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Hessischer Radfernweg R4

Fahrrad
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Aus Wikivoyage
Radwegweiser vom Hess. Radfernweg R4 und dem Schwalm-Radweg am Wiesenhof in der Schwalm

Wer das ursprüngliche Hessen mit seinen Fachwerkstädten und -dörfern, grünen Mittelgebirgen und lieblichen Flusstälern kennenlernen möchte, der sollte den Hessischen Radfernweg R4 befahren. Die Radroute verbindet auf 414km Bad Karlshafen in Nordhessen mit Hirschhorn (Neckar) im hessischen Neckartal.

Dabei folgt der R4 nicht immer dem Lauf der Flüsse, sondern sammelt besonders in Nordhessen, im Vogelsberg und im Odenwald Höhenmeter. Die Strecke besitzt teilweise auch schlechter befahrbare Wege, wie Schotterpisten. Hat man die Berge allerdings bezwungen, belohnen einen wunderschöne Aussichten.

Streckenprofil

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Der Sage nach soll das Märchen Dornröschen auf der Sababurg im Reinhardswald gespielt haben
  • Länge: Mit 414km ist der Hessische Radfernweg R4 der längste der neun hessischen Radfernwege.
  • Ausschilderung: Die komplette Ausschilderung entspricht dem Standard der hessischen Radfernwege. In der Regel ist so die Wahrscheinlichkeit, sich zu verfahren, sehr gering.
  • Wegzustand: Größtenteils verläuft der Hessische Radfernweg R4 auf asphaltierten Wegen (über 70 %), allerdings auch immer wieder über geschotterte Wege, sodass die Radroute nicht durchgängig mit dem Rennrad befahrbar ist.
  • Verkehrsbelastung: In großen Teilen außerorts Verkehrsfrei. Es gibt allerdings auch längere Passagen, auf denen ruhige bis mäßige befahrene Landstraßen genutzt werden.
  • Geeignetes Fahrrad: Tourenrad mit 7-Gang-Nabenschaltung ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge. Bei einigen Etappen kann es hilfreich sein, nicht mit den dünnsten Fahrradreifen zu fahren.
  • Familieneignung: als komplette Route ist der R4 nicht für Familien mit Kindern unter 12 Jahren geeignet.
  • Inlinereignung Die Radroute ist leider nicht durchgehend mit Inlinern oder dem Rennrad befahrbar. Auf längere asphaltierte Abschnitte wird in der Streckenbeschreibung hingewiesen.

Hintergrund

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Der Siegfriedbrunnen im Odenwald, gemalt von Wilhelm Trübner (1851-1917)
Topografische Karte von Hessen

Dornröschen ist eines der berühmtesten Märchen der Gebrüder Grimm und soll der Sage nach auf der Sababurg im Reinhardswald gespielt haben, welche im Volksmund auch Dornröschenschloss genannt wird. Obwohl das Märchen Dornröschen im Namen des Hessischen Radfernwegs R4 vorkommt, führt dieser nicht über die Sababurg. Man kann aber ab Trendelburg-Wülmersen auf dem geschotterten Reinhardswald-Radweg einen Abstecher in den Reinhardswald und auch zur Sababurg mit Dornröschenschloss, Tierpark und Urwald machen. Die drei Sehenswürdigkeiten werden von der Buslinie 190 verbunden, die am Wochenende und in den hessischen Ferien mit einem Fahrradträger (max. 5 Fahrräder) zwischen Hann. Münden und Hofgeismar verkehrt.

Die Nibelungensage ist eine besonders im deutschen und skandinavischen weit verbreitete Heldensage der Germanen, welche ihren Ursprung aus dem um 1200 wahrscheinlich im Raum Passau entstandenen Nibelungenlied und weiteren mittelalterlichen Quellen hat. Da der Hessische Radfernweg R4 im Odenwald bei Hirschhorn (Neckar) endet, kommen auch die Nibelungen in seinem Namen vor. Allerdings spielt der Odenwald im Nibelungenlied nur eine für die weitere Handlung allerdings entscheidende, Rolle, nämlich die Ermordung des Drachentöters Siegfried von Hagen von Tronje an einer Quelle. Aufgrund der Tatsache, dass der genaue Ort dieser Quelle nicht überliefert ist, streiten sich mehrere Gemeinden des Odenwalds darum, den "originalen" Siegfriedbrunnen zu besitzen.

Vorbereitung

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Für eine Radtour auf dem R4 sollte man eine Gute Woche einplanen.

Ferner benötigt man auch mit Pedelec schon etwas Kondition.

Anreise

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Das hessische Wappen findet man auch im Logo des R4's wieder

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

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Der Hessische Radfernweg R4 kann relativ gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.

  • Nördlicher Routenbeginn: Bad Karlshafen: liegt an der Bahnstrecke Ottbergen - Göttingen - Seit dem 15. Dezember 2013 verkehrt auf der Sollingbahn die NordWestBahn. Obwohl der Bahnhof Bad Karlshafen noch in Hessen liegt, muss man für Fahrten auf der Sollingbahn ein Ticket des Verkehrsverbunds Süd-Niedersachsen VSN erwerben. In den Zügen des VSN ist die Fahrradmitnahme kostenpflichtig.
  • Südliches Routenende: Hirschorn: Hier verkehr die Neckartalbahn. Es besteht Anschluss an die S-Bahn Rhein-Neckar Richtung Heidelberg und Mannheim.

Bahnhofe für Zwischeneinstiege werden meistens ab Beginn bzw. Ende der Etappen gelistet.

Mit dem Fahrrad

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Alle mit dem Hess. Radfernweg R4 tangierende Radrouten sind in der Streckenbeschreibung aufgelistet und werden deshalb hier nicht noch einmal alle genannt. Eine weitere gute Übersicht kann der Radroutenplaner Hessen sein.

Streckenbeschreibung

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Panorama: Du kannst das Bild waagerecht scrollen.
Panorama des Hafenbeckens in Bad Karlshafen, dem Startpunkt des Hessischen Radfernwegs R4 in Nord-Süd-Richtung (2007 noch ohne Bootsschleuse).
Panorama des Hafenbeckens in Bad Karlshafen, dem Startpunkt des Hessischen Radfernwegs R4 in Nord-Süd-Richtung (2007 noch ohne Bootsschleuse).
Karte
Karte von Hessischer Radfernweg R4
Der Bahnhof Bad Karlshafen (rechtes Ufer) ist der Startpunkt der Hessischen Radfernwege R1 (Fulda-Radweg) und R4
Bad Karlshafen - Trendelburg
Hinweisschild zum Sonnenweg nach Helmarshausen auf der Carlsbahn
Das Wasserschloss Wülmersen (Gut Wülmersen)

1. Etappe: Bad Karlshafen – Wolfhagen (66km)

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Abschnitt Bad Karlshafen - Hofgeismar: 29km

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Deiseler Tunnel
Vobei am Bahnwärterhaus erreicht man den Deiseler Tunnel (ganz links Abzweig Tunnelumfahrung)
Trendelburg - Hofgeismar
Die Trendelburg mit dem begehbaren Rapunzelturm (Bergfried)
Schlösschen Schönburg im Brunnenpark von Gesundbrunnen
Marktplatz und Rathaus von Hofgeismar

Die erste Etappe des Hessischen Radfernwegs R4 verläuft durch die Täler von Diemel und Esse und teilweise auch auf der ehemaligen Carlsbahn, der ältesten Eisenbahn Hessens, deren Höhepunkt der September 2014 für Wanderer und Radfahrer wiedereröffnete Deiseler Tunnel, der älteste Eisenbahntunnel Hessens, ist. Die ehemalige Bahntrasse Bad Karlshausen bis Trendburg ist seit 2021 komplett Asphaltiert. Damit ist der gesamte Abschnitt von Bad Karlshafen bis Hofgeismar durchgehend asphaltiert.

Zwischen Bad Karlshafen und Trendelburg-Deisel verläuft die Kloster-Garten-Route identisch mit dem Hessischen Radfernweg R4, zwischen Bad Karlshafen und Trendelburg-Stammen der Diemel-Radweg und durchgehend der Märchenland-Radrundweg. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten.

Die Höhenmeter betragen in Fahrtrichtung Bad Karlshafen-Hofgeismar um die 185 m, in Gegenrichtung rund 130m.

  • Bahnanreise Bad Karlshafen: Die kleine Kurstadt liegt an der Bahnstrecke Ottbergen - Göttingen - Seit dem 15. Dezember 2013 verkehrt auf der Sollingbahn die NordWestBahn. Obwohl der Bahnhof Bad Karlshafen noch in Hessen liegt, muss man für Fahrten auf der Sollingbahn ein Ticket des Verkehrsverbunds Süd-Niedersachsen VSN erwerben. In den Zügen des VSN ist die Fahrradmitnahme kostenpflichtig.

Zur Strecke

Km 0: 1 Bad Karlshafen (100 m) - Die Kurstadt im äußersten Norden von Hessen hat circa 3530 Einwohner und einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Ottbergen-Göttingen (KBS 356). Am Bahnhof starten auch der Fulda-Radweg, bzw. der Hess. Radfernweg R1; wer zu Beginn seiner Radroute eine schöne Aussicht über Bad Karlshafen und das Wesertal haben will, kann einen Abstecher zum Weser-Skywalk an den Hannoverschen Klippen machen. Es verkehren die Buslinien 180 ((Bad Karlshafen - Hofgeismar, mit Fahrradträger) und die Wisent-Linie mit Fahrradanhänger nach Warburg.

