München/Museen

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Valentin-Karlstadt-Musäum

München hat eine vielfältige Museumslandschaft zu bieten. Voran mit dem Deutschen Museum, dem größten Technischen Museum der Welt, den Bildersammlungen in den Pinakotheken zu allen Epochen, den klassizistischen Sammlungen am Königsplatz und einer weiteren Vielzahl an weiteren Museen zu interessanten Spezialgebieten ist ein weltweit einmalig breites Spektrum in der gesamten Kulturentwicklung der Menschheit dokumentiert. Je nach der Zählweise werden in München insgesamt ca. 120 Museen angeführt.

Deutsches Museum und Isar

Wie in anderen Städten auch wird in München einmal im Jahr die "Lange Nacht der Museen" veranstaltet. Die Münchner Museen bieten zusammen mit weiteren Partnern eine Nacht lang die verschiedensten Veranstaltungen in ihren Räumen und organisieren einen Shuttle-Verbindungsdienst mit den Buslinien der Münchner Verkehrsgesellschaft. Weitere Info: Münchner Museumsnacht.

Die Buslinie 100 ist die Museumsbuslinie und verbindet an ihren Haltestellen Hauptbahnhof, Königsplatz, Pinakotheken, Maxvorstadt und Amalienstraße insgesamt 24 der Münchner Museen.

Angegeben ist der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene. Für Kinder Schüler, Studenten und Gruppen gibt es verschiedene Ermäßigungen, siehe hierzu die jeweilige Seite des Museums. Eine lange Tradition der Museen in München ist der verbilligte Eintritt am Sonntag: In vielen Sammlungen reduziert sich der Eintrittspreis deutlich auf einen Euro

Inhaltsverzeichnis

Im Zentrum[Bearbeiten]

Deutsches Museum[Bearbeiten]

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 1  Eines der berühmtesten Museen der Welt, eröffnet im Jahre 1925 auf der Museumsinsel in der Isar. Das Deutsche Museum ist nach der Besucherzahl das beliebteste Museum in Deutschland.

Museumsgründer ist Oskar von Miller: Der studierte Bauingenieur entstammte einer etablierten Künstler- und Technikerfamilie und hatte sich seinerzeit einen Namen als Leiter eines federführenden Büros in der Energiewirtschaft gemacht, so war er unter anderem der Projektleiter beim Bau des Walchenseekraftwerks, damals das größte Speicherkraftwerk der Welt.

Museumshof

Am 28. Juni 1903 findet dann die konstituierende Sitzung des "Deutschen Vereins Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik" statt, Prinz Ludwig übernimmt das Protektorat. Die Stadt München stellt das damals unbebaute Schwemmland der Kohleninsel in der Iasr zur Verfügung, 1905 wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben und am 13.11. 1906 erfolgt die Grundsteinlegung für das Museum durch Kaiser Wilhelm II und Prinz Ludwig von Bayern. Der Baubeginn des Sammlungshauses erfolgt erst 1908 unter der Leitung von Gabriel von Seidl, Sieger im Architektenwettbewerb. Nach dessen Tod im Jahre 1913 werden die Bauarbeiten unter seinem Bruder Emanuel von Seidl fortgeführt. Nach einer Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg und dem Tod E. v. Seidls wurden die Bauarbeiten unter Eduard Oswald Bieber abgeschlossen.

Oskar von Miller

Der Tag der Eröffnung ist dann der 7.5.1925, das Deutsche Museum ist seinerzeit das größte und modernste seiner Art weltweit und wird auch zum weltweiten Vorbild für zahlreiche weitere technische Museen.

Im Krieg werden Museum und Bibliothek zu 80 % zerstört, aber bereits 1948 sind erste Teile der restaurierten Sammlung wieder zugänglich, der Wiederaufbau ist Ende der sechziger Jahre abgeschlossen.

Die Anfänge der Sammlung waren ab 1906 eine provisorische Ausstellung noch im Alten Nationalmuseum (heute Völkerkundemuseum), die Museumsbestände wurden von da an durch Spenden von Firmen und Zukäufe ständig erweitert. Rund 20% gingen im Krieg verloren oder wurden zerstört, aber schon bald mußte wieder erweitert und ausgelagert werden: 1992 in die Flugwerft Schleißheim, 1995 folgte das Deutsche Museum Bonn. Das Verkehrszentrum zog ab 2003 in die denkmalgeschützten Messehallen der alten Münchner Messe.

Statistiken zum Deutschen Museum
Besucheranzahl im Jahr ca. 1,5 Millionen
Ausstellungsfläche ca. 55 000 m²
ausgestellte Exponate ca. 25 000
Exponate in der Sammlung ca. 100 000
Vorführungen im Jahr ca. 10 000
Angstellte und Mitarbeiter ca. 250

Die Bestände des Museums umfassen heute mehr als 100 000 Objekte aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik. Zu besichtigen gibt es die Rakete V2, das Unterseebot U1, das Flugboot Dornier Wal, Mondgestein und weitere diverse Flugzeuge, auch chemische Experimente und optische Täuschungen bis hin zu Brückenkonstruktionen und Spezialitäten wie alten Musikinstrumente, Historische Orgeln und vieles mehr.

Seit dem Herbst 2008 läuft eine groß angelegte Generalsanierung des Deutschen Museums. Für eine Gesamtsumme von 400 Millionen Euro soll in mehreren Phasen der Gebäudekomplex saniert werden, die Ausstellungen überarbeitet und ein neuer repräsentativer Eingangsbereich geschaffen werden. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist bis spätestens 2025 geplant.

Neuste und damit modernste Abteilung des Museums und gleichzeitig die erste Stufe der laufenden Generalsanierung ist das im November 2009 eröffnete ZNT. Das Zentrum Neue Technologien behandelt auf 2400 Quadratmetern Ausstellungsfläche Themen aus Naturwissenschaft und Technik, Schwerpunkt ist eine Dauerausstellung zur Nano- und Biotechnologie mit interaktiven Touch-Vitrinen, 350 Exponaten und Experimentierstationen. Außerdem gibt es im ZNT Wechselausstellungen und ein integriertes Veranstaltungsforum.

Infos:

  • Deutsches Museum, Museumsinsel 1, 80538 München, Tel.: +49 (0)89 / 2179-1, Fax: +49 (0)89 / 2179 324. täglich 9 bis 17 Uhr. Tageskarte (ab 16 Jahre): 8,50 €; ermäßigt 3.- €. (48° 7' 49" N 11° 35' 1" O). Planetarium: 2,00 € (Karte an der Kasse im EG lösen !).

Anfahrt MVV: mit der S-Bahn (alle Linien): Haltestelle Isartor; U-Bahn Linien U1 und U2 (Haltestelle Fraunhoferstraße); Bus Linie 131 (Haltestelle Boschbrücke); Straßenbahn Linie 17 (Haltestelle Isartor); Straßenbahn Linie 18 (Haltestelle Deutsches Museum);

  • Deutsches Museum Shop, Museumsinsel 1 und Rindermarkt 17 (am Alten Peter), Tel.: +49 (0)89 / 213 838 92

Bibliothek Deutsches Museum[Bearbeiten]

 2  Die Grundsteinlegung für den nördlich an das Museumsgebäude anschließenden Neubau der Bibliothek fand im September 1928 statt. Der Eröffnungstag des damals größten deutschen Bibliotheksneubaus, die Pläne stammten vom Architekten German Bestelmayer, war der 7. Mai 1932. Das Magazin war bereits für eine Millionen Bände ausgelegt, die neue Bibliothek hatte 700 Arbeitsplätze und fand weltweit Beachtung, selbst die „New York Times“ in Übersee berichtete darüber in einem einseitigen Artikel.

Die Bibliothek des Deutschen Museums ist heute mit rund 900.000 Bänden eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen an aktueller und historischer technischer Literatur, die Werke sind in den Lesesälen auch für die Allgemeinheit zugänglich.

Als Präsenzbibliothek sind rund 25.000 Bände und ca. 1.600 laufende Zeitschriften in systematischer Aufstellung im Lesesaal frei zugänglich. Eine Möglichkeit zur Ausleihe gibt es nicht.

  • Bibliothek des Deutschen Museums (Forschungsbibliothek für Naturwissenschafts- und Technikgeschichte), Museumsinsel 1, 80538 München (Eingang vom Museumshof gegenüber dem Museumseingang), Tel.: +49 (0)89 / 2179-224

Anfahrt MVV: wie Museum vor.

Deutsches Museum Verkehrszentrum[Bearbeiten]

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 3  Ein Ableger des Deutschen Museums für Autos, Eisenbahnen und alles, was uns bewegt, mit ca. 100.000 Besuchern pro Jahr.

Das Museum entstand zwischen 2003 und 2006 in den nach dem Messeumzug (Riem) freigewordenen und denkmalgeschützten Messehallen der Münchner Messe: Die ehemaligen Messebauten wurden 1908 eröffnet, die Halle III war seinerzeit Europas größte freitragende Eisenbetonkonstruktion und wurde wieder in den historischen Zustand zurückgeführt.

Ab 2009 entstand dann der neue Eingangsbereich des Museums vor der Halle I als die letzte Ausbaustufe des Umbaus neu, Abschluss und Inbetriebnahme war am 27.10.2011.

Deutsches Museum Verkehrszentrum, Am Bavariapark 5, 80339 München, Tel.: +49 (0)89 / 2179-529. täglich 9 –17 Uhr. Erwachsene: 6,– €, ermäßigt 4,– €,

Anfahrt MVV: U4 / U5 und Bus 134 Haltestelle Schwanthalerhöhe; S-Bahn: Hackerbrücke (ca. 15 Minuten zu Fuß).

Deutsches Museum Flugwerft Oberschleißheim[Bearbeiten]

 4  Die Flugwerft ist zwar nicht im Zentrum, sondern in Oberschleißheim (nördlich der Stadt im Münchner Umland), wird hier aber als Zweigstelle des Deutschen Museums aufgeführt. Auf einem ehemaligen Flugplatz außerhalb der Stadt gelegenes Luft- und Raumfahrt-Museum mit zahlreichen z.T. flugfähigen Exponaten. Zusätzlich gibt es hier eine Bar mit zahlreichen Veranstaltungen.

Deutsches Museum Flugwerft Oberschleißheim, Effnerstraße 18, 85764 Oberschleißheim, Tel.: +49 (0)89 / 315714-0. täglich von 9 - 17 Uhr. Erwachsene: 6,– €, ermäßigt 4,– €

Anfahrt PKW: von der Bundesstraße 471 Richtung Schloss Schleißheim, durch den Schlosshof hindurch.

Anfahrt MVV: mit der S-Bahn Linie S1, Richtung Freising/ Flughafen bis Haltestelle Oberschleißheim von dort noch ca. 15 Minuten zu Fuß.

Anflug: Die Flugbewegungen auf dem Sonderflugplatz sind auf 500/ Jahr beschränkt. Genauere Informationen für Piloten sind unter Flugplatz-Schleissheim.de zu finden.

Spielzeugmuseum[Bearbeiten]

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altes Rathaus mit Turm, Ostseite

 5  Die Sammlung Ivan Steiger zeigt industriell gefertigtes Spielzeug von 1780 bis heute, untergebracht zentral am Marienplatz in vier Turmgeschossen im Alten Rathausturm.

Blick- und Hörfänger für die Passanten ist das Windspiel im Durchgang des Turms.

