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Kloster Bursfelde

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Kloster Bursfelde
Kloster Bursfelde
LandkreisGöttingen
Einwohnerca. 40
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Höheunbekannt
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Lage
Lagekarte von Deutschland
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Kloster Bursfelde

Kloster Bursfelde ist eine alte Klosteranlage im Weserbergland.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Kloster Bursfelde ist ein ehemaliges Benediktinerkloster etwa 18 km nördlich von Hann. Münden an der Weser, zu Füßen des Bramwaldes. Rund um das Kloster gibt es eine kleine Wohnsiedlung, insgesamt leben etwa 40 Menschen in Dorf und Kloster Bursfelde.

Westkirche

1093 wurde das Kloster als Benediktinerabtei von den Grafen zu Northeim erbaut und zuerst mit Mönchen aus dem Kloster Corvey besetzt. Gebaut wurde es an der Mündung der Nieme in die Weser, zu Füßen der von der gleichen Familie erbauten Bramburg oberhalb von Hemeln, die auch dem Schutz des Klosters diente. Neben dem Gebet, womit insbesondere auch dem Seelenheil der Grafen gedient werden sollte, waren die Mönche insbesondere auf dem Gebiet von Wissenschaft und Schule, weniger wie sonst üblich im Bereich Landwirtschaft tätig.

1144 erhielt der Welfenherzog Heinrich der Löwe Kloster Bursfelde, der sich jedoch wenig darum kümmerte. Ab 1150 begann, auch im Zuge des allgemeinen Niedergangs der Benediktinerklöster, auch Bursfelde an Bedeutung zu verlieren, auch wenn es sich mit seinen weitgestreuten Besitzungen noch lange wirtschaftlich halten konnte. Überliefert sind aus jener Zeit noch die Aufnahme zahlreicher Nachkommen aus den Adelsgeschlechtern der Region wie derer von Uslar, aber auch au dem gehobenen Göttinger Bürgertum. 1398 wurden jedoch nur noch 4 Mönche verzeichnet, ab 1402 scheint das Kloster bedeutungslos geworden zu sein.

Ab 1443 setzte im Zuge der benediktinischen Reformbewegung noch einmal eine Wiederbelebung des Klosters ein. Ausgehend von Bursfelde und den Klöstern in Clus bei Bad Gandersheim und Reinhausen bei Göttingen wurde die Bursfelder Kongregation gegründet, die sich wieder auf die ursprünglichen benediktinische Lebenregeln besinnen wollte und z.B. Privateigentum der Mönche und Äbte ablehnte. Bis 1530 hatte diese Kongregation 95 Mitgliedsklöster, womit Bursfelde eine machtvolle Stellung innerhalb der Ordensverbände zukam.

Doch mit der Reformation begann der Niedergang vieler Klöster, so auch der von Bursfelde. Nach wechselnder Zugehörigkeit der Äbte und damit auch des Klosters zum Protestantismus und dann wieder zum Katholizismus wurde das Kloster mit dem Westfälischen Frieden 1648 endgültig evangelisch, was es bis heute geblieben ist.

Die Gebäude sind heute im Besitz der Klosterkammer Hannover, der Träger des Geistlichen Zentrums im Kloster ist die Evangelische Landeskirche Hannover. Seit 1828 wird der Abtstitel des Klosters Bursfelde stets an den Professor für Theologie an der Universität Göttingen verliehen. Der Abt hat in seiner Amtszeit damit Wohnrecht in Bursfelde, in dem sonst keine Mönche mehr leben, dazu das Kanzelrecht und die üblichen Rechte und Pflichten eines evangelischen ordinierten Geistlichen.

Im Kloster wird heute durch das Geistliche Zentrum das klösterliche Leben durch ein Angebot der Stille und das angeschlossene Tagungshaus aufrecht erhalten.

Anreise[Bearbeiten]

Für die überregionale Anreise bitte die Artikel Hemeln und Hann. Münden beachten.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Das Kloster von der Weser aus gesehen

Kloster und Dorf liegen direkt an der Weser, so dass Wasserwanderer direkt vom kleinen Anleger am Fluss die wenigen Schritte zum Kloster hochgehen können.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Auch der Weser-Radweg führt auf der Landstraße direkt am Kloster vorbei - gesetzt dem Fall, man befindet sich auf der östlichen Seite der Weser.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Das Kloster Bursfelde ist Pilgerort auf dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda.