~ ~> Nach Überquerung der Weser radelt man am Hafenbecken vorbei zur Marie-Durand-Schule, vor welcher der Schienenbus 971 665-5 steht und an die Carlsbahn, die hier ihren Endbahnhof hatte, erinnern. Auf dem geschotterten Sonnenweg, der ehemaligen Bahntrasse der Carlsbahn, fährt man dann weiter in einem großen Bogen abseits des Autoverkehrs nach Helmarshausen hinein, wo ein Abstecher hinauf zur Krukenburg lohnt.

Km 4: 2 Helmarshausen (110 m) - Der seit 1929 staatlich anerkannte Luftkurort wurde im Jahre 944 erstmals urkundlich erwähnt. Er zu den ältesten Siedlungen und Städten in Nordhessen und hat heute als Stadtteil von Bad Karlshafen gut 1480 Einwohner. Größte Sehenswürdigkeiten sind das Benediktinerkloster Helmarshausen und die Krukenburg.

~ ~> Weiter auf der gut asphaltierten ehemaligen Bahntrasse der Carlsbahn Richtung Süden. Die Strecke fährt sich teilweise wie ein grüner "Laubtunnel". Auf der Strecke findet sich die Helmarshäuser Diemelrast , ein schöner Picknickplatz mit Schutzhütte, Picknicktisch und Liegebank mit Blick über das Tal.

Km 9: 3 Wülmersen (115 m) - Im Weiler der Kleinstadt Trendelburg befindet sich das einstige Gut Wülmersen (umgangssprachlich auch Wasserschloss Wülmersen genannt), in welchem sich zwei Museen befinden. In Wülmersen beginnt der Reinhardswald-Radweg Richtung Trendelburg-Gottsbüren und zur Sababurg.

~ ~> Hinter Wülmersen wird nun der Schotter auf der ehemaligen Bahntrasse der Carlsbahn sehr grob (am schlechtesten befahrbares Teilstück), bevor man hinter dem Bahnwärterhaus das Nordportal des Deiseler Tunnels erreicht, vor welchem die alte Streckenführung westlich des Tunnels (Richtung Deisel) abzweigt. Wer durch den Tunnel radelt (im Winter von Anfang November bis Ende März zum Schutze der Fledermäuse geschlossen) sollte anfangs nicht durch die Dunkelheit irritiert sein, da die Beleuchtung im Inneren erst durch einen Bewegungsmelder ausgelöst wird, wenn man in den Tunnel hineinfährt. Zusätzlich sollte man seine Fahrradbeleuchtung einschalten, da die Lampen nicht den ganzen Tunnel ausleuchten, sondern nur den Boden (schöner Effekt). Vom Südportal führt dann ein Fußweg mit Treppe und Schieberampe (auch mit dem Fahrrad befahrbar) zurück zur alten Streckenführung des Radwegs.

Km 11: 1 Abzweig Deisel - Das Dorf 4 Deisel (115 m) liegt abseits der Route. Der Ortsteil von Trendelburg hat um die 1110 Einwohner. Er ist über die Kloster-Garten-Route zu erreichen, welche kurz vor dem Deiseler Tunnel nach Westen abzweigt und weiter nach Borgentreich verläuft.

~ ~> Hinter einem Naturschutzgebiet fährt man wieder über einen kleinen geschotterten Weg zurück auf die ehemalige Bahntrasse der Carlsbahn und folgt dieser durch die Diemelauen bis kurz vor Trendelburg, wo man die Carlsbahn wieder verlässt und östlich der Grundschule vorbei den alten Bahnhof erreicht.

Km 15: 5 Trendelburg (120 m) - Die circa 5065 Einwohner große nordhessische Kleinstadt wird von der sehenswerten gleichnamigen Trendelburg mit Aussichtsturm aus dem 13. Jahrhundert überthront, auf welcher das Märchen Rapunzel der Brüder Grimm entstanden sein soll. Auf einer Landzunge unterhalb der Burg, die von Diemel-Radweg und Hessischem Radfernweg R4 umrundet wird, befindet sich der Campingplatz Trendelburg.

~ ~> Hinter dem ehemaligen Bahnhof von Trendelburg trennen sich der Hessische Radfernweg R4 und der Diemel-Radweg. Während letzterer auf direktem Wege aus Trendelburg hinaus verläuft, macht der R4 noch einen Schlenker über die alte landgräfliche Mühle mit Museum und überquert dafür zweimal die Diemel.

Km 17: 6 Stammen (125 m) - Der circa 415 Einwohner große kleine Stadtteil von Trendelburg ist vor allem durch das in seiner heutigen Form erhaltene Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert (Schloss Stammen) und dem ehemals zugehörigen Hofgut Stammen bekannt, wo man heute unter anderem einen Biergarten findet und zu Kanu-Touren auf der Diemel starten kann.

~ ~> Kurz hinter dem Schloss Stammen trennen sich der Hessische Radfernweg R4 und der Diemel-Radweg. Auf dem R4 radelt man weiter entlang des ehemaligen Landgraf-Carl-Kanals schnurgerade auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg am Naturschutzgebiet Hümmer Bruch vorbei. Alternativ kann man auch über die ehemalige Bahntrasse der Carlsbahn nach Hümme radeln.

Km 20: 7 Hümme (130 m) - Die ehemals selbstständige Gemeinde ist heute ein Stadtteil von Hofgeismar mit gut 1600 Einwohnern. Hümme wird zu den ältesten Siedlungen im Kreis Hofgeismar gezählt und war früher Knotenpunkt der neuen Eisenbahnlinien nach Westfalen und zur Weser, als am 30. März 1848 mit der Carlsbahn (nach Bad Karlshafen) und Friedrich-Wilhelms-Nordbahn (nach Grebenstein) die ältesten Eisenbahnen Hessens eröffnet wurden. Heute endet in Hümme die RegioTram nach Kassel.

~ ~> Zusammen mit dem Märchenland-Radrundweg folgt man der nun nicht mehr für den Landgraf-Karl-Kanal begradigten Esse auf asphaltierten Wirtschaftswegen um den bewaldeten Schöneberg herum. Hofgeismar erreicht man dann über einen weiteren schnurgeraden asphaltierten Wirtschaftsweg und das ehemalige Kurbad Hofgeismars, den Gesundbrunnen mit Brunnenpark und Schlösschen Schönburg.

Km 29: 8 Hofgeismar (160 m) - Das Stadtgebiet der circa 14.920 Einwohner großen Kleinstadt in Nordhessen wird seit etwa 7000 Jahren besiedelt und ist heute vor allem durch die Fachwerkaltstadt mit Fußgängerzone sehenswert. Überregional bekannt ist neben dem Glockenspiel des Rathauses der Gesundbrunnen mit Schlösschen Schönburg (ehemals Montcheri genannt), der seit 1952 die Evangelische Akademie beherbergt.

Am 1 Bahnhof Hofgeismar verkehrt die RegioTram Hümme - Kassel Hbf. Auch der RegionalExpress von Kassel ins Ruhrgebiet hält hier. Der Bahnsteigzugang erfolgt oben von der Straßenbrücke aus. Hier findet sich ein Aufzug. Der R4 quert direkt die Brücke.
→ In Hofgeismar zweigt der Märchenland-Radrundweg nach Grebenstein, Immenhausen und Hann. Münden ab.

Abschnitt Hofgeismar - Wolfhagen: 37km

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Hofgeismar - Zierenberg
Auf dem Mittelberg bei Friedrichsdorf
Zierenberg besitzt das älteste Fachwerkrathaus Hessens
Aussicht über das Hochplateau des Hohen Dörnbergs
Zierenberg - Wolfhagen
Das Warmetalviadukt wurde 1896 erbaut und ist 140m lang.
Der schöne Marktplatz von Wolfhagen
Und die Burg inmitten der Altstadt
Die Weidelsburg bei Ippinghausen ist die größte Burgruine Nordhessens

Die zweite Etappe des Hess. Radfernweg R4 ist leider durch viele Kreis- und Landstraßen geprägt. Was Tourenradler negativ sehen freut Radsportler: Die Strecke ist hier somit durchgehend für Rennräder geeignet. Für Familien mit kleineren Kindern ist sie dagegen nicht zu empfehlen, da die mit benutzten Straßen teilweise stark befahren werden und auch nicht ohne größere Umwege umfahren werden können (siehe Streckenbeschreibung).

Von Liebenau-Zwergen bis zum Gut Bodenhausen nahe Habichtswald-Ehlen verläuft die Radroute identisch mit dem lokalen Warmetalweg, vom Gut Bodenhausen bis Wolfhagen-Wenigenhasungen mit dem lokalen Kassel-Edersee-Radweg.

Die Höhenmeter betragen in Fahrtrichtung Hofgeismar-Wolfhagen um die 540 m, in Gegenrichtung rund 430m.

