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Hann. Münden

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Hann Münden Rathaus 2007.jpg
Hann. Münden
BundeslandNiedersachsen
Einwohner
24.072 (2015)
Höhe
123 m
Tourist-Info+49 5541 7 53 13, +49 5541 7 53 43
www.hann.muenden-tourismus.de/
Lage
Lagekarte von Niedersachsen
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Hann. Münden

Die „Dreiflüssestadt“ Hann. Münden ist eine hübsche Fachwerkstadt im äußersten Süden Niedersachsens, an der Grenze zu Hessen. Die viel besuchte Stadt liegt am Zusammenfluss von Fulda und Werra, die sich hier zur Weser vereinigen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Im Jahr 1650: Hann Münden gesehen von Matthäus Merian
Blick auf die alte Werrabrücke in Hann. Münden

Hann. Münden, von den Einheimischen auch Münden genannt, hat seinen Namenszusatz Hann. vom Königreich Hannover, dessen Namen man der Stadt Münden zur Unterscheidung des sehr ähnlich klingenden Minden hinzufügte, aufgrund der Länge dann aber wieder auf Hann. abkürzte. Heute ist die Bezeichnung Hann. Münden der offizielle Name der Stadt. Fachwerkstadt, Drei-Flüsse-Stadt - die Bezeichnungen für Hann. Münden sind darüber hinaus auch vielfältig und kennzeichnen die Besonderheiten: über 700 zum Teil sehr gut erhaltene Fachwerkbauten, schmale Gassen, das Welfenschloss und die Lage am Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser machen die Stadt attraktiv für Touristen und Ausflügler.

Bereits 1183 wird in Urkunden von Hann. Münden als Stadt gesprochen, über die genauen Entstehungshintergründe des Ortes ist jedoch nichts bekannt. Schon seit alters her liegt die kurzzeitig hessische, später im Besitz des Hauses Calenberg-Göttingen, einer Nebenlinie der Welfen befindliche Stadt aber in Grenzlage, heute an der Landesgrenze zu Hessen. Früh, 1247, bekam die Stadt das Stapelrecht, also das Recht, von vorbeiziehenden Händlern zu verlangen, dass sie ihre Waren in der Stadt zum Kauf anboten, was zusammen mit der Errichtung einer Steinbrücke über die Werra (vor 1329) und damit einer Beherrschung der Furten und Handelswege zum Reichtum de Ortes führte. Die zahlreichen Kriegswirren der folgenden Jahrhunderte gingen an der um 1540 protestantisch gewordenen Stadt nicht spurlos vorüber: Im Dreißigjährigen Krieg wurde Münden Anfang Juni 1626 durch die Truppen des Feldherrn Tilly eingenommen und ein großer Teil der Bevölkerung getötet - dieser dunkelste Tag der Stadtgeschichte ist auch als Blutpfingsten überliefert. Im Siebenjährigen Krieg wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt. In den Kriegen des vergangenen Jahrhunderts blieb Hann. Münden weitestgehend von Zerstörungen bewahrt, allerdings ist die Zeit des Nationalsozialismus auch in dieser Stadt als unrühmliches Kapitel zu verzeichnen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Hann. Münden Teil der britischen Besatzungszone.

Wirtschaftlich blieb Hann. Münden stets auf der Höhe der Zeit, einige bedeutende Wirtschaftsunternehmen gründeten sich im Laufe der Jahrhunderte. Der Anschluss ans Bahnnetz 1856, die Gründung der Forstakademie 1886, Basaltabbau im Kaufunger Wald und die lange Geschichte als Garnisonsstadt hatten jeweils förderliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Stadt.

