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Leipzig/Mitte

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Der Bezirk Mitte ist der historisch interessanteste Teil und das Herz dieser Stadt. Hier finden sich die meisten Sehenswürdigkeiten sowie Einkaufsmöglichkeiten. Auch zum abendlichen Weggehen gibt es hier zahlreiche Angebote. Über die vom Innenstadtring eingerahmte historische Altstadt hinaus behandelt dieser Reiseführer auch die im 19. Jahrhundert hinzugekommen zentrumnahen Stadtteile des Bezirks Mitte (einschließlich Waldstraßen-, Musik-, Bach-, Seeburg- und Graphisches Viertel).

Neues Rathaus am Südwestrand des Ortsteils Zentrum

Anreise[Bearbeiten]

Der 51.344612.3809911 Hauptbahnhof mit Zugverbindungen aus allen Richtungen liegt am nördlichen Rand der Innenstadt. Der Bahnhofsvorplatz ist auch Knotenpunkt fast aller Straßenbahn- (alle bis auf Linie 2) und mehrerer Buslinien (u. a. 72/73 aus dem Leipziger Osten und 89 aus der Südvorstadt).

Der City-Tunnel für die S-Bahn durchquert das Gebiet in Nord-Süd-Richtung mit den Stationen Hauptbahnhof (tief), 51.340062812.37477362 Markt, 51.336151912.37522963 Wilhelm-Leuschner-Platz und 51.32903612.3817744 Bayerischer Bahnhof. Damit ist aus dem Umland die umsteigefreie Anbindung der Innenstadt gegeben.

Direkt durch den Stadtkern fährt zudem die Buslinie 89, auf der wendige Midibusse (kleiner als normale Stadtbusse, aber größer als Minibusse) eingesetzt werden. Sie fährt vom Hauptbahnhof über Reichsstraße, Markt, Thomaskirche und Neues Rathaus, dann durch das Musikviertel und die Südvorstadt zum Connewitzer Kreuz. Die Fußgängerzonen der Innenstadt darf der Bus zwar benutzen, kommt hier aber oft nur im Schritttempo voran, da die Einkaufsbummler ihm nur unwillig Platz machen.

In der Innenstadt und den zentrumsnahen Stadtbezirken ist Parkraum chronisch knapp. Größere Einkaufszentren wie Höfe am Brühl, Petersbogen und Promenaden/Hauptbahnhof (51.34651312.3799615 Parkhaus West: Tageshöchstsatz 3 €) verfügen über Parkhäuser bzw. Tiefgaragen, eine weitere große Tiefgarage befindet sich unter dem Augustusplatz; günstig ist außerdem das 51.33793512.3699246 Parkhaus Martin-Luther-Ring (Zufahrt von der Otto-Schill-Straße) in der Nähe des Neuen Rathauses (Tageshöchstsatz 5 €). Überlegenswert ist, sich den Stress einer Fahrt in die eigentlich nicht für Autos gemachte Innenstadt zu sparen und den Wagen auf einem der Park & Ride-Plätze oder an der Unterkunft stehen zu lassen.

Radfahrer müssen beachten, dass die wichtigsten Einkaufsstraßen (Grimmaische, Peters- und Hainstraße) sowie kleinere Gassen in der Innenstadt tagsüber reine Fußgängerzonen, also auch für den Fahrradverkehr gesperrt sind. Erst ab 20 Uhr, wenn die Geschäfte geschlossen sind, sind sie für Radler freigegeben. Man kann die Innenstadt aber auf Parallelstraßen – etwa Reichsstraße und Neumarkt – durchqueren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Säulen und Deckengewölbe der Nikolaikirche
Thomaskirche
  • 51.340344312.37824441 Nikolaikirche, Nikolaikirchhof 3. Die ursprünglich romanische Nikolaikirche stammt von 1165 und ist damit eine der ältesten Kirchen in Leipzig. Sie wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Hier predigte unter anderem Martin Luther. Der Innenraum wurde im späten 18. Jahrhundert im klassizistischen Stil komplett umgestaltet und erhielt seine charakteristischen palmenförmigen Säulen und Deckengewölbe. Die Nikolaikirche war mit ihren Friedensgebeten einer der wichtigsten Ausgangspunkte der Friedlichen Revolution im Herbst 1989. Sie war Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen, ihr Pfarrer Christian Führer war eine der prominentesten Figuren dieses Umbruchs. Als Denkmal wurde auf dem Nikolaikirchhof eine weitere Säule (wie man sie im Innenraum der Kirche findet) als „Nikolaisäule“ aufgestellt. Geöffnet: täglich 10–18 Uhr.
  • 51.339265212.37262252 Thomaskirche, Thomaskirchhof 18. Die Thomaskirche ist die zweite Hauptkirche der Leipziger Innenstadt. Ihr Ursprung kann auf das Jahr 1212 datiert werden. Auch sie wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach ergänzt und umgestaltet, ihr Bild wird heute von einem Turm im Renaissancestil geprägt. Auch in der Thomaskirche predigte der Reformator Luther. Bekannt ist die Thomaskirche aber vor allem als Wirkungsstätte des Thomanerchors, eines der bekanntesten Knabenchöre Deutschlands, und insbesondere ihres bekanntesten Kantors Johann Sebastian Bach, der die Kirchenmusik der Gemeinde von 1723 bis 1750 leitete und dabei einen Großteil seiner geistlichen Werke komponierte. Er ist auch in der Thomaskirche begraben, auf dem Kirchhof steht außerdem ein Denkmal für ihn. In der Kirche gibt es gleich zwei große Orgeln, die Sauer-Orgel (die sich eher für romantische Musik eignet) und die für die Aufführung von Barockmusik (also insbesondere der Werke Bachs) eingerichtete „Bach-Orgel“ von Gerald Woehl. In der Thomaskirche finden oft Konzerte statt, insbesondere die traditionelle Motette jeden Sonnabend um 15 Uhr. Geöffnet: täglich 9–18 Uhr.
  • 51.33066512.375883 Peterskirche, Schletterstraße 5 (Straßenbahn 10 und 11 bis „Hohe Straße“). Tel.: (0)341 2131612. Evangelisch-lutherische Pfarrkirche im südlichen Zentrum Leipzigs. Sie wurde in der Zeit von 1876 bis 1886 im neogotischen Stil erbaut und besitzt bis heute mit 88,5 Metern den höchsten Kirchturm der Stadt. Viele Leipziger nennen sie umgangssprachlich „Schletterkirche“
  • 51.33601812.3630474 Lutherkirche, Ferdinand-Lassalle-Straße 25. Die 1884–1887 erbaute neogotische Kirche aus rotem Backstein im Bachviertel, unmittelbar am Rande des Johannaparks, gehört zu den vielen historistischen Kirchen in Leipzig, gilt aber als besonders gelungen. Infolge der zurückgehenden Kirchgängerzahlen wurde sie mit der St. Thomas-Matthaei-Gemeinde fusioniert und wird nun nur noch für Sondergottesdienste, Taufen und Trauungen, Konzerte u. ä. genutzt.
  • 51.34465212.37345 Reformierte Kirche, Tröndlinring 7 (Tram „Goerdelerring“). Die direkt am Ring gelegene Kirche wurde 1896–1899 für die von Hugenottenflüchtlingen gegründete evangelisch-reformierte Gemeinde erbaut und ist im Neorenaissance-Stil gehalten. Der Entwurf der Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer wurde auf der Pariser Weltausstellung prämiert. Markant ist ihr 73 Meter hoher Turm. Während der Friedlichen Revolution filmten am 9. Oktober 1989 Journalisten von ihm aus die Montagsdemonstration auf dem Ring. Sie spielten die Bilder der westdeutschen Tagesschau zu; die Ausstrahlung – die auch von vielen DDR-Bürgern gesehen wurde – verlieh der Oppositionsbewegung weiteren Auftrieb.
  • 51.33512312.37305166 Propsteikirche St. Trinitatis, Nonnenmühlgasse 2 (am Wilhelm-Leuschner-Platz, gegenüber Neues Rathaus). Im Jahr 2015 eingeweiht, ist sie die neue katholische Hauptkirche der Stadt. Der Bau wurde von Architekturbüro Schulz und Schulz entworfen und verwendet den charakteristisch roten Rochlitzer Porphyr (wie man ihn auch am Alten Rathaus und Thomaskirche findet). Er ist einer der wenigen Kirchenneubauten des 21. Jahrhunderts in Deutschland. Glück übrigens für die katholische Kirche, dass das Grundstück noch Anbindung an die rückwärtige Nonnenmühlgasse hatte - sonst wäre die Postanschrift Dr.-Martin-Luther-Ring gewesen. Geöffnet: täglich 9–18 Uhr.