Spielzeugmuseum, Marienplatz 15, 80331 München, Tel.: +49 (0)89 / 294001. täglich von 10 - 17.30 Uhr. Erwachsene: 3.– €; Kinder bis 15 J. € 1.-. (48° 8' 12" N 11° 34' 37" O). barrierefrei

Anfahrt MVV: U, S: Marienplatz;

Alpines Museum[Bearbeiten]

Alpines Museum

 6  Das Alpine Museum zeigt Alpine Kunst, Dokumente, Ausrüstungsgegenstände, Kartenmaterial, Literatur und sonstige Objekte.

Alpines Museum, Praterinsel 5, 80538 München, Tel.: +49 (0)89 / 211224-0. Di. - Fr.: 13-18h, Sa, So: 11-18h. Erwachsene: 4.50 €. (48° 8' 7" N 11° 35' 21" O)

Anfahrt MVV: U4 / U5 Lehel. S-Bahn, Haltestelle Isartor. Tram Linie 17, Haltestelle Mariannenplatz:

Hypo-Kunsthalle[Bearbeiten]

 7  Die private Hypo-Kulturstiftung in den "Fünf Höfen" zeigt wechselnde Ausstellungen.

Hypo-Kunsthalle, Theatinerstraße 8, 80333 München, Tel.: +49 089/ 224412. Preise je nach Ausstellung. (48° 8' 24" N 11° 34' 33" O)

Anfahrt MVV: zu Fuss noch ca. 5 Minuten vom Marienplatz (U,S) und ca. 3 Minuten vom Odeonsplatz (Linien U3, U6).

Jagd und Fischereimuseum[Bearbeiten]

Eingang Jagd- und Fischereimuseum

 8  Entstanden auf Initiative bayerischer Forstleute und zunächst ab 1938 im nördlichen Flügel des Nymphenburger Schlosses untergebracht. Im zweiten Weltkrieg geschlossen und 1966 in der ehemaligen, 1803 profanisierten, Augustinerkirche wiedereröffnet. Das Museum zeigt auf 3000 m² über 1000 präparierte Tiere (Fische, Vögel und Haarwild), Jagdwaffen und Tiermotive in Malerei und auf Glas und Porzellan.

Jagd und Fischereimuseum, Neuhauser Str. 2, 80331 München (Fussgängerzone), Tel.: +49 089/ 220522. täglich von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr, Do. bis 21.00 Uhr. Eintritt Erwachsene: 3,50 Euro. (48° 8' 18" N 11° 34' 17" O)

Münchner Stadtmuseum[Bearbeiten]

Jakobsplatz mit Stadtmuseum, Jüdisches Gemeindezentrum und Jüdisches Museum

 9  Das Museum zeigt die Wandlung Münchens von der deutschen Residenzstadt zur weltoffenen Großstadt, Dauerausstellungen sind:

  • Nationalsozialismus in München: Chiffren der Erinnerung
  • Sammlung Fotografie
  • Sammlung Puppentheater / Schaustellerei, u. a. zur Kulturgeschichte des Puppenspiels
  • Sammlung Musik: Instrumentenbau der verschiedenen Kulturen.

Eine der Schätze des Museums ist Karl Valentins umfangreiche Sammlung von Altmünchner Stadtansichten, sie umfasst 2.200 Fotos, Dias und zahlreiche Stereoskopiebilder. Valentins Sammelwut ist eine Vielzahl historischer Fotografien zu historischen Stadtansichten des alten München in den Jahren von 1855 bis 1900 zu verdanken. Der schrullige Künstler war auch an Technik interessiert: Die Bildpaare der Stereoskopiebilder waren ein Vorläufer der heutigen 3-D Technik. Valentin verkaufte seine Sammlung 1939 an die Stadt, die Fotos sind im Lesesaal des Archivs abrufbar.

Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München. Die. bis So.: 10 - 18 Uhr. Erwachsene : 4.- €. (48° 8' 6" N 11° 34' 21" O)

Anfahrt MVV: S- und U-Bahn Marienplatz oder Sendlinger Tor.

Jüdisches Museum[Bearbeiten]

Jüdisches Museum

10  Im Jüdischen Zentrum, neu eröffnet am 22.März 2007, zeigt das Jüdische Museum in Fragmenten Einblicke in das jüdische Leben und in die jüdische Kultur in der Landeshauptstadt München.

Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München, Tel.: +49 (0)89/ 233-96096. Die.-So.: 10-18 Uhr. Erwachsene : 6.- €, ermäßigt 3.-. (48° 8' 4" N 11° 34' 21" O)

Anfahrt MVV: S- und U-Bahn Marienplatz oder Sendlinger Tor.

Staatliches Museum für Völkerkunde[Bearbeiten]

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Völkerkundemuseum

11  Ca. 150.000 Objekte aus allen außereuropäischen Ländern, in Deutschland zweitgrößtes Völkerkundemuseum und ältester seiner Art. Besondere Einzelstücken und ganze von Forschern und Reisenden zusammengetragene Sammlungen. Sonderausstellungen.

Staatliches Museum für Völkerkunde, Maximilianstraße 42, 80538 München, Tel.: +49 (0)89/ 2101 36 100. Die - So: 9.30 - 17.30 Uhr. Erwachsene : 5.- €, ermäßigt 4.-, Sonntags: 1.- €. (48° 8' 15" N 11° 35' 8" O)

max2 (Museumscafé). Die. bis So. von 10.00 - 17.30 Uhr. warme und kalte Speisen und Getränke

Caravanserai (Museumsshop). Di bis So von 10.00 - 17.30 Uhr

Anfahrt MVV: U4, U5: Lehel. S-Bahn: Isartor. Tram 17, 19: Max II. Denkmal.

Residenzmuseum[Bearbeiten]

12  Das Residenzmuseum zeigt das nach der Kriegszerstörung der Münchner Residenz erhalten gebliebene Inventar der Gebäude und die Sammlungen der Wittelsbacher zu Porzellan, Silber Gemälden und weiteren Kunstwerken.

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Die Schatzkammer der Residenz zeigt die Sammlung von Juwelen, Goldschmiedewerken und weitere Pretiosen der Wittelsbacher.

Residenzmuseum, Residenzstraße 1, 80333 München (in der Residenz am Odeonsplatz), Tel.: +49 (0)89/ 298546. täglich geöffnet, 1. Apr. - 15. Okt.: 9-18 Uhr, 16. Okt. - 31. März: 10-17 Uhr. Erwachsene je Museum 7.- €, ermäßigt 6.-€; Kombikarte 11.- € / 9.- €. (48° 8' 26" N 11° 34' 43" O)

Anfahrt MVV: U3/U4 Odeonsplatz, Bus: Linie 100, Tram Linie 19 "Nationaltheater";

Staatliche Münzsammlung[Bearbeiten]

13  Das Museum zeigt Münzen aus den Anfängen ab dem 7. Jahrhundert vor Christus bis in unsere Tage, Medaillen und münzähnliche Gegenstände. Die Sammlung entstand aus der ehemaligen Kunstkammer Herzog Albrechts V. von Bayern (1550 - 1579), der Sammlung unter Kurfürst Karl Theodor, Klosterbeständen aus der Säkularisation und Ankäufen ganzer Sammlungen durch König Ludwig I. von Bayern.

Staatliche Münzsammlung, Residenzstraße 1, 80333 München (in der Residenz am Hofgarten, Eingang Kapellenhof), Tel.: +49 (0)89/ 22 72 21. Die. bis So. 10 bis 17 Uhr. 2,50 Euro; ermäßigt 2,- Euro; Sonntag 1,- Euro, bis 18 Jahren frei. (48° 8' 28" N 11° 34' 43" O)

Anfahrt MVV: U3/U4 Odeonsplatz, Bus: Linie 100, Tram Linie 19 "Nationaltheater";

Deutsches Theatermuseum München[Bearbeiten]

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15  Die Sammlung zeigt insgesamt ca. 40.000 grafische Zivil- und Rollenporträts, ca. 50.000 Bühnenbild- und Kostümentwürfe seit der Renaissance und mittlerweile fast 3 Millionen Negative sowie Positive der Theaterfotografie. Außerdem Originalmodelle des Theaterbaus. Das Museum hat seinen Ursprung in der Königlich Bayerischen Hofschauspielerin Clara Ziegler (1844-1909) einer waschechten Münchnerin, die ihr beträchtliches erspieltes Vermögen zur Errichtung eines Theatermuseums stiftete. Am 24. Juni 1910 wurde das das Theatermuseum zunächst in der Villa der Schauspielerin eröffnet.

Deutsches Theatermuseum München (nur Sonderausstellungen, keine Dauerausstellungen), Galeriestr. 4a, 80539 München (in den Hofgartenarkaden / Hofgarten), Tel.: +49 (0)89 / 210691 0, Fax: +49 089/ 210691-91. Di - So: 10 - 16 Uhr.. (48° 8' 37" N 11° 34' 51" O)

Anfahrt MVV: U3/ U4 Odeonsplatz, Bus: Linie 100.

Valentin-Karlstadt-Musäum[Bearbeiten]

Valentin-Karlstadt-Musäum

16  Das legendäre Volkssängermuseum und Volkssängerlokal im Isartor, mit Cafe im Turmstüberl und 1958 eröffnet.

Bekannt ist das Museum für die skurrilen Exponate, die "F"alentin ("V"alentin nur für Nicht-Münchner) in seinen Werken verwendet hat wie z.Bsp. einen eingemauerten Maurer, den "gefangenen Engländer", eine geschmolzene Schneeplastik usw..

Isartor von der Ostseite / Altstadtring

Ernsthafte Bedeutung hat das Archiv des Museums durch die Bilder Valentins: Er beobachete argwöhnisch die seinerzeitigen Modernisierungen und Veränderungen in München und sammelte Fotos zu seinem Alt-München, darunter zahlreiche wervolle Stereoskop-Photographien, damals "High-Tec". In Auszügen im Valentin Museum ausgestellt, in digitalisierter Form sind die Bilder beim Münchner Stadtmuseum zugänglich.

Valentin-Karlstadt-Musäum, Tal 50, 80331 München (im Westturm des Sendlinger Tors), Tel.: +49 (0)89 / 22 32 66 (Museum) / 29 37 62 (Turmstüberl), Fax: +49 089/ 210691-91. Mo., Die. u. Do.: 11.01–17.29 Uhr; Fr. u. Sa.: 11.01–17.59 Uhr; So. 10.01–17.59 Uhr; Mi. geschlossen; Abendöffnung jeden ersten Freitag im Monat. Erwachsene: 2,99 €; ermäßigt 1,99 €. (48° 8' 6" N 11° 34' 54" O)

"Besichtigung, auch bei Regenschein, Tag und Nacht, nur von außen und zwar kostenlos
Kinder unter 6 Jahren und 99jährige in Begleitung ihrer Eltern haben freien Eintritt";

Öffnungszeiten Turmstüberl: Die.-Sa.18.00 - 24.00 Uhr. Einmal im Monat und immer Montags werden im Turmstüberl von interssierten Besuchern Münchner Volkssängerlieder, Jodler und jahreszeitlich passende Lieder unter professioneller Singleitung miteinander gesungen.

Anfahrt MVV: S-Bahn Isartorplatz. Tram Linie 17 u. 18, Haltestelle Isartor.

