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Weserbergland

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Das Weserbergland liegt in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Die Weser zwischen Höxter und Holzminden. Im Hintergrund ist der 497 m hohe Köterberg zu sehen

Regionen[Bearbeiten]

Von Nord nach Süd:

  • Schaumburger Land, nördlichster Ausläufer des Weserberglands, zwischen Wesergebirge, Deister und Steinhuder Meer
  • Calenberger Bergland, Übergangsregion zum Leinebergland zwischen Weser, Leine und Lenne (Südgrenze)
  • Oberwälder Land zwischen Warburger Börde, Eggegebirge, dem Lipper Bergland und der Weser
  • Solling - Das waldreiche Mittelgebirge grenzt zwischen Bad Karlshafen und Holzminden an die Weser. Sehenswert ist in der "Gipfelregion" des Höhenzuges Neuhaus mit Wildpark und Hochsollingturm sowie das Hochmoor Mecklenbruch bei Silberborn.
  • Reinhardswald in Nordhessen mit dem Dornröschenschloss Sababurg mit Tierpark. Bekannt ist auch der Urwald Sababurg mit seinen alten Baumriesen.

Orte[Bearbeiten]

Fachwerkrathaus Höxter
Das Rathaus am Marktplatz in Hann. Münden – ein prachtvoller Bau der Weserrenaissance

Touristisch bedeutsame Orte im Weserbergland sind:

(Schaumburger Land)

(Calenberger Bergland)

(Lipper Bergland)

(Oberwälder Land)

(Solling)

(Reinhardswald)

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Corvey, ehemalige Benediktinerabtei und späteres Schloss bei Höxter (UNESCO-Weltkulturerbe)

Hintergrund[Bearbeiten]

Höhenzüge des Niedersächsischen Berglands (zum Vergrößern klicken)

Geographie[Bearbeiten]

Das Weserbergland ist eine Hügel- und Mittelgebirgslandschaft am Übergang von Nord- zu Mitteldeutschland. Es setzt sich aus mehreren, geologisch zusammenhängenden, aber klar voneinander abgrenzbaren Mittelgebirgs- und Höhenzügen zusammen: dem Solling (bis zu 528 m ü. NN), dem Reinhardswald (472 m), dem Vogler (460 m), dem Süntel (440 m), dem Bramwald (408 m), der Ottensteiner Hochfläche (376 m), dem Burgberg (358 m) und dem Wesergebirge (336 m). Letzteres wird durch die Porta Westfalica, das schartenförmige Durchbruchstal der Weser, vom Wiehengebirge getrennt.

Im weiteren Sinne werden auch das Lipper Bergland (bis zu 496 m ü. NN), das Alfelder Bergland (bestehend aus Hils und Ith, bis zu 480 m), der Holzberg (445 m), das Calenberger Bergland (bestehend aus Osterwald, Deister und Nesselberg, bis zu 420 m), der Elfas (410 m), der Homburgwald (406 m), das Oberwälder Land (392 m) und die Amtsberge (392 m) hinzugezählt. Mit dem Leinebergland wird das Weserbergland oft zum Weser-Leine-Bergland oder Niedersächsischen Bergland zusammengefasst.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis ins 19. Jahrhundert war das Gebiet des Weserberglands territorial extrem stark zersplittert. Hier bestanden unter anderem die Grafschaft Schaumburg (ab 1640 aufgespalten in Schaumburg-Lippe und einen zu Kurhessen gehörigen Teil), das Fürstentum Minden und die Grafschaft Ravensberg (die beide den brandenburgischen Hohenzollern gehörten), die Grafschaft (ab 1789 das Fürstentum) Lippe, das Hochstift Paderborn, das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, das Fürstentum Calenberg (aus dem später das Kurfürstentum und schließlich das Königreich Hannover entstand) und die Landgrafschaft (ab 1803 Kurfürstentum) Hessen-Kassel. Hinzu kam noch die bis 1803 reichsunmittelbare Abteil Corvey. Infolgedessen findet man in der Region eine Vielzahl von Burgen, Schlössern und Klöstern. Hameln war im 17. und 18. Jahrhundert die „Haupt- und Prinzipalfestung“ der Welfen und galt als uneinnehmbares „Gibraltar des Nordens“ (kapitulierte aber 1806 vor den Franzosen und wurde gründlich geschleift). Sowohl in Hameln als auch in Bad Karlshafen wurden Ende des 17. Jahrhunderts nennenswerte Zahlen von Hugenottenflüchtlingen angesiedelt.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts kamen dann die meisten Teile des Weserberglands zum Königreich Preußen; die Fürstentümer Schaumburg-Lippe und Lippe-Detmold und das Herzogtum Braunschweig (zu dem der Kreis Holzminden gehörte) blieben jedoch unabhängig. Seit 1946 gehört der nördliche und östliche Teil des Weserberglands zum Land Niedersachsen, der westliche Teil zu Nordrhein-Westfalen und der äußerste Süden zu Hessen.