Bauwerke[Bearbeiten]

Altes Rathaus

Altstadt[Bearbeiten]

  • Das 51.340404612.37536917 Alte Rathaus wurde 1556 im Renaissancestil erbaut. Es liegt am hübschen Marktplatz der Innenstadt und ist ein guter Orientierungspunkt. Das Gebäude wurde von Hieronymus Lotter auf den Grundmauern zweier Patrizierhäuser errichtet. Es ist 90 Meter lang und mit einem Bogengang (1906/09), sechs Giebeln sowie einem Turm versehen. Im 18. Jahrhundert wurde der Turm vergrößert und mit einer Barockhaube versehen. Bis 1904 residierte im Alten Rathaus die Stadtverwaltung, danach zog das Stadtgeschichtliche Museum ein. Am beeindruckendsten sind der große Festsaal mit Renaissanceeinrichtung (offene Kamine), die Ratsstube, das Mendelssohn-Zimmer, das Landschaftszimmer des Spätbarock, die Rüstkammer, Kramerraum und Schatzkammer (steiles und schmales Treppenhaus!).
  • 51.340645912.37573398 Alte Handelsbörse (umgangssprachlich Naschmarktbörse), Naschmarkt 1. Eines der wichtigsten erhaltenen Barockbauwerke in Leipzig; wurde früher für Treffen und Verhandlungen von Kaufleuten genutzt, heute Veranstaltungsort
  • 51.342921212.37478979 Romanushaus, Katharinenstraße 23 (Ecke Brühl). Prächtiges barockes Stadtpalais, das 1701 bis 1704 für den reichen Kaufmann und damaligen Bürgermeister Franz Conrad Romanus errichtet wurde.
  • Das 51.336389812.372515210 Neue Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6. wurde von 1899 bis 1905 an der Stelle der früheren Pleißenburg (dem Hauptteil der ehemaligen Stadtbefestigung) errichtet. Sie folgt dem damals üblichen historistischen Stil und ist mit etwa 600 Räumen auf einer Grundfläche von 10.000 m² das größte Rathausgebäude Deutschlands und einer der größten kommunalen Verwaltungsbauten der Welt. Auch der Rathausturm ist mit 114,7 Metern der höchste Deutschlands sowie ein prägendes Element in der Stadtsilhouette von Leipzig. Die Verbindung zum benachbarten Stadthaus (Standesamt) bildet ein zweigeschossiges Brückengebäude, der sogenannten „Beamtenlaufbahn“, unter dem die Lotterstraße hindurchführt. Interessant ist die – nachts blau erleuchtete – Rathausuhr. Sie ist vom lateinischen Schriftzug Mors certa, hora incerta („Der Tod ist sicher, nur die Stunde ist ungewiss“) eingerahmt, der vom Volksmund aber scherzhaft als „Todsicher: Die Uhr geht falsch“ übersetzt wird. Vor dem Neuen Rathaus befindet sich ein Denkmal für den ehemaligen Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler, der Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete.

Augustusplatz[Bearbeiten]

Augustusplatz am Abend: Neues Gewandhaus, Mendebrunnen und City-Hochhaus
Neues Augustinum und Paulinum

Der etwa 40.000 m² große Augustusplatz (benannt nach König Friedrich August I. – und nicht wie oft vermutet August dem Starken – zu DDR-Zeiten Karl-Marx-Platz) ist einer der größten Stadtplätze Deutschlands. An ihm befinden sich mehrere wichtige öffentliche Gebäude. Auf dem Platz selbst befindet sich der 51.338487812.38077111 Mendebrunnen – das einzige erhaltene Element des ursprünglichen Platzensembles und prächtigste Brunnenanlage der Stadt.

  • 51.338062112.380320412 Neues Gewandhaus, Augustusplatz 8. Konzerthalle des international bekannten Gewandhausorchesters. Es wurde auf Drängen des damaligen Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur von 1977 bis 1981 nach einem Entwurf des Architekten Rudolf Skoda errichtet und war der einzige reine Konzerthaus-Neubau der DDR-Zeit. Anders als die meisten Neubauten dieser Zeit hat es eine ganz eigene Formensprache und verwendet hochwertige Baumaterialien. Im Foyer befindet sich ein 714 m² großes Deckengemälde des Künstlers Sighard Gille. Im Großen Saal gibt es eine Orgel der Firma Schuke mit 91 Registern und 6.638 Pfeifen.
  • 51.338038712.379000813 City-Hochhaus (umgangssprachlich „Uniriese“ oder „Weisheitszahn“), Augustusplatz 9. Mit 142 Metern und 29 Geschossen das höchste Gebäude von Leipzig und prägendes Element der Skyline. Es wurde 1968 bis 1972 für die damalige Karl-Marx-Universität errichtet, heute beherbergt es unter anderem Büros des Mitteldeutschen Rundfunks. Die Form soll an ein aufgeschlagenes Buch erinnern, ähnelt aber auch einem Zahn, daher sein Spitzname. Oben gibt es eine Aussichtsplattform und ein Restaurant (Panorama Tower).
  • 51.338926812.379456814 Neues Augusteum und Paulinum, Augustusplatz 10. Neues Hauptgebäude der Universität Leipzig mit Rektorat und Auditorium Maximum. Das Paulinum erfüllt eine Doppelfunktion, es ist zugleich Aula und Universitätskirche, also sowohl säkularer als auch sakraler Ort. An dieser Stelle stand ab dem 13. Jahrhundert die Klosterkirche, später Universitätskirche St. Pauli sowie ab 1831–36 das prachtvolle alte Augusteum als Hauptgebäude der Universität. Obwohl diese im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt blieben, wurden sie 1968 gesprengt, um Platz für ein neues Universitätsgebäude zu schaffen. Nach der Wende von 1989/90 gab es eine intensive Debatte, ob die Paulinerkirche originalgetreu wiederaufgebaut werden sollte (etwa wie die Frauenkirche in Dresden). Der heutige, von Erick van Egeraat entworfene und 2007 bis 2012 errichtete Bau ist gewissermaßen ein Kompromiss: Er ist klar als Neubau zu erkennen, nimmt aber mit seiner Form, dem stilisierten gotischen Spitzfenster und Rosette deutlichen Bezug auf die Fassade der früheren Paulinerkirche. Die Rosette ist bewusst etwas versetzt, um an den Einsturz des 1968 vernichteten Gotteshauses zu erinnern. Die vor der Sprengung aus der Paulinerkirche geborgenen Epitaphien und der Altar wurden in den neuen Andachtsraum integriert.
  • 51.339932112.379891315 Krochhochhaus, Goethestraße 2. 1927/28 für die Privatbank Kroch errichtet, war der 12-geschossige Stahlbetonbau das erste Hochhaus der Stadt. Auf dem Dach befindet sich ein Schlagwerk mit drei Glocken und zwei überlebensgroßen Glockenmännern, die – von einer Mechanik bewegt – zur vollen Stunde die Glockenhämmer schwingen. Darunter befindet sich eine Anzeige der Mondphasen und der lateinische Schriftzug Omina Vincit Labor („Alles besiegt die Arbeit“). Seit 2009/10 beherbergt das Gebäude das Ägyptologische Institut der Universität und das Ägyptische Museum. Durch das Gebäude führt die Theaterpassage, ein Verbindungsgang vom Augustusplatz zum Nikolaikirchhof.
  • 51.340126512.381291416 Opernhaus, Augustusplatz 12. Der repräsentative Sandsteinbau aus den 1950er-Jahren im neoklassizistischen Stil gilt als einer der schönsten Bauten seiner Zeit in Ostdeutschland. Besonders eindrucksvoll ist auch das festliche Foyer mit seinen charakteristischen Kronleuchtern. Detaillierte Beschreibung im Wikipedia-Artikel. Das Theatergebäude dient als Spielstätte der beiden Sparten Oper und Ballett der Oper Leipzig. Vor dem Opernhaus befindet sich ein Wasserbecken mit Fontäne, dahinter ein kleiner Park mit dem Schwanenteich.
  • Das 51.337489112.381570317 Europahaus, Augustusplatz 7, aus den Jahren 1928/29 mit 13 Geschossen ist das zweitälteste Hochhaus der Stadt und gewissermaßen das Gegenstück zum schräg gegenüber stehenden Krochhochhaus. Es grenzt auf der einen Seite an das Radisson Blue Hotel, auf der anderen an die in den 1950er-Jahren errichtete, mit Travertin verkleidete Ringbebauung aus den 1950er-Jahren. Diese folgt dem protzigen Stil des „Sozialistischen Klassizismus“, wie er für die Stalin-Zeit typisch war und den man auch in vielen anderen Großstädten des damaligen Ostblocks findet. Davor steht der bereits 1906 eingweihte (im Zuge der Neubauten versetzte) Mägdebrunnen, der auf die Brunnenszene in Goethes Faust Bezug nimmt.