Km 29: Hofgeismar (160 m) - Start des 2. Teilabschnitts der Etappe

~ ~> Vom barrierefreien Bahnhof Hofgeismar fährt man durch die durch Fachwerkhäuser geprägte sehenswerte Innenstadt von Hofgeismar. Ist Hofgeismar verlassen, verläuft der Hess. Radfernweg R4 zunächst über asphaltierte Wirtschaftswege den Mittelberg (278 m) hinauf. Südlich befindet sich am Hang eine Wacholderheide.

Km 33: 2 Abzweig Friedrichsdorf Friedrichsdorf (285 m) selbst wird nicht durchfahren, die Radroute selbst verläuft circa 1km südlich an dem von Hugenotten gegründeten Stadtteil von Hofgeismar vorbei.

~ ~> Über eine schöne schattige Abfahrt durch den Wald auf einem asphaltierten Forstweg kommt man in das Warmetal. Kurz vor Zwergen befindet sich direkt am Radweg der Campingplatz Zwergen.

Km 36: 9 Zwergen (160 m) - In dem kleinen Ortsteil von Liebenau leben circa 400 Einwohner, die den Spitznamen "Schröggekoken" (schröggen = abbrennen) tragen. In einem kleinen Freibad kann man sich abkühlen.

~ ~> Ab Zwergen verläuft der Hess. Radfernweg R4 identisch mit der lokalen Radroute Warmetalweg. Über einen ebenfalls asphaltierten Wirtschaftsweg radelt man ohne größere Steigungen durch das Warmetal.

Km 39: 10 Niedermeiser (170 m) - Der Ort besitzt circa 785 Einwohnern. Das Dorf ist der bevölkerungsreichste Stadtteil von Liebenau.

~ ~> Zwischen Niedermeiser und Zierenberg verläuft die Radroute auf der besonders im Berufsverkehr stark befahrenen Landesstraße 3211. Am südlichen Streckenende muss man einen kleinen Berg überwinden.

Km 41: 11 Obermeiser (180 m) - Obwohl die beiden Dörfer Nieder- und Obermeiser die selbe Endung haben, befindet sich Obermeiser schon im Gemeindegebiet von Calden.

~ ~> Hinter Obermeiser unterquert man die Bundesstraße 7 an einer Auffahrt dieser und radelt hügelig am Berghof vorbei weiter auf der Landesstraße 3211.
3 Hohenborn (200 m) - Der sehr kleine Stadtteil von Zierenberg mit nur circa 20 Einwohnern liegt direkt neben der Landesstraße 3211, wird aber nicht durchfahren.
~ ~> Durch viele Bäume am direkten Straßenrand wird die Landesstraße 3211 enger, ein zusätzlicher Gefahrenpunkt, den man nicht umfahren kann. Einzig das hier sehr enge und schöne Warmetal entschuldigt diese Streckenführung.
4 Laar (210 m) ist der nächste Ort im Warmetal, der aus den wenigen Häusern des "Gutshofs Laar", der "Alten Mühle", dem Schloss Laar mit dessen Parkanlage besteht und 20 Einwohner hat. Auch in der Nähe ist das Schloss Escheberg, ebenfalls mit Parkanlage.
~ ~> Zwischen dem Gut Laar und Zierenberg kann die Landesstraße 3211, in diesem Abschnitt in einem schlechten Zustand, ohne größere Umwege umfahren werden. Siehe dazu den Streckenbeschreibung des Warmetalwegs. Vorbei an den Höfen Strippelmann und Rangen öffnet sich das Warmetal wieder.

Km 51: 12 Zierenberg (280 m) - staatlich anerkannten Erholungsorts mit insgesamt 6700 Einwohnern. Die Kleindstadt liegt zu Füßen des Hohen Dörnbergs. Wer möchte kann eine steile Bergwertung auf das sehenswerte Hochplateau machen, auf dem sich auch mehrere Restaurants befinden. Die Auffahrt erfolgt über die mäßig bis stark befahren Landstraße. Oben hat man eine schöne Aussicht in den Naturpark Habichtswald. Wer Glück hat kann auch einigen Segelfliegern bei Starten und Landen zuschauen. Weiter besitzt Zierenberg ein kleines Freibad und östlich der Stadt befindet sich der Campingplatz Zierenberg. Sonst besteht vom 2 Bahnhof Zierenberg mit der Kurhessenbahn Anschluss nach Kassel und Korbach.

~ ~> Hinter Zierenberg radelt man auf einem schönen asphaltierten Wirtschaftsweg autofrei durch das breite Warmetal. Kurz vor dem Gut Bodenhausen zweigt dann der Warmetalweg vom Hess. Radfernweg R4 ab Richtung Habichtswald und Schauenburg.
5 Bodenhausen (310 m) - Das ehemalige Rittergut ist eine heute eine Gehöftgruppe nördlich von Ehlen besitzt einen schönen kleinen Park mit Teichen, allerdings ist das gesamte Gelände nicht öffentlich zugänglich. Von der Radroute kann man allerdings in den Hof hineinschauen; die Haltestelle an der Straße wird nicht mehr angefahren.
~ ~> An der nächsten Straßenkreuzung trifft man auf den lokalen Kassel-Edersee-Radweg, der von hier bis Wenigenhasungen mit dem Hess. Radfernweg R4 identisch verlaufen wird. Zunächst muss man allerdings erst einmal über die Landesstraße 3390 bergauf zu einem Bergrücken, bzw. kleinen Pass nördlich von Burghasungen fahren, dem höchsten Punkt des Hess. Radfernweg R4 in Nordhessen.
6 Burghasungen (425 m) - Der Zierenberger Stadtteil mit circa 925 Einwohnern befindet sich nur 1km südlich der Radroute und ist durchaus einen Abstecher wert. Unter anderem wegen der schönen Aussicht vom Burghasunger Berg, wo früher einmal das Kloster Hasungen gestanden hat, sowie dem Klostermuseum in der Ortsmitte. Ein schöner Aufstieg auf den Burghasunger Berg ist der "Klippenpfad", der sich abseits vom Autobahnlärm auf der Südseite des Berges durch die Basaltklippen windet. Vom Berg hat man eine attraktive Rundsicht. Bänke mit Tischen laden zur Rast ein
~ ~> Hinter dem Wanderparkplatz Sollberg, an dem man nach dem anstrengenden Anstieg erst einmal verschnaufen kann, lässt man sich über die Landesstraße 3390 einfach nur bergab rollen, bevor man kurz vor Wenigenhasungen die Landesstraße 3390 in südlicher Richtung verlässt.

Km 60: 13 Wenigenhasungen (300 m) ist ein kleiner Stadtteil von Wolfhagen. Der Nachbarort Altenhasungen besitzt zudem einen Bahnhof, der überwiegend durch die RegioTram bedient wird, mit der man bis in die Innenstadt von Kassel fahren kann.

~ ~> Über wenig befahre Kreisstraßen radelt man weiter durch das Wolfhager Land. Diese wurden an vielen Stellen 2014 erneuert und können nun wesentlich besser, auch mit dem Fahrrad, befahren werden. Weiter lohnt ein Abstecher zum nur 1km vom Hess. Radfernweg R4 entfernten Naturschutzgebiet Festberg bei Philippinenthal, einem mit Kalkmagerrasen bewachsenen Bergrücken mit schöner Aussicht.
14 Philippinenburg Philippinenburg (325 m) bildet zusammen mit dem nahen Philippinenthal einen Stadtteil von Wolfhagen.
~ ~> Bis Wolfhagen radelt man schließlich erst eben, dann leicht kurvig bergab. Wer vorher noch einen schönen Panoramablick mitnehmen will, sollte von der Kreisklinik Wolfhagen einen 1km langen Abstecher zum 1 Ofenbergturm machen.

Km 66: 15 Wolfhagen (280 m) - Nach 63,7km (von Bad Karlshafen aus) ist Wolfhagen ein sehr gutes Etappenziel inmitten des Wolfhager Lands. Sehenswert ist besonders die durch Fachwerkhäuser geprägte Altstadt mit ihrem gemütlichen Marktplatz. Vom Bahnhof im Norden der Stadt kann man entweder mit der RegioTram oder dem schnelleren Regionalexpress der Kurhessenbahn nach Kassel fahren, oder in die Gegenrichtung nach Korbach.

2. Etappe: Wolfhagen – Bad Zwesten (60km)

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Abschnitt Wolfhagen - Fritzlar: 31km

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Wolfhagen - Naumburg
Blick vom Hess. Radfernweg R4 von Süden auf Wolfhagen
Fachwerkhäuser im Zentrum Naumburgs
Naumburg - Fritzlar
Blick vom steilen Hügel Richtung Naumburg und Weidelsburg. Gut zu wissen: Wer die kleine aber steile Erhebung bezwungen hat kann oben auf einer Bank entspannen. Stand 2025 wurde die Strecke am Hügel asphaltiert und ist so sicherer fahrbar.
Schloss Garvensburg in Züschen
Die Wehrkirche in Geismar
Der große Marktplatz von Fritzlar

Während die erste Etappe des Hess. Radfernweg R4 durch viele Kreis- und Landstraßen geprägt war, ist die zweite Etappe im ersten Teil bis Naumburg-Elbenberg durch geschotterte Wirtschaftswege geprägt. Zwischen Naumburg-Altendorf und Fritzlar-Züschen radelt man dann 6km auf der in der Regel nur wenig befahrenen Landesstraße 3214. Dafür entschädigen aber mehrere Sehenswürdigkeiten, wie die alten Fachwerkhäuser in den Ortskernen, sowie die Weidelsburg, das Elbenberger Türmchen und das Schloss Garvensburg in unmittelbarer Nähe zur Radroute und nicht zu vergessen eine schöne typisch nordhessische Landschaft.

