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Reinhardswald

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Blick vom benachbarten Kaufunger Wald zum Reinhardswald
Lage des Gutsbezirks Reinhardswald im Landkreis Kassel

Der Reinhardswald ist mit einer Fläche von über 200 km² das größte in sich geschlossene Waldgebiet Hessens, sowie eine der größten Waldflächen und eines der am wenigsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Große Teile des Reinhardswalds gehören dabei zum gemeindefreien Gutsbezirk Reinhardswald. Überregional bekannt ist das waldreiche Mittelgebirge als Ort von Sagen und Legenden, wie den Märchen der Gebrüder Grimm, aber auch als beliebte Wanderregion.

Regionen[Bearbeiten]

Das Untere Diemeltal mit Reinhardswald (rechts unten im Bild) bei Wülmersen
Mitten im Reinhardswald steht die als Dornröschenschloss bekannte Sababurg
Auch sehenswert ist das Schloss Beberbeck aus dem 19. Jahrhundert
  • Gutsbezirk Reinhardswald - Der 184,16 km² große Gutsbezirk ist der größte der drei hessischen Gutsbezirke und umfasst fast den gesamten Reinhardswald. Obwohl laut Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes unbewohnt leben zwei Einwohner, die Besitzer der Gaststätte Tillyschanze, im Gutsbezirk Reinhardswald, einem gemeindefreien Gebiet. Da man bei Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen in Deutschland die Bewohner des Gutsbezirkes übersah, gab man dem Gebiet nachträglich die Postleitzahl "00000". Die breiten und teilweise gröber geschotterten Forstwege des Reinhardswaldes eignen sich gut für Mountainbiketouren und Wanderungen, unbefestigte Waldpfade dagegen gibt es nur wenige.

Orte[Bearbeiten]

Typisch für den Reinhardswald sind die Eichenplantagen
Wesertal und Reinhardswald im Herbst
Blick vom Staufenberg, dem höchsten Berg des Reinhardswaldes
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Bad Karlshafen (niederdeutsch Korlshoawen) ist die nördlichste Stadt Hessens und liegt im südlichen Weserbergland an der Mündung der Diemel in die Weser. Als Exulantenstadt gegründet ist auch Bad Karlshafen durch die Hugenotten- und Waldenser geprägt, welche unter Landgraf Carl am nördlichen Ende des Reinhardswaldes eine neue Heimat fanden. Sehenswürdigkeiten sind neben der barocken Altstadt unter anderem die Burgruine Krukenburg, das Kloster Helmarshausen und das Hugenottenmuseum. Seit 2011 thront der "Weser-Skywalk" auf den Hannoverschen Klippen hoch über dem Wesertal.
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Fuldatal ist eine Gemeinde im Fuldatal südlich des Reinhardswaldes und angrenzend an Kassel. Sehenswürdigkeiten sind das Währungsmuseum in Rothwesten (Fritz-Erler-Anlage), die Volkssternwarte Rothwesten auf dem Häuschensberg und die romanische Marienbasilika und heutige evangelische Kirche in Wilhelmshausen. Oberhalb von Wilhelmshausen am Reinhardswald liegt das Naturschutzgebiet Termenei mit bedeutenden Heide-Vorkommen.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Grebenstein (niederdeutsch Grebensteen) ist eine Kleinstadt westlich des Reinhardswaldes an der Esse. Sehenswert ist neben der historischen Fachwerkaltstadt und dem Ackerbürgermuseum vor allem die Burg Grebenstein auf dem Burgberg am Südrand der Kernstadt. Von der Aussichtsplattform auf den fast vollständig erhaltenen Außenmauern des Palas hat man einen schönen Blick über Grebenstein, sowie Richtung Habichtswald und Reinhardswald.
