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Artikelentwurf

Nordseeküsten-Radweg (Niedersachsen)

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Der Nordseeküsten-Radweg ist Teil der über 6000 km langen North Sea Cycle Route und auch ein Teil der Deutschlandroute D 1: Nordseeküstenroute. Der niedersächsische Abschnitt führt u.a. durch die Küstenregion Ostfrieslands, rund um den Jadebusen und die Halbinsel Butjadingen, bevor er von der Wesermündung bei Bremerhaven aus zur Elbmündung bei Cuxhaven führt. Am westlichen Ufer der Elbe dann geht es nach Hamburg.

Am Strand in Wilhemshaven

Streckenprofil[Bearbeiten]

Wegweiser kurz vor Cuxhaven
  • Länge: ca. 400 km
  • Ausschilderung: einigermaßen gut als "North Sea Cycle Route", alternativ kann man auch den Ausschilderungen "Friesenroute Rad op Patt", der "Tour de Fries" oder (im östlichen Streckenabschnitt) auch der Ausschilderung der Deutschlandroute D1 folgen. Allerdings muss man zumindest in Ostfriesland immer wieder mit verdrehten Radwegschildern rechnen, anscheinend eine Art spaßiger Volkssport örtlicher Jugendlicher, so dass man ohne jegliche Karte oder GPS zumindest weiter im Landesinneren schon einmal ratlos dastehen kann, wenn die Beschilderung offensichtlich irreführend ist.
  • Steigungen: Bis auf die Deichauf- und abfahrten sind keine nennenswerten Steigungen zu verzeichnen. Allerdings werden auch die Deiche immer höher...
  • Wegzustand: Die Wege hinter den Deichen sind meist aus Betonplatten oder asphaltiert, ansonsten gelegentlich Schotterwege. Wenn man auf straßenbegleitenden Radwegen fahren muss, sind diese (Stand 2016) leider oft in schlechtem Zustand, viele Wurzelaufbrüche oder Wasserausspülungen, dort, wo Löcher ausgebessert wurde, wurde leider nicht planiert, so dass es zwar keine Kuhlen gibt, dafür aber Huckel, die Rad und Radler oftmals nicht weniger durchschütteln. Fazit: Am Deich - ob davor oder dahinter - fährt es sich meist gut, an den Straßen eher schlecht. Umleitungen wegen Deicherhöhungen: Aufgrund der notwendigen Erneuerung bzw. Erhöhung der Deiche an der deutschen Nordseeküste muss streckenweise immer wieder mit der Sperrung größerer Deichabschnitte und damit auch der deichnahen Radwege gerechnet werden, Umleitungen werden dann aber in der Regel ausgeschildert. 2016 sind dies im Bereich des niedersächsischen Küstenabschnitts vor allem großflächige Deicherhöhungsmaßnahmen am südöstlichen Ufer des Jadebusen (etwa zwischen Varel und Seefeld).
  • Verkehrsbelastung: Auf der Deichwartungswegen und den Wirtschaftswegen hinter den Deichen trifft man naturgemäß auf wenig PKW, dafür muss man mit Wartungsfahrzeugen und mit landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen rechnen, denen man Vorfahrt einräumen sollte. Die Ortsdurchfahrten sind in der Saison meist sehr stark von PKW frequentiert, und nicht immer sind Radwege vorgesehen, so dass hier schon mehr Aufmerksamkeit gefordert ist.
  • Geeignetes Fahrrad: Tourenrad ohne besonderes Profil, bei Gegenwind freut man sich jedoch über eine gute Gangschaltung.
  • Familieneignung: Nicht alle Wege sind frei vom PKW-Verkehr; Kinder und Jugendliche sollten daher im Verhalten im Straßenverkehr erfahren sein. Einschränkungen gibt es (noch) für Familien mit Kinderanhänger, es müssen viele Schafgatter und Barrieren passiert werden, die teilweise zu eng für zweisitzige Kinderanhänger sein können. Man sollte sich also auf einige Umtragungen einstellen, allerdings sind im Zuge der Deicherneuerungsarbeiten vielfach auch die Radwegefuhrten an Schafsgattern erneuert und verbreitert wurden, so dass es auch für Gespannfahrer zunehmend einfacher wird, diese zu passieren.
  • Inlinereignung:: Ja, insbesondere an den erneuerten Deichabschnitten sind die Betonplattenwege oftmals in sehr gutem Zustand (Stand 2016). Allerdings sollte man sich auf die Nutzung der deichinneren Wege beschränken, da ab Anfang April wieder die Beweidung der Deiche durch Schafe beginnt, und die Wege deichaußen dann stark mit Schafskot verschmutzt sind.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Nordseeküsten-Radweg führt im niedersächsischen Abschnitt oftmals wesentlich mehr durchs Landesinnere als direkt an der Küste entlang. Das hat den Vorteil, dass man die Landschaften der Region gut erleben kann, zudem sind auf diesen Wegen viele Sehenswürdigkeiten - unter anderem die kleinen Hafenstädte, die oftmals an Sielen, und nicht direkt am Deich liegen, wie auch die Mühlen - erfahrbar, während man in direkter Deichnähe vor allem eben dies sieht: den Deich. Eine Wegführung auf der Deichaußenseite ist selten vorgesehen, oftmals wird der Weg an der Deichinnenseite geführt, was die Aussichten etwas einschränkt auf der einen Seite der Deich, auf der anderen Seite das landwirtschaftlich genutzte Hinterland. So muss sich jeder Radler eigentlich für jede Etappe neu fragen. ob man lieber die deichnahe, dafür möglicherweise eintönigere Route, oder die mehr landinnere Route vorbei an touristischen Attraktionen wählt. In diesem Reiseführer werden dort, wo die Alternativen für Wikivoyage getestet wurden, jeweils auch die Wege an der Deichaußenseite beschrieben, für alle, die wirklich etwas von Meer sehen wollen (wenn es denn da ist, man bedenke, dass man hier an der Wattenmeerküste fährt).