Außerhalb des Innenstadtrings[Bearbeiten]

Portikus des Bayerischen Bahnhofs
  • Der Hauptbahnhof ist nicht nur ein Ort zum Ankommen und Abfahren, sondern bereits eine Sehenswürdigkeit für sich. 1909 bis 1915 an der Stelle kleinerer Bahnhöfe der unterschiedlichen Regionalbahngesellschaften errichtet, ist er mit 21 Gleisen und 83.640 Quadratmetern der größte Kopfbahnhof Europas (aufgrund der zwei Tiefbahnhofsgleise, die in den City-Tunnel führen trifft die Einordnung als Kopfbahnhof nicht mehr ganz zu). Es gibt zwei gewaltige Empfangshallen, die auf die damalige Trennung in einen Teil für die Sächsische (Osthalle) und einen für die Preußische Staatseisenbahn (Westhalle) zurückzuführen sind. Die prächtige Sandsteinfassade des Empfangsgebäudes ist eines der Wahrzeichen der Stadt. In den 1990er-Jahren wurde der Bahnhof saniert, wobei er teilweise zu einem dreigeschossigen Einkaufszentrum („Promenaden Hauptbahnhof“) umgestaltet wurde. Mit dem Argument, Reisebedarf anzubieten, dürfen viele Geschäfte hier auch Sonntags öffnen.
  • Der 51.32960912.38147918 Bayerische Bahnhof, Bayrischer Platz 1, ist wesentlich kleiner, aber nicht weniger sehenswert. Er wurde in den 1840er-Jahren, also in der frühesten Phase der deutschen Eisenbahngeschichte, für die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn-Compagnie errichtet, deren Züge der Strecke Leipzig–Hof hier abfuhren. Er war ebenfalls ein Kopfbahnhof. Der historistisch gestaltete Portikus mit seinen recht filigranen Torbögen ist ein echtes Schmuckstück. Seit 2001 wird er nicht mehr als Bahnhof genutzt, die ehemalige Schalterhalle beherbergt nun eine Gastwirtschaft mit Gosen-Brauerei. Seit der Einweihung des City-Tunnels halten auch wieder Züge am Bayerischen Bahnhof, allerdings nur unterirdisch.
Reichsgerichtsgebäude bei Nacht
Treppenhaus der Bibliotheca Albertina
  • 51.333189112.370122719 Reichsgerichtsgebäude (heute Bundesverwaltungsgericht), Simsonstraße. Gewaltiger Repräsentationsbau aus der Kaiserzeit, zweitgrößter und -wichtigster staatlicher Bau dieser Zeit nach dem Reichstagsgebäude in Berlin. Er wurde von 1888 bis 1895 für das oberste Gericht des damaligen Deutschen Reichs errichtet. Der Entwurf im historistischen Stil stammt von den Architekten Ludwig Hoffmann und Peter Dybwad und orientiert sich an Elementen der italienischen Renaissance und des französischen Barock. Der rechteckige Bau hat eine Grundfläche von 126 x 76 m. Auf der hohen Kuppel thront eine Skulptur, die allegorisch Die Wahrheit darstellt. An der Nordfassade sieht man Skulpturen berühmter Juristen der deutschen Rechtsgeschichte. Vom Innern der Kuppelhalle kann man vier Bleiglasfenster sehen, die die vier Haupthimmelsrichtungen und Großregionen des damaligen Reiches symbolisieren. Besonders prächtig sind der Große Sitzungssaal und der Festsaal. Im Reichsgericht fand unter anderem der Reichtagsbrandprozess statt. In der DDR-Zeit beherbergte das Gebäude als Museum der bildenden Künste und das Dimitroff-Museum. Seit 2002 ist es Sitz des Bundesverwaltungsgerichts. Für Besucher wurde ein Museumsraum eingerichtet, der über die Geschichte informiert. Führungen mittwochs und sonnabends, Infos bei Leipzig Details Geöffnet: Mo-Fr 8–16 Uhr.
  • 51.332388112.368239820 Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6. Hauptgebäude der Universitätsbibliothek Leipzig mit Bestand zu Geistes- und Sozialwissenschaften sowie historischem Altbestand. Der repräsentative Bau wurde von Arwed Rossbach im Neorenaissancestil entworfen und 1891 fertiggestellt. Sehenswert ist vor allem das prächtige Treppenhaus, das von verschiedenen Skulpturen geziert wird. Im Erdgeschoss gibt es zeitweise wechselnde Ausstellungen. Geöffnet: Mo-Sa 8–24 Uhr.
Stadtbibliothek (Altes Grassimuseum)
  • 51.33361112.37472221 Stadtbibliothek (Altes Grassimuseum), Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11. Das repräsentative Gebäude im historistischen Stil wurde auf Initiative des reichen Kaufmanns und Mäzens Franz Dominic Grassi 1894–97 erbaut und beherbergte zunächst die Museen für Völkerkunde und Kunstgewerbe. Der Entwurf stammt – wie bei vielen öffentlichen Gebäuden dieser Zeit – vom Stadtbaurat Hugo Licht. Seit 1991 befindet sich hier (mit Unterbrechung für eine umfassende Sanierung 2010–12) das Hauptgebäude der Leipziger Stadtbibliothek.
  • 51.33271612.36678322 Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, Grassistraße 8. Das Hauptgebäude der Leipziger Musik- und Schauspielhochschule befindet sich im Bau des ehemaligen Königlichen Konservatoriums der Musik von 1885–87. Auch dieses wurde von Hugo Licht entworfen und beeindruckt mit einer aufwändig verzierten Fassade. Gemeinsam mit dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten Neuen Concerthaus (Gewandhaus) von 1884 gab es dem Musikviertel seinen Namen. Hier finden oft Vorspiele der (fortgeschrittenen) Studenten statt, zu denen der Eintritt frei ist. Verschiedene Abteilungen befinden sich allerdings nicht im Hauptgebäude, sondern in einem weiteren großen und repräsentativen Gebäude am Dittrichring 21 (gegenüber der „Runden Ecke“).
  • 51.33340612.36783623 Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstraße 11 (hinter Reichsgerichtsgebäude und Bibliotheca Albertina). Auch das Gebäude der Leipziger Kunsthochschule – eine der ältesten Deutschlands – ist sehenswert. Es stammt von 1887–90 (damals hieß das Instutut noch Königliche Kunstakademie und Kunstgewerbeschule), der Architekt war Otto Warth. Bekanntheit hat die HGB vor allem durch die (Neue) Leipziger Schule in der Malerei erlangt. Viele der Künstler, die dieser Schule zugeordnet werden, haben an der HGB studiert oder gelehrt. Zu bestimmten Terminen gibt es Ausstellungen der aktuellen Studenten. Direkt gegenüber sitzt das Deutsche Literaturinstitut, das einige bekannte Gegenwartsautoren absolviert haben. Der Zugang zur Wächterstraße mit dem Auto ist wegen des nahegelegenen amerikanischen Konsulats eingeschränkt.
Grassimuseum
  • 51.337358412.388275924 Grassimuseum, Johannisplatz 5. Großer und repräsentativer Museumskomplex aus den 1920er-Jahren in einem Stilmix aus Art déco und Neuer Sachlichkeit, der durch mehrere begrünte Innenhöfe gegliedert ist. Auffällig ist die fast 11 Meter hohe, vergoldete expressionistische Dachbekrönung, die aufgrund ihrer Form im Volksmund „goldene Ananas“ genannt wird. Nach ihrer Sanierung in den 2000er-Jahren beherbergt die Anlage heute wieder die Museen für Angewandte Kunst (ehem. für Kunsthandwerk), für Völkerkunde und für Musikinstrumente. Besonders sehenswert sind die Art-déco-Pfeilerhalle mit imposanter Glasdecke und dekorativen Leuchten sowie die 2011 wiederhergestellten, mit abstrakten Mustern im Bauhaus-Stil bemalten Josef-Albers-Fenster im Haupttreppenhaus. Hinter dem Museumsbau schließt sich der Alte Johannisfriedhof an.
Palais Roßbach
  • Das nordwestlich der eigentlichen Innenstadt gelegene 51.345705812.360305825 Waldstraßenviertel ist eine der begehrtesten Wohnlagen von Leipzig. Es ist geprägt von einem weitgehend intakten und sanierten Bestand großbürgerlicher, mehrgeschossiger Wohnhäuser aus der Gründerzeit. Besonders sehenswerte Beispiele findet man etwa am Liviaplatz (Ecke Tschaikowskistraße) oder in der Humboldtstraße 1.
  • Ähnliche Straßenzüge mit großbürgerlichen Gründerzeit-Wohngebäuden und -Villen findet man im 51.331080912.366056426 Musikviertel und 51.33537112.358095627 Bachviertel auf beiden Seiten des Johannaparks, westlich der Innenstadt. Ein besonders prächtiges Beispiel ist das sogenannte Palais Roßbach (benannt nach seinem Erbauer Arwed Roßbach) in der Beethovenstraße 8 aus dem Jahr 1892.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • 51.33880612.37144428 Altes Bachdenkmal, Dittrichring. Vom Bach-Bewunderer und -Wiederentdecker Felix Mendelssohn Bartholdy gestiftet (der zu der Zeit Gewandhauskapellmeister in Leipzig war) und 1843 eingeweiht. Bekannter ist allerdings das große Neue Bachdenkmal von 1908 auf dem wenige Schritte entfernten Thomaskirchhof.