Im Zuge der Gebietsreform 1973 wurde die ehemalige Kreisstadt Teil des Landkreises Göttingen. Die Orte Hedemünden (an der Werra), Bonafort (an der Fulda), Gimte, Volkmarshausen, Hemeln (an der Weser), Mielenhausen, Wiershausen, Lippoldshausen (im Weserbergland, nördlich der Werra und östlich der Weser) wurden zu Hann. Münden eingemeindet. Seit 2012 sieht man nach einer Änderung der Zulassungsordnung jedoch wieder viele Fahrzeuge mit dem traditionellen Autokennzeichen HMÜ in der Region - Ausdruck der regionalen Verbundenheit mit diesem südlichsten Zipfel Niedersachsen, wo eben Mündener und keine Göttinger wohnen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Rampenanlage am Bahnhof

Die Stadt liegt an den Bahnstrecken Kassel Wilhelmshöhe − Witzenhausen (DB und Erfurter Bahn) und Hannöversche Südbahn (Kassel Hauptbahnhof -Göttingen), die vom Cantus bedient wird. In Hann. Münden halten alle Züge des Regionalverkehrs. Die Dreiflüssestadt gehört zum Nordhessischen Verkehrsverbund und zum Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen. Das Hessenticket ist gültig.

Vom 1 Bahnhof Hann. Münden läuft man etwa einen knappen Kilometer bis zum östlichen Rand der Altstadt. Der Bahnhof ist ohne Einschränkungen barrierefrei nutzbar. Mit einer aufwändigen Anlage von Rampen und nur geringfügigen Stufen bei Ein- und Ausstieg aus den Zügen ist er sowohl auf die Belange von Rollstuhlfahrern wie der zahlreichen Radtouristen, die den Bahnhof zur An- oder Abreise zu den Radfernwegen nutzen, eingestellt.

Nächstgelegener ICE-Halt ist Kassel-Wilhelmshöhe. Verbindungen aus dem Rhein-Main-Gebiet führen fast immer über Kassel Hauptbahnhof oder Kassel-Wilhelmshöhe. Verbindungen aus Norddeutschland führen über Göttingen. Verbindungen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt führen teils über Witzenhausen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Autobahn A 7 (Kassel- Göttingen) erreicht man die Stadt über folgende Ausfahrten:

  • Ausfahrt Nr. 76: Hann. Münden/ Staufenberg-Lutterberg (von Kassel aus)
  • Ausfahrt Nr. 75: Hann. Münden-Hedemünden (von Göttingen bzw. Halle aus)

2 Parkplatz "Weserstein" : Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten diesen Großparkplatz auf dem Unteren Tanzwerder. Von ihm kann man problemlos die Fachwerkaltstadt über eine Fußgängerbrücke erreichen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ausschilderung der Radwege vor dem Bahnhof
  • Weser, Werra und Fulda sind für muskel- wie motorbetriebene Sportboote befahrbar, sie können in Hann. Münden anlegen. Die beste Einsetzstelle für Kanuten und Ruderer befindet sich auf dem Campingplatz auf dem Oberen Tanzwerder. Mehr dazu: Wasserwandern auf der Weser. Wasserwanderer, die auf der Fulda nach Hann. Münden kommen, nutzen die Aussetzstelle im Nebenarm der Fulda, linksufrig direkt vor der Schleusenkammer am Campingplatz. Hier stehen auch Bootswagen zum Umsetzen. Wasserwanderer auf der Werra sollten sich ganz rechts halten und das folgende kleine Wehr kurz nach Unterfahren der Steinbrücke über die kleine Insel umtragen (Bootswagen vorhanden).

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Hann. Münden liegt an drei bekannten Radfernwegen, die hier zusammen treffen:

Außerdem beginnt der Weser-Harz-Heide-Radweg im Ortsteil Gimte. Dieser bergige Radfernweg führt auf 400 km über Göttingen und den Harz nach Lüneburg. Aber auch der Märchenland-Radrundweg verläuft durch Hann. Münden (einmal rund um den Reinhardswald).