Literatur:

  • Richard Bauer, Eva Graf: Karl Valentins München: Stereoskop-Photographien von 1855 bis 1880. Diederichs, 2007 (1. Auflage), ISBN 978-3720530446; 112.

Bier- und Oktoberfestmuseum[Bearbeiten]

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Oktoberfest

17  Mit angegliedertem Museumsstüberl. Die Geschichte des größten Volksfestes der Welt, vom Nationalfest anlässlich der Hochzeit von König Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen bis heute. Dauerausstellung zum Thema Münchner Bier und Bier allgemein seit der Völkerwanderung bis heute. Außerdem Sonderausstellungen zu diesem Thema.

Das Museum eröffnete im Jahr 2005 neu in einem renovierten historischen Gebäude als dem ältesten noch erhaltenen Bürgerhaus Münchens mit Ursprüngen bis ins Jahr 1327. In dem Gebäude gibt es viele erhaltene und restaurierte historische Fassaden- und Konstruktionselemente, darunter eine der in München früher üblichen Himmelsleitertreppen als ein unverschwenkter und gerader Treppenlauf vom Erdgeschoss bis in das Dach.

Bier- und Oktoberfestmuseum, Sterneckerstrasse 2, 80331 München, Tel.: +49 089 / 2423-1607, Fax: +49 089/ 2423-1608. Die. - Sa.: 13 - 17 Uhr.. Eintritt Erwachsene 4,- €;. (48° 8' 7" N 11° 34' 49" O)

Museumsstüberl (bayerische Küche, Augustiner-Bier, moderierte Bierproben), Sterneckerstraße 2, 80331 München, Tel.: +49 (0)89 / 24 24 39 41. Mo. 18 - 24 Uhr, Die. - Sa. 13 - 24 Uhr, Sonntag Ruhetag

Anfahrt MVV: etwas versteckt gelegen in Nähe Isartor, zu Fuß vom Marienplatz (U-Bahn und S-Bahn) ca. 5-10 Minuten oder vom Isartor (S-Bahn) in ca. 5 Minuten.

Feuerwehrmuseum München[Bearbeiten]

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18  Das Museum ist das größte Feuerwehrmuseum Deutschlands, es zeigt die Geschichte der Feuerwehr in München und wurde im Jahre 1979 zum 100. Geburtstag der Münchner Berufsfeuerwehr in der Hauptfeuerwache eröffnet.

Zum Sehen gibt es 6.000 Exponate wie Feuerwehrausrüstung, altes Löschgerät, Luftschutzkeller sowie ausrangierte Fahrzeuge. Als Höhepunkt der Dauerausstellung gilt der Nachbau der alten Türmerstube vom Alten Peter aus dem Jahre 1840.

Feuerwehrmuseum München, An der Hauptfeuerwache 8, 80331 München (Nähe Sendlinger Tor), Tel.: +49 089 / 23 53 - 31 86. Sa. von 9 - 16 Uhr und nach Vereinbarung. Eintritt frei. (48° 7' 57" N 11° 34' 12" O). Führungen nach Voranmeldung.

Anfahrt MVV: Bus, U-Bahn, Sendlinger Tor

Sammlung Café Luitpold[Bearbeiten]

19  Die Sammlung bewirbt sich als Münchens kleinstes Museum und dokumentiert die wechselhafte Geschichte des Cafes und der Kaffeehauskultur. Der modern gestaltete Ausstellungsbereich dokumentiert mit Fotos und aufwändiger Illusionsmalerei die barocke Pracht der Architektur und den Zeitenwechsel im Café Luitpold. Hörstationen mit Soundcollagen zur Musik zur Kaffehauskulisse im 19. Jahrhundert, gelegentlich Sonderausstellungen und Aktionen.

Sammlung Café Luitpold, Brienner Strasse 11, 80333 München (im Cafe Luitpold im Luitpoldblock in Nähe Odeonsplatz), Tel.: +49 089 / 23 53 - 31 86. täglich von 10 bis 19 Uhr. Eintritt ohne Führung frei. Führungen jeden Dienstag, 11 Uhr, Eintritt 3,50 Euro.. (48° 8' 35" N 11° 34' 30" O).

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 19 Uhr. Eintritt ohne Führung frei. Führungen jeden Dienstag, 11 Uhr, Eintritt 3,50 Euro. Info

Anfahrt MVV: U4, U5 Odeonsplatz.

SiemensForum[Bearbeiten]

20  Das SiemensForum München ist das Firmenmuseum des Weltkonzerns Siemens. Das Museum hat seinen Ursprung in dem 1916 in Berlin gegründeten ersten Firmenmuseum Deutschlands, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung mit dem Sitz der Firma Siemens nach München verlegt.

Das SiemensForum ist mit dem Siemens-Archiv seit 1999 im markanten Bau des renommierten Architekten Richard Meier am Altstadtring untergebracht.

Das Museum versteht sich als eine Plattform für den Dialog zwischen Unternehmen und Gesellschaft, Themen der Dauerausstellung sind Kommunikation, Energie, Umwelt, Verkehr und Gesundheit, hinzu kommen Sonderausstellungen und Veranstaltungen.

Das SiemensForum ist seit Frühjahr 2011 bis voraussichtlich Ende 2015 wegen Umbauarbeiten und geplantem Umzug in die Konzernzentrale am Wittelsbacher Platz vorübergehend geschlossen.

SiemensForum, Oskar-von-Miller-Ring 20, 80333 München (am Altstadtring in der Maxvorstadt), Tel.: +49 089 / 636 32 660, Fax: +49 089 / 636 32 616. (48° 8' 43" N 11° 34' 33" O)

Anfahrt MVV: U4, U5, Odeonsplatz.

Kinder- und Jugendmuseum München[Bearbeiten]

21  Das Museum entstand im Jahre 1990 und ist seit 1996 im Münchner Hauptbahnhof untergebracht. Träger ist der gleichnamige gemeinnützige Verein im Auftrag des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

Auf 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen vor allem interaktive Mitmachausstellungen für Kinder und Jugendliche im Vordergrund: das Museumskonzept baut auf die Neugier und die Entdecker- und das Experimentierfreudigkeit der Kinder und Jugendlichen.

Das Museum zeigt ein bis zwei wechselnde Ausstellungen im Jahr, hinzu kommt ein Rahmenprogramm.

Kinder- und Jugendmuseum München, Arnulfstr. 3, 80335 München (im Hauptbahnhof), Tel.: +49 (089) / 54 04 644 0. Di-Fr: 14-17.00 Uhr; Sa, So, Feiertag 10-17.00 Uhr. Eintritt pro Person 4,80 Euro, Eintritt ermäßigt pro Person 3,80 Euro, Familienkarte 12,50 Euro. (48° 8' 29" N 11° 33' 29" O). Vormittags Schulklassen nur mit Anmeldung.

Anfahrt MVV: Bahn, S-Bahn, Bus, Tram, U-Bahn: Hauptbahnhof.

Kunstpavillon[Bearbeiten]

Kunstpavillon

22  Der Kunstpavillon entstand als "Kleines Ausstellungsgebäude", im Jahre 1936 an der Stelle des 1931 abgebrannten Glaspalastes und im Bereich des "Alten botanischen Gartens". Auf der etwa 200 m² großen Ausstellungsfläche als "Atelier & Werkstatt" gibt es im Monatsrhythmus wechselnde und selbstverwaltete Kunst eines Künstlerkollektivs (Verein Ausstellungsleitung Pavillon e.V.).

Kunstpavillon Alter Botanischer Garten (Wechselnde Ausstellungen), Sopienstr. 7a, 80333 München (Alter Botanischer Garten am Stachus), Tel.: +49 (0)89 / 59 73 59. (48° 8' 30" N 11° 33' 56" O)

Anfahrt MVV: Stachus, S-Bahn, U-Bahn, Bus, Tram.

Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern[Bearbeiten]

23  Die wechselnden Ausstellung des Unternehmens haben einen Schwerpunkt auf den Lebenswerken namhafter Künstler im Zeitraum von den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Kunst.

Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern (Wechselnde Ausstellungen), Maximilianstraße 53, 80538 München, Tel.: +49 (0)89 / 2160 2626. täglich 9-19 Uhr, Feiertags geschlossen. Eintritt frei. (48° 8' 16" N 11° 35' 23" O)

Kunstareal München[Bearbeiten]

Kunstareal München

Das Museumsviertel in der Maxvorstadt ist das Kunstareal München. Der Begriff wird seit dem Zeitraum um das Jahr 2008 offiziell verwendet, er umfasst die Museen, Galerien und Bildungsinstitutionen rund um die Pinakotheken an der Barerstrasse und um den Königsplatz. Der Begriff soll unter Führung der "Stiftung Pinakothek der Moderne" künftig als verbindendes Element und als Gemeinsame Marke wie z.Bsp. die Museumsinsel in Berlin oder der Louvre in Paris für das Museale München stehen. Geplant ist die Weiterentwicklung durch eine gemeinsame Erschließung der Freiflächen im Museumsviertel nach einem seit 2010 laufenden Architektenwettbewerb und auch die Schaffung einer zentralen Infrastruktur für Kartenverkauf mit Buchladen und Cafe.

Schon jetzt gibt es für die unter dem Begriff "Pinakotheken im Kunstareal München" zusammengefassten Museen verschiedene vergünstigte Tickets (Tageskarte 12 Euro für diese Museen), ebenfalls gemeinsam ist hier der nach alter Tradition ermäßigte Sonntagseintritt für 1 Euro.

  • Palais Pinakothek (Kunstvermittlung: Führungen, Sonderausstellungen, Seminare, Workshops, Kinder- und Familienangebote der Pinakotheken.), Türkenstrasse 4 (Ecke Gabelsbergerstr.), 80333 München, Tel.: +49 (0)89 / 238 05-284

Verkehrstechnisch ist das Kunstareal München mit der U-Bahn, Tram und mit dem Bus gut zu erreichen, und auch zu Fuß beträgt die Laufzeit aus dem Zentrum (Hauptbahnhof, Stachus oder Odeonsplatz) je nach Marschleistung ca. 7 - 15 Minuten.

An der Barer Straße[Bearbeiten]

Alte Pinakothek[Bearbeiten]

30  Die Alte Pinakothek zeigt Meisterwerke europäischer Malerei vom 14. bis zum 19. Jahrhundert.

Eröffnet wurde das Museum nach zehnjähriger Bauzeit am 16. Oktober 1836, die Pinakothek feiert damit im Jahr 2011 ihren 175sten Geburtstag mit zahlreichen Sonderausstellungen.

Alte Pinakothek

Das Museumsgebäude entstand seinerzeit auf Veranlassung von Ludwig I. einfach als die Pinakothek (griechisch von pinakes für Täfelchen/Gemälde und théké für Aufbewahrungsort) und nach Plänen von Leo von Klenze im klassizistischen Stil auf einem damals noch freien Feld weit außerhalb des Stadtkerns, sie wurde die neue Heimat der bis dahin verteilt untergebrachten Gemäldesammlungen der Wittelsbacher. Den Grundstock dieser Sammlung legte bereits Herzog Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550), zur "Alten" Pinakothek wurde die Sammlung erst mit der Eröffnung der "Neuen Pinakothek" im Jahre 1853.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung ist die alte Pinakothek zwar die größte öffentliche Gemäldesammlung der Welt, aber nicht das erste öffentliche Museum in Deutschland und auch nicht in Europa: der Louvre in Paris war bereits 1791 in ein Museum umgewandelt worden, das Alte Museum auf der Museumsinsel in Berlin und in München die Glyptothek wurden schon 1830 eröffnet. Das besondere am Museumsbau der Alten Pinakothek ist das seinerzeit weltweit revolutionäre Galeriekonzept: Die Ost-West Ausrichtung des Gebäudes mit der Tageslichtbeleuchtung durch die Oberlichte ermöglichte in einer Zeit ohne hochwertiges Kunstlicht eine optimale Ausleuchtung der Gemäldegalerie und wurde künftig zum weltweiten Vorbild für viele weitere Museumsneubauten.