  • 51.33910812.3726529 Neues Bachdenkmal, Thomaskirchhof. Bestandteil fast jeden Stadtrundgangs ist die nicht zu übersehende, überlebensgroße Statue des Thomaskantors Johann Sebastian Bach auf dem Thomaskirchhof, zwischen der Kirche und dem Bachmuseum. An gleicher Stelle stand bis 1906 noch ein Denkmal für Gottfried Wilhelm Leibniz, das stattdessen auf den Paulinerhof der Universität versetzt wurde. Der 3,2 Meter hohe Sockel aus Muschelkalk wurde von Otto Wilhelm Scharenberg gestaltet, die 2,45 Meter hohe Bronzestatue ist das Werk des Bildhauers Carl Seffner. Insgesamt ließen sich die Stadt und private Spender das Projekt 50.000 Goldmark kosten. Das Bachdenkmal gehört – vor allem bei musikinteressierten Besuchern – zu den beliebtesten Fotomotiven in Leipzig.
  • 51.33907912.37850230 Leibnizdenkmal, Grimmaische Str. 14 oder Universitätsstraße 3. Die überlebensgroße Bronzestatue des Universalgelehrten wurde 1883 zunächst auf dem Thomaskirchhof aufgestellt. 1906 wurde es dann auf den Paulinerhof der Universität versetzt, um Platz für das neue Bachdenkmal zu machen. Seit 2008 steht das Denkmal nun im Innenhof des neuen Universitätscampus hinter dem Paulinum, der daher Leibnizforum genannt wird.
  • 51.33950912.37151931 Mendelssohn-Denkmal, Dittrichring/Thomaskirchhof (vor dem Westportal der Thomaskirche). Eine überlebensgroße Statue des in eine Toga gehüllten romantischen Komponisten, entworfen von dem Bildhauer Werner Stein, wurde 1892 vor dem damaligen Gewandhaus (Grassi- Ecke Beethovenstraße, nicht zu verwechseln mit dem heutigen, Neuen Gewandhaus) aufgestellt. Nach der Machtübernahme der Nazis wurde es wegen Mendelssohns jüdischer Herkunft zum Politikum. Der damalige Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler, obwohl selbst deutschnational eingestellt, setzte sich entschieden für die Erhaltung des Denkmals ein. Als er sich im November 1936 auf einer Auslandsreise befand, ließ sein Stellvertreter Rudolf Haake von der NSDAP das Denkmal in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einreißen. Die Bronzestatue wurde wahrscheinlich eingeschmolzen. Nach dem Krieg wurde eine viel kleinere Mendelssohn-Büste auf einer Kalksteinstele aufgestellt (sie ist heute am Mendelssohn-Ufer des Pleißemühlgrabens an der Mozartstraße, hinter dem Reichsgerichtsgebäude, zu sehen). Erst 2003 wurde die originalgetreue Wiedererrichtung des großen Mendelssohn-Denkmals beschlossen, das 2008 schließlich feierlich eingeweiht wurde. Es steht nun vor der Westseite der Thomaskirche, in der auch Mendelssohn einst musizierte.
Goethedenkmal vor der Alten Börse am Naschmarkt
  • 51.340387912.37570732 Goethedenkmal, am Naschmarkt. Der Dichter Johann Wolfgang Goethe studierte von 1765 bis 1768 in Leipzig Jura – ohne großes Interesse und mit sehr mäßigem Erfolg – und verliebte sich hier in die Wirtstochter Käthchen Schönkopf, die in einem der beiden Seitenmedaillons des Denkmals zu sehen ist. Er behandelte Leipzig unter anderem in der Fassritt-Szene seines Dramas Faust, die im nahegelegenen Auerbachs Keller spielt. Die überlebensgroße Bronzestatue wurde von Carl Seffner geschaffen und 1903 eingeweiht.
  • 51.33669112.37667733 Schillerdenkmal, Schillerstraße/Neumarkt. Im sogenannten Schillerpark (offiziell Lenné-Anlage genannt), der Grünanlage zwischen Schillerstraße und Roßplatz (südlicher Innenstadtring), befindet sich ein 1914 eingeweihtes 4,5 Meter hohes Denkmal aus weißem Marmor für den Dichter, der sich 1785 für einige Monate in Leipzig aufhielt. An den Sockel, auf dem Schillers Büste thront, schmiegen sich zwei nackte Figuren: der Mann soll „Erhabenheit“, sie Frau „Tragik“ symbolisieren.
Richard-Wagner-Denkmal
  • 51.34251312.37042234 Richard-Wagner-Denkmal, Goerdelerring (vor dem ehemaligen Stasi-Gebäude). Das Denkmal für den in Leipzig geborenen Komponisten wurde von Stephan Balkenhol gestaltet und 2013 anlässlich Wagners 200. Geburtstag eingeweiht. Dabei wurde ein 100 Jahre älterer von Max Klinger entworfener Sockel mit einbezogen. Das Denkmal besteht aus einer etwa lebensgroßen, farbig gefassten Bronzestatue, die den jungen Wagner zeigt; dahinter steht ein vier Meter hoher Schattenriss des Komponisten. Kritiker meinen, dass die bunte Statue wie eine Playmobil-Figur aussieht. Der 2,90 Meter hohe Sockel zeigt Gestalten aus Wagners Opern (die Rheintöchter, Mime, Siegfried und der Drache aus dem Ring des Nibelungen, Parsifal und Kundry aus Parsifal).
  • 51.34231312.38131235 Eisenbahndenkmal, Goethestraße (am Schwanenteich). Denkmal in Form eines Obelisken aus Porphyr, das an die Einweihung der Leipzig-Dresdner Eisenbahn (erste Fernverkehrslinie Deutschlands) im Jahr 1839 erinnert.
  • 51.34021712.3715536 Märchenbrunnen, Dittrichring. Der Brunnen mit Figuren von Hänsel und Gretel, der Hexe und einem Raben wurde 1906 von Josef Mágr gestaltet.
  • 51.33983512.37567637 Der Jahrhundertschritt, Grimmaische Straße 6. Die 1984 von Wolfgang Mattheuer geschaffene Bronzeskulptur wurde 1999 vor dem Zeitgeschichtlichen Forum aufgestellt. Die rechte Hand der Figur ist zum Hitlergruß erhoben, die linke Hand zur Faust geballt. Damit sollen die beiden totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts symbolisiert werden.
  • 51.34085312.37571438 Denkmal zum Volksaufstand vom 17. Juni 1953, Salzgäßchen. In Bronze gegossener und in das Pflaster des Salzgäßchens eingelassene Abdrücke von Panzerketten erinnern an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953, der von sowjetischem Militär blutig niedergeschlagen wurde.
Synagogendenkmal
  • 51.33988312.36967839 Synagogendenkmal (Mahnmal für die ermordeten Leipziger Juden), Gottschedstraße/Zentralstraße. An dieser Stelle stand ab 1854/55 die Große Gemeindesynagoge, Leipzigs wichtigstes jüdisches Gotteshaus. Sie wurde in der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört. Anschließend wurde die Ruine auf Kosten der jüdischen Gemeinde abgerissen. Tausende Leipziger jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft wurden verfolgt und ermordet. Zunächst wurde 1968 an dieser Stelle ein kleiner Gedenkstein aufgestellt. Das heutige Mahnmal zeichnet den Grundriss der zerstörten Synagoge nach, auf dem 140 leere Stühle aus Bronze stehen. Es wurde 2001 eingeweiht.
  • 51.34299612.36502840 Brückensprengungsdenkmal, Jahnallee/Thomasiusstraße (Tram 3, 4, 7, 15 „Leibnizstraße“). Nach der Niederlage Napoleons und seiner Verbündeter in der Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813 sollte nach dem Abzug der Franzosen aus Leipzig die Brücke über den Elstermühlgraben gesprengt werden, um eine Verfolgung durch die feindlichen Alliierten zu verhindern. Irrtümlich zündete der verantwortliche Korporal die Sprengladung aber vorzeitig, wodurch 20.000 Franzosen in Leipzig eingeschlossen waren und selbst an der Flucht gehindert waren. Viele ertranken bei dem Versuch, den durch starke Regenfälle angeschwollenen Fluss zu durchschwimmen, darunter auch der auf französischer Seite kämpfende polnische General Józef Fürst Poniatowski. Der von einer Kanonenkugel gekrönte monumentale Steinsockel wurde 50 Jahre nach der Schlacht aufgestellt. Knapp 300 Meter weiter, an der Ecke Elster-/Gottschedstraße befindet sich auch ein Poniatowski gewidmeter Gedenkstein, zudem sind eine Brücke und ein Uferweg nach ihm benannt.

