Fahrrad

Neckartal-Weg

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Wer Baden-Württemberg noch nicht kennt, sollte den Neckar entlang radeln. Die Strecke bietet viel Abwechslung auf über 350 km.

Regionen-Neckartal.svg

Streckenprofil[Bearbeiten]

Ausschilderung Neckartalweg
  • Länge: 350 - 380 km (Je nach Quellenangabe)
  • Ausschilderung: Ausschilderung vorhanden; Beschilderung: graublaues Schild, vgl. Abbildung
  • Steigungen:
  • Wegzustand:
  • Verkehrsbelastung:
  • Geeignetes Fahrrad:
  • Familieneignung:
  • Inlinereignung: durchgängig nein, Esslingen - Stuttgart - Heilbronn ist für Inliner gut geeignet (zwischen Mundelsheim und Besigheim teilweise Schotter; ab Ingersheim sollte man über Bietigheim und das Enztal ausweichen; nach Kirchheim ist ebenfalls ein Teilstück (1 km) geschottert, welches durch die Weinberge umfahren werden kann.)

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Die Anreise per Bahn nach Villingen-Schwenningen ist ab Offenburg über die Schwarzwaldbahn sowie über die Strecke Stuttgart - Zürich möglich.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Villingen-Schwenningen - Horb[Bearbeiten]

Die Doppelstadt Villingen-Schwenningen ist Ausgangspunkt der Tour.

Der Neckar selbst entspringt in einem Moor bei Schwenningen. In einem Park bei Schwenningen befindet sich die "offizielle" Neckarquelle als Laufbrunnen.

Nach diesem "Pflichtpunkt" schwingen wir uns in den Sattel und radeln los. Das an der Route liegende Internationale Luftfahrtmuseum am Flugplatz von Schwenningen ist einen Besuch wert.

Nach Deißlingen erreichen wir bald die historische Stadt Rottweil. Sehenswert ist hier die gut erhaltene Altstadt mit Münster. Neben den Stadttoren können noch weitere historische Bauten angeschaut werden.

Nördlich von Rottweil verengt sich das Tal des Neckars. Die nächsten Orte an der Route sind Epfendorf und Oberndorf am Neckar (siehe auch Radwanderseite Oberndorf mit lokalen Tourenvorschlägen, Gastgeberverzeichnis)

Sulz am Neckar lädt zur Pause bzw. Übernachtung ein. Sehenswert sich hier u.a. die Altstadt, die Ruine Albeck sowie das Sole-Freizeitbad "susolei". Ein Abstecher in den Ortsteil Glatt bietet sich an. Hier liegt das Wasserschloss mit Kultur- und Museumszentrum.

Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als "Neckar-Erlebnistal" touristisch vermarktet.

Von Glatt ist es nicht mehr weit bis Horb am Neckar. Horb besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern. Ferner sind Reste der Stadtmauer (Türme und Tore) erhalten.

Horb - Stuttgart[Bearbeiten]

In Rottenburg am Neckar sind einige interessante Bauten zu finden, so z.B. der Dom St. Martin.

Sobald der Spitzberg im Blickfeld auftaucht, ist es nicht mehr weit bis Tübingen. Die Universitätsstadt hat touristisch viel zu bieten. Ein ganzer Tag ist da schnell verplant.

Bevor Sie in den Ballungsraum Stuttgart einradeln, bietet sich noch ein Zwischenstopp in Nürtingen an. Hier erwartet Sie eine Altstadt mit Fußgängerzone.

Ab Plochingen ist der Neckar kanalisiert und schiffbar. Die Route führt jetzt bis hinter Stuttgart durch eine "Stadtlandschaft". Weinberge "bevölkern" ab jetzt die Hänge. Esslingen am Neckar ist übrigens die einzige Stadt in der Region, deren Stadtkern den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden hat. Die historische Stadt lädt daher zur Pause bzw. zur Übernachtung ein.

Zwischen Esslingen und Stuttgart ist der Neckarradweg nicht gerade attraktiv. Viel Industrie und Verkehrslärm ist hier am Wegesrand zu finden.

Die schwäbische Metropole Stuttgart besitzt vielfältige Sehenswürdigkeiten. Leider ist Stuttgart nicht gerade eine Fahrradstadt. Wer sich einen Überblick über die Stadt verschaffen möchte, besucht am besten den Fernsehturm. Von der Aussichtsplattform hat man eine gute Rundsicht. Spielt das Wetter nicht mit, so können Sie eines der zahlreichen Museen der Stadt besuchen.