Zwischen Wolfhagen und Ippinghausen verläuft der Kassel-Edersee-Radweg mit dem Hess. Radfernweg R4 identisch, in Naumburg, dem Zielbahnhof des Hessencourriers, besteht Anschluss an den Hessencourrierradweg. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten.

Die Höhenmeter betragen in Fahrtrichtung Wolfhagen-Fritzlar um die 258m und in die Gegenrichtung rund 350m.

Km 0: Wolfhagen - Etappenstart in der Altstadt

~ ~> Wolfhagen wird über die Landesstraße 3214 verlassen, bald darauf radelt man auf asphaltierten Wirtschaftswegen zu ein paar Aussiedlerhöfen. Rennradfahrer benutzten statt der schnell befahrenen Landesstraße 3214 lieber die weniger befahrene und parallel verlaufende Kreisstraße 105 über Leckringhausen. Der Hess. Radfernweg verläuft idyllisch auf einem geschotterten Wirtschaftsweg kaum merklich bergauf am Ofensteinwasser entlang.
7 Leckringhausen (305 m) - Der kleine Stadtteil von Wolfhagen mit nur 50 Einwohnern wurde ursprünglich von Hugenotten gegründet und liegt 500 Meter vom Radweg entfernt auf einer Anhöhe. Busverbindung nach Wolfhagen und Kassel (Linie 110).
~ ~> Weiter auf Schotterwegen westlich einer Hochspannungsleitung entlang, Kurz vor Ippinghausen zweigt der Kassel-Edersee-Radweg nach Waldeck-Freienhagen ab. Der Hess. Radfernweg R4 selbst führt östlich am Stadtteil von Wolfhagen vorbei.

Km 7: 8 Abzweig Ippinghausen - Das Dorf Ippinghausen (320 m) besitzt 1135 Einwohnern. Hier besitzt der R 4 einen kleinen Pass für Radfahrer. Südlich des Ortes befindet sich auf einer Bergkuppe die Weidelsburg, vom deren begehbaren Bergfried man eine schöne Rundumsicht in den Naturpark Habichtswald und das Wolfhager Land hat.

~ ~> Hinter Ippinghausen überquert man die Bundesstraße 251 und fährt auf einem geschotterten Waldweg durch das Elbetal (Rennradfahrer müssen die teilweise stärker befahrene Landesstraße 3214 benutzen), nördlich von Naumburg dann über asphaltierte Wege durch die offene Landschaft.

Km 12: 16 Naumburg (Hessen) (280 m) - Der staatlich anerkannte Kneippkurort mit vielen Fachwerkhäusern und gut 5230 Einwohnern ist Endpunkt der Bahnstrecke des Hessencourriers, der ersten hessischen Museumseisenbahn zwischen Naumburg und Kassel und ein mögliches Etappenziel des Hess. Radfernweg R4.

~ ~> Ebenfalls eine Schotterpiste ist die Radroute zwischen Naumburg und dem Stadtteil Elberberg. Hier gibt es einen steilen Hügel. Der Hügel wurde Stand 2025 teilweise mit ASphalt befestigt. Diese Hügel kann notfalls über die nahe Landesstraße 3214 und die Kreisstraße 111 umfahren werden.

Km 15: 17 Elbenberg (255 m) - Der Naumburger Stadtteil bildete sich aus den beiden Orten Elben und Elberberg und hat 1300 Einwohner; sehenswert sind vor allem das Elberberger Türmchen mit schöner Aussicht und das Schloss Elberberg.

~ ~> Zwischen Elbenberg und Altendorf führt die Radroute auf direktem Wege über einen asphaltierten Wirtschaftsweg, der auch für Rennräder geeignet ist.
18 Altendorf Altendorf (245 m) ist ein weiterer Stadtteil von Naumburg im Elbetal, in welchem 240 Einwohner leben.
~ ~> Nachdem man Altendorf durchfahren hat, radelt man weiter auf der hier gut befahrbaren Landesstraße 3214. Nach 3,5km erreicht man den Abzweig nach Heimarshausen.
9 Heimarshausen (255 m) liegt einen guten Kilometer westlich des Hess. Radfernweg R4. Größte Sehenswürdigkeit des Naumburger Stadtteils mit 440 Einwohnern ist wohl die achteckige Kirche von 1835.
~ ~> Kurz darauf ist nach einer langen Kurve des Elbetals über die Landesstraße 3214 (circa 2 km) auch Züschen erreicht; man hat den Landkreis Kassel verlassen und befindet sich nun im Schwalm-Eder-Kreis.

Km 23: 19 Züschen (205 m) - Die ehemals selbstständige waldeckische Stadt im Elbetal ist heute ein Stadtteil von Fritzlar. Unweit des Hess. Radfernweg R4 befindet sich das Schloss Garvensburg, welches von 1894 bis 1898 erbaut wurde. Die Elbe wird auf einer alten Flussbrücke aus dem 18. Jahrhundert überquert (kurzes Stück Kopfsteinpflaster).

~ ~> Hinter Züschen radelt man zunächst über asphaltierte Wirtschaftswege einen Bergrücken hinauf und wieder hinunter zurück in das Elbetal, bevor der Hess. Radfernweg R4 kurz vor der hier schon nur noch wenig befahrenen Landesstraße 3214 für 200 Meter über einen Wiesenweg ausgeschildert ist, was recht selten für den eigentlich hohen Standard der Hessischen Radfernwege ist. Kurz darauf hat man dann die Wahl zwischen zwei offiziellen Wegstrecken: Der Landesstraße 3214 oder einem mit groben Schotter befestigten Wirtschaftsweg am Waldrand entlang, der vor Ort als "sehr schlechter Wegezustand" ausgewiesen ist. In Wirklichkeit ist dieser angeblich sehr schlechte Wegezustand aber problemlos mit Tourenrädern passierbar.
20 Geismar Geismar (190 m) - Der Stadtteil von Fritzlar hat 1000 Einwohner und liegt kurz vor Fritzlar.
~ ~> Der Hess. Radfernweg R4 folgt der Haupstraße durch den Ort; in Geismar beginnt die circa 50 Höhenmeter starke Steigung hinauf nach Fritzlar, bzw. endet in die Gegenrichtung als schöne Abfahrt.
Nachdem Geismar durchfahren wurde, überquert man vorsichtig über eine Fußgängerinsel die Landesstraße 3383 und fährt auf einem asphaltierten Fuß- und Radweg an der Landesstraße 3214 entlang bergauf am Neuen Friedhof vorbei nach Fritzlar, wo man der Geismarstraße in die kleine durch Fachwerkhäuser geprägte Innenstadt zum Marktplatz folgt.

Km 31: 21 Fritzlar (220 m) - ist eine der größeren Städte am Hess. Radfernweg R4. Die schöne Fachwerkaltstadt mit dem Marktplatz und dem Fritzlarer Dom St. Peter ist ein ideales Etappenziel. Der Bahnhof Fritzlar liegt circa 50 Höhenmeter tiefer als der Marktplatz. Hier besteht Zuganschluss nach Wabern. Durch die um die 14.000 Einwohner große Stadt verlaufen auch der Eder-Radweg und der Chattengauweg Richtung Gudensberg und nach Baunatal.

Abschnitt Fritzlar - Bad Zwesten: 29km

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Abkürzung im Bereich Fritzlar-Borken um 10-12km
Wer Lust hat kann von Fritzlar direkt nach Süden an die Schwalm bei Kleinenglis auf der ehemaligen Strecke des R 4 fahren. Allerdings gibt es einen größeren Hügel der zu überwinden. Die Strecke wurde Stand 2025 ausgebaut. Sie ist Teil des Radhauptnetzes Hessen. Ob die Route als Verbindung beschildert ist, ist Stand 02-2026 nicht bekannt.
Fritzlar - Borken
Zusammen mit dem Eder-Radweg entlang der Bahnstrecke
Ein Segelboot auf dem Singliser See
Borken - Bad Zwesten
Nördlich des Singliser See auf Schotterwegen entlang der Schwalm
Hinweistafel des Schwalm-Radwegs am Gombether See
Der Brunnentempel in Bad Zwesten

Obwohl die Luftlinie zwischen Fritzlar und Bad Zwesten nur 11km beträgt, beträgt die Länge des Hess. Radfernweg R4 zwischen den beiden Städten gut 31 km, da die Radroute einen Schwenker entlang der Eder nach Wabern und von dort entlang der Schwalm über Borken zurück nach Bad Zwesten macht. So verläuft der Hess. Radfernweg R4 zwischen Fritzlar und Wabern identisch mit dem Eder-Radweg und zwischen Singlis und Bad Zwesten identisch mit dem Schwalm-Radweg und dem Hess. Radfernweg R5, weitestgehend autofrei und familienfreundlich. Der Abschnitt Fritzlar-Wabern ist zudem durchgehend für Rennräder geeignet. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten.

