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Taunus

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Der Taunus ist ein deutsches Mittelgebirge. Er gewinnt besonders durch seinen Naturpark Hochtaunus an Attraktivität. Die höchste Erhebung ist der 880 m hohe Große Feldberg. Das Mittelgebirge liegt zwischen Wetterau, Rheingau, Mittelrheintal und dem Lahntal, es liegt überwiegend in Hessen und reicht bis nach Rheinland-Pfalz hinein.

Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg

Regionen[Bearbeiten]

  • Vordertaunus – dichtbesiedelte Region am südlichen Taunushang im Übergang zum Rhein-Main-Gebiet. Hier wohnen gerne die Wohlhabenden aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sehenswert sind u. a. Königstein mit seiner imposanten Burgruine, Kronberg mit Opelzoo und Altstadt und die Kurstadt Bad Homburg mit ihrem Schloss, dem Schlosspark und dem weitläufigen Kurpark. Der Neroberg in Wiesbaden zieht ebenfalls viele Besucher an. Ein weiteres Ziel ist auch Eppstein mit seiner Burgruine.
  • Hochtaunus – Diese Region umfasst auf Wikivoyage das erweiterte Massiv des Großen Feldbergs mit seinen Ausläufern zwischen Königstein und Neu-Anspach in Nord-Süd-Richtung sowie Idstein und Bad Homburg / Friedrichsdorf in der West-Ost-Achse. Der bewaldete Höhenzug des Hochtaunus ist bis auf die kleineren Ortsteile der Gemeinden Schmitten und Glashütten weitgehend unbesiedelt. Ein viel besuchtes Ziel ist hier als höchster Berg des Taunus der 880 m hohe Große Feldberg. Weitere sehr bekannte Ziele sind das rekonstruierte Römerkastell Saalburg und das weitläufige Freilichtmuseum Hessenpark zum Thema „Fachwerkbauten in Hessen“.
  • Rheingaugebirge – Das „Rückgrat des Rheingaus“ bildet zusammen mit dem vielbesuchten Rheingau eine touristische Region. Schönster Aussichtspunkt ist das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim. Wer an schönen Ausflugstagen dem Trubel an den großen Sehenswürdigkeiten im Rheingau entgehen möchte, sollte zu einer Wanderung oder auch sportlichen Radtour ins Rheingaugebirge aufbrechen. Weiteres zu den Sehenswürdigkeiten siehe Artikel Rheingau.
  • Östlicher Hintertaunus – Der östliche Hintertaunus beginnt etwa auf der Höhe von Neu-Anspach / Usingen und reicht im Norden bis an das Lahntal. Die Westgrenze bildet die schmale Niederung des Goldenen Grund. Hier befindet sich auch die Verkehrsachse Köln - Frankfurt am Main mit der Autobahn A3 und der ICE-Strecke. Anziehungspunkte sind z. B. Weilburg mit seinem Schloss und das Lahntal für Paddeltouren. Wer die Region mit dem Fahrrad erkunden möchte, kann auf dem Weiltalweg dem Lauf der Weil vom Hochtaunus bis ans Lahntal folgen. Am Wochenende sorgt ein Fahrradbus für den bequemen Aufstieg. Sehenswert ist auch Limburg an der Lahn mit Dom und Fachwerkaltstadt.
  • Westlicher Hintertaunus – Der westliche Hintertaunus wird durch das Lahntal im Norden, das obere Mittelrheintal im Westen, das Rheingaugebirge im Süden und den Goldenen Grund nach Osten hin begrenzt. Der Kern dieser Region liegt besonders im rheinland-pfälzischen Teil noch weitgehend abseits der großen Touristenpfade. Hier gibt es viel Ruhe und eine grüne Mittelgebirgslandschaft abseits der großen Besuchermagnete von Rhein- und Lahntal zu entdecken. Im hessischen Teil liegen mit Bad Schwalbach und Schlangenbad bekannte Kurorte. Burg Hohenstein im Aartal ist eine der größten Burgruinen des Gebirges.