Stuttgart - Heilbronn[Bearbeiten]

Stuttgart-Mühlhausen: Weinberg Mühlhausener Zuckerle

Nördlich von Stuttgart endet die städtische Landschaft abrupt. Der Neckar schlängelt sich nun durch das schwäbische Weinland. Sehenswerte Städte wie Ludwigsburg (Schloss, blühendes Barock) und Besigheim liegen am Wegesrand.

Odenwälder Neckartal: Heilbronn - Heidelberg[Bearbeiten]

Ab Heilbronn beginnt das Odenwälder Neckartal. Zahlreiche Burgen säumen nun das zum Teil enge Tal. Die erste Perle in diesem Abschnitt ist das historische Bad Wimpfen, das hoch über dem Fluss liegt.

Sehenswert bei Bad Wimpfen ist auch das Salzbergwerk in Bad Friedrichshall. Hier trifft der Neckartalweg auf den Kocher-Jagst-Radweg. Weitere sehenswerte Orte an diesem Teil des Neckar sind das historische Gundelsheim mit Schloss und Altstadt, sowie natürlich Mosbach mit einigen Fachwerkbauten.

Zwischen Neckarelz und Zwingenberg (Neckar) gibt es auf der Westseite des Flusses keinen Weg, da hier ein Naturschutzgebiet liegt. Man muss daher zwischen beiden Orten den Radweg an der Bundesstraße nutzen. In Zwingenberg kann man dann mit der Fähre wieder übersetzen. Auf ruhigen, asphaltierten Wegen wird Eberbach am Neckar erreicht.

Vor Heidelberg laden dann die "romantischen Vier" zum Verweilen ein:

Von Eberbach über Hirschhorn bis Neckargemünd radelt man auf schattigen, verkehrsfreien Schotterwegen. Zwischen Neckargemünd und Heidelberg geht es leider an der Straße entlang.

Neckartal bei Gundelsheim, links im Hintergrund Bad Rappenau-Heinsheim, rechts Burg Guttenberg

Oberrheinische Tiefebene: Heidelberg - Mannheim[Bearbeiten]

Ladenburg Marktplatz

Bei der weltbekannten "Touristenmetropole" Heidelberg verlässt der Neckar den Odenwald.

Hinter Heidelberg lohnt ein Besuch der historischen Altstadt von Ladenburg. Zwischen Heidelberg und Ladenburg können Sie westlich der Autobahn A5 zwischen zwei Varianten wählen:

  • Direkt auf der alten Römerstraße nach Ladenburg (heute asphaltierte Anliegerstraße mit landwirtschaftlichem Verkehr)
  • Ab der Schleuse Schwabenheim auf asphaltierten Wegen entlang des Neckars nach Ladenburg (die schönere aber etwas weitere Strecke)

Ab Ladenburg ist es durch die Oberrheinische Tiefebene nun nicht mehr weit bis nach Mannheim. Entlang einer im Frühjahr prachtvoll blühenden Kastanienallee erreicht man die "Mannheimer Quadrate" an der Kurpfalzbrücke. Von hier aus kann man gut die Innenstadt erkunden (u.a. schiebend durch die Fußgängerzone). Nördlich der Kurpfalzbrücke mündet der Neckar beim Hafengebiet in den Rhein.


Hinweis: Wenn du dich auf der gesamten Route auskennst erweitere die Streckenbeschreibung mit Details zur Route (km Angaben der Etappen, evtl. andere Etappen). Eine Anleitung dazu findest du hier.

Ein Beispiel für eine fertig ausgearbeitete Radroute mit Etappen ist hier zu finden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Anschlussradwege[Bearbeiten]

  • Etwa 100 Meter östlich der Bahnstation „Villingen-Schwenningen Zollhaus“ zweigt Richtung Süden der Römerweg ab. Auf ihm wird nach 9 km Donaueschingen und hat damit der Anschluss an den Donau-Radweg erreicht. Alternativ kann man auch ab dem Bahnhof Villingen dem Brigachtal-Radweg folgen der nach 16 km Donaueschingen und vom hier entlang der Brigach bis zum Zusammenfluss mit der Breg, die zusammen die Donau bilden. Zwischen Villingen und Donaueschingen gibt es auch eine Bahnverbindung.
  • Der Drei-Täler-Radweg verläuft gemeinsam mit dem Neckartal-Radweg von Villingen über Rottweil bis Glatt und folgt ab hier den Flüssen Glatt und Kinzig bis Straßburg an den Rhein.
  • Der 225 km lange Drei-Länder-Radweg (Odenwald) führt als Rundweg durch das Dreiländereck von Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Entlang von Mümling, Neckar und Main erkundet die Route den Odenwald.

Abzweigende kleinere Radwege[Bearbeiten]

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]