Zu Fuß[Bearbeiten]

Der Europäischer Fernwanderweg E6 führt durch Hann. Münden, Teilstrecke identisch mit dem Werra-Burgen-Steig Hessen (X5H)

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Hann. Münden

Einen Rundgang durch die Fachwerkaltstadt unternimmt man am besten zu Fuß. Große Teile des historischen Stadtkerns sind Fußgängerzone.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswertes in der Altstadt
Fachwerkzeile am Kirchplatz

Altstadt[Bearbeiten]

  • Fachwerkaltstadt: In der Altstadt stehen mehr als 700 Fachwerkbauten. Die Altstadt besitzt ein geschlossenes Fachwerkstadtbild mit Bauten aus sechs Jahrhunderten. Fachwerkliebhaber finden insbesondere in den Gassen abseits des Trubels der Fußgänger schöne Motive um auf Fotojagd zu gehen. Wer genauer hinschaut findet öfter liebevoll restaurierte Türen und Balkenverzierungen.
  • 1 Marktplatz mit Weserrenaissance-Rathaus - Die Renaissancefassade des schmucken Gebäudes stammt von 1603. Sehenswert ist unter andrem die prächtige Eingangstür. Das 'Doktor Eisenbart Glockenspiel' mit Figurenparade ertönt um 12:00 Uhr, 15:00 Uhr und 17:00 Uhr. Es zeigt Szenen aus dem Leben des berühmten Arztes. Laut Openstreetmap trägt der Marktplatz übrigens den sperrigen Namen "Doktor Johann-Andreas-Eisenbart-Platz".
  • Kirchplatz mit St. Blasius Kirche und schönen Fachwerkbauten
  • 2 Werrabrücke Historische Steinbogenbrücke von 1250. Zugang zur Parkanlage Doktorwerder auf der Werrainsel.
  • Welfenschloss - Erbaut im 16. - 18. Jahrhundert; Sitz des Stadtmuseums
  • Reste der Stadtmauer - Tortürme und Mauerreste sind erhalten
  • Fährenpfortenturm - Sitz des Museums für Arbeit. Der Turm kann bestiegen werden. Vom Bauwerk hat man einen attraktiven Blick über die Altstadt von Hann. Münden.

Kirchen[Bearbeiten]

  • 3 St. Blasius, am Kirchplatz - Die geräumige Hallenkirche wurde zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. errichtet. Im Innern des Bau sind noch die Reste einer romanischen Basilika sichtbar (Vorgängerbau). Das Gotteshaus besitzt eine reiche Innenausstattung (u. a. Taufbecken von 1392, Kanzel)
  • 4 St. Agidienkirche, ehemalige Kirche mit Café - ein erster Vorgängerbau (12. Jahrhundert) wurde 1628 durch eine Explosion zerstört. 1684 wurde ein neues Gotteshaus errichtet. An diesem befindet sich an der Nordseite die Gruftplatte der Ruhestätte von Doktor Eisenbart. 2006 wurde die Kirche entwidmet. Seit 2008 beherbergt der Bau ein Café, das Café Aegidius.

Weserstein[Bearbeiten]

Der Weserursprung
Blick auf den Weserursprung vom Fußweg an der B 80: links die Werra und rechts die Fulda. In der Bildmitte die Kastanie auf dem Tanzwerder ...

5 Weserstein Wo Fulda und Werra sich küssen, "entspringt" die Weser.

Fußweg von der Altstadt: Wenn man vom Rathaus in der Altstadt zum Weserstein möchte, muss man zuerst einen Arm der Werra auf einer überdachten Fußgängerbrücke queren. Dann landet man auf dem Großparkplatz Tanzwerder. Hinter diesem befindet sich schließlich der Weserstein. Man sollte sich vom Parkplatz aber nicht abschrecken lassen - der Weserursprung ist trotzdem sehenswert.

Zur "Weserquelle": Den Zusammenfluss von Werra und Fulda bezeichnet man auch als "Weserursprung". Das Flusssystem aus Werra, Fulda und Weser besitzt mit 744 km den längsten deutschen Flusslauf (Werra/ Weser). Flusslängen: Weser: 452 km; Werra: 292 bzw. 298 km (je nach Quelle); Fulda: 218 km

Die Inschrift:

"Wo Werra sich und Fulda küssen,
Sie ihre Namen büssen müssen.
Und hier entsteht durch diesen Kuss,
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.
Hann. Münden, den 31. Juli 1899"

Der Stein besteht übrigens aus Süßwasserquarzit. Er wurde vom Hann. Mündener Industriellen Natermann gestiftet. Herr Natermann hat auch die Inschrift vorgegeben. Der Felsbrocken steht unter einer großen Kastanie. Auf der schattigen Rundbank ist es auch an heißen Tagen angenehm kühl.