Die Höhenmeter betragen in Fahrtrichtung Fritzlar-Bad Zwesten um die 110m und in die Gegenrichtung rund 130m.

Km 31: Fritzlar - Start des 2. Teilabschnitts am Marktplatz

~ ~> Vom Marktplatz in Fritzlar fährt man zunächst südlich des Fritzlarer Doms bergab zur Eder, wo man auf den Eder-Radweg trifft. Zusammen dann am Bahnhof vorbei durch ein Industriegebiet, immer auf asphaltierten Wirtschaftswegen entlang der Bahnstrecke und der Kreisstraße 13 unter der Bundesautobahn 49 hindurch durch die weite Ederniederung.
22 Zennern (170 m) - Der Ortsteil Zennern der Gemeinde Wabern mit gut 860 Einwohnern wird nördlich tangiert.
~ ~> Nun kann man schon die Zuckerfabrik von Wabern ausmachen, auf die man nun relativ direkt zufährt über asphaltierte Wirtschaftswege und einen Plattenweg direkt an der Bahnstrecke.

Km 38: 23 Wabern (165 m) - Die 7190 Einwohner fassende Gemeinde besitzt den größeren 3 Bahnhof Wabern an der Eisenbahnstrecke Kassel - Marburg - Frankfurt am Main. Hier halten alle zwei Stunden Regional-Expresszüge nach Kassel und Frankfurt am Main und ICE nach Karlsruhe und Hannover. Des weiteren verkehren Regionalbahnen.

~ ~> Man verlässt Wabern südlich auf der Landgrafenstraße, unterquert die Bundesstraße 253 und radelt auf einem separaten asphaltierten Fuß- und Radweg neben der Landesstraße 3148 entlang.
24 Uttershausen Uttershausen (170 m) mit circa 660 Einwohnern ist ein Ortsteil von Wabern.
~ ~> Kurz hinter Uttershausen überquert man die Main-Weser-Bahn mit Hilfe einer Anrufschranke, die man über einen unbefestigten Weg erreicht. Hier kann man auch schon einmal fünf Minuten warten, bevor der zuständige Mitarbeiter der Deutschen Bahn nach einem Anruf die Schranken öffnet, da auf der Main-Weser-Bahn reger Zugverkehr herrscht. Direkt hinter der Bahnschranke trifft man dann auf den Schwalm-Radweg, mit welchem man zusammen entlang der Bahnstrecke wieder die Landesstraße 3148 erreicht. Dieser folgt man für 400 Meter, alternativ kann man 200 Meter über Wiesenwege parallel zur Straße zurücklegen (als schlechte Wegstrecke ausgeschildert), bevor man in einen Schotterweg abzweigt und diesem entlang der Main-Weser-Bahn schattig folgt.

Km 45: 25 Singlis (170 m) - Stadtteil von Borken. Im Ort macht die Radroute einen kleinen Schlenker, wer diesen abkürzen will folgt der Main-Weser-Straße. Bahnhof im Ort, an dem Regionalbahnen halten.

~ ~> Südlich von Singlis trifft der Hess. Radfernweg R5 (von Homberg (Efze) auf den R4. Zusammen mit diesem und dem Schwalm-Radweg. Es durch Singlis hindurch und auf einem geschotterten Weg über ein paar Brücken. Wer weiter den Radwegen folgt, wird den schönen Singliser See leider nicht zu Gesicht bekommen. Dazu muss man ab Singlis ein Stück der Landesstraße 3149 folgen. Auf den Radroute radelt man weiter auf geschotterten Wegen in unmittelbarer Nähe zur Schwalm.

Km 48: 26 Gombeth (175 m) - Dorf mit 765 Einwohnern, das zu Borken gehört. Der Ort liegt genau zwischen den beiden großen Seen an der Schwalm.

~ ~> Hinter Gombeth verläuft der R4 auf einem Schotterweg direkt oberhalb des Gombether See mit Blick auf diesen. Hinab zu dessen Ufer kann man aber leider nicht, zumindest gibt es keine öffentlichen Wege. Wer zum Bahnhof Borken will, zweigt unmittelbar hinter dem Gombether See von den ausgeschilderten Radwegen ab.
Die Radwege aber überqueren die Schwalm und führen weiter nach Kleinenglis.

Km 53: 27 Kleinenglis (190 m) - Gut 1510 Einwohner großer Stadtteil von Borken. Sehenswert ist neben der Sankt-Michaelskirche vor allem das Kaiserkreuz an einem Kinderspielplatz in der Hundsburgstraße.

~ ~> Über einen asphaltierten Wirtschaftsweg erreicht man an Obstbäumen vorbei die Landesstraße 3223, die man mit einer Ampelanlage leicht überqueren kann und neben welcher sich der Naturbadesee Stockelache (mit Gastronomie) befindet. Nachdem man die Schwalm über eine Holzbrücke überquert hat weiter auf asphaltierten Wegen am Waldrand entlang.
Auf einem Radweg im BEreich der B3 geht es unter Bundesautobahn 49 hindurch. Hier liegt die sogenannte Schwalmpforte. Der Radweg führt weiter entlang der B 3 bis Kerstenhausen.

Km 56: 28 Kerstenhausen Kerstenhausen (190 m) - Knapp 600 Einwohner großer Stadtteil von Borken an der Bundesstraße 3. Achtung: In der Ortsdurchfahrt keine Radwege! Mit dem Lückenschluss der A 40 ist der Verkehr aber um einiges zurückgegangen. Es gibt allerdings immer noch einiges an Verkehr

~ ~> Schnurgerade verläuft der asphaltierte Wirtschaftsweg westlich von Kerstenhausen, auf welchem die drei Fernradwege ausgeschildert sind. Hinter einer Hecke radelt man dann im Zick-Zack weiter durch die Felder und kann über einen Wiesenweg einen Abstecher zu einer der Mühlen an der Schwalm machen (ausgeschildert). Schließlich sieht man Bad Zwesten vor sich liegen. Wer zum Campingplatz will folgt einfach den Fernradwegen, da dieser direkt an ihnen liegt.

Km 60: 29 Bad Zwesten (200 m) - Die Gemeinde mit insgesamt circa 3920 Einwohnern besitzt eine Mineralquelle, an der unter anderem der Bad Zwestener Löwensprudel abgefüllt wird. Mit der Buslinie 408 bestehen gute Busverbindungen nach Borken und Bad Wildungen mit weiteren Anschlüssen, außerdem verkehren die Schulbuslinien 407 und 411.

3. Etappe: Bad Zwesten – Alsfeld (49km)

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Abschnitt Bad Zwesten - Ziegenhain: 24km

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Bad Zwesten - Neuental
Teilweise schlecht befahrbarer Weg zwischen Bad Zwesten und Niederurff
Eine der vielen Schwalmmühlen, hier kurz hinter Bischhausen direkt am Radweg
Neuental - Schwalmstadt
Am Friedhof vorbei verlässt man Waltersbrück
Luftaufnahme von Ziegenhain

Die fünfte Etappe des Hess. Radfernweg R4 verläuft von Bad Zwesten bis zum Wiesenhof bei Schwalmstadt-Allendorf an der Landsburg identisch mit dem Schwalm-Radweg, sowie bis Bad Zwesten-Niederurff identisch mit dem Hess. Radfernweg R5. Bis auf einen circa drei Kilometer langen Abschnitt auf der Landesstraße 3074 zwischen Niederurff und Bischhausen führt dieser Streckenabschnitt abseits der Straßen autofrei durch die Schwalm. Das Etappenziel dieser fünften Etappe befindet sich in Schwalmstadt-Ziegenhain, Schwalmstadt-Treysa mit seinem Bahnhof an der (KBS 620, u. a. IC und RE) ist nur über den Schwalm-Radweg oder den Bahnradweg Rotkäppchenland erreichbar. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten.

Die Höhenmeter betragen in Fahrtrichtung Bad Zwesten-Ziegenhain um die 185m und in Gegenrichtung rund 175m.

Km 0: Bad Zwesten - Etappenstart

~ ~> Vorbei am Waldcampingplatz erreicht man den Waldrand. An diesem radelt man dann erst auf einem Schotterweg, später dann auf einem Lehmweg (nur noch teilweise geschottert) entlang. Diesen teilweise sehr schlecht befahrbaren Weg mit Spurrinnen kann man alternativ nur über die Landesstraße 3074 umfahren.

Km 4: 30 Niederurff (205 m) - Der circa 420 Einwohner große Ortsteil von Bad Zwesten ist ein Knotenpunkt im hessischen Radfernwegenetz, da hier der Hess. Radfernweg R5 auf den Hess. Radfernweg R4 und den Schwalm-Radweg trifft.

~ ~> Hinter Niederurff verlaufen der Schwalm-Radweg und der Hess. Radfernweg R4 auf einer Strecke von circa 3km auf der Landesstraße 3074. Problematisch für Kleinkinder kann der gut zehn Meter hohe Hügel sein, welchen man auf der Landesstraße 3074 überwinden muss.

