Hessenpark
| Hessenpark | |
| Bundesland | Hessen |
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Hessenpark | |
Das Freilichtmuseum Hessenpark in der Nähe von Neu-Anspach im Taunus beherbergt rund 100 alte Gebäude aus Hessen, die an ihrem alten Standort ab- und im Hessenpark wieder aufgebaut wurden.
Hintergrund
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Der Hessenpark ist das 1974 gegründete zentrale hessische Freilichtmuseum, das erhaltenswerte Bauwerke aus der Vergangenheit bewahrt. An über 100 Gebäuden, vom nordhessischen Gutshof, einem mittelhessischen Tagelöhnerhaus bis zum südhessischen Wirtshaus, kann man hier in mehreren Baugruppen die ländliche Entwicklung Hessens der letzten 400 Jahre sehen und mitverfolgen. Es lohnt sich auf eine Entdeckungsreise zu gehen und zu erfahren wie die hessischen Vorfahren gelebt und unter welchen, nicht immer leichten, Verhältnissen sie gearbeitet haben. Man kann das Dorfleben früherer Zeiten erkunden.
Anreise
[Bearbeiten]Auf der Straße
[Bearbeiten]- Von Frankfurt/Main-Hauptbahnhof fährt man am Messegelände vorbei auf die A-66 und wechselt am Westkreuz auf die A-5 nach Norden bis zum Bad Homburger Kreuz. Dort fährt man auf die A-661 bis zur Abfahrt nach Usingen. Die Bundesstraße 456 führt hinauf zum Kastell Saalburg und wieder hinunter. Dort muss man vor Neu-Anspach abbiegen und kommt dann nach wenigen Kilometern zum Hessenpark.
- Eine Alternative von Frankfurt/Main wäre vom Zentrum über die Friedberger Landstraße bis zur A-661 zu fahren und weiter wie oben beschrieben.
- Von Norden aus Richtung Köln oder Koblenz fährt man über die A-3 bis nach Bad Camberg und weiter durch den Hochtaunus in Richtung Usingen. Hinter dem Usinger OT Merzhausen biegt eine Straße nach Neu-Anspach ab, die zum Hessenpark führt.
- Von Norden aus Richtung Kassel (Abfahrt Friedberg der A-5) oder vom Osten gelangt man über Friedberg und durch das Köpperner Tal zum Hessenpark.
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Mit der S-Bahn oder Taunusbahn ab Frankfurt am Main Hbf bis Bad Homburg.
Von dort weiter mit der Taunusbahn bis Wehrheim und dann weiter mit dem Bus 63 bis zum Freilichtmuseum (Haltestelle Neu-Anspach-Anspach Hessenpark) oder von Neu-Anspach mit dem Bus 63.
Nach 18:47 Uhr fahren die Busse (Rufbus) von Haltestelle Neu-Anspach-Anspach Abzweig Hessenpark ab (15 min. Fußweg).
Mit dem Fahrrad
[Bearbeiten]Vom Bahnhof (Taunusbahn) Neu-Anspach ist das Freilichtmuseum in 5,5 km erreichbar.
Mobilität
[Bearbeiten]Das Museumsgelände ist ausschließlich Fußgängern vorbehalten. Hinter dem Eingang kann man Bollerwagen ausleihen.
Zugang und Öffnungszeiten
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Öffnungszeiten
[Bearbeiten]- 1. März − 31. Oktober täglich von 9:00 - 18:00 Uhr, Einlass bis 17:00 Uhr.
- 1. November. − 28. / 29. Februar: Wochenenden und Feiertage von 10:00–17:00 Uhr, Einlass bis 16:00 Uhr
- Am 24. und 31.12. ist das Museum geschlossen.
Eintrittspreise
[Bearbeiten]- Erwachsene: 14,- € (Gruppen ab 10 Personen: je 13 €, Gruppen ab 11 Personen: je 11 €)
- Kinder, Studierende, Azubis und Freiwillige (?): Eintritt frei
- Familienkarte: 26,- €,
- Menschen mit Behinderung (Ausweis): 7,- €,
- Hunde (inkl. Kot-Entsorgungsbeutel) 1,- €. Hunde dürfen nicht in die Häuser
Gut zu wissen: Jeden Freitag kostet der Eintritt nur die Hälfte. (Stand 02-2026)
Weitere Einzelregelungen Eintritt siehe Parkseite.
