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Pilgerweg Loccum-Volkenroda

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Seit 2005 verbindet eine etwa 300 km lange, ökumenische Pilgerroute die beiden ehemaligen Zisterzienserklöster zwischen dem niedersächsischen Ort Loccum in der Nähe des Steinhuder Meeres und dem thüringischen Volkenroda nahe Mühlhausen.

Logo des Pilgerwegs Loccum - Volkenroda

Hintergrund[Bearbeiten]

1163 machten sich 13 Zisterziensermönche von Volkenroda auf den Weg nach Norden, um ein neues Kloster zu gründen. In Loccum siedelten sie sich schließlich an.

Infos zu den Klöstern am Start- und Zielpunkt findet man auf www.kloster-loccum.de und www.kloster-volkenroda.de.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Diese kleine Laubenkapelle ist ein schöner Rastplatz am hohen Hagen. Die Kapelle liegt abseits des doch recht viel besuchten Aussichtsturms bei 51.472075, 9.7704388951° 28′ 20″ N[[Category:DMS-Koordinate] 9° 46′ 13″ O]. Durch die landschaftlich sehr schöne Lage am Waldrand mit nettem Ausblick Richtung Süden ist sie ein schöner Rastplatz. Bei Regen kann man zudem in der zumindest im Sommer geöffneten Kapelle rasten.

Infos über aktuelle Wegänderungen sind hier auf der Routenseite zu finden.

Übernachtungen[Bearbeiten]

Möchte man die einfachen, aber günstigen Pilgerherbergen nutzen, die von vielen Gemeinden an der Strecke angeboten werden, ist eine gute Vorplanung unabdingbar, da diese Unterkünfte in der Regel im Voraus angemeldet werden müssen. Zudem ist eine Ausrüstung mit Schlafsack und vielfach auch Isomatte erforderlich, ebenso Handtücher. Eine Notration Lebensmittel sollte man auch stets dabei haben, da auch in kleineren Orten Pilgerunterkünfte geboten werden, in denen es keine Gastronomie oder Lebensmittelgeschäfte gibt. Oftmals gibt es in den Pilgerherbergen die Möglichkeit der Küchennutzung, obligatorisch ist dies aber nicht, daher unbedingt vorher anfragen. In der Regel wird ein geringer Unkostenbeitrag für die Übernachtung in Höhe von eta 5 € pro Person erhoben.

Desweiteren bieten sich natürlich auch Hotels, Gasthöfe und Privatunterkünfte als Gastgeber auf der Strecke an - manche gewähren nach Vorlage des Pilgerpasses auch eine Ermäßigung. Da nicht an allen Orten eine Pilgerherberge vorhanden ist (oder die vorhandenen bereits ausgebucht sein können), muss man im finanziellen Budget einige kommerzielle Übernachtungsangebote mit einkalkulieren.

Wikivoyage verzeichnet auf den Seiten der am Pilgerweg angrenzenden Orte und Gemeinden sowohl Pilgerherbergen als auch kommerzielle Übernachtungsangebote (wobei diese Auflistung derzeit - März 2012 - erst im Entstehen ist).

Pilgerpass[Bearbeiten]

Der Pilgerpass zum Pilgerweg Loccum - Volkenroda gibt einige liturgische Anregungen zu Andachten unterwegs, dazu den Loccumer Pilgersegen. Für die Pilgerstempel von den einzelnen Wegstationen ist ausreichend Freiraum gelassen. Mit dem Pilgerpass bekommt man ggf. auch Vergünstigungen bei kommerziellen Übernachtungsbetrieben.

Postalisch kann der Pilgerpass angefordert werden beim

  • Haus kirchlicher Dienste, Pilgerweg Loccum-Volkenroda, Archivstr. 3, 30169 Hannover. . Dem Brief muss ein ausreichend frankierter (0,90 €) und an sich selbst adressierter Briefumschlag DIN lang (110 x 220 mm) beigefügt werden.

Direkt ist der Pass an folgenden Stellen erhältlich:

  • Pilgerbüro Kloster Loccum, Klosterpforte, 31547 Rehburg-Loccum. Tel.: (0)5766 - 941575. Geöffnet: Mo, Di, Mi u. Fr 10-12 Uhr.
  • Stift Fischbeck, Torhaus, Im Stift 1, 31840 Hessisch Oldendorf. Tel.: (0)5152 - 8603. Geöffnet: Di – Sa 14–16 Uhr u. nach tel. Vereinbarung.
  • Haus der Kirche, Q’Antati Weltladen, Emmernstraße 6, 31785 Hameln. Tel.: (0)5151 - 44208. Geöffnet: Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 15 Uhr.
  • Ev.-luth. Kirchengemeinden Neuhaus/Fohlenplacken und Silberborn, Eichenallee 1, 37603 Neuhaus. Tel.: (0)5536 - 225. Geöffnet: Di, Do, Fr 9–11 Uhr.
  • Geistliches Zentrum Kloster Bursfelde, Klosterhof 5, 34346 Hann. Münden. Tel.: (0)4455 - 1688. Geöffnet: Mo – Fr 9–12 Uhr u. nach tel. Vereinbarung.
  • Kloster Volkenroda, Klosterpforte, Amtshof 3, 99998 Körner-Volkenroda. Tel.: (0)36025 - 5590. Geöffnet: Di – Fr 10–12 und 14–17 Uhr, Sa, So, Feiertags 11–12 und 14-17 Uhr.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Streckenbeschreibung in Etappen[Bearbeiten]