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlitt das Museum mehrere Bombenschäden, ein Volltreffer in Gebäudemitte schlug eine riesige Lücke und zweiteilte das Gebäude fast bis auf die Grundmauern. Die Gemälde waren bereits 1942 aus der Stadt ausgelagert worden. Hinsichtlich der Ruine stand lange sogar der Totalabriss wie bei der Neuen Pinakothek zur Diskussion, erst von 1952 bis 1957 erfolgte der Wiederaufbau unter Leitung von Hans Döllgast. Seine schonende Restaurierung gilt heute unter denkmalschützerischen Aspekten als besonders gelungen: Die Wunde der Bombenlücke in der Fassade wurde zwar originalgetreu, aber bewusst deutlich sichtbar wieder mit Ziegeln geschlossen. Im Inneren entstand das riesige und schluchtartige Treppenhaus auf der Südseite neu, hier befanden sich zuvor im Obergeschoss die Loggien. 1994-1998 erfolgte eine nochmalige Generalsanierung des Gebäudes.

Alte Pinakothek

Die Alte Pinakothek zählt heute immer noch zu den sechs wichtigsten Gemäldegalerien weltweit, die Bestände umfassen mehrere tausend Bilder und sind ein Teil der Bayer. Staatsgemäldesammlungen. In den 19 Sälen und 47 Kabinetten werden rund 700 Gemälde gezeigt, dazu kommen noch die Wechselausstellungen. Im Jahre 2010 wurden rund 220 000 Besucher gezählt, sie stammen zu einem großen Teil aus dem Ausland. Die Münchner besuchen die Alte Pinakothek auch recht gerne, sie nutzen das weitläufige Areal um das Museum zur Freizeitgestaltung: die Grünfläche ist groß genug auch für mehrere Bolzplätze.

Besonders bekannt sind die Werke von Dürer ("Die vier Apostel", 1528), Brueghel und Rubens ("Großes Jüngstes Gericht", 1617), und natürlich Albrecht Altdorfers Alexanderschlacht (1528/1529).

Alte Pinakothek (Museums-Café, Museums-Shop), Barer Straße 27, D-80799 München, Tel.: +49 (0)89 / 23805 216. täglich 10 - 18 Uhr, Di. 10 - 20 Uhr, Mo. geschlossen. Eintritt Erwachsene Werktags 7,00 €, Sonntags 1.- €, gilt nicht für Sonderausstellungen. (48° 8' 54" N 11° 34' 12" O);

Anfahrt MVV: mit der Linie U2 / Theresienstraße und Königsplatz und Tram Linie 27 "Alte Pinakothek"; Bus Linie 100 (Museumslinie): Haltestelle "Pinakotheken";

Wunden der Erinnerung

Wunden der Erinnerung ist ein Mahnmal gegen den Krieg, es steht an der Westseite der Pinakothek an der Arcisstraße: Zwei Bronzeplastiken jeweils als Rossebändiger mit Pferd wurden ursprünglich 1931 nebeneinander und vor dem damaligen Haupteingang der Technischen Hochschule aufgestellt, sie stammten von Bernhard Bleeker und Hermann Hahn und symbolisierten seinerzeit den Sieg der Intelligenz über die rohen Naturkräfte. Beide Skulpturen wurden im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.

1957 wurden die beiden kriegsversehrten Werke einander an der Arcisstraße gegenübergestellt, von Bleekers Werk blieb nur die Person erhalten und das zerstörte Pferd wurde eingeschmolzen. Das Werk Hahns auf der Straßenseite der Pinakothek ist mit Einschusslöchern übersät und wurde 1994 in Beate Passows und Andreas von Weizsäckers europäisches Kunstprojekt »Wunden der Erinnerung« eingebunden.

Neue Pinakothek[Bearbeiten]

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31  Die Neue Pinakothek zeigt herausragende Werke europäischer Kunst im 19. Jahrhundert.

Neue Pinakothek

Das erste Museumsgebäude wurde am 25. Oktober 1853 eröffnet, es entstand auf dem Grundstück nördlich gegenüber der Alten Pinakothek nach Plänen von Friedrich von Gärtner und August von Voit und wurde aus dem Privatvermögen König Ludwigs I. finanziert. Es ist damals weltweit das erste öffentliche Museum für zeitgenössische Kunst. Ludwig I. war zum Zeitpunkt der Eröffnung schon nicht mehr König, er hatte bereits 1848 abgedankt. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zwar schwer getroffen, aber weniger stark zerstört als der benachbarte Bau der Alten Pinakothek, der Museumsbau wurde im Jahre 1948 trotzdem vollkommen abgebrochen. Die Werke waren dann lange nur in einer provisorischen Präsentation im Haus der Kunst zu sehen.

Das heutige Museumsgebäude entstand von 1975 bis 1980 nach den Plänen des Architekten Alexander von Branca (* 1919 in München; † 21. März 2011 in Miesbach) an alter Stelle neu, der postmoderne Museumsbau sollte im Sinne des Architekten durch die Verwendung von traditionellen und in der Moderne meist tabuisierten Bauelementen wie z.B. von Rundbögen in der (Glas-) Fassade den Schematismus der Moderne überwinden und steht damals in der Diskussion, am 28. März 1981 wird die Neue Pinakothek wieder eröffnet. Die Baukosten betrugen seinerzeit 105 Millionen Mark, das sind umgerechnet rund 50 Millionen Euro.

Die Bildersammlung des Museums hat ihren Ursprung in der ab 1818 entstanden Privatsammlung Ludwigs I.: Zum Zeitpunkt der Museumseinweihung hat sie ihren Schwerpunkt in den Werken der sogenannten "Nazarenern", den im Auftrag Ludwigs I. von Carl Rottmannn geschaffenen "Griechenland-Zyklus" und in der von Ludwig erworbenen Sammlung Leo von Klenzes mit 58 Gemälden zeitgenössischer Künstler.

Der bayerische Staat finanzierte in Folge die Erweiterung der Sammlung. Unter Generaldirektor Hugo von Tschudi erfolgte ab 1909 eine Neuordnung des Sammlungsschwerpunktes, das Museum erwarb die Gemälde der europäischen Impressionisten mit einer Konzentration auf den französischen Künstlern, wegen der seinerzeitigen nationalen Strömungen in ganz Europa und auch in Deutschland eine äußerst kontroverse und mutige Entscheidung.

Die Bestände der Neuen Pinakothek sind heute ein Teil der Bayer. Staatsgemäldesammlungen, sie umfassen insgesamt mehr als 4000 Werke, in den 22 Sälen und 11 Kabinetten des Museums sind rund 400 Bilder und Skulpturen ausgestellt.

Neue Pinakothek, Terrasse

Besonders bekannt sind die Werke der deutschen Künstler aus dem Biedermaier (Carl Spitzweg), aus der Romantik (Caspar David Friedrich) und aus dem Impressionismus (Max Liebermann, Lovis Corinth). Internationale Werke sind die der französischen Impressionisten wie Renoir, Manet, Monet, Cézanne und van Gogh. Aus dem Anfang des zwanzigsten Jahrhundert sind u.A. Franz von Stuck, Egon Schiele und auch Picasso vertreten.

Seit Anfang 2011 liegt ein Gutachten vor, wonach Haustechnik und die dreißig Jahre alte Klimaanlage zum weiteren Schutz der Gemälde dringend renovierungsbedürftig sind. Das Sanierungskonzept wird derzeit erarbeitet, auch eine mehrjährige Sperrung des Gebäudes steht zur Diskussion.

Neue Pinakothek (Museumsshop CEDON), Barer Straße 29, D-80799 München, Eingang: Theresienstraße, Tel.: +49 (0)89 / 23805 195. täglich 10 - 18 Uhr, Mi. 10 - 20 Uhr, Die. geschlossen. Eintritt Erwachsene Werktags 7,00 €, Sonntags 1.- €, gilt nicht für Sonderausstellungen. (48° 8' 59" N 11° 34' 16" O);

Hunsinger (Museumsrestaurant, Terrasse bei entsprechender Witterung auch am Abend geöffnet), Tel.: +49 (0)89 / 24 29 02 04. Öffnungszeiten wie Museum

Anfahrt MVV: mit der Linie U2 / Theresienstraße und Königsplatz und Straßenbahn Linie 27 "Alte Pinakothek"; Bus Linie 100 (Museumslinie): Haltestelle "Pinakotheken";

Pinakothek der Moderne[Bearbeiten]

MUC PinakothekDerModerneSchild.jpg

32  Das Museum zeigt vier ständige Sammlungen zur freien und angewandten Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die spektakuläre Architektur des großzügigen und transparent gestalteten modernen Museumsgebäudes mit einer großen Rotunde und einer 25 Meter hohen Glaskuppel als Museumsmittelpunkt stammt von Stephan Braunfels, das Gebäude wurde am 16. September 2002 als Münchens dritte Pinakothek eröffnet.

Pinakothek der Moderne

Die Architektur war zunächst, wie in München für moderne Bauten schon Tradition, heftig umstritten. Die Bausumme betrug 200 Millionen Mark und war vergleichsweise niedrig. Hintergrund ist hier, das aus haushaltspolitischen Gründen die Baukosten niedrig gehalten wurden: zur Finanzierung wurde 1994 von kunstbegeisterte Bürger 1994 extra eine eigene Stiftung gegründet, um, wie von der bayerischen Regierung gefordert, zehn Prozent der geplanten Baukosten und damit zwanzig Millionen Mark zu sammeln.

