Apr Di – So 11.00 – 18.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. Preis: Hauptgerichte 6,20–11,20 €.
  • 7 Ratskeller Merseburg, Ölgrube 2, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 289983, Fax: (0)3461 289965, E-Mail: . Neben dem Restaurant gibt es noch einen Gewölbekeller und eine Cocktailbar. Deutsche Küche mit Veranstaltungen wie z.B. einem Ritteressen für 21,90 € pro Person.
  • 9 Taverne Zeus, Gotthardstraße 36, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 2603829, Fax: (0)3461 3719915, E-Mail: . Griechische Küche. Geöffnet: Mo ist Ruhetag, Di – So 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 23.00 Uhr. Preis: Mittagsgerichte 5,20–6,90 €, Hauptgerichte 6,90–17,50 €.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 10 Ritters Weinstuben, Große Ritterstraße 22, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 33660, Fax: (0)3461 336612, E-Mail: . Restaurant mit deutscher Küche unter Verwendung regionaler Produkte. Angeschlossen ist ein kleines Hotel (9 Zi.). Geöffnet: Mo – Fr ab 13.00 Uhr, Sa ab 17.00 Uhr, So ist Ruhetag. Preis: Hauptgerichte 14,90–24,90 €; EZ 49 €, DZ ab 65 € (zuzüglich 9 € Frühstücksbuffet).

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • 2 Pension Gutjahr, Naumburger Straße 100, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 503650, Fax: (0)3461 503650. Eine überdachte Sommerterrasse inkl. Grillplatz stehen zur Verfügung. Preis: EZ ab 22 €, DZ ab 36 €.

Mittel[Bearbeiten]

  • 5 Hotel Zum Goldenen Löwen, Von-Harnack-Str. 1 - 5, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 201591, Fax: (0)3461 201592, E-Mail: . Zum Hotel gehört ein Restaurant mit gutbürgerlicher Küche und ein Biergarten. Preis: EZ ab 50 €, DZ ab 60 € (Frühstück 5 € Aufpreis pro Person); Parkplatz-Gebühr 5 € pro Tag.
  • 6 Merseburger Rabe, Ottoweg 19, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 525425, Fax: (0)3461 525427, E-Mail: . Restaurant mit gemütlichem Biergarten vorhanden. Geöffnet: Restaurant: täglich 11.00 – 14.30 Uhr + ab 17.00 Uhr. Preis: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Aufpreis für Frühstück 5 € pro Person.
  • 7 Skyhotel Merseburg, Thüringer Weg 28, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 342620, Fax: (0)3461 34262222, E-Mail: . Geöffnet: Frühstück täglich 6.00 – 10.00 Uhr, am Wochenende 7.00 – 11.00 Uhr. Preis: EZ ab 44 €, DZ ab 54 €, Suite ab 89 €.
  • 8 Hotel Restaurant Am Stadtstadion, Hohndorfer Weg 10, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 212060, Fax: (0)3461 212245, E-Mail: . Das Restaurant bietet regionale Spezialitäten und eine gutbürgerliche Küche. Geöffnet: Restaurant: Mo ist Ruhetag, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi – Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr. Preis: EZ ab 50 €, DZ ab 70 € (inkl. Frühstücksbuffet).

Gehoben[Bearbeiten]

  • 9 Radisson Blu Hotel, Oberaltenburg 4, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 45200, Fax: (0)3461 452100, E-Mail: . Vier-Sterne-Hotel (133 Zi.) in einem originalen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert (sowie einem modernen Anbau) mitten in der Altstadt, direkt neben dem Schlossgarten und Ständehaus. Im Restaurant gibt es lokale und internationale Küche. Geöffnet: Restaurant "Belle Époque": täglich 6.00 – 23.00 Uhr. Preis: DZ ab 76 €.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 3 Touristeninformationszentrum, Burgstraße 5, 06217 Merseburg. Tel.: (0)3461 19433.

Ausflüge[Bearbeiten]

Geiseltalsee
  • Geiseltalsee (Frankleben am Ostufer des Sees liegt 9 km südwestlich von Merseburg am Salzstraßen-Radweg, 7 Minuten mit dem Zug) - Der aus einem Braunkohletagebau hervorgegangene Geiseltalsee ist mit knapp 19 km2 der größte künstliche See Deutschlands.
  • Bad Lauchstädt (11 km westlich) - Goethe-Theater und Kuranlagen.
  • Bad Dürrenberg (12 km südöstlich am Saaleradweg, 25 Minuten mit der Straßenbahn) - größtes zusammenhängendes Gradierwerk Europas, Kurpark.
  • Halle (16 km nördlich, B 91 oder Saaleradweg, 12 Minuten mit dem Zug) - die bevölkerungsreichste Stadt Sachsen-Anhalts mit gut erhaltener Altstadt, Händelstadt.
  • Weißenfels (19 km südlich, B 91 oder Saaleradweg, 15 Minuten mit dem Zug) - Stadt am Eingang zur Saale-Unstrut-Region; barockes Schloss Neu-Augustusburg mit Schuh- und Stadtmuseum
  • Lützen (20 km südöstlich, B 181 und L 184) - der schwedische König Gustav II. Adolf fiel im Dreißigjährigen Krieg in der Schlacht um Lützen. Bei Großgörschen, 6 km südöstlich von Lützen, fand im Mai 1813 die erste Schlacht der Befreiungskriege gegen Napoleon statt. Der OT Röcken ist Geburtsort Friedrich Nietzsches.
  • Markranstädt (22 km südöstlich, B 181 und B 186) - der Kulkwitzer See (Wassersport) trennt diese Stadt von Leipzig-Grünau; das Altranstädter Schloss war 1706-1707 politisches Zentrum von Nordeuropa.
  • Leipzig (30 km östlich, B 181) - bevölkerungsreichste Stadt Sachsens, Musik- und Messestadt.
  • Naumburg (31 km südlich, B 91 und B 176 oder Saaleradweg, 20–25 Minuten mit dem Zug) - Zentrum des Weinbaugebiets Saale-Unstrut, spätromanischer Dom.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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