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Schwalm-Radweg

Fahrrad
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Schwalm-Radweg
BundeslandHessen
Einwohnerzahl
Höhe
Lagekarte von Hessen
Lagekarte von Hessen
Schwalm-Radweg

Der 100 km lange Schwalm-Radweg führt entlang von der Quelle im nördlichen Vogelsberg über Alsfeld nach Felsberg (Hessen). Hier mündet die Schwalm in die Eder. Höhepunkte am Weg sind die Fachwerkstädte Alsfeld und Treysa sowie gemütliche Dörfer. Am Ende der Tour hat Felsberg noch ein paar Burgen zu bieten.

Streckenprofil

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Ausschilderung / Logo des Schwalm-Radweges
  • Länge: 106km
  • Ausschilderung: gut bis sehr gut mit den üblichen weiß-grünen Pfeilwegweisern
  • Steigungen: von der Quelle bis Alsfeld hügelig, von dort mit Ausnahme der kurzen Steigung in Schlierbach leicht hügelig bis flach
  • Wegzustand: Quelle - Alsfeld inzwischen gut hergerichtete, abgesplittete Feld- und Waldwege, Alsfeld - Treysa bis auf 1km asphaltiert, Treysa bis Felsberg-Gensungen viele gesplittete Feld- und Waldwege; siehe auch Abschnitt Sicherheit
  • Verkehrsbelastung: es dominieren die ruhigen Abschnitte (Feld- und Waldwege), die Abschnitte neben Bundesstraßen, auf Landstraßen und auf Ortstraßen machen aber auch 35% aus.
  • Geeignetes Fahrrad: Tourenrad mit Profilreifen und 7-Gangschaltung, Pedelec oder MTB
  • Familieneignung: teilweise
  • Inlinereignung: nur im Bereich Schwalmstadt (Loshausen, Ziegenhain, Treysa)
Wegweiser in Schwalmstadt-Treysa
Wegweiser in Renzendorf

Hintergrund

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Infos zur Region siehe auch Artikel Schwalm.

Wer sich für die Schwalm näher Interessiert, kann in Ziegenhain das Museum der Schwalm besuchen.

Vorbereitung

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Karte
Für die Darstellung der Anschlussstrecken bei den Ebenen "Radwege" anklicken.

Es bietet sich an den Schwalmradweg als klassische Mehrtagestour zu fahren.

Sofern die An- und Abreise per Bahn nicht mehr als einen halben Tag beträgt, kann man die Strecke komplett in 3 Tagen absolvieren. Die Tour passt dann ideal in ein verlängertes Wochenende.

Überregional lässt sich die Strecke in eine attraktive Entdeckungsreise von Frankfurt am Main in Südhessen bis in die Documentastadt Kassel in Nordhessen einbetten. Man lernt so viele Facetten von Hessen kennen: Bewaldete Mittelgebirge, kleine Fachwerkstädte und -dörfer sowie auch liebliche Flusstäler.

Die Pedelecstrecke von Frankfurt am Main bis Kassel lässt sich inkusive Schwalmradweg gut in vier Tagesetappen einteilen. Dabei werden Teile des attraktiven Vulkanradwegs im Vogelsberg mit genutzt:

  • 1. Etappe: Frankfurt am Main - Hohe Straße - Glauburg - Gedern (etwa 65km)
  • 2. Etappe: Gedern - Hoherodskopf - Schwalmquelle - Alsfeld (etwa 60km)
  • 3. Etappe: Alsfeld - Schwalmstadt - Bad Zwesten (etwa 65km)
  • 4. Etappe: Bad Zwesten - Schwalmmündung bei Felsberg - Kassel (etwa 70 km)

Läden und Einkehrmöglichkeiten im Bereich des Schwalmradwegs findet man vorwiegend in den größeren Orten und Städten.

Anreise

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Mit der Bahn

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Bahnhöfe und Haltepunkte findet man in Felsberg-Gensungen, Wabern, Borken-Singlis, Borken, Neuental-Zimmersrode, Neuental-Schlierbach, Schwalmstadt-Treysa und Alsfeld.

