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Chattengau und Schwalm-Eder-Aue

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Der Chattengau und die Schwalm-Eder-Aue liegen in Nordhessen etwa 30 km südlich von Kassel.

Die weite Talniederung von Eder und Schwalm lädt zum Radfahren ein. Im Borkener Seenland kann man im Sommer ins kühle Nass springen.

Weites Land: Mit dem Rad unterwegs zwischen Wabern und Felsberg. Im Hintergrund die Ruine Altenburg

Orte[Bearbeiten]

Burgruine Felsberg oberhalb des Städtchens Felsberg

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Bad Wildungen - Die Kurstadt liegt westlich der Niederung in den Ausläufern des Kellerwaldes.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Chatten waren ein germanischer Stamm und gelten als Vorfahren der Nordhessen. Heutzutage wird das hügelige Gebiet rund um Gudensberg im Übergang zum Naturpark Habichtswald als "Chattengau" touristisch vermarktet. Es handelt sich also nicht um eine historische Bezeichnung.

Als "offizielle touristische Einheit" gibt es die Region "Chattengau und Schwalm-Eder-Aue" nicht. Auf Wikivoyage wurde sie jedoch angelegt, um die geografische Hierarchie für Nordhessen in der Ortsdatenbank besser ordnen zu können. Aber auch aus Sicht des Reisenden (z. B. Thema des Radwandern) ergibt ein solcher Artikel Sinn, da es sich bei der Schwalm-Eder-Niederung um die größte zumindest teilweise ebene Region von Nordhessen handelt (ist etwa 10 x 20 km groß).

Amtliche Naturräume[Bearbeiten]

Geografisch kann man die "amtlichen Naturräume" Fritzlarer Ederflur, Fritzlarer Börde, Gudensberger Kuppenschwelle, Großenengliser Platte, Schwalmaue, und die Homberger Bucht der touristischen Region "Chattengau und Ederniederung" zuordnen. Im Raum Borken sind noch Teile des Trockenerfurther Gefildes, des Borkener Beckens und die nördlichsten Ausläufer des Frielendorfer Hügellandes dieser touristischen "Wikivoyageregion" zuzuordnen (Karte siehe hier im Umweltatlas des Landes Hessen).

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Schwalm-Eder-Niederung wird überregional von der Autobahn 49 erschlossen, auf den man schnell aus Richtung Norden von Kassel aus die Region erreicht. Die A 49 endet allerdings in Neuental südwestlich von Borken. Von der Ausfahrt „Borken“ erreicht man über die B 3 dann Marburg.

Ein Weiterbau der A 49 bis zur A 5 bei Homberg (Ohm) ist aber geplant. Momentan laufen die Arbeiten an einem weiteren 12 km langem Stück bis Schwalmstadt.

Aber auch über die gut vernetzte Autobahn A 7 gelangt man schnell in die Region. Dazu die A 7 an der Ausfahrt "Melsungen" verlassen und über die Bundesstraße 253 hinab nach Felsberg an der Eder fahren. Wer diese Variante wählt kann nach dem Verlassen der Autobahn die Ruine Heiligenberg besuchen und den Blick über die Region schweifen lassen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Zug reist man über die Main-Weser-Bahn bis zum Bahnhof Wabern an. Hier halten die Regionalexpresszüge der Linie Kassel - Frankfurt und die Intercityzüge der Linie Frankfurt - Hamburg. Ab Wabern besteht mit dem Zug Anschluss Richtung Fritzlar. Achtung: Der Bahnhof Wabern besitzt keine Aufzüge sondern nur Treppen, über die die Mittelbahnsteige zu erreichen sind (hier Abfahrt von RE und IC).

Ferner verkehrt ab Kassel die Regiotramlinie RT 9 bis Schwalmstadt-Treysa. Die Strecke gehört zum Nordhessischen VerkehrsVerbund NVV. Die RT 9 hält an allen Stationen entlang der Strecke in der Region.