Km 7: 31 Bischhausen (200 m) - Mit gut 380 Einwohnern liegt der Ortsteil der Gemeinde Neuental zwischen Gilsa und Schwalm. Der Nachbarort Zimmersrode, circa einen Kilometer vom Hess. Radfernweg R4 entfernt, besitzt einen eigenen Bahnhof, bzw. Haltepunkt an der Main-Weser-Bahn.

~ ~> An der Schwalmmühle vorbei und unter der Bundesautobahn 49 hindurch erreicht man Bischhausen-Siedlung (Abzweig Zimmersrode), um dann auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg hinauf und entlang der Main-Weser-Bahn an einem größeren Rastplatz mit Schutzhütte vorbei nach Waltersbrück zu radeln.

Km 10: 32 Waltersbrück (200 m) - Der um die 450 Einwohner zählender Ortsteil von Neuental wird einmal von der Main-Weser-Bahn durchquert, besaß aber nie einen eigenen Bahnhof oder Haltepunkt an dieser. Es verkehren im Ort die Buslinien 411 und 419.

~ ~> Am kleinen Friedhof von Waltersbrück vorbei folgt man auf geschotterten Wegen dem Verlauf der Main-Weser-Bahn sowohl rechts-, als auch linksseitig unweit der Schwalm entlang.

Km 14: 33 Schlierbach (205 m) - Mit gut 335 Einwohnern liegt der kleine Ortsteil von Neuental mit eigenem Bahnhof, bzw. Haltepunkt inmitten des Schwalmtals.

~ ~> Über die Straße Am Loh verlässt man steil bergauf Schlierbach und fährt dann für circa 100 Meter über einen schlecht befahrbaren geschotterten Wirtschaftsweg. An dessen Ende hat man eine schöne Aussicht zurück auf Schlierbach, bevor man nun auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg den Bergrücken überquert und auf dessen anderer Seite hinunter zum Wiesenhof radelt. Hier trennen sich Schwalm-Radweg und Hess. Radfernweg R4, während erster über Treysa und einige schlecht befahrbare Wege nach Ziegenhain führt, verläuft letzterer über Allendorf an der Landsburg mit einer kleinen Steigung durch ein Waldgebiet auf wesentlich besser befahrbaren Wegen.

Km 17: 34 Allendorf an der Landsburg (210 m) - Knapp unter 600 Einwohner großer Stadtteil von Schwalmstadt direkt an Schwalm und Main-Weser-Bahn, allerdings ohne eigenen Bahnhof oder Haltepunkt.

~ ~> Von Allendorf an der Landsburg radelt man auf asphaltierten Wirtschaftswegen zunächst langsam bergauf, bevor man dann am ehemaligen Sonderwaffenlager nach Süden abzweigt und auf geschotterten Wirtschaftswegen ein kleines Waldgebiet durchfährt. Vorbei am Hotel & Restaurant Hof Weidelbach und dem ehemaligen Nordbahnhof von Ziegenhain erreicht man dann ein Gewerbegebiet, welches man ebenfalls durchfährt und zudem die Bundesstraße 454 überquert. Später radelt man auf dem Damm des Rückhaltebeckens am Rand von Ziegenhain entlang bis zum Schwalm-Radweg.

Km 24: 35 Ziegenhain (215 m) − Die ehemalige Residenz- und Kreisstadt ist heute ein Stadtteil von Schwalmstadt mit circa 4175 Einwohnern und überregional vor allem durch die barocke Wasserfestung bekannt, welche im Dreißigjährigen Krieg die viertgrößte Befestigungsanlage in Hessen war und nicht eingenommen werden konnte.

Abschnitt Ziegenhain - Alsfeld: 25km

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25km flache Strecke mit nur kurzen Steigungen entlang der Schwalm nach Alsfeld. Bis zur B 254 verläuft die Route auf Landstraßen und Wirtschaftswegen. Achtung: Die Route verläuft teilweise im Hochwasserbereich der Schwalm. Falls dies eintritt müssen parallel verlaufende Straßen genutzt werden.

Km 24: Ziegenhain - Start der zweiten Teilstrecke der Etappe.

~ ~> Der R4 umrundet in den Wiesen an der Schwalm den selgenflugplatz. Wer möchte kann nach Loshausen auch den direkten Bahnradweg der D4 nutzen.

Km 28: 36 Loshausen (215 m) – Wer am Ortseingang von Loshausen an der Schwarzen Brücke nach rechts in den Bahnradweg Rotkäppchenland einbiegt, findet hier eine 2 Holzskulptur zum Märchen vom Rotkäppchen und dem Wolf , die in einem Skulpturenprojekt der Malerkolonie Willingshausen, der ältesten Malerkolonie Europas, entstand. Ebenfalls am Ortseingang neben der Kläranlage liegt eines der drei Storchennester des Ortes, ein weiteres auf dem Schornstein der alten Molkerei in der Ortsmitte. Mit aktuell drei Nestern ist der Ort das Storchendorf in der Schwalm. In der Friedenskirche Loshausen wirkte Kurt Reuber, Schöpfer der Madonna von Stalingrad. Man will es kaum glauben, aber am Ortsende steht das Loshäuser Schloss mit einem angrenzenden Parkgelände, die heute vorwiegend für Kulturveranstaltungen und größere Open-Air-Feste wie das World Music Festival genutzt werden.

~ ~> Auf der Kreisstraße ist schnell Zella erreicht.

Km 30: 37 Zella (215 m) - Am Orteingang wartet der Landgasthof Bechtel mit Schwälmer Spezialitäten auf. Westlich des Ortes gelegen und mit schöner Aussicht liegt die Zellaer Koppe, etwas abseits die Wippchensteine, eine frühere Kult- und Opferstätte.

~ ~> Am Ortsausgang von Zella haben Anwohner eine vor Regen schützende ein- und ausklappbare Sitzmöglichkeit am Ufer der Schwalm errichtet. Hier lohnt es sich durchaus eine Pause einzulegen. Es gibt Sitzgelegenheiten und einen Tisch für etwa sechs Personen. Im Feld muss man einmal links abbiegen, ansonsten kann man sich nicht verfahren.

Km 32: 38 Salmshausen (220 m) - Wer das Geocachen zu seinen Hobbies zählt, sollte in jedem Fall das Hotel zur Einsamkeit und den Löschzug Salmshausen besuchen. Es lohnt sich.

~ ~> Aus dem Ort hinaus führt ein weiterer asphaltierter Wirtschaftsweg zielsicher in das nächste Dorf.
Kapelle Schönberg

Km 34: 39 Röllshausen (220 m) – Vor dem Ortseingang säht ein Einwohner jedes Jahr eine Vielzahl von Sonnenblumen aus, die sein Grundstück einrahmen. Südöstlich des Ortes liegt die etwa 1000 Jahre alte 1 Kapelle Schönberg . Die Kapelle steht weithin sichtbar auf einem steilen, terrassenartig ansteigenden Basaltkegel über dem Schwalmtal.

~ ~> Achtung an der B 254. Beim Überqueren muss man an dieser unübersichtlichen Stelle höllisch aufpassen, dass man keines der sich schnell nähernden Fahrzeuge übersieht, deren Fahrer sich nicht unbedingt immer an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten.

Km 37: 40 Schrecksbach (230 m) - Mit etwa 3000 Einwohnern ist der Ort der größte in der Gemeinde gleichen Namens. Heutzutage vergessen landete in den 1960er und frühen 1970er Jahren die deutsche Beat- und Rockband The Petards eine Reihe von Hits und Die Knallfrösche waren zeitweise fast so populär wie die Beatles. Ihre ersten Konzerte gaben sie unter anderem in der noch heute existierenden Kneipe Mylord. Wer die bäuerliche Schwälmer Kultur kennenlernen will, sollte am einen kleinen Abstecher in das Dorfmuseum Holzburg machen. Schrecksbach ist der südlichste am Radweg gelegene im Schwalm-Eder-Kreis. Am nördlichen Ortseingang von Schrecksbach liegt ein Supermarkt direkt an der Strecke.

~ ~> Im Ort hält man sich immer geradeaus. Am Ortsende biegt man rechts ab und unterquert die Brücke der B 254, um 50 Meter weiter nach links weiter zu fahren. In der Mitte des Abschnitts überquert man im Zickzack - erst rechts, dann links - die Schwalm. Am Ende des Wegs wendet man sich nach links eine kleine Steigung hinauf, oben angekommen nach rechts.

Km 40: Heidelbach (230 m) - In Heidelbach beginnt der Vogelsbergkreis. Im Ort gibt es einen Motorrad und Fahrradladen.