Wenn man zur Quelle möchte: Einzelne Räder kann man mit dem Bus vom Bahnhof Mücke (Haltestelle der Vogelsberg-Bahn von Gießen über Alsfeld nach Fulda) nach Ulrichstein transportieren. Von dort gelangt man über den R 4 zum Schwalm-Radweg.

Sonst Einstieg über den Hoherodskopf mit den dort endenden Freizeitbussen mit Radtransport. Weiteres dazu siehe Streckenbeschreibung.

Mit dem Fahrrad

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Anbindung an der Quelle an:

In Renzendorf Anbindung an:

In Alsfeld Anbindung an:

  • Burgen-Strecke aus Richtung Burg-Gemünden
  • D4/Hessischer Radfernweg R2/Antrifttalradweg aus Richtung Marburg - Neustadt - Antrifttal

In Willingshausen-Loshausen Anbindung an:

In Schwalmstadt Anbindung an:

In Wabern Anbindung an:

In Felsberg Anbindung an:

Mit dem Auto

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Von Köddingen aus kann man mit dem Auto fast bis zur Quelle fahren. Einen Parkplatz gibt es dort nicht, aber die Strecke ist wenig befahren. Die A 49 - von Kassel kommend führt teilweise entlang der Schwalm.

Streckenbeschreibung

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Schwalmquelle im Vogelsberg
Durch diese Gasse muss man radeln. Kante vom Alsfelder Rathaus erkennbar.
Schöner Radweg auf dem Damm hinter Ziegenhain
Blick auf Schwalm und Staudamm im Hochwasserrückhaltebecken

1. Etappe: Hoherodskopf - Schwalmquelle - Alsfeld (40km)

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Der Start einer Radtour auf dem Schwalmradweg bietet sich auf dem 1 Hoherodskopf an. Zwischen Mai und Oktober gelangt man mit den Freizeitbuslinien mit Radtransport bequem auf den Berg. Die Linien verkehren Sa, So und Feiertags (vogelsberger-vulkan-express.de).

Alternativ ist auch eine Tagesradtour ab Alsfeld zur Schwalmquelle möglich. Dann zweimal im schmucken Alsfeld übernachten.

1. Abschnitt: Hoherodskopf - Schwalmquelle (18km)

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Km 0: Hoherodskopf

~ ~> Auf der beschilderten verbindungroute durch den Oberwald nach Ulrichstein

Km 10: 1 Verzweig Hoherodskopfsteig / R4 bei Ulrichstein - Hier bietet sich der Abstecher nach 1 Ulrichstein (auf 565m Höhe) an. Im Ort lädt die Burgruine zu einem Besuch ein. Die 1 Burgruine ist baulich wenig spektakulär. Aber es gibt einen attraktiven Talblick Richtung Nordwesten.

Km 18: Schwalmquelle - Infos siehe unten.

2. Abschnitt: Schwalmquelle - Alsfeld (22km)

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Km 18: Schwalmquelle - ein kurzer Fußweg führt zur Quelle, die sich im Sommer recht zugewachsen präsentiert.

Als Erstes kommt ab der Quelle ein knapp 3km langer Waldweg mit wassergebundener Decke. Vor Storndorf folgt ein steiler, asphaltierter Feldweg mit Blick über die einsame Landschaft.

Km 25: 2 Storndorf (auf 350m Höhe) - Hier beginnt der eigentliche "Talradweg". Rastmöglichkeit am Wohnmobilstellplatz. Laut Openstreetmap gibt es im Ort einen Dorfladen und einen Gasthof.

~ ~> Der Schwalmradweg folgt in Personalunion dem R4 durch die Dörfer talwärts. Die Strecke in der Talniederung der Schwalm ist meist verkehrsfrei geführt. Asphaltierte und geschotterte Wirtschaftswege wechseln sich auf der Route ab. Schloss Altenburg südlich Alsfeld ist privat bewohnt und damit nicht zugänglich.

