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Leipziger Auwald

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Der Leipziger Auwald (manchmal auch Leipziger Auenwald genannt) ist ein zweigeteiltes Landschaftsschutzgebiet in der Leipziger Tieflandsbucht mit einer Fläche von 5.900 Hektar. Davon bilden 1163 Hektar den Leipziger Stadtwald. Der Leipziger Auwald ist der größte in einer Stadt gelegene Auenwald Europas und einer der größten Auenwälder in Mitteleuropa überhaupt.

Johannapark in Leipzig

Hintergrund[Bearbeiten]

Teiche der Paußnitz im südlichen Auwald

Der Leipziger Auwald gehört zu den größten Auenwaldbeständen Mitteleuropas. Er befindet sich im Überflutungsgebiet von Pleiße, Weißer Elster, Luppe und Parthe. Folgende Gebiete sind davon umfasst:

  • Zum nördlichen Auwald gehören der Hintere Forst, die Gundorfer Lachen, die Burgaue, das Leutzscher Holz und Rosental.
  • Zum südlichen Auwald gehören das Küchenholz, das Connewitzer Holz (mit Wildpark), die Nonne, die Lauer und der Zschochersche Winkel.

Zwischen diesen beiden Abschnitten, am Westrand der Leipziger Innenstadt, ist der Auwald zu Parks umgestaltet worden: Clara-Zetkin-Park, Johannapark, Palmengarten, Klingerhain, Richard-Wagner-Hain.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Weg im Auwald während der Bärlauchblüte

Der Baumbestand unterlag in den letzten 150 Jahren starken Schwankungen. Heutzutage finden sich zumeist Esche, Eiche und Ahorn, aber auch Linde, Schwarzerle und Traubenkirsche. Der Altbestand an Ulmen und Schwarz-Pappeln ist fast verschwunden.

Zum weiteren Bestand gehören verschiedene Sträucher und Kräuter. Im Frühjahr fällt vor allem der allgegenwärtige Bärlauch auf, der seinen durchdringenden Duft verströmt. Wer die Blätter pflücken und zubereiten will, sollte das vor der Blüte tun und unbedingt eine Verwechslung mit den giftigen Maiglöckchen vermeiden. Innerhalb der strengen Naturschutzgebiete (durch Schilder gekennzeichnet) dürfen überhaupt keine Pflanzen gepflückt werden.

Weiterhin verfügt der Auwald über einen großen Artenreichtum an Säugetieren, Vögeln, Lurchen und Kriechtieren, Weichtiere, Fische und Insekten.

1991 wurde das Leipziger Auwaldprojekt durch Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung begründet.

Klima[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Leipziger Auwald

Die verschiedenen Abschnitte des Auwalds sind mit den Linien des Leipziger öffentlichen Nahverkehrs erreichbar, z. B. Straßenbahn Linie 11 bis "Lützschena" für den Schlosspark Lützschena; Linie 7 bis "Südstraße" für die Burgaue; Buslinie 80 bis "Auensee"; Straßenbahn Linie 4 bis "Am Mückenschlösschen" oder "Stallbaumstraße" für das Rosental; Linie 1 oder 2 bis "Klingerstraße" oder "Holbeinstraße" oder Buslinie 60 bis "Nonnenweg" für die Nonne; dieselben Linien bis "Rödelstraße" für das Küchenholz; Buslinie 70 oder 107 "Wildpark"; Straßenbahn Linie 9 bis "Koburger Brücke" oder "Wildpark" für das Connewitzer Holz; Buslinie 65 bis "Lauerscher Weg" für die Lauer.

Sehr gut lässt sich der Auwald auch mit dem Fahrrad erreichen (und erkunden), zum Beispiel auf dem Elster-Radweg oder der Radroute von der Leipziger Innenstadt durch den Wildpark zum Cospudener See. Beide führen jeweils mitten durch verschiedene Abschnitte des Auwalds. Auch der Innere Grüne Ring führt an mehreren Stellen durch den Auwald.

