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Bahntrassenradwege

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Dieser Reiseführer behandelt die touristisch interessantesten Radrouten, die über Bahntrassen stillgelegter Bahnstrecken führen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Eine Besonderheit sind Radwege, die auf den Trassen ehemaliger Bahnstrecken angelegt wurden. Diese Trassen wurden überwiegend schon im 19. Jahrhundert mit sehr günstigem Höhenprofil angelegt, da es den Dampflokomotiven an der nötigen Kraft mangelte, größere Steigungen zu meistern. Dämme, Viadukte, tiefe Einschnitte und Tunnel wurden gebaut, um Berg und Tal auszugleichen. Jetzt profitieren die Radfahrer davon, da die Trassen für flache und komfortable Wege genutzt werden können. Diese Wege werden als Bahntrassenradwege bezeichnet und haben sich in den letzten Jahren zu radtouristischen Zielen entwickelt. Das liegt nicht nur an der meist hohen technischen Qualität solcher Wege, sondern auch an ihrer eigenständigen Streckenführung und Reservierung für Wanderer und Radfahrer. Einige Strecken bieten Eisenbahnromantik mit restaurierten Bahnhöfen, Viadukten, Tunneln und anderen Relikten. Die Strecken sind weitgehend familientauglich. Auch für Inliner und Rollstuhlfahrer sind die Trails eine Empfehlung.

In den USA gibt es die Organisation Rails To Trails, deren Motivation sehr im Erhalt der alten Eisenbahnstrecken besteht. Die Radrouten heißen dann "Greenways", also "grüne Wege". Auf Spanisch sagt man "Vias Verdes" dazu. Der Begriff Greenways umfasst allerdings alle Wege, die "im Grünen" verlaufen, also nicht auf oder neben Autostraßen.

Auf dieser Seite sollen nur solche Strecken aufgeführt werden, die als touristisches Ziel lohnen. Sie haben in der Regel einen Namen, eine entsprechende Ausschilderung und eine Länge von wenigstens 15 km. Bahntrassenwege, die weitgehend dem Alltagsverkehr dienen oder Teil großer Routen (z.B. Weser-Radweg bei Petershagen) sind, werden hier nur ausnahmsweise erwähnt. Radrouten, die neben stillgelegten Bahnstrecken verlaufen, sollten nicht als Bahntrassenradwege bezeichnet werden. Bahnradwege oder Bahnradrouten verlaufen in Nordrhein-Westfalen, nicht aber in Hessen, neben aktiven Bahnstrecken, was einen beinahe jederzeitigen Einstieg in einen Zug ermöglicht. Solche Routen verlaufen dann in der Regel nicht auf stillgelegten Bahntrassen.

Da viele Wege noch recht neu sind oder erweitert wurden, sind die Informationen in der Reiseliteratur oft unvollständig.

Wege in Deutschland[Bearbeiten]

Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Bayern[Bearbeiten]

Der Brückenradweg Bayern-Böhmen kurz vor Selm.

In Bayern wurde eine Schmalspurlokomotive auch als „Bockerl“ bezeichnet, daher Bockerlbahn-Radweg für Bahntrassenradweg.[1]

  • Adalbert-Stifter-Radweg - 25 km ohne größere Anstrengungen zumindest auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Waldkirchen und Haidmühle durch den Bayerischen Wald.(nicht asphaltiert)
  • Bocklweg - 51 km Bahntrassenweg von Neustadt a.d.Waldnaab nach Eslarn im Böhmer Wald
Stahlbrücken führen den Bockerlbahn-Radweg über die Isar
  • Bockerlbahn-Radweg - 27 km von Landau an der Isar nach Arnstorf. Die Landschaft ist leicht hügelig und die Strecke weitgehend asphaltiert. Wenn man in Arnstorf startet, hat man die schönen Isarbrücken als Ziel. Es gibt Anschlüsse an den Isarradweg und an den Vilstalradweg. Die ausgeschilderte Route setzt sich in Arnstorf fort und nach weiteren 20 km ist man in Postmünster.
  • Brückenradweg Bayern-Böhmen - 37 km zwischen den Orten Tröstau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und der Stadt Selb. Die Route geht auf Straßen und Forstwegen noch bis in der Tschechischen Republik.
  • Dampflokrunde - 77 km lange Rundtour im Unterallgäu, die ungefähr zur Hälfte auf Trassen zweier ehemaliger Bahnstrecken verläuft. Von Kaufbeuren Richtung Schongau dient das hergerichtete Bett des Sachsenrieder Bähnles nun den Radfahrern. Von Marktoberdorf nach Lechbruck gibt es weitere asphaltierte 22 km Bahntrassenradweg. Die übrige Strecke besteht aus Verbindungen unterschiedlicher Qualität, meistens aber Landstraßen.
  • Donau-Ilz-Radweg - 55 km lange Strecke von Niederalteich an der Donau durch den Sonnenwald und das Dreiburgenland ins Ilztal bei Kalteneck. Hinter dem Ort Hengersdorf 41 km durchgängig auf der alten Bahntrasse. Ab Tittling ist die Decke nur noch wassergebunden, vorher meist Feinasphalt. Die hügelige Landschaft bietet ein schönes Panorama. [2]. Nach Osten setzt sich der Wag als Adalbert-Stifter-Radweg (s.o.) fort.
  • Donau-Regen-Radweg · 39 km - Bahntrasssenradweg von Miltach (Abzweig Regental-Radweg) nach Bogen an der Donau.
  • Falkenstein-Radweg - 40 km langer Weg, der in Regensburg vom Donau-Radweg abzweigt und nach Falkenstein führt. Während die Anbindung in Regensburg straßennah verläuft, wird die Route ab Gonnersdorf immer grüner und waldiger. Beim Belag ergibt sich ein Wechsel zwischen Asphalt, feinem Splitt und geschotterten Forstwegen mit zum Teil deutlichem Bewuchs (ungefähr jeweils ein Drittel). Über Falkenstein thront eine Burg als Ziel.
  • Gaubahn-Radweg · gute, 27 km lange Verbindung vom Main-Radweg bei Ochsenfurt zum Radweg "Liebliches Taubertal" bei Röttingen. Die Sehenswürdigkeiten liegen allerdings im Maintal oder an der Tauber, so dass man den Gaubahnweg in eine größere Tour einbinden sollte. Über die Tauber, die wieder in den Main fließt, sind größere Runden möglich.
  • Schambachtalbahn-Radweg - laut Schautafeln vor Ort 36 km, tatsächlich aber 42 km lange Route zwischen Ingolstadt an der Donau (Donau-Radweg) und Riedenburg im Altmühltal (Altmühltal-Radweg). Bis Altmannstein ist die Strecke asphaltiert, anschließend gibt es Sand und Schotter. Die erst von Feldwirtschaft geprägte, eher flache Landschaft wird zunehmend abwechslungsreicher und es gibt die eine oder andere Felsformation im enger werdenden Tal zu bewundern. Der Abschnitt von der Donau bis zum Hauptbahnhof Ingolstadt kann ruhig ausgelassen werden. Um so lohnender ist es, am anderen Ende ein Bisschen in das Altmühltal hinein zu schnuppern.
  • Der Rotmain-Radweg verläuft zwischen Bayreuth und Kulmbach auf der Trasse des Thurnauer Bockerls. Die Streckenqualität (steil und unbefestigt) lässt allerdings zu wünschen übrig.