Folgende Küsten werden umrundet, folgende Landschaften werden durchfahren:

Der niedersächsische Abschnitt endet am Übergang zur Hansestadt Hamburg.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Die hier beschriebenen Etappen richten sich nach der offiziell ausgeschilderten Radroute mit all ihren Abstechern ins Landesinnere. Es ist an vielen Stellen natürlich möglich, diese Strecken abzukürzen, zumeist durch die Wahl einer küstennahen Route bzw. der Fahrt direkt am Deich. Dort, wo entsprechende Alternativrouten bereits für Wikivoyage erprobt wurden, ist deren Länge angegeben. Die vorgeschlagenen Etappen betragen zwischen 50 und 75 km und sind nach geeigneten Übernachtungsorten gewählt, können aber natürlich beliebig verändert werden.

In der Hauptsaison sollte jedoch bedacht werden, das Radler mit Übernachtungswünschen von nur einer Nacht nicht überall die Gäste erster Wahl sind, daher sollte man sich rechtzeitig um eine Unterkunft kümmern, insbesondere wenn man günstige Übernachtungsmöglichkeiten sucht. In den Sommerferien kann es ggf. sogar Radlern mit Zelt passieren, dass sie an einzelnen Campingplätzen abgelehnt werden, ein rechtzeitiger Anruf beim gewünschten Campingplatz kann sinnvoll sein.

Anreise[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

  • Bahn: Bahnhof Emden oder Leer
  • Fähre von Delfzijl (NL)

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nieuweschans (NL) – Emden (51 km)[Bearbeiten]

  • Bunde
  • Weener
  • Bingum
  • Ditzum - Mit der Fähre über die Ems übersetzen
  • Petkum
Über die Verbindungsschleuse (Borßumer Kanal) fährt man nach Emden hinein, biegt dann rechts in die Heilsberger Straße und wieder links in die Thorner Straße ab. Weiter bis zur Jugendherberge, dort rechts abbiegen und am Freibad vorbei zur Kesselschleuse, die - mit Absperrungen versehen - für Gespannfahrer etwas umständlich zu überqueren ist. Direkt nach der Schleuse links und an der nächsten Kreuzung rechts auf den Wall abbiegen. Wer in die Altstadt will, fährt hier geradeaus. Der Radweg führt komplett auf dem Wall außen um die Altstadt herum, wer nur auf dem Track bleibt, bekommt von Emden ansonsten nicht viel zu sehen.
Am Ende des Walls muss man kurz auf den Radweg an der Straße, überquert den Stadtgraben und biegt dann schon wieder rechts ab, dem Verlauf des Stadtgrabens ortsauswärts folgend. Das Gewässer, an dem man nun fährt, wird später zum Larrelter Tief und begleitet einen rund um den "Friesenhügel", eine ehemalige Mülldeponie, bevor man wieder in ein Wohngebiet geführt wird, von wo aus die A31 überquert wird, dann wieder im Zickzack durch Neubaugebiete.

Emden – Greetsiel (49 km)[Bearbeiten]