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Hann. Münden (kurz für Hannoversch Münden) ist eine am Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser gelegene Kleinstadt in Südniedersachsen, welche überregional besonders durch die gut erhaltene Fachwerkaltstadt bekannt ist. Sehenswürdigkeiten sind neben dem berühmten Weserstein unter anderem der Marktplatz mit Weserrenaissance-Rathaus, das Welfenschloss von circa 1560 und die Historische Werrabrücke von 1250. Schöne Blicke auf die Kernstadt hat man von den beiden Aussichtspunkten Weserliedanlage und Tillyschanze mit Aussichtsturm und Gaststätte.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Hofgeismar ist die größte Stadt am Westrand des Reinhardswaldes und war von 1821 bis 1972 Kreisstadt des ehemaligen Kreises Hofgeismar. Im Stadtgebiet von Hofgeismar liegen unter anderem das Dornröschenschloss Sababurg und Schloss Beberbeck aus dem 19. Jahrhundert. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Kernstadt sind die gut erhaltene Altstadt, das Rathaus mit Marktplatz und das frühklassizistische Schlösschen Schönburg im Park Gesundbrunnen mit Brunnentempel. Im Jahre 2015 war Hofgeismar zum zweiten Mal nach 1978 Austragungsort des Hessentages.
  • 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Immenhausen ist eine Kleinstadt südwestlich des Reinhardswaldes. Neben der historischen Fachwerkaltstadt mit dem Rathaus sind vor allem die Evangelische Stadtkirche St. Georg mit Wandmalereien aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und das Glasmuseum Immenhausen, in dem wechselnde Ausstellungen zum Thema Glaskunst gezeigt werden, sehenswert. Die beiden nordöstlichen Stadtteile Immenhausens Ahlberg und Holzhausen waren früher vom Braunkohlebergbau geprägt.
  • 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Liebenau (Hessen) (niederdeutsch Lebenogge) liegt an der Mündung der Warme in die Diemel und ist eine der kleinsten Städte in Hessen. Bedingt durch die Lage auf den Boden eines ehemaligen subtropischen Muschelkalkmeeres befindet sich in den Steinbrüchen nahe den Stadtteilen Lamerden und Haueda die größte fossile Fundstelle in Nordhessen. Sehenswert sind aber auch mehrere Kirchen und Museen. Der Bahnhof von Liebenau wurde im Dezember 2015 aufgelassen.
  • 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Oberweser ist eine Gemeinde beidseits der Weser nordöstlich des Reinhardswaldes. Die beiden Ortsteile und Waldenserdörfer Gottstreu und Gewissenruh werden umgangssprachlich als Franzosendörfer bezeichnet und wurden im Jahre 1722 von Landgraf Karl von Hessen-Kassel für französische Glaubensflüchtlinge gegründet. Sehenswert sind unter anderem die historischen Ortskerne und die Gierseilfähren über die Weser, sowie das Miniatur-Freilichtmuseum Mühlenplatz.
  • 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Reinhardshagen ist eine Gemeinde östlich des Reinhardswaldes im oberen Wesertal. Während die beiden Reinhardshagener Ortsteile Vaake und Veckerhagen am linken Ufer der Weser liegen, befindet sich der Hann. Mündenener Stadtteil Hemeln am rechten Ufer der Weser. Veckerhagen und Hemeln werden durch eine Gierseilfähre miteinander verbunden. Sehenswürdigkeiten in Reinhardshagen sind das Jagdschloss Veckerhagen und die Eisenhütte in Veckerhagen.
  • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Trendelburg (niederdeutsch Dringelborg) ist eine Kleinstadt im unteren Diemeltal nordwestlich des Reinhardswaldes. Im Stadtteil Gottsbüren wurde im 14. Jahrhundert angeblich der heilige Leichnam Christi gefunden und in der örtlichen Kirche aufgebahrt, weshalb der heute letzte verbliebene Ort inmitten des Reinhardswaldes als Wallfahrtsort bekannt wurde. Sehenswert sind unter anderem die Wallfahrtskirche Gottsbüren, Burg Trendelburg, das Wasserschloss Wülmersen, der Deiseler Tunnel und die Wolkenbrüche. Zwischen Liebenau-Haueda, Trendelburg und Bad Karlshafen ist die Diemel mit Kanus befahrbar.
  • 11 Typ ist Gruppenbezeichnung Wahlsburg ist eine Gemeinde im äußersten Nordosten von Nordhessen nordöstlich des Reinhardswaldes am linken Weserufer zwischen Solling, Bramwald und Reinhardswald. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Klosterkirche St. Georg und St. Maria in Lippoldsberg, welche zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken des 12. Jahrhunderts zählt. Die Gierseilfähre "Märchenfähre" verbindet Lippoldsberg mit Gewissenruh, bzw. Vorwerk.