Mobilität[Bearbeiten]

Am besten kommt man mit dem Fahrrad oder zu Fuß durch den Auwald. Dabei führt insbesondere der Elster-Radweg längs durch den gesamten Auwald. Daneben ist in bestimmten Abschnitten auch Reiten möglich. Reiterhöfe gibt es z. B. am Rande der Burgaue im Leipziger Westen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Fahrt mit dem Kanu oder Kajak auf den Flüssen im Auwald (siehe unter #Aktivitäten).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weiße Brücke zum Schlosspark Lützschena

Schlosspark Lützschena[Bearbeiten]

Der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Schlosspark Lützschena ist ein großzügiger (19 Hektar) Landschaftspark am Nordwestrand von Leipzig. Er erstreckt sich zwischen der Weißen Elster und der Neuen Luppe und wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von dem Gutzsbesitzer und Kunstsammler Maximilian Speck von Sternburg gestaltet. Es gibt hier z. B. einen nachgebildeten griechischen Tempel, verschiedene Statuen, Kapellen und die Familiengruft der Sternburgs. Im Park befindet sich die Auwaldstation, die über die Artenvielfalt im Leipziger Auwald informiert.

Rosental[Bearbeiten]

Blick vom Aussichtsturm Rosentalhügel nach Westen

Das Rosental ist ein schönes, parkartiges Naherholungsgebiet, das im Nordteil des Leipziger Auwaldes liegt. Der 15 m hohe 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Aussichtsturm Rosental steht auf dem „Scherbelberg“ (offiziell Rosentalhügel) einem künstlichem 20 m hohen Hügel, der Ende des 19. Jahrhunderts als Schutthalde angelegt wurde, inzwischen aber wie ein natürlicher Hügel wirkt. Etwas schwindelfrei muss man für die Besteigung der luftigen Stahlkonstruktion schon sein. Dafür wird man auf der dreieckigen Aussichtsplattform mit einem schönen Rundblick belohnt: Im nahen Nordosten ist über den Schrebergärten der Stadtteil Gohlis zu erkennen. Im Südwesten ist über dem Kronenmeer des Auwalds die Silhouette der etwa 3 km entfernten Leipziger City zu sehen. Ganzjährig frei zugänglich. Der Scherbelberg ist im Winter eine beliebte Rodelpiste.

250 Meter südlich vom „Scherbelberg“ steht der mit 600 Jahren älteste und dickste Baum des Auwalds. Etwa 300 Meter nördlich des Aussichtsturms befindet sich der Rosentalteich – im Volksmund „Froschteich“. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe gibt es einen öffentlichen Grillplatz.

Große Rosentalwiese

Der östliche, innenstadtnähere Teil des Rosentals (zwischen Zoo, Waldstraßenviertel und dem Südrand von Gohlis) ist als Park gestaltet. In seinem Zentrum befindet sich die große 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Rosentalwiese. Leipziger kommen hierher zum Spazieren und Joggen, im Sommer zum Sonnen und Grillen und im Herbst zum Drachensteigen. Im Juli jeden Jahres finden hier unter dem Titel Klassik airleben Massenkonzerte des Gewandhausorchesters unter freiem Himmel statt. Eine Besonderheit ist das sogenannte 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Zooschaufenster: Besucher der öffentlichen Rosentalwiese, die sich auf der Rückseite des Zoos befindet, haben die Möglichkeit, kostenfrei in den Zoo – genauer gesagt die „Afrikasavanne“ – hineinzuspähen und (wenn sie gerade im Freigehege sind) Tiere wie Zebras, Giraffen und Antilopen zu sehen.

Informationen der Stadt Leipzig zum Naherholungsgebiet Rosental findet man hier.

Wildpark[Bearbeiten]