Sehenswürdigkeiten
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Im Hessenpark stehen über 100 alte Häuser, die in ganz Hessen abgetragen und hier wieder aufgebaut wurden. Jedes Haus zeigt einen Arbeits- oder Lebensbereich und ist mit alten Einrichtungen bestückt.
Die meisten Innenräume können besichtigt werden. Ingesamt gibt es in den Gebäuden rund 20 verschiedene Dauerausstellungen. Die Bandbreite reicht hier von handwerklichen Themen, über traditionelle Motorräder aus Bad Homburg bis hin zur Ausstellung über das Thema Wandern. Auch auf das Thema Landwirtschaft wird eingegangen. Im Park gibt es verschiedene Tiergehege.
Auf der Parkseite findet sich eine interaktive Karte mit umfangreichen Informationen zu allen Einzelgebäuden. Es können thematische Rundgänge aktiviert werden. Teilweise finden sich dort auch ergänzende Videos. Auch die Dauerausstellungen sind hier gelistet.
Für die Vermittlung von Wissen bietet das Freilichtmuseum ein umfangreiches Angebot an Führungen.
Es bietet sich an einen Parkrundgang gegen den Uhrzeigersinn zu absolvieren. Beginn ist am Markplatz. Die Baugruppen unten im Text sind im Verlauf des Rundgang gegen den Uhrzeigersinn hier Beschreiben
Besonders markante Gebäude sind mit einer Geokoordinate hier vermerkt. Weitere Details siehe, sofern vorhanden, auch Einzelartikel in der Wikipedia. Für Infos zu allen Einzelgebäuden bitte die oben verlinke Karte auf der Museumsseite nutzen.
Baugruppe Markplatz
[Bearbeiten]Hier finden sich Gebäude aus allen Teilen Hessens. Sie wurden zu einem ländlich kleinstädisch wirkenden Marktplatz gruppiert.
- 1 Haus aus Schlitz - Im Bau hat eine Dauerausstellung zur der Geschichte der Fotografie ihren Sitz. Gezeigt werden neben weiteren Exponaten u. a. Originalkameras der Marke Leica. Diese Marke hat in Wetzlar ihren Unternehmenssitz.
- 2 Haus Rauschenberg mit Funktechnischem Museum in den Obergeschossen. Im Erdgeschoß gibt es eine historische Apotheke.
- 3 Häuser aus Gießen - Hierbei handelt es sich um Nachbauten. Und zwar wurden nur die Fassaden von im II. Weltkrieg zerstörten Häusern aus Gießen rekonstruiert. Im modernem Gebäude dahinter hat das Landhotel Hessenpark seinen Sitz.
- 4 Marktplatzbrunnen - Der Brunnen ist laut Wikipedia eine Kopie des Vierröhrenbrunnen aus Langen.
Baugruppe Mittelhessen
[Bearbeiten]Die Baugruppe Mittelhessen besitzt vielfältige Gebäude. Besonders ist jedoch die Fachwerkirche aus Niederhörlen.
- 1 Kirche aus Niederhörlen - errichtet 1624, abgebaut 1973.
- 2 Kapelle aus Lollar - errichtet spätestens 1480, abgebaut 1971.
Baugruppe Nordhessen
[Bearbeiten]- 1 Martinsklause aus Remsfeld - ehemalige Gastwirtschaft aus Remsfeld, wird heute als Museumsgaststätte genutzt, gegenüber findet sich ein Spielplatz.
- 3 Windmühle aus Borsfleth - Die Mühle stammt aus Borsfleth in Scheswig-Holstein. Da kein Exemplar dieses Gebäudetyps in Hessen verfügbar war wurde auf diese Mühle aus Niedersachsen zurückgegriffen.
Baugruppe Osthessen
[Bearbeiten]- 1 Bockwindmühle von der Papenhorst - Die Mühle stammt aus Alvesse, Landkreis Peineberg östlich von Hannover. Da kein Exemplar dieses Gebäudetyps in Hessen verfügbar war wurde auf diese Mühle aus Niedersachsen zurückgegriffen.
Baugruppe Rhein-Main
[Bearbeiten]- 1 Hofreite Jäger mit Haus aus Anspach, Stall und Stallscheune aus Anspach. Im Wohnhaus ist eine Dauerausstellung zum Thema „Wandern“ untergebracht. In der Stallscheune findet sich eine Dauerausstellung zum Thema „Waldglashütten im Taunus“.