Naturparks[Bearbeiten]

Im Gebiet des Taunus gibt es drei Naturparks:

  • Naturpark Hochtaunus - Dieser Park umfasst den eigentlichen Hochtaunus mit dem Großen Feldberg und große Teile des östlichen Hintertaunus. Der Park betreibt in Oberursel-Hohemark seit 2011 das „Taunus-Informationszentrum“, das im Bereich der U-Bahn-Endstation Hohemark zu finden ist. Im Zentrum gibt es eine Erlebnisausstellung über das Gebirge zu sehen. Naturparkseite. Der Taunus ist für Wanderer gut erschlossen. Die meisten Wege sind gut ausgeschildert und leicht zu begehen. Die Stille der Natur wird oft von lauten Motorrädern gestört, die die Strecke zum Feldberg, vor allem an Wochenenden befahren.
  • Naturpark Rheintaunus – Dieser Naturpark liegt im hessischen westlichen Hintertaunus und deckt auch das Rheingaugebirge mit ab. Naturparkseite
  • Naturpark Nassau – Dieser Naturpark deckt alle Teile des Hintertaunus ab, die zu Rheinland-Pfalz gehören. Ferner gehören auch Teile des Lahntals, des Mittelrheintals und große Teile des Westerwaldes zum Park. Naturparkseite

Orte[Bearbeiten]

Landgrafenschloss in Bad Homburg
Das Rathaus von Idstein
  • Bad Camberg - Kneippkurort zwischen Idstein und Limburg
  • Bad Homburg - größte Stadt der Region mit Schloss, Schlosspark, weitläufigem Kurpark, Brunnen und siamesischem Tempel. Ihr Wahlspruch lautet Champagnerluft und Tradition. Auf der Kammhöhe und dem ehemaligen Limes steht das rekonstruierte Kastell Saalburg.
  • Bad Schwalbach - die Kurstadt im Rheingau-Taunus.
  • Braunfels - mit dem Schloss und den Fachwerkhäusern auf einem Berg liegt am nordöstlichen Rand des Taunus.
  • Eppstein − Ruine der Burg Eppstein, Kaisertempel
  • Friedrichsdorf − Die Stadt der Hugenotten und des Telefonerfinders Philipp Reis
  • Hasselbach zu Weilrod - Fachwerkhäuser, Barockkirche, Gasthäuser, Vogelburg, Wanderwege.
  • Idstein - ein mittelalterliches Städtchen, bekannt durch das alljährliche Jazz-Festival.
  • Königstein − am Fuße des Feldbergs mit eine der größten Burgruinen Deutschlands.
  • Kronberg − verwinkelte Altstadtgassen, Fachwerkhäuser und eine Burg.
  • Neu-Anspach mit dem Hessenpark
  • Oberursel - zwischen Feldberg und Frankfurt
  • Usingen im Hintertaunus
  • Wehrheim
  • Weilmünster an der Weil - zwischen Feldberg und Weilburg

Am Taunusrand:

  • Bad Ems − prachtvolle Bauten an der Lahn
  • Limburg an der Lahn - Die Dom- und Fachwerkaltstadt zwischen Westerwald und Taunus liegt im Lahntal.
  • Weilburg - zahlreiche Fachwerkhäuser und ein Renaissanceschloss auf dem Berg in der Stadt.
  • Wetzlar − In der ehemaligen Reichsstadt wirkte Goethe 1772 als Jurist am Reichskammergericht.
  • Wiesbaden - Die Landeshauptstadt und ehemalige Weltkurstadt mit ihren wohlerhaltenen Bauten des Historismus liegt am südlichen Rand im Rheingau nahe dem Rhein.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Tempel auf dem Neroberg oberhalb Wiesbadens
  • Großer Feldberg − mit 880 m der höchste Berg im Taunus.
  • Kastell Saalburg − wie man vor mehr als 100 Jahren sich das römische Leben am germanischen Grenzposten vorstellte.
  • Hessenpark − alte Fachwerkbauten aus der Region an einem Ort wiederaufgebaut.
  • Neroberg − mit der wasserangetriebenen Standseilbahn auf Wiesbadens Hausberg am Taunusrand und den weiten Blick bis nach Mainz genießen. Ein Schwimmbad und eine russische Kapelle lockt ebenfalls auf den Berg.