Die Nummerierungen der Etappen entsprechen denen des offiziellen Pilgerweg-Navigators und sind z.T. auch auf den Ausschilderungen am Wegesrand zu finden.

1 Loccum - Stadthagen (21,5 km)[Bearbeiten]

  • Loccum - liegt westlich des Steinhuder Meeres in Niedersachsen (siehe auch Seite des Kloster Loccum).

2 Stadhagen - Rehren (18,8 km)[Bearbeiten]

  • Querung der Bückeberge

3 Rehren - Fischbeck (16 km)[Bearbeiten]

  • Querung des Wesergebirges

4 Fischbeck - Hameln (11,4 km)[Bearbeiten]

Die Weser begleitet die Route über Hameln bis nach Bodenwerder. Dabei bieten sich den Pilgern zwei Varianten an: Die östliche Strecke führt direkt am östlichen Weserufer entlang durch die Ortschaften Hagenohsen, Latferde und Hajen; die westliche Route führt über Hämelschenburg und Lüntorf dann über die Anhöhe des Hehlener Holz nach Hehlen, bevor beide Wege am Kloster Kemnade in Bodenwerder wieder zusammentreffen.

5-6 Hameln - Bodenwerder[Bearbeiten]

5a Hameln - Grohnde (13,2 km)[Bearbeiten]

6a Grohnde - Bodenwerder (13 km)[Bearbeiten]

5b Hameln - Lüntorf (17,2 km)[Bearbeiten]

6b Lüntorf - Bodenwerder (15,3 km)[Bearbeiten]

7 Bodenwerder - Königszinne - Kirchbrak (11,8 km)[Bearbeiten]

Ab Bodenwerder geht es über den Mittelgebirgszug des Vogler Richtung Stadtoldendorf. In Bodenwerder hat man zuerst die Wahl zwischen einer flachen und einer hügeligen Variante. Während die westliche Variante am Kloster Kemnade vorbeiführend auch den Ort berührt, bleibt die östliche Variante des Pilgerwegs auf der östlichen Weserseite und führt durch das schmale Tal der Lenne hier parallel zu Bach und Bahnlinie nach Linse. Auf der westlichen Route durchwandert man die Innenstadt Bodenwerders bis zur Überquerung der südlichen Weserbrücke, und nimmt dann den kräftigen Anstieg zur Königszinne auf ca. 270 m Höhe und wieder hinab nach Buchhagen in Angriff. Dort treffen beide Routen wieder zusammen und führen nun zuerst über freies Feld nach Kirchbrak.

8 Kirchbrak - Amelungsborn (11 km)[Bearbeiten]

Von Kirchbrak sind die Hügel des Voglers bis zum Kloster Amelungsborn zu durchwandern, das kurz vor den Toren Stadtoldendorfs liegt.

9 Amelungsborn - Silberborn (21,5 km)[Bearbeiten]

10-12 Silberborn - Bursfelde[Bearbeiten]

Von Silberborn wandert man entweder über Uslar oder durch das Schwülmetal über Lippoldsberg und Oedelsheim an der Weser entlang erreicht man das ehemalige Kloster Bursfelde an der Weser.

10a Silberborn - Uslar (19 km)[Bearbeiten]

11a Uslar - Bursfelde (20 km)[Bearbeiten]

10b Silberborn - Schönhagen (14 km)[Bearbeiten]

11b Schönhagen - Lippoldsberg (15 km)[Bearbeiten]

12b Lippoldsberg - Bursfelde (16,4 km)[Bearbeiten]

  • Pilgerherberge im Kloster Bursfelde. Tel.: +49 151 12 04 07 59, E-Mail: . 20 Schlafplätze, nur für Pilger mit Pilgerpass (im Kloster erhältlich). Voranmeldung sinnvoll, wenn man sichergehen möchte, dass man einen Schlafplatz erhält. Keine Verpflegungmöglichkeiten, auch keine Einkaufsmöglichkeit direkt vor Ort. Die Pilgerherberge ist unbeheizt. Geöffnet: Geöffnet von Ostern bis zum Reformationtag. Preis: 12 € pro Person/ Nacht.

