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Chattengauweg

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Der Chattengauweg ist als R21 markiert.

Der Chattengauweg ist ein 25 km langer Radwanderweg von Fritzlar über Gudensberg nach Baunatal. Er stellt eine für Radfahrer interessante Alternative zum Eder-Radweg dar, die wesentlich kürzer ist. Zwischen Gudensberg und Dissen verläuft er auf einer kurzen Länge von 3,5 km auf der ehemaligen Bahnstrecke Grifte-Gudensberg.

Streckenprofil[Bearbeiten]

Historische Karte vom Chattengau
  • Länge: 25 km
  • Markierung: Der Chattengauweg ist mit grüner R 21 auf weißem Grund markiert.
  • Ausschilderung: Entweder große Zwischenwegweiser oder kleine separate Schilder unter den Radwegweisern. Zur Sicherheit sollten Ortsunkundige immer eine entsprechende Karte dabei haben.
  • Steigungen: Es gibt zwei nennenswerte Steigungen, zwischen Dorla und Gudensberg der Nacken, sowie zwischen Holzhausen am Hahn und Dissen.
  • Wegzustand: Größtenteils verläuft der Chattengauweg auf asphaltierten Wegen, nur vereinzelt auf geschotterten Wegen, weshalb der Wegzustand als gut zu bezeichnen ist.
  • Verkehrsbelastung: Gering, da der Radweg meist fernab von Straßen verläuft. Nur bei Werkel wird ein längeres Stück die Landesstraße 3150 benutzt.
  • Geeignetes Fahrrad: Tourenrad mit 7 Gang Nabenschaltung ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge.
  • Familieneignung: Nur mit etwas größeren Kindern, die auch länger alleine fahren können.

Hintergrund[Bearbeiten]

Stich von Matthäus Merian von Fritzlar 1655

Als Chattengau wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen Kassel und Fritzlar bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in Wabern) und Kohl (Firma Hengstenberg in Fritzlar) angebaut.

Anreise[Bearbeiten]

Der Dom und das Fachwerkstädtchen Fritzlar vom Ederradweg aus betrachtet.

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

Der Bahnhof Fritzlar, Startpunkt des Chattengauwegs, wird von der Regionalzuglinie R39 der Kurhessenbahn angefahren. Entlang der Radroute verkehren die beiden Buslinien 65 und 500, die von der Regionalverkehr Kurhessen GmbH (RKH) und HLB Hessenbus bedient werden. In der Regel nehmen die Busse auch 1-2 Fahrräder kostenlos mit, sofern es die Betriebslage zulässt. In Baunatal fahren die Straßenbahnlinien 5 und 7.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Durch Fritzlar verlaufen die beiden Radfernwege Eder-Radweg und Hessischer Radfernweg R4, auf denen man von zum Beispiel Wabern (bessere Zugverbindungen) nach Fritzlar radeln kann. Durch Baunatal verläuft zudem noch der Hessencourrierradweg, auf welchem man bis zum Fernbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe oder über lokale Radrouten in die Innenstadt fahren kann.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Fritzlar - Gudensberg
Der Chattengau nördlich von Fritzlar.

Der Chattengauweg verläuft zwischen Werkel und Holzhausen am Hahn in der Nähe der Bundesautobahn 49, die man aber nur selten sieht oder hört und deshalb die landschaftliche Attraktivität nicht mindert. Wer die Radroute als Abkürzung des Eder-Radwegs befährt, verlässt diese in Dissen und folgt der Bahnstrecke Grifte-Gudensberg einen Ort weiter bis Haldorf, wo er wieder auf den Eder-Radweg trifft. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten.

Fritzlar - Gudensberg (11 km)[Bearbeiten]

Stich von Matthäus Merian von Gudensberg 1655
Chattengauweg

Start des Chattengauwegs ist recht unspektakulär an einer 1 Brücke der Umgehungsstraße (Erfurter Ring) von Fritzlar, circa 700 m vom Bahnhof mit der HaltestelleHaltestelle Abzweig Bahnhof entfernt. Hier verlaufen auch die beiden Radfernwege Eder-Radweg und Hessischer Radfernweg R4, von welchen man zunächst entlang des Erfurter Rings durch ein kleines Wäldchen und an der König-Heinrich-Schule vorbei fährt. Nachdem man in die Bonatistraße eingebogen ist, folgt man dieser und der Alberstraße bis zum 2 Paderborner Ring, den man mit Hilfe einer Verkehrsinsel überquert. Weiter geht es auf dem Brautäcker durch das Gewerbegebiet Nord und auf dem Wehrenpfad, der alten Straßenführung, bis zur Landesstraße 3150. Oberhalb dieser und der Bundesautobahn 49 fährt man auf einem geschotterten Weg entlang und radelt auf einer Brücke über die Autobahn bis zur 3 Landesstraße, in welche man nach links abbiegt und bergab nach Werkel hineinfährt. Vorbei an der HaltestelleHaltestelle Frankfurter Straße (Linien 402 und 500) fährt man auf der Frankfurter Straße aus dem Ortsteil von Fritzlar hinaus, überquert die Ems und radelt leicht bergauf bis zur HaltestelleHaltestelle Abzweig Dorla (Linie 500), wo man nach rechts abbiegt und auf den Chattengau-Fulda-Weg trifft und zusammen mit diesem ein kurzes Stück bis zu einer kleinen 4 Kreuzung fährt. Das eben beschriebene Teilstück auf der Landesstraße 3150 kann man auch vermeiden. Dazu fährt man alternativ von 5 nur wenige Meter auf der L 3150 und dann rechts in den asphaltierten Wirtschaftsweg bis zu einer T-Kreuzung, an der man links bergab über die Raiffeisenstraße nach Werkel hinein fährt. Dort immer geradeaus über die Obermöllricher Straße vorbei an der Kirche bis zur Straße Am Freien Hof, in die man nach rechts abbiegt. Nach verlassen von Werkel kommt man wieder zu einer T-Kreuzung, an der man nach links abbiegt zur Hillemühle und dann abermals links auf dem Chattengau-Fulda-Weg zurück zu 6 . [1] Von der Kreuzung führt der Chattengauweg auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg hinauf auf dem Gudensberger Nacken. Vom Radweg oder vom Gipfel des Berges mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal hat man eine schöne Aussicht in den Chattengau. Nachdem die schöne Aussicht genossen wurde, fährt man auf einer 7 langen Geraden an mehreren Kunstwerken des ARS Natura Wanderwegs und am Golfpark Gudensberg vorbei zur Kreisstraße 10. Diese überquert man und trägt sein Fahrrad über ein paar Treppenstufe auf den tieferliegenden Fuß- und Radweg, welchem man links nach Gudensberg hinein folgt. Über den Nacker Weg, vorbei an der HaltestelleHaltestelle Sportplatz (Linien 402 und 500) und über die Fritzlarer Straße erreicht man die Ortsmitte von Gudensberg mit der 8 HaltestelleHaltestelle Rathaus (Linien 54, 402 und 500).