~ ~> Vor Heidelbach hat man die Möglichkeit, dem offiziellen Verlauf zu folgen oder durch Heidelbach zu fahren.
Den Weg durch den Ort muss man in jedem Fall nehmen, wenn das Hochwasserrückhaltebecken Heidelbach eingestaut und der dort verlaufende Schwalm-Radweg überflutet ist. Achtung: Diese Variante führt über die L 3156 und ist wegen des KFZ-Verkehrs und der kurvigen Straßenführung durchaus nicht ungefährlich.
Die verkehrsfreie Strecke durch das Rückhaltebecken wurde 2025 teilweise mit einer Asphaltdecke ausgebaut. Die schlechte Schotter-Spurpiste nördlich des Rückhaltedamms gehört damit der Vergangenheit an.
Über die Dörfer Münch-Leusel und Eudorf (240 m) geht es auf älteren, aber verkehrsfreien Wegen nach Alsfeld.
Alsfeld: Marktplatz mit bekanntem Rathaus

Km 50: 41 Alsfeld (260m Höhe) - Etappenende am Marktplatz. Aufgrund der vielen, in geschlossener Formation erhaltenen Fachwerkbauten wurde die Stadt vom Europarat zur „Europäischen Modellstadt“ erklärt. Infolgedessen wurden viele Fachwerkhäuser aufwändig restauriert. Weithin bekannt ist das Rathaus. Wegen des besonderen Ambientes und der vielen Einkaufsmöglichkeiten und gastronomischen Betriebe lädt die Stadt zum entspannten Bummeln ein. Ein Supermarkt liegt am nördlichen Eingang zur Stadt direkt an der Route.

~ ~> Die Wegführung durch die Stadt ist etwas verwinkelt. Um sich nicht zu verfahren, sollte man gut auf die Beschilderung acht geben. Im Ort gibt es mehrere Radläden.

4. Etappe: Alsfeld – Nidda (63km)

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Diese Tagesstrecke ist eine anspruchsvolle Etappe mit Steigungen (etwa 700hm) über den Hohen Vogelsberg. Wer möchte kann die Etappe in Ulrichstein teilen.

Wer sportlich ist, kann an einem Tag über den kompletten Vogelsberg unter Einbeziehung des Taufstein und Hoherodskopf bis nach Nidda fahren (dann etwa 70km mit etwa 700hm). Von den Höhenmetern sind übrigens beide Varianten etwa gleich. Denn die R4-Strecke Ulrichstein - Schotten besitzt rund 200 verlorene Höhenmeter.

  • Fahrradbusse Vogelsberg - Da im Vogelsberg heute keine Eisenbahnzüge mehr verkehren, gibt es als Ersatz ein gutes Netz mit Fahrradbussen des Vogelsberger Vulkan-Express (https://vogelsberger-vulkan-express.de, Mai-Oktober an allen Sa, So und Feiertagen). Die Freizeitbuslinien mit Fahrradanhängern verkehren nach den Tarifen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) und haben Bahnanschluss an die Regionalzüge der umliegenden Bahnlinien.

Abschnitt Alsfeld - Ulrichstein: 31km

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Schwalmquelle im Vogelsberg
Ulrichstein - Blick ins Land von der Aussichtsloge auf der Burgruine.

"Hoch zur Schwalmquelle" lautet die Devise auf den ersten 19km. Aber Achtung: Auf den gerade mal 31km bis Ulrichstein müssen mehr als 400 Höhenmeter überwunden werden:

Addierte Höhenmeter: Alsfeld - Ulrichstein 419m · Ulrichstein - Alsfeld: 135hm, · max. Steigung: 5%

Km 0: Alsfeld - Etappenstart am Marktplatz (auf 250m Höhe)

~ ~> Der R4 folgt in Personalunion dem Schwalm-Radweg durch die Dörfer. Die Strecke in der Talniederung der Schwalm ist meist verkehrsfrei geführt. Asphaltierte und geschotterte Wirtschaftswege wechseln sich auf der Route ab. Schloss Altenburg südlich Alsfeld ist privat bewohnt und damit nicht zugänglich.

Km 15: 42 Storndorf (auf 350m Höhe) - Hier endet die Strecke als "Talradweg". Rastmöglichkeit am Wohnmobilstellplatz. Laut Openstreetmap gibt es im Ort einen Dorfladen und einen Gasthof.

~ ~> Ab Storndorf geht der R4 steil auf die Höhe. Erst noch kurz auf Asphalt im Feldbereich, taucht die Route dann bald in den Wald ein. Nach einer längeren Waldpassage auf Schotter kommt man bei Km 22 an der Schwalmquelle vorbei. Nach einem Blick auf die Quelle geht es weiter auf geschotterten Waldwegen Richtung Ullrichstein.
Es werden mehrere Landstraßen gequert bzw. teilweise genutzt. Im Bereich "Großer Steinruck" geht es durch einen Windpark. Vor Ulrichstein derreicht der R4 auf rund 600m seinen Scheitelpunkt.

Km 30: 10 Verzweig Hoherodskopfsteig / R4 bei Ulrichstein - Kurz vor Ulrichstein stößt man auf 6000m Höhe auf die Fernradwege R4 und R7. Wer möchte kann von hier zum 1 Hoherodskopf (754m) in die Gipfelregion des Vogelsberg auffahren. Der Berg ist das Touristenzentrum im Oberwald. Großparkplatz und Treffpunkt der Freizeitbuslinien mit Radtransport. Gastronomie, Sommerrodelbahn, schöner Westblick, Klettergarten um Baumkronenpfad, Naturschutz-Informationszentrum. Hier im Oberwald findet sich auch der Taufstein mit Aussichtsturm. Der Taufstein ist mit 774m die höchste Erhebung im Vogelsberg. Weitere Infos siehe Artikel zum Radroute Hoherodskopfsteig.

Km 31: 43 Ulrichstein (auf 565m Höhe) - Hier lädt die Burgruine zu einem Besuch ein. Die 3 Burgruine ist baulich wenig spektakulär. Aber es gibt einen attraktiven Talblick Richtung Nordwesten.

Abschnitt Ulrichstein - Nidda auf dem R4: 32km

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Hoherodskopf: Südblick an der Sommerrodelbahn
Radkarte mit R4 und Hoherodskopfsteig im Vogelsberg: Die bergige, direkte Strecke des R4 mit etwa 200 verlorenen Höhenmetern ist dunkelgrün. Höhenmetermäßig ist es daher fast egal ob man den Taufstein und den Hoherodskopf noch einbaut. Im Gegenteil: Die Höhenmeter sind hier bedeutend besser angelegt, da man noch mit diversen Sehenswürdigkeiten belohnt wird. Wer den Vogelsberg noch nicht kennt, sollte die Berge auf jeden Fall einbauen, sonst verpasst er die sehenswerte Gipfelregion des Vogelsberges.

Zwischen Ulrichstein und Schotten erwarten einen mehrere Auf- und Abfahrten mit bis zu 10% Steigung und etwa 200 verlorenen Höhenmetern. Von den Höhenmetern her kann man ab Ulrichstein auch zum Hoherodskopf auffahren.

Statistik der Höhenmeter:

Addierte Höhenmeter Gesamtetappe:

  • Ulrichstein - Nidda: 230 hm,
  • Nidda - Ullrichstein: 661 hm

Addierte Höhenmeter Teiletappe Ulrichstein - Schotten:

  • Ulrichstein - Schotten: 213 hm (13,8 km),
  • Schotten - Ulrichstein: 512 hm,

Addierte Höhenmeter Teiletappe Schotten - Nidda:

  • Schotten - Nidda: 24 hm (15,3 km),
  • Nidda - Schotten: 159 hm

Zur Strecke:

Km 31: Ulrichstein

~ ~> Zwischen Ulrichstein besitzt der R4 einen "topografisch sehr bewegten Verlauf", sprich die Route ist sehr Bergig. Es gibt mehrere Steil Ab- und Auffahrten. In der Abfahrt nach Schotten erleben sich oberhalb und bei Betzenrod weitere Ausblicke.

Km 44: 44 Schotten - auf 289m Höhe - einige schöne Fachwerkhäuser in der Altstadt, Erlebnismuseum Vulkaneum. → Abzweig des Hoherodskopfsteig

Niddastausee

Km 48: 2 Niddastausee (257m Höhe) - Bademöglichkeiten.

~ ~> Durch verschiedene Dörfer gehen es auf Asphaltwegen das Niddatal abwärts.

Km 63: 45 Nidda am Kurbereich in 46 Bad Salzhausen (130m Höhe) - Etappenende an der Tourist-Information

Alternative Ulrichstein - Nidda über den Hoherodskopf: 39km

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Wie bereits erwähnt kann man von der Bilanz der Höhenmeter auch über den Hoherodskopf fahren. Während man auf dem R4 zwischen Ulrichstein und Schotten rund 200 verlorene Höhenmeter absolviert, nutzt man auf dieser Variante diese 200 Höhenmeter um die Gipfelregion des Vogelsberges rund um Hoherodskopf und Taufstein zu erklimmen.

Die Steigungen zwischen Ulrichstein und dem Hoherodskopf sind nur mäßig. Oben im Oberlwald längere Strecke eben bze. Hügelig. Die beschilderte Verbindungsroute Ulrichstein - Hoherodskopf verläuft auf geschotterten Waldwegen. Das heißt von den Steigungen her ab Ulrichtstein besitzt sogar diese "höhere Variante" die zahmeren Steigungen.

Die steile Abfahrt vom Hoherodskopf hinunter nach Schotten ist dagegen nur im oberen kurzen Waldabschnitt geschottert. Der Rest der Route verläuft auf Asphalt.