Berge[Bearbeiten]

Die Basaltkuppe des Ahlbergs
Typische Waldszene an der Kasseler Schneise im Reinhardswald
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Staufenberg (472 m) - Der mit 472,2 m höchste Berg des Reinhardswaldes liegt nordwestlich von Veckerhagen und südöstlich des Friedwaldes. Vom Friedwald oder der Kühbacher Wiese erreicht man über geschotterte Forstwege die Staufenberghütte, von welcher aus der Staufenberg bestiegen werden kann. Eine weitere und längere Aufstiegsmöglichkeit führt auf unbefestigten Waldpfaden von Veckerhagen über den Paulistein zur Staufenberghütte, markiert als ⊥ und X6 (Upland-Weserbergland-Weg). Vom Staufenberg hat man eine Aussichtsmöglichkeit über den Reinhardswald Richtung Hofgeismar.
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Gahrenberg (472 m) - Mit 472,1 m ist der Gahrenberg der zweithöchste Berg des Reinhardswaldes und liegt nordöstlich von Holzhausen. Ab dem Jahr 1575 wurde am Gahrenberg Bergbau betrieben, zuletzt von 1842 bis 1970 in der Zeche Gahrenberg. Zu erreichen ist der Gahrenberg vom Roten Stock aus über die Alte Kohlenstraße, von Holzhausen über den Steigerpfad (⊥), von Wilhelmshausen über den Steinköhlerspfad (●) und von Vaake über die Wanderroute ll. Der Aufstieg zum Gahrenberg erfolgt von der Kreuzung Großer Stern, vom Gahrenberg hat man eine Aussicht über den Reinhardswald Richtung Immenhausen und Grebenstein. Rund um den Gahrenberg findet man mehrere Schutzhütten.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Hahneberg (461 m) - Der dritthöchste Berg des Reinhardswaldes liegt zwischen Gottsbüren und Gottstreu nahe der Waldstraße zwischen der Landesstraße 763 (Gottsbüren-Gieselwerder) und der Landesstraße 3229 (Udenhausen-Veckerhagen). Der kürzeste Aufstieg erfolgt von einem Parkplatz an der Waldstraße nördlich des Hahneberges, weitere längere Aufstiege sind von Gieselwerder, Gottsbüren und Sababurg über die Wanderrouten ⊥ und ◇ möglich. Vom bewaldeten Gipfel des Hahneberges hat man keine Aussichtsmöglichkeit, allerdings nordöstlich des Gipfels am Wanderweg X14 (Stammesbrücke).
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Ahlberg (395 m) - Am Rand des Reinhardswaldes östlich von Mariendorf und der Siedlung Ahlberg liegt der wegen einer mehr als 2000-jährigen Siedlungsgeschichte und seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung bekannte Ahlberg. Der Aufstieg auf den Gipfel mit Ringwall erfolgt von der Siedlung Ahlberg auf einem unbefestigten Waldpfad über den Eco Pfad Kulturgeschichte Ahlberg-Mariendorf. Während es auf dem Gipfel des Ahlberges selbst keine Aussichtsmöglichkeit gibt, hat man von der Zufahrtsstraße zwischen Mariendorf und der Siedlung Ahlberg eine schöne Aussicht Richtung Grebenstein.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Sieburg (274 m) - Der Berg Sieburg, gleichzeitig ursprünglicher Namensgeber der Stadt Bad Karlshafen und die mit 140 Hektar noch weitgehend unerforschte flächenmäßig größte Befestigungsanlage Hessens, liegt östlich von Bad Karlshafen und Helmarshausen auf einem Bergplateau zwischen Diemel und Weser. Rund über die Sieburg verlaufen der Eco Pfad Archäologie Sieburg und weitere Wanderrouten, unter anderem auch zum Aussichtspunkt Hessenkanzel hoch über einer Flussschleife der Diemel. Der Aufstieg zur Sieburg erfolgt von Bad Karlshafen oder Helmarshausen aus, sowie mit weniger Höhenmeter von einem Parkplatz an der Kreisstraße 76 zwischen Helmarshausen und der Bundesstraße 80 (Bad Karlshafen-Gewissenruh).

Hintergrund[Bearbeiten]

Frühling bei Gottsbüren im nördlichen Reinhardswald
Typische Straße im Reinhardswald
Die B 80 im Wesertal zwischen Hann. Münden und Vaake

Über die Entstehung des Reinhardswaldes gibt es mehrere Sagen. Die bekannteste ist die von Graf Reinhard, der beim Glücksspiel sein gesamtes Geld und seinen gesamten Besitz an den Bischof von Paderborn verlor. Als Graf Reinhard den Bischof um Gnade bat, gewährte dieser ihm noch eine letzte Ernte, worauf der Graf Eicheln säte:

Vor ungefähr 700 Jahren wurde (im Reinhardswald) Korn angebaut, als die Getreidepreise noch sehr hoch waren und die Leute aus den Taldörfern fortzogen, um im Wald Huteeichen zu schlagen und den Waldboden zu pflügen. Zu eben dieser Zeit lebte dort der Graf Reinhard, dem alles Land und alle Dörfer zwischen Diemel und Weser gehörten. Er war ein besessener Spieler, doch war das Glück selten auf seiner Seite, sondern meistens auf der seines Gegners, dem Bischof von Paderborn.

Als der Graf wieder einmal verloren hatte, schlug er ein letztes Spiel vor und setzte seine gesamte Grafschaft aufs Spiel. Die Würfel fielen und er war ruiniert. So schnell gab sich Graf Reinhard jedoch nicht geschlagen. Voller List fragte er den Bischof, ob es ihm vergönnt sei, noch eine letzte Aussaat und Ernte auf seinem Boden vorzunehmen. Der Bischof von Paderborn war damit einverstanden.

Aber was säte der Graf im Herbst? Nichts als Eicheln und Bucheckern. Die Dörfer ließ er niederbrennen und die alten Hofstätten dem Erdboden gleichmachen. Im Frühjahr reckten sich die jungen Bäumchen und es grünte talauf und talabwärts. Als der Bischof im Herbst wiederkam, um seinen Besitz anzutreten, führte ihn der listige Graf hinaus in die Flur.

„Ihr seht ja, Herr Bischof, meine Ernte ist noch nicht soweit, Ihr müsst Euch noch etwas gedulden“

Quelle: Stadtverwaltung Bad Karlshafen: www.bad-karlshafen.de

Wilhelm Dillich schreibt 1605 in seiner Hessischen Chronica über die Nutzung und den Wildreichtum des Reinhardswaldes:

... in welchem in guten waltmast jahren in die 20.000 zahme schwein jährlich können feist gemacht werden und kan dieser walt in solchen an mast, item forst und holtzgett jahrs über 30.000 gülden renten und inbringen...

An allerhand wiltpret aber konnen auch jahrlich gefangen und geschossen werden, nemblich roth wiltpret in die 800 und schwartz wiltpret an die 1.000 stuck...