Brandenburg[Bearbeiten]

Hessen[Bearbeiten]

Das Reiherbachtalviadukt ist jetzt Radweg (Ederseebahn)
  • Ederseebahn-Radweg - 26 km langer asphaltierter Radweg von Korbach bis Edertal-Buhlen nordöstlich des Edersees.
  • Bahnradweg Rotkäppchenland - attraktive 36 km Tour von der Schwalm bis Oberaula im Knüll.
  • Kegelspielradweg - regionales Pendant zum Milseburgradweg (allerdings ohne Tunnel). Der Bahntrassenradweg führt landschaftlich schön durch das "hessische Kegelspiel" (die Kuppenrhön).
  • Milseburgradweg - bekannteste Regionalroute in Osthessen aufgrund des Radtunnels und der landschaftlich sehr schönen Mittelgebirgslandschaft an der Milseburg.
  • Ulstertal-Radweg - hier gibt es noch einen Fluss dazu. Man hat Anschluss an den Kegelspielradweg und den Milseburgradweg. Zusammen mit dem Abschnitt Almendorf - Hünfeld des Haunetal-Radweges ergibt sich eine knapp 90 km lange, sehr attraktive Runde durch die hessische Rhön (Route: Hünfeld - Wenigentaft - Hilders - Almendorf - Hünfeld).
  • Vulkanradweg - Deutschlands zweitlängste Strecke. Über 60 km allein auf alten Trassen, ergänzt durch weitere 30 km Verbindungswege.
  • Weiltalweg - Der untere Abschnitt zwischen Weilmünster und der Lahn bei Weilburg ist ein ausgebauter Radweg auf der ehemaligen Bahnstrecke Weilburg − Gräfenwiesbach.

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]

Niedersachsen[Bearbeiten]

  • Ostfriesland-Wanderweg - knapp 70 km Wanderweg von Leer über Aurich nach Bensersiel an der Nordseeküste, der aber teilweise auch geradelt werden kann. Die Qualität der Strecke unterliegt starken Schwankungen, wobei man sich auf Grund der Länge der Strecke die besten Abschnitte aussuchen kann. Der Wanderweg verläuft nicht immer auf der gleichen Trasse wie der Bahntrassenradweg, der nicht eigenständig ausgeschildert ist.
  • Skulpturenweg Lamspringe - Infos

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

Abschnitt des Sauerlandradrings mit Blick auf die Berge

Im westlichen Bundesland wird gerne der Begriff "Alleenradweg" für die Strecken verwendet.

  • Bergischer Panorama-Radweg - 133 km lange, neu zusammengefügte Strecke im Bergischen Land und damit jetzt die längste deutsche Bahntrassenroute (ca. 90 km auf Bahntrassen). Beginnend in Hattingen an der Ruhr mit der inoffiziellen Kohlenbahntrasse trifft die Strecke auf die Wuppertaler Nordbahntrasse. Weitere "Trassen" folgen. Ende der Route ist in Olpe am Biggesee.
  • Panoramaradweg Niederbergbahn - Der Panoramaradweg Niederbergbahn bietet zwischen Essen-Kettwig (Ruhrtal-Radweg) und Oberdüssel knapp 23 km Radelspaß. Der Ausbau der alten Bahntrasse erfolgte mit einer asphaltierten Oberfläche von drei Meter Breite. Der durchgehend ausgeschilderte Radwanderweg nutzt 16 Brücken und drei große Viadukte. Es schließt sich eine Verlängerung bis zum Bergischen Panorama-Radweg in Solingen an, die aber meist auf Landstraßen verläuft und auch recht hügelig ist.
Eine alte Eisenbahnbrücke über die der Pengel-Anton-Weg (hier mit Möhnetalradweg und Kaiserroute) führt.
  • Pengel-Anton-Radweg - von Soest zum Möhnesee, dann entlang der Möhne über Belecke nach Brilon. 54 km auf einer der ältesten (z.T. 1975?) Strecken durch Feld und Wald, später leider ca. 10 km direkt neben der B 516 und der B 480. Ausgeschildert ist die Route von Soest aus erst als R 43, ab dem See als Möhnetal-Radweg.
  • RadBahn Münsterland - von Rheine im Münsterland nach Lutum bei Coesfeld sind es knapp 40 km auf Feinasphalt. In Darfeld, bekannt auch durch Schloss Darfeld, kreuzt der Europaradweg die Strecke. Die Landschaft ist eben und die Strecke fast gerade. In Rheine entsteht [2017] eine Verbindung zur Ochtrupper Bahntrasse mit weiteren 23 km Strecke.[3]
  • Sauerlandradring - 124 km lange Acht mit 50 km Bahntrassenanteil, die fast am Stück geradelt werden können. Der Rest der Route verläuft leider weitgehend neben Bundesstraßen.