Am Taunusrand:

Anreise[Bearbeiten]

Der Taunus ist mit allen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Über die Autobahn gelangt man von der A5 und der A661 zum Bad Homburger Kreuz hierher.

Regional-Expresszüge fahren von Frankfurt am Main über Hofheim nach Niedernhausen, Idstein, durch den „Goldenen Grund“ über Bad Camberg Richtung Limburg a. d. Von Wiesbaden fährt eine Regionalbahn auf diese Strecke zu. S-Bahnen aus Frankfurt am Main fahren nach Niedernhausen, Bad Soden, Kronberg und Friedrichsdorf (über Oberursel und Bad Homburg). Regionalbahnen fahren nach Königsstein und über Usingen in den Hintertaunus bis Brandoberndorf. Die Taunusränder sind durch die Rheingaulinie Frankfurt am Main − Wiesbaden − Lahnstein − Neuwied und Lahntalbahn Koblenz − Limburg − Wetzlar − Gießen erschlossen.

Für eine Fahrplanauskunft von Bus und Bahn empfiehlt sich die Seite des RMV.

Nächster Flughafen ist der Flughafen Frankfurt am Main.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Taunus bietet ein umfassendes Netz von Wanderwegen und naturnahen Parkplätzen. Kommt man von Süden aus dem Rhein-Main-Gebiet, so bietet sich ein zweiteiliger kultureller Ausflug an. Von Bad Homburg aus erreicht man das rekonstruierte Römerkastell Kastell Saalburg. Ein paar wenige Kilometer weiter liegt das Freilichtmuseum Hessenpark. Hierbei handelt es sich um eines der größten deutschen Freilichtmuseen, in dem alte - an ihrem originalen Ort nicht mehr überlebensfähige - Fachwerkhäuser eine letzte Bleibe gefunden haben.

Im Westen des Mittelgebirges befindet sich das Obere Mittelrheintal, welches als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist. Hier befindet sich die weltberühmte Loreley oberhalb von St. Goarshausen. Etwas weiter südlich mündet eines der schönsten Täler Deutschlands in den Rhein: das Wispertal. In dem knapp 30 km langem, waldreichen Tal befinden sich mehrere Ausflugslokale und Wanderwege, welche zu Ruhe und Erholung einladen. Noch etwas weiter südlich liegt Rüdesheim am Rhein. Das wohl bekannteste Ausflugsziel dieser Stadt ist das hoch über dem Rhein thronende Niederwalddenkmal, zu welchem eine Seilbahn über die Weinberge hinweg hinaufführt. Im alten Stadtkern ist die Drosselgasse weltbekannt.

"Skyline" auf dem Großen Feldberg im Taunus

Im Osten befindet sich der höchste Berg im Taunus. Der Große Feldberg (878,5 m). Von seinem Gipfel hat man eine wunderbare Fernsicht über den gesamten Hochtaunus bis hin zum Dünsberg bei Gießen und dem Knoten (605 m) im Westerwald. Direkt gegenüber liegt der Pferdskopf (667 m), auf dessen Kuppe ein 38 m hoher Aussichtsturm eine ebenfalls wunderbare Aussicht auf den Großen Feldberg sowie ins weitere Hinterland bietet.

Ein weiteres Weltkulturerbe, welches sich nicht nur quer durch den Taunus, sondern auch quer durch Deutschland erstreckt, ist der Limes. Der alte römische Grenzwall wurde 2005 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Oberhalb von Bad Homburg v.d. Höhe befindet sich mit dem Kastell Saalburg das weltweit einzige wiederaufgebaute Kastell aus der Römerzeit.