Weitere Infos zu dieser sehr attraktiven Variante siehe Artikel zur Radroute Hoherodskopfsteig

5. Etappe: Nidda – Maintal (52km)

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Etappe entlang der Nidda durch die Wetterau. Der R4 begleitet hier die gut ausgebaute Niddaroute. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und verläuft meist verkehrsfrei direkt am Fluss.

R4: Addierte Höhenmeter: Nidda - Maintal (Main): 217 hm

Km 0: Nidda Kurbereich in Bad Salzhausen - Etappenstart an der Tourist-Information

~ ~> Über 47 Dauernheim (Km 7) wird Staden erreicht.
Florstadt-Staden: Ysenburg’sche Schloss

Km 11: 48 Staden - Sauerbrunnen, laut Wikipedia "extrem saures, aber trinkbares Quellwasser". Im Ort abseits der Route: Seufzerbrücke (nicht öffentlich zugänglich), Reste der Burg Staden: Torturm und Ysenburg’sche Schloss mit Hotel und Restaurant. Im Ort: → Anschluss Limes-Radweg

~ ~> Weiter geht es auf der Niederroute. In 49 Nieder-Florstadt (Km 14) Querung der Bundesstraße per Ampel. Es gibt im Ort Verpflegungsmöglichkeiten (u. a. Lebenmmittelmärkte Norma und REWE).

Km 19: 50 Assenheim - Bahnanschluss an die Strecke Friedberg - Hanau. Wer S-Bahnanschluss haben möchte kann die 2km entfernte Station Bruchenbrücken anfahren. In Assenheim gewinnt der Fluss an Größe: Die aus dem Taunus kommende Wetter mündet hier.

~ ~> Auf guten Asphaltwegen geht es weiter durch die Niddawiesen. Die Route verläuft komplett verkehrsfrei direkt am Fluss. In 51 Ilbenstadt (Km 22:) findet sich 500m abseits im Ort das ehemalige 2 Kloster Ilbenstadt . Die Kirche wird im Volksmund auch "Wetterauer Dom" genannt.
Bei Km 32: geht es direkt entlang des Flusses durch 52 Karben . Hier finden sich am Bürgerzentrum Einkehrmöglichkeiten, Rastmöglichkeiten mit Bänken, eine E-Bike Ladestation und östlich der Nidda ein Spielplatz.

Km 38: 53 Gronau - Hier verlässt der R4 die Niddaroute. In Gronau mündet auch die Nidder in die w:Nidda.

~ ~> Von Gronau ist es nur einen Katzensprung bis 54 Niederdorfelden . Von Niederdorfelden geht es auf asphaltierten Wirtschaftswegen hinüber an den Main.
Nach Querung von Niederdorfelden führt der R4 knapp 50 Höhenmeter ansteigend hinauf zur 11 Hohen Straße (Km 43). Hier oben findet sich das Kundwerk "Sichtachse Große Loh". Das Kunstwerk des Regionalparks Rhein-Main verdeutlicht die Blicke Richtung Taunus. Die Große Loh ist ein Berg im Taunus. Die Hohe Straße ist eine alte Handelsroute, die hier einst von Frankfurt am Main Richtung Leipzig führte. Sie war Bestandteil der Via Regia. Alte Handelsrouten wurden früher oft über die Höhen geführt. Denn die Tallagen waren oft sehr sumpfig.
Nun geht es hinunter Richtung Main. Der R4 umrundet Bischofsheim auf verkehrsfreien Wegen.

Km 50: Nördlicher Fähranleger der 4 Fähre Rumpenheim bei 55 Maintal-Bischofsheim - Etappenende am Mainufer. Hier findet sich direkt ein Campingplatz. Sonst Quartierssuche in den umliegenden Orten. Es besteht am nahen 5 Bahnhof Maintal-West Anschluss an die nordmainische Strecke Frankfurt - Hanau. Die Strecke wird zur S-Bahn ausgebaut. Daher kann es Schienenersatzverkehre ohne Fahrradmitnahme geben. Dazu bitte zeitnah vor Ort informieren. Mit der Fähre Rumpenheim kann auf das südliche Flussufer übergesetzt werden. Hier findet sich der Main-Radweg zwischen Frankfurt und Hanau

6. Etappe: Maintal – Höchst (62km)

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Schloss Heusenstamm
Rathaus Gross-Umstadt
Luftbild Veste Otzberg

Vom Main führt diese Etappe Richtung Odenwald. Obwohl man im Ballungsaum Rhein-Main unterwegs ist, gibt es viel grün. Zum Ende gibt es am Odenwald die ersten Steigungen.

addierte Höhenmeter: Rumpenheim (Fähre) - Höchst im Odenwald: 278m · Bis Groß-Umstadt bleibt es flach, hinter Lengfeld geht es mit bis zu 10% Steigung aufwärts auf 326m.

Km 0: 56 Rumpenheim (97 m) - Etappenbeginn am Fähranleger, Rumpenheim ist Stadtteil von Offenbach am Main, Schlossanlage am Main.

~ ~> bis Mühlheim am Main auf dem Main-Radweg.

57 Mühlheim am Main

~ ~> Durch viel Wald erreicht der R4 über Bieber die Stadt Heusenstamm

Km 12: 58 Heusenstamm - Das Schloss liegt 300m abseits des R4. Der kleine Abstecher lohnt. Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten an der FRnakfurter Straße

~ ~> Südlich Heusendstamm taucht die Route wieder in den Wald ein. Der R4 verläuft hier auf ebenen geschotterten Forstwegen.
Durch 59 Nieder-Roden , das zur Stadt Rodgau gehört, geht es Richtung Babenhausen. Hier taucht die Strecke ein weiteres mal länger in den Wald ein.

Km 31: 60 Babenhausen - Altstadt, Bahnhof Babenhausen an der Strecke Darmstadt - Aschaffenburg.

~ ~> Über verschiedene Dörfer schlängelt sich der R4 Richtung Odenwald. Vor Groß-Umstadt noch einmal eine längere Waldpassage auf Schotter.

Km 47: 61 Groß-Umstadt - Altstadt, schmuckes Rathaus am Markt (500m abseits der Route)

~ ~> über den Bahnhof Otzberg-Lengefeld (Odenwaldbahn Richtung Darmstadt und Michtelstadt/Erbach) geht es ins Dorf Lengefeld. Südlich dann steiler Anstieg hinauf zur Veste Otzberg (Feldweg auf Asphalt).

Km 54: 62 Otzberg - Gemeinde mit bekannter 4 Feste Otzberg

~ ~> Abfahrt über 150 Höhenmeter hinunter ins Tal der Mümling.

Km 62: 63 Höchst im Odenwald (157 m) - Etappenende. Wer möchte kann abends einen Spaziergang auf dem Märchenpfad unternehmen.

→ Anschlüsse: Hess. Radfernweg R9: Vom Rhein ins Land der Nibelungen und Drei-Länder-Radweg

7. Abschnitt: Höchst – Hirschhorn (52km)

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Michelstadt: Marktplatz mit bekanntem Rathaus
Hirschhorn am Neckar - Altstadt mit Schloss

addierte Höhenmeter: Höchst - Erbach: 103m bei 18,7km · Erbach - Höchst: 39m

addierte Höhenmeter: Erbach - Hirschhorn: 705m bei 41,6km · Hirschhorn - Erbach: 801m

Km 0: Höchst im Odenwald - Etappenstart

~ ~> weitgehend eben auf Asphalt die Mümling aufwärts

Km 6: 64 Bad König - der Kurpark bietet sich zur Pause an

~ ~> weiter eher eben auf Asphalt die Mümling aufwärts

Km 15: 65 Michelstadt - gemütliche Altstadt mit bekanntem Fachwerkaltstadt. Der Abstecher lohnt in jedem Fall.

Km 18: 66 Erbach (227 m) - Schloss

~ ~> Ab Hetzbach längere Steigung hinauf nach Beerfelden (rund 200 hm).

Km 30: 67 Beerfelden - Hauptort der Stadt Oberzent auf der Höhe.

~ ~> Bis Rothenberg führt der R 4 leicht hügelig auf meist geschotterten Waldweg in Kammlage bis Rothenberg. Das Dorf liegt auf einer Sonnenterrasse.

Km 41:68 Rothenberg - aussichtsreiches Dorf auf der Höhe.

~ ~> Von Rothenberg geht es auf geschotterten Waldwegen 300 Höhenmeter teilweise steil zum Neckartal hinab. Wer gerne schnell talwärts fährt nutzt am besten ab Rothenberg die Landstraße (7km lange Abfahrt). Die Straße wird an schönen Tagen allerdings auch gerne von Motorradfahrern genutzt, die die Kurvenfahrt ebenfalls gerne genießen.

Km 52: 69 Hirschhorn am Neckar (122 m) - kleine Altstadt mit Schloss, schöne Lage am Neckar, Ende des R4 an der Schleuse im Stadtteil Ersheim. Hier Anschluss an den Neckarradweg.

Weiter geht's

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Wer möchte man über den Neckartal-Radweg Richtung Heidelberg radeln. Die viel besuchte Stadt ist ein attraktives Finale für die Radreise auf dem R4. Flussaufwärts können Heilbronn und Stuttgart erreicht werden.

GPS-Daten

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Literatur- und Kartenhinweise

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  • Schriftliche Radliteratur zum R4 ist nicht bekannt.
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