Auf 12.000 m² Ausstellungsfläche werden in der Neuen Pinakothek Gemälde und Skulpturen, Videoinstallationen, Fotografien, Handzeichnungen, Architekturmodelle und Designobjekte in vier verschiedenen ständigen Sammlungen gezeigt:

  • Die Neue Sammlung, ist ein Teil des staatlichen Museums für angewandte Kunst, sie gilt als das erste Designmuseum der Welt und ist auch heute noch weltweit führend, die Bestände umfassen insgesamt ca. 50.000 Objekte. Zu sehen gibt es Design vom Thonet-Stuhl bis zu Luigi Colanis Werken. www.die-neue-sammlung.de
  • Die Sammlung Moderne Kunst, zeigt als Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im Obergeschoss Werke von Werke z.Bsp. von Bacon, Chagall, Dix, Kandinsky, Ernst, Dali, Picasso, Magritte, Kirchner, Beckmann, Marc, Andy Warhol und Joseph Beuys. Sie entstand ab 1950 aus verschiedenen Stiftungen
  • Das Architekturmuseum entstand seit 1868 aus der Lehrsammlung der Technischen Universität München, sie beinhaltet Zeichnungen, Bilder und weitere Exponate zur Architekturgeschichte seit dem 18. Jahrhundert. www.architekturmuseum.de
  • Die Staatliche Graphische Sammlung ist mit ca. 400.000 Blatt zu allen Epochen seit dem Mittelalter eine der bedeutendsten deutschen Sammlungen für Zeichnungen und Druckgraphik, sie hat ihren Anfang im Jahre 1758 als Kupferstichkabinett. Zu sehen gibt es Werke von Leonardo da Vinci über Paul Cezanne bis zur Gegenwart. www.sgsm.eu
  • Die Fotosammlung Wilde ist seit 2009 Teil der Museumsbestände und Thema von wechselnden Ausstellungen:
Die Fotosammlung gilt als die bedeutendste private und in Deutschland verbliebene Sammlung zur Avantgardefotografie des 20. Jahrhunderts, der Gesamtwert wird auf rund 120 Millionen Euro geschätzt.
Der Grundstock zur Fotosammlung von Ann und Jürgen Wilde war im Jahre 1968 der Ankauf des fotografischen Nachlasses von Franz Roh, zwischen 1972 und 1985 führten dann die Wildes in Köln Deutschlands erste auf Fotografie spezialisierte Galerie. Die Bestände der Sammlung wurden auf rund zehntausend Originalabzüge und genausoviele Negative ausgebaut, ergänzt mit umfangreichen Archivalien zur Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts und eine 8000 Bände zählende Fachbibliothek. Die in der Sammlung enthaltenen Archive von Karl Blossfeldt (1865-1932) sind als national schützenswertes Kulturgut anerkannt.
Im Jahre 2009 gründeten die Wildes eine Stiftung, die Sammlung gelangte aus Köln nach Müchen und wurde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert und der Pinakothek der Moderne zur dauerhaften Verwahrung zugeordnet. Bis in das Jahr 2016 sind mehrere wechselnde Ausstellung im Museum geplant, den Auftakt macht die Ausstellung "Die neue Wirklichkeit" im Frühjahr 2011, weitere sollen folgen.

Münchens jüngste Pinakothek und auch ihr Gebäude gilt mit rund jeweils eine Millionen Besuchern in den ersten Jahren als eine Erfolgsgeschichte, sie ist aber nach dem Eintrittspreis auch die teuerste der drei Pinakotheken und am traditionell preisgünstigen Sonntag meistens auch gut gefüllt.

Wegen erforderlicher Sanierungsarbeiten war der erst zehn Jahre alte Bau von Februar bis September 2013 geschlossen. Seit dem 14.09.2013 sind die Ausstellungen wieder für das Publikum geöffnet.

  • Pinakothek der Moderne (Museumsshop), Barer Straße 40, D-80333 München, Tel.: +49 (0)89 / 23805-360. täglich 10 - 18 Uhr, Do. 10 - 20 Uhr, Mo. geschlossen. Eintritt Erwachsene Werktags 10.- €, Sonntags 1.- €, gilt nicht für Sonderausstellungen. (48° 8' 49" N 11° 34' 20" O); Museumsrestaurant, Museumsshop;
  • Qivasou 48 (Museumsrestaurant), Tel.: +49 (0)89 / 22880280. Öffnungszeiten wie Museum

Anfahrt MVV: mit der Linie U2 / Theresienstraße und Königsplatz und Straßenbahn Linie 27 "Alte Pinakothek". Bus Linie 100 (Museumslinie): Haltestelle "Pinakotheken";

Museum Brandhorst[Bearbeiten]

Museum Brandhorst

33  Der Museumsbau mit der farbenfrohen Fassade aus 36.000 bunten Keramikstäben entstand nach Plänen des Berliner Büros Sauerbruch Hutton für 48 Millionen Euro neu und beherbergt die Privatsammlung der Henkel-Erben Udo und Anette Brandhorst: über 700 Werke von Pablo Picasso, Andy Warhol, Bruce Naumann, Jean Michel Basquiat, John Chamberlain, Mike Kelly, Sigmar Polke, Gerhard Richter und weiteren Künstlern der klassischen Moderne im 20. Jahrhundert.

Für das Publikum öffnete das Museum am 21. Mai 2009;

Der Wert der Sammlung wird von Experten auf 100 Millionen Euro geschätzt, das Haus gilt damit als eines der weltweit bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst. Auf ca. 3200 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden seit dem Jahr 2009 rund 150 Exponate in drei Ebenen ausgestellt.

Schwerpunkt der Ausstellung sind die monumentalen Bilder und Skulpturen des US-Künstlers Cy Twombly, denen das gesamte Obergeschoss gewidmet ist.

Museum Brandhorst, Barer Strasse 29, 80799 München, Tel.: +49 089 / 23805 - 3456. Täglich 10 - 18 Uhr, Do. 10 - 20 Uhr, Mo. geschlossen.. Eintritt Erwachsene Werktags 7.- €, Sonntags 1.- €, gilt nicht für Sonderausstellungen. (48° 8' 52" N 11° 34' 26" O)

Anfahrt MVV: mit der Linie U2 / Theresienstraße und Königsplatz und Straßenbahn Linie 27 "Alte Pinakothek". Bus Linie 100 (Museumslinie): Haltestelle "Sammlung Brandhorst";

Türkentor[Bearbeiten]

Türkentor (am Museum Brandhorst)

34  Das Türkentor ist die denkmalgeschützte Gebäuderuine des alten Haupteingangs der 1826 errichteten ehemaligen Prinz-Arnulf-Kaserne (im Volksmund Türkenkaserne).

Im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen wurde die Kaserne bis auf den erhaltenen Rest in den siebziger Jahren abgerissen. Vom Frühjahr 2009 an wurde dann das ruinöse Türkentor unter der Leitung des Architekten Matthias Sauerbruch saniert und am 23. Oktober 2010 feierlich als Museum neu eröffnet. Von den rund rund eine Million Euro Sanierungskosten übernahm die Stiftung Pinakothek der Moderne 780.000 Euro, weitere 200.000 Euro steuerte das bayerische Kunstministerium bei.

Das kleinste der Museen im Kunstareal wird wechselweise als gemeinsame Ausstellungsfläche durch die Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst genutzt.

„Large Red Sphere“

Dauerhaft in dem Gebäude-Würfel ausgestellt ist das auf das Museumsgebäude abgestimmte Raumkunstwerk „Large Red Sphere“ des amerikanischen Künstlers Walter De Maria (* 1935). Die Skulptur entstand ab 2002 und wurde von der Brandhorst-Stiftung für das Türkentor erworben. Teil des Kunstwerks ist eine Kugel aus dunkelrotem feinkörnigem Granit mit einem Durchmesser von zwei Metern und 60 Zentimetern bei einem Gewicht von 25 Tonnen auf einem dreistufigen Sockel, umgeben von den Konstruktionselementen der Säulen und Balken des Gebäudes. Die Interpretation der Granitkugel ist die als kosmisch-universelle Urform die nie von allen Seiten gleichzeitig zu sehen ist, sie steht allgemein für den Dualismus Innen / Außen und hier speziell auch für die Wechselwirkung zwischen der Pinakothek der Moderne und der Sammlung Brandhorst.

Türkentor, Türkenstraße 17, 80333 München. Die. bis So.: 10 - 16 Uhr. Eintritt frei. (48° 8' 50" N 11° 34' 26" O).

Museum Reich der Kristalle[Bearbeiten]

Museum Reich der Kristalle

35  Öffentlich zugänglicher Teil der Mineralogischen Staatssammlung München und untergebracht in einem Institutsgebäude der Universität.

Das Museum besteht aus dem Foyer und einen separaten Ausstellungsraum, zu sehen gibt es zum Beispiel Diamanten, Smaragde, kostbare Edelmetalle und Steinmeteorite von Mars und Mond, darunter ein 289 Kilogramm schwerer Eisenmeteorit aus Namibia, im Winterhalbjahr Sonderausstellungen.

Museum Reich der Kristalle, Theresienstr. 4180333 München, Tel.: +49 089 / 21804312. Di.-So. u. Feiert. 13 - 17 Uhr. Eintritt 1.50 €, ermäßigt 1.- €, Kinder 0.50 €. (48° 8' 53" N 11° 34' 21" O)

Anfahrt MVV: U2: Theresienstraße, U3/4/5/6 Odeonsplatz; Tram: Linie 27 Pinakothek; Bus: Museumslinie 100, Halt Pinakothek;

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst[Bearbeiten]

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36  Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst (Smäk) hat seine Anfänge unter dem Wittelsbacher Herzog Albrecht V. von Bayern, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erste Stücke aus Ägypten für seine Sammlung erwarb. Einen beträchtlichen Zuwachs erlebte die Sammlung dann durch die Ankäufe von Kronprinz Ludwig I. von Bayern, damals ausgestellt für die Öffentlichkeit in der Glyptothek. Seit 1970 waren die Exponate dann als eigenständiges Ägytisches Museum und als ein Provisorium im Festsaaltrakt der Residenz am Hofgarten ausgestellt. Das Museum hatte in der Residenz in guten Jahre Besuch von 50.000 bis zu 100.000 Personen, der Schwerpunkt waren dabei viele Schulklassen, Stammbesucher und ausländische Gäste.

Der Neubau des Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst mit der HFF von der Gabelsbergerstraße aus

Der Baubeginn für den gemeinsam mit der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) genutzten Neubau an der Gabelsbergerstraße erfolgte im November 2007 und in prominenter Lage zentral im Münchner Kunstareal direkt gegenüber der Alten Pinakothek. Die Pläne stammen von den Kölner Architekten Peter und Gottfried Böhm, Innenarchitekt der Museumsräume war Christian Raißle, die Baukosten insgesamt betrugen mehr als 100 Millionen Euro, davon etwa 35 Millionen für das Museum. Die Hochschule für Film und Fernsehen nutzt ihre Räume im oberen Block bereits seit September 2011, die empfindlichen Exponate des Museums mußten etwas länger warten, bis in den Kellerräumen mit seinen dicken Betonwänden ein geeignetes Raumklima eingestellt worden war.

Freitreppe und Portal des Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst

Der neue Trakt für das Ägyptische Museum wurde am 10.06.2013 feierlich eröffnet, die Öffentlichkeit hat seit dem Folgetag Zugang. Die neuen Museumsräume befinden sich stilecht komplett im Untergrund und zum größten Teil unter der Grünfläche an der Gabelsbergerstraße vor dem Neubau. Der Zugang erfolgt über eine Freitreppe und eine monumental 17 Meter in die Höhe ragenden Portalwand mit einer kleinen Zugangstür wie zu einer Grabkammer. Die Ausstellungsfläche umfasst 1800 Quadratmeter für die Dauerausstellung und 400 weitere Quadratmeter für Wechselausstellungen. Zwei große Säle haben ein Atrium mit Tageslicht, hinzu kommen mehrere kleinere Räume und auch einige engere Gänge als Katakomben, alle Räume sind individuell in einer eigenen themenbezogenen Atmosphäre und Beleuchtung gestaltet.

Ausgestellt sind etwa 2000 von den insgesamt 8000 Objekten des Museumsbestandes nach Themenbereichen wie "Der Pharao", "Religion", "Jenseitsglaube" oder "Totenreich" und gegliedert in einen kunsthistorischen Teil mit drei großen Räumen und in einen kulturhistorische Teil mit zehn kleineren Räumen. Das Alter der Stücke liegt zwischen 5000 und 2000 Jahren, zu sehen sind gleich im Eingangsbereich der Gott Horus, das ist der mit dem Falkenkopf, und dann unter anderem Figuren der Pharaonen Echnaton, Ramses und Hatschepsut, Obeliske, Sphinx-Figuren und Sarkophage, ein acht Meter langes Totenbuch und auch überlange Schubladen in der Wand mit Original-Papyruszeichnungen.

