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Fahrradtransport

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Fahrräder im Nahverkehrszug

Bahn[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Umgebauter Fahrradwagen der Kurhessenbahn (bis zu 65 Fahrräder)

Nahverkehr[Bearbeiten]

FahrradExpress der Deutschen Bahn

Fast alle Nahverkehrszüge in Deutschland nehmen Fährräder mit. Sofern Platz ist, kann man einfach einsteigen. Eine Reservierung von Fahrradstellplätzen ist im Nahverkehr nicht möglich. Ist das Radabteil voll, muss man auf den nächsten Zug warten.

In den Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn AG (IRE, RE, RB und S-Bahnen) ist die Fahrradmitnahme mit der DB-Fahrradtageskarte Nahverkehr möglich, diese kostet 5,50 Euro und gilt für den ausgewählten Tag bis 03 Uhr des Folgetages. Die Fahrradmitnahme ist jedoch in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt von Montag bis Freitag ab 09 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztags kostenlos möglich. Eine Fahrradkarte für den Nahverkehr des NRW-Tarifes kostet 4,80 Euro, für eine Fahrkarte des Niedersachsentarifes 4,50 Euro. Grundsätzlich gilt: Die Fahrradkarte muss dem Tarif der Fahrkarte des Fahrradhalters entsprechen, reist der Fahrradhalter mit einem Fahrschein eines Verbundtarifes, so ist, sofern die Fahrradmitnahme kostenpflichtig ist, die Fahrradkarte zu erwerben, welche der hiesige Verkehrsverbund anbietet.

  • Radgruppen im Nahverkehr: Gruppen ab 6 Personen, die zusammen reisen, müssen sich auch im Nahverkehr anmelden. Die Anmeldung muss mind. sechs Tage vor Reiseantritt erfolgen (siehe auch Radgruppen bei der Bahn. Achtung: Die Anmeldung ist keine rechtsverbindliche Reservierung, aber dennoch Pflicht. Die Anmeldung ist über DB-Verkaufstellen oder über die telefonische Auskunft der DB möglich: 01806 - 99 66 33 (20 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 60 Cent/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz).

Bei Schienenersatzverkehr (SEV) richtet sich die Mitnahme von Fahrrädern nach den örtlichen Gegebenheiten, dh. den eingesetzten Fahrzeugen, der Auslastung und gelegentlich auch der Laune des Fahrers - in jedem Fall ist die Mitnahme von Rädern im Schienenersatzverkehr nicht garantiert. Wer auf den Fahrradtransport angewiesen ist, sollte sich vor Abfahrt vergewissern, ob nicht etwa ein SEV eingerichtet ist.

Fahrradzüge in Baden-Württemberg

  • von Stuttgart: „Enztäler"
  • von Hechingen bzw. Eyach: „Eyachtäler"

Fernverkehr[Bearbeiten]

In Intercityzügen (IC/EC) und den Nachtzügen der DB ist die Fahrradmitnahme möglich. Die Stellplätze sind reservierungspflichtig. Damit ist man auf den entsprechenden Zug festgelegt und besitzt einen persönlichen Fahrradstellplatz. In welchem Bahnsteigabschnitt der zugewiesene Wagon hält, erfährt man auf der Tafel Wagenstandanzeiger auf dem Bahnsteig. Meist befindet sich das Fahrradabteil am Ende oder Anfang des Zuges. Bei den Schweizer und Österreichischen Zügen sind neben der Tür zwei Fahrradstellplätze, wo die Fahrräder senkrecht eingehängt werden müssen. Preis der Fahrradkarte im Fernverkehr mit Reservierung: 9,- €, mit Bahncard: 6,- € für die einfache Fahrt (Datenstand 01-2015).

Im ICE der Generationen 1-3 ist eine Fahrradmitnahme nicht möglich (ausgenommem sind Falträder), im ICE 4 bieten die siebenteiligen Triebzüge einen Fahrradbereich mit 8 Stellplätzen.

Internationaler Verkehr[Bearbeiten]

Für die grenzüberschreitende Fahrradmitnahme ist eine Internationale Fahrradkarte erforderlich. In Deutschland kostet sie 10,- Euro und beinhaltet beim Kauf eine kostenlose Stellplatzreservierung. Sie ist bis zu ihrem Zielbahnhof ohne weiteren Aufpreis gültig. Allerdings sind beim Umsteigen in Nahverkehrszüge der Nachbarbahnen teilweise Benutzungsbeschränkungen zu beachten. Die Karte beinhaltet keine Sitzplatzreservierung. Von einer separaten raten wir ab, weil der Platz am anderen Ende der Bahn sein kann.