Km 40: Alsfeld - attraktive alte Fachwerkstadt die zur Erkundung einlädt.

2. Etappe: Alsfeld - Bad Zwesten (53km)

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Diese Etappe führt durch die namensgebende Region Schwalm. Bei Bad Zwesten wird der Kellerwald gestreift.

1. Abschnitt: Alsfeld - Treysa (30km)

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Km 0: 3 Alsfeld - Etappenstart am Marktplatz (auf 250m Höhe)

~ ~> Hinter dem Ort Münch-Leusel verläuft der Radweg in einem leeren Staubecken, das dem Hochwasserschutz dient. Man radelt auf den Staudamm zu (Foto). Sollte das Becken voll sein, muss die Landstraße von Münch-Leusel nach Heidelbach genutzt werden. Mittlerweile (Stand 2025) ist die Strecke hier nördlich des Rückhaltebeckens komplett bis Schreckbach asphaltiert.

Km 13: 4 Schrecksbach (230 m) - größerer Ort mit etwa 3000 Einwohnern.

~ ~> Achtung an der B 254. Beim Überqueren muss man an dieser unübersichtlichen Stelle sehr aufpassen.
Kapelle Schönberg

Km 15: 5 Röllshausen - 1000-jährige 1 Kapelle Schönberg auf dem gleichnamigen Schönberg. Die Kapelle steht auf einem Basaltkegel vor dem Ort auf der rechten Seite.

~ ~> Über die Weiler Salmshausen und Zella (kleines Fachwerkdorf) geht es weiter die Schwalm flussabwärts.

Km 21: 6 Loshausen - Hier zweigt die Mittelland-Route D4 nach Osten ab. Storchendorf mit gleich drei Nestern.

~ ~> Hier kreuzt der neue Bahnradweg Rotkäppchenland den Hess. Radfernweg R4 und den Schwalm-Radweg. Zweigt man nach links ab, gelangt man komfortabel fast zum Bahnhof Treysa. Dort, wo der Bahntrassenradweg zu Ende ist, ist auch ein Parkplatz und hinter diesem ein asphaltierter Weg, der uns wieder zum Schwalm-Weg führt.

Km 25: 7 Ziegenhain (215 m) − Die ehemalige Residenz- und Kreisstadt ist heute ein Stadtteil von Schwalmstadt mit circa 4175 Einwohnern und überregional vor allem durch die barocke Wasserfestung bekannt, welche im Dreißigjährigen Krieg die viertgrößte Befestigungsanlage in Hessen war und nicht eingenommen werden konnte. Gute Busverbindungen in fast alle Himmelsrichtungen.

~ ~> Auf dem Damm des Rückhaltebeckens fährt man auf einem asphaltierten Weg um das Gewerbegebiet herum. Später radeln man schön auf asphaltierten Wirtschaftswegen direkt im grünen Rückhaltebecken der Schwalm.

Km 30: 1 Treysa - Bahnhof (210 m) - Der Bahnhof liegt nicht direkt an der Strecke. Ein Abstecher zur Altstadt von Treysa oberhalb des Bahnhofs bietet sich aber an. Der größte Stadtteil von Schwalmstadt war bis 1970 eine selbstständige Stadt und heute das Verwaltungszentrum Schwalmstadts. Wer zum Bahnhof oder in die Fachwerk-Altstadt mit Marktplatz, Rathaus, Johannisbrunnen und dem Treysaer Wahrzeichen, der Ruine der Totenkirche St. Martin mit schönem Ausblick will, folgt der Beschilderung des lokalen Radnetzes. Mehrere Buslinien verkehren in die umliegenden Städte und Gemeinden, meist von Bahnhofsvorplatz aus, wo Anschlüsse an den Nah- und Fernverkehr bestehen.

