Hainleite
| Hainleite | |
| Bundesland | Thüringen |
|---|---|
| Einwohnerzahl | |
| Höhe | 433 m |
Hainleite | |
Die Hainleite ist eine Bergkette im nördlichen Thüringen. Sie ist vor allem für die Kombination aus intakter Natur mit weitläufigen Buchenwäldern, dem markanten Possenturm (Deutschlands höchster Fachwerkturm) sowie abenteuerlichen Zielen wie dem Affenwald Straußberg und historischen Burgen bekannt.
Orte
[Bearbeiten]Orte an und auf der Hainleite sind:
- 1 Großlohra - Die romanische Basilika St. Gangolf auf dem Münchenberg ist ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst.
- 2 Dietenborn im Helbetal - Der Ort ist bekannt für seine idyllische Lage und das historische Klostergelände, das zu entspannten Spaziergängen einlädt.
- 3 Wernrode - Das malerische Schloss Wernrode mit seinem angrenzenden Park ist das architektonische Herzstück des Dorfes.
- 4 Straußberg - : Der Erlebnispark Straußberg lockt Besucher mit einer rasanten Sommerrodelbahn und einem weitläufigen Affenwald an.
- 5 Sondershausen - Das imposante Residenzschloss und das tiefgelegene Erlebnisbergwerk sind die Highlights.
- 6 Bilzingsleben -: Die Ausgrabungsstätte Steinrinne ist ein bedeutender Fundort der Archäologie und gibt Einblicke in das Leben der Urmenschen.
- 7 Oldisleben - Die historische Goethe-Zuckermühle ist ein technisches Denkmal, das die industrielle Geschichte der Region zeigt.
Weitere Ziele
[Bearbeiten]Zwischen Seega und Günserode wird der Zug von dem tiefen und romantischen Tal der Wipper durchbrochen, dem sogenannten Wipperdurchbruch. Der nordwestliche Teil bildet ein nach der Wipper steil abfallende, prächtig bewaldete Schichtstufe, nach der Helbe ein sanft abgedachtes Plateau, das Obere Helbetal begrenzt die Hainleite im Westen. Der südöstliche Teil bildet dagegen einen Bergkamm (Mittelhöhe 330 m), der sich nach beiden Seiten gleichmäßig abschrägt. Der höchste Punkt ist die 465 m hohe Wetternburg zwischen Immenrode und Wernrode, bekannter aber der aussichtsreiche Possen, 420 m hoch, südlich von Sondershausen.
Hintergrund
[Bearbeiten]Der 4 km breite Gebirgszug aus Muschelkalk im Übergangsbereich zum Buntsandstein am Nordrand des Thüringer Beckens schließt sich an den östlichen Nordrand des Eichsfeldplateaus, den Dün. Das überwiegend geschlossene Waldgebiet aus Buchen- bzw. Eichen-Hainbuchenwäldern beginnt im Westen mit dem Dorf Großlohra im Landkreis Nordhausen und zieht sich 40 km in südöstlicher Richtung zwischen dem steil abfallenden Wippertal mit tief eingeschnittenen Kerbtälern im Norden und flachwellig auslaufende Hügeln im Süden durch den Kyffhäuserkreis bis zum Landkreis Sömmerda. Der Höhenzug endet bei der Mündung der Wipper in die Unstrut hinter dem 300 m hohen Rücken der Sachsenburg. Jenseits des Flusses bei Odishausen bildet der fortsetzende Zug der Schmücke die "Thüringische Pforte" oder "Sachsenlücke".
Berge
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Die Hainleite nimmt von (Westnord-)Westen nach (Ostsüd-)Osten an durchschnittlicher Höhe ab.
