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Kylltal-Radweg

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Die Kyll

Der Kylltal-Radweg verläuft in der Eifel und führt von Losheim über Gerolstein nach Trier. Er zeichnet sich durch eine fast durchgehende Begleitung durch die Regionalbahn aus.

normgerechter Wegweiser mit Logo

Streckenprofil[Bearbeiten]

  • Länge: 123 km
  • Ausschilderung:: normgerecht mit eigenem Logo
  • Steigungen: In beiden Richtungen mäßige Steigungen. Zwischen Kyllburg und Erdorf starke Steigung, für dieses Teilstück von 6,4 km mit 120 bzw. 150 hm wird die Bahn empfohlen. Gesamthöhenunterschied: 640 hm hinauf, 1.180 hm hinab.
  • Wegzustand: der hohe Anteil von Landstraßen führt zu einem hohen Anteil an Asphaltwegen, nur sehr kurze nicht asphaltierte Abschnitte
  • Verkehrsbelastung: hoher Anteil an öffentlichen Wegen, meist geringer Verkehr
  • Geeignetes Fahrrad: Tourenrad mit 7-Gangschaltung
  • Familieneignung: für Familien mit Schulkindern geeignet, zwischen Bewingen und Densborn ist ein Kinderradweg eingerichtet
  • Inlinereignung: zwischen Losheim und Jünkerath sehr gut geeignet, im Bereich Birresborn geeignet.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Kyll ist ein linker Nebenfluss der Mosel und zugleich der wasserreichste und längste Fluss der Eifel (10 m³/s, 142 km). Sie bildet sich im Zitterwald aus drei Quellbächen bei Losheimergraben an der deutsch-belgischen Grenze. Bei Ehrang mündet sie in die Mosel.(wikipedia) Das Tal ist oft schmal und erlaubt kaum den Bau eines Radweges. Die dünne Besiedlung macht es möglich, Gemeindestraßen zu nutzen. Das Fehlen von Autobahnen und Bundesstraßen im Tal sorgt für ein ruhiges Naturvergnügen.
  • An zwei Stellen führt der Radweg durch Tunnel, an Stelle des zweiten stillgelegten Gleises einer aktiven Bahnlinie. Der eine Tunnel liegt zwischen St. Thomas und Kyllburg, der zweite nördlich von Daufenbach. Insgesamt werden schätzungsweise 30 km ehemalige Bahntrassen genutzt.
  • Von Trier nach Köln führte vor 2000 Jahren eine bedeutende Römerstraße durch die Eifel parallel zur Kyll. Die Römer bevorzugten allerdings die Hänge und nicht das tiefe, damals wohl recht wilde Tal. Dennoch lassen sich in einigen Orten die Überreste dieser untergegangenen Hochkultur finden.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Hellenthal-Losheim[Bearbeiten]

  • Keine Anbindung ans Schienennetz
  • Nächste DB-Haltepunkte in Dahlem (15 km) und Jünkerath (20 km)

Trier-Ehrang[Bearbeiten]

  • Bhf. Ehrang Ort
  • Knotenbahnhof Ehrang
  • Trier Hbf. mit IC-Anbindung 10 km entfernt

Weitere Einstiegspunkte[Bearbeiten]

  • Viele DB-Haltepunkte zwischen Jünkerath und Ehrang (Linie Köln-Trier, DB-Regionalverkehr).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Hellenthal-Losheim[Bearbeiten]

  • von der Vennbahn über den Vennquerbahn-Radweg
  • für die Anreise aus Heimbach, dem Endpunkt der Rurtalbahn, sollte man einen Tag einplanen (60 km).

Trier-Ehrang[Bearbeiten]

Übersichtskarte Kylltal-Radweg

Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hellenthal-LosheimJünkerath, ca. 19 km[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt verläuft jetzt auf der Trasse der ehemaligen Vennquerbahn. Der neue Radweg brilliert mit einer Feinasphaltdecke und ist fast eben. Die gegenüber der alten Route eingesparte Zeit kann man für ein Bad im Kronenburger See nutzen. Oder für einen Besuch des Bütgenbacher Sees in Belgien.