2. Abschnitt: Treysa - Bad Zwesten (23km)

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Schwalmstadt - Neuental
Auf schlecht befahrbaren Schotterwegen um die Leistwiesen herum
Eine der vielen Schwalmmühlen, hier kurz vor Bischhausen direkt am Radweg
Neuental - Bad Zwesten
Rückblick von Bischhausen-Siedlung in das Schwalmtal
Der Brunnentempel in Bad Zwesten

Der 2. Teil der Etappe verläuft zwischen dem Wiesenhof bei Schwalmstadt-Allendorf an der Landsburg und Bad Zwesten identisch mit dem Hess. Radfernweg R4, sowie zwischen Niederurff und Bad Zwesten identisch mit dem Hess. Radfernweg R5. Das wohl am schlechtesten befahrbare Teilstück des Schwalm-Radweg in Nordhessen zwischen Treysa und Rommershausen kann alternativ über den Hess. Radfernweg R4 großräumig über Allendorf an der Landsburg umfahren werden.

Die Höhenmeter betragen in Fahrtrichtung Treysa-Bad Zwesten um die 165 m, in Gegenrichtung rund 175m.

Km 30: 2 Treysa - Bahnhof bzw. Altstadt Treysa: Einstieg in den 2. Etappenteil.

~ ~> Dem kurvigen Verlauf der Schwalm folgend kommt man auf geschotterten Wirtschaftswegen zum Naturschutzgebiet Leistwiesen bei Rommershausen, welches man einmal auf teilweise sehr schlecht befahrbaren Schotterwegen umfährt, für die man fast schon ein Mountainbike benötigt oder notfalls absteigen und schieben muss. Theoretisch könnte man das Teilstück großräumig über den Hess. Radfernweg R4 umfahren. Später muss man dann noch ein kleines Waldgebiet durchfahren.

Km 33: 8 Rommershausen (210 m) - Die größte Sehenswürdigkeit des um die 465 Einwohner großen Stadtteils von Schwalmstadt ist das im 16. Jahrhundert erbaute Schloss Rommershausen mit angrenzendem Park.

~ ~> Über eine nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebene Brücke über die Schwalm und einen kleinen Fuß- und Radweg entlang dieser erreicht man nach nur 400 Metern den Nachbarort.
9 Dittershausen (205 m) - Der circa 255 Einwohner große Stadtteil von Schwalmstadt liegt genauso wie Rommershausen an einer Flussschleife der Schwalm.
~ ~> Erst asphaltiert, dann geschottert am Waldrand eines kleinen Wäldchens entlang zum Wiesenhof, wo man wieder auf den Hess. Radfernweg R4 trifft. Gemeinsam dann auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg einen Bergrücken hinauf, auf wessen anderer Seite man einen schönen Blick auf Schlierbach hat, das man schließlich über einen schlechter befahrbaren geschotterten Wirtschaftsweg und steil bergab über die Straße Am Loh erreicht.

Km 40: 3 Schlierbach - Bahnhof (205 m) - Mit gut 335 Einwohnern liegt der kleine Ortsteil von Neuental mit eigenem Bahnhof, bzw. Haltepunkt inmitten des Schwalmtals.

~ ~> Vom Bahnhof Schlierbach erst rechts-, dann linksseitig auf geschotterten Wirtschaftswegen entlang der Main-Weser-Bahn. Hinter dem Friedhof Waltersbrück bergab in den Ort hinein.

Km 43: 10 Waltersbrück (200 m) - Der um die 450 Einwohner zählender Ortsteil von Neuental wird einmal von der Main-Weser-Bahn durchquert, besaß aber nie einen eigenen Bahnhof oder Haltepunkt an dieser.

~ ~> Zuerst radelt man auf einem geschotterten Wirtschaftsweg entlang der Main-Weser-Bahn an einem größeren Rastplatz mit Schutzhütte vorbei, dann auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg bergab nach Bischhausen-Siedlung (Abzweig Zimmersrode). Man fährt unter der Bundesautobahn 49 hindurch und kommt am Ortseingang von Bischhausen an einer schönen alten Mühle vorbei.