Das Museum definiert sich als einziges Museum außerhalb Ägyptens, das sich ausschließlich auf die Kunst Altägyptens konzentriert: es sind keine kunstgewerblichen Objekte und auch keine Mumien ausgestellt, es zählt mit dem Neuen Museum (Berlin) und dem in Hildesheim zu den größten ägyptischen Sammlungen in Deutschland.

Das Museumskonzept ist mit Medienstationen (Touch-Screens) und mit ausleihbaren Multimedia-Guides als Touchpad technisch auf dem neuesten Stand. Führungslinie als Rundgang am Fußboden, kleiner Museumsladen, keine Gastronomie. Barrierefrei, nur wenige Sitzgelegenheiten, Klappstühle können aber ausgeliehen werden.

Ab Oktober jeden ersten Dienstag im Monat von 19 bis 20 Uhr Klanginstallationen.

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Arcisstraße 16 , 80333 München (in Nähe zum Königsplatz), Tel.: +49 (0)89 / 2 89 27 - 6 30. Die 10 - 20 Uhr, Mi. - So. 10 - 18 Uhr, Mo. geschlossen. Erwachsene: 7.- €, ermäßigt 5.-€ , Sonntags 1.- €, Kinder bis 16 Jahre frei. (48° 8' 50" N 11° 34' 7" O)

Anfahrt MVV: U2: Königsplatz, U3/4/5/6 Odeonsplatz; Tram: Linie 27 Pinakothek; Bus: Museumslinie 100, Halt Pinakothek;

Literatur:

  • Sylvia Schoske, Dietrich Wildung: Das Münchner Buch der Ägyptischen Kunst. Beck, 2013, ISBN 978-3406645280; 203. erschienen zur Neueröffnung des Museums im Sommer 2013; 19,95 €
  • Verena M. Lepper (Hg.): Persönlichkeiten aus dem Alten Ägypten im Neuen Museum. Imhof, Petersberg, 2013-09, ISBN 978-3865689399; 240. 29,95 €

Rund um den Königsplatz[Bearbeiten]

Anfahrt MVV: U-Bahn Linie U2, Halt "Königsplatz";

Glyptothek[Bearbeiten]

Glyptothek in der Februarsonne

37  Eine der glänzendsten Sammlungen antiker Skulpturen aus griechischer und römischer Zeit, zusammengestellt von König Ludwig I. in den Jahren von 1806 bis zur Eröffnung 1830. Architekt des Gebäudes war Leo von Klenze.

Die Sammlung gliedert sich in vier Zeiträume von der Archaischen Zeit (650 und 500 v. Chr.) über Klassik (490–323 v.Chr.), Hellenismus (323–146 v. Chr.) bis in die frühe römische Kaiserzeit (ca. (27 v. Chr. - 14 n. Chr.).

Eines der bekanntesten Exponate der Sammlung ist der Barberinische Faun, benannt nach seinem Fundort, dem Palazzo Barberini in Rom. Die 1,78 Meter große hellenistische Marmorstatue stellt einen schlaftrunkenen Satyr oder Faun dar (verschiedentlich auch als betrunken interpretiert), und entstand vermutlich um 220 v. Chr. König Ludwig I. kaufte sie 1810 in Italien nach strapaziösen Verhandlungen, in die sogar der Papst involviert war, und schaffte sie über die Alpen. Während des Zweiten Weltkriegs war die Figur im Schloss in Tegernee ausgelagert.

Glyptothek, Königsplatz, 80333 München, Tel.: +49 089 / 286100. Die. - So.: 10-17 Uhr.; Do: 10-20 Uhr. Eintritt Erwachsene 3.50 €; ermäßigt 2.50 €; Sonntags 1.- €, gilt nicht für Sonderausstellungen. (48° 8' 48" N 11° 33' 57" O)

Lenbachhaus[Bearbeiten]

Lenbachhaus: Vorgarten

38  Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, weltbekannt ist das Lenbachhaus durch den "Blauen Reiter" bei zuletzt jährlich rund 450 000 Besuchern.

Fassade Neubau

Franz von Lenbach (1836 -1904) stammte aus Schrobenhausen (Holledau) und gilt heute in München als "Malerfürst": er war einer der gefragtesten deutschen Maler des Münchener Realismus im 19. Jahrhundert und durch seine Portraits berühmter Persönlichkeiten der damaligen Gesellschaft zu einem Vermögen gekommen. Zum Beispiel war er mit Otto Fürst von Bismarck persönlich befreundet hat ihn ca. 80 mal portraitiert. 1882 wurde Lenbach, Sohn eines Maurermeisters, geadelt. Die Lenbachvilla wurde 1897 - 1891 nach Plänen des damaligen "Stararchitekten" Gabriel von Seidl als Alterssitz für den Malerfürsten im Stil eines repräsentativen toskanischen Palazzo mit Garten in exclusiver Lage unmittelbar am Königsplatz erbaut. Das Gebäude wurde von der Witwe des Künstlers Lolo von Lenbach im Jahre 1924 der Stadt vermacht und beherbergt seit 1929 die Städtische Gallerie.

Südostseite Lenbachhaus mit dem Neubau und der Freifläche im April 2013
Poster zur Wiedereröffnung 2013: Franz Marc, Blaues Pferd (1911)

Weltruf hat das Museum durch den "Blauen Reiter": zu ihrem 80. Geburtstag im Jahre 1957 übergab Gabriele Münter eine herausragende Sammlung von Werken Wassily Kandinskys, von ihr selber und von den Künstlerfreunden des "Blauen Reiter" (Franz Marc, August Macke und Paul Klee) an die Stadt München. Gabriele Münter hatte die "Entartete Kunst" während der Zeit der Nationalsozialisten in ihrem Privathaus in Murnau versteckt und geschützt, die Gemälde haben seitdem ihren Platz im Lenbachhaus gefunden. Zu sehen gibt es aber auch weitere Werke der künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts wie z.Bsp. von Joseph Beuys.

Ab März 2009 bis Mai 2013 war die italienische Villa geschlossen und wurde im Inneren von Grund auf modernisiert und auch farbenfroher gestaltet. Südseitig der Villa entstand der "Neubau" des Museums, die Pläne stammten vom britischen Stararchitekten Norman Foster (u.A.: Berliner Reichstagskuppel). Er stellte für 56,2 Millionen Euro Baukosten einen kubischen Neubau mit einer Metallfassade aus goldenfarbigen Rohren neben die ockerfarbene historische Villa. In dem Neubau wird unter anderem die Kunst nach 1945 mit Werken von Gerhard Richter, Ellsworth Kelly oder Cy Twombly ausgestellt.

Neubau Lenbachhaus

Die Wiedereröffnung nach der Sanierung erfolgte am 08. Mai 2013. Die Ausstellungsfläche wurde von 2.500 m² auf 2.800 m² vergrößert und ist in die vier Abteilungen 19. Jahrhundert, "Blauer Reiter", zeitgenössische Kunst nach 1945 und Josph Beuys gegliedert. Alle Bereiche barrierefrei zugänglich. Großaufzug für alle Rollstuhlbreiten, Behindertentoilette.

Lenbachhaus (Städtische Galerie im Lenbachhaus, Kunstmuseum der bayerischen Landeshauptstadt München, Museumsshop), Luisenstraße 33, 80333 München (am Königsplatz), Tel.: +49 089 / 23332020. Mitte Mai – Ende Sept.: Die. bis So. 10 – 20 Uhr; ab 1. Okt., Die. bis So.: 10 – 18 Uhr. 10 € / ermäßigt 5 €. (48° 8' 49" N 11° 33' 49" O)

Ella im Lenbachhhaus (Restaurant & Café, bayrisch-italienische Küche, Museumsrestaurant), Luisenstraße 33, 80333 München, Tel.: +49 (0)89 / 700 88 177. täglich 9 Uhr bis 01 Uhr

Anfahrt MVV: mit der Linie U2: Königsplatz und Straßenbahn Linie 27 "Alte Pinakothek". Bus Linie 100 (Museumslinie): Haltestelle "Königsplatz"; Zu Fuß vom Hauptbahnhof (alle S-Bahnen) ca. 7 - 10 Minuten.

Kunstbau München[Bearbeiten]

MUC Kunstbau Sch 2013-04.jpg

39 : Der Kunstbau ist ein Ausstellungsraum der Städtischen Galerie im Lenbachhaus (Adresse siehe Lenbachhaus vor).

Der U-Bahnhof Königsplatz wurde im Oktober 1980 eröffnet, der bis dahin ungenutzte Ausstellungsraum im unterirdischen Sperrengeschoss (Zwischengeschoß) direkt über der Bahnsteighalle im Jahre 1994. Seitdem finden hier wechselnde Kunstausstellungen statt. Die vom Architekten Uwe Kiessler gestaltete Ausstellungshalle hat die Abmessungen von 110 x 14 Metern.

Eingang von der Nordseite (U-Bahn Eingangsbereich Königsplatz / Lenbachhaus).

Staatliche Antikensammlungen[Bearbeiten]

40  Eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen griechischer, etruskischer und römischer Kleinkunst: Vasen, Bronzen, Terrakotten, Glas und Schmuck vom 3. Jahrtausend v.Chr. bis ca. 400 n.Chr.

Staatliche Antikensammlungen, Königsplatz, 80333 München, Tel.: +49 089 / 59988830. Die. - So.: 10-17 Uhr.; Mi.: 10-20 Uhr. Eintritt Erwachsene 3.50 €; ermäßigt 2.50 €; Sonntags 1.- €, gilt nicht für Sonderausstellungen. (48° 8' 43" N 11° 33' 54" O)

Paläontologisches Museum[Bearbeiten]

Paläontologisches Museum

41  Im Lichthof des Museums gibt es Saurierskelette, den Urvogel Archaeopteryx und Sonderausstellungen zu weiteren Fossilien der bayerischen Staatssammlungen.

Eines der bekanntesten Exponate ist das vollständig erhaltene Skelett des Ebinger Urelefanten (Gomphotherium, auch Mastodon) das 1972 bei Ebing am Innufer frei gelegt wurde.

Die Sammlung ist Teil der bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie im Institut für Allgemeine und Angewandte Geologie der LMU München.

Paläontologisches Museum, Richard-Wagner-Straße 10, 80333 München, Tel.: +49 089 / 2180 6630. Mo.-Do.: 8 - 16 Uhr, Fr.: 8 - 14 Uhr. Eintritt frei.. (48° 8' 51" N 11° 33' 49" O)

Geologisches Museum[Bearbeiten]

42  Dauerausstellung und Sonderausstellungen zum Thema, "Geo-Forum". (Teil der bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie im Institut für Allgemeine und Angewandte Geologie der LMU München)

Geologisches Museum, Luisenstraße 37, 80333 München (im Gebäude des Instituts für Allgemeine und Angewandte Geologie der LMU München), Tel.: +49 089 / 2180 6566. Mo. - Do.: 8 - 18 Uhr. Eintritt frei.. (48° 8' 51" N 11° 33' 52" O)

NS-Dokumentationszentrum München[Bearbeiten]

künftiges NS-Dokumentationszentrum

43  Historisch-politischer Lernort für die Zukunft. Das Projekt ist derzeit noch in der Bauphase und soll als Teil eines bundesweiten Netzwerks die Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Nachwirkungen des Nationalsozialismus fördern. Der Standort für die Dauerausstellung ist das Gelände des ehemaligen "Braunen Hauses" am Königsplatz, der Beginn der Bauarbeiten erfolgte 2011, die Neueröffnung ist zum 30. April 2015 vorgesehen.