Baugruppe Südhessen
[Bearbeiten]- 1 Weinberg mit Geologischen Lehrpfad - Infos zum Lehrpfad
- 2 Synagoge aus Groß-Umstadt - Dauerausstellung zum Thema Jüdisches Landleben
Baugruppe Werkstätten
[Bearbeiten]- 1 Sägewerk aus Anspach - Die Anlage von um 1900 wurde 1982 in Anspach abgebaut. Die historischen Maschinen sind betriebsfähig.
- 2 Schreinerei aus Fulda - Erbaut 1921 und abgebaut 1995. Das Gebäude in nur an wenigen ausgewählten Tagen im Jahr zu Vorführungen geöffnet
- 3 Schmiede aus Selters - Das Gebäude wurde um 1800 errichtet, abgebaut 1979. Der Bau wurde erst im Hessenpark in eine Schmiede umgestaltet.
Von der Baugruppe Werkstätten sind es nur wenige Schritte zurück zum Marktplatz.
Einkaufen
[Bearbeiten]In den Häusern am Marktplatz finden sich verschiedene kleine Läden. Eine Übersicht des Angebots ist hier auf der Parkseite zu finden.
Küche
[Bearbeiten]Unter anderem am Marktplatz findet sich verschiedene Gastronomie.
Wer möchte kann sich seine Verpflegung auch mitbringen und an den im Park verteilten Tischen und Bänken verzehren.
- 1 Wirtshaus zum Adler (gelegen am Marktplatz). Tel.: (0)6081 949 89 69 Schwerpunkt Hessische Küche mit regionalen Produkten. Aktuelle Tagesgerichte. Biergarten im Hof. Geöffnet: siehe Webseite. Preis: Kleine Gerichte ab 8,50 €, Hauptgerichte 15 € bis 29 €.
- 2 Martinsklause aus Remsfeld (zu finden in der Baugruppe Nordhessen) Typische Nordhessische Kneipe bzw. Dorfwirtschaft im Stil der 1950er Jahre. Serviert werden einfache, auch nordhessische Speisen. Geöffnet: geöffnet in der Saison März bis Oktober.
- 1 Bäckerei Schmidt (gelegen am Marktplatz) Hier werden handgefertigte Backwaren traditionell hergestellt. Auch Kuchen ist im Angebot. So kann man sich für das Picknick im Park selbst verpflegen.
Außerhalb des Parks
[Bearbeiten]An der Zufahrt zum Hessenpark bei Bad Homburg:
- 3 Passions Restaurant, An der Karlsbrücke 10, 61350 Bad Homburg (Dornholzhausen). Tel.: +49 6172 7328727 Etwa 8 Autominuten südlich kurz vor der Ortseinfahrt Bad Homburg. Mediterranes Restaurant im Clubhaus des Royal Homburger Golf Club mit großer Sonnenterrasse und Panoramablick Richtung Taunus. Gut kombinierbar mit einem Hessenpark-Besuch. Geöffnet: Di–So 12–22 Uhr, Mo Ruhetag. Preis: Hauptgerichte 14–28 €.
Unterkunft
[Bearbeiten]- Landhotel Zum Hessenpark, Laubweg 1, 61267 Neu-Anspach. Tel.: +49 (0)6081 94981940. Liegt direkt im Park am Marktplatz. Das Haus hat 34 Zimmer, 54 Betten. Preis: DZ 149–179 € einschl. Frühstück.
Außerhalb des Parks:
- Maritim Hotel Bad Homburg, Ludwigstraße 3, 61348 Bad Homburg vor der Höhe. Tel.: +49 (0)6172 6600.
- Steigenberger Hotel Bad Homburg, Kaiser-Friedrich-Promenade 69-75, 61348 Bad Homburg vor der Höhe. Tel.: +49 (0)6172 1810.
Ausflüge
[Bearbeiten]- Kastell Saalburg. Das zu Zeiten Kaiser Wilhelms II rekonstruierte Römerkastell ist sehenswert.
- Taunus und seine höchste Erhebung Großer Feldberg zum Wandern
- Bad Homburg, die Badestadt am Taunusrand wirbt mit ihrer Champagnerluft und einem sehenswerten Kurpark.
Literatur
[Bearbeiten]- K. Baeumerth, H.G. Daniel, A. Hieronymus, P. Janisch, M. Spies: "Museumsführer - Freilichtmuseum Hessenpark, deutsch, 156 Seiten, EUR 5,10. (auch in Englisch und Französisch zu erhalten)