Km 46: 11 Bischhausen (200 m) - Mit gut 380 Einwohnern liegt der Ortsteil der Gemeinde Neuental zwischen Gilsa und Schwalm. Der Nachbarort Zimmersrode, circa einen Kilometer vom Schwalm-Radweg entfernt, besitzt einen eigenen Bahnhof.

~ ~> Kurz hinter Bischhausen überquert man die Gilsa führt auf Asphaltwegen abseits der Landstraße. Dann geht es wieder auf einem Radweg an der Landstraße entlang.

Km 49: 12 Niederurff (205 m) - Der circa 420 Einwohner große Ortsteil von Bad Zwesten ist ein Knotenpunkt im hessischen Radfernwegenetz, da hier der Hess. Radfernweg R5 auf den Schwalm-Radweg und den Hess. Radfernweg R4 trifft.

~ ~> Niederurff wird östlich verlassen; man radelt bergab und überquert die Schwalm. Nun verlaufen die drei Fernradwege auf einem schlecht befahrbaren unbefestigten Weg (nur teilweise geschottert) am Waldrand entlang. Hinter dem Waldcampingplatz fährt man am Wälzebach entlang wieder kurz bergauf an den Ortsrand des Etappenziels.

Km 53: 13 Bad Zwesten (200 m) - Die Gemeinde mit insgesamt circa 3920 Einwohnern besitzt eine Mineralquelle, an der unter anderem der Bad Zwestener Löwensprudel abgefüllt wird.

3. Etappe: Bad Zwesten - Felsberg (31 km) bzw. Kassel (70 km)

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Bad Zwesten - Borken
Rückblick auf Bad Zwesten und die umliegenden Felder
Ein Segelboot auf dem Singliser See
Borken - Felsberg
Bei dieser Unterführung in Singlis sollte man absteigen oder den Kopf einziehen!
Letzter Blick auf die Schwalm, die hinter dieser Bahnbrücke in die Eder mündet
Die Schwalmmündung mit der Altenburg im Hintergrund
RegionalExpress der Deutschen Bahn vor der Kulisse der Altenburg

Bad Zwesten bis Schwaldmündung bei Felsberg

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Die letzte Teiletappe des Schwalm-Radwegs ist zwischen Bad Zwesten und Singlis identisch mit dem Hess. Radfernweg R4 und dem Hess. Radfernweg R5. Circa die Hälfte der Strecke ist asphaltiert, während die andere Hälfte leider nur geschottert ist und oft auch mehr Konzentration beim Fahren erfordert. Dafür ist die Etappe überwiegend autofrei und bis auf kleinere Anstiege eben. Eine gute Gangschaltung sollte man dennoch besitzen, da es in der offenen Landschaft der Schwalm-Eder-Aue des öfteren sehr windig sein kann. In Felsberg-Gensungen hat man dann Anschluss an den Eder-Radweg oder den Chattengau-Fulda-Radweg Richtung Melsungen an die Fulda.

Die Höhenmeter betragen in Fahrtrichtung Bad Zwesten-Felsberg um die 90m und in die Gegenrichtung rund 135m.

Km 0: Bad Zwesten - Etappenstart in der Ortsmitte

~ ~> Über asphaltierte Wirtschaftswege fährt man weiter meistens geradeaus ohne Umwege immer dem Verlauf der Schwalm folgend. Über einen Wiesenweg kann man einen Abstecher zu einer der Mühlen an der Schwalm machen (ausgeschildert).

Km 4: 14 Kerstenhausen (190 m) - Knapp 600 Einwohner großer Stadtteil von Borken an der Bundesstraße 3. Die drei Fernradwege verlaufen durch den Ort unmittelbar an dieser entlang, zum Glück gibt es breite Bürgersteige auf welche man zur Not als Radfahrer schieben.