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

Hoch über den Dächern der Stadt thront...
...die Tillyschanze mit attraktiven Talblick...
...auf Hann Münden.
  • 6 Aussichtsturm Tillyschanze. Tel.: +49(0)5541 1890. Der 25 m hohe steinerne Aussichtsturm von 1885 bietet einen schöner Blick auf Hann. Münden . Sehenswertes Turmzimmer. Geöffnet: Sommersaison (Ostern - Oktober):ab 11 Uhr, montags Ruhetag.Wintersaison (November - Ostern): ab 11 Uhr, montags - donnerstags Ruhetage. Preis: Das Personal der Gaststätte öffnet nach Bezahlen des Eintritts die Tür am Turm mit einem elektrischen Türöffner.
    • Zugang vom Großparkplatz auf dem Tanzwerder (Fußweg): Fußgängerhängebrücke über die Fulda - Fischerweg - Querung der Veckerhägerstraße an der Fußgängerampel - die Veckerhägerstraße ca. 100 m links entlanggehen - rechts zweigt zwischen des Häusern ein Fußweg zur Tillyschanze ab (Hinweisschild), Achtung: der leichte Bergpfad ist nicht "stöckelschuhtauglich"
    • Zugang von der Pionierbrücke: Straßenbrücke über die Fulda (Pionierbrücke) - an der Ampel links in die Wilhelmshäuserstraße - nach ca. 200 m zweigt rechts der Tillyschanzenweg ab - dieser geht in einen geschotterten Fußweg zum Turm über.
  • Ausflugsgastronomie "Waldgaststätte Tillyschanze" - Die zum Turm gehörende Waldgaststätte liegt direkt neben dem Aussichtsturm Tillyschanze. Hier findet sich die Gaststätte mitten im Buchenwald (man kann sowohl draußen wie drinnen sitzen). Es gibt gut bürgerliche Küche zu fairen Preisen (Hauptgerichte, kleine Dinge, wie z. B. Bratwurst mit Brot, Frühstücksbuffet usw.). die Gaststätte hat die selben Öffnungszeiten wie der Aussichtsturm.

Weserliedanlage[Bearbeiten]

1 Aussichtspunkt "Weserliedanlage" Der Aussichtspunkt "Weserliedanlage" mit schönem Talblick liegt zu unrecht etwas abseits der Touristenpfade. Die Anlage befindet sich am Hang des Questenberg gegenüber des Tanzwerders. Die Weserliedanlage selbst ist ein 1931 errichtetes Denkmal, dass an die Schöpfer des Weserliedes erinnert (Text siehe Wikipediaartikel "Weserlied". Das Volkslied wurde 1835 von Franz von Dingelstedt niedergeschrieben und dann später von Gustav Pressel vertont. Am Monument erinnern bronzene Portaittafeln an beide Künstler.

  • Zugang: Von der historischen Werrabrücke läuft man etwa 500 m einfach mit rund 50 Höhenmetern bis zum Denkmal. Dazu am nördlichen Ende der Brücke mit der Fußgängerampel die Hauptstraße queren und dem Questenbergweg bergan durch das Wohngebiet folgen. An der Unterführung links in den Eichenweg einbiegen (Der Tunnel ist ein noch stehendes Bauwerk der schon lange stillgelegten Bahnstrecke Hann. Münden - Dransfeld - Göttingen). Hinter den Tunnel dem Eichenweg nach links steil den Berg hinauf folgen. Das Sträßchen geht in einen asphaltierten Fußweg mit Treppenstufen über, der zum Denkmal führt. Nach diesem steilen Anblick wird man mit einem herrlichen Talblick auf Hann Münden, Tanzwerder, Fulda und Weser belohnt.
  • Lage: 51° 25′ 22″ N 9° 38′ 57″ O; Das Denkmal ist frei zugänglich.
Talblick von der Weserliedanlage: Links die Altstadt von Stadt Hann Münden, dann der Tanzwerder mit Großparkplatz, in der Mitte die Fulda und rechts die Weser. Die Tillyschanze auf dem Ausläufer des Reinhardswalds gegenüber wird durch Bäume verdeckt. Tipp für Fotofreunde: Am besten morgens kommen, dann steht die Sonne noch weit im Westen und stört nicht den Südblick. Oder an langen Sommertagen auch abends. Bei dem dann sehr späten Sonnenuntergang wird die Altstadt von Westen z. T. angeleuchtet.