Museen[Bearbeiten]

Museum der bildenden Künste

Leipzig besitzt eine vielfältige Museumslandschaft. Die Leipziger Museen werden in einem eigenen Artikel beschrieben.

Zu den wichtigsten Museen im Zentrum gehören das 51.342294612.375690941 Museum der bildenden Künste, das Stadtgeschichtliche Museum mit mehreren Standorten, das Grassi-Museum (umfasst drei eigenständige Museen: für angewandte Kunst, für Völkerkunde und für Musikinstrumente), die 51.334023712.365992142 Galerie für Zeitgenössische Kunst, das 51.341721612.369977843 Stasi-Museum in der „Runden Ecke“, das 51.339791412.375771444 Zeitgeschichtliche Forum (freier Eintritt!), das 51.338779312.372236345 Bach-Museum sowie das 51.34489212.37081946 Naturkundemuseum.

Musikliebhaber finden im östlichen Zentrum die ehemaligen Wohnhäuser der Musiker und Komponisten 51.33614212.38357747 Felix Mendelssohn Bartholdy sowie 51.34052912.39113548 Clara und Robert Schumann (200 bzw. 600 Meter östlich des Augustusplatzes).

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Mittelpunkt der Leipziger Innenstadt ist der 51.34040112.37473649 Markt. Er ist ungefähr 10.000 m² groß. Hier fanden im Spätmittelalter Ritterspiele statt sowie bis ins 19. Jahrhundert ein Großteil des Warenumschlags der Leipziger Messe ebenso wie die öffentlichen Hinrichtungen der Stadt. Markantestes Bauwerk am Platz ist das Alte Rathaus aus der Renaissancezeit. Auf der Nordseite stehen die Alte Waage und weitere Gebäude im Renaissancestil, die allerdings nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut werden mussten. Das Königshaus auf der Südseite wurde um 1600 erbaut, aber in der Barockzeit und Enfang des 20. Jahrhunderts deutlich umgestaltet. Man findet am Marktplatz auch moderne Architektur: Die Marktgalerie mit dem Warenhaus Breuninger und das Messehaus am Markt (Zara) wurden erst nach 2000 erbaut. Der auf dem Platz befindliche Eingang zum ehemaligen Untergrundmessehaus von 1925 dient heute als Eingang zur unterirdischen S-Bahnstation, die zum Citytunnel gehört und Bahnverbindungen aus dem Leipziger Umland direkt zum Marktplatz ermöglicht. In das Pflaster auf der Mitte des Platzes ist ein Bild des Leipziger Stadtwappens eingelassen. Dienstags und Freitags findet hier ein Wochenmarkt mit frischen Waren aus der Region statt. In der Adventszeit ist der Platz Mittelpunkt des Weihnachtsmarkts mit einer riesigen Tanne. Vom Marktplatz gehen in alle Richtungen belebte Einkaufs- und Flanierstraßen ab.

Parks[Bearbeiten]

Im Johannapark (im Hintergrund der Turm des Neuen Rathauses und das City-Hochhaus)
  • Der Altstadtkern ist von einem fast durchgängigen Promenadenring von Grünflächen umgeben, dessen Verlauf der ehemaligen Stadtbefestigung (an deren Stelle er ab dem 18. Jahrhundert entstand) und der heutigen großen Ringstraße folgt. Hierzu gehören insbesondere die 51.3367212.3790550 Lenné-Anlage – den meisten Leipzigern besser bekannt als „Schillerpark“ – zwischen Schillerstraße und Roßplatz im Süden; der Park um den 51.3418512.3818751 Schwanenteich zwischen Goethestraße und Georgiring (hinter dem Opernhaus) im Osten; der 51.34363212.37984352 Willy-Brandt-Platz gegenüber dem Hauptbahnhof im Norden und die Grünanlage entlang des 51.3403912.3716253 Dittrichrings im Westen. Entlang des gesamten Promenadenrings finden sich zahlreiche Denkmäler für bedeutende Künstler, Wissenschaftler, Pädagogen und (Kommunal-)Politiker mit Bedeutung für die Stadt.
  • Noch in Sichtweite des Neuen Rathauses findet sich an der Karl-Tauchnitz-Straße der 51.334821312.363631754 Johannapark. Er wurde ab 1858 im Auftrag und auf Kosten des schwerreichen Unternehmers Wilhelm Theodor Seyfferth von dem berühmten Gartenkünstler Peter Joseph Lenné gestaltet. Der Name erinnert an die jung verstorbene Tochter Seyfferths. Der Johannapark geht in eine der größten und bekanntesten städtischen Parkanlagen, den 51.330718912.359318755 Clara-Zetkin-Park, über. Dieser hängt außerdem mit dem 51.335732912.344791956 Palmengarten, 51.333534312.34957757 Klingerhain und 51.337529312.34957758 Richard-Wagner-Hain zusammen. Wollte man alle Wege in diesem 125 Hektar großen zusammenhängenden Parkkomplex beiderseits des Elsterbeckens ablaufen, würde man viele Stunden brauchen. Es gibt Wiesen, auf denen Leipziger und Gäste im Sommer gerne lagern, Teiche, Sportanlagen, Freilichtbühnen und Ausflugsgaststätten. Die pittoreske Brücke über den Teich im Johannapark ist ein beliebtes Fotomotiv.
  • Ein weiterer großer Landschaftsgarten ist das 51.349002812.365541559 Rosental mit waldartigen Teilen und der Großen Wiese, das sich nordwestlich der Innenstadt – zwischen Zoo, Waldstraßenviertel und dem Südrand von Gohlis – erstreckt. Leipziger kommen hierher zum Spazieren und Joggen, im Sommer zum Sonnen und Grillen und im Herbst zum Drachensteigen. Im Juli jeden Jahres finden hier unter dem Titel Klassik airleben Massenkonzerte des Gewandhausorchesters unter freiem Himmel statt.
Erdmännchen im Zoo Leipzig
  • Der 51.3484912.3707660 Zoo Leipzig ist mit 26 Hektar Fläche einer der größten und mit über 850 Tierarten einer der artenreichsten Tierparks Europas. Seit 2000 wird er stark umgestaltet und nach Themenbereichen gegliedert. Eine Hauptattraktion ist das Gondwanaland, eine Tropenhalle mit Tiergehegen und zahlreichen tropischen (aber nicht beschilderten) Pflanzen. Ab und zu sind farbenfrohe Vögel zu sehen. In einem kleinen Fluss kann man in einem der seilgezogenen Boote eine Dschungelfahrt für 1,50 € unternehmen, bei welcher jedoch nur wenig Tiere zu sehen sind.
Eine weitere Attraktion ist das in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut betriebene Pongoland für Menschenaffen. Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen und Bonobos können hier beobachtet werden.
Die fortschrittliche und artgerechte Haltung der Tiere in weitläufigen Anlagen bedeutet für die Besucher auch, Tiere nur in großer Entfernung oder gar nicht zu sehen. Im Zoo befinden sich zahlreiche Restaurants und Imbissstände mit gehobenen Preisen. Ausgewiesene Picknickbereiche sind nicht vorhanden, man kann jedoch Bänke nutzen. Der Safari-Truck bietet für nur 1,50 € eine etwa 10-minütige Safari-Simulation. Für Kinder ein großes Erlebnis ist der abenteuerlich, abwechslungs- und erlebnisreich gestaltete Bärenburg Spielplatz.
Der Zoo Leipzig ist mit der Straßenbahnlinie 12 Richtung Gohlis-Nord zu erreichen. Hunde sind nicht erlaubt.
2016: Eintritt April - Oktober: 18,50 €, ermäßigt: 15,-, Kinder 4-14 Jahre: 11,- €, Familien: 47,- €.
2015: November - 20. März: 16,- €, erm.: 13,- €, Kinder 4-14 J.: 9,- €, Familien: 40,- €
Parken im Parkhaus, Tageskarte 6,- €
  • Eine Besonderheit des Leipziger Zoos ist das sogenannte 51.351006312.364629561 Zooschaufenster. Besucher der öffentlichen Rosentalwiese, die sich auf der Rückseite des Zoos befindet, haben die Möglichkeit, in den Zoo – genauer gesagt die „Afrikasavanne“ – hineinzuspähen und (wenn sie gerade im Freigehege sind) Tiere wie Zebras, Giraffen und Antilopen zu sehen.
  • 51.336698112.390475362 Alter Johannisfriedhof (hinter dem Grassi-Museum, zwischen Prager Straße und Täubchenweg). Ältester Friedhof der Stadt, seit dem Jahr 1278 nachweisbar. Hier finden sich die Grabmale zahlreicher prominenter Leipziger aus vier Jahrhunderten. Darüber hinaus ist es auch einfach ein schöner Park.
  • 51.3290712.39251463 Botanischer Garten, Linnéstraße 1 (Bus 80 "Liebigstraße", Tram 2, 16 "Johannisallee" oder 15 "Ostplatz"). Der älteste Botanische Garten Deutschlands in Trägerschaft der Universität mit einer Fläche von 3,5 Hektar und etwa 10.000 Arten. In den Gewächshäusern gibt es tropische Pflanzen wie Orchideen, Mangroven, Kakteen – darunter die „Königin der Nacht“ –, die Riesenseerose Victoria amazonica sowie ein Schmetterlingshaus. In der Außenanlage findet man Pflanzen der gemäßigten und subpolaren Zonen sowie einen interessanten Apothekergarten mit traditionellen Küchen- und Heilpflanzen. Gegenüber liegt ein Duft- und Tastgarten (auch Blindenpark genannt), dessen Stationen vor allem für Sehbehinderte, aber durchaus auch für Sehende reizvoll (im Wortsinne!) sind, die hier alle fünf Sinne schulen können. Geöffnet: Gewächshäuser April-September Di-Fr 13–18 Uhr, Sa-So, feiertags 10–18 Uhr; März u. Oktober Di-Fr 13–16 Uhr, Sa-So, feiertags 10–16 Uhr; November-Februar geschlossen; Freigelände ganzjährig täglich geöffnet. Preis: Eintritt Gewächshäuser, Schmetterlingshaus für Vollzahler 4 €; Außenanlagen frei.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Red Bull Arena
  • 51.346007312.34933021 Red Bull Arena (ehemals Zentralstadion), Am Sportforum 3 (westlich von Innenstadt und Waldstraßenviertel. Tram 4 bis „Feuerbachstraße/Sportforum“). Das einstige „Stadion der Hunderttausend“, das für zahlreiche Länderspiele der DDR sowie Massenveranstaltungen im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportfestes diente, wurde zwischen 2000 und 2004 durch eine wesentlich kleinere reine Fußballarena ersetzt (Kapazität ca. 43.000 Plätze), in dem 2006 mehrere WM-Spiele ausgetragen wurden und das seit 2009 als Heimstätte des Vereins RasenBallsport (RB) Leipzig dient. Das charakteristisch geschwungene Dach ist weithin sichtbar. Ein ungewöhnliches Element ist der vom alten Zentralstadion erhaltene Glockenturm. Das Stadion ist Kern des Leipziger Sportforums, zu dem außerdem die Arena Leipzig (Mehrzweckhalle u.a. für Leichtathletik, Handball, Volleyball und Konzerte), die Festwiese und das ehemalige Schwimmstadion sowie das Sportmuseum (das allerdings nur sporadisch öffnet) gehören. In der Nähe befindet sich auch das Gelände der ehemaligen Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK), deren Forschung die Leistungen von DDR-Sportlern optimierte (heute Sportwissenschaftliche Fakultät der Uni Leipzig)