Mufflons im Wildpark

Der 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Wildpark ist ein von Wald umgebener Tiergarten im Connewitzer Holz, in dem vorwiegend einheimische Arten (Rehe, Wildschweine, Rothirsche, Wisente, Luchse, Elche) in einer vergleichsweise naturnahen Umgebung gehalten werden. Der Wildpark als solcher ist ganzjährig frei zugänglich. Lediglich der Erlebnispfad kostet 2 € Eintritt. Hunde sind – außer auf dem Erlebnispfad und in der Haustierfarm – erlaubt. Geöffnet November–Mitte März 9–17 Uhr; Mitte März–Oktober 9–19 Uhr.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Parkeisenbahn Auensee
  • In erster Linie natürlich Spazieren und Radfahren
  • Die 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Parkeisenbahn Auensee ist ein Überbleibsel des einstigen Lunaparks, der von 1913 bis 1932 der größte Vergnügungspark des Deutschen Reichs war und für den auch der künstliche Auensee angelegt wurde. Der Vergnügungspark mit seinen Fahrgeschäften, Hippodrom, Buden und Ausflugslokal ging im Zuge der Weltwirtschaftskrise bankrott. Geblieben ist – abgesehen vom See natürlich – die Liliputbahn, die während der DDR-Zeit als Pioniereisenbahn betrieben wurde. Heute ist sie als e.V. organisiert, wird aber immer noch unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen betrieben. Das Haus Auensee – einst Hauptrestaurant und Tanzlokal des Lunaparks – dient heute als Konzerthalle für Popkonzerte.
  • Bootsfahrten: Mitten durch den südlichen Auwald fließen die Pleiße und der Floßgraben, die zu den schönsten Paddelstrecken in Leipzig gehören. Der mäandernde Floßgraben führt durch einen besonders naturbelassenen Teil des Connewitzer Holzes. Er wurde erst 2004 wieder vom Schlamm befreit und damit befahrbar gemacht. Zum Schutz der Eisvögel darf er nur mit muskelkraftbetriebenen Booten und nur in den Phasen 11–13, 15–18 und 20–22 Uhr befahren werden, was auch streng kontrolliert wird. Auf der Pleiße sind hingegen auch Fahrten mit einem Elektroboot möglich. Im bzw. nahe am Auwald gelegene Bootsvermieter und Tourenanbieter sind 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Bootsverleih am Leipziger Eck (an der Pleiße, im Connewitzer Holz), 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Bootsverleih am Wildpark (an der Pleiße, im Connewitzer Holz; bieter auch Rundfahrten mit Elektromotorboot an) und 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Bootsverleih Herold (an der Weißen Elster, in der Nähe des Küchenholzes). Ein 2er-Kajak oder -Canadier kostet in der Regel um die 7 € pro Stunde.
  • Reiten: Am Rande des Auwalds befinden sich die 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Reitanlage Böhlitz-Ehrenberg (Tram 7 „Südstraße“) und der 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Reiterhof Lukas in Leutzsch (Bus 67 „Mathiesenstr.“)
  • Baden im 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Waldsee Lauer – wesentlich ruhiger und entspannter als der „gehypte“ nahegelegene Nordstrand des Cospudener Sees, dafür ist der Strand hier nicht ganz so schön und das Ufer teilweise mit Schilf und anderen Pflanzen bestanden. In der Regel findet man aber doch eine geeignete Liege- und Badestelle. Die Frage Textil oder FKK interessiert hier niemanden. Einige Besucher bringen auch ihre Hunde mit.

Essen und Trinken[Bearbeiten]

Biergarten des Glashauses im Clarapark
  • Kurhaus Bienitz
  • Kreta in Burghausen
  • Goldener Hirsch in Dölzig
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Schlosskrug Gundorf („Die Entenbraterei“)
  • 2 Domholzschänke, Domholz 1, 04435 Schkeuditz. Tel.: +49 (0)34205 - 41061, Fax: +49 (0)34205 - 41062, E-Mail: . In den Sommermonaten April bis Oktober ist die Schänke täglich außer montags bis 22 Uhr, in den restlichen Monaten täglich außer montags und dienstags bis 18 Uhr, wochentags ab 11 und an den Wochenenden ab 10 Uhr geöffnet. Neben dem Gastraum stehen das Kamin-, das Jagdzimmer und der Biergarten zur Verfügung. Die Schänke besteht seit 1928 und wurde 2006 nach einem Brand neu aufgebaut.
  • 3 Glashaus im Clarapark. Stärke dieses Ausflugslokals ist vor allem die Lage mitten im Clara-Zetkin-Park. Die Speisen sind nicht herrausragend und der Service tagesformabhängig (bei Hochbetrieb muss man längere Wartezeiten einplanen). Im Sommer für ein Getränk im Biergarten aber uneingeschränkt zu empfehlen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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