Fährenpfortenturm[Bearbeiten]

7 Fährenpfortenturm Vorübergehend geschlossen! Vom 42 m hohen Turm der Stadtbefestigung kann man schön über die Dächer der Altstadt schauen.Etwas Schwindelfreiheit benötigt man für die Begehung der an der Innenwand freigängenden Treppe schon. Der Turm ist zu den Öffnungszeiten des Museums für Arbeit gegen Museumseintritt zugänglich (Infos siehe unten).

Museen[Bearbeiten]

Stadtmuseum im Welfenschloss[Bearbeiten]

8 Städtisches Museum / Schlossplatz Das Museum zeigt u. a. eine Sammlung zur Stadtgeschichte. Die Sammlung geht auch auf den Handel zu Land und zu Wasser ein, der Hann. Münden wohlhabend gemacht hat. Des Weiteren ist eine Sammlung von Erzeugnissen der Mündener Fayance-Manufaktur zu sehen. Gezeigt werden u. a. prächtige Netzvasen. Eine Ausstellung mit Skulpturen des Bildhauers Gustav Eberlein rundet ergänzt das Ausstellungsangebot.

Städtisches Museum, Schloßplatz 5, 34346 Hann. Münden. Tel.: (0) 55 41 75-202, (0) 55 41 75-348, Fax: (0) 55 41 75-402, E-Mail: . Geöffnet: Mai-Okt. Mi-So 11-16 Uhr, Nov.-April Mi-So 13-16 Uhr.Mo + Di geschlossen.

Museum für Arbeit[Bearbeiten]

Fährenpfortenturm von der Weserliedanlage gesehen

9 Museum für Arbeit im Hagelturm Das durch den Arbeitergeschichtsverein betreute Museum sich im Fährenpfortenturm. Das Bauwerk wird auch als Natermann- bzw. Hagelturm bezeichnet. Hier wurde einst Bleischrot im Gießverfahren hergestellt. Das Blei ließ man dabei in flüssigem Zustand (in Tropfenform) im Turm hinabfallen. In der Turmspitze ist noch die historische Schmelzwerkstatt erhalten. Im Nebengebäude des Turms liegt das Museum. Gezeigt werden hier u. a. Maschinen, die zur Bleischrotverarbeitung eingesetzt wurden (z. B. eine Sortieranlage). In einem Raum ist ein schönes mittelalterliches Hafenmodell von Hann. Münden zu sehen. Ferner kann man eine kleine internationale Weihnachtskartensammlung anschauen.

  • Museum der Arbeit, Radbrunnenstraße, Hann. Münden. Tel.: +49 55 41 90 87 49. Geöffnet: Mai bis Oktober Sa und So von 12 bis 17 Uhr. Preis: Erwachsene: 3 €, Kinder: 1 €, Familienkarte 6 €.

Parks und Gärten[Bearbeiten]

Sind ein schattiges Plätzchen zum Entspannen: Die beiden Liegen im Forstbotanischen Garten.

10 Doktorwerder Die Parkanlage liegt auf einer Werrainsel, die über die historische Steinbogenbrücke der Werra zugänglich ist. In der Grünanlage stehen einige Kunstwerke. Ferner findet man Bänke, auf denen man unter schattigen Bäumen schön entspannen kann. Die Anlage ist tagsüber frei zugänglich. Nachts ist das Tor an der Brücke geschlossen.