Gudensberg - Baunatal (14 km)[Bearbeiten]

Gudensberg - Baunatal
Am Bahnhof Gudensberg startet der Bahntrassenradweg.
Unterwegs auf der alten Bahntrasse zwischen Gudensberg und Dissen

Vom Rathaus von Gudensberg fährt man auf der Bahnhofstraße bis zum alten Bahnhof, wo man nach rechts auf die alte Bahntrasse abbiegt. Hier beginnt der Bahntrassenradweg, auf dem man zunächst an Gärten vorbei bis zum Kasseler Kreuz radelt, wo sich auch ein Parkplatz befindet. Man überquert die Kreisstraße 6 und fährt durch ein kleines Wäldchen bergab auf dem auch für Inliner geeigneten asphaltierten Radweg auf der Bahntrasse vorbei an einer 9 Wassertretstelle mit Schutzhütte und Barfußpfad, einem der wenigen Rastplätze am Chattengauweg. Dieser führt dann weiter an den Ortsrand von Dissen, wo der Bahntrassenradweg wieder verlassen wird, und parallel zur Bundesstraße 254 vorbei an den HaltestelleHaltestelle Posthof und 10 Ost (Linien 402 und 500). Am Autohaus Rössel überquert die Radroute dann die Bundesstraße 254 und biegt kurz darauf nach links in einen asphaltierten Wirtschaftsweg ab. Dieser führt entlang der Bundesstraße 254 erst leicht bergauf und dann entlang der Bundesautobahn 49 bergab mit einigen Schlaglöchern in einer Kurve nach Holzhausen am Hahn. Auf der Hauptstraße wird die Autobahn unterquert und man radelt weiter vorbei an der 11 HaltestelleHaltestelle BAB-Brücke (Linien 50, 65 und 402) und über eine Verkehrsinsel, bevor der Chattengauweg nach rechts in einen geteerten Weg abbiegt. Dieser führt bald darauf nach links, sodass man über eine lange Gerade mal bergauf, mal bergab nach Besse, einen Ortsteil von Edermünde, radelt. Am 12 Ortseingang biegt man nach rechts bergauf in die Danziger Straße ab und folgt dieser und der Dresdener Straße am östlichen Ortsrand entlang. Auf dem Enger Weg dann kurz tiefer in den Ort hinein, bevor man rechts die Friedhofstraße am Friedhof vorbei bergauf und dann wieder links am östlichen Ortsrand entlang vorbei an einem Spielplatz bis zu einem Edeka am nördlichen 13 Ortsausgang fährt. Hier überquert man die Landesstraße 3218 (Besser Straße) und fährt an dieser entlang auf einem separaten Fuß- und Radweg vorbei am Sonnenhof bis kurz vor Baunatal-Großenritte. Zusammen mit der 14 Leisel fährt man unter der Schulze-Delitzsch-Straße hindurch vorbei an einem Regenrückhaltebecken auf einem geschotterten Weg am südlichen Ortsrand von Baunatal entlang. Hinter dem Leiselsee biegt man dann in die Brahmsstraße ab und dann rechts in die Beethovenstraße. Über die Rembrandtstraße erreicht man dann schließlich die Innenstadt von Baunatal mit der 15 HaltestelleHaltestelle Stadtmitte. Hier verkehren die Straßenbahnlinien 5 und 7, sowie alle Stadtbuslinien von Baunatal und einige Regionalbuslinien. Zum Hessencourrierradweg nach Kassel sind es noch gut 500 m.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald - Maßstab 1:35 000, ISBN 978-3-86973-031-8, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011).
  • HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, ISBN 978-3-89446-319-9, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012).
  • KB Kurhessisches Bergland Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, ISBN 978-3-89446-296-3, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Alternativführung bei Fritzlar-Werkel stammt aus der NVV-Freizeitbroschüre Wandern & Radeln 2013, Tour 13 "Durch das Kurhessenland von Borken über Fritzlar nach Felsberg". Im Radroutenplaner Hessen ist sie als lokales Netz (violett) eingezeichnet.
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