Rheinland-Pfalz[Bearbeiten]

Nicht nur die normalen Radrouten, sondern auch die Bahntrassenradwege haben hier eine bautechnisch hohe Qualität.

Der linke Tunnel für den Ahr-Radweg
  • Ahr-Radweg - inklusive Alternativstrecken 79 km langer Flussradweg, der aber ca. 40% Bahntrassen verwendet. Im Bereich Altenahr-Mayschoß wird das ehemalige zweite Gleis der Ahrtalbahn genutzt. Man radelt also neben den fahrenden Zügen durch die Bahnhöfe.
In Ochtendung geht es los - noch neben der Trasse
  • Enz-Radweg − 43 km lange, asphaltierte Strecke von Pronsfeld im Prümtal nach Holsthum wieder im Prümtal. Davon die ersten 23 km Bahntrassenradweg bis Neuerburg mit zwei Tunneln von 117 m und 125 m Länge. Um vom Tal wieder in das gleiche Tal zu gelangen, muss man über Berge und die Strecke hat einige anhaltende Steigungen. Die Strecke eignet auch gut, um die schwierigen Abschnitte des Prümtal-Radweges zu umgehen.
  • Eifel-Ardennen-Radweg − 29 km (+9km Vennbahn) in der Eifel von der alten Abteistadt Prüm bis nach Steinebrück an der deutsch-belgischen Grenze, anschließend Fortsetzung als Linie 46 und dann Vennbahn (siehe unten) nach Sankt-Vith in Belgien. Bei Bleialf erspart der 400 m lange, beleuchtete Bleialfer Tunnel den anstrengenden Umweg über den Himmesberg. Bleibt zu erwähnen, dass man im Prümtal auf der Bahntrasse noch weiter bis Waxweiler radeln kann
Maare-Mosel-Radweg mit Pfosten bei Platten nahe Mosel
  • Maare-Mosel-Radweg – 55 km durch die Eifel von Daun nach Bernkastel-Kues an der Mosel
  • Maifeld-Radwanderweg - 21 km von Ochtendung nach Münstermaifeld in der Region Maifeld, asphaltiert und bis auf einen Kilometer auf einer Bahntrasse. Der Weg stammt von 1989 und ist daher nur 2,5 m breit. Beim ehemaligen Bahnhof Polch, der jetzt als großes Restaurant mit Biergarten ausgebaut ist, zweigt eine Anbindung nach Mayen ab und endet dort am Regionalbahnhof Ost. Eben diese Abzweigung bietet zwei Viadukte und zwei Tunnel sowie ein Panorama. An der Hauptstrecke sorgen einige Skulpturen für Abwechlung.
  • Ruwer-Hochwald-Radweg - 49 km mit geringem, aber stetigem Anstieg von der Mosel zum Hochwald, 505 hm hinauf, 95 hm hinab. Bahntrassenradweg von Trier-Ruwer über Kell nach Hermeskeil
  • Schinderhannes-Radweg − 37 km lange Strecke auf Asphalt im Hunsrück, von Emmelshausen nach Simmern. Bahn- und Fahrrad-Freizeibusse verbinden die Route.

Saarland[Bearbeiten]

  • Bliestal-Radweg - 23 km von Blieskastel über Reinheim an der deutschen Grenze nach Folpersviller in Lothringen auf gutem Asphalt mit einer Breite von 3 Meter. Die alten Bahnhöfe sind noch gut erhalten. Es gibt eine Anbindung nach Sarreguemines, wobei man nur bis zur Bushaltestelle den aufgemalten Radwegweisern (andere gibt es nicht mehr) folgen sollte. Hier sollte man rechts abbiegen und dann links am Cora-Markt dem Radweg, wie in OpenStreetMap eingezeichnet, folgen. Der 16 km lange deutsche Teil hat auch den originellen Namen Freizeitweg.

Sachsen[Bearbeiten]

ehem. Haltepunkt Normannstein bei Treffurt am Werra-Unstrut-Radweg. Dieser Abschnitt ist für Bahnnostalgiker.
  • Vogtland-Radweg - Die Fahrt von Falkenstein nach Oelsnitz kann von Radlern komfortabel absolviert werden. 23 km lang und mindestens 2,5 m breit ist der Weg durch das hügelige Vogtland, der auch zwei Talsperren verbindet. Ausgeschildert als "Radweg Falkenstein - Oelsnitz" endet der Radweg bei Oelsnitz an einer belebten Staatsstraße ohne Radspur. Die letzten 4 km sind sehr hügelig (10% Steigungen ausgeschildert), da die ehemalige Bahntrasse kaum genutzt wird und die Brücken abgerissen wurden. In Oelsnitz besteht über Ortsstraßen eine Anbindung an den Elster-Radweg.