11 Wallanlagen Der Park mit sehr großem Kinderspielplatz liegt am östlichen Rand der Altstadt. Die Parkanlage besitzt einen umfangreichen Baumbestand. Hier gibt es natürlich auch Bänke zum Entspannen.

12 Forstbotanischen Garten, auf 2,5 Hektar mehr als 700 Pflanzenarten. Das Areal liegt etwa 400 m nordöstlich des Bahnhofs. Die Ursprünge des Gartens liegen im Jahr 1868, als er für die Forstakademie Hann. Münden angelegt wurde. Mit bis zu 2300 Gehölzen wuchs in Hann. Münden ein bedeutendes Arboretum heran, das jedoch im 1. Weltkrieg verfiel und nach zwischenzeitlicher Restauration im 2. Weltkrieg arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. In den 70er Jahren wurden dann zahlreiche Gehölze in den Forstbotanischen Garten in Göttingen umgesiedelt. Aufgrund vieler erhaltener, einzigartiger Pflanzen ist das Arboretum in Hann. Münden dennoch bis heute ein wichtiger Forschungsort für Dendrologen (Baumkundler) aus aller Welt.

Großartige Gartenkunst mit ist hier fast nicht zu finden. Wer an heißen Sommertagen aber statt Gartenkunst ein schattiges Plätzchen zum Entspannen sucht, ist hier aber trotzdem richtig. Einheimische führen im Park gerne ihre Hunde aus. Es gibt einige Bänke. Hervorzuheben sind besonders die beiden Ruheliegen im mittleren Bereich des Parks. Das Areal des Parks grenzt übrigens an einen Schulhof, so dass auf dem Gelände zu den Pausenzeiten mit entsprechender Geräuschkulisse und evtl. auch erhöhtem Besucheraufkommen gerechnet werden muss. Im Sommer 2010 zur Ferienzeit war es im Park aber recht ruhig und auch sehr leer.

Die Anlage ist täglich geöffnet (kein Eintritt). Fußweg vom Bahnhof über den Herrman-Zabel-Weg etwa 500 m. Vom Rathaus in der Altstadt sind es durch die Wallanlagen etwa 700 m.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • öffentliche Stadtführungen durch die historische Altstadt. Vom 28. April – 05. Oktober 2014, täglich um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr ab Rathaus, sonntags 14.30 Uhr Kostümführung.
  • Dreiflüsseschifffahrt mit der Rehbein Linie Kassel - Mündener Fahrgastschifffahrt ab Anleger am Großparkplatz Tanzwerder (Dauer 1 1/4 mit Schleusung) Fahrplan und Fahrpreise siehe www.schifffahrtslinie-rehbein.de
  • Besuch des Freibads an der Fulda
  • Wasserwandern mit Kanu und Kajak auf Fulda, Werra und Weser

Einkaufen[Bearbeiten]

  • In der Altstadt gibt es neben der Gastronomie in Hann. Münden auch einige Einzelhandelsgeschäfte.

Kunst und Geschenke

In der Marktstraße 15, im alten Tillyhaus, befindet sich "KunstKonsum", die "Galerie für bezahlbare Kunst". Der Laden spezialisiert sich auf handgemalte Ölgemälde, die fotorealistisch sind, d.h. sich erst auf den zweiten Blick als Gemälde erweisen. Der Laden bietet den Kunden auch an, eigene Fotos abmalen zu lassen. Außerdem gibt es eine sehr große Auswahl an Seidentüchern und handgemachter Seife. KunstKonsum

Küche[Bearbeiten]

  • Ratsbrauhaus, Marktplatz 3 - Eigene Brauerei; Führungen werden angeboten. Buffet und Tagesangebote, jedoch keine weitere Speisekarte.
  • Waldgaststätte Tillyschanze am Aussichtsturm hoch über der Stadt im schattigen Wald gelegen (Infos siehe Abschnitt Aussichtsturm Tillyschanze)
  • Bistro 37 in einem ehemaligen Eisenbahnwaggon, Vor der Bahn 63, Tel: 05541 / 9037370
  • Gasthaus Letzter Heller, letzter Heller 7 (nur etwas für KFZ-Anreisende da komplett abseits der Radwege gelegen; zu finden an der B 80 4,5 km werraaufwärts Richtung Hedemünden).