Wilhelm Dillich (1605): „Hessische Chronica“

Anreise[Bearbeiten]

Die Wolfgang-Stremmel-Brücke bei Gieselwerder (einzige Brücke Oberweser)
Zug im Bahnhof Bad Karlshafen
Nicht mehr in Betrieb ist die Carlsbahn zwischen Hümme und Bad Karlshafen

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Neben den größeren Flughäfen Kassel-Calden, Paderborn-Lippstadt und Hannover liegen rund um den Reinhardswald auch mehrere kleine Flugplätze. Dies sind der 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Flugplatz Hölleberg bei Trendelburg, der 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Flugplatz "Der Dingel" bei Hofgeismar und der 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Flugplatz Uslar bei Uslar. Informationen über diese Flugplätze findet man im jeweiligen Ortsartikel.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Der Reinhardswald ist, obwohl eines der am wenigsten besiedelten Gebiete Deutschlands, gut durch Straßen erschlossen. Ausgangspunkte für eine Fahrt in den Reinhardswald sind zum Beispiel Kassel, Hann. Münden und Hofgeismar. Entlang des Reinhardswaldes verlaufen die Bundesstraßen B3 (Kassel-Hann. Münden), B80 Wesertalstraße (Hann. Münden-Bad Karlshafen) und B83 (Kassel-Hofgeismar-Bad Karlshafen).

Einige Straßen im Reinhardswald werden im Winter aus Naturschutzgründen nur geräumt und nicht gestreut, so zum Beispiel die nicht ausgebaute Waldstraße. Entlang der Straßen im Reinhardswald liegen eine Vielzahl von Wanderparkplätzen, von denen Rundwanderwege unterschiedlichster Länge den Reinhardswald erschließen.

Zwischen Hann. Münden und Bad Karlshafen gibt es mit der Wolfgang-Stremmel-Brücke bei Gieselwerder nur eine einzige Brücke im Wesertal, dafür aber mehrere Gierseilfähren (siehe Abschnitt Sehenswürdigkeiten).

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

Durch den Reinhardswald verkehren mehrere Buslinien (siehe Abschnitt Mobilität), meistens ausgehend von den Bahnhöfen der drei den Reinhardswald tangierenden Bahnstrecken, der Bahnstrecke NortheimOttbergen (Sollingbahn) mit dem 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Bahnhof Bad Karlshafen, der Bahnstrecke Halle (Saale)Kassel (Halle-Kasseler Bahn / Hannöversche Südbahn) mit dem 5 Typ ist Gruppenbezeichnung Bahnhof Hann. Münden und der Bahnstrecke KasselWarburg (Friedrich-Wilhelms-Nordbahn) mit dem 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Bahnhof Hofgeismar.

Wichtigste Buslinie ist der AusflugsBus 190 zwischen Hann. Münden, Reinhardshagen, Sababurg und Hofgeismar. Dieser verkehrt täglich alle zwei Stunden, sowie von April bis Oktober mit Fahrradträger (max. fünf Fahrräder). Seit April 2017 sind auch der nördliche Teil des Reinhardswaldes und das hessische Wesertal mit den ehemaligen Schulbuslinien 192, 193 und 194 täglich alle zwei Stunden erreichbar.

Mobilität[Bearbeiten]

Den Reinhardswald erkundet man am besten bei ausgedehnten Wandertouren. Alternativ kann man auch gut auf den diversen Fahrwegen Radtouren unternehmen, sofern man Steigungen nicht scheut. Allerdings gibt es im Gebirge keine flächendeckende Radwegweisung. Daher sollte man möglichst eine Karte dabei haben.

Linienbusse (ÖPNV)[Bearbeiten]

Folgende Buslinien verkehren ganzjährig durch den Reinhardswald und die angrenzenden Gemeinden (Stand 2017):

  • Linie 40: Kassel <> Ihringshausen <> Simmershausen <> Rothwesten <> Holzhausen
Verkehrt täglich (Reisedienst Bonte)
Verkehrt täglich (Reisedienst Bonte)
Verkehrt Montags bis Freitags an Schultagen (Reisedienst Bonte)
Verkehrt täglich, von April bis Oktober mit Fahrradträger (max. fünf Fahrräder) (Reisedienst Bonte)
Verkehrt Montags bis Freitags an Schultagen (Reisedienst Bonte)
Verkehrt Montags bis Samstags (Reisedienst Bonte)
Verkehrt täglich, von April bis Oktober mit Fahrradträger (max. fünf Fahrräder) (Omnibusbetrieb Sallwey)
Verkehrt Montags bis Freitags (Omnibusbetrieb Sallwey)
Verkehrt täglich, von April bis Oktober mit Fahrradträger (max. fünf Fahrräder) (Omnibusbetrieb Sallwey)
Verkehrt Montags bis Freitags (Omnibusbetrieb Sallwey)
Verkehrt täglich (ARGE Sallwey Uhlendorff)
Verkehrt täglich (ARGE Sallwey Uhlendorff)
Verkehrt täglich (ARGE Sallwey Uhlendorff)
Verkehrt Montags bis Samstags (Regiobus Uhlendorff)