NS-Dokumentationszentrum München, Brienner Straße 34. (48° 8' 44" N 11° 34' 3" O)

An der Prinzregentenstraße[Bearbeiten]

Museen am Südende des Englischen Gartens und nordöstlich vom Zentrum

Haus der Kunst[Bearbeiten]

Haus der Kunst

50  Entwurf des Gebäudes "Haus der Kunst" von Paul L. Troost 1932 noch vor der Machtergreifung der NSDAP im neoklassizistischen Stil als Ersatz für den abgebrannten Glaspalast, Ausführung dann bis 1937 für Adolf Hitler. Volkstümlich wegen der weißen Säulenreihen als "Weißwurstallee" bezeichnet. Wechselnde Kunstausstellungen.

Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, 80538 München, Tel.: +49 089 / 21127-113. (48° 8' 39" N 11° 35' 9" O)

Goldene Bar (Bar, Café, Terrasse, internationale Küche), Prinzregentenstraße 1, 80538 München (im Haus der Kunst, Seite zum Englischen Garten), Tel.: +49 089 / 54 804 777. täglich 10 bis 2 Uhr, So. bs 20 Uhr,

Anfahrt MVV: mit der U4/ U5 bis Haltestelle Lehel und dann mit der Tram Linie 17 Haltestelle Nationalmuseum / Haus der Kunst. oder: U4/ U5 oder U3/ U6 bis Haltestelle Odeonsplatz, weiter mit der Buslinie 100 bis zur Haltestelle Königinstraße.

Archäologische Staatssammlung[Bearbeiten]

Archäologische Staatssammlung

51  Die Archäologische Staatssammlung ist ein Museum der Früh- und Vorgeschichte und zu über 12 000 Jahren Siedlungsgeschichte Bayerns, Dauerausstellung und kulturhistorische Sonderausstellungen zu wechselnden Themen.

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Das Museum wurde 1885 gegründet und ist in die fünf Abteilungen Vorgeschichte, Römerzeit, Mittelalter und Neuzeit, Mittelmeersammlung und Numismatik gegeliedert. Seit 1975 ist das Museum im Neubau am Rand des Englischen Gartens untergebracht.

Zur Staatssammlung gehören auch noch zehn über ganz Bayern verteilte Zweigmuseen, hier werden speziellen kulturgeschichtliche Themen behandelt:

Archäologische Staatssammlung (Museumscafé, Museumsshop), Lerchenfeldstraße 2, 80538 München, Tel.: +49 089 / 21124-02. Di.-So. 9.30 bis 17.00 Uhr, Mo. geschlossen. Erwachsene 7.50 € ermäßigt 5.- €; Sonntags 1.-. (48° 8' 39" N 11° 35' 29" O)

Derzeit finden Renovierungsarbeiten statt, aus technischen Gründen wird nur die Abteilung zur Provinzialrömischen Archäologie gezeigt.

Anfahrt MVV: siehe Haus der Kunst vor.

Bayerisches Nationalmuseum[Bearbeiten]

Bayerisches Nationalmuseum

52  Das Bayerische Nationalmuseum ist bei ca. 13.000 m² Ausstellungsfläche eines der großen kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Europas mit Sammlungen zu Kunst, Kunsthandwerk und Volkskunde weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Es wurde 1855 von König Maximilan II. im Kern mit Beständen aus dem Kunstbesitz des Hauses Wittelsbach gegründet.

Die Sammlung Bolert des Justizrats Dr. Gerhart Bollert ist eine der letzten der großen Berliner Privatsammlungen, sie enstand im frühen 20. Jahrhundert etwa zwischen 1908 und 1939, der Schwerpunkt liegt auf süddeutschen Bildwerken der Spätgotik und Renaissance. Sie ist seit 2006 im Nationalmuseum Teil der Dauerausstellung.

Bayerisches Nationalmuseum (Museumscafé, Museumsshop), Lerchenfeldstraße 2, 80538 München, Tel.: +49 (0)89 / 21 12 40 1. Di.,Mi. Fr.-So. 10 bis 17.00 Uhr; Do.: 10 –    20 Uhr Mo. geschlossen. Erwachsene 5.- € ermäßigt 4.- €; Sonntags 1.-. (48° 8' 35" N 11° 35' 27" O)

bnm restaurant (Museumsrestaurant), Tel.: +49 089 / 45 22 44 30. gehobene internationale Küche

Anfahrt MVV: wie Haus der Kunst vor.

Literatur:

  • Renate Eikelmann (Hg.): Bayerisches Nationalmuseum, Handbuch der kunstgeschichtlichen und kulturgeschichtlichen Sammlungen. Hirmer, Juni 2000, ISBN 978-3777488004; 350. Überblick über die Sammlungen des Bayerischen Nationalmuseums in chronologischer Folge

Sammlung Schack[Bearbeiten]

Sammlung Schack

53  Sammlung des Grafen Schack ("Schack-Galerie") zu zeitgenössischer Kunst seit 1857, 180 Gemälde deutscher Künstler, darunter Hauptwerke von Spitzweg, Moritz von Schwind, Franz von Lenbach, Feuerbach und Böcklin, Zeugnis für die Kunstvorlieben eines Privatsammlers des 19. Jahrhunderts. Das Galeriegebäude wurde 1907 von Max Littmann für die Preußische Gesandtschaft im Königreich Bayern erbaut.

Sammlung Schack, Prinzregentenstr. 9, 81675 München, Tel.: +49 (0)89 / 23805 224. Mi. – So.: 10 – 18 Uhr; Abendöffnung bis 20 Uhr jeden 1. und 3. Mi. im Monat. Eintritt 4.- €, ermäßigt 3.- €; Sonntags: 1.- €; Kombiticket mit die den drei Pinakotheken und Museum Brandhorst 12.- €;. (48° 8' 32" N 11° 35' 36" O)

Anfahrt MVV: U4/U5: Max-Weber-Platz. U4: Prinzregentenplatz. Tram: 18 (Haltestelle Friedensengel). Bus: Museumslinie 100.

Villa Stuck[Bearbeiten]

Villa Stuck, Hofseite

54 . Wechselnde Ausstellungen in einer prächtigen Künstlervilla. behindertengerecht, d.h. für Rollstuhlfahrer überall zugänglich.

Villa Stuck (Museumscafé, Museumsshop), Prinzregentenstr. 60, 81675 München, Tel.: +49 (0)89 / 455 55 10. Di. - So.: 11-18 Uhr; Abendöffnung erster Freitag im Monat bis 22 Uhr. (48° 8' 26" N 11° 35' 58" O)

Anfahrt MVV: U4/ U5: Max-Weber-Platz. U4: Prinzregentenplatz. Tram: 18 (Haltestelle Friedensengel). Bus: Museumslinie 100.

Im Schloss Nymphenburg[Bearbeiten]

Zum Schloss Nymphenburg als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Münchens siehe im Artikel zu den Münchner Sehenswürdigkeiten, hier werden nur die Museen behandelt.

Gesamtkarte Eintritt Nymphenburg (alle Museen und Anlagen): April bis Mitte Okt.: 11,50 € ermäßigt: 9.- €; Mitte Okt. bis März (ohne die Parkburgen): 8,50 €, ermäßigt 6,50 € ermäßigt

Anfahrt MVV: Schloss Nymphenburg liegt im Westen der Stadt und ist nicht direkt mit der U-Bahn oder S-Bahn zu erreichen.:

  • Mit der Trambahnlinie 17 ab Sendlinger Tor Platz oder Hauptbahnhof Richtung Amalienburgstraße bis zur Haltestelle Schloss Nymphenburg.
  • Nächste Haltestelle der S-Bahn ist "Laim" mit einem rund 2 Kilometer langen Fußweg zum Schlossgebäude. Oder ab der Haltestelle Laim weiter mit dem Bus 41 Richtung Olympiazentrum bis zur Haltestelle Schloss Nymphenburg.

Anfahrt PKW zum Schloss Nymphenburg: zahlreiche Parkplätze stehen direkt am Schloss im Schlossrondell zur Verfügung. Das Schloss selber und die anschließenden weitläufigen Parkanlagen sind eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und auch ein beliebtes Naherholungsgebiet: an den Wochenenden und bei schönem Wetter ist mit einem erheblichen Andrang von Einheimischen und Touristen mit einem regen PKW- und Busverkehr zu rechnen. Es empfiehlt sich dann, eine Parkmöglichkeit im weiteren Umfeld zu suchen.

Museum Mensch und Natur[Bearbeiten]

60  Naturkundliches Museum, Themenbereiche sind die Geschichte der Erde und des Lebens, die Vielfalt der Organismen und der Mensch als Teil und Gestalter der Natur.

Das Museum hat seine Anfänge in einer seit dem Jahre 1809 öffentlich zugänglichen Sammlung im so genannten Wilhelminum in der Neuhauser Straße (Münchner Innenstadt). Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude und ein Großteil der Sammlungen zerstört. 1990 wurde dann das Museum Mensch und Natur in den Räumen im Nymphenburger Schloss eröffnet.

Bekanntestes Objekt des Museums und Teil einer Ausstellung zum Thema Wildtiere ist der ausgestopfte Bär "Bruno", der im Sommer 2006 als Problembär am Rotwandhaus im Mangfallgebirge erschossen wurde.

Museum Mensch und Natur, Schloss Nymphenburg, 80638 München, Tel.: +49 (0)89 / 179589-0. Di, Mi, Fr: 9-17 Uhr; Do: bis 18 Uhr; Sa, So: 10-20 Uhr. Erwachsene 5.- €, ermäßigt 4.-; Kinder 2.- €; Sonntags 1.- €. (48° 9' 37" N 11° 30' 13" O)

Das Museum befindet sich in der Rückseite des Nordflügels vom Schloss. Anfahrt Schloss Nymphenburg siehe vor.

Marstallmuseum mit Museum Nymphenburger Porzellan[Bearbeiten]

61  Exponate im Marstallmuseum: historische Staats- und Galawagen, Prunkschlitten und Reitausrüstungen aus der ehemaligen Hofwagenburg und Sattelkammer der bayerischen Herrscher.

Exponate im Museum Nymphenburger Porzellan: Entwicklung der Manufaktur von ihrer Gründung 1747 durch Kurfürst Max III. Joseph bis ca. 1920. Werke des bedeutendsten Porzellankünstlers des 18. Jahrhunderts, Franz Anton Bustelli.

Marstallmuseum mit Museum Nymphenburger Porzellan, Schloss Nymphenburg 1, 80638 München, Tel.: +49 (0)89 / 17908-0. Apr - Mitte Okt: 9.00 - 18.00 Uhr, Mitte Okt - Mär: 10.00 - 16.00 Uhr, täglich geöffnet. Erwachsene 4.50 €, ermäßigt: 3.50 €. (48° 9' 24" N 11° 30' 17" O)

Das Museum befindet sich im Südflügel vom Schloss. Anfahrt Schloss Nymphenburg siehe vor.