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

  • Zuckerbahn-Radweg - ca. 38 km langer, noch im Ausbau befindlicher Bahntrassenradweg, der 2016 zumindest in Sachsen-Anhalt fertiggestellt wurde. In Camburg(Thüringen) soll ein Anschluss an den Saale-Radwanderweg erfolgen und in Zeitz an den Elster-Radweg.(Link)

Thüringen[Bearbeiten]

  • Feldatal-Radweg - 46 km langer Flussradweg entlang der gar nicht so langen Felda. Die asphaltierte Bahntrasse schlägt gerade ein Mal die 15km-Marke, aber der Rest der Route hat auch Niveau.
  • Mommelstein-Radwanderweg - der Bahntrassenabschnitt ist mit 12 km sehr kurz und recht steil (bis 5%). Sollte die Strecke ein Mal bis zum Rennsteig ausgebaut werden, dann wäre dies eine der schönsten Strecken Deutschlands. Im Moment eher ein Abstecher vom Werratal-Radweg.
  • Unstrut-Werra-Radweg - dieser Verbindungsradfernweg ist auf vielen Abschnitten auf ehemaligen Bahntrassen angelegt.

Wege in Belgien[Bearbeiten]

Lokomotive und Radweg Ligne 38 im Zentrum von Aubel

Das kleine Land ist bemüht, alle stillgelegten Bahnstrecken in Radwanderwege um zu wandeln. Die Radler fahren entsprechend auf nummerierten (Bahn-)Linien (lignes). Verantwortlich für den Erhalt der Bahntrassen ist der 1996 in Namur gegründete Verein Chemins du Rail.[1]

  • RAVeL 5 Ligne 38 - 38 km führt diese Strecke von Lüttich über Herve nach Hombourg (bei Aachen). Es wird immer ländlicher und die anfangs sehr guten Wege schlechter. Die Ausschilderung als Reitweg sorgt für Dung.
Kilometerstein am RAVeL-Radweg Linie 126. Bahntrassenradwege haben öfter eine Kilometrierung
  • Vennbahn - Von Aachen über Sankt-Vith nach Troisvierges. 125 km lange Paradestrecke, die Deutschland, Belgien und Luxemburg verbindet. Sie ist nicht nur gut ausgebaut, sondern bietet auch die Landschaft des Hohen Venn.
  • RAVeL Ligne 45 - gehört zu den Abzweigungen der Vennbahn, kann aber auch gut allein bestehen. 21 km guter Asphalt verbinden Trois-Points und Waimes. Höhepunkte der Strecke sind die Orte Stavelot und Malmedy sowie zwei Tunnel, die ganzjährig offen sind. Der neuen Radwegenummerierung zu Folge setzt sich die Strecke als Nummer 8 noch bis Losheim (D) fort. Diese Fortsetzung ist ebenfalls asphaltiert und trägt auch die Bezeichnung Linie 45A. In Deutschland folgen weitere 18 km nach Jünkerath als Teil des Kylltal-Radweges.
  • RAVeL Ligne 150 - verbindet die Maas nördlich von Dinant mit der Sambre, die in Namur der Maas zufließt. Die bergige Strecke ist mit Feinasphalt gut ausgebaut und bietet schöne Landschaft im engen Tal der Molignée mit ein paar Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Abtei von Maredret. 3 Tunnel, davon einer mit 283 m Länge (Denée-Tunnel) müssen durchfahren werden. Kurz vor dem Ende, wenn man Richtung Sambre radelt, wartet noch ein Badesee. Gesamtlänge immerhin 36 km. 8 km werden von Fahrraddraisinen begleitet.
  • RAVeL Ligne 163 - obwohl nicht weit von der Vennbahn, besteht keine direkte Verbindung zu dieser. Die Strecke bietet 27 km Feinasphalt von Bastogne bis fast nach Gouvy, wo noch eine aktive Bahnlinie verkehrt. Es zweigen 2 weitere Trassen nach Houffalize (recht tief im östlichen Urt-Tal) und Wiltz (LUX) ab, so dass ungefähr 55 km landschaftlich schöne Strecke durch die Ardennen auf den Radler warten. Die knapp 20 km lange Strecke Wiltz - Bastogne (Piste cyclable de la Wiltz) besticht durch 4 Tunnel. Bastogne-Wiltz.pdf

Wege in Dänemark[Bearbeiten]

Bryrupbanestien

Unsere Nachbarn im Norden haben Banestien und diese Webseite auch auf Deutsch: railtrails.dk. Die Gesamtlänge der ausgebauten Wege beträgt ungefähr 1250 km, womit das kleine Land eine Spitzenposition einnimmt.[2]

  • Bryrupbanestien - ca. 61 km asphaltierte Strecke von Horsens über Bryrup nach Silkeborg in Jütland. Die Naturlandschaft ist von Wäldern, Wiesen, Feldern und Seen geprägt. Dieser Abschitt ist auch als Route 31 ausgeschildert. Wer Lust auf mehr hat, kann die Reise auf der Route 29 von Silkeborg nach Langå fort setzen. Auf weiteren 38 km dominieren eher Felder die noch ein Mal einsamere Landschaft. Mit knapp 100 km Länge egibt sich eine der längsten Asphaltstrecken in Europa. Die Breite ist allerdings nur 1,50 m, ergänzt durch einen Grasstreifen, der Servicefahrzeugen dient. Zwischen Bryrup und Vrads ist der Trassenradweg für ca. 4 km unterbrochen, da eine Museumsbahn die hier noch vorhandenen Gleise nutzt. Der (Museums-)Bahnhof Vrads bietet ein gastronomisches Angebot.