Wildschutzgatter[Bearbeiten]

Wanderweg entlang des Wildschutzgatters im Reinhardswald

Im Süden des Reinhardswaldes gibt es ein großes "Wildschutzgatter". Das 100 Quadratkilometer große Wildgatter ist von 76 km Zaun umgeben. Das Gebiet wurde bereits 1867 eingezäunt. Heute ist das Gebiet teilweise politisch in der Region umstritten. Hier hat der Wald "Öffnungszeiten" und gesonderte Betretungsregelungen. Diese hängen vor Ort an den Zugängen aus. Im Prinzip hängt genau der folgende § 3 der "Anordnung betreffend das Wildschutzgebiet "Reinhardswald" vom 19. August 2000" vor Ort an den Zugängen zum Wald aus. Daher der Einfachheit halber die Regelung als Zitat aus der entsprechenden Verordnung:

1. In der Zeit vom 1. März bis 30. Juni darf das Wildschutzgebiet nur auf öffentlichen Straßen, ausgebauten Forstwegen und markierten Wanderwegen betreten werden.

2. In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September darf das Wildschutzgebiet von 21.00 bis 7.00 Uhr, und in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. April in der Zeit von 18.00 bis 7.00 Uhr nur auf den dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen betreten werden.

3. Vom Betretungsrecht werden ganzjährig ausgenommen:

a) Flächen, auf denen durch Pflanzung oder natürliche Bestandsverjüngung Wald begründet oder nachgezogen wird, bis zu einer Höhe des Jungwuchses von vier Metern sowie
b) Äsungsflächen und Wiesen.

4. Es ist verboten, sich Wildfütterungen zu nähern und dadurch Wildtiere zu stören.

5. Es ist verboten, im Wildschutzgebiet Hunde frei laufen zu lassen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Miniatur-Freilichtmuseum Mühlenplatz bei Oberweser-Gieselwerder - Das Museum zeigt Modelle von Gebäuden im Maßstab 1:25 bis 1:40.
  • Wasser bergauf - Das "Wasser bergauf" ist eine kleine Sehenswürdigkeit bei Gieselwerder im Reinhardswald, die man am Wegesrand mitnehmen kann.
  • Kartersee "Nasser Wolkenbruch" - eher unbekanntere Sehenswürdigkeit bei Trendelburg. Den Kratersee kann man bei Interesse unterwegs gute als Zwischenstopp mit besuchen.

Sababurg[Bearbeiten]

Hundert Jahre soll Dornröschen auf der Sababurg mitten im Reinhardswald verschlafen haben.

Die Sababurg entstand auf den Ruinen der vom Mainzer Erzbischof 1334 erbauten Zapfenburg und wurde vom hessischen Landgraf Wilhelm II. zwischen 1490 und 1492 als Jagdschloss im Reinhardswald wieder errichtet. Im Jahr 1571 gründete einer seiner Nachfolger, Landgraf Wilhelm IV., am Fuße der Burg den Tierpark Sababurg, heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Auch das Schloss Sababurg wird gern besucht. Schon 1959 wurde ein Teil der Ruine zu einem Hotel umgebaut. Erhalten sind die Wallgräben, der östliche Treppenturm sowie Teile der Ringmauern mit den Flankentürmen.

In der Nähe befindet sich im Reinhardswald der Urwald Sababurg. Direkt unterhalb der Burg liegt der großzügige gerne besuchte Tierpark Sababurg.

Tierpark Sababurg[Bearbeiten]

Der Tierpark Sababurg zählt zu den ältesten Wildparks in Europa. Die große 130 Hektar große Anlage schmiegt sich zwischen Eichenalleen in eine weite Talmulde zu Füßen der Sababurg. Die weitläufige Anlage wurde bereits 1571 angelegt und ist von einer hohen Mauer eingefasst. Der heutige Tierpark wurde 1973 durch den Landkreises Kassel neu eröffnet. 2011 konnte der Park mehr als 250.000 Besucher begrüßen. Weitere Details zur Parkgeschichte siehe entsprechender Wikipediaartikel.

1 Tierpark Sababurg, Sababurg 1, 34369 Hofgeismar. Tel.: +49 5671 766499-0, Fax: +49 5671 766499-99, E-Mail: . Der Tierpark hat sich in den letzten Jahren von einem rein traditionellen Wildpark in die Breite entwickelt. So werden im Bereich "Kinderzoo" neue Tierarten gezeigt, die vor allem Familien mehr ansprechen: Dies sind z. B. Humboldt-Pinguine, Berberaffen und tasmanische Bennett-Wallabys (Kängurus). Daneben gibt es Streicheltiergehege. Größter Schwerpunkt der Anlage ist mit rund zwei Duzent Tierarten aber der Bereich "Urwildpark". Zu sehen gibt es hier u. a. Wisente, Wölfe, Vielfraße, verschiedene Hirscharten, Luchse, Steinböcke, Exmoor-Ponys, Heckrinder - und -Pferde, Fischotter und Mufflons. Daneben existiert noch der Bereich "Haustierhof". Hier werden am "Pickers Hof" vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen gezeigt. Ferner hat im Park eine Greifvogelwarte ihren Sitz. Im Eingangbereich besteht ein umfangreiches Tierparkmuseum. Das Museum ist in einem Fachwerkhaus aus dem Jahr 1610 beheimatet. Zu sehen gibt es eine Ausstellung über die Tierparkgeschichte, die Pferdezucht und eine heimatkundliche Sammlung zur Region Reinhardswald. Ferner wird auch zum Thema Brüder Grimm & Reinhardswald informiert. Gastronomie ist natürlich ebenfalls vorhanden. Wer möchte kann auch einen der Grillplätz im Park mieten. Geöffnet: Apr - Sept 8-19 Uhr, Okt 9-18 Uhr, Nov - Feb 10-16 Uhr, März 9-17 Uhr. Preis: 8 €, Kinder 4,50 €, Familienkarte 21 €. Typ ist Gruppenbezeichnung