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Auftritt des Thomanerchors

Die Innenstadt ist das kulturelle Zentrum Leipzigs, daher ballen sich hier überproportional viele Kultureinrichtungen, insbesondere die sogenannten „Leuchttürme“.

Kleinere Theater
Kabarett, Varieté

Sport[Bearbeiten]

Boote im Stadthafen

Bootstouren auf den verzweigten Wasserwegen Leipzigs kann man bereits am westlichen Rand der Innenstadt beginnen: im Stadthafen am Elstermühlgraben. Die Preise sind aber etwas höher als bei anderen Bootsvermietern, etwa am Klingerweg, der nur 2 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist (5 Minuten mit der Straßenbahn).

  • 51.33900412.36002711 Stadthafen Leipzig, Schreberstaße 20 (Tram 1, 2, 8, 14 "Westplatz"). Tel.: (0)341-59402619, Email: . Verleih von Kajaks (1er, 2er oder 3er), Kanadiern (3er oder 4er), Stand Up Paddling Boards; geführte Kanu- und Drachenboottouren. Am Stadthafen gibt es auch eine Strandbar mit Beachvolleyballfelder. Die Preise für Getränke und Snacks sind aber ebenfalls recht hoch. Preis: 2er-Kajak für 9 € (1. Stunde), 8 € (jede weitere Stunde).

Im Stadtzentrum beginnen Radwege in alle Himmelsrichtungen. Beliebt sind zum Beispiel die Strecke nach Süden durch den Wildpark zum Cospudener See, nach Westen zum Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen oder in nordwestlicher Richtung zum Auensee. Mehr dazu…

In der Red Bull Arena kann man Fußballspiele des RB Leipzig sehen; in der benachbarten Arena Leipzig die Heimspiele von SC DHfK und HCL (Handball) sowie der Uni-Riesen Leipzig (Basketball); in der Sporthalle Brüderstraße die der L.E. Volleys. Mehr dazu…

Einkaufen[Bearbeiten]

In der Mädlerpassage

Die gesamte Leipziger Innenstadt ist mit zahlreichen Einzelhandelsgeschäften und Kaufhäusern ein beliebtes Shopping-Gebiet. Die beiden wichtigsten Einkaufsstraßen sind die 51.338494512.37459661 Petersstraße und die 51.339714312.37768652 Grimmaische Straße, die südlich bzw. östlich vom Marktplatz abgehen. Die üblichen Kaufhäuser wie Karstadt (in einem sanierten, historischen Warenhaus aus dem Jahr 1914; mit einer 27 Meter hohen Fontäne, die immer zur vollen Stunde angestellt wird), Galeria Kaufhof und C&A finden sich ebenso wie Boutiquen oder Krimskramsläden.

Eine typische Besonderheit der Innenstadt von Leipzig sind die Ladenpassagen, die teilweise aus der Zeit um 1900 stammen und gewissermaßen ein Vorläufer heutiger Einkaufszentren waren. Es gibt so viele davon, dass man auch bei Regen fast durch die ganze Altstadt gehen kann, ohne nass zu werden.

Die bekannteste darunter ist die prachtvolle 51.339680812.37525113 Mädlerpassage (Eingang von Grimmaischer Straße oder Neumarkt). mit ihrem Jugendstilportal. In ihr befindet sich das aus Goethes Faust bekannte Lokal Auerbachs Keller, ein Glockenspiel aus Meißener Porzellan und kleine Läden, die vorwiegend hochpreisige Markenprodukte anbieten. Ein lokaler Brauch ist, am Fuß der Bronzeskulptur des Faust zu reiben, was Glück bringen soll.

Zu den größten Ladenpassagen gehört außerdem das ehemalige Messehaus 51.340213612.37741834 Specks Hof und Hansahaus (Eingang von Nikolaikirchhof, Grimmaischer Straße oder Reichsstraße). Ebenfalls mit Jugendstilfassade versehen, verfügt es über ca. 30 zumeist individuellen Geschäften für Mode, Schmuck, Genussmittel und Haushaltswaren. Im zweiten Lichthof sieht man bemalte Wandfliesen des Künstlers Moritz Götze im Pop-Art-Stil. An einem chinesischen Klangbrunnen im Hansahaus kann man mit etwas Geschick durch Reiben einen durchdringen Ton und kleine Wasserfontänen erzeugen (siehe Videoclip). Geöffnet: Mo-Sa 10–20 Uhr.

Einer der ältesten erhaltenen Handelshöfe ist 51.341188812.37345935 Barthels Hof (Zugang von Hainstraße oder Kleiner Fleischergasse), der im Kern aus der Zeit um 1750 stammt. Neben dem gleichnamigen Restaurant findet man hier kleine Läden für Mode, Schmuck und Kunsthandwerk.

Hinzu kommen noch seit dem Jahr 2000 eröffnete moderne Shopping-Malls, in denen man vorwiegend Filialen großer Einzelhandelsketten findet, wie der 51.337569512.37412456 Petersbogen (Eingänge von Petersstraße, Burgstraße und Schlossgasse) mit Casino und Multiplex-Kino, die 51.343507612.37481127 Höfe am Brühl (zwischen Tröndlinring/Richard-Wagner-Straße und Brühl) mit 130 Geschäften und 27.500 m² Verkaufsfläche sowie die Promenaden im Hauptbahnhof.

Dienstags und freitags von 9 bis 17 Uhr findet auf dem Markt oder Augustusplatz ein Wochenmarkt mit frischen Produkten aus der Region statt.

Küche[Bearbeiten]

Freisitze verschiedener Lokale im Barfußgässchen

Das 51.340820212.37365781 Barfußgässchen, das vom Markt abgeht, sowie die westlich des Innenstadtrings gelegene 51.340853712.36801982 Gottschedstraße sind regelrechte „Fressmeilen“, in denen sich ein Restaurant an das andere reiht. Dort kann man hingehen und sich spontan anhand der ausgewiesenen Angebote für ein Lokal entscheiden.

Günstig[Bearbeiten]

  • 51.342827412.37847513 Bagel Brothers, Nikolaistraße 42 (Ecke Brühl). Tel.: (0)341-98033-30. Schnellrestaurant für die charakteristischen Brötchen mit Loch. Man kann aus verschiedenen Bagels und einer großen Auswahl von Belägen wählen. Geöffnet: Mo-Fr 6.30–21.30, Sa 7.30–21.30, So 8.30–21.30 Uhr. Preis: Belegtes Bagel ab 3,40 €.
  • 51.341637812.36670024 Chang, Gottschedstraße 18. Tel.: (0)341-2535147. Kleines, gutes und authentisches thailändisches Restaurant. Geöffnet: Di-Fr 12–15 und 17.30–23 Uhr, Sa-So 17–23 Uhr, Mo Ruhetag. Preis: Hauptgerichte ab 6,50 (vegetarisch) bzw. 7 € (Fleisch).
  • 51.339824912.37430165 Curry Cult, Petersstraße 10 (Zwischen Markt und Thomaskirchhof). Gute Currywurst (mit/ohne Darm), Bratwurst, frische Pommes & Co. Preis: Currywurst 2,70 €.
  • 51.340123112.37032656 Sol y Mar, Gottschedstr. 4 (in Sichtweite der Thomaskirche). Tel.: +49 (0)341 9615721. Kombination aus Restaurant, Bar und Lounge. Einrichtung im ostasiatischen Stil (Bali). Empfehlenswertes Sonn- und Feiertagsbrunch. Werktags 11–15 Uhr Business Lunch: 3 Gänge für 8,30 €. Geöffnet: täglich ab 9 Uhr. Preis: Pastagerichte ab 5,90 €.