Weitere Restaurants finden Sie hier: Übersicht

Nachtleben[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkünfte sind online buchbar z.B. über die Seiten des Touristikvereins.

  • 2 Jugendherberge Hann. Münden, Prof.-Oelkers-Straße 10, 34346 Hann. Münden. Tel.: +49 55 41 88 53, Fax: +49 (0) 55 41 73 439. Für die Übernachtung ist eine Mitgliedschaft im DJH erforderlich. Es sind auch Doppelzimmer, teils mit Dusche und WC vorhanden. Bushalt Jugendherberge Hann. Münden wird angefahren aus Hofgeismar (einige Fahrten), Reinhardshagen und vom Bahnhof Hann. Münden. Für Wasserwanderer ist ein eigener Schwimmsteg an der Weser vorhanden.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Ev. Vereinskrankenhaus, Burckhardtstraße 60, 34346 Hann. Münden. Tel.: +49 (0)55 41 77 0.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Toiletten[Bearbeiten]

  • Eine öffentliche Toilettenanlage findet man am Großparkplatz auf dem Tanzwerder (bei 51° 25′ 9″ N 9° 38′ 58″ O). Die frei zugängliche Anlage liegt am Ostrand des Parkplatzes (ist die Seite, die zur Altstadt hin orientiert ist).
  • Die zweite öffentliche Toilettenanlage befindet sich in der "Rotunde" (obere Lange Straße, Fußgängerzone). In dieser befindet sich zudem eine rollstuhlfahrergerechte Toilette.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Stadtbesichtigungen in der Umgebung: Kassel (20 Minuten mit der Bahn), Göttingen (40 Minuten), Witzenhausen (15 Minuten)
  • Im Frühling zur Kirschblüte: Spaziergang über den Kirchenerlebnispfad in der Kirschenstadt Witzenhausen.
  • Ausflug mit den Fahrgastschiff auf der Fulda nach Kassel. Zwei Gesellschaften bieten regelmäßig Fahrten an. (Personenschiffahrt K. & K. Söllner, Rehbein-Linie Kassel). Es sind zum Teil auch Fahrten auf der Weser nach Bad Karlshafen im Angebot.
  • Wanderungen im Kaufunger Wald bzw. Reinhardswald; Werra-Burgen-Steig Hessen (X5H), Weserberglandweg (XW)
  • Römerlager Hedemünden: Das Römerlager im etwa 10 km entfernten Ortsteil Hedemünden wurde 2003 entdeckt und kann frei besichtigt werden. Vom Lager ist allerdings bis auf ein paar Erdwällen im Wald selber nichts mehr zu sehen. Man hat aber einiges unternommen, um die Ergebnisse der Grabungen dem Besucher näher zu bringen. So sind die Fundstellen mit Infotafeln ausgestattet, darüberhinaus kann ein Audioguide für mp3-Spieler oder Mobiltelefone hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stadt-Erlebnisse: Hauptkatalog mit Informationen zu Unterkünften, Gastronomie, Stadtführungen, Schiffsfahrten, Tagesprogrammen, Camping- und Wohnmobil und Veranstaltungen. Der Katalog ist kostenfrei und kann über die Tourist-Information kostenfrei bezogen werden. Stadt-Erlebnisse
  • Stadtansichten - Stadtrundgänge: handliches Heft im DIN A4-Drittelformat das alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt beschreibt. Die 28-seitige Broschüre enthält auch thematische Stadtrundgänge z. B. zu Fachwerk, über Türen und Portalen und zu den Wasserkünsten. Das Heft ist bei der Tourist-Information im Rathaus erhältlich. Preis: 1,50 € (Datenstand 01-2011)

Weblinks[Bearbeiten]

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