Urwald Sababurg[Bearbeiten]

Die im Urwald Sababurg stehende Kamineiche gilt als eines der Wahrzeichen des Reinhardswaldes

Das bekannte Naturschutzgebiet mit seinen mächtigen alten Baumriesen, liegt etwa 2 km südwestlich der Sababurg. Im Schutzgebiet stehen diverse alte Baumriesen, die teilweise schon abgestorben sind und sich in ökologisch wertvolle Totholzbiotope verwandelt haben. Man findet aber auch noch schöne lebende Baumriesen, die teilweise älter als 500 Jahre sind. Bereits am Eingang in das Gebiet wird man von der "Heiligen Halle", einem Hain aus mächtigen Rotbuchen empfangen. Der bekannteste Baumriese ist wohl die mächtige Kamineiche, die oft stellvertretend für die Darstellung des Urwalds Sababurg herangezogen wird. Weitere Merkmale des Gebiets sind die weiten Adlerfarnfluren. Im hinteren Bereich des Naturschutzgebiets findet man auch noch einige riesige Nadelbäume.

  • Geschichtliches: Das 92,2 ha große Naturschutzgebiet wurde bereits 1907 als eines der ersten deutschen Naturschutzgebiete unter Schutz gestellt. Bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde der heutige Urwald als Hutewald genutzt. Im Rahmen dieser Waldbewirtschaftung war das Gebiet Waldweide für das Vieh (z. B. für Schweine, die die Eicheln, Bucheckern und junge Triebe fraßen). Die Weiderechte wurden 1865 aufgehoben. Nach über 100 Jahren Schutz verwandelt sich das Gebiet langsam in einen echten Urwald. Die alten, ausladenden Hutebäume (Eichen- und Buchenveteranen) sterben langsam nach und nach ab und neue Bäume übernehmen die Herrschaft im Gebiet. So ist die Rotbuche im Schutzgebiet auf dem Vormarsch. Der Umwandlungsprozess ist aber lange noch nicht abgeschlossen. Teilweise wurden auf den Adlerwaldfluren sogar einzelne Bäume nachgepflanzt, da der bis zu 2 m hohe Riesenfarm die Waldverjüngung wohl weitgehend unterdrückt.
  • Touristische Erschließung: Den 7 Einstieg in die Rundwanderwege Typ ist Gruppenbezeichnung findet man an der Kreisstraße Hofgeismar - Sababurg. Hier gibt es gegenüber des Urwaldeingangs auch einen Wanderparkplatz sowie eine Haltestelle der Ausflugsbuslinie 190. Im Gebiet gibt es übrigens keine Bänke und Rastplätze. Vereinzelt liegen am Wegesrand einige Stücke vom Baumstämmen, die sich gut als Bankersatz eignen. Dieses Holz stammen von Pflegemaßnahmen aus Naturschutzgründen.
Bitte die üblichen Regeln für das Betreten von Naturschutzgebieten beachten (keine Blumen, Pflanzen und Pilze pflücken, auf den Wegen bleiben, keinen Müll hinterlassen...), damit auch noch die nächsten Besucher eine schöne Natur vorfinden. Einige "Schaustellen der Natur" sind mit Holzbarrieren abgesperrt. Diese Holzzäune bitte respektieren. Die Zäune stehen so, dass man auch vom Zaun aus schöne Bilder knipsen kann. So findet sich z. B. an der Drilingsbuche ein solcher Zaun. Grund war evtl. der großflächig platt getrampelte und damit verdichtete Boden um den Baumveteran. Der feste Boden kann mit dazu beitragen, den Baum nachhaltig zu schädigen. Das Radfahren ist im Schutzgebiet nicht gestattet.
  • Führungen:
- "Ritter Dietrich vom Reinhardswald" alias Dieter Uffelnmann aus Trendelburg bietet nach Vereinbarung auch eine Gruppenführung durch den Urwald an (weitere Infos siehe seine Seite).
  • Exkursionsziel für (Hobby)Fotografen und Lernort für Mal- und Fotokurse: Mit seiner Geschichte als "Malerreservat" zieht der Urwald Sababurg natürlich auch heute noch viele kreative, naturliebende Menschen an. Der in Fuldatal-Ihringshausen mit Atelier ansässige Grafiker und Künstler Norbert Städele bietet in seiner Malschule auch den Urwald Sababurg als Exkursionsziel an (Kontakt und Kursinfo siehe hier). Darüber hinaus bieten überregional diverse Fotoschulen den Urwald als Ziel für Fotokurse und -reisen an. Wer im Netz nach entsprechenden Angeboten sucht, wird schnell fündig.