Mittel[Bearbeiten]

  • 51.328828412.38145237 Gasthaus und Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof, Bayrischer Platz 1. Tel.: (0)341-12457-60. In der ehemaligen Schalterhalle des Bayerischen Bahnhofs; sächsische und bayerische Küche, selbstgebrauter Gose und weiteren Biersorten. Geöffnet: täglich 11–24 Uhr. Preis: Hauptgerichte ab 11,50 €.
  • 51.342267812.37480048 Phố Việt Restaurant, Katharinenstraße 15 (gegenüber Museum für bildende Künste). Tel.: (0)341-99391747. Gutes vietnamesisches Restaurant auf zwei Etagen mit großer Speisenauswahl Preis: Reis- oder Nudelgerichte ab 8,50 €, Fleischgerichte ab 10,50 €.
  • 51.34079512.37320189 Zills Tunnel, Barfußgäßchen 9. Traditionsreiches Restaurant (seit 1841) mit mehreren urig eingerichteten Stuben, alt-sächsische Küche. Geöffnet: täglich 11.30–24 Uhr. Preis: Hauptgerichte ab 8,90 €.
  • Die Restaurants Max Enk und Panorama Tower sind zwar eigentlich der gehobenen Kategorie zuzuordnen, ihre werktäglichen Mittagsangebote sind aber auch für den mittleren Geldbeutel erschwinglich (siehe unten)

Gehoben[Bearbeiten]

  • 51.339560112.375551510 Auerbachs Keller, Grimmaische Str. 2-4 (in der Mädlerpassage). Tel.: (0)341-21610-0. Weltweit bekanntes Kellerlokal aufgrund der Erwähnung in Goethes Faust. Eigentlich handelt es sich um zwei Restaurants: der „Große Keller“ mit traditionell sächsischer Küche und die „Historischen Weinstuben“, deren Karte sich eher an der internationalen Haute Cuisine orientiert. Die hohen Preise sind zu einem guten Teil dem berühmten Namen geschuldet. Geöffnet: täglich ab 12 Uhr; Historische Weinstuben nur Mo-Sa ab 18 Uhr. Preis: Hauptgerichte ab 18,40 €.
  • 51.346483112.375454911 Falco Restaurant & Bar, Gerberstraße 15 (im Westin Hotel, 27. Etage). Tel.: (0)341-9882727. Europäische Haute Cuisine. Zwei Michelin-Sterne. Geöffnet: Di-Sa 19–22 Uhr. Preis: Hauptgerichte ab 60 €, 7-Gänge-Menü 188 €.
  • 51.338464312.377219812 Max Enk, Neumarkt 9 (im „Städtischen Kaufhaus“). Tel.: (0)341-99997638. Gehobenes Restaurant mit sowohl klassischen als auch ungewöhnlichen Kreationen, verwendet regionale Produkte. Im Vergleich zur Abendkarte sehr erschwinglich ist das Mittagsangebot: wöchentlich wechselndes 3-Gänge-Menü (als Hauptgang steht jeweils ein Fisch-, ein Fleisch und ein vegetarisches Gericht zur Auswahl) für 18,50 €. Man kann auch nur zwei oder einen Gang nehmen (dann 16 bzw. 12 €) Geöffnet: Mo-Fr 11–14 und 18–1, Sa 12–1, So 11.30–16 Uhr. Preis: Hauptgerichte ab 19,90 €, 4-Gänge-Menü (ohne Getränke) ab 40 €.
  • 51.338038712.379000813 Panorama Tower, Augustusplatz 9 (im City-Hochhaus, 31. Etage). Tel.: (0)341-7100590. Gehobenes Restaurant mit toller Aussicht vom obersten Stockwerk des höchsten Gebäudes der Stadt. Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis stellt das Business Lunch (nur werktags 11.30–14.30 Uhr) dar: drei Gänge (gut schaffbare Portionen) für 9,90 €! Bei den Hauptgerichten steht immer ein Fleisch-, ein Fisch- und ein vegetarisches Gericht zur Auswahl. Man kann auch nur zwei oder einen Gang nehmen (dann 8,90 bzw. 7,90 €). Geöffnet: Mo-Fr 9–21, Sa-So 10–20 Uhr. Preis: Hauptgerichte à la carte ab 18,30 €.
  • 51.338122512.380116614 Stadtpfeiffer im Gewandhaus, Augustusplatz 8. Tel.: (0)341-2178920. Klassische französische Küche. Ein Michelin-Stern. Geöffnet: Di-Sa ab 18 Uhr; Juli und August geschlossen. Preis: Hauptgerichte um 40 €, 4-Gänge-Menü 88 €.

Cafés[Bearbeiten]

Eingang zum „Coffe Baum“
Riquethaus
  • 51.340310812.377091115 amélie, in Specks Hof, Reichsstraße 4-6. Tel.: (0)341-2682406. In erster Linie ein Schokoladen- und Pralinengeschäft, es werden aber auch Kaffeespezialitäten und heiße Markenschokolade ausgeschenkt. Es gibt nur zwei sehr kleine Tische (einer im Laden selbst, einer im Lichthof der Passage). Preis: Tasse Espresso mit einer Praline nach Wahl für 2,20 €.
  • 51.34294412.35896316 La Chocolaterie, Waldstraße 12 (im Waldstraßenviertel, nahe Waldplatz). Tel.: +49 (0)341 5611268. Winziges Café und Pralinenverkauf, alles in eigener Herstellung mit viel Charme. Geöffnet: Di-Sa 11.30-19 Uhr.
  • 51.341101712.372906817 Zum Arabischen Coffe Baum, Kleine Fleischergasse 4. Tel.: (0)341-9610061. Gehört zu den ältesten Kaffeehäusern Europas: seit 1711 wird hier nachweislich Kaffee ausgeschenkt. Das barocke Gebäude ist von einem besonderen Hauszeichen geziert: Ein Orientale reicht einem Putto eine Schale Kaffee. Heute gibt es im Haus über vier Etagen ein gehobenes Restaurant und mehrere Café-Räume sowie ein Museum über die Geschichte des Kaffees in Leipzig, das zum Stadtgeschichtlichen Museum gehört (siehe Leipzig/Museen). Geöffnet: täglich 11–24 Uhr.
  • 51.339188212.373298418 Café Kandler, Thomaskirchhof 11. Tel.: (0)341-2132181. Kaffee- und Teehaus sowie Konditorei mit langer Tradition und großem Namen. Steht im Ruf, die besten Leipziger Lerchen (lokale Spezialität) zu backen. Außer dem Stammhaus am Thomaskirchhof gibt es ein weiteres Café in Specks Hof sowie am Pier 1 (Cospudener See). Geöffnet: täglich 10–20 Uhr.
  • 51.34065612.376940819 Kaffeehaus Riquet (umgangssprachlich Riquethaus oder Elefantenhaus), Schuhmachergäßchen 1 (gegenüber Specks Hof und Steigenberger Hotel, auf halbem Weg zwischen Markt und Nikolaikirche). Traditionsreiches Kaffee- und Teehaus auf zwei Etagen in einem auffälligen und sehenswerten Jugendstilgebäude, dessen Eingang von zwei plastischen Elefantenköpfen geziert wird. Große Auswahl an Kuchen und Torten (Empfehlung: Eierschecke).