Wege in Frankreich[Bearbeiten]

Auch in Frankreich verlaufen viele Radwege auf den Spuren alter Bahntrassen. Sie sind häufig als Voie Verte (etwa: „Grüner Weg“) ausgeschildert, womit die Verkehrsfreiheit und der unabhängige Verlauf gemeint sind.

  • Axe Vert de la Thiérache - 37 km Asphalt quer durch die Thiérache, eine Hecken- und Wiesenlandschaft in der Picardie, die von der jungen Oise durchflossen wird. Starten in Hirson und man landet im Kleinstädtchen Guise. Die Strecke ist Abschnitt des EuroVelo 3 und es gibt ab Hirson eine Verbindung zur Sambre in Maubeuge. Ein Teil dieser Verbindung ist ebenfalls ein Bahntrassenradweg ("Voie Verte de l'Avesnois"), der allerdings keine gute Decke hat (matschig, nicht asphaltiert).
  • Veloroute du Calavon - Über 30 km durch das Tal des Calavon (Fluss). Von Beaumettes nach Les Gaudins über Apt in der Vaucluse ist die Strecke jetzt durchgehend asphaltiert. Ca. 10 km sind straßenbegleitend zur D 900, der Rest präsentiert sich eher als richtige Voie Verte durch den Parque Naturel du Luberon (Regionaler Naturpark Luberon). Attraktion ist das Radeln über eine römische Steinbogenbrücke aus dem Jahr 3 v. Chr., der Pont Julien. Die Veloroute soll weiter ausgebaut werden und ist Teil des EuroVelo 8.
  • Chemin Vert - Warum immer „Voie“?! Die Stadt Vesoul in der Franche-Comté nennt ihren Radweg „Chemin“, also auch „Weg“. Die Strecke führt erst durch Wälder, dann Felder und ist insgesamt 38 km lang, wobei die letzten 14 km etwas verteilt sind und teilweise nicht die alte Bahntrasse nutzen. Endstation des letzten Abschnittes ist in Devecey. Nordwestlich von Vesoul gibt es noch einen weiteren kleinen Bahntrassenweg mit 8 km Länge („La Trace du Courlis“). Die zusammengefassten Strecken verbinden das Doubs-Tal mit der Karl-Der-Kühne-Route, die allerdings weiter westlich sowieso am Doubs eintrifft. Die technische Qualität des Chemin ist etwas besser und man erreicht nach weiteren 12 km Besançon.
Parcours du Littoral mit origineller Ausschilderung - „Tronçon“ bedeutet „Abschnitt“
  • Parcours Cyclable du Littoral - mehr als 50 km (mehr als 90 km auf OSM), nur teilweise asphaltierter Radweg mit Mittelstreifen von Toulon nach Fréjus an der Côte d’Azur. Die Strecke verläuft leider oft straßennah durch eine dicht besiedelte Gegend (Großraum Marseille). Das Meer sieht man nur hin und wieder und die Ausschilderung ist sehr spärlich. Der Parcours besteht aus vielen, sehr unterschiedlichen Abschnitten, die nicht immer zusammenhängen. Dort, wo es am schönsten (z.B. in Rayol-Canadel-sur-Mer) ist, ist die Wegequalität am schlechtesten. Es gibt mindestens zwei Tunnel.
Wasserspender am Bahntrassenradweg Mâcon - Chalon
  • Voie Verte de Bourgogne du Sud (Südburgund-Radweg) - 74 km von Mâcon über Cluny nach Chalon sur Saône. Die Nutzung der Trasse ist zwischen Cluny und Mâcon mehrfach für ein kurzes Stück unterbrochen, da der TGV in diesem Bereich die alte Trasse nutzt oder quert. Sie ist dennoch einer der längsten durchgehenden Bahntrassenradwege, die dem Radler das Burgund mit seinen Weinbergen näher bringt. Der Tunnel von Bois Clair, der nach Einstellung des Bahnbetriebs auch der Zucht von Champignons diente, ist mit einer Länge von 1,6 km der längste Fahrradtunnel Frankreichs. Der Weg stellt eine Alternative zur Voie Bleu (Saône-Radweg) dar, da Start und Ziel an der Saône liegen. Die gut ausgebaute Strecke reicht allerdings nicht ganz bis nach Mâcon, sondern endet in Charnay. Der Weg setzt sich dort in Schotterqualität fort.
  • La Voie Verte des Hautes Vosges - ca. 54 km von Cornimont über Remiremont nach Bussang in der Nähe der Moselquelle (empfiehlt sich daher als Beginn einer Mosel-Tour). Verläuft komplett auf der alten Trasse und bietet die Landschaft der Hohen Vogesen mit 2 Flusstälern.
  • Via Verde de Gaves - knapp 20 km gut asphaltierte Strecke durch ein Pyrenäental mit normalerweise schneebedeckten Gipfeln vom Wallfahrtsort Lourdes nach Pierrefitte-Nestalas. Dort Fortsetzung auf Schotter und Splitt nach Cauterets. Dieser zweite Abschnitt ist 9 km lang, bis zu 5 % steil und fährt sich besser mit einem MTB. Hier muss auch ein 214 m langer Tunnel durchfahren werden. Im April 2016 gab es eine Sperrung und Umleitung über die verkehrsreiche Landstraße. Die Sperrung kann umgangen werden (nicht getestet). Es gibt wenigstens 2 Wasserfälle. Die erste Strecke ist gut ausgeschildert und informiert durch kleine Schautafeln. Einige haben einen unteren Abschnitt in Braille-Schrift.
  • Voie Verte de Mios à Bazas - 76 km von Mios in der Nähe von Arcachon an der Atlantikküste nach Bazas auf Asphalt in Aquitanien. Es gibt noch einen Abstecher nach Roaillan, der auf der gleichen alten Trasse verläuft. Die Strecke leidet an einem Mangel an Höhepunkten, im doppelten Sinne des Wortes. Es scheint noch nicht ein Mal Barrieren zu geben. Die Landschaft gehört zum Naturpark der Landes de Gascogne.
  • Voie Verte Passa Pais - 72 km von Bédarieux (nördlich von Béziers) nach Mazamet durch das hohe Languedoc. Asphalt gibt es nur in den acht Tunneln, auf den ebenfalls nicht seltenen Viadukten sowie auf Abschnitten, die die Bahntrasse nicht nutzen. Der meist feine Splitt ist sehr gepflegt und es mangelt nicht an Schildern. Eine maximale Steigung von 15% sorgt für einen Schweißausbruch. Anschließend gibt es eine Vollsperrung, die umfahren werden muss.
Guter Blick auf das Dorf Aillac vom Viadukt (Promenade Perigord)
  • Piste cyclable Roger Lapébie - 46 km Strecke von Bordeaux nach Sauveterre de Guyenne mit einem Tunnel. Die recht grüne Landschaft wird weniger von Reben (Weinanbaugebiet: Entre deux mers) als vielmehr von Wiesen und Wäldern geprägt. Einige Dörfer an der Strecke sind sehenswert. Im Frühjahr 2015 werden die Bauarbeiten zur Erneuerung der Asphaltdecke abgeschlossen sein.
  • Promenade cyclable du Lac d’Annecy - 36 km asphaltierte Voie Verte von Annecy nach Ugine, entlang der westlichen Seeuferpromenade. Anschließend mögliche Fortsetzung über die Veloroute V62 durch das Tal des Arly nach Albertville.
  • Promenade Périgord - ca. 20 km asphaltierter Radweg von Sarlat nach Peyrillac im Périgord. Bei Aillac muss man links abzweigen, um in den Genuss der langen Alternative zu gelangen. Radelt man dagegen geradeaus, endet die Strecke nach Überquerung der Dordogne auf einem alten Viadukt in Groléjac. Die Hauptstrecke bietet auch einen ca. 200 m langen Tunnel sowie weitere Brücken. Die Ausschilderung erfolgt durch lokale Wegweisung und in Sarlat gibt es eine Schautafel. Trotz reger Nutzung fehlt es der Route an Anschlüssen.