  • Losheim - belgische Grenze, die Linie 45A des RAVeL-Netzes setzt sich in Deutschland fort. Die Kyllquelle befindet sich nordwestlich in Losheimergraben.
  • Hergersberg (B) - mit Ardenner Grenzmarkt (Einkauf und Gastronomie). Der Radweg passiert die belgische Grenze nicht.
  • Hallschlag - hinter dem Ort befindet sich der Kyll-Stausee Kronenburger See, den man von der hohen Trasse aus gut überblicken kann. Baden ist möglich.
  • Stadtkyll
→ Anschluss an den Prümtal-Radweg
  • Jünkerath - großer, alter Bahnhof, der passiert wird. Radroute auf Ortsstraßen. Sehenswert sind Überreste der römischen Siedlung Icorigium.

JünkerathKyllburg, ca. 49 km[Bearbeiten]

Direkt neben der Kyll fährt die Bahn und hinter der Bahn ist ein Radweg. Das kann ein Wirtschaftsweg sein, oft aber wird die Strecke duch blaue Schilder für Radfahrer reserviert. Den Fluss sieht der Radler daher nicht so oft. Dieser Abschnitt hat nur kurze Steigungen und ist meist völlig flach.

  • Jünkerath
  • Gönnersdorf - flussferne Strecke auf Ortsstraßen
  • Lissendorf - Bahnhof.
Oberbettingen - die Siedlung am Bahnhof ist ca. 4 km vom Hauptort Hillesheim entfernt
  • Bolsdorf - namensgebend für das idyllische Bolsdorfer Tälchen. Im Ort geht es steil und kurvig bergab.
→ Anschluss an den Kalkeifel-Radweg mit Verbindung zur Ahr. Nach Hillesheim geht es wieder bergauf. Wer es eilig hat und/oder Höhenmeter einsparen will, radelt besser bereits ab (östlich) Oberbettingen Richtung Hillesheim.
  • Dohm - steil hinab geht es durch das Dorf, die Remigiuskapelle ist rechts auf einem Hügel.
  • Bewingen - Ortsteil von Gerolstein
  • Pelm - Sehenswert ist die Kasselburg und ihr 37 Meter hoher Doppelturm zur Rechten. Am Besten sieht man sie auf der Brücke nach Pelm, wenn man denn nicht rechts den Berg hochradeln will.
  • Hauptort Gerolstein, Radler-Bus nach Cochem an der Mosel
  • Lissingen - Die Doppelburg Lissingen wurde nie zerstört und ist daher recht gut erhalten. Sie befindet sich in Privatbesitz, der auch touristische Interessen verfolgt. Unsere Radroute bleibt allerdings auf dem linken Ufer, so dass Interessierte abzweigen müssen. Zusammen mit der Bahn wird dann die Kyll überquert, wobei der Radweg bald der Landesstraße 24 folgt. Zur Rechten sehen wir den roten Pavillon der Lindenquelle, deren Wasser ebenso trinkbar wie das bekannte "Gerolsteiner" (Mineralwasser) ist.
→ Anschluss an den Eifel-Ardennen-Radweg nach Prüm mit Möglichkeit der Burgbesichtigung (im Moment wegen Sanierung geschlossen). Nebenan auch noch ein Kloster in besserem Zustand.
Gemeinsamer Tunnel bei Kyllburg
  • Mürlenbach - Bertradaburg zur Rechten, DB-Halt
  • Densborn, DB-Halt
  • Usch, DB-Halt
  • Sankt Thomas - der Ort verdankt seinen Namen dem ehemaligen Kloster Sankt Thomas, das auch den Radweg (die schmale Hauptstraße) säumt. Man achte auf die beeindruckende Gartenanlage. DB-Halt beinahe gegenüber dem Kloster. Anschließend eine Brücke über die Kyll und die Route ist jetzt auf der linken Seite.
  • Kyllburgweiler - ungefähr hier Nutzung eines Bahntunnels
  • Kyllburg - Bahnhof. Ort ist etwas größer und bietet Einkehrmöglichkeiten.