Gierseilfähren im Wesertal[Bearbeiten]

Fähre Gestiefelter Karter zwischen Oedelsheim und Gottstreu
Märchenfähre zwischen Lippoldsberg und Vorwerk (Gewissenruh)

Die motorlosen Gierseilfähren sind eine nostalgische Art den Fluss zu queren. Ungewohnt ist die Stille während der Fahrt, da die Fahrzeuge nur durch die Strömung des Flusses angetrieben werden. Hintergrundinformationen zur Gierseilfähre allgemein sind im entsprechenden Wikipediartikel zu finden. Die Fähren im einzelnen flussabwärts (Details in den Ortsartikeln):

  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Fähre Veckerhagen−Hemeln
  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung Fähre Oedelsheim−Gottstreu (Gestiefelter Kater)
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung Fähre Lippoldsberg−Vorwerk (Märchenfähre)
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Fähre Wahmbeck−Gewissenruh

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wandern[Bearbeiten]

Weserberglandweg im Reinhardswald[Bearbeiten]

Der 225 km lange Weitwanderweg erschliesst das gesamte Weserbergland zwischen Hann Münden und Porta Westfalica am Weserrdurchbruch. Die ersten drei Etappen von Hann Münden nach Bad Karlshafen führen durch den Reinhardswald. Auf diesem etwa 50 km langen Wegstück lässt sich das Mittelgebirge an einem verlängertem Wochenende gemütlich erwandern. Die Etappen:

  • 1. Etappe: Hann Münden - Reinhardshagen-Veckerhagen - 14 km mit etwa 450 hm Bergauf und 400 hm bergab: Vormittag bleibt noch Zeit für die (Bahn)anreise nach Hann münden und einer Stadtbesichtigung der "Fachwerkmetropole"). Wer sportlicher ist und in Hann münden übernachtet kann auch am ersten Tag gleich 26 km bis zur Sababurg absolvieren.
  • 2. Etappe: Reinhardshagen-Veckerhagen - Sababurg - 13 km mit etwa 400 hm bergauf und rund 250 hm bergab. Nachmittag ist Zeit für die Besichtigung des Urwald Sababurg oder auch des Tierparks Sababurg.
  • 3. Etappe: Sababurg - Bad Karlshafen- 20 km mit rund 460 hm bergauf und etwa 670 hm bergab. Die Etappe führt über Gottsbühren mit Wallfahrtskirche nach Oberweser zum Miniatur-Freilichtmuseum Mühlenplatz. Weiter geht es wieder ansteigend über den Höhenzug nach Helmarshausen bei Bad Karlshafen. Hier bietet es sich bei schönem Wetter an von der Route im Diemeltal abzuweichen und von Helmarshausen über die Burgruine Krukenburg nach Bad Karlshafen zu wandern.

Weitere lokale Wanderrouten[Bearbeiten]

Siehe auch: Wanderrouten rund um Hofgeismar Zum Beispiel "Auf den Spuren des Bergbaus": von Reinhardshagen (Ortsteil Veckerhagen) führt der Weg zum Gahrenberg und hier zur ehemaligen Braunkohlenzeche (siehe Wandertipp auf HNA-Regiowiki). Siehe auch: Eco Pfade Nordhessen "Kulturrundwege" Eco Pfade: An diesen thematischen Rundwanderwegen informieren tafeln über die Kultur- und Naturlandschaft Reinhardswald und stellen kleinere Sehenswürdigkeiten vor. Die Faltblätter zu den verschiedenen Routen im Reinharsdswald können als PDF-Datei von www.eco-pfade.de heruntergeladen werden.

Radwandern[Bearbeiten]