Sprache[Bearbeiten]

Traditionell wurden im Bereich des Weserberglandes ost- und westfälische Dialekte des Niederdeutschen gesprochen. Heute sind diese aber ganz überwiegend dem Hochdeutschen gewichen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Hannover liegt nördlich bzw. nordöstlich des Weserberglands. Von dort sind es 65 km nach Hameln, 90 km nach Lemgo und 105 km nach Höxter. Die S-Bahnlinie S5 fährt direkt vom Flughafen Hannover nach Bad Münder (55 Minuten), Hameln (1:05 Std.) und Bad Pyrmont (1:20 Std.). Mit einmal Umsteigen in Hannover Hbf erreichbar sind Stadthagen (1 Std.), Bückeburg (1:10 Std.) und Porta Westfalica (1½ Std.), mit Umsteigen in Hameln kommt man vom Flughafen Hannover nach Hessisch Oldendorf (1½ Std.), Rinteln und Vlotho (1:50 Std.).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die nächstgelegenen ICE-Halte sind Kassel-Wilhelmshöhe im Süden, Hannover im Norden, Göttingen im Südosten und Bielefeld im Westen. Zusätzliche IC-Halte am Rande des Weserberglandes gibt es in Minden und Bad Oeynhausen.

Von Kassel-Wilhelmshöhe aus kommt man über Kassel Hbf in einer halben Stunde nach Hann. Münden. Von Hannover Hbf fährt die S-Bahn S5 nach Bad Münder (35 min), Hameln (45 min), Emmerthal (55 min) und Bad Pyrmont (1:05 Std.) sowie die Westfalenbahn nach Stadthagen (25 min), Bückeburg (35 min) und Porta Westfalica (ca. 50 min). Von Göttingen gelangt man stündlich mit der Cantus-Bahn in 40 Minuten nach Hann. Münden sowie mit der Nordwestbahn nach Bodenfelde (45 min), Bad Karlshafen (rund 1 Std.), Lauenförde-Beverungen (gut 1 Std.) und Brakel (1:20–1½ Std.).

Von Bielefeld fährt stündlich eine Regionalbahn nach Lemgo (40 min). Porta Westfalica liegt zwischen den beiden IC-Halten Minden und Bad Oeynhausen, von denen aus es jeweils mehrmals stündlich in rund 5 Minuten erreichbar ist (von Bielefeld aus sind es mit dem RE 25 Minuten). Vlotho, Rinteln und Hessisch Oldendorf erreicht man stündlich mit der Nordwestbahn ab Bünde (dort ist ebenfalls ein IC-Halt) und Bad Oeynhausen-Süd oder von Hannover mit Umsteigen in Hameln.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das Weserbergland wird im Norden von der Autobahn A2 Hannover–Dortmund, im Osten von der A7 Hannover–Kassel und im Südwesten von der A44 Dortmund–Kassel eingerahmt. Mitten durch die Region führt u. a. die Bundesstraße B1 Paderborn–Hameln–Hildesheim.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Reguläre Bahnverbindungen innerhalb des Weserberglandes sind u. a. die Regionalbahn-Linien Bünde (Westf) – Bad Oeynhausen-Süd – Rinteln – Hameln – Hildesheim, Paderborn – Brakel – Bad Karlshafen – Bodenfelde (–Göttingen) und Paderborn – Brakel – Höxter – Holzminden sowie die S-Bahnlinie S5 Hannover – Hameln – Bad Pyrmont – Paderborn.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Eine wichtige Route durch das Weserbergland ist die Bundesstraße B 83, die parallel zur Weser von Kassel über Höxter und Hameln nach Minden führt.