Westliche Hainleite
- 1 Löhchen (428,1 4 m ü. NHN) nordwestlich von Kleinberndten
- 2 Wöbelsburg (429,2 4 m ü. NHN) Nordrand südöstlich von Hainrode
- Mittelberg (352,1 4 m ü. NHN), südöstlich von Himmelsberg
- 3 Zengenberg (409,3 4 m ü. NHN) Ostsporn
- 4 Rauchenberg (415,8 4 m ü. NHN) Nordsporn südwestlich von Wernrode
- 5 Wettenburg (463,2 4 m ü. NHN)
- 6 Sargberg (409,3 4 m ü. NHN) mit Ferienpark Feuerkuppe, Nordostsporn südöstlich von Wernrode
- 7 Frauenberg (411,3 4 m ü. NHN) nordwestlich von Sondershausen
Mittlere Hainleite
- 8 Große Haardt (331,0 4 m ü. NHN) Südrand; nordöstlich von Hohenebra
- 9 Possen (431,5 4 m ü. NHN) Westnordwestausläufer
- Dorn „Göldner“ (411,2 4 m ü. NHN) südlich von Sondershausen
- 10 Spatenberg (366,1 4 m ü. NHN) Nordostausläufer
- 11 Wolfshof (441,6 4 m ü. NHN) südöstlich von Sondershausen
- 12 Filsberg (319,5 4 m ü. NHN) nördlicher Zeugenberg mit NSG westlich von Hachelbich
- Kuhberg (405,8 4 m ü. NHN) südwestlich nah Seega, Gemarkung Oberbösa
- Heidelberg (403,3 4 m ü. NHN) südlich von Hachelbich
Östliche Hainleite
- namenloser Berg (390,6 4 m ü. NHN), nordnordwestlich von Bilzingsleben-Düppels
- Pfarrkopf (309,0 4 m ü. NHN), nördlich von Günserode
- Wächterberg (302,7 4 m ü. NHN), nordwestlich von Oldisleben-Sachsenburg
Sprache
[Bearbeiten]In der Region der Hainleite wird primär Nordthüringisch gesprochen.
Anreise
[Bearbeiten]Aus westlicher Richtung der
führen die Anschlussstellen
8 Bleicherode,
11 Nordhausen über die die
und
13 Berga über die die
sowie aus östlicher Richtung der
die Anschlussstelle
3 Heldrungen über die
zur Hainleite.
Aus südlicher Richtung durch die Hainleite verläuft die
von Erfurt über Sondershausen zur Anschlußstelle
Nordhausen. Auf der parallel verlaufende Bahnstrecke Erfurt - Nordhausen, verkehren im Stundentakt Regionalbahnen.
Die
führt aus Richtung Süden auf die
Anschlussstelle Heldrungen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]15 km westlich von Sondershausen befindet sich das kleine Örtchen Straußberg/Thüringen. Die dortige Burgruine (nur an besonderen Tagen zu besichtigen - z. B. Tag des Denkmals) soll das älteste Ritterklo Deutschlands besitzen. Direkt am Ort befindet sich der große Ferienpark Feuerkuppe, der sich vorallem an Kinder und Familien richtet. 1 km vom Ort entfernt befindet sich am Fuß der Hainleite der Erlebnispark Straußberg, mit Hotel, Restaurant, einer Sommerrodelbahn (760 m lang) und einem Affenwald, ein freibegehbares Affengehege (Taschen und Gegenstände gut festhalten, die Affen sind sehr neugierig).

Noch zum Stadtgebiet von Sondershausen zählend ist der Possen (420 m), eine bewaldete Hochebene im Verlauf der Hainleite. Besonders an den Hängen des Possens hat sich eine sehr interessante Pflanzenwelt angesammelt, dabei besonders Orchideen. Sehr sehenswert ist das Jagdschloss Possen, das als Restaurant und Hotel dient. Um das Jagdschloss kann man mehrere Freigehege mit Wildschweinen, Rehen und als Höhepunkt den Bärenzwinger besichtigen. Vom 1781 erbauten höchsten Fachwerkturm (42 m) Deutschlands, dem Possenturm, hat man eine tollen Umblick bis weit in die Erfurter Ackerebene und natürlich zum Brocken, dem höchsten Punkt des Harzes.
Wer die Hainleite besucht, kommt auch an der Besichtung von Sondershausen nicht drum herum, mit Schloss und Schlossmuseum (Goldene Kutsche).
Schaubergwerk
[Bearbeiten]- Erlebnisbergwerk Sondershausen Das tiefstgelegenes Kalibergwerk der Welt und älteste Kaliwerk Deutschlands besitzt gleich viele Höhepunkte, wie große Rutsche, Kahnfahren und Kegelbahn in über 600 m Tiefe. Besuchermagnete sind die Konzerte und Sportveranstaltungen (Radrennen, Marathonlauf) unter Tage.