13 Bursfelde - Dransfeld (13,6 km)[Bearbeiten]

Piktogramm für den Exkurs Göttingen
  • Von Dransfeld aus gibt es einen Exkurs Göttingen zur dortigen Jacobikirche. Der Weg führt dabei in zwei Abschnitten über die stillgelegte Bahntrasse der Hannöverschen Südbahn. Alternativ kann man die Strecke mit dem Bus überbrücken.
  • Kurz hinter Dransfeld erreicht man den Hohen Hagen. Hier steht der Gaußturm mit Turmcafe. Von Turm hat man einen sehr schönen Panoramarundblick.

13 Exkurs Löwenhagen - Kreuzsteine Bühren (7,6 km)[Bearbeiten]

14 Dransfeld - Friedland (24,5 km)[Bearbeiten]

  • Jühnde, das Bioenergiedorf erreicht man nach dem Abstieg vom Hohen Hagen. Hier bietet die örtliche Gemeinde eine Pilgerunterkunft.

15 Friedland - Heiligenstadt (21 km)[Bearbeiten]

Bei der kleinen evangelischen Kirche in Friedland (Niedersachsen) erhält man vor dem Eingang einen Pilgerstempel. Über die Leine hinweg und am Sportplatz vorbei geht es über einen Bergrücken hinweg in den Nachbarort Reiffenhausen, einem Ortsteil von Friedland. Die evangelische Kirche und das Gemeindehaus fungieren als Pilgerstation. Bei einem Blick in die für Pilger bei Tag geöffnete Kirche kann man einen besonderen Taufengel bewundern. Zwischen Reiffenhausen und Rustenfelde überquert man die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Thüringen und den Heidkopftunnel der Autobahn A38. An der Grenze gibt es einen kleinen Rastplatz und eine Informationstafel, die die ehemals vorhandenen Sperranlagen erläutert. In Rustenfelde biegt der Pilgerweg bereits vor der katholischen Dorfkirche nach rechts ab, doch lohnt es sich, einen Blick hineinzuwerfen. Zwischen Rustenfelde und Burgwalde liegt die Bonifatiuskapelle auf dem Brink bei Burgwalde, wo sich einige Bänke als Rastplatz auch für eine kleinere Gruppe anbieten. Der Legende nach hat bereits Bonifatius an diesem Ort gepredigt. Hier endet der Kreuzweg, der von Burgwalde kommend den Berg hinaufführt. Beim Hinabsteigen muss man sich entscheiden, ob man dem Pilgerweg direkt folgt und nach rechts zur Landstraße hinabsteigt oder den Umweg geradeaus über Burgwalde mit der St. Georgskirche geht. Über Steinheuterode - erst vorbei an einem großen landwirtschaftlichen Gut, dann durch das eigentliche Dorf - und Rengelrode erreicht der Pilgerweg schließlich Heiligenstadt mit der evangelischen Hauptkirche St. Martin als Etappenziel. Landschaftlich ist diese Etappe sehr abwechslungsreich, da der Weg durch Laub- und Nadelwälder, offene Mittelgebirgslandschaft und einige kleine Ortschaften führt. Kulturell zeigt sich an den vielen Kreuzwegstationen im Straßenbild die Jahrhunderte währende katholische Prägung im Obereichsfeld, da dieser Landstrich territorial bis 1802 zum Kurfürstentum Mainz gehörte. Bahnanschluss gibt es in Friedland und Heiligenstadt, von Steinheuterode aus ist Uder im Leinetal nach 2 km zu erreichen, wenn man die Etappe verkürzen will. Dort gibt es ebenfalls einen Bahnhaltepunkt und für Radfahrer Anschluss an den Leineradweg. Einkaufs- oder Einkehrmöglichkeiten sind direkt am Pilgerweg nur in Friedland und Heiligenstadt vorhanden. In Reiffenhausen gibt es jedoch einen Dorfladen mit Café und in Burgwalde eine Gaststätte.

16-17 Heiligenstadt - Mühlhausen[Bearbeiten]

16a Heiligenstadt - Dingelstädt (23 km)[Bearbeiten]

17a Dingelstädt - Mühlhausen (18 km)[Bearbeiten]

Mühlhausen - Blick über den Untermarkt; rechts ist die Divi-Blasii-Kirche zu erkennen.

16b Heiligenstadt - Beinrode (22,3 km)[Bearbeiten]

17b Beinrode - Mühlhausen (32,5 km)[Bearbeiten]

  • Mühlhausen - historische Altstadt mit vollständig erhaltener Stadtbefestigung. Die Altstadt besitzt einige schöne Kirchen. Ab Mühlhausen besteht Bahnanschluß.

18 Mühlhausen - Volkenroda (15 km)[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Übrigens kann diese Strecke auch mit dem Fahrrad absolviert werden, um die schöne Mittelgebirgslandschaft zu geniessen - allerdings ist es dann kein klassisches Pilgern, sondern Radpilgern. Die Strecke führt über unbefestigte Forst- und Wirtschaftswege.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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