Eine bei Motorradfahrern beliebte Strecke ist die Landstraße von Brevörde auf die Ottensteiner Hochebene. Die L 428 zweigt hier von der B 83 ab und führt über 11 Kehren mit etwa 200 Höhenmetern hinauf Richtung Ottenstein.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Wichtigster Radwanderweg in der Region ist natürlich der Weser-Radweg (Deutschland-Route D9). Von diesem zweigen u. a. der Diemel-Radweg (Warburg–Bad Karlshafen), der Nethe-Radweg oder R2 (Bad Driburg–Brakel–Höxter), der Europaradweg R1 (Detmold–Höxter–Holzminden–Einbeck), die Hellweg-Weser-Route (Bielefeld–Lemgo–Bad Pyrmont–Hameln) und die Kulturroute Hannover (Elze–Hameln–Rinteln–Stadthagen) ab.

Ein relativ neuer Spaß sind die E-Bikes, die ein ganz anderes Radfahrgefühl bieten. Dafür gibt es im Weserbergland mehrere Vermietstationen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Hämelschenburg - ein Hauptwerk der Weserrenaissance

Regional bedeutende Sehenswürdigkeiten:

Historische Städte[Bearbeiten]

  • Dreiflüssestadt Hann. Münden - Südliches Eingangstor zum Weserbergland mit sehr gut erhaltener Fachwerkaltstadt. Aus dem Zusammenfluss von Werra und Fulda wird hier die Weser "geboren".
  • Barockstadt Bad Karlshafen mit Hugenottenmuseum und der Krukenburg über dem Stadtteil Helmarshausen.
  • Altstadt von Höxter mit schönen Fachwerkbauten

Klöster, Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

  • Schloss Fürstenberg - Die Anlage mit Porzellanmuseum und -manufaktur liegt hoch über der Weser (schöner Blick ins Wesertal).
  • Schloss Hämelschenburg - Das etwa 10 km südlich von Hameln gelegene Rittergut gilt als eines der Hauptwerke der Weserrenaissance (Schlossseite). Das Schloss liegt etwas abseits der Weser.
  • Burgruine Polle - Die Ruine liegt beim gleichnamigen Ort an einer Weserschleife. Hier findet man die Ruine auf einer 25 m hohen Kuppe direkt an der Weser. Vom Turm der Ruine hat man einen schönen Blick auf den Fluss. In der Burg gibt es ferner ein kleines Museum sowie eine Freilichtbühne. Für technisch Interessierte ist auch die Gierseilfähre zu Füßen der Burganlage interessant.

Natursehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der neue Weser-Skywalk in den Hannoverschen Klippen mit Blick auf Bad Karlshafen.
  • Schillathöhle bei Hessisch Oldendorf. Die nördlichste Tropfsteinhöhle von Deutschland liegt beim Stadtteil Langenfeld. 1992 entdeckte man die Höhle bei Sprengarbeiten in einem Steinbruch. Die Höhle ist barrierefrei über einen Aufzug zugänglich und daher auch für RollstuhlfahrerInnen zu besichtigen. Weitere Infos siehe Höhlenseite.
  • Weserpforte bei Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Die Weser durchbricht hier das letzte Mal das Gebirge, bevor sie die norddeutsche Tiefebene erreicht.

sonstiges[Bearbeiten]

  • Wasserstraßenkreuz Minden - gehört nicht mehr zum Weserbergland. Bei einem Besuch des Kaiser-Wilhelm-Denkmals lohnt aber ein Abstecher.
Panorama: Du kannst das Bild horizontal scrollen.
Schön zu fahren: Der Weserradweg bei Würgassen (liegt links). Rechts am anderen Ufer ist Herstelle zu sehen
Schön zu fahren: Der Weserradweg bei Würgassen (liegt links). Rechts am anderen Ufer ist Herstelle zu sehen

Aktivitäten[Bearbeiten]

Radfahren[Bearbeiten]

  • Im Naturpark Solling-Vogler sind verschiedene Mountainbike-Routen ausgeschildert.
  • Achtung: Auch auf kleineren Landstraßen ist bei Reisewetter mit starkem Motorradverkehr und auch PKW-Ausflugsverkehr zu rechnen. Am besten die verkehrsfreien Radwege nutzen und auch die zahlreichen Forstwege in den Mittelgebirgsregionen. Diese sind nicht immer ausgeschildert. Es bietet sich daher an, eine genaue topografische Karte zu nutzen (am besten im Maßstab 1:50.000).