Buslinien erschließen die Gemeinden und Städte, die keinen Bahnhof haben.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Nahverkehr Schwalm-Eder GmbH betreibt zahlreiche Buslinien im Schwalm-Eder Kreis.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Dreiburgenstadt Felsberg - mit Felsburg (im Sommer am Wochenende zugänglich, Ruine Heiligenberg (Turm mit schöner Rundsicht, der bis auf die Weihnachtszeit frei zugänglich ist) und der Ruine Altenburg an der Eder (in Privatbesitz, nicht zugänglich).
  • Odenberg mit Aussichtsturm nördlich von Gudensberg
  • Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum in Borken - Rund um die Stadt wurde bis 1991 Braunkohle gefördert. Heute ist die ehemalige Tagebaulandschaft weitgehend rekultiviert und wird teilweise touristisch als Badeseen genutzt. Die Geschichte des Bergbaus ist im Museum mit Besucherstollen dokumentiert. Außerhalb von Borken gibt es dazu noch den Themenpark Energie & Kohle, in dem alten Tagebaumaschinen ausgestellt sind. Umfangreiche Informationen über den Braunkohleabbau sind auch im Wikipediaartikel "Borkener Braunkohlerevier" zu finden.
  • Berg Altenburg mit Aussichtsturm und archäologischem Rundwanderweg zum Keltenwall - Der westlich von Borken liegende Berg begrenzt die Schwalm-Eder-Niederung nach Westen hin. Vom Turm hat man u. a. einen netten Ostblick auf Borken und die Schwalm-Eder-Niederung.
Panorama: Du kannst das Bild horizontal scrollen.
Ist sehenswert: Der Panoramablick von der Burgruine Heiligenberg über die weite Schwalm-Eder Niederung. Vorne mittig im Bild liegt der Felsberger Stadtteil Gesungen. Rechts davon findet man die die Kernstadt mit der Felsburg. Am Horizont ist der Kellerwald zu sehen.
Ist sehenswert: Der Panoramablick von der Burgruine Heiligenberg über die weite Schwalm-Eder Niederung. Vorne mittig im Bild liegt der Felsberger Stadtteil Gesungen. Rechts davon findet man die die Kernstadt mit der Felsburg. Am Horizont ist der Kellerwald zu sehen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Radfahren - Als überregionale Radwege erschließen der Eder-Radweg und der Schwalm-Radweg die Ederniederung. Zusätzlich gibt es noch einige regionale Radrouten. Wer die Region per Fahrrad erkunden möchte, der sollte sich eine Karte zulegen, denn nicht alle fahrbaren Wege sind gut ausgeschildert.
  • Baden - Ist im Naturbadesee "Stockelache" und im Singliser See bei Borken möglich. (Infos siehe auch www.borken-hessen.de -> Tourismus)
  • Aquagolf am Singliser See (Info)

Wasserwandern[Bearbeiten]

Kanutouren auf Eder und Schwalm:

  • Für eine Kanutour ist die Eder ein ganz netter Fluss, der auch in trockenen Perioden immer gut Wasser führt. Besonders im Sommer wird zur Aufrechterhaltung der Schifffahrt auf der Oberweser verstärkt Wasser aus der Edertalsperre abgelassen. Der Fluss besitzt allerdings einige Wehre die umtragen werden müssen bzw. einge Sohlschwellen die als "Wildwasserstufe" für geübtere Kanuten evtl. noch durchfahrbar sind. Größere, motorisierte Schiff sind daher auf der Eder nicht anzutreffen (eine detaillierte Flusskarte des Abschnitts Wabern - Edermünde ist auf der Seite von Kanusport Waltraud Vöhl zu finden).
  • Die kleine Schwalm kann zu Niedrigwasserzeiten allerdings nicht befahren werden. Teilweise gibt es im Bereich von Mühlen auch Wehre, die man umtragen muss. Die Fahrt auf der Schwalm ist aus Naturschutzgründen nur nach Anmeldung erlaubt. Online-Anmeldung und weitere Infos siehe Kanuseite des Regierungspräsidiums Kassel.
  • Angeboten werden Kanutouren in der Region von:
- Erlebnistouren Odenhardt mit Sitz in Edertal-Anraff
- Kanusport Waltraud Vöhl (Sitz Frankenberg (Eder))

Sicherheit[Bearbeiten]

Spezielle Probleme mit Kriminalität gibt es nicht.

Im Sommer sollte man als Radfahrer und Wanderer aber bei Gewittergefahr die offenen Feldfluren meiden.

Klima[Bearbeiten]

Für Nordhessen besitzt die Ederniederung ein recht mildes Klima. So findet man nördlich von Felsberg am Böddiger Berg auch die einzigen Weinberge von Nordhessen (Info Wikipedia).

Weblinks[Bearbeiten]

  • LEADER-Region Schwalm-Aue - keine touristische Seite, aber für Interessierte an der regionalen Tourismusförderung lesenswert.
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