Internationale Fahrradkarten können auch für Hin- und Rückfahrten erworben werden. In Italien und Polen erhält man keine internationale Fahrradkarten. DB-Info

Nachtzüge[Bearbeiten]

Fahrrad-Abteil im CNL

Nachtzüge verfügen in der Regel über ein Fahrradabteil, in welchem die Fahrradmitnahme reservierungspflichtig ist. Nach der Auflösung der CityNightLine verkehren in Deutschland nur noch ausländische Nachtzüge wie der Nightjet und als Euronight geführte Nachtzüge anderer ausländischer Bahngesellschaften, diese können jedoch auch für innerdeutsche Fahrten und mit Fahrkarten genutzt werden, welche durch die Deutsche Bahn ausgestellt wurden.

Falt- und Klappräder unverpackt[Bearbeiten]

Die Beförderungsbedingungen der DB machen einen Unterschied zwischen großen Fahrrädern und zusammengeklappten oder gefalteten Rädern. So ist es mittlerweile problemlos möglich, unverpackte Falt- und Klappräder im ICE mitzunehmen, auch ohne Hülle oder Verpackung. Es darf aber keinerlei Beschädigungen und Verschmutzungen verursachen. In Nahverkehrszügen war das ohnehin nie ein Problem.

Auch in Nachtzügen der DB ist es möglich, gefaltete Räder mitzunehmen. Wie ein normales Gepäckstück lassen sie sich unter die untersten Betten schieben (das Modell Brompton ist dafür klein genug; bei größeren Modelle dürfte es schwierig werden).

Handelsübliche Fahrräder können kostenfrei als Handgepäck mitgenommen werden, wenn diese demontiert und verpackt sind. Ebenso können zusammengeklappte Fahrräder (auch verpackt) kostenfrei mitgenommen werden, so die Antwort der DB auf Nachfrage per E-Mail.

Liegeräder[Bearbeiten]

Der Transport von Liegerädern im Nahverkehr ist in moderneren Zügen meist problemlos möglich. Es gibt in manchen Zügen das Verbot "Spezialräder" mitzunehmen. Meist wissen die Schaffner aber selber nichts davon.

Im Fernverkehr (IC) sollte man am besten im Vorhinein anrufen, und sich anmelden. Man bekommt dann eine Reservierung für zwei Fahrradstellplätze für den Preis von einem.

Probleme kann es bei zu schmalen Türen (in älterne Nahverkehrszüge und ICs) mit breiten Liegerädern geben. Zur Not muss man das Rad gedreht durch die Tür tragen.

Es lohnt sich immer möglichst dann zu fahren, wenn wenig andere Menschen unterwegs sind. Das entspannt das Bahnfahren erheblich.

Weiterführende Informationen[Bearbeiten]

  • offizielle Fahrradinfos der deutschen Bahn. Die PDF-Broschüre "Bahn & Bike" kann von dort heruntergeladen werden.
  • Auskünfte erteilt auch die telefonische Auskunft der DB: 01805 - 996633 (Kosten 14 Cent/ Minute)

Schweiz[Bearbeiten]

Die Fahrrad-Tageskarte für Bahn- und Postauto kostet 18,- CHF (Schweizer Franken). Für Kurzstrecken muss eine 2. Fahrkarte zum vollen Preis gelöst werden.

Die internationale Fahrradkarte kostet 20,-- Franken plus 5,-- für die Anschlussreservierung im Ausland.

Im Bus[Bearbeiten]

Zugeparkter Fahrradbus im Taunus: Endstation Schläferskopf oberhalb Wiesbaden.

Deutschland[Bearbeiten]

In vielen Verkehrsverbünden ist die Mitnahme von Fahrrädern kostenpflichtig. Nur wissen das nicht immer alle Busfahrer. Sollten Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer einsteigen wollen, ist man jedoch verpflichtet, Platz zu machen. Da kann es des öfteren passieren, dass man Aussteigen und auf den nächsten Bus warten oder selber in die Pedale treten muss.

Fernbusse[Bearbeiten]

Bei vielen Fernbusverbindungen ist das Mitführen eines Fahrrades möglich. In jedem Fall ist dies aber reservierungs- und kostenpflichtig. Das Fahrrad sollte, da die Transportkapazität begrenzt ist, bei der Buchung des eigenen Platzes gleich mitgebucht werden.

Freizeitbusse mit Fahrradanhänger[Bearbeiten]

Velo-Busse im Schwarzwald

Im Flugzeug[Bearbeiten]

Buchung des Fluges[Bearbeiten]

Die Fluglinien haben unterschiedliche Bestimmungen für den Transport von Sperrgepäck. Fahrräder werden immer mitgenommen, nur die Konditionen für den Fahrradtransport sind unterschiedlich.