Schiffsfahrten auf der Weser[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Anbieter je nach Weserabschnitt. Neben den hier gelisteten Linienfahrten bieten die Gesellschaften noch diverse Sonderfahrten an (siehe dazu Seiten der Anbieter).

Wasserwandern[Bearbeiten]

Die etwa 200 km lange obere Weser zwischen Hann. Münden und Minden ist eine hervorragende Wasserwanderstrecke. Zwischen Hann. Münden und Hameln fließt der Fluss auf über 100 km komplett frei, sodass die Strömung des Flusses komplett für die Fortbewegung genutzt wird. Nennenswerte Schifffahrt auf der Weser ist, obwohl der Fluss bereits ab Hann. Münden als Bundeswasserstraße klassifiziert ist, erst ab Minden zu finden. Auf der Oberweser verkehren lediglich vereinzelt Ausflugsschiffe.

Auf Initiative von Weserbergland Tourismus e. V. wurden Kanuanleger einheitlich gekennzeichnet. Große Schilder mit einer "Gelben Welle" weisen auf die Anleger hin. Je nach Ausstattung der Anleger findet man Tische, Bänke und eine Infotafel zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort. Teilweise gibt es auch Toiletten. Im Faltblatt "Kanuanleger auf der Weser" sind die Anleger gelistet. Hier kann auch eingesehen werden, ob der Anleger als Ein- bzw. Ausstiegsstelle mit dem PKW zugänglich ist. Zum Faltblatt als PDF-Datei mit etwa 1,5 Mb.

Kanuverleiher[Bearbeiten]

Die Liste ist nach der Kanustation bzw. nach dem Hauptsitz flussabwärts geordnet. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

Draisinenstrecken[Bearbeiten]

Der immer beliebter werdende Freizeitspaß ist auch im Weserbergland auf zwei Strecken möglich. Die Strecken können mit gemieteten Draisinen entdeckt werden.

  • Strecke Buchhagen bei Bodenwerder - Dielmissen - 5 km Streckenlänge; Fahrzeuge: Handhebeldraisinen für 8 - 12 Personen. Bei Regen kann ein Plandach über der Sitzplattform aufgespannt werden (Seite der Strecke).
  • Draisinenstrecke Extertalbahn - etwa 18 km von Rinteln nach Alverdissen. Die Strecke besitzt etwa 200 Höhenmeter. Fahrzeuge: Fahrraddraisinen für 4 Personen. Als spezielles Fahrzeug kann eine "Rolli-Draisine" gemietet werden. Diese Fahrraddraisine bietet statt einer Sitzbank Platz für einen Rollstuhl und besitzt zusätzlich einen Handantrieb. (Seite der Strecke).

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Wandern - In der Mittelgebirgsregion gibt es zahlreiche ausgeschilderte Wanderwege. Ein Fernwanderweg ist der "Weserberglandweg" (Info).
  • Sommerrodelbahn Bodenwerder - Die 950 m lange Anlage mit 60 m Höhenunterschied ist besonders ein attraktives Ziel für Familien (Seite der Bahn).
  • Segelfliegen - Flugplätze gibt es z.B. bei Höxter oder auf dem Ith

Küche[Bearbeiten]

  • Allersheimer Bier
  • „Arften un 'Klümpe“, ein vegetarischer Eintopf mit Erbsen und kleingeschnittenen Karotten.
  • „Freud-und-Leid-Kuchen“

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Wichtige Veranstaltungstermine der Region enthält das Magazin "Weg und Fähre", das in den Tourismus-Infostellen der Gegend kostenlos erhältlich ist.

Weblinks[Bearbeiten]

Webcam[Bearbeiten]

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