KyllburgTrier-Ehrang: 45 km[Bearbeiten]

Die Kyll wird breiter, aber das Tal nicht, so dass eher noch weniger Platz für einen Radweg bleibt. Die Regionalbahn fährt durch zahlreiche Tunnel und beeindruckt mit ihren hübschen Bahnhöfen. Das Tal ist waldig grün und die Dörfer klein. Die "Bergprüfung" gleich zu Anfang (Landstraße mit extremen Steigungen) kann mit der Bahn (Kyllburg - Erdorf) umfahren werden.

  • Kyllburg - hinter dem Ort folgt eine steile Passstraße mit 13% Steigung, die auf Grund ihres schlechten Ausbaus vom regulären Kraftverkehr weitgehend gemieden wird. Die Strecke ist kurvig und schmal, so dass bei Gegenverkehr Probleme auftreten. Auf der Anhöhe gibt es einen Rastplatz, den man als Radlertreff bezeichnen könnte. In etwa hier trifft die schmale Straße auf eine etwas breitere mit mehr Verkehr und es geht wieder abwärts. Durch die Höhentour wird eine größere Schleife des Flusses ohne ausgebauten Verkehrsweg abgekürzt.
Abstecher → Malberg − der historische Ortskern und das barocke Schloss Malberg stehen als Denkmalzone unter Denkmalschutz (Schloss oben auf einem Hügel)
Abstecher → FließemRömische Villa Otrang an der römischen Heerstraße von Trier nach Köln.
  • Wilsecker hinter der Passhöhe, aber weiterhin Landstraße
  • Bitburg-Erdorf, imposanter Bahnhof, hinter dem etwas größeren Ort folgt eine etwas hügelige Strecke auf Wirtschaftswegen oberhalb der Kyll.
→ Anschluss an den Nims-Kyll-Radweg, der westlich von Bitburg am Nimstalradweg endet. Teilweise Bahntrassenradweg und auch geeignet, die Bierstadt zu besuchen.
Auw an der Kyll Train Station
Gondorf - Eifelpark (Tierpark)
  • Phillipsheim - ehemaliges Hofgut Pfalzkyll der Abtei Himmerod, Bahnhof
→ Abzweigung "Bähnchentrasse" nach Binsfeld, ein Bahntrassenradweg mit stetigem Anstieg durch teilweise dichten Wald, Weiterführung zum Maare-Mosel-Radweg geplant, es sind noch 22 km nach Wittlich
  • Speicher - Bahnhof
  • Auw an der Kyll - schöner, alter Bahnhof. Ungefähr ab hier wird die Bahntrasse des stillgelegten zweiten Gleises genutzt. In diesem Rahmen erfolgt auch die zweite Tunneldurchfahrt.
Burg Ramstein
  • Daufenbach - Bahnhof
  • Kordel- hier thront Burg Ramstein idyllisch hoch auf einem Felsen. DB-Halt
  • Trier-Ehrang − Vorort mit 2 Bahnhöfen.
→ Anschluss an Mosel-Radweg.

Trier-EhrangTrier: 11 km[Bearbeiten]

Bis zum Hauptbahnhof von Trier sind es noch 11 km.

  • Pfalzel - gleich am Ortseingang sollte rechts abzweigen, wer den Bahnhof Ehrang in Pfalzel nutzen will. Der kleine Stadtteil Pfalzel ist der Nachbar des größeren Ehrang. Wir folgen der Kyll noch ein wenig und fahren dann am linken Ufer der Mosel entlang, bis wir eine Brücke überqueren. Anschließend geht es auf dem rechten Moselufer in der Gegenrichtung weiter, wo sich die Ausschilderung verliert. Man folgt einer Ausschilderung des Mosel-Radweges (Bahnhofs-Abstecher Trier), vorbei auch an der Porta Nigra, bis zum
  • Trier Hbf - Am Gleis 10 Nord treffen die Züge aus Köln-Deutz ein, die dann wieder der Kyll folgen.

Weitere Übernachtungsorte[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Anschlüsse[Bearbeiten]

In Hellenthal[Bearbeiten]

  • Anbindung an die Vennbahn über den "Vennquerbahn-Radweg" (Name inoffiziell, Radroute W8 in Wallonien). Die Kreuzung ist in Weywertz.

In Trier[Bearbeiten]

Literatur- und Kartenhinweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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