~ ~> Ab Kerstenhausen muss man für 2km bis zum Friedhof Arnsbach die Kreisstraße 73 mit benutzen, zu welcher leider keine alternativen Wege unter der Bundesautobahn 49 hindurch in der sogenannten Schwalmpforte bestehen. Doch gerade Familien mit kleineren Kindern sollten die Straße besonders im Berufsverkehr meiden, da sie teilweise sehr eng, sowie unübersichtlich ist und schnell befahren wird. Aber wenigstens die Straßenqualität ist gut.

Km 6: 1 Badesee Stocklache - gerne besuchtes Strandbad (Eintritt).

~ ~> Auf einem asphaltierten Fuß- und Radweg fährt man direkt am Waldrand entlang, bevor man über eine Holzbrücke die Schwalm überquert und den Naturbadesee Stockelache (mit Gastronomie) erreicht. Mit Hilfe einer Ampelanlage kann man die Landesstraße 3223 passieren und radelt weiter über asphaltierte Wirtschaftswege an Obstbäumen vorbei.
15 Kleinenglis (190 m) - Gut 1500 Einwohner großer Stadtteil von Borken. Beachtenswert ist neben der Sankt-Michaelskirche vor allem das 2 Kaiserkreuz an einem Kinderspielplatz in der Hundsburgstraße.
~ ~> Weiter geht es auf einer lokalen Straße unter der Landesstraße 3150 kurz stark bergauf auf eine Anhöhe südlich Großenenglis. Hier biegt man nach Süden ab und fährt mit Blick auf Borken zurück zur Schwalm; wer zum Bahnhof Borken will, muss noch vor dem Gombether See die drei Fernradwege nach Süden verlassen (siehe Karte). Diese verlaufen dann allerdings landschaftlich schön auf einem Schotterweg direkt oberhalb des Gombether Sees mit Blick auf diesen. Hinab zu dessen Ufer kann man aber leider nicht, zumindest gibt es keine öffentlichen Wege.

Km 13: 16 Gombeth (175 m) ist mit 765 Einwohnern ein weiterer Stadtteil von Borken. Der Ort liegt genau zwischen den beiden großen Seen direkt an der Schwalm.

~ ~> Ab Gombeth radelt man auf geschotterten Wirtschaftswegen nördlich der Schwalm und sieht so leider nicht den schönen Singliser See in unmittelbarer Nähe. Für einen Abstecher zu diesem fährt man auf den drei Fernradwegen über eine Brücke über einen Seitenarm der Schwalm hinweg und kommt so nach Singlis, wo man ein Stück der Landesstraße 3149 folgen muss. Am See findet man dann neben Gastronomie eine Aquagolf-Anlage (nur im Sommer).

Km 15: 4 Singlis - Bahnhof (170 m) - Der mittelgroße Stadtteil von Borken besitzt einen eigenen kleinen Bahnhof, bzw. Haltepunkt an der Main-Weser-Bahn. Im Ort macht die Radroute einen kleinen Schlenker, wer diesen abkürzen will folgt der Main-Weser-Straße.

~ ~> Vorbei am Bahnhof Singlis folgt man immer geradeaus einem schattigen Schotterweg an der Main-Weser-Bahn entlang bis zur Landesstraße 3148. Dieser folgt man für 400 Meter nach Norden, alternativ kann man nach 200 Metern über einen Wiesenweg (ausgeschildert als schlechte Wegstrecke) die restlichen 200 Meter umfahren. Wieder auf asphaltierten Wirtschaftswegen zweigt dann der Hess. Radfernweg R4 vor einer Bedarfsbahnschranke ab.
17 Uttershausen (170 m) mit circa 660 Einwohnern ist ein Ortsteil von Wabern und liegt 500 Meter westlich des Schwalm-Radwegs am Hess. Radfernweg R4.
~ ~> Nachdem man noch ein weiteres Stückchen an der Main-Weser-Bahn entlang gefahren ist, biegt man dann nach Osten ab und fährt immer geradeaus auf asphaltierten Wegen über die Schwalm hinweg zu einem Fußballplatz, an welchem man sich links hält, die Efze überquert und schließlich den nächsten Ort in der Schwalm-Eder-Aue erreicht.