Wege in Italien[Bearbeiten]

Pista ciclabile östlich von Arma di Taggia

Ein fertig gestellter Bahntrassenradweg hat in Italien immer einen Mittelstreifen. Recht beeindruckend ist auch die Tunneldichte auf den meisten Wegen.

  • Ciclovia Valle Brembana - im tiefen Tal des Brembo in der östlichen Lombardei verläuft ein 22 km langer Radweg mit 12 Tunneln. In Zogno ist der Start gleich neben einem großen Parkplatz. Anschließend müssen 12 Tunnel durchfahren werden, bevor man in Piazza Brembana eintrifft. Leider verläuft der Radweg recht straßennah, so dass er nicht als "grüner Weg" gelten kann.
  • Langer Weg der Dolomiten (ital. Lunga Via delle Dolomiti) - 62 km lang. Beginnt in Calalzo di Cadore, führt über Cortina d'Ampezzo und endet in Toblach. Zwischen Cimabanche und Toblach ist der Weg nicht offiziell und die Wegequalität sehr schlecht (z.T. Bachbett). Es gibt allerdings einen Shuttle Bus.
Viadukt des Pontebbana Radweges mit anschließendem Tunnel
  • Pontebbana-Radweg - grob parallel zur neuen Bahnstrecke verläuft die 48 km lange Paradestrecke auf der alten Trasse von Tarvis über Pontebba nach Moggio Udinese. Im alpinen Tal von Friaul-Julisch Venetien fließt der zunehmend wasserreichere Fluss namens Fella. Der Radler passiert ca. 18 Tunnel von 20 und zahlreiche, zum Teil eindrucksvolle Viadukte. Die zwei nicht ausgebauten Tunnel müssen umfahren werden, der längste Tunnel misst 950 m und ist recht spärlich mit Sensor-gesteuerten LED beleuchtet. Eine Taschenlampe kann nützlich sein, eine gute Lichtanlage ist ein Muss. Ebenfalls im Tal und nicht so schön ist die Autostrada Alpe-Adria. Gut ausgeschildert ist die Strecke als Teil des Alpe-Adria-Radweges. Es sieht so aus, als ob die Strecke nach Carnia fort gesetzt werden wird, wo sich auch ein Bahnhof befindet, den man für eine Rückfahrt nach Tarvis nutzen kann. Man kann auch in Kranjska Gora starten und den Radweg auf der Trasse der ehemaligen Rudolfbahn nutzen. Die zahlreichen, teilweise sehr guten Unterkünfte in dem slowenischen Wintersportort sind im Sommer günstiger als die Konkurrenz in Italien.
ehem. Stazione Necropoli - Pantalica
  • Pista ciclabile delle Valle d'Anapo - in Sizilien von Cassaro zur SP28 unterhalb von Sortino kann im Tal des Flüsschens Anapo auf eine 10 km langen, vermutlich geschotterten Strecke im Bereich des Naturparks Valle d'Anapo / Pantalica geradelt werden, die prähistorischen Nekropolen von Pantalica liegen allerdings nicht an der ehemaligen Bahnstrecke, zu ihnen muss auf einem Wanderweg aufs Hochplateau aufgestiegen werden. Die Strecke setzt sich nach Westen fort, wobei die Wegequalität unbekannt ist.