Nachtleben[Bearbeiten]

Freisitze von Bars und Kneipen im Barfußgässchen
  • Im 51.340820212.37365781 Barfußgässchen, welches direkt vom Markt abgeht, finden sich Bars an Bars. Es ist Kern des sogenannten Drallewatsch, der traditionellen Haupt-Ausgehzone Leipzigs. Ein Muss – vor allem im Sommer, wenn man draußen in der Gasse sitzen kann.
  • 51.342217512.37959622 Imperii, Brühl 72 (Ecke Ritterstraße). Tel.: (0)341-96283789. Schicke Bar mit ungewöhnlichen Cocktailkreationen. Tagsüber/abends Restaurant. Es gibt auch eine Smokers Lounge. Geöffnet: Mo-Fr 12–2, Sa 16–2 Uhr, So geschlossen. Preis: Cocktails um 8,50 €.
Eingang zur Moritzbastei bei Tageslicht
  • 51.337257812.37900613 Moritzbastei, Universitätsstraße 9. War einst Teil der Stadtbefestigung. Nach einer Sanierung wurde die „mb“ 1982 zum Studentenclub umfunktioniert und ist heute Kulturzentrum mit häufigen Konzerten, Partys und anderen Veranstaltungen.
  • 51.339657312.37496144 Club L1, Markt 17 (Königshauspassage). überwiegend Elektro.
  • 51.34215912.3739075 DarkFlower. Tanzkeller für Freunde der düsteren Musik.
  • 51.33115112.3743646 Flowerpower, Riemannstraße 42. Erlebnis-Gastronomie mit Musik der 1970er und 80er Jahre. Geöffnet: täglich ab 20 Uhr.
  • 51.337361712.37533157 Nachtcafe, Petersstraße 39 (Stenzlers Hof). Hier wird vorwiegend R'n'B, Hip Hop und House gespielt.
  • 51.3402212.370198 Night Fever, Gottschedstraße 4. Tel.: (0)341-1499990. Facebook. Kleinere Diskothek mit Musik der 1970er- bis 90er-Jahre. Geöffnet: nur Fr+Sa 22–5 Uhr.
  • 51.34085712.3741329 Spizz, Markt 9 (Ecke Barfußgässchen). Tagsüber Café und Restaurant, abends Jazz- und Musikclub. Geöffnet: täglich ab 9 Uhr.
  • 51.33849612.37677410 Tonellis, Neumarkt 9 (Städtisches Kaufhaus). Livemusik Montag-Samstag ab 21 Uhr, Dienstag Guitar Night, Donnerstag Blues und wechselndes Programm.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotel Fürstenhof
Victor’s Residenz Hotel
The Westin Leipzig

Günstig[Bearbeiten]

  • 51.33182212.3716471 Absteige, Harkortstraße 21, D-04107 Leipzig. Tel.: +49 341 640 674 7, Email: . Preis: ab € 15.- pro Bett und Nacht.
  • 51.347923912.37772412 Hostel „Central Globetrotter“, Kurt-Schumacher-Straße 41. Tel.: +49 (0)341 1498960, Fax: (0)341 1498962, Email: . Liegt in einer etwas heruntergekommenen Gegend am Bahnhof (neben einem Laden für Cannabis-Zubehör), das Hostel selbst ist aber recht schön. Es gibt 4-, 6- und 8-Bett-Schlafsäle mit Gemeinschaftsbad sowie EZ und DZ entweder mit Gemeinschaftsbad oder eigener Du/WC. Preis: Bett im 8er-Schlafsaal ab 12,50 €, DZ mit eigener Du/WC ab 48 €.
  • 51.341255812.37268153 Five Elements Hostel, Kleine Fleischergasse 8. Modernes und sehr gepflegtes Hostel mitten in der Innenstadt (keine 50 m zum Arabischen Coffee-Baum und zur Kneipenmeile Barfußgässchen). Es gibt 4-, 6-, 8- und 10-Bett-Schlafsäle sowie einen 4-Bett-Schlafsaal nur für Frauen, außerdem EZ, DZ, Drei- und Vierbett-Zi. mit eigenem Bad sowie Apartments. Preis: Bett im 8er-Schlafsaal 13,50 €, DZ mit eigenem Bad 59 € (Sparpreise u.U. noch deutlich günstiger).
  • 51.344338712.36889964 Hostel „Sleepy Lion“, Jacobstraße 1. Tel.: +49 (0)341 9939480, Fax: +49 (0)341 9939482, Email: . In einem gepflegten, sanierten Altbau am Rand der unmittelbaren Innenstadt, nahe Goerdelerring und Brühl (ca. 400 m). Es gibt 4-, 6-, 8- und 10-Bett-Schlafsäle mit Gemeinschaftsbad, EZ, DZ, 3-Bett- und Familienzimmer mit eigener Du/WC sowie Apartments. Verfolgt ein „kulturell-historisches und familiäres Konzept“ und versteht sich ausdrücklich nicht als Partyhostel. Komplett rauchfrei. Preis: Bett im 10er-Schlafsaal 13,50 €, DZ mit eigener Du/WC 44 €.

Mittel[Bearbeiten]

  • Gästewohnungen Wintergarten, Wintergartenstraße 2. Tel.: +49 (0)341 24259152, Fax: +49 (0)341 24259159, Email: . Preis: Preise ab 49 €.
  • 51.328473112.37434985 Hotel Michaelis, Paul-Gruner-Straße 44. Tel.: (0)341-26780. Gehobenes Mittelklassehotel in einem klassizistischen ehemaligen Wohnhaus (65 Zi.); Lage in einer ruhigen Seitenstraße der Karl-Liebknecht-Straße (beliebte Ausgehmeile) etwas südlich der eigentlichen Innenstadt (ca. 900 m zum Neuen Rathaus und Petersstraße) Preis: DZ ab 99 €.
  • 51.340944212.37789576 Motel One Leipzig-Nikolaikirche, Nikolaistraße 23. Tel.: +49 (0)341 3374370, Fax: +49 (0)341 33743710, Email: . Modernes, zuverlässiges Kettenhotel mitten in der Innenstadt. Preis: Preise ab 79 €.
  • 51.339898612.37917787 Motel One Leipzig-Augustusplatz, Ritterstraße 4. Zweites Hotel der Kette (2014 eröffnet), ebenfalls mitten in der Innenstadt, an der Theaterpassage, die Augustusplatz und Nikolaikirchhof verbindet. Preis: DZ ab 79 €.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 51.344693812.37268158 Hotel Fürstenhof, Tröndlinring 8. Tel.: (0)341-140-0. Traditionsreiches Luxushotel in einem klassizistischen ehemaligen Patrizierpalais, Lage direkt am Innenstadtring; große Wellnesslandschaft. Preis: DZ ab 130 €, Sparpreise ab 104 € (ohne Frühstück).
  • 51.343350212.37698919 Marriott Hotel, Am Hallischen Tor 1. Tel.: (0)341-96530. Großes Nobelhotel (231 Zi.) in der unmittelbaren Innenstadt (300 m vom Hbf, 350 m zum Markt), sehr reichhaltiges Frühstückbuffet Preis: DZ ab 84 €.
  • 51.340870412.386897210 Pentahotel Leipzig, Großer Brockhaus 3. Tel.: (0)341-1292760. Modernes Großhotel (2008 eröffnet) mit 356 Zimmern, etwas östlich der Innenstadtrings, aber noch in Laufweite (400 m zum Augustusplatz). Sauna, Swimmingpool und Fitnessraum. Preis: DZ ab 89 €.
  • 51.338199512.382208711 Radisson Blue Hotel Leipzig, Augustusplatz 5-6. Tel.: (0)341-21460. Sehr günstige Lage am größten Platz der Stadt, gegenüber Gewandhaus und Oper. Preis: DZ ab 98 €.
  • 51.340676112.376243512 Steigenberger Grandhotel Handelshof, Salzgäßchen 6. Tel.: +49 (0)341 3505820, Email: . Führendes Luxushotel der Stadt, Lage mitten in der Innenstadt, zwischen Markt, Grimmaischer Straße und Bildermuseum Preis: zu bestimmten Terminen Sparpreise ab 111,20 € (ohne Frühstück).
  • 51.343541212.383791213 Victor’s Residenz Hotel, Georgiring 13. Tel.: (0)341-68660. Vier-Sterne-Hotel, direkt am Innenstadtring, unmittelbar dem Hauptbahnhof (Ostseite) gegenüber gelegen, 400 m zur Oper/Augustusplatz Preis: DZ ab 84 €.
  • 51.346409412.375369114 The Westin Leipzig, Gerberstraße 15. Tel.: (0)341-9880. Nicht mehr ganz neues, 27-geschossiges Nobelhotel in einem der höchsten Gebäude von Leipzig (1981 eröffnet im Rahmen einer Kooperation zwischen DDR und Japan); mehrere Restaurants, darunter Falco, das führende Sternerestaurant der Stadt. Preis: DZ ab 99 €.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Seit der Schließung der Hauptpost gibt es in der Leipziger Innenstadt nur noch eine kleinere 51.3430212.3737871 Postfiliale, Brühl 8. Geöffnet: Mo-Fr 9–20 Uhr, Sa 9–15 Uhr. Zudem gibt es Post-Verkaufspunkte und Paketshops in Papier- oder Tabakgeschäften, etwa im Hauptbahnhof (Eckert Presse und Buch), in der Grimmaischen Straße 30 (McPaper), Petersstraße 33-35 (Tabakbörse Dobel), Nikolaistraße 3 (Tabakwaren Dietrich).

Im November 2015 startete die Stadt Leipzig ein Programm für kostenloses W-LAN in der Innenstadt. Dafür sollen 20 öffentliche Hotspots – vor allem an LVB-Haltestellen – eingerichtet werden, die man bis zu 30 Minuten am Tag kostenfrei nutzen kann. Zudem gibt es wie in anderen Städten dutzende Cafés mit W-LAN für Gäste, aufgelistet sind sie in den Blogs Leipzig Leben (mit Google-Maps-Karte). Ein klassisches 51.3424312.37892 . Internetcafé befindet sich am Brühl 64.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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