  • Bei manchen Fluggesellschaften wird das Gewicht des Fahrrades mit dem Freigepäck verrechnet. Wenn das Gewicht des Fahrrades und der Ausrüstung (Kleidung, Werkzeug, Karten) das Freigepäck übersteigt, muss Übergepäck bezahlt werden.
  • Bei Charterflügen und z.B. bei der Lufthansa wird für den Fahrradtransport eine Gebühr erhoben.
  • Andere Fluggesellschaften transportieren das Fahrrad völlig umsonst.

Bei der Buchung des Passagierfluges muss das Fahrrad mit angemeldet werden. Nach Buchung des Fluges im Reisebüro oder Internet ruft man bei der Fluggesellschaft an und informiert sie über die Fahrradmitnahme.

Tipp: Sollte man bei einer Fluggesellschaft gebucht haben, die das Fahrrad nur innerhalb der Freigepäckgrenze transportiert, so kann man versuchen bei der Anmeldung des Fahrradtransportes über die Freigepäckgrenze zu feilschen. Wenn die Fluggesellschaft eine Golfausrüstung umsonst befördert ist es manchmal möglich die Freigepäckgrenze um 8-10 kg zu erweitern. Trägt der Mitarbeiter der Fluggesellschaft diese erweiterte Freigepäckgrenze schon bei der Anmeldung des Fahrradtransportes in die Passagierdaten ein, gibt es in der Regel keine Schwierigkeiten beim Check-in am Flughafen. Für den Rückflug gelten diese ausgehandelten Konditionen meist nicht. Jedoch sind hier die Mitarbeiter der Airlines wesentlich kulanter als in Deutschland.

Vorbereitung des Fahrrades für den Flug[Bearbeiten]

Allgemeine Bestimmungen für die Beförderung des Fahrrades im Flugzeug sind: lose Teile vom Fahrrad entfernen, Pedale abschrauben, Lenker quer stellen. Luft aus den Reifen lassen ist aus physikalischen Gründen nicht nötig, selbst im Weltall würde der Reifendruck nur um ein Bar steigen. Leider wissen viele Mitarbeiter der Fluggesellschaften das nicht. Notfalls tun wir so, als würden wir die Luft ablassen.

Verpackung des Fahrrades:

  • Im Handel werden spezielle Koffer und Taschen angeboten. Die Räder werden vom Fahrrad abgenommen und in die speziellen Fächer verstaut. Lenker abschrauben bzw. umdrehen, Sattelstütze herausziehen. Rahmen in das spezielle Fach legen, alle anderen Teile mit Verpackungsmaterial umwickeln.
    Vorteil: Fahrrad wird geschützt transportiert.
    Nachteil: Anschaffungspreis, am Zielflughafen muss der Koffer / die Tasche aufbewahrt werden.
  • Im Fahrradgeschäft einen alten Fahrradkarton besorgen. Lenker und Sattel herunterstellen. Rahmenrohre können zusätzlich mit Dämmmaterial für Wasserrohre aus dem Baumarkt geschützt werden. Mit Verpackungsmaterial alle sensiblen Teile umwickeln.
    Vorteil: kaum Kosten, Karton und Verpackungsmaterial können überall entsorgt werden.
    Nachteil: kein optimaler Schutz, unförmiger Karton kann nicht in kleinen Flugzeugen (z.B. Zubringerflugzeug) transportiert werden und kommt erst verspätet am Zielort an. (Das Fahrrad wird 1-2 Tage später mit einem größeren Flugzeug befördert. Kann man für den Zielort eine Adresse angeben, wird es dorthin umsonst angeliefert.), für Rücktransport ist vielleicht kein Karton erhältlich.
  • TIPP: Die empfindlichen Teile des Rades (Schaltung, Sattel, Bremsen) mit Frischhaltefolie umwickeln, schützt ziemlich gut und macht keinen Aufwand, die Folie haben wir bisher noch in jedem Land gefunden. Nachteil: Bei Beschädigung gibt es keinen Versicherungsschutz, bisher ist uns aber nichts passiert.

Transport von Packtaschen:[Bearbeiten]

Am einfachsten in einem Seesack mit Schloss. Dieser kann während der Radtour zusammen gefaltet werden.

Check-in[Bearbeiten]

Mit Gepäck und Fahrrad zum Schalter. Nachdem das Gepäck-Tag am Fahrrad befestigt wurde, muss es beim Sperrgepäck abgegeben werden. (Check-in Mitarbeiterin ruft beim Gepäckdienst an)

Zielflughafen[Bearbeiten]

An die Stelle, wo die Passagiere ihr Gepäck in Empfang nehmen, bringt ein Mitarbeiter des Gepäckdienstes das Fahrrad.

Weblinks[Bearbeiten]

Diese Website ist ein Versuch, vorhandene Erfahrung von hunderten Fahrradtouristen zu sammeln, die auf irgendeine Art an ein Ziel reisen, um dort ihre Tour zu starten. Sei es mit dem Bus, Zug, Flugzeug oder mit anderen Verkehrsmitteln.

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