Siehe auch: Radrouten rund um Hofgeismar

Titel Länge Startpunkt / Endpunkt Beschreibung Bild
Diemel-Radweg 110 km UsselnBad Karlshafen Der Diemel-Radweg folgt der Diemel von ihrer Quelle im Rothaargebirge über den Diemelsee, Marsberg, Warburg, Trendelburg nach Bad Karlshafen. Dabei liegen Teile der Route sowohl in Hessen, als auch in Nordrhein-Westfalen, sodass die Ausschilderung nicht durchgehend einheitlich ist. Seit 2014 liegt am Streckenrand der Deiseler Tunnel. Diemel radweg viadukt zw warburg und haueda ds wv 05 2011.jpg
Fulda-Weser-Radweg 260 km GersfeldBad Karlshafen Fulda-Radweg - Der Hess. Radfernweg R1 folgt der Fulda von ihrer Quelle an der Wasserkuppe über Gersfeld, Fulda, Bad Hersfeld, Bebra, Rotenburg an der Fulda, Melsungen und Kassel nach Hann. Münden, sowie weiter entlang der Weser bis nach Bad Karlshafen. Der Teilabschnitt im Wesertal wird dabei auch Fulda-Weser-Radweg genannt. Radweg Reinhardshagen Oberweser Weser.JPG
Weser-Radweg 491 km Hann. MündenCuxhaven Der Weser-Radweg verläuft wie die Weser zwar größtenteils durch Niedersachsen, aber in seinem oberen Abschnitt zwischen Hann. Münden und Bad Karlshafen auch ein kleineres Teilstück durch Hessen. Leider besitzt dieses im Gegensatz zum restlichen Weser-Radweg keine normgerechte, sondern nur eine veraltete lokale Ausschilderung. Radweg Bodenfelde Bad Karlshafen Weserschleife.JPG
Märchenland-Radrundweg 103 km Rund um den Reinhardswald Der Märchenland-Radrundweg verläuft entlang von Diemel, Esse, Fulda und Weser einmal rund um den Reinhardswald, wobei nur der Abschnitt zwischen Hofgeismar und Fuldatal durchgehend als Märchenland-Radrundweg ausgeschildert ist. Auf dem anderen Teilstück wurde die Ausschilderung mehr in die der bereits bestehenden Radwege integriert. Scheune Radweg Grebenstein.JPG
Reinhardswaldradweg 55 km KasselWülmersen Der Reinhardswaldradweg führt ausgehend von Kassel meist über Schotterwege in den Reinhardswald zur Sababurg und weiter nach Wülmersen ins Diemeltal. Leider befinden sich Ausschilderung und Streckenabschnitte in einem schlechten Zustand, sodass bei einer Radtour auf der Route Karten und Mountainbikes hilfreich sein können. Radweg Gottsbüren - Wülmersen (1).JPG

Wer als Urlauber die Region per Rad erkunden möchte findet passende Beherberungsbetriebe mit eigenem Radverleih im Fahrradpool Weser-Diemel.

Wasserwandern[Bearbeiten]

Kanu- und Kajaktouren sind auf Weser und Diemel möglich. Auf der Diemel müssen allerdings Wehre umtragen werden.

Kanu-Schumacher mit Kanustation in Bad Karlshafen und dem Hauptsitz in Trendelburg an der Diemel verleiht Boote.

Die private Fahrt auf der Diemel im eigenem Kanu ist aus Naturschutzgründen nur nach Anmeldung erlaubt. Online-Anmeldung und weitere Infos siehe Kanuseite des Regierungspräsidiums Kassel. Kanuvermieter verfügen über entsprechende Bootskontingente. Hier ist keine separate Anmeldung erforderlich.

Zur Weser siehe auch Schwerpunktartikel "Wasserwandern auf der Weser".

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Landschaftlich attraktiv: Das von den Höhen des Reinhardswaldes gesäumte Wesertal nördlich von Reinhardshagen: Zu sehen sind die Bundesstraße 80, der Hess. Radfernweg R 1 und rechts schließlich die Weser.
Landschaftlich attraktiv: Das von den Höhen des Reinhardswaldes gesäumte Wesertal nördlich von Reinhardshagen: Zu sehen sind die Bundesstraße 80, der Hess. Radfernweg R 1 und rechts schließlich die Weser.

Klima[Bearbeiten]

Der Reinhardswald liegt in der gemäßigten Klimazone, die noch sehr stark von atlantischen Westwetterlagen beeinflusst wird. Im Vergleich zum Süden von Hessen scheint daher im Reinhardswald (= nördlichster Teil von Hessen) weniger die Sonne, es ist im Vergleich zum Rhein-Main-Gebiet meist 3 bis maximal 5 Grad kälter und es fällt mehr Regen.

Umgangssprachlich wird die Region daher teilweise auch als "hessisch Sibirien" bezeichnet. Diese Umschreibung ist natürlich eine starke Überspitzung. Klimatisch gesehen besitzt der Reinhardswald ein ähnliches Klima wie die vergleichbaren anderen Mittelgebirge in seiner Umgebung (z. B. Solling).

Literatur[Bearbeiten]

Karten[Bearbeiten]

  • HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, ISBN 978-3-89446-319-9, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012).
  • Rad- und Wanderkarte Reinhardswald - Maßstab 1:33 000, ISBN 978-3-86973-012-7, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). Diese Rad- und Wanderkarte ist trotz niedrigerem Maßstab nicht so genau wie die vom Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation.

Bücher[Bearbeiten]

  • Reinhardswald und Diemel-Land - Unterwegs in Dornröschens Heimat, Stiftung hessischer Naturschutz, 88 Seiten gebunden, farbige 147 Abb., ISBN 978-3-921156-67-4, erschienen für 13,50 € im Fachverlag Dr. Fraund

Weblinks[Bearbeiten]

  • Märchenland Reinhardswald - regionale Touristikseite von Liebenau, Trendelburg, Hofgeismar, Immenhausen und Grebenstein
  • www.kassel-land.de - touristische Seite des Region Kassel - Land e.V. Touristik und Regionalentwicklung (hängt mit dem Landkreis Kassel zusammen). Zu dieser Tourismusregion gehört der Reinhardswald offiziell (Hinweis: Die Erlebnisregion "Kassel Land" existiert auf Wikivoyage nicht, da sie für Reisende keine zweckmäßige geografische und touristische Aufteilung hat).
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