Im Emder Ortsteil Larrelt etwas merkwürdige Wegführung, da der Nordseeküsten-Radweg mitten ins Dorf zur Mühle hinführt, es aber keine Wegweisung weiter gibt. Im Zweifelsfall einfach der Ausschilderung Richtung Rysum folgen. Über das Logumer Vorwerk geht es weiter oft im Zickzack, mal auf Wirtschafts- oder Ortsstraßen, mal auf straßenbegleitenden Radwegen nach Wybelsum, und von dort auf straßenbegleitendem Radweg zum Sielwerk Knock.
  • Sielwerk Knock
Ab dem Sielwerk Knock kann man - abweichend vom offiziellen Track des Nordseeküstenradwegs - durchgehend bis Greetsiel direkt an der Deichaußenseite fahren. Dafür fährt man nach Überquerung des Siels weiter geradeaus, statt rechts der Wegweisung Richtung Campingplatz zu folgen. Ausgeschildert sind regionale Radwege, aber auch ohne Ausschilderung ist es fast unmöglich, bei Orientierung am Deich den Weg zu verfehlen... Wer sich auf diesen äußerst küstennahen Weg begibt, verpasst allerdings die Orte an der Route (oder muss sich nach Karte orientieren und immer rechtzeitig wieder über den Deich ins Landesinnere). Wechselnde Wege, gelegentlich Schotter, meist betonierte oder asphaltierte Deichwege.
Die offizielle Route führt nach dem Sielwerk wieder ins Landesinnere nach Rysum.
  • Leuchtturm Campen an der Emsmündung. Der Turm ist mit 65,3 Metern der höchste Leuchtturm von Deutschland. Der Stahlfachwerkturm kann bestiegen werden.
Leuchtturm in Pilsum
  • Pilsum - hier steht der auch durch den ostfriesischen Komiker Otto Waalkes bekannte gelb-rote Leuchtturm, der Radweg führt direkt daran vorbei (beide Varianten, die offizielle wie die Alternativroute direkt am Deich.
  • Greetsiel - schöner Fischereihafen, Windmühlen
Die offizielle Streckenführung geht recht windungsreich ins Landesinnere über Upgant-Schott nach Marienhafe und dann wieder im Bogen zurück nach Norden und weiter nach Norddeich.
Auch hier gibt es wieder eine Empfehlung für einen "echten" Küstenradweg, der so zwar nicht ausgeschildert, bei Orientierung am Deich aber wiederum kaum zu verfehlen ist: Man folgt in Greetsiel entweder gleich vom Hafen aus dem Störtebeker-Kanal auf der westlichen Uferseite, oder folgt der bei den Zwillingsmühlen abzweigenden Nebenstraße Richtung Norden, und biegt dann bei der erstmöglichen Gelegenheit zum Deich ab. Nach der Überquerung des Siels am Übergang zum Störtebeker-Kanal kann man durchgehend bis Norddeich auf der Deichaußenseite wie auch auf der Deichinnenseite fahren. Auf dieser Strecke sind es von Greetsiel auf direktem Weg bis Norddeich Mole nur 20 km (statt 47 km, wenn man über Marienhafe fährt), so dass die Etappen Emden - Greetsiel und Greetsiel - Norddeich mit etwa 80 km auch als eine Etappe gefahren werden können.

Greetsiel – Norddeich (47 km)[Bearbeiten]

  • Marienhafe

Norddeich – Jever (76 km)[Bearbeiten]

  • Neßmersiel - Fährhafen nach Baltrum
  • Dornumersiel (siehe auch Dornum)
Skulptur in Neuharlingersiel
  • Jever - Schloss, hist. Stadtbild, bekannte Brauerei(Führungen werden angeboten)

Jever – Varel (78 km)[Bearbeiten]

  • Wilhelmshaven - Maritime Meile, Aquarium, Wattenmeerhaus, Deutsches Marinemuseum, Oceanis, Küstenmuseum, Piratenamüseum, Hafenrundfahrten und Fahrten nach Helgoland - Radweg nun entlang des Ems-Jade-Kanal nach
  • SandeSchloss Gödens, im Stil der holländischen Renaissance erbaut, mit Schlosspark.
  • Dangast - hinter dem Deich zum Siel am Vareler Hafen und weiter ins Landesinnere nach
  • Varel

Varel – Blexen/ Bremerhaven (72 km)[Bearbeiten]

  • SeefeldSeefelder Mühle (Restaurierte und funktionstüchtige Mühle, mit regionalem Kunsthandwerk. Jeden ersten Sonntag im Monat Landfrauenmarkt.
  • Butjadingen - Gemeinde auf der gleichnamigen Halbinsel
  • Blexen - In der Innenstadt vereinigt sich die Route mit dem Weserradweg. Danach nimmt man die Fähre über die Weser. (Fähre Nordenham/Blexen-Bremerhaven)
  • Bremerhaven - Hafenstadt an der Wesermündung, vielfältige Museumslandschaft, Fahrten nach Helgoland (kombinierte Bus- und Schiffsreise)

Bremerhaven – Otterndorf (74 km)[Bearbeiten]

Die Wege sind meist öffentlich, teilweise aber nur für Anlieger. Sie sind daher meist auch asphaltiert.

  • Nordholz -
    • Cappel-Neufeld
    • Spieka-Neufeld
Wattwagen bei Duhnen
→ Anschluss an den Elbe-Radweg
→ Anschluss an den Weser-Radweg
    • Döse (Kugelbake) - Wo am Kurpark der Weserradweg endet und der Elbradweg beginnt, verläuft die Route Richtung Süden.
    • Fährhafen zu den Inseln Neuwerk und Helgoland
→ Anschluss an den Elbe-Radweg, der ab hier an der Nordseeküste bleibt.
Obstplantage im Alten Land

Otterndorf – Stade (61 km)[Bearbeiten]

Beim Passieren der Oste radeln wir in das Alte Land, das für seine gigantischen Obstplantagen bekannt ist.

Stade – Hamburg (43 km)[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

  • Thorsten Brönner: Bruckmanns Radführer Nordseeküsten-Radweg von Leer nach Hamburg. 16 Tagesetappen mit Karten 1:75.000.. München : Bruckmann, 2012 (1. Auflage), ISBN 978-3-7654-5574-2, S. 192. - Preis zwischen 10 und 15 €

Weblinks[Bearbeiten]

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