Berggipfel mit schöner Aussicht[Bearbeiten]

Rheingau-Gebirge:

  • Rheingauer Alp bei Presberg · Teufelskadrich bei Assmannshausen · Hallgartner Zange · Bubenhäuser Höhe bei Rauenthal im Rheingau · Aussichtsturm Hallgarter Zange · Aussichtspunkt Spitzer Stein und Goethestein bei Wiesbaden-Frauenstein

Staatsforst Bad Schwalbach:

  • Schwalbacher Höhe mit Aussichtsturm · Geisberg und Röderkofbei Heidenrod · Atzmann bei Dickschied

Wiesbadener Stadtwald:

  • Schläferskopf (Turm wegen Einsturzgefahr nicht besteigbar) · Neroberg · Kellerskopf

Hoher Taunus:

  • Großer Feldberg
  • Herzberg (591 m) mit Gastronomie zwischen Großer Feldberg und Kastell Saalburg mit 24,50 m hohem Stein-Turm.
  • Pferdskopf (663 m) bei Treisberg in der Gemeinde Schmitten mit 34 Meter hohem Aussichtsturm.

Limes und Römertürme[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wandern[Bearbeiten]

Radfahren[Bearbeiten]

  • Autofreie Sonntage − Einmal im Jahr wird jeweils das
    • Aartal („Fahr zur Aar“) -
    • und Weiltal („Weiltalsonntag“)
für den motorisierten Verkehr gesperrt. Dann haben Inlineskater, Biker und alles andere, was sich mit Muskelkraft fortbewegt, unbeschwerte Fahrt.

Wintersport[Bearbeiten]

  • Aktuelle Wintersporthinweise:
- Schneetelefon: 06081-442138,
- Aktuelle Schneehöhe auf dem Großen Feldberg via Wetteronline.de
- Loipenbericht des Naturpark Hochtaunus
  • Loipen - Neben dem "Skiwanderweg Taunus" werden im Hochtaunus auch lokale Loipen durch den Naturpark gespurt. Insgesamt sind im Hochtaunus ca. 50 km zusammenhängende Loipen vorhanden. Ab dem Sandplacken werden einige Rundkurse gespurt. Leider beschädigen Fußgänger an belebten Wochenenden die Spuren zum Teil stark. Der Loipenbericht mit Detailinfos zu den Strecken ist auf der Seite des Naturparks zu finden.
  • Loipe Skiwanderweg Taunus - Die gespurte Höhenloipe führt vom Kastell Saalburg über das Feldbergmassiv bis nach Rod an der Weil. Am Feldberg führt der Weg nördlich vorbei (Abschnitt Sandplacken - Rotes Kreuz.) Ab dem Roten Kreuz (am kleinen Feldberg) knickt die Loipe nach Norden ab und nutzt den westlichen Höhenkamm des Weiltals. Bei guter Schneelage endet der Skiwanderweg erst in Rod an der Weil.
  • Ski Alpin - Im Taunus findet man auch einige kleinere Skilifte. Weiteres siehe Liftinfos auf der Seite des Taunus Touristik Service.

Küche[Bearbeiten]

Im Taunus gibt es unzählige Gasthöfe und Restaurants, die lokale und internationale Küche anbieten.

Klima[Bearbeiten]

Der Taunus ist durch seine Nähe zum Rhein, Main und der Oberrheinischen Tiefebene gegenüber anderen Gebirgen sehr mild.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stahr, Alexander/Bender, Birgit: Der Taunus - eine Zeitreise - Entstehung und Entwicklung eines Mittelgebirges, 253 Seiten mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen, Format: 24 x 17 cm, ISBN 978-3-510-65224-2, Preis: 34,80 € (gebundene Ausgabe 2007)

Weblinks[Bearbeiten]

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