Burgen und Schlösser
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Burgruinen
[Bearbeiten]- Reinhardsberg bei Friedrichslohra (am Übergang zum Dün), Wall und Graben
- Helbeburg bei Holzthaleben (am Übergang zum Dün), Wall und Graben
- 8 Wallanlage Wöbelsburg
- Burg Zengenberg bei Wernrode, Wall- und Grabenreste aus dem 11. Jahrhundert
- 9 Ruine Kirchberg Alte Burg und Alte Kirche zwischen Straußberg und Wernrode, Wall- und Grabenreste um 1155
- Rauchenberg bei Wernrode, Wall- und Grabenreste um 880 – 600 v. Chr. Urnenfelderzeit Ha B3, Hallstattzeit
- Burgruine Sargberg bei Wernrode, Wall- und Grabenreste um 800 – 400 v. Chr. Hallstattzeit
- Frauenberg Wall- und Grabenreste einer Burganlage und Kapelle aus dem frühen 8. Jahrhundert
- Alte Burg bei Bebra, Wall- und Grabenreste
- Kahlebergwarte, Turmstumpf bei Seega
- 10 Arnsburg bei Seega, Ruine einer Höhenburg vor 1116
- 11 Obere Sachsenburg Ruine einer Spornburg aus dem 13. Jahrhundert
- 12 Untere Sachsenburg Ruine einer Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert
Museen
[Bearbeiten]- Mikwe von Sondershausen, bedeutendes jüdisches Ritualbad des Mittelalters
Aktivitäten
[Bearbeiten]Kultur und Musik
[Bearbeiten]Kultureller Höhepunkt ist ein Besuch eines Konzertes im Loh, der Spielstätte des bekannten Lohorchesters (Theater Nordhausen/Sondershausen).
Mit den Schlossfestspielen in Sondershausen wurde in 2006 eine neue Tradition begründet. Dieses Open-Air-Festival findet im Juni/Juli jeden Jahres statt, es steht jeweils ein Werk des Musiktheaters im Mittelpunkt.
Wandern und laufen
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- Hainleiteweg (74 km), Autor Matthias Stiel (24.05.2012)
- Etappe 1: Friedrichsrode - Straußberg (22 km)
- Etappe 2: Straußberg - Sondershausen (17 km)
- Etappe 3: Sondershausen - Seega (18 km)
- Etappe 4: Seega - Sachsenburg (14 km)
- Rundweg Hainleite 1 Die Tour verbindet einige historische Orte miteinander. Von der Burg Lohra, über die Pfeilerbasilika Münchenlohra, bis hin zum Schloss Wöbelsburg. Zudem verläuft sie in großen Teilen auf dem Barbarossa-Fernwanderweg in einem der schönsten Waldgebiete der Region, der Hainleite.
Radwege
[Bearbeiten]Einkaufen
[Bearbeiten]Küche
[Bearbeiten]Nachtleben
[Bearbeiten]Sicherheit
[Bearbeiten]Klima
[Bearbeiten]Ausflüge
[Bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten]- Roland Geißler: Wanderführer für Nordthüringen, Teil 2: Hainleite, Goldene Aue, Kyffhäusergebirge, Schmücke und Hohe Schrecke, Starke Druck, Sondershausen 2001, ISBN 978-3-9807565-1-8
- Harald Rockstuhl: Sagenbuch vom Dün aus dem Helbetal und von der Hainleite in Thüringen, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2005, ISBN 3-937135-71-5
- Roland Geißler: Die schönsten Wanderungen zwischen Südharz, Hainleite und Goldene Aue, Starke Druck, Sondershausen 2006, ISBN 978-3-9808465-9-2
- Roland Geißler: Die schönsten Wanderungen zwischen Kyffhäuser, Hainleite, Schmücke und Hohe Schrecke, mit Radtourenvorschlägen, Starke Druck, Sondershausen 2009, ISBN 978-3-9811062-5-1
Weblinks
[Bearbeiten]- Mapcarta Hainleite
- www.affenwald.de
- www.ferienpark-feuerkuppe.de
- Bildersammlung Hainleite
- www.possen.de
- BfN Bundesamt für Naturschutz - Hainleite
- Westliche Hainleite und Wöbelsburg
- DBU Naturerbe Westliche Hainleite
- Mittlere Hainleite am Possen
- Entstehung der Hainleite als Teil der Schichtstufenlandschaft des Thüringer Beckens