Km 22: 18 Unshausen (170 m) - In dem Ortsteil von Wabern an der Bundesstraße 254 leben um die 435 Einwohner. Weiter trifft man hier auf den lokalen Efzetalradweg R17 (von Homberg (Efze)).

~ ~> Vom Ortsausgang von Unshausen radelt man auf einem separaten straßenbegleitenden asphaltierten Fuß- und Radweg für circa 1,5km an den Bundesstraßen 253 und 254 entlang, zwischendurch kann man auf dem Efzetalradweg (R17) nach Wabern zum Bahnhof (KBS 620 und KBS 621) radeln.

Km 24: 19 Harle (165 m) - Der gut 840 Einwohner große Orte gehört zu Wabern. Sehenswert ist die aus Basaltfels erbaute früherer Wehrkirche, deren Turm wahrscheinlich schon 1388 erbaut wurde.

~ ~> Am Ortsausgang von Harle steht noch einmal eine Informationstafel des Schwalm-Radwegs, von welcher man nach Nordosten durch die Felder auf asphaltierten und geschotterten Wirtschaftswegen radelt. Mal rechts, mal links abgebogen erreicht man dann schließlich die letzte Brücke des Schwalm-Radwegs über die Schwalm. Kurz darauf überquert man auch die Rhünda und unterquert die Main-Weser-Bahn (Start-, bzw. Zielpunkt des Schwalmhöhenwegs (S 59)), bevor man über einen geschotterten Wirtschaftsweg entlang der Bahnstrecke den Abzweig zur Schwalmmündung erreicht. Ein circa 100 Meter langer Wiesenweg führt genau zu dieser. Leider gibt es an der Schwalmmündung keine Sitzgelegenheiten.

5 Rhünda - Schwalmmündung (160 m) - Eigentlich liegt Altenburg, ein circa 30 Einwohner großer Stadtteil von Felsberg näher an der Schwalmmündung, allerdings auf der anderen Uferseite. So ist wohl Rhünda, ebenfalls ein Stadtteil von Felsberg heute der vorletzte Ort am Schwalm-Radweg und circa 500 Meter von diesem entfernt. Früher verlief der Schwalm-Radweg direkt durch das Dorf, wurde allerdings in den letzten Jahren auf seine jetzige Wegführung zwischen Eder und Main-Weser-Bahn umgelegt. Die Wegqualität (früher Asphalt, heute Schotter) hat sich damit aber verschlechtert.

~ ~> Der letzte Wegabschnitt verlangt noch einmal volle Konzentration vom Radfahrer, da man auf dem feinen Schotter in den Kurven leicht wegrutschen kann. Schließlich wird der Weg allerdings hinter der Verladestelle der Main-Weser-Bahn asphaltiert und man erreicht ohne weitere Umwege den Bahnhof Felsberg-Gensungen.

Km 31: 20 Felsberg - Gensungen Gensungen (155 m) ist der letzte Ort am Schwalm-Radweg. Mit gut 2950 Einwohnern ist er der größte Stadtteil von Felsberg, durch ihn verlaufen neben dem hier startenden, bzw. ankommenden Schwalm-Radweg auch der Eder-Radweg (nach Fritzlar, bzw. Kassel) und der Chattengau-Fulda-Radweg (nach Gudensberg, bzw. Melsungen). Bahhof mit Anbindung an den Regionalverkehr

Entlang von Eder und Fulda bis Kassel (etwa 40km)

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Wer Zeit hat kann die Tagesetappe auf dem landschaftlichen schönen Ederradweg fortsetzen. Bei Guntershausen wechselt man auf den Fulda-Radweg. Die Fulda führt schließlich nach Kassel.

Weiter geht's

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GPS-Daten

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Literatur- und Kartenhinweise

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  • Schriftliche Radliteratur ist nicht bekannt.
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