Mobilität[Bearbeiten]

In Bursfelde liegt alles nur wenige Meter Fußweg auseinander, der Ort besteht nur aus ein paar Häusern und dem Klostergelände. Allerdings sind die Wege nicht eben und es ist kein ideales Terrain für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind. Vom Parkplatz auf dem Klostergelände zur Kirche sind es allerdings nur wenige Schritte, so dass sich dieser Weg auch für mobilitätseingeschränkte Menschen bewältigen lässt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Tagungshaus des Kloster Bursfelde
  • Klosterkirche. Von den Klosteranlagen am vollständigsten erhalten ist die Klosterkirche St. Thomas und Nikolaus mit einer West- und einer Ostkirche. Dem romanischen Kirchenschiff der Basilika wurde im 19. Jahrhundert zwei Kirchtürme hinzugefügt.
  • Klosteranlage

Aktivitäten[Bearbeiten]

1 Typ ist Gruppenbezeichnung Paddeln auf der Weser lässt es sich von Bursfelde aus perfekt, allerdings gibt es keinen Bootsverleih vor Ort. Wer aber das eigene (oder geleihene) Boot einsetzen will, findet hier gute Bedingungen vor.

Einkaufen[Bearbeiten]

Es gibt keine Einkaufsmöglichkeit in Bursfelde. Einen Supermarkt findet man u.a. im etwa 10 km nördlich gelegenen Gieselwerder oder im 12 km östlich liegenden Dransfeld. Eine große Auswahl an Geschäften gibt es in Hann. Münden ca. 17 km südlich und in Göttingen ca. 25 km östlich.

Küche[Bearbeiten]

  • Einzelreisende können nach Voranmeldung an den Mahlzeiten im Tagungshaus des Geistlichen Zentrums teilnehmen, wenn dieses von Gruppen belegt ist.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Die Klostermühle (siehe oben) bietet Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 14 Gäste. EZ 38, DZ 55 - 65 €, alle Zimmer mit Du/WC.
  • 1 Pilgerherberge im Kloster Bursfelde. Tel.: +49 151 12 04 07 59, E-Mail: . 20 Schlafplätze, nur für Pilger mit Pilgerpass (im Kloster erhältlich). Voranmeldung sinnvoll, wenn man sichergehen möchte, dass man einen Schlafplatz erhält. Keine Verpflegungmöglichkeiten, auch keine Einkaufsmöglichkeit direkt vor Ort. Die Pilgerherberge ist unbeheizt. Geöffnet: 12 € pro Person/ Nacht. Typ ist Gruppenbezeichnung.
  • 2 Tagungshaus, Oase des Tagungshauses Kloster Bursfelde. Tel.: +49 5544 1688. Einzelgäste finden Unterkunft in den 4 Oasenzimmern im Dachgeschoss des Tagungshauses Typ ist Gruppenbezeichnung

Lernen[Bearbeiten]

Geistliches Zentrum Kloster Bursfelde, Klosterhof 5, 34346 Hann. Münden OT Bursfelde. Tel.: +49 55 44 16 88, Fax: +49 55 44 17 58, E-Mail: . Geistliches Zentrum und Tagungshaus, es finden Kurse zu geistlichen Themen ebenso wie Kursangebote der Universität Göttingen statt. Typ ist Gruppenbezeichnung

Gesundheit[Bearbeiten]

Eine Arztpraxis befindet sich im 6 km nördlich an der Weser liegenden Oedelsheim, ein Krankenhaus im 17 km nördlich liegenden Uslar und in Hann. Münden, 17 km südlich gelegen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Toilette[Bearbeiten]

1 Typ ist Gruppenbezeichnung Eine öffentliche Toilette findet man in der großen zur Straße hin gelegenen Scheune, in der sich auch die Pilgerherberge befindet.

Ausflüge[Bearbeiten]

Mühlenplatz in Gieselwerder
  • Im nahegelegenen Oedelsheim kann man mit einer kleinen Fähre zum westlichen Weserufer übersetzen. Außerdem gibt es ein Hallenbad in dem kleinen Ort.
  • Auf der anderen Weserseite etwas weiter flussabwärts liegt Gieselwerder mit einem Freibad und dem sehenswerten kleinen Mühlenplatz, auf der die Miniaturen zahlreicher Schlösser und Rathäuser aus Hessen, aber auch aus ganz Deutschland zu besichtigen.
  • Auch im wenige Kilometer flussaufwärts liegenden Hemeln kann man auf die westliche Uferseite übersetzen, aber vorher sollte man nicht verpassen, Rast im alten Gasthaus an der Fähre zu machen.
Sababurg
  • Wenn man übergesetzt hat, lohnt ein Ausflug zur Sababurg im Reinhardswald.
  • Flussaufwärts, am Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser, lohnt die Fachwerkstadt Hann. Münden einen Besuch.
  • Naheliegende Großstädte sind die Universitätsstadt Göttingen, an deren Universität der Abt von Bursfelde die theologische Fakultät leitet, und die nördlichste hessische Großstadt, Kassel.

Literatur[Bearbeiten]


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