Erwin von Kreibig-Museum[Bearbeiten]

62  Das im Jahre 1991 eröffnete Museum zeigt als Dauer- und Sonderausstellungen die Werke des Münchner Malers und Graphikers Erwin von Kreibig (1904-1961). Vom Museum werden auch die seit 1995 alljährlich stattfindenden Nymphenburger Kunstausstellungen für Malerei und Plastik durchgeführt.

Erwin von Kreibig-Museum (Museumscafe und Bibliothek), Südliches Schlossrondell 1, 80638 München, Tel.: +49 (0)89 / 1781169. Mi.-So. 14 - 17 Uhr. (48° 9' 28" N 11° 30' 33" O)

Das Museum befindet sich im Südlichen Schlossrondell an der Einfahrt zum Schloss. Anfahrt Schloss Nymphenburg siehe vor.

weitere Münchner Museen[Bearbeiten]

BMW-Museum[Bearbeiten]

BMW-Museum

70  Bereits seit 1922 wurden bei BMW besondere Unikate von Autos und Motorrädern gesammelt und im Werk ausgestellt. Erstmalig auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde das Werksmuseum dann im Jahre 1973 in einem architektonisch spektakulären Museumsneubau des Wiener Architekt Prof. Karl Schwanzer als eine "Schüssel".

Das BMW-Museum entwickelte sich schnell zu einem Besuchermagneten in München und einem der meistbesuchtesten Firmenmuseen in Deutschland. Ab 2004 erfolgte eine Schließung mit Umbau und Neukonzeption bei Gesamtkosten von 80 Milionen Euro. Wiedereröffnet wurde das Automuseum am 21. Juni 2008 und ist heute Münchens zweithäufigst besuchtes Museum.

Im Äußeren weitestgehend unverändert, wurde die Ausstellungsfläche in der denkmalgeschützten Museumsschüssel durch einen zusätzlichen Flachbau von 1000 m² auf 5000 m² verfünffacht. Die Erschließung der Baukörper erfolgt durch ein Rampensystem, ein fast ein Kilometer langer Rundgang führt in verschiedenen Ebenen durch die Themenbereiche Gestaltung, Motorrad, Technik und Motorsport. Intention des Rundgangs ist die Darstellung der Automobilgeschichte als Gesamtzusammenhang und Prozessfluss.

BMW-Museum (Museumscafe und Bibliothek), Am Olympiapark 2, 80809 München, Tel.: +49 (0)89 / 1250 160 01. Di – So, Feiertage: 10 – 18 Uhr. Erwachsene: 9.- €, ermäßigt: 6.- €;. (48° 10' 36" N 11° 33' 33" O)

Anfahrt BMW mit dem PKW: ab Autobahnende über Mittleren Ring Richtung Olympiazentrum, Parkmöglichkeit in der BMW-Welt (3 €/Stunde).

Anfahrt MVV: U3, Olympiazentrum, unmittelbar an der BMW-Welt.

Zur BWM-Welt: siehe auch im Artikel zu den Münchner Sehenswürdigkeiten.

Rockmuseum Munich[Bearbeiten]

Olympiaturm

71  Auf der 400 Quadratmeter großen Aussichtsplattform auf dem Olympiaturm. Memorabilia wie z.B. signierte Gitarren von Frank Zappa, ZZ Top, Bruce Springsteen und den Rolling Stones, goldene Schallplatten, Kleidungsstücke der Stars, seltene Tonträger, Konzert-Eintrittskarten, unveröffentlichten Fotos, Original-Briefe, usw. usw. usw.. Entstanden aus einer Privatsammlung.

Rockmuseum Munich, Spiridon-Louis-Ring 7, 80809 München (im Olympiaturm). Mo.-So. 9 Uhr - 24 Uhr, letzte Auffahrt 23.30 Uhr. Der Eintrittspreis ist in der Turmauffahrt enthalten. (48° 10' 28" N 11° 33' 13" O)

Anfahrt MVV: Linie U3, Bahnhof Olympiazentrum.

Bill Haley Museum[Bearbeiten]

72  Privatmuseum in einem Nebenraum des Plattenladen Hydra Records. Bill Haley & His Comets haben 1954 mit "Rock Around The Clock" die erfolgreichste Rock Platte aller Zeiten aufgenommen.

Die 2007 eröffnete Dauerausstellung zeigt Musikinstrumente, Schallplatten und Goldene Schallplatten, Filmplakate, Auszeichnungen, Presseberichte u.s.w., die Sammlung ist weltweit das einzige Museum zu dem am 9. Februar 1981 in Harlingen, Texas, verstorbenen Rock-'n'-Roll-Star. Zur Grundsteinlegung im März 2007 waren die Comets vor Ort, die Eröffnung im Oktober des gleichen Jahres erfolgte durch den Ex-Comet Gitarristen Bill Turner.

Im Plattenladen kann man dann die Tonträger mit der Musik von "Bill Haley & His Comets" und anderen auch erwerben.

Bill Haley Museum, Schleißheimer Straße 321, 80809 Muenchen (Ecke Frankfurter Ring). Die. bis Fr. 12 bis 18 Uhr, Sa. 10 bis 15 Uhr. (48° 11' 11" N 11° 33' 57" O)

Anfahrt MVV: U2, Frankfurter Ring;

Internationale Jugendbibliothek[Bearbeiten]

73  Die Internationale Jugendbibliothek im Schloss Blutenburg befindet sich mit ca. 10 km Entfernung vom Stadtzentrum ganz im Westen von München, die Wasserburg ist ein ehemaliges Jagdschloss der Wittelsbacher. Zum Schloss Blutenburg als Sehenswürdigkeit siehe auch im Artikel zu Obermenzing.

Die IJB ist seit 1953 „Associated Project“ der UNESCO. Das Büchermuseum hat einen Bücherbestand von mehr als 500.000 Exemplaren in über 130 Sprachen und ist die größte Bibliothek für Kinder- und Jugendliteratur in der Welt.

Internationale Jugendbibliothek (IJB), Schloss Blutenburg, 81247 München, Tel.: +49 (0)89 / 891211 - 0. Mo. bis Fr. 14 - 18 Uhr. (48° 9' 48" N 11° 27' 26" O)

Michael-Ende-Museum (in der Internationalen Jugendbibliothek), Schloss Blutenburg, 81247 München, Tel.: +49 (0)89 / 891211–0. Sa, So 14.00 - 17.00 Uhr, Wochentags nach Vereinbarung. (48° 9' 48" N 11° 27' 26" O)

Anfahrt MVV Schloss Blutenburg: ab S-Bahn Haltestelle Pasing (Linien 3, 4, 5, 6 oder 8) mit Bus Nr. 56 in Richtung Schloss Blutenburg oder mit Bus Nr. 160 (Ausgang Pasinger Fabrik) in Richtung Allach bis Haltestelle Blutenburg.

Museum der Münchner Verkehrsgesellschaft[Bearbeiten]

74  Enstanden aus der musealen Sammlung historischer Fahrzeuge der städtischen Verkehrsbetriebe. Die Neueröffnung des Museums auch für die Öffentlichkeit erfolgte im Oktober 2007.

Auf über 5 000 Quadratmetern sind Exponate aus der über 130-jährigen Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in München zu sehen. Im Gebäude der ehemaligen Bus-Hauptwerkstätte sind unter anderem historische Straßenbahnen, Omnibusse und Arbeitsfahrzeuge zu sehen.

MVG Museum (Museum der Münchner Verkehrsgesellschaft), Ständlerstraße 20, 81549 München (in Ramersdorf im Südwesten der Stadt), Tel.: +49 0800 344226600. jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat, jeweils von 11 - 17 Uhr, im August geschlossen. Erwachsene 2.50 €; Kinder, ermäßigt 2.-; Familien 5,00 €. (48° 6' 11" N 11° 36' 7" O)

Anfahrt MVV Tram 17, Schwanseestraße. Bus 139, 144, 145, Ständlerstraße.

Kartoffelmuseum[Bearbeiten]

75  Seit der Eröffnung im Jahre 1996 widmet sich das weltweit einmalige Museum der Kartoffel ausschließlich in kunst- und kunsthistorischer Hinsicht. Ausgestellte Objekte sind Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Stiche, Drucke, Lithographien, Hinterglasmalerei und moderne Grafik, thematisch gegliedert in acht in sich abgeschlossene Räume. Außerdem gibt es eine umfangreiche Büchersammlung zum Thema.

Kartoffelmuseum (Stiftung Otto Eckart), Grafinger Straße 2, 81671 München (in Berg am Laim im Südosten der Stadt), Tel.: +49 (0)89 / 404050. Di. bis Do. nach Vereinbarung, Fr. 9 - 18 Uhr, Sa. 11 - 17 Uhr. Eintritt frei, Führungen 3 €. (48° 7' 32" N 11° 36' 21" O)

Anfahrt MVV: Ostbahnhof, U5, Ausgang (Friedenstraße), S1 - S8, Bus, Tram.

MTU - Museum[Bearbeiten]

76  . Werksmuseum des Triebwerksherstellers über die Geschichte des Motorflugs mit historischen Flugmotoren und zur Geschichte der Luftfahrtantriebe, nach Erweiterung wiedereröffnet im April 2008.

Besichtigung für MTU-Besucher im Rahmen von Werksführungen, für die Öffentlichkeit viermal im Jahr, zu besonderen Anlässen und in der "Langen Nacht der Museen" (Info) geöffnet.

MTU - Museum, Dachauer Straße 665, 80995 München (in Allach am Nordwestlichen Stadtrand), Tel.: +49 (0)89 / 1489-0. (48° 12' 49" N 11° 28' 53" O)

Stadtteile[Bearbeiten]

Monacensia

Museen und Ausstellungen mit einem speziellem Bezug zur Stadt München und zu den Münchner Stadtteilen:

  • In Bogenhausen ist die Monacensia ein umfangreiches Literaturarchiv mit dem Nachlass zahlreicher Münchner Schriftsteller und Künstler.
  • In Haidhausen ist das Üblacker-Häusl eine für das Stadtviertel typische historische Tagelöhnerherberge aus dem 18. und 19. Jahrhundert, das Haidhausen Museum ist eine Sammlung zur Geschichte des Stadtteils.
  • In der denkmalgeschützten Wohnsiedlung Borstei im Stadtbezirk Moosach befindet sich das Borsteimuseum, es zeigt Exponate zu dieser architektonisch einzigartigen Siedlung und zum modernen, visionären Wohnungsbau nach dem ersten Weltkrieg.

Spezialmuseen[Bearbeiten]

  • In Schwabing befindet sich mit dem Museum Witt die weltweit größte Sammlung von Nachtfaltern.

Im Münchner Umland[Bearbeiten]

Buchheimmuseum Bernried;
  • Buchheimmuseum in Bernried am Starnberger See (ca.34 km von München), mit der berühmten Expressionistensammlung des Buchautors Lothar-Günther Buchheim und "Nebensammlungen" zu Kunsthandwerk aus aller Welt, bayerischer Volkskunst, Kultgegenständen aus Afrika und anderen außereuropäischen Ländern.

Weblinks[Bearbeiten]

Empfehlenswerter Reiseführer Dieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 22. Februar 2009 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.
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