Wege in Luxemburg[Bearbeiten]

Attert Linie bei Eischen mit Einschnitt
  • PC 2 Echternach - Luxemburg - bietet 40 km landschaftlich schöne Strecke über Land und Dörfer wie Eschweiler. Der Bahntrassenanteil liegt nur bei 50 %. Höhepunkte sind ein Tunnel und eine Schlucht(Canyon), die ganzjährig durchfahren werden können. Schattenseiten sind mehrere (Dauer-?)Baustellen, die zu Umleitungen führen, sowie ein längerer Landstraßenabschnitt im mittleren Teil der Route.
  • Piste cyclable de l'Attert (PC12) - mit 53 km Länge und Asphaltqualität beeindruckt dieser Weg auf der Trasse der Prinz-Heinrich-Eisenbahn im Südwesten des Landes. Los geht es in Boevange und endet in Linger nahe der französischen Grenze. Bei Hobscheid muss man durch einen 690 m langen Tunnel. Bei den zahlreichen Ortsdurchfahrten wird die Trasse meist nicht genutzt.

Wege in Österreich[Bearbeiten]

Stillgelegte Bahnstrecken in engen Tälern werden rasch für Straßen oder Infrastruktur genutzt, da das Land in den Tälern knapp ist. Das Resultat ist ein geringes Angebot an Radwegen.

  • Hintergebirgsradweg - ca. 30 km auf den Spuren einer Waldbahn von Reichraming am Rande des Nationalparks Kalkalpen bis zum Biwakplatz Weißwasser. 14 Tunnel und über 30 Brücken in einer Schlucht mit Wasserfällen entschädigen für die teilweise mäßige Wegequalität und Steigungen. Die ehemalige Bahnstrecke ist nicht immer erkennbar. Die ersten Kilometer bis Anzenbach sind asphaltierte Straße. Danach kommt eine zuerst recht breite Schotterstraße, die aber nach dem Waldlokal "Große Klause" schmaler wird. Ein Teil der Strecke wird auch von Kfz. genutzt. Mountainbiker können auf immer steileren Wegen weiter über den Hirschkogelsattel radeln und im Rahmen der ausgeschilderten Rundtour nach Anzenbach zurück kehren, wobei ein weiterer, ca. 9 km langer Abschnitt der Waldbahn genutzt wird. Angesichts des anspruchsvollen Höhenprofils ist gute Kondition oder ein Elektromotor erforderlich. Die Rundtour ist ca. 50 km lang.[4]
  • Steyrtal-Radweg - knapp 20 km von Grünburg nach Klaus an der Pyhrnbahn durch das Tal der Steyr. Durchgehend asphaltiert und als R8 ausgeschildert. Die südliche Hälfte ist straßenbegleitend zur Bundesstraße 138. Die Gesamtlänge der Route ist 39 km.

Wege in Portugal[Bearbeiten]

Ecopista Dão: Bodenwellen für schnelle Radler

Im westlichsten Land Europas gibt es einige Ecopistas ("Umweltwege"), die sowohl lang als auch asphaltiert sind. Das portugiesische Wort Rama bedeutet Ast und Ramal dann soviel wie Stichbahn.

  • Ecopista Ramal do Dão - 49 km Premium-Radweg von Viseu nach Santa Comba Dão. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert, wobei der Asphalt erst meistens ziegelrot, dann grün und zuletzt blau ist. Alles ist sehr gepflegt, gleich mehrere Bahnhöfe bieten eine Gastronomie. 2 Tunnel erwarten den Radler. Die Region Dao nordöstlich von Coimbra ist nach dem gleichnamigen Fluss Rio Dão benannt und für ihre Weine bekannt. Die Landschaft bietet eine reichhaltige Flora mit verschiedensten Baumarten, ist aber auch dicht besiedelt. Der Fluss begleitet den blauen Abschnitt. (Link Ecopista Dao)
Verlassener Bahnhof Codecoso an der Ecopista Tamega, gerne fotografiert
  • Ecopista Linha do Corgo (nicht fertig) - ca. 61 km von Peso da Regua im Douro-Tal über Vila Real nach Pedras Salgadas. Nur die nördlichen 22 km sind asphaltiert, ansonsten ist die Strecke sandig oder gar nicht ausgebaut (Mountainbiker haben hier mehr). Sollte die Strecke ein Mal fertig werden, hätte man eine schönen Weg, um den Alto Douro zu erkunden. Statt einfacher Barrieren gibt es unbewegliche Mauern, die man kaum übersehen kann. Die Wikipedia hat einen Artikel zur Strecke: Linha do Corgo
  • Ecopista do Tâmega - ca. 40 km von Amarante über Celorico de Basto nach Arco do Baulhe. Die Strecke ist anfangs sehr breit ausgebaut und hat sogar Beleuchtung. Nach ca. 10 km kommt ein Abschnitt mit wassergebunder Decke von 5 km Länge, danach wieder Feinasphalt. Vor Gatão gibt es einen Tunnel. Der Rio Tâmega, in dessen grünem Tal die Strecke verläuft, ist ein Nebenfluss des Douro und gibt auch dem Gebiet seinen Namen. Es gibt ein paar Weinberge, ansonsten viel Natur. Der ehemalige Bahnhof von Celorico de Basto, einer von vielen kleinen Bahnhöfen, ist als Jugendherberge neu ausgebaut. Zahlreiche Barrieren trüben den Genuss.

Wege in Slowenien[Bearbeiten]

  • Rudolfbahnradweg - schöne, 38 km lange Strecke durch die meist waldige Landschaft der Oberkrain von Tarvis (Pontebbana-Radweg) über Kronau nach Jesenice. Knapp 10 km verlaufen in Italien, in Slowenien gehört die Strecke zur Route D-2.

Wege in Spanien[Bearbeiten]

"den Fluss nur kreuzen, wenn dieser das erlaubt" (Via Verde del Aceite), Olivenhain rechts

Für einen Wochenendausflug etwas weit, aber wer einen Urlaub im Frühjahr auf der iberischen Halbinsel plant, sollte vielleicht das Rad einpacken. Viele Wege verlaufen durch trockene Gebirgslandschaften und sind nicht so grün, wie man es von einem grünen Weg erwarten würde. Bei Ausschilderung, Verkehrsfreiheit und Wegequalität müssen Abstriche gemacht werden. Neue Wege werden gebaut und die alten verfallen.

  • Vía Verde del Aceite - der 120 km lange Weg des Öls führt von Jaen nach Puente Genil durch die Olivenhaine des größten Anbaugebietes der Welt. Er ist überwiegend asphaltiert (in leider sehr geringer und wechselnder Qualität) und bietet sehr viele imposante Metallbrücken, die mehrheitlich historische Meisterwerke der Ingenieurkunst darstellen. Ergänzt werden die alten durch neue, kaum einfachere Brücken. Der noch recht neue Autovia Jaen - Cordoba wird auch mehrfach überbrückt. Die Strecke bietet 3 Tunnel, der östlichste in Torredelcampo hat eine Länge von 340 m. Der westliche Abschnitt heißt auch Via Verde de la Subbética.
Deutsche Lokomotive in Puente Viesgo
  • Via Verde de Ojos Negros - der Weg zu den Minen von Ojos Negros bei Teruel ist der längste in Europa (ca. 160 km). Los geht es vor den Toren von Sagunt (nördlich Valencia an der Küste) und dann durch die Sierra.
  • Via Verde del Pas - 34 km von Ontaneda nach El Astillero bei Santander in Kantabrien auf der Trasse einer ehemaligen Bäderbahn. Dieser Weg führt tatsächlich durch eine grüne Hügellandschaft und ist weitgehend asphaltiert (in Spanien eine Ausnahme). Es gibt ein paar Lücken, wo man den Anschluss mangels Ausschilderung selbst finden muss. Die Kurorte Puente Viesgo und Ontaneda oder die Ria de Solia (ein sumpfiger Graben mit viel Schlamm und Vegetation) sind sehenswert. Im Bereich El Astillero kreuzt ein weiterer "inoffizieller" Bahntrassenradweg auf der Trasse einer ehemaligen Erzbahn der Compania Ontaneda, so dass man bei Hin- und Rückfahrt unterschiedliche Varianten radeln kann. Die Alternativstrecke leidet unter einem archeologischen Schutzgebiet, wo die Strecke für ca. 1km recht steinig ist.
Tunnel auf Tunnel beim Via Verde de la Sierra in Andalusien
  • Via Verde de la Sierra - diese 36 km lange Strecke in Andalusien, die von Puerto Serrano nach Olvera führt, hält mit 30 den Rekord an Tunneln. Kaum wird es hell, muss man schon wieder das Licht einschalten. Wassereinbrüche in den Tunneln. Erdrutsche nach Regengüssen sowie eine teilweise schlechte Oberfläche bilden das Abenteuerrisiko der Gebirgstour.
  • Vía Verde de la Val de Zafán - verläuft mit einer Länge von etwa 46 km auf der Trasse einer ehemaligen Bahnlinie von Alcañiz in Aragonien zum ehemaligen Bahnhof Arnes-Lledó (Landesgrenze). Höhepunkt der Strecke ist der 2,14 km lange, derzeit leider wegen eines Erdrutsches geschlossene Túnel de Valdealgorfa. Er war der längste mit dem Fahrrad durchfahrbare Tunnel in Europa. Der Weg wird in Katalonien fortgesetzt durch zwei weitere Radwege (eigentlich immer derselbe) nach Tortosa. Ersterer ist der Via Verde de la Terra Alta (durch die Terra Alta bis El Pinell de Brai), letzterer der Via Verde del Baix Ebre im unteren Ebrotal. Insgesamt 93 km Tour durch eine abwechslungsreiche Landschaft.

Sicherheit[Bearbeiten]

Leitplanken schützen Radfahrer vor dem Sturz in die "Tiefe" (gesehen westlich Bad Frankenhausen auf dem Unstrut-Werra-Radweg

An Kreuzungen mit anderen Verkehrswegen werden sehr oft Barrieren oder Pfosten (siehe Foto) angebracht, so dass die Aufmerksamkeit nicht nachlassen sollte. Es gab an solchen Stellen schon zahlreiche Unfälle.

Im Allgemeinen wird auf Bahntrassenradwegen wesentlich mehr Sicherheitsaufwand betrieben als auf Schotterpisten und Naturpfaden. In gar nicht so engen Kurven werden Leitplanken angebracht (siehe Foto).

Sonstige Bahntrassenwege[Bearbeiten]

Wer stillgelegte Bahnstrecken ohne Fahrrad "erfahren" möchte, kann das auch mit einer Draisine. Diese Vorläufer der Velos können zunehmend durch entsprechende Angebote genutzt werden. Eine